Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1157 (20.4.1922)
- Date
- 1922-04-20
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nf.rr5T Wien, Donnerstag mmm w&c&rnmrffm 20. AptTT T922 Sette Frei e I fl dl s c h e VolKst» üft n e Gastspiel tn der Roland-Bühne 4280 SCHMATESMO "«Wp Reste TtÄrebeade: Kapellmeisters der Staatsoper Karl Alwin verunstaltete Goethe-Feier,, hei welcher der Direktor des Burgtheaters; Anton Wildgans die Gedenkrede halten wird, hat gestern 'unter lebhafter Beteiligung des Publikums^ an der, Bundestheaterkasse in der Bräu-nerstraße (Burgtheater- Schaiter) begonnen. ‘ >« Tonkunst-Matinee. Sonntag den ,halb io tühr vormittags, findet in den Eon-Lichtspielen, Wien, 3IL, Ungargasse, zugunsten der kriegs'beschädigten Südfoahner, deren Witwen und Waisen, eine Tositkunst- SMatinee statt. Mitwirkende: Richard Waldemar (Bür- Igertheater),, Claire Coista (Volksoip'er), Karl /‘ILttlden (Violinvirtuose) und Musikorchester »Bahr. .frei«. Karten von K 2$.a aufwärts, an der LEos«--Liehtspiel- Tageskasse und im Direktionsgebäude der Südbahn, , Stock, Tür 45, - Zeiehen der 2eit. Das Antiquariat Karl.Hiersemann ^Leipzig) kündigt in seinem neuesten kunstgesehichtliehen Katalog eine Reihe eigenhändiger Briefe Max Mingers an, die er an seiy langjähriges Modell, die Schriftstellerin Elsa Aseuijew lichtete und die recht persönlichen Inhalts sind. Es nimmt .wunder, daß diese Briefe zur Veröffentlichung gelangen, was gewiß nicht ßm Sinne des verstorbenen 'Meisters geschieht. Die Adressatin, deren Einwilligung erlangt wurde oder die vielmehr seihst die Anregung zu dieser Publikation gegeben haben dürfte, soll sieh in gedrückter Lage befinden, " und sich aus diesem Grunde zu der Veröffentlichung, besser gesagt, zur Preisgabe dieser intimen entschlossen haben. Druckfehlerherichitigrung. in unserem gestrigen Referat über die Novität des Komodienftauses soll es richtig heißen: »Wenn die Autoren eine Wählerver- Sammlung in einem Couplet auf die Juden und die B öh m (tbicht »Bühnte«) gipfeln lassen, hat jeder gesternte Oesterreicher den Eindruck absoluter Lcbcnsjitehrheft* < r öerichtssaat Wer ist der Verführer? Bs gebt auch ohne Juden! Nämlich nicht die Bekleidungsaktion des christlichen Mittelstands, die Fürsorge für die arischen Kinder, Studenten und Greise oder auch nur die Sammlung für ein Lueger ..Denkmal, wohl aber der betrügerische Mißbrauch' angemaßter oder wirklicher Amtsgewalt durch Arier, Als sich vor einigen Wachen ein christlicher Beamter wegen gesetzwidriger Manipulationen mit Kriegsanleihen, vor Gericht zu verantworten hatte, wurde der Manu als das bedauernswerte. Opfer ostjüdischer .Verführer hingestellt und der Fall in Zeitungen, Versammlungen und sogar in den Maueraffiehen der Riehl-Parte! zu einer neuerlichen Aufteilung der Qsfjudenfrage im gehäßigsten Sinne ausgeschrotet. Ohne den verhängnisvollen Einfluß der,Tarnopoler Moral®* hieß es in tausend Varianten, Wörde die chriatUcfcgermanische Tugend auch diese trüben Zeiten mit ihrem Glanz siegreich überstrahlen, Einzig und allein der Jud ist schuld daran, daß arfsche Beamt«? um schnöden Mammons willen . ihrer beschworenen Pflicht vergessen. $0 hieß es damals. Am letzten Dienstag hatte sich aber das' Wiener Landesge.rlcht H mit einem ähnlichen Fall zu beschäftigen. Der Angeklagte war der frühere Bezirkshmiptmasm von Moisburg und jetzige Regierungsrat im österreichischen Bundesministerium für soziale Verwaltung Karl K. Er hatte erfahren, daß die Ex- und ImportrHandelsgeseUschaft Burztyn in 4er Beätr-ixga&sa ijn Verdacht stehe, Schlebergesehäfte m betroiben, Er kannte, einen Gesellschafter der Firma, Dp.Ga r te n be r g, und ließ sich im April 1921 Herrn B U r g t y n \ vorsteilen, Er nannte sich richtig Regierungsrat Km gab sich aber für einen Beamten des Kriegs* wueheramtee aus.