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Wiener Morgenzeitung · 1922-04-30 · Heft 1167 (30.4.1922) · p. Seite 2

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1167 (30.4.1922)
Date
1922-04-30
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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WIENER; <^15:GEWOTITTmT? Säte 2 Wien, Somßsg SOAprfl 1922 Nf.üCT ommmmmmmimm Die Geschichte wiederholt sich. > Von Moses Smflansky. Der Verfasser gehört zu den hervorragendsten Publizisten des heutigen Palästina. Er lebt im Laude seit seitser Kindheit und hat fast die ganze Geschichte der neueren Besiedlung mitgemacht. Aus seiner Feder stammt eine Reihe ausgezeichneter Erzählungen aus «dem Leben der Araber, die er unter dem Pseudonym C h a w a d s c h a ."M tiSa (Herr Moses) veröffentlicht hat; unseres Wissens, # die ersten ihrer Art Der vorliegende Artikel, den wir in der TJebersetzubg von Dr. Cb. Tartakower veröffentlichen, ist im >Hamöc!‘ Häzäir« erschienen.. ' Daß VtOT^cherü der Gitupipe des Raibfbdnens Scnmonfo&i (der geistige Führer dior Agniidtefh. ~ in Eres Tstsü:, de-r — wie .er seäfrst zugibt — dtet) v Gang -:ks Pr-ofessons de Haan tm Lord Nturtfhjßiiffe irj;piräert hat. Der ‘Uebetnseijreri), die in Be* gkriu-ng des i'tvidessors da Haan smu »König« der Sc>iis2.-ti csiüpres'se ging, tum die ri-anistisrihe 'Org-anisaticn und He Ghateam -zu verieumdieo, ha.t, in ns seren] Lager großen Stumm ecnegt. Uebßrratidhit w aar-d« . deh (neue- Pmiblftiutm,; daß rarS äugst ins Land kam .Aber die ersten Grürsdser des Jiedbuw, die seit jaihozehntan ian Kampfe Stehen, ’ stießen kein c sweg j an den- Stein das Anstoßes, dar, ge> ßäniK vrird »Die Fromniea Jerusal>enis«, n?R5d wurden d’aher gar nicht überrascht. Sie wissen äu^ bitterer BrisLrung, daß das, was einst geschehen,' geschieht irnrd fcamer geschehen wird, solange ein Teil der »Frommen JerusalemDS« dajs' leichte Brot dbr ChahükKh esiserv wird. Die CLaWkah-Leaite haben inv Jisdhuw Hüron Tofdifokttd ■ gesöh.en und ihn mit Älisn mehriishea Mittete befleämspft, auch mit Vcrierumdrogea. Und «Ls garaizc Reihe der Ver-teusn-dugcu, die sich seit Jahrzehnten hitiaädhjt, zeigt einsame Merkmale arui!. l. Immer schießt' sdeih' den »Frommem« agemdesn. A^kniilatibnstyiptas an. 2. 'Wenn es dteStaamde erfordert, wird auch. gegen wahrhaft Fromme und Gottesfürchtige. gekämpft. 3. Immer weisen, sie artaf den neiven Einwanderer ais auf eine »Gefahr fürs Vaterland-; hin, Drimlt diese Behstuptungeh nicht tauhekgl bleiben, wende ich mich historisdhen. Tatsachen zu. ' Im ‘Jahre 5632 soizteii sich drei bedeutende Rabbiner des otsretpärsohem Westens: Hirsch K a 1 i s -c h er, Füshu Gut sn a eher mrad' Rabbi Je/huda Leib A i k a 1 a i, für die Kolonisationsidee ein. Alle streben sie eines an-: in Erez Israel Gruppen von Bauern au schaffen, die »unter Aufsicht von agronomisch geschuiten; Lehrern selbst den Boden bearbeiten ‘und seihe .Früchte genießen«, ebenso woiil ten sie Gruppen organisieren von »ieriegageü'bt-en Wächtern, damit ni^Ft Araber kommen, und Saaten und PflcOizunige-n. zenstopW^; Dais Auftreten diese.!: drei Lvnte machte starken Eiradiruck rarad viele rotebe Juden. eilklässchen sich bereit, diese Idee mit ihrem Gelds LU