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Wiener Morgenzeitung · 1922-04-23 · Heft 1160 (23.4.1922) · page 1

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1160 (23.4.1922)
Date
1922-04-23
Page
– (sequence 1)
Language
German
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t inieiiiiiitttffei' K SO Wien: Zum Abljolen in der Expedition, ll.,Tabqrstr. 1-3, oder in einer Verschleißstelle (Trafik) monatlich K 1400. MitPostversand fürWidn und Oesterreich monatlich K1400, Tschecbo-SlowakeLMon. Kroiien'2,0; üngarurMonatl, Kronen 120- 'fugoslawien: •Monatl. Vinar 20. Pqien: Monatl. Markt®). Deutschland: Monatlich Mark 33. Frankrcich:Monatl.Frcs.6. Ür. 1160 rrnrr Ts<9ieao»SVOwakcR tsch. K 1 Italien: Monatlich Lire SJ Rumänien: Monatl. Lei 40. Schweiz und das übrige Ausland monatlich Francs 3j Redaktion u. Administration Wien IL, Taborstrasse 1—Ä Telephone: 44-0-38, 43-3-19* ab 6 Uhr abends 17-9-33«’ Telegrammadresse:»MorgeiM zeitung“, Wien* Oesterreichische« Postsparkassenkonto 150.6031 Wien, Sonntag, 23. April 1922 4. Jahrgang Das Land ohne Regierung. , . 1 —,y. Wien, 23..April. -; ,Eür Ungarn wird-die,Genueser Konferenz zu,ejn.em GerlchJ., Mit Bestürzungso meldet die alldeutsche,;«l^:^gyären; gestnnungsverwandte .Agentur Vena — ci«e. ungsrisehen.. Regierungskreisedieungünstiger Aufnahme ’üu'er'Deiegierteh. durch die leitenden ' Sfaatsniänner -der Weltkonferenz. Besondere "England zeig^MeK'Teservierfc, da/ es; Ürigarp al?, den Störenfried, betrachtet utid die.; Reclitstinßjcherheif <jo Ungarn,für gegeben .anlieftt . In derv .^Nouvelle; Gorrespondahoe“,. eliier:'Pariser' Agentur,•■■beklagt-; eine offiziöse ungarische Darstellung, Wgarn' werde' wie 'ein' feihälicitier;Staat‘ feeljandelf.* Diese-Bestürzbing iSt -sicherlich echt. Ungarn. JiätegetioSt, |auch’ l in!:Genua -so » 'milde- Beurteiler" wie die §qäapestcfc EntenfeVettretetvorzufindeii/ steh •'dort: sls‘ -WrWbtÄ )5taat Lukuspieie^ der sogar mit, Anträgen in die große ffnedensausSMPhe eingreifen : Es' ^mÄ8 'aber eMhre«, ' cja'ß ' kejn-Staat rn.it der; WrdexgesellschDM vechebreu -will ■ <aiiä " daß man 'sie.; '•eben,/ nur .7"duldet; / weil, sic ■ eben , auch . in Europa lebt ■ Während die-österreichische Frage in I •den/ Mittelpunkt'. einer/ weiteielehdenr -Aktion' < gestellt j würde* an : der» sich idle fünfzehn- 'Gläubigerstaaten de- [i teiügen, geht die.• Konferenz an yngarri-vorbeif-ah 'dessen Seite kein -Freund treten will. Sogar Frankreich/ 'zeigt in Genua, /die kalte. Schufter•[dhd''-/ke|h’;.,An- - 'biederungs\’ersuch der . uiigarischep: Deiegalion. 'kann; sieh , durchsetzen. Dieses Urteil der Verachtung ist -ohne; ^formelles Verfahrenerflossen. t Main . weiß\alizuvief:vdn diesem. Landen dessen Volk-von . einer." freyben Lands-. -knechtsbahde; .z'ertreteri - wird; : .dessen ' Wirtschaft in Korruption versinkt und .dessen-Freiiieitstraditiohen für: ininierwährende./Zeiten' geschändet-sind. ,;; ' Graf Bethleii hat es. unter' diesenf Umständen für;angezeigt" gehaiten/ dem. li’gurisclieti üölf den Rücken zu kehren und wieder nach Budapest' Heimzureisen. Er .findet, dort Äne ziemlich geändeDHipaiiOii vor, was