( Er wies eine von ihm verfaßte Asseige ge/en die Firma Burztyn vor und ließ dufchbliekeu, daß er die Anzeige ablegen lassen könnte. Er schilderte dann seine Notlage Und bat um ein Darlehen. Herr B u r z t y n gab ihm K 4000. Einige Zelt darauf kam aber Regierungsrat K. wieder, teilte mit, daß die Anzeige urgiert und eine Nachtragsanzeige erstattet wurde, worauf er eine Zahlung von K 20.000 verlangt haben soll. Herr Burztyn rief seinen Rechtsanwalt!Dr. Karl Reiß herbei, der den Bestürzten Betrüger nannte nnd ihm drohte, ihn der Polizei zu übergeben. Regierungsrat K. steifte die K 400Q zurück und legte dann vor der Polizei ein Geständnis ab» wobei er aber jede Schädigungsabsicht leugnete und behauptete, er' habe nur ein weiteres Darlehen haben wollen. Vor dem Einzel-, richter angeklagt, wurde Regierungsrat K. wegen Anmaßung eines falschen Anitsoharakters und versuchten Betruges zu fünf Monaten strengen Arrests, aber bedingt, verurteilt Nun hat ihn der Berufungssenat wegen mangelnder Schädigungsabsicht freigesprochen. Das ist dem Manne, der ein unglückliches Opfer des Umsturzes und prekärer Familienverhältnisse ist, herzlich zu gönnen. Wenn man durchaus verallgemeinern will, muß man den Fall als einen erschütternden Beweis dafür deuten, um wie viel besser das Ansehen und Wohl des Staates bei weniger aber besser bezahlten Beamten aufgehoben wäre als bei einem Heere schlechtbezahlter. Diese Nutzanwendung wäre aber auch schon in dem Falle des beamteten Kriegsanleihefälschers zu ziehen gewesen. .Statt dessen hat man damals auf die Ostjuden losg^hackt. Darum ist der neuerliche Gerichtsfäll lehrreich. Er zeigt, daß es auch ohne jüdische Verführer geht Musikgebühren ip Betrage von K 36.080 ein, well sie selbst für diese Gebühren, die sie von den Gästen einzuheben unterlassen habe, haftbar sei. Die Geklagte bestritt diese Haftpflicht und führte an, in einem Bahnhofrestanrant, in dem die meisten Gäste sich nur ganz kurze Zelt aufhalten, sei es unmöglich, von Jedem Gast die Musikgebühr für die Autorengeseflschaft einzuheben. Die meisten Gäste haben es auch abgeleitet, den „Mnslkschutz“ zu bezahlen. Das Bezirksgericht verurteilte die Geklagte zur Zahlung des Betrages, weil sie, wenn sie die Gebühren nicht einheben konnte, verpflichtet gewesen wäre, die Musikauflühningen in ihrem Lokale einzustellen. Ueber die dagegen von der Geklagten eingebraclite Berufung fand heute vor dem Ziviliaudesgericht unter Vorsitz des Hofrates Dr. Hellmer die Verhandlung statt. Der Berufungsvertreter Doktor H e n t s c h e I meinte, es wäre, statt die Gäste „anzuschnorren", viel einfacher, wenn die Musiker die Tantiemen an die Autorengeseilschaft abfübrten. Keinesfalls könnte man der Inhaberin einer Bähnhofrestauration, wo die meisten Gäste aus.Zeitmangel den Alusikaüfführungen kein Interesse eotgegenbringen können, zumuten, von allen Gästen die Gebühr einh^ben zu lasse». Der Klägevertreter Dr. Ts c h ö p l erwiderte, die Musikaufführungen Hegen im Interesse des Restauraiitbesifzers, der durch die Musik die Besucherzahl heben will* Der Inhaber des