Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1156 (19.4.1922)
- Date
- 1922-04-19
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. NSS Wieif, Mfftwodi MMM" rUHMWnVt' Dllin» ‘ "rir r—r f9. April 7S2S 8Mo F frem ivcmi lutn'g-ainfc'c'h-ein KalMatibt viexf.üg’betn1 AufsseMüß güdis'dher >utn<d 'lire'bräi&dlie-r Sdiiri'fteni, vo-n der Pos tbeförde r mti'g in Unigiainn. ' Das Buireati' dies Koinigresisieis witnde ."vteitisltäjudigt, eiine AteNift dli'&eis. iPincHteiäitis -demirraga-Misdien A>;ß:eimi.imL«mij's,temiman-: m ‘Batdalpest nbermiütedf wiuvdle. ' Strafverfahren gegen die „Erwachenden“ , Budapest, i«8. Aiprrl. Miiimiiäteir dies Innern Graf IC 1 e <b-c l is!b etrg bat dem vSt^aifcsanwa'lt die Erirneckrt+güinig iztufr Emilieiiittang des Stnaifi verrtaibremts gegen den Verein »jEmwiaicihonde .TJmgainn«: eriteiiH, '^ ’def.ib'esidhlüiM'igt wiitd/deii Miiniislteir itr -PÖiaiikia'ten. ver- ueiifmdict -ziu bauern-. Das Bombenattentat. ' - Vudspsst, 18. AMI. ' (Umg. Tel.-Kc)rr,-Bu'r.) '"Inf-'StobJweaßönfcttnrg' ihiait diite dortige. Polizei einen gewesenea Kantdlulkiteiurr der Bmfd'apöiter Stra(?en.- jbaibhieh- - gerommiefo«, der vertläckrtig ,cis tzcKieinr. 6iaier'dbr T ateir dos Budajpcster Bcrhben- Eomba-ts sm «>em. Erwttüie na-rh iBttdopest ■eskortiert.' - Kapp verhaftet Berlin, 18. April. (Wolff.) Gestern um 3 Uhr nachmittags'ist Dr. K a p p, von Schweden kommend, in Saßnitz eingetroffen und nach Verlassen des Fährschiffes verhaftet und nach Leipzig gebracht worden. Rundschau. Konferenz für Mfnderheitsschntz, München, 18. April. (Tel. der »Wiener Morgen- Leitung".) Morgen tritt die internationale Kommission der Union der Völkerbundliga für den Schutz , der Minderheitsrechte hier zu ihrer zweiten Konferenz, Jzur Beratung über den Minderheitsschutz zusammen. Die erste Konferenz fand im Jänner dieses Jahres unter dem Vorsitz Sir Willop gh by- D i ekl nso n s m Brüssel statt Die internationale Kommission zum Schutze der Minderheiten zählt die Delegierten der wichtigsten Staaten , zu ihren Mitgliedern. In der horgigen Konferenz -.'wird abermals Sir Willoughby- Dickinson den Vorsitz führen, Die Agenden des Sekretärs wird der Generalsekretär der Union Professor Th. Roy per versehen. England wird neben dem Präsidenten noch Gilbert M u r r a y, Deutschland der frühere Botschafter in Washington Graf Bermstorff, Oesterreich der frühere Botschafter in London M e n s t o r f f - P o u U1 y, Italien Senator’ F äch i n et ti, Ungarn der Direktor der ‘ungarischen Gesellschaft für 'Auslandsangelegenheiten Alois Peikert vertreten. Auch Rumänien, UugosIawi en und die Tschecho-SIowakei werden ihre Vertreter nach München entsenden. Das amerikanische Einwandertmgs* gesetz. Washington, 18. April. Der Senat hat. eine Eut^ WlWuHg angenoginjen^... durch die. die Gültigkeit der Bestimmungen, des gegenwärtigen E i n wände r u n g.sg e s e t z e s Äs zum 1. Juni 1924 verlängert wird. Die Maßnäfimeri hiäsichtlich der Einwanderung, die gegdn- .; wärtig vom Senat und dem Repräsentantenhaus geprüft Tagesbericht. Ein erklärungsbedürftiger Feiertag. Eine Aufgabe für Herrn Alpha Omega« -Unisor Aipipell am. die jirdSsichem »Fiklhjs'erf« im SdziäWeim'oikr ab j s oh cm. Süallil, aiidh gegon. 