tantorstüüzen, und viele Bewohner Jerutsalemis uind Sa-fc&s erklärten ihren Wüten,-die Stadl*- zu •voülia'ssen und Bitdh auf dem Boden auciuisdedteiln. Dieser Tat emsdhireckte die Jenmlemer Chalukahn c hmer und sie zogen zum »heifliigen Krieg« gegen die ■ erwähnten Raibbinen auts. und diturch für Geld gemietete »Schriftsbel'ler«, fanden sie Mittel und W ege, tarn dieses Umtemebmon in der »Times« zu vcnleuimidten. Also auch die Eitiizeflheiten der Geschichte wiederholen sich. Die ÖhaÜknih-Leute . verbreiteten Nachtricf V-en,. »daß der Boden Palästinas nicht fruchtbar sei, daß die' Bodenbearbeitung die daran Besohäfitiiigtem ,. am Gottesdienst hindern werde, daß die Leute von- Sa-fed um 6 Jenu-atem, wefetze m Palästina, ein . Bauerrnileben führen wollten, Leute seien, diie die iThora und die Gebote veraibsaheuien mrad eän unsittliches Lehm Heben«. Diese Vorgänge schwächten natürlich die Bewegung. Im Jahre 5635 beoibstehtigten eaniige Jeimrsaifemetr, eirae große'“Bodenflädhe bei Jericho anfzufleaufen, Iran dort Jenuisailemesr Juden affis Adkerbattwar atnizusiedeläi. Der Gedanke» fs«nd. in den •Herzen ausländiisdhea: reicher J«uden ein Echo. Dasnails Ständen einige Rabbiner Jemussilerras auf und .■wairnten das Volk vor der Besied'kang Jerichos mit Rüöfesicht darauf, daß der Fluch Josueis, des Sohnes von Nun: Verfliuidht sei der Manin, . 'diät Jericho wieder aiufrichitet, nodh in Geltung sei.-..! Ututer dem. mächtigen. Eimfltuß eines der. örstesi Schöpfer des politischen Zionis-mnts';umd. unter dem 1 starken Eiradiruiok , dies ziioniisti-dhen' Romaßis der englischen SdhriftstelHeriin GeorgelElliot, der im Talbre 5636 erschien, srwaichten neueriieh mit Macht die Ideen der Begründung (Jüdischer Adk-ertbaukoloniien an Palästina.. Die Jüdische Gemeinde in Ohiauifa ersuchte, man möge, ihr bei Begründung' von Adkerbamsaedliungen n^di dem Muster der deutlichen behilflich sein, umd eine der Hamptsäulen das onthodoxön Judenttmus wi Deutschland, Rabbi Benjamin Hirsch, widmete aöle seine Zeit dieser Idtee und begann auf Moses Monte fiore einzinwirfloen, daim’iit er seine Schöpfung »Mtaiflkereth Miosehe« diesem Zwecke rwidime. Und vvied'CT Sftaodon Rabbiner in Jerusalem auf und Hießen in. den Betil'LuseM verkünden, '»diaß im Adcorteju die drei Haurptvoriweclwai v&r- Scörpert Götzeadiorast, Blmtedbainde ■ und DlutvL7gttJiü5-. Dem zweijährigen Bemühen dieser Raobimfen gelang es, Äe Sach* zu voreitö*®. 7ai iBcgfino der vierziger Jahre (jüdisel-^n Datruwrs) hob ökfc die Stimnuung für die zionistische: Idee dank in der Hadik- Durch die Höllen Horthy-Ustgams. Noch ist die gesamte ötotliclie .Meinung in Erregung Ubier die Erlebnisse des tschecho-slpwaldschen Staatsangehörigen. K ä fz, Über welchen .wirJvviedei-holt berichteten, urtd ßchon obUegt uhs dle Pflicht, von dem furchtbaren Schicksdl. eines anderen jücfischen Opfert des Horthy-magyärischen, Foltersystems zu berichten. Der Fall, der Ziep,erOH' >yird, üherbietet an.. Ein!?el^ betten WomöMedi rW". iHsb^vdekÄnrt geMrijenen. SchlldeMgLn^m. aus dün Vorgängen in! den Pölferkammern des Reiches derer: von Pronay und Hejjas* Der Mechaniker Max W e i ß, 25 Jahre, alt, be- fand sich! M Juli * Ml ,.auf' dem! Wege: von Agram; pacijv Budapest! Kap^$Hwufde er unter der Beschuidigung! ' däß er verbotene .Druckschriften .ins Land schmuggeln .wolle, festgenommen. Die „ verhafteten. Offiziere brachten Jhn inj! di^ T-Abteilüiigj in i Welcher bekahntiieb Spiönage-^ngelegeörieiteti' be- handelt werden. 