dis ' potin.sQhjen-Fragen,, anhetrifit./ tj<»jv ’pntertqrt der i ungMHMIWA: •Z.'MkiU crfvWe ' BombenatLentaL^ :-dW^tzmr Duzend. jüdischer.Bürger -ze;-dL^ ist.' ungeklärt?,Fre;-.,- ' Ijcii nur ’ für 'die Regierung v' alle /üfoigdn^'/cler Reichs-: -vetweser,, seine Freilinde, * die';jMM' W<! -di.ev Juden, 'kennen'die Täter, die.Anstifter .cies/Mordes?und; die Motive. Nach dem Attentat hatte. Graf. Bethten gesagt, . er sei erschüttert, er -’ habe' bisher alles / getanUnd j .werde auch in Zukunft, seine-Pflicht; tun. 'Das.Ergebnis; . der . Untersuchung, war . eine ^hren^eleidigungsklage des j •Ministers klebel&berg:gegen'.den Oppositionellen/RäSsay,. der die Art der Nachforschungen Ziemlich-: FeblW krit^- ■ sierfc hatte. Die Verhäfturig der Mörder Verhirid^rfö/eftl gemessener Elefehi' des .Hoithy/ Appöriyir der ' Ungarische Europäer) begütigte süjcIj,* am - Grabe : der; 'Eröibrdetdn .einige Tränlein zu weinen-; /Vlies. sonstige.Interesse;(d|r - Regierenden, absöifcieft ^das, Kompromiß.niitr den burgisclien ‘ Legitimisten,.» das Ar. aIIe;Bete,iijgtep' die freudig ' begrüßten Konsequenzen; .; aus dem. Tode - - des -■ Exkönigs ‘; bringt. >.: Sie werden du ' Ruhe. lind ohne' sonderliche ■ t Emotion gewählt i weiden, - die - -KspMLten■'- -Uorthys' -und ■ die• »der 'so" genannten Opppsitipnv Wenn sie Mandatebekommen, ■.ist$uijenvdas,Rechts)ebprt,.genau so viel, wert. \yi^.;idie IdÄHMhe , Äcirerlieit der;Juden, nämlich gar. iijehts.! .Sie MHßn.- sich zetzt wählen -lassen und dann geifiein-; :sauv , ein verfaSßupjgs-; >rhft-Öi$\;%chtsga^ntien ausgqstattetes;;Land) 8^gi^W?§^nter; der Kontrolle einer;ge-' ’ Bis zu diesem,;Zeit- MiikL.'/Md/e rErreichungf deä sfiitieren, Friedens;, niclits als' 'AgitationsHqfi, mit',(lern man vor den geehrten: Mählern mosaischer Konfession paradiert.' Nactr i:den Wahlen wird man’s anders lesen. Für die Organe des c&rtetlichen Kurses, die unter dem Befehl des Gömbqs und des l'lßjjas und unter dem Segen, des Pater Vangha-ihre patriotischen Taten vollbringen, gilt - nicht .einmak diese Einschränkung." Sie, morden weiter, foltern und erpressen. . Daran wird. sich. nichts ändern, Mange - die .Entente. Mi Dogen, zusieht, und sich lediglich mid dem;Ausdruck dH8'. Ekels abwendet Sie behandelt; Ungarn noch immer als Staat nnd akzeptiert die Fiktion, sie ihabe es .mit einer Regierung» zu',deren. Mitglieder twohl schwach, sonst-aber »guten Willens seien. .Diese .Regierung ist aber doch . nichts; weiter als eine von «der Möf/derkumpanei vorgeschobene Körperschaff, '• die itn vollsten .Bewußtsein, der sich... täglich ereignenden UngeheiMMkeiM, dem bewaffneten' Detachements und;Gniversitä(sbiibeü die Mauer.- macht, und:-.sie,.zu schützen hat, wenn das Treiben: einmal -zu ,bunt-;wird und die unbequeme Aufmerksamkeit ■ dcr.Oeffcntlichkeit ierregt Solange die Entente nicht' mit eiserner Faust lind mit gewissenhaften, pflichtbewußten /Vertretern Ordnung macht und die Armee, der Tageuqd Geldfliebe entwaffnet, so lange bleibt Ungarn ein Pestherd und so lange kann Hejjas, mit (ieuiscfieii L.md.riaisise.hen Brandstiftern Vorsehung Ober Mitteleuropa spielen und Uuden schlachten. Ein russisches^ Memorandum. — Schroffe Haltung der Franzosen. — Die Konferenz gefährdet. angesehen werden. Die britische Ansicht und ebenso der» russischen Vertreter geht dahin, daß'die: Bedihjguhge«.’