'die anitiseläiitilsidhfe Ktttsdheirlumid W'ainaoraibiiliffcÄät der »lAjrbeiter-Zieiitiün^'« Mi wdDrei% halt bei diesen* Blatte oiirite -waihre iPlamtk •vemuirt-iaicihft. Herr at Omega «dh/reiit Zeter lumd iM'ondrio oiiis Angls t, wir wdlllten ihm wegen Kleiner Erktäriuinig' dies Paisstalh’- feisifceis aflte ei'fnar Fefer'.' zwr Ernrntmeinuing an die Ablösung umaillter Mieimsehamoipfeir d*tmcih Tiieroipfer —. stewniigera. Herr Altzckla. Omega, möge tsidi foeruSi'igen.' Wepi»; er seine relagilomS'hffstoiriiscfiieiii Sitiudfen eitrag ifoirtsidütt, wiinci;!er,isipher diairaiL-iifkoini'inieb,1 dlaiß, wir- .Juden scüiioiu seilt gemaluimer -Zeiit auch die Ttfesr^piet aibgesdhafft ihabem. ' Wir .'Opfena toaitme Sciliaf'e '.meHitr, weonni dife Soinöi'e in. dfeis. SSteamlbilld) dies Widders tritt, lutwd arneih1 keime Ö c li 's e tn', wemm sie im Sterirr- Mld dteis Sitiiieires verhairlrt.' ITenm -AHtplhtei Omega, dirdlut ßUfSo' 'vcii' itirriserer Seite.!keme GefaMr für -seia ÜMsöbsloe^ ..Lefbön. . : Wir Ibaliten eis im»- Gegemlteil für aeihir Moitwenld'jg, daß er dar wißbegierigem Menigcldhteit . eriibJt’eJTf bleiibt uirnd. seffiflea Eiiifer airr 'Brf'ons.chuimg 'der hfety , dsdheini Gnuindikge .mmid Beredntiigiumg der Eeiieuibage -wjdht erlkiailten lasse. .ITaibm wir dadb. im zwei Wödhlen dien i. -Mlaii, übendeia&einiie'srtil'flohe •Beg'dilutig, :.Z!Uimiiindeist all's Nsitkwiiafl'feieii'taig, ^dliie1 'MeimtHngeni s'ejtr ’ geifcdilt dlnd. Wemti. Al|p)ba ■Omiqg’a ,ös für eimm:vUp' isäutn erüMlit, daß wiir luden ‘ hiöuite aiicidh“ .IhHistoirSsici^ Eireigtßiisse feieirm, dHc vor etilichen; Jsrfhlrtiaiußeinidle'ai' für üimsere völlküiscbe Emtw'iddtuing. enttlsdhieiidicinldl §evÄÄm "sW, für. wie töjridbiLmitrÖ. ’errlogi^dÖapwefecr einslt. - dem geisetzdidh' 'pianmiitmteri Z\viatng Äulp a$lgeirKeimjemi AnibblllisitiuJliie airt eiSniem Tsgs. füMs», Älsir, Ar Adbe-itetiZohlafl ülbisrhaDipt >msmallis. offis IhiilsticriisiclTeer Gedemlktag, senndem dis D eimMLInatilOmisldag' für 7mfotaffcsidteiaite: :(heiläg walr — soÖa?mge es gattj^dieise Zuiktunftsideaffe:, der -Bmiingeofeie abziuthioitlzemk ■Seit, dem Umsturz ist aibor die Ford^snDnjg des ‘Aichtstnipdemtages längst überholt tcod die rnteruationale Weltverbrüdermsg des Proletariats ist wehiger wegen des Widerstandes der Bourgeoisie sLs wegen . der Uneinigkeit der sozialistischen Panterdblkiferinäre mocli immor -pnciblematisdhi Lfe kann daher auch Triebt auf der Straße orfcrotzt, sondern ntwaan .werdend:, - v In .' dieser .Erkenntnis haken .sieh, aatdb die Führer ickeiverschieden ammmeiriemten Ihtermatkmalen. vor einigen. Tagen in Berlin. ®ts .Emigang.siyerh'a.n!dfftrTi.gen jäusämmönges.etz'fc; AV.eim >sie j|etzt trotzdem' wieder an Neuwahl des Vizepräsidenten der israelitischen Kultusgemeinde. Bei den in der letzten