'Diese T-Abteilung befindet Sich ür der II a ü i k K i s e r n e. Dort wurde er vom Major Baron 0 k 0 ji c. s a n y i einem; Verhör unterzogen. Das Verhör begann damit;, daß def Baron den Weiß wütend anschrie: „Stinkender Jude,' nun gehörst' duJ - uns, wir J' wejden j mit dir , fertig werden.“ Da Weiß; nichts zu geste*heri ' hatte, würde'' er in den Keifer der. Kaserne gebracht und gefoltert. ID a u tn e n s eh r a u b e n, -N ade 1 s t e c d e r, K 0 p fa n d R u m p l p ressen Wurden ln Anwendung gebracht; - so daß derunglückliche Mensch (wiederholt in Ohnmacht fiel;- Nach'einigen Tagen wurdeer in eine Zelle gebracht, wo bereits zwei mit Tüchern bedeckte, Leichen väuf’ dem Boden-lagen. Zwei ORziers verkündeten; in Anwesenheiteines dritten; der in . der Tracht e i n e s. JU d i S e h e n : R a b b i n e r 8 mit Talar und Kappe dastanch : das Todesurteil über Weiß. sDer angebliche Rabbiner sprach auf Weiß ein, er möge in der letzten Minute seines Lebens in. sich-gehen, die Wahrheit sprechen, ein Geständnis abiegen und auch seine Mitschuldigen nennen.: Unter den größten - Qualen erklärte Weiß, daß bei Juden die Beichte nicht eingeführt sei und daß er überdies kein: Verbrechen, zu gestehen, habe. Nun stürzte sich der als Rabbiner verkleidete Offizier auf Weiß, versetzte ihm -heftige Faustschläge . ins Gesicht und-schon, glaubte Weiß dem Tode verfallen zu, sein, als - einer der Offiziere sich: besann und meinte, der Jude; könne auch anders erledigt werden. Mit. der Bemerkung: ,N u n w i r s t. dju .g,e k r e u % i.g j!“ schnitt' einer der Offiziere. dem Weiß mit einem,, Dolch ein Kreuz, in den linken Arm ein,.so daß er ganz .blutüberströmt war!.Fünf Wochen lang wurde Weiß in der Hadik-Kaserne gefoltert und dann in die Radetziry-Kaserne gebrächt Dort befand sich .seine Zelle.;gegenüber derjenigen;des.Klarer* fabrikariten Reich mäh n, übet dessen Foiterqngeii und Späteres Verschwinden wir seinerzeit berichteten. Damals hat .Reichmänn noch gelebt und den ganzen Tag jämmerlich geschrien. Weiß hat ihn .auch eimnai zu Gesicht bekommen und° gesehen; daß er ^?um Skelett abgemagert und mit Wunden bedeckf war. Aus .der Radetzky-Kaserne wurde Weiß in das PalatinrHötel in der Vadasz-utca überführt, wo sich das Detachemenjl ' des. Ministeriums des Innern befand.; Als Weiß War 1 wegen der großen Schmerzen; die ihm seihe Wundetv verursachten, jammerte* streuten ihn? die Bestien S& iö dieWimden. Da man ihck tiE Äler dieser FMeruh^ gen nichts nachweisen könnte, wurde er. schließlich -in das berüchtigte Samrhelgefätighis überführt von wo er in das Internierungslager von ,, P i 1 i s c s a b a hätte gebracht werden soffen; -Hier .fügte es der Zufall, daß man bei der Oberstadthauptmannschaft dringend einen Mechaniker benötigte, und Weiß wurde für diese Arbeit äusersehen. Während seiner Eskorte gelang es ihm, zu entkommen, und dann nach langen Irrfahrten über, die Tschechoslowakei nach Wien; zu gelangen, wo er^ zum Teile* gelähmt, und mit Wunden bedeckt, vor vier Tagen änkäm und den Arzt Doktor Bernhard Sch! aufsuchte. Nach der . ersten.. Unter», suchüng . stellte Dr* Sch. folgenden:.