Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1158 (21.4.1922)
- Date
- 1922-04-21
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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sairjp. .Wfitorwerßg WmmVL-MÖTttn^T2PTTITNTf J2T, Äpiil 192* ,isr. 110c» ^jüdische Beschwerden, Mitteilungen aus dem Publikum* . 'Bukarest wird uns l'e richtet':' In , der dreßdebattc ergriffet! mch den Vertretern der übrigen nationalen Minderheiten auch die beiden Vertreter der [jüdischen Minorität Dr. S t r a u c 1t c r :urid Dr. Adolf .Stern das Wort. Pr. Sfraucher verwies in einer hin- ( füH'ung derselben. Die rumänische Regierung habe 'die; AudsL als nationale Minderheit mit allen Rechten einer; wichen anerkannt und da sei cs tungerecht, wenn clc;?', faden Rumäniens in allen' sefcttn Laudgebiete'n 'das . j' •.»Recht auf nationale Sprache. tiiid auf - die-'-nationale; j .Schule gesichert rverde. IDr.'/Adoli.Stertf wirft» ' in .seiner ersten Rede -einem IUickblick :auf. die /lange Serie t ider Leiden der Juden« in Rumänien, denen der .Frieder.?-?, ..«ertrag nun ein Ende hätte machen sollen. Tatsache isci jedoch, daß die völlige G 1 e i c 1) b e r c c.li t i.g u h g S Vier Juden noch immer nicht in. die '.Verfassung äju-'i genennmen sei, wodurch die judenfrage auclr heute noch; sich, auf sehr labilem Roden befinde. Dr. Stern macht i der Regierung'dejr Vorwurf. daß sie!die Losung-'der ndenfrage auf -verfassungsmäßigem Wege hinaus- - is-chiebe und daß sie cs offenbar absichtlich vermeide,; .sich diesbezüglich du-tph Erklärungen. zu bi-ndeu. Nur .; s-o sei cs erklärlich, daß unter den' zu losenden und im; b ^inue der lfricdensvcrträge zu hereinigenden Fragen? Weder in der Thronrede noch in cicmt'Adreßehtwurf die :* Raden frage auch nur mit einem Worte gestreift wurde. 1 fbr. Stern schließt mit der 3'ordcrungr der unverzüglichen j ^Durchführung des Artikels 7 des Pariser Abkommens i j jvoiiv. Jahre 1919 und die Ina rti'kulicr trug dieses Artikels j indie ..Verfassung.,.Kr gibt der -Hoffnung Ausdruck,-] jdaß die Regierung diese ihre Pflicht hinnen 'kürzester I '{Frist erfüllen werde. Namens der Regierung antwortete i|- tder Minister des Acußcrn 3D u c a auf die von den Ver- ' j kreteni der Minoritäten: vorgebrachten. Beschwerden-. Er \ - fliege zunächst Gewicht darauf, festzustcllen, daß samt- - Sehen Staaten Großrumäniete ohne Unterschied der [Nationalität die gleichen Rechte gewährleistet sind. Hin- . sichtlich der Forderung des Dr. Adoit Stern erinnere «Redner daran, -daß er bereits vor zwei Monaten Doktor Stern die Zusicherung gab. daß die Regierung die IG 1« i c h b c r e c h t i. g u n g. d e r J u d c n in die V er - Fassung autnehmen werde und er könne auch heute . Versichern. daß die Regierung binnen kurzem, ihr Wort , CHtlö'scn .werde. ' Strengfituell! 12t :2>2 Hotel-Restaurant Barschaft Vorzügliche polnische Fische Ungarischer Spezialwein fiöS ^,’W15 Wien, 1L, Gr« Schiffgasse 3, Tel. 40-1-39 Frau des geistigen Arbeiters zählt die Bohnen, die sie dem aus alter Gewohnheit „Kaffee“'bekannten Getränke beigibt, sie: wendet die. zweimal gewendeten Kleider ein drittes.Mab und ist der, Sklave ihres'.Hauswesens geworden; Der geistige.. Arbeiter fiatseinen Anteil' Änjder Kultur aufgeben müsse):, er steht nicht mehr .iir der AJittc..