vertraulichen Sitzung de# Kultusvorstandes vorgenommenen Neuwahlen wurden die Herren Dr, Desider Friedmann und Siegmum! K a u d e i s zu Vizepräsidenten gewählt, Zionistisches Lokalkomitee» Die heutige Sitzung entfällt. Nächste Mittwoch den 26. April. Internationale Amateurkämpfe. Prachtvolle Kämpfe vor einem halbgefüllten SakU Gestern abends fanden die Schlußkämpfe des internationalen Boxturniers im Sofiensaal statt Leider hat ein großer Teil der Anhänger des Boxsports diesen schönen , Kämpfen nicht beigewohnt Die Schweden blieben mit Ausnahme eines Kampfes (Andcrschitz—Sven Nilson) in allen Konkurrenzen siegreich. Zum Schluß traten zwei Schweden (Ackerlund—G. Johanson) in den Ring; nach wunderschönem Kampf konnte erstercr Johanson in der zweite« Runde knock-out schlagen. Das Programm umfaßte 13 Kämpfe mit folgenden Ausgang» (Sieger sind die Erstgenannten;) 1.; Fl leger ge wicht: Oester beg — Czapak (W. A. C.). Letzterer gibt in der dritten Runde auf; Inhauser (Sportklub)—Kugler (Wacker). 2-Bant-atngewic tt t: Kristeusoii—Bucek (Sportklub). Letzterer gibt in der dritten RundeHtzt Bannert . (Iron)-T-Barta (Fünfhaus). >; 3. F e d erg e wi e h t: Zwei Zusatzrunden G. i Johanson—Korjtschoiver (Iijon), Zachowal (Wacker)—Burger (fron). 4. L e i c h t g e w! c h t: Eriksen—Reiß (Irou)./Reift gibt in der zweiten Runde auf. . i „v. 5. Weiter ge wich t: E. Johanson—Se.dbcek' (Sportklub). Wittkowitz (\V. A. C.)—’Oppelmayer (Iron). Lebhafter Kampf. Mittelgewicht: Anders,chitz (Sportklub)—SVert Nilson. Zusatzrunde. Unsere Meinung wäre unentschieden gewesen. ' ' Sachsei (W. A. C>—Warmofsky (Sportklub). Nach, zweimaliger Verwarnung wird letzterer wegen Schlagens mit,. offener Hand disqualifiziert. f .' Halbschwergewi"cht: Vrbancic(W.A,C.)^ Roß (Graz). Roß gibt in der dritten Runde auf. , Das Neueste ist ... Das Neueste ist nämlich, da# Genua am Meer Hegt. Verschiedene eifrige Journalisten..; die die Konferenz überwachen, haben das entdeckt und' darüber in ausführlichen Feuilletons Bericht erstattete Ferner ist es auch gelungen, zu ermitteln, daß Genua ein gewisses Alter besitzt, weil schon Dante über die Stadt einen Vers geschrieben hat, der beginnt : ah! Genovesi i Weiter weiß ihn 'niemand, aber das ist auch iiberffössig, denn der Anfang, ist sehr - schön. Auch von der, Konferenz läßt sich nur das Be!(e melden. In einem Punkte wurde schon völlige Uebereinstimmung erzielt; Daß einer von den Anwesenden zu viel ist. UeHer die1Persou des Störenfrieds ist man allerdingsnoch verschiedener werden, weichen in verschiedenen Punkten voneinander i die Straße, appellieren’, so bedet^et da« nur einje nini Meinung, die Franzosen sagen, die, Rüssen seien, über Uh-. pr Haft -<ni' firesichickte VaischileieTUrie' der. Tafcsafche. tdiaß:'die flüssiv. die Russen meinen, dasselbe von den Franzosen 4b; doch ist es wahrscheinlich, daß beide Kammern zu «älnem Einvernehmen gelangen werden, das sie die Absicht habeii, emen Ausschuß zur Prüfung der Frage zu ernennen. , , Der Kampf um die jüdischen