- ärztiiehün Ho fund aus: I-".; »Herr; Max Weiß erscheint in meiner Ordination und gibt an, däs er aus dem Gefängnis Ln Budapest durch* gegangen ist* Woselbst er arg mißhandelt Wurdev.. ■. Objektiv konstatierte ich Narbte nach 5ticlt* Verletzungen*, ferner Abszesse ia Desieltti.an Kopf und Füßen: Die Sehkraft ist geschw^ChL Die.Akzesse rühren . von- Schlägen mit Peitschen und, darauffolgendem Bestreuen der Wunden mit Salz; Subjektiv gibt Weiß an, daß er an KopfschraerÄ und krampfartigen Schmerzen in den .Füßen leidet.® Wir legen die .Geschichte dieses Opfers der tmga* rischen Zustände der Oeffentlichkeit vor. Sich gegen : die. ungarischen Bluthunde, .zu entrüsten, hat -sich im; Läufe der letzten drei Jahre als müßige, unfruchtbare - Arbeit erwiesen. Wir können in diesem Falle wie in 1 allen früheren Fällen nur immer wieder an das Gewissen der europäischen Mächte appellieren und sie fragen: Wie lange noch wollen sie es dulden, daß mitten in Europa eine Hörde von Banditen straflos ihr Unwesen treibt, wie lange noch wollen sie verhindern, daß die Konsolidierung der Verhältnisse in Mitteleuropa ihren normalen Weg nehme? der B\i I u -Bewegung. Man bemühte sich, mit großer Aiussi-cht anf Erfolg, besondiere Eriauibnits für diie Anisiedlumg Paläistinas ziu epfeingen, Ja, es war G rund wort rinden, atvauineihimen, diaß dfte türkisdhe Regieronnig -den jüdiissdhen Em-wainid'erern Re-' gi-onuügsbcidcn 'ü>m'son«t auir Verfügung gtel-Ien werde,. * . Da plötzlich wurden, ajlile Herzen erstaliüttent diuirch dais strenge Verboit der .tüiikisdhen Regi'ömnng, wonadb es einem jeden Juden, selbst einem c thRmKanisdhen. Stiaaiitebüirgeir, ^priboten 'sei, sirih in Palästina neu anizni'siedeilin . . A'>» ML,n der Zaöhe nachging, stellte sich heraws, daß döese-3 Verbot auf diie Verleumdungen der Cdi a 1 utka'h - L eu t e in. Jerruisaitem nmd der atösimiHen^en J-uden . in Komstantinapel zmrüdkziU'-!führen sei, die djie »Ohowewe Zion« als Feinde der Türkei und die eAnwa'ndernd'en Jud-en ads Hocflivenrä-'ejr irinisteilten. Ende dpr . vranziger Jalhme, als die Ohowewe Zion hofften, von diar nusirisdhietL Regiemung. ekle Genehojiignimg füit 2h<re Tätigkeit zw ertetngem üod vide sBch der Bewegung anschioasen, damumCeir autdh reidhie uttnd (hoch angesehene Rd?:lbijne«r,. dla Ibeganm die Angst der. Cha&kQfh-Leute, daß man ilbre Kreise stö-ren köranrte. $tc verbanden rieh mit zwei, reichen O-rtfluadicxein anas Rußland) mrad veröfferatlicf'Cen etee Krtnndigebung, dlie von viel'an Ralblbkiern Jemnsaileans taniterzekhiniert wair, in der sie detr Welt knimditaten, daß die Abrichit den Ohowewe Zion sei: »M-sdersunsißen die Maner der Refliigicra und wie Holzfäller mit “ Aexten über die Thora Israels btenuifäilüen*. Fm. diesem Aufruf finden sich folgende Blüten: s^J'icfit ist es Zeit, Baiuten zu errteht-en au*f sch wanken dem Grunde, nicht Weinberge zu pflanzen, denn, noch ist nicht die volle Erlösung gekommen, daß jeder unter seinem Weimst-ock lebe und wu«r die Magd. Ihiait ihre Henrin zuennähren...