— ganz tief unten ist sein Platz. \yar er äiich .früher. $chou dem Wesen nach ein Proletarier, so »st er es .nun auch der F 0 rmnach geworden - And/'die Irreführung;dtirch die .Bezeichnung *„Mittelstand“ liegt klar zutage. ->' * - ‘ Diese Föhlbencitniing . .aber ist nicht ein harmloser; Mißgriff, sondern' bi-rgt.ganz besondere Gefahren. Sie bringt den geistigen''Arbeiter in .'eine Gesellschaft, 'die er viel! besser .vermeidet, : Slö' schafft''ihm Nachbarn, die seiner guten Sache nur ’ s^hadehf'ic'öniieh. „Mittelstand“ ist. ein Wort geworden/ hinter dem keih klarer Begriff mehr steht, die Grenzen, die die Welt der Arbeiter vom der Welt der Verdiener trennt, mscfiMmm^n,;sie werden geflissentlich verwischt —- es ist höchste Zeit, das Wort aus unserem Vokabularium zu streichen.' / - Der falsche Mittelstand. M Der Wiener Mittelstand hat in den letzten sarrreu im Ausland viel Teilnahme und Hilfe gefunden. . ffiebt umsonst ist - die Notlage des geistigen Arbeiters in I jder OeflfcntHcbfceit unseres undder fremden Länder ein- ' (dringlich und beredt dargesteiit worden. Man half so viel und -so gut man konnte. Aber eben diese Hilfe hat allmählich auch eine ganze Zahl von fremden Fürsorgern .zu uns (geführt ti»d jeder einzelne, Mer da kam,,uni die Lage des (Wiener Mittelstandes durch eigene Beobachtüiig kennen ku lernen,, stutzte uiid es iist wohl nicht einmal ungezählte Male torgekonünen, däß dli Fremtten e^föünt? enttäuscht, ja ein wenig geärgert iratzteüL ' |üer Wiener iVHtteiständ aas?“ ' & Denn was segelt bei uns nicht alles unter tter Flagge: Mittelstand 5 Der Fabrikant, sofern er nicht- ‘ausgesprochener Großindustrieller ist, läßtsich' nicht gerne einen Unternehmer nennen, sondern bezeichnet sich lieber {bescheiden als .Mittelständler“, der’Kaufmann; und'zwar «durchaus nicht mir der Kleinkaufmänn,- zieht sich auch jfieber ins Läger des Mitteistandes zurück; Für jeden fängt r^8e IJeberschiciite iriimer' eine Stufe über ihm air,' bei: der 51. Million, wenn er 50 besitzt, bei der 56., wenn er deren. 55 sein eigen nennt. Wir sind doch keine, Kapitalisten, wo dertken Sic hin?' Ganz 'bescheidene' Mittelständler, % ^„Mitfciständler“ dieser Art füllen die. Kaffeehäuser Inn-d Bars, die .^Theater, Gasthäuser, Konditoreien, lungerninittags. auf/lern Korso herum, sind in alleil -Schieberfokalen, in allen Luxushotels und Vergnügungslbkalen zu finden. Mit entzückender Harmlosigkeit zählen sie sich »Infach dem Mittelstand zu und da sie für dessen Lage idas wärmste Mitgefühl empfinden, kann man wirklich nicht obendrein noch Hilfe von ihnen erwarten. Sie gehören doch daax —. sollten sie sich chva. wie der, selige Freiherr von Sdiinchhausen.. am eigenen Zopf selbst aus dem Sumpf «Sehen? Ganz besonders' überzeugt von ihrer Mittelständigkeit sind die Damen. Mag die Villa, das Auto, der.Schmuck, die zahlreiche Dienerschaft, mag das alles noch so latit gegen die Einreihung sprechen, keine Macht der Erde bringt die bescheidenen Frauen dazu, sich der Obergruppe zazuzähien. In die gehört just; das halbe Dutzend-Be^ sitzender, bei denen gewandte Rechner 'feststellten,, wie «viele Hunderte von Kronen sie in jeder'Minute ihres Lebens an Zinsen einnehmen und wieviel Quadratkilometer raan mit ihren Münzen oder Geldscheinen belegen könnte. Alles andere ist Mittelstand und darf alle Rücksichten fordern* die diesem schwer belasteten’ Stände gebühren. Jn Wirklichkeit aber hat der Wiener Mittelstand schon lange zu bestehen aufgehört. Es hat einmal bei uns einen Mittelstand gegeben —;das .wären die-ßeatnten und Rechtsanwälte, die Aerzte und . Kleinkaufleute, die Lehrer und Architekten. Aber das alles ist jetzt