Restaurants gei daher für die Anhebung der Musikgebühr verantwortlich* Der Berufungssenat gab der Berufung fc e 1 n e F o 1 g e Und b e s t"ä 14 § t e das erstrichteriiche Urteil. Die Gastwirte und die MusikgebShren. Die Gesellschaft der Autoren, Komponisten und Musikverleger brachte gegen die Inhaberin des Restaurants am Ostbahnhof, Marie Pohl, eine Klage auf Zahlung von S O M 1JU Wien, 8-, Mar« ■ " iS mm W IC #Wreistrai8e 5*7; A ***** mm«# wn «e uiisiiiiEiHf tr(iiiiimitiiiiii]ti«r(i3i(itiiMii gm TeS, Bp. 20-4-88, 20-5-91, 2q*fi;4B, 22-5-76 # S Teles^iwp» ■ JMfruase; Gontlnuntalbank 133 a 5!l,,?aborstr. Tel, 4S-«S°ZS J und J Bank und Wediselhaus Wlppilngerstpaße ■ H ■> WBppIgngerstraBe 1> Tolephcsi 14-3-78, 12-5-09 | tmQBBDBHBBIBBO H ■ ■ BOI QRSSZlBnBBBBBIIBOBnaBaB Volkswirt, Gestempelte Krane — AnszHhlüttg Wien — in Zürich notiertet die österreichische Krone —.06% die österr. gest Krone. —.066/iq die tschechische Krone. , 10.15 die Mark 1.74 Agram . -.1.67 Bukarest . , . . . Budapest > . . , . , *—,65' Warschau, , , * , , **.14 .066/io Centimes. .064/io Centimes. (*rr.06</to am 18. (—,07 am 18. (1Q.3S ( 1.76 ( 1.65 (-*- (-7,62 (-*14 am 18, am 18. am 18. am 18. am 18. am 18. April) April) Aprjl) April) April) April) Apniy April) Die Brau- und Malzindnstrie in der TsQheeho-Slöwak^} nnd in DentZeH» (Von unseren} ßrünntzr L.^S^Korrespondentoo*) Wie bekannt, wurden mit Begksn der laufenden- Betriebisperiod'e die staatliche Bewirtschaftung der zur Biererzeugung notwendigen Rohstoffe sowie alle übrigen Beschränkungen . (Gradbältigkeit) aufgehoben, , Als letzte < Schranke der gebundenen Wirtschaft fielen irn Dezember vorigen Jsfires auch die alten Maximalipreise für Bier, doch wurden gleichzeitig vom Ministerium für VMsvsrpfitzgUW neue R i c h t -p f @ i § e, d'ip Mochstsind, ßingeführt. Auf Grund der Kaikulatiqn des Vorjahres aufgeatellt, sind diese Prieise für die inläadiis'chen Brauereien so ungünstig, daß die überwiegende Mehrzahl der böhmischen ^raugreien zu derart kalkulierten >asg§©§s§en;en Höchstcfeisen« nicht verkaufen, Zieh an diese überhaupt nicht halten, und LN der Ha'nri fachmännissher Kalkulation nachznweisen sucht, daß dis von Ihr aufgeisteilten Preise Preduktienskesten entsp^eehepd' pich* übertrieben seiepi. Die mährischen Brauereien hingegen haben sich notgedrungen des neuen Preiisem angepaßt. (Für 8grär dige Biere Kc 304» für iogrädige I^e 236 Utzd für x$g?ä« dige Kc 306 pro Hektoliter, loko 'Brauerei.) •Was die 0 h m a t e r 19.-I l e p dieser I’ndusfrie anlangt, machte sich mit der Freigabe der Erzeugung a,uf dem Märkte eiroe gänzliche Desorientierung dex Preise geltend, die zum Beispiel dep G e r s t e-|rp r e i s um 80 Prozent des vorjährigen Preises hinauf schnellen ließ. (Bis Ke 400 pro Meterzentner.); Nachdem jedoch der Inlandsbedarf nicht groß und! die Ernte quantitativ ausgezeichnet war, mußte als'bald eine Sättigung des Marktes eiivtretep, di« mit Fr-ühjahrtbeglnn ein fast stündliches Fallen d’erGerstempreise bis auf Kc200 bis 250 für den Meterzentner zur Folge «hatte, ohne besond'ere Abnahmelusti-gkeit zu zeigen. Desgleichen erreichte Hopfe« im Herbst vorigen Jahres die Rokordriffer von Kc 14 000 ipro Meterzentner, was einer Steigerung um 130 Pozent gegen dais Vorjahr gleichkam. Allerdings ging auch 'hier der Preis infolge schwacher Nachfrage und Rauftätiglceit bald hinunter. Am Saazer Platz sind zur. Zeit gute Mittel- und Prima-hopfon gefragt, worin größere Umsätze