. von Cannes als ein Ganzes behandelt werden müssen. Eine Gentta, 22. April. Die Ereignisse, haben, sich heute vormittags wider Erwarten wesentlich geändert und die Lage ver sch 1 i m m e r t. In der Nachmittags- Sitzung der siebengliedrigen Expertenkommission, die zur Prüfung der Note Tschitscherins an Lloyd George von der Subkomrhission der ersten Kommission eingesetzt wurde, erhob sich; gleich zu Beginn Seydoux und' erklärte, eine« Auftrag1 von Barthou erhalten zu haben, an den B e r a t u irg e nri i c h t? w e i t e r 't e i 1 z u n e h m e n. Der .Mp a n i s c,h e Delegierte. folgte diesem; Beispiele. Der englische: Delegierte- Evans blieb auf seinem Platze, drückte ‘aber, gleichfalls; dem russi^dhen' Delegierten das Befremden darüber aus, daß; . das Memorandum n a c h-;" ‘•t r ä g 1 i c h wied: er E <? rd. eru n g en a u f- - -g r e i f e, die : im der: -Note an Lloyd - George - fallen gelassen; worden» waren/; »Nach dieserir Schlußwort hob Evans die Sitzung auf. Die russische. Delegation aber; •verlangte gehört zu, werden und R a ko w; s k i gab: eine Erklärung.ab. Man müsse ihre Absicht mißverstanden; haben. Das Memorandum habe, nicht mehr, zu gelten, sondern sei. zurückgezogen .worden. - E v a n s unterbrach ■ . Rakowski und, erklärteres; gehe nicht an,; in Abwesen-;, .heit der Franzosen und Japaner weiterzuverhandeln. Genua, 22. ApHL.^Das:. russische •Memprandutii, das' heute den .^wisclieDfäil erregte, begiuut mit der Prüfnag der -Beschlüsse von CaiineSj-indem es behauptet, daß die Ein-: ladung nach Genua -in keiner Weise an die Annahme dieser -Beschlüsse geknüpft war. Nach dem Memorandum habe das Expertenpröiokoil von London siclr.selbst,von der Basis , der Beschlüsse von ' Cannes//; entfernt,; denn es spreche, in keiner ■ Weise7'vqh, : geeigneten HjMMdl Zungen M ' getroffen: hat, -und. stellt fest, daß die Ardelterdrganls/stionen; der Sowzetrepudlik s.elbst beschlossen haben, die Regelung des Ar beit s v er hä ltnisses durch Kollektivverträge .anzusfreben üud auf.; jede Ingerenz in der Leitung der Unternehmungen zu verzichten. Das Memorändüm verweist';södäiin"auf diei'm; i 111 ä r i sehen Intefveuti o neu, die von den Mächten .unternommen worden . seien, und auf ,dip Gastfreuudscfiaf^:die auch die Neutralen den,G egeaiti v v,o I u 11 0 N ä rl.e.h - bieten, und erklärt, daß das rjussische . Vchk; ^kürkMe: 8 e m e.i n s am s: Sache der AMiierteä sehr bedeutende Opfer gebracht; habe,» bedeutendere - als alle - anderen Länder zuSanirnen. - /' 'Während 1 die Entscheidung von Genua •anerkenne,»».‘daß/ jede. Nation ..das - Recht habe, selbst ■däs Systeni/dcr Eigentumsverhältnisse und ihrer Wirtschaft; ‘zu regelm %ic es ihmVam besteh entspreche, lege das; "Memorandum der Experten, für Rußland ein Eigentums«; 'System vor,' das vollständig dem W111 e n d. e s r nss ‘sehe n V .o 11c e/s w i d e r s p r e c h e. Rußland könne in keiner Weise das' Gewicht' der Kriegsschulden tragen, /die niaii ihm auferlegen wolle. Diese Tatsache "könnte von 'jeder beliebigen unparteiischen Expertenkommission, die aus Wirtschaftspolitikern bestünde, nachgeprtift und bestätigt werden. 