der unaufhaltsamen Proletarisierung anheimgefallen. Die geistigen Arbeiter Wiens sind entweder Schieber geworden oder sie sind in •der grausamsten Weise pauperisiert worden und der kleinkaufmann hat zu bestehen aufgehürt. Den Mittelstand, «den Uebergang zwischen, reich und arm, Leute, die genug ku essen, genug Gelddiir Kleider, ein bißchen Vergnügen und Wn wenig Kultur haben, aber nicht reich genug für Luxus urid Wohlleben sind, die sucht man jetzt bei uns vergebens. Die Für die jüdische Volksbibliothek l Vor ungefähr drei Jahren wurde in Wien von. jungen Leuten eine Stätte zur Förderung jüdischer Bilduugsbestrebungen geschaffen, die aiic!) den breiteren jüdischen Massen r zur Verfügung stehen , sollte. > Es ' wurde die j ü d i sc he Volks b i b I i o t h e k Zion gegründet und es gelang durch eine langsame, ruhige systematisch aufbäuende Arbeit, nicht zuletzt durch den Opfermut ihrer Mitglieder; zirka 2000 durchwegs wertvolle jüdische Bücher in hebräischer, jüdiSLher uhd deutscher 'Sprache käuflich zu erwerben; Und so; 400. jüdischen'LesCrn äus allen1 Krdsen 'die Gelegenheit 'za geben,: sich. ..mit den Wetken: dertreuen und alten’.jüdischen ’ Literatur •vertraut za machen. Durch Schaffung eines:. Le.sesaales, in welchem die -meistert Tageszeitungen, Wöcheit- und Monatsschriften äufliegeh, ist diese Völksbibliothek zu einem geistigen Zentrum eines großen Teiles der jüdischen Jugend geworden. Insbesondere durch das Aufliegen der hebräischen Zeitschriften aus Palästina ermöglicht sie. den; Inieressfenteiv lich---aber die Vorgänge und die Aufbauarbeit im- Lande zu unterrichten. Den Öialtizinij, die .aut^d.?:piiiachf^Palästina;: durch Wien äiS' ziÄbÄlen ^it^lpMrtMmüt^n, Mitet die Bibliothek die Bnzigb-NtzgirchE, wälire^[|hreähiesigen; Auf ent^ HdDrsE zu; t KßHeMenGÖle ' IEu-9 Ht He einzige; Ltättei in Wien/ die Über eine reichhaltige gewählte jüdische Kituferimd Jugendliteratur verfügL-- Otzr freiwilligen Arbeit i ihrfer MitgliedSer' ist es zu; daükCn,.;Hak der Bestand der Bibliothek gesichert rät. Sie ist aberinfolge der hohen LirehSWtWs.-' nicht, in; ,der-; Lage,; den iiilmer' größer .werdendenAnforderungenihres-Leserkreises nachziikommon. /Wir tchüdtzy. uns daher an die;-jüdische öeffentlichkeif mit den Bitte, -die J. ,Ct;d i s c li t: V 01 k s b i b 14 o t h e k Z i o,n; VVien,;1L; G1 o c k e^n g a s s e 30, nach Kräften za unterstützen,- enhyetjer durch B ü c li e r spenden oder düfch..Zuvyendang von -Mitteln, um .uns. dadurch ' in die Lage zu versetzen,' die Blblrothek za ' vergrößern' üiid entsprechend' auszugestalten. -;.r ’ . LEiir die Bibliotheksleitung: Josef Lange n a u e r, Dr. Chaim T a r t a’k 0 w c r, Markus- H a 1 p e r n, Israel Körn e r, Saul W e i n re b Dr. ..Otto A;b e 1 .c s, Ui)iv.rPfOf. Dr. G. A1 e x a n d e r, Prof.;. Dr. Ä p t o vii t z er, :Dnivi-Prof.. Dr. .-Ludwig Br.au.*a, Oberrabbiner- Dr. H. P. Chaj es, Gemeinderät Dr. Jakob Ehr! i c h, Direktor 8. E Pier» . Höfrat Dr. 8. F r a n k für t e r;' UnjV.-Pröf. Dr. B. G e i g.c r, Börserat G 1 iV c b, Upiv.-Prof. a-j c k, Univ.rProf. Regierungsrat Dr. W. J e t u s a lern, Univ>Prof. Dr. Leon Kellner, Richard Kola, Dozent Dr. S. K o r 11 f e 1 d, Prof. Dr. $. K r .a u.k, Direktor. Bernhard M e y e r, Univ.