in der Preislage von Kc 4500 bis 5500 . pro 50 Kilogramm, stattfinden. Für Plochprima und Ausstich werden weiter Kc 6000 und -darüber .gefordert. Um sich gegen einen eventuellen Preisrückgang - zu sichern, wird von den Ho-pfeniproduzenten -d'er Versuch gemacht, durch Valorisation in allen HopfenbaugObieten der Republik einen Mindestpreis von Kc 3200 pro Zollzentner festv.ulegen." Die Verwendung von Ersatz- . m a t e r i a 1 i e n .zur Biererzeugung (Nachzucker, Reis, Kartoffelstärkemehl uisw.) ist im Hinblick darauf, daß heute fast ausschließlich Qualitätsware erzeugt wird1, auf ein Mindestmaß eingeschränkt. Bezüglich d'er Biers teuer, die bekanntlich an Stelle der Erzeugungssteuer als Ausstoßsteuer vom Fertigprodukt zu entrichten ist, haben die inländischen Brauereien Insofern eine Begünstigung erfahren, als der niedrigste Satz (KS 32 pro Hektoliter) nunmehr auch für ßgrädige Biere berechnet wird, während für logrädigeKc 44,- für jsgirädige Kc 60 per Hektoliter wie frühe* entrichtet werden müssen. Für den Brunner Sprengel kommt allerdings die Erhöhung der Verzehrungsn s t ej'u c t um Kc 12 pro Hektoliter (Kc 9 das LandJ Kg 3 die Gemeinde) hinzu, und steht für die nächst«' Zeit eine weitere Erhöhung auf Kc 20 in Aussicht. Die! Frage der Beschaffung der Hilfsmaterialien ist! mit der Annäherung an die Friedensverhältnisse in seitlicheres Dicht gerückt, doch haben eich die Preise! für Kohle, Korke, Treibriemen, Oele, Benzin usw. miü Rücksicht auf die allgemeine Teuerung nicht wesentj lieh verbilligt. Dagegen bedeutet die enorme Höhe deiij Frachtsätze für den Bierversand eine maßloser Belastung dieser Industrie, Um nur einige Frächtratert* -., anzuführen: . : ‘; Brünn—Budweis * . per Hektoliter tscheeh. K $$*?% Brünn—Prag „ » |i»v ßßfrr^i Brünn—Pilsen . . . * v v „ 4^4^- V. Brünp—Kaschau . . * ' „ w Pilsen—Kaschau . ,. . » . » - » » mit Hinzurechmmg. cler Retourgebinde. Die bestehende Afcsaf zkriee der inländischer! - Brauindustrie findet ihre Ursachen vor allem m des#!' vollkommenen U n11 e r 'b i n d u n g der Ä ti s f u h r it** ■ folge des Valutasturzes in den Nachbarländer. Diesem Umisband zwingt die tschecho-slowakischen Groß-fbrauereien ihre ganze Kapazität auf den inneren Marikö! Zu werfen, was hauptsächlich die kleinen Landbrauereien schädigt, die wegen mangelnden Absatzes den K05H kurrenzkampf. picht bestehen können und aufgelasseri haben oder zum Großteil an die größeren Betriebe an* geschloissen werden müssen. Infolge der schlechten: Kriegsbiere und' der geringen Verdiensfmöglichketfc' (Industriekrise) konnte ferner die Abstinenzbewegungl weitere Kreise ziehen, und schon deshalb iist ein wesente Hcher Rückgang des Bierkonsums zu verzeichnen. Daztj kommt der überaus höhe Bi er-preis bei zunehmenden Geld k n a<p p h e i t des Konsums. Weiters bewirktes die andauernd kalte Witte ri« n g und das 'noch immefi nicht einsetzeiyde Frühjahr eine schwere Depression Schließlich ist die gesteigerte Einfuhr von LrnmS-i bieren am? Deutschland (bis 20 Grad) ein Faktor von' nicht allzu geringer Bedeutung, (Im Jahre lysr wurdetf aus Bayern 55-477 Hektoliter Bier eingeführt.) Mit Rücksicht auf alle diese widrigen UmstätHK» bewegt sich der Ausstoß mit Ausnahme von Prag* das guten Bierahsat? hat. kaum auf der vorjährige# Höhe, mitunter ist er auch .empfindlich zurückgegange», (20 bis 30 Prozent gegen dieselben Monate im Vorjahr), Außerordentlich fühlbar ist der Rückgang bei de» Pilsener