7 In der morgigen Sitzung der Kommission der neun Delegierten, nämlich der fünf einladenden Mächte, der 'T s che c h o - 81 o w a k a i, J'u g o s 1 a w I e n s, 'Ru m ä u i e n s .und Polens, die dlesinal aber noch;um zwei Delegierte der neutralen Staaten, und zwar B r a n t i n g (Schweden) und M o 11 a (Schweiz), vermährt ist, wird über die durch den Zwischenfall in der 'Expertenkommission für die russischen Angelegenheiten 'geschaffene La7e beraten.; Genua, 22. April. In der heutigen Sitzung der Sachverständigen zyir Prüfung der Antwortnote Tschitscherins, .gab ein russischer Sachverständiger die Erklärung ab, daß _das von Tschitscherin in englischer Spracse abgefaßte Schriftstück s c h 1 ,e c h t ins? r a n z»ö s I s c h e ’ü-b e r s e t,z t worden sei und daß die Apuahme der, Bedingungen, der. Alliierten .durch die Sowjets-’ von der Bedingung abhängig sei, daß die K r i eg s s c h u l den und deren rückständige Zinsen sowie die Zinsen aller Schulden ge s t riehen, u n d n i c h t, . wie "g e $ t c r u ges a g t word e n s e i, nu r -li c r a bg-es et z t we rden sol len. Die Sowjets nehmen -die allgemeinen Bedingungen der Aliierten nur unter dem Vorbehalt au, ihre Kriegsschulden und die Zinsen . Ihrer Schulden gestrichen zu selten. Rußlands Anerkennung. London, 22. April. Das Reutersche Bureaumeldet;atm G e n au Die r.n s y»i sch e. F r a.g e. wird jetzt von Saclivorstisndigeu iiclKiiuicU und die de jurc-Anerkciinnnji kuun nur ru.*r.Li uh eine V r a g o d e r Z e 11 -britische Anleihefür Rußland kommt, nicht in Frage*, sondern n u r K r e d i t d u r c h P r i v. a t e. In der Frage der A n e r k e n n un g ist die britische Politik: 'ganz klär. Das• erste Stadium-ist. das.des Friedens, daun» •kommt die Aufnahme der vollen Handelsbeziehungen, her- , nach die Ernennung von Geschäftsträgern und schließlich die diplomatische Vertretung, mit anderen. Worten d a s« s e 1 be Verfahren,- das nach (lern K r ievge Deutschland» gegenüber angewandt wordeo i sto Die .Zeitspanne zwischen Hem ersten und dem letzten Stadium hängt von dem Maße» des Erfolges ab, der in den Zwischenstadien erzielt wirdi >Däs erste Stadium kann als erreicht angesehen werden; , Jetzt werden Vorkehrungen getroffen, um durch eingehende -^Verhandlungen zumzweiten ' Stadium . überzugeheu. Tschitscherins Schreiben. wird als Grundlage angesehen, auf der die Erörterung fortgesetzt werden soll. Die deutsche Antwort. Genua, 22. April. Barthou übergab gestern dem Vorsitzenden der Konferenz eine Note, in der er, die Einladung , der Chefs : der Delegation zwecks Be- ' sprechüng der. durch die deutsche Antwort geschaffenen Situation, fordert. Die hierauf zur Entscheidung über die deutsche Antwortnote einberufenen V e r t’r e t e r der Mach te sind' heute um 4,Uhr nachmittags ' zusammengetreten. Wie verlautet, verlange Barthou auch eine Klarstellung darüber, ob die Deutschen auf; die Teilnahme an allen Beratungen über Rußland ver-;sichten oder ob die deutsche Antwort.meine, nur so weit, als die,.russischen. Angelegenheiten durch dey ' Londervertrag 'geregelt seiern -/>'/-/- >- . Genua, , 2?. April, Iu, dtzk .Grund dc^ TiBfiqfejt 7 , Barthous zur Entscheidung.