- Prof. Dr. H. N e u m; a « tr/ Genieinderat Dr. Leopold P I a s c h.k e s, . Gejneiuderat Dr. Bruno P o 11 a c k- P a.r n a u, Oskar R o. s n, e r, «Prim. Dr. Isaak R 0 b I ns.0 h n, Felix ,;S a.l t e n,; Dr. Artur- Schnitz 1e r, Rektor Prof. Dr;Adolf S c h w.a r z, Dr;.F. G. St e ine r, DirektÖr der' Britisch-österreichischen B^fik, 'Börserat Ernst Stras s. er, Oberbaurat. Robert Strick e r,. Löb! T a u bje s, Dr. B. W ach s t e i », Oberbibliöthekar der Kultusgemeindebibliotfiek/Bezirksrat Dr. ,Georg W c i n e r, Sandor W 0 I f, Großindustrieller. Geldspenden sipd,zu richten: Verein „Zion“, Jüdische Voiksbibliothek, -11., Glockengüsse 30 (Pöstsparkassenamt Nr. 111.398), und Allgemeine Depositenbank Wien (Postsparkassenkonto 22,333). * Eine heitere Wählerliste. Aus Budapest wird uns berichtet: Vor einigen Jahren erregte es hier Heiterkeit, als in einer mondhellen Nacht die Hoizstöckelpflasterung einer ganzen Straße gestohlen wurde. Der christliche Kurs hat Sich denselben Spaß geleistet, Indem er, wie jetzt fest^ gestellt0 wird, aits den Wählerlisten für die kommenden! Parlämentswahlen ganze H ä u s e r b I o c k s, ja; soga^ ganz'e G-a s s e n e-in f a c h.-.w e g e s.-k a m 01 i e r il hat., Es ist sicherlich nur ein reiner Zufall; daß diese' Hfiuser, diese Gassen zumeist in .Wahlbezirken liegen, inj d&itn die liberale Wählerschaft sich in der Majorität-bei finiict. Die meisten Fälle dieses Wahlrechtsdiebstahls wurden! irt; dem fTehereir Wahlbezirk. des Barons joseF S z t e r e n y { fest^cstelll.; Die heiterste Feststellnifig;hat-. allerdings Sztcreiiyl,# der begreiflicherweise-die’Wähferliste seines Bezirks einem genauen Studium .unterzog, machen müssen,1 . als er zu seiner großen UeberräSchung die AVahrnehTmingj' maefien mußte, däß sämtliche Wähler,^ deren Namen. inS dein;Buchstaben R beginnt,. ausder"Wählerliste eibjachl ays^ebljeben sind;- Da - die - Aegkerung schlauerweise;'die Reklärnatiousfrist sehr, kurz' bemessen Hat, so werden durKlr diesemerkwürdige Vergeßlichkeit; der atitlsemltisdhö» O/gane .des, christlichen Kurses Hunderte von Wählern^ die. in d^r. Liste vovn Jahre 1918'enthalten waren, ihres Wald-1 . rechts beraubt bleiben. 1 , , , , . L - ■..> ■: :' ■ ‘Sabbatiäiier,. i«. Jugoslawien. Schon' seit iangiri Zeit; vollziehen sich iimerhali) des Christentums Sekt^Ä-j bilduhgön, die durch die Berührung mit dent Geiste -ilerl Bibel .liefvorgemfeii werde«? Der Einfluß des. Judentums! auf $e ^verschiedenen Kirche», dehen sich diese im Laufe der .Zeiten mit de'»' '■ Verscliiedensten Mitteln entgegen zustcfmiien suchten, hat sich oft stärker erwiesen? als alle Repressalien und der Idealismus der Sektierer wußte ^Hrr yeitoJgUBgen, denen diese nauientlicli im frühere«:Rußland ausgesetzt.... waren, Trotzzu bieten:;E|irö/;?;^lec l»ite|essatttesteh-'' dieser Sekten,.- syeiclie in Rüfdahd; yu einer;? . lieträclitlichen Verbreitung in; einzehieit Gegenden gelangte, ist die der. 8 a b b a t i a 11 e r-, die sich übrigens auch über die . Grenzen. Rußlands ausgebreitet?Iiäf. .Die'Säbbatianer sagten sichvon der Kirche los,;befieißigten sich eines Lebenswandels völlig itn-Sinne der;bibHscheit Vorschriften und eine Gruppe von ihnen isi seinerzeit, .von religiöser Sehnsucht' . getrieben, ’• nach Palästina ausgewanderf, um. auf solche Weise die völlige Verrpählung mit dem Judentum zu vollziehen, Von Zeit?'zu 'Zeit1 hört ihafi " immer wieder von neuem , vom Entstehen sabtiatianiseher Gruppen. So wiYd gemeldet,. daß siclUit einer Reihe von j u go s La w! s eben Dörfern tiid -Sabbätianer sehr verbreiten; Baubm, - - die ' /strHHe ' Samstagruhe für Mensch und Vieh walten latzseh, 'sich dös 'Genusses der in ' der Bibel verbotenen Speisen .enthaltet, mäßig und friedlich in gegenseitiger Unterwerfung leben, ■ das ' Volk, der Bibef fiöchhklten und int Hause , des-Aefteäteh ihren Sabbatgottesdienst abhalten. Interessant St? däß 'sie ihrer Kirchengemeinde den xMaasser (Zehent? ab führen, welciier-der Erhaltimg ihrer jungen jnstitUtiörieu dienen soll; ’ ^^'Peptsdhe Jugend. Aus ' B.r e s Itt u meldet :ciä? sehen,^geliaßte Pastor M.. D i e k.» a i-i py Sani wär . ...M'D;'ietzte^;..