Brauereien infolge der absoluten Stagnation der* Ausfuhr. Da der Ausstoß weiterhin nicht steigen dürfte, wird auch mit einem bedeutenden Abfall au Bierabsatz zu rechnen sein. Wurden doch im Vorjahr nur sieben Millionen Hektoliter Bier erzeugt, und wird die Erzeug gung für 1921/22 nach dem ungünstigen Stand der Produktionsverhältnisse Moß auf fünf Millionen Hektar Jiter geschätzt. Aber auch die Expo rtverhält-niss-e der ifl« ländischen Brauindustrie können im Hinblick auf die innere Krise keineswegs als günstig bezeichnet werden« Während' die jährliche Bierausfuhr vor dem Kriege rund eine Million Hektoliter betrug, schließt dos Jahr, 1931 mit einer Exportziffer von nur 250.019 Hektoliter« Aas Wiener Geschäft Ist wegen der hohen Zölle und der großen Valutadifferenz so gut wie gänzlich lahm^ gelegt- Kommt ja Hin Hektoliter Pilsmerbisr auf K 90.000 zu stehen. Ebenso ist der E^ort Deutschland nur minimal. Deshalb sind vor allem die mährischen Brauereien genötigt, in der Slowakei die von der Belieferung ungarischer Brauereien ^bgesehnltten ist, Absatz zu suchen», wiewohl die Aussichten infolge der hohen Frachten und des regen Konkurrenz-! •kampfets Mit dortigen Br aüb e trieben ntCht allzri, große si'öd- ' ' Bei Besprechung der tsGocho-sWws>kissheriindustrie zeigen sich ähnliche Verhaltniisse. Ajscm hier > steht das Erzeugu-ngsiprozent unverändert auf 20 Prozent der VörkrlegserzeugURg. Der Malzverkata ins Ausland, der sich auch nach imm, Holla-nd und! Norwegen richtet, geht ziemlich ßChlSpPCßd Tor mmi, dri . |if gauiptah§atzgebiete Oesterreich WB SsittMUsSS nmr In geringem Maße aüfnahMtzfähig sted, Zuletzt sollen die Verhältnisse der 0 a^e«r r eid4^|g is c h eh Brauindustrie, die weserrtÜch ungünstigere «fwq kuf? beleuchtet werdet1* Zum Uötersjphi^d TsChechorSlowakei macht sich in V großer Rohmaterialmangel geltend, da das Inland ment}, so viel preduzierL abs der Erzetrgungskapazhat spräche und die Gersteeinfuhr dU-PSh 4.CF Niederbruch der Wiener Krone auf immense Schwierig* keite» stößt. Infolgedessen mpß Sehr viel mit Ersatz Materialien gearbeitet werden» kein Hindere mds bedeutet, die Bierpreise stetig «u erhöhe». Allgemein wird der Anschauung Ausdruck gegeben» daß die zen* trale Bewirtschaftung ziemlich fohlgeschüagep halbe*' Die Aufwertung der Aktien. Die Besprechungen zwischen den Vertretern Finanzministeriums und den einzelnen Industriellen Gruppe^ über die vom Finanzministerium geplante Aufwertung der , Aktien werden, wie die „Deutschösterreiehfschen Nach*, i richten“ erfahren, in den nächsten Tagen wieder einsetzenj An den Verhandlungen« die mit möglichster Raschheit zünij Abschluß gebracht werden sollen, wird such Dr. R o s enb e r g, auf dessen Initiative das ganze Projekt,zurück-; zufiihren ist, teilnehmen. Im Finanzministerium hofft manJ die Vorbereitungen für Ausarbeitung der Vorlage anfangs Mai beendigt zu haben, so daß nach dem Wiederzusammen-| tritt des Nationalrats die Besprechungen mit den Parteien , sofort beginnen könnten, Die Regierung beabsichtigt, die Vorlage dem Nationalrat noch im Laufe des Monats Mai vorzulegen und deren Erledigung noch vor Abschluß der Sommersession zu erreichen. Polnischer Export nach Oesterreich. Aus Lodz wird uns gemeldet: Vor einigen Tagen weilte hier der Direktor der Industriesektion im Handels» Ministerium Julian Dowbrovskl, um die Wünsche der hiesigen Industriellen Kreise kennen zu lernen, ln einer mit den industriellen abeehaltenen Konteren*