über die . deutsch.e Aptwprtnotö - , heute nachmittags abgehaLtenen Beratung deTVertreter der Mächte führte Bart h o u des Näheren die Argument© seines Brieies an Facta aus. > . LloydGeorge erklärte, daß die d c »1 ts c h s A ntw ortaote hiar c ich qn-d er sc b ei ne. .Die deutsche Delegation habe den äh sie -gestellten Bedingungen G s n ü g e geleistet. Die Antwortuote bedeute deren Annahme. Nach zweistündiger BäratUhg, Wbräfl sich sämstliche übrigen Delegierten.. beteiligten und in der Italien vermittelnd . eingriff, * -wurde beschlossen, diö Sitzung auf morgen l/3ll Ulir vormittags m v e r t age u. Lloyd George und Barthou: werden: zu dieser Sitzung je ein Konzept eines n.e u e n, art die deutsche Delegation zu richtenden Schreibens ’ ndtbringen.. Die Kommission der neuen Delegierten wird dairn endgültig die neue Antwort an Deutschland redigierqu..; . , „Völlige oder teilweise Besetravig; Deutschlands,“ Eitle Interpellation in der7frankosisdheti k^ß^c^ Paris, 22. April. (Wolff). Äbgeordäefej? :M e/s siegkündigt eine Interpellation in. der K a m m e r aan. Er, klärt, in der gegenwärtigen Stunde; werde;; angesichts . UM „Vertrages von Rapallo die Fräge-geLtellt,. qb FrankrelHW vollem Einvernehmen nüt seinen .Apildricn zu,J düäför v ö 11 l g e n o d e r te il w ei s e £ 1 %'e s e tzÄg. D e uts c h 1 a n d s schreit e n--W Q.t utn ihm;durch eine! n t er all i i e r t e D i k f a tur M M7 zahlupg seiner Schulden, die Auflösung: semer wiedererstehenden militärischen Organisation, die Sanierung seiner Finanzen und die Wiederherstellungseimk Währung aufzuzwingen, oder ob die Regierung die Möglichelt ins: Auga fasse, durch d i p 1 0 m a t;i s c h e n D r-H c|feA,Äe; nqt*j .wendige Genugtuung zu erzielen. In letztereW^LE»frage; er an, welche Vorsichtsmaßregeln die RegtdWM 2^7 er-,' greifen gedenke, um jeden neuen Amg/r'irtjsver^ s u c h Deutschlands zu. brechen^.; , - : ' » ' ■ - v'7; « i , . : Poincar^ will die Konferenz sprengen? Genua, 22. April. (Tel.-Komp.) Die kaum tiberbrückte Krise der Konferenz von Genua ist durch die Haltung Frankreichs neuer d i ti g’s h e r a u f beschworen worden. Es zblgt sich immer deutlicher, daß Frankreich nach einem Anhaltspunkt sucht, um die ‘Konferenz zu sprengen und daß es sich gewaltsam der Versöhnungspolitik Lloyd Georges und Italiens widersetzt. Nach der allgemeinen Stimmung zu schließen, wird man damit rechnen müssen,: dafS die Konferenz nunmehr einem raschen Eiide ent- ... gegengöht Man rechnet damit, daß Montag oder Dienstag P o ineär e in Genua eintreffen wird, um mit einer wie h t i g e u R e d e an der Spitze der französischen Delegation die Handgr anat« in die Konferenz zu werfen. Heute nachmittags werden die große und die kleine E n t e n t e eine Sitzung abhalten, in der sie wohl über das Schicksal der Konferenz entsclteidende Beschlüsse fassen werden*

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