^PlÄz'?gekulü.;, mehx- 'r^ls.-t'ÄrÄ:,Mergel aller; Art^esehds'tt Waren "•haltiwßehsjge deutschvölkisdüc •Ha-kcrtkreuzjüiigiin'ge und Gmiiniifeinppcl schwingende Schutzu-nd' Trutzbiindler. Pastor Diekmann ist eifre synipa^friSche, echt' germanisch aitssebende, kräftvone Persönlichkeit. Wen« man sich''' auch - nicht; hi alten Pu’ijlvtßn auf seinem.-. Standpunkt stelle so muß man doch rfetvMut des. Mannes 'bewundern,- der in uiigeschminivtei'1! Weise, das Sblieinehristefrtu-m unserer' Dentscltvölki- ‘wissenschaftiiehe-h Standpunkt .heieftchtete.- . Schon, y/äh- ' rekid'^der Ml-cngsachlichen Rede versuchten -die Jühg-: Jihg®?;ätife^i Redner durch rohe •'Redensarten' iind \vüstövii Lär«f1*f2ii unterbrechen, die AVörtiucId uhgen hägeltön nur;;so": auf -das Pult des Redners.- Als dem Redner aus;d,$r .Versammlung unter dem -Schwingen'-: .yqh Gumittiknütejn ganz deutlich -liehiichi» Versprechüng^n für tjefi Schluß der Versarnmlung gemacht wurden, zog .er' CA'Als vernünftiger Mensch ' vor, nach' Beendigung des Vortrags sich vom Publikum zu -wirahsohieclen; Was n'uni'einsctzte, war empörend. Eine Horde von tipgcfihti .300 bis 400-Menschen stürztesich -auf denr Korndör auf;lVstor Diekmann und wollte ihn unteF sclnvereii .Drojifrggea -zwingen, 5« den- Saäl' zu kömi'men. In. der Mehraahi waren es Stu-deilten. Aus .detn; Kruii?cf •herftu's.ikonntc man einige Gumniiknüp-pcl Sehen. Einige '.beherätc Arbeiter gingen in die .Menge und ycysuchtpu' deh Pastor zu schützen. Nach einigen Miputeri erschien die'Sipo. Unter ihrem Schutze konnte der Redner sein Hotel erreichen, immer noch 'liebevoll von Hakenkreuz^ . lern;hfegleit'et.'die ihm für ‘den „anderen -.Morgen eii:en BcsuC|i vor dem Hotel versprachen. *. Steuerlasten im Mittelalter. Wenn wir fifiuie.übeV die hpheii Steuern klagen, denken wir nicht daran, daß frühen: Zeiten unter dieser Last nicht weniger litten. Von allerlei .'merkwürdigen Naturalsteuern, die die Landleute irti Mittelalterden Großg-rundherre» zu zahlen hatten, erzählt Mattin -Kahle in der Zeitschrift „Niedersachsen*'. Eine der eigentümlichsten Abgaben war das sogenannte R ä u (i hr h u h n.; Atis jedem Hause, aus dem: Rauch Aufstieg, -jäaji also eilten eigenen Herd hätte, mußte das Rauchhuhn geliefert werden. Vielfach war das Rauchhuhn eine Personenstetjlejr? insofern als für jede .Person oder jede „Nase-, die zi.i dem, Herde gehörte, von dem der Rauch aufstieg, ein Huliii fegeßeh werden mußte. Von. dieser Abgabe war auch die leinstc’ Hütte nicht ausgeschlossen, sobald sie eige n e n R a u ^h. -aiso eigenes Feuer hatte. In einem alten Gesetzbüxh. beißt.es, jeder sei steuerpflichtig, der „so viel Guts besityet, daß er eine Wiege mit einem Kinde und eipeai Stuhl für ein Meidlein (Mädchen) daraufsetzen könne, da8 Kitid %u wiegen*. Ein anderes Gesetzbuch ist noch strenger: „Wer, jein. Gat hat, so daß er einen dreibeineten Stuhl daraüfsetzen mag, der ist dem Gerichtsherrn ein Huhn schuldig.“ ' ■ V Vergesset nicht, daß der Schekel die Grundlage unserer Bewegung ist!