« In denseillbsn Zeit erhob sich eine Asrimi!amtengrutppe, die sieb um das (niissische) Organ »Wotschod« schaffte, nicht bloß zum Ideenkampf gegen die Chowewe Zion, sondern auch zu Verleumdungen. Im Jahre. 5648 änderten zwei Jemrsiälemer Führer, die früher mit den Chowewe Zion gegangen waren, ihre Ueberscuigumg, detr ein, weil Baron Rothschild sein Organ nicht unterstützte, und der zweite, weil ihn die Chowewe Zion nicht zu ihrem Vertreter .machten, umid verbanden sich mit dien Chaöiu.k>ar>-Füibrern gegen den Baron und die Chowewe Zion. Ihnen schloß sich eine Art von -Doktoret an, der iuseiner Jugerad zw dem Taihnmdtungern m Kowmo '.g-dhörte tnd später freisinnig wurde. Er ging nach Deutschland, wurde dort Doktor,, ta/t wieder .Buße und ward eia tätiges Mitglied deL radikalen Outliodoxie. Dieser Doktor wurde Arzt Li einer Kolonie des Barons und vom dort,aus verbreitete er.mk Hilfe seiner Jerusalemer Genossen die Nachricht, daß der Baron die Absicht shabe, »die. Kolonisten ihres Judentums zu berauben ‘find sie. der Religion abspenstig z?u machen.. .« Die Sache gedieh so weit, daß der Baron dem ganzen Koloni-satiomiswerk «den Rücken zuiwemdan- ' woilite, timd wären nicht P im s k e r vom der einen und.Rabbi Mo h i lew er von der anderen Seife eingesprumgem, so wäre es vielleicht um das Werk geschehen gewesen. In den folgenden Jahren bekämpfte man die Gründer von Gederah als »Entweihet alles Heiligen« und als Sozialisten. Man ging so weif, daß man über sie einen Richter ans Jerusalem setzen wollte, mit der Befugnis, sie für alle Sünden zu strafen. Detr weitere Kampf galt den »B’nei Mosche* Äq »Missionären«. Von ihnen wurde erzählt, sie hätten den Jomkäpur in einen Festtag umgewandek, an dem beide Geßchlechtor tanzen... Ich will mit dem letzten Ereignis schließen, das der Geschichte Zorn,nenfeid und de Haan ähnelt wie ein Ei dem anderen, nur sind die Namen andere. Es war im. Jahre 5674, bei Kriegsbeginn, zttl Zeit D-schem-al Paschas, der dem Zdonistmtis ausrot tem wollte. Damals unterschied man nicht zwischen »ernstem« Zioraismm'S und »radikalem« wie heute, sondern zwischen Zionismus und Juden; Eines schönes Tages nu«n erschien -der folgende Aufruf von Beha A lad im, dem Sekretär der viertem Armee: »Es „wird gebeten, wörtlich zu. übersetzen und vollinhaltlich zu verlautbaren: Die hohe Regierung hat aus Gegnerschaft gegen,.die Taten, .des. gefährlichen Elements, welches bestrebt ist, im palästinensischem Teile „des ottomami-scheu Reiches einen Judenstaat mit dem Namep »Zionismus« zu schaffen, der geeignet ist, den eigenem Stamraesgenossen zu schaden, befohlen, alle Postmarken» die zionistische Fahne, das Papiergeld, die Banknoten der A. P. C. in Form von Schecks umd dergleichen, welche unter diesen Elementen verbreitet sind, zu konfiszierenum-d die Aufhebung aller zionistischen Organisationen, die im geheimen bestehen» ausge* sprechen. /.; Es wurde, ums num bekannt» daß gewisse Norg. le,r in böser und. niedriger, Absicht unsere Worte, eratstellteii, fcidem-sie behaupten, daß die Verfügung gegen alle Juden - gerichtet seu I'Uclits ist matür-*- lieber, als daß darin kein Uebel enthalten ist für alle Juden, die zugleich mit ums Kinder des Vaterlandes Lind» Voliberechtkgiusnß genießen amd mit

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