Mihderheitsrechte in Litauen. Kowno, 16. April. (J. C. B.) Im Demissionsscfireibentdes Ministers für jüdische Angelegenheiten an die litauische Regierung heißt es, die Ablehnung des Paragraphen bezüglich der nationalen Minderheitsrechte und der Minderheitssprächenrechte in Litauen durch die konstituierende Versammlung bedehte. direkt einen Brtic h der Pariser Deklaration der litauischen Regierung und versetze den^ litauischen Premierminister, der gegenwärtig in Genua weilt, in eine äußerst schiefe Lage. ~ ., **. Der Jus t i z m i n i s t e. r Koroblis versucht, den Beschluß der Konstituante als bloße, auf einem Mißverständnis beruhende Z ufäHsabstimmu n g dlarzusteHeq.. Er versichert, daß die Schwierigkeiten bei der dritten Lesung behoben sein werden,' und drängt in Dr. Solowejtschik, seine Demission zürückzu ziehen. Dr. Solowejtschik erklärte, er b e h a r r e beim Beschluß des Nationalrafes und verlasse , sich, auf die e i n ih 81 i ge H a Itung der litauische n ja d e n h e i t, Die bstgalizische Frage. Paris, 17. April. (WejstuHcr. PresseageiiiturO Das ^.xekutivikami.tee den* französisch6n^ Llg*a des Völker-, buüdes, dessClh Präsidlent Lejcni^,f'iB"b'ni(‘Tgevö'l isTist, hart sich, mk der astgalizischon1 Firag'e beschäftigt «nd Rösoltiii’Oiieii besdilo.sseaL in denen' gefordert wii'-id, daß die West machte ein KontroHorgia/a' ins Lebm üufen, mit der Aufgabe, id5e polnische militärische Okkupation in 0.sitg-alizien zu über wachen »und daß, die französische Regierung im Einvernehmen mit,, den Ententemächten - die > ©täa'tsTochtlkhe Stellung ■ Ostgalizicnis entscheide, im Sinne der AnerkcnfLUTlg?' des ostgaliziischem 'Staates, der sich itn > iNoyembCr 19.18 als westukraini'Sidi'e Republik kon- Politische, Morde in Berlin. Berlin, 18. April. (Wolff.) Heute nachts sind hier Dschemal Azmy B e y, früherer Generälgouverneur von Trapezunt, und Baha Eddin S c li a k i r, früheres leitendes Mitglied des türkischen Komitees für Einheit und Fortschritt, ermordet worden. geschickte A^cnsichileieru'ng der. Tateafche, daß "die Konferenz keinen, praktischen - Erfolg zir erzielen vermodhrte, Was Straßendemon^-trartionen! ato dieser Tatsache ändern können, ist nicht recht ersichtlich, doch kann inan' immerhin ds« Bestreben., begreiflich finden, dem traditionellen Anbeiterfeiertag den «revo- Turtionären 'Nimbus zu enhakehi — soweit eben1 die geplanten Demonistrationejo' esA r. -MaS s'tbJttfinidJcin sollen. Das ist atmeh im Ausland der Fall, m Oesterreich aber nur außerhalb Wiens«, Die Wiener Anbeiterschaft wird! schon am 20. Aipril auf die Straße gerufen«. An diesem .Tage wird also in der Hamprtstadt tun 4 Uhr die Arbeit eingestellt und1, alle Geschäfte; geschlossen werden'. Am i; 'Mai werden aber natürlich jauchdje AVi^er wiedeT feiern müssen} tind! zwar nicht-.©ar die «Anbeirter. Devin der -Tag ist Naticsnatfeiertag. Wir fragen otm dengelehrten' Fefor-tagsspezialisten der a»Aiibester-'Zeibi«ng«, wa*s das für einen1 Sinn hat:, JEJab der einst von |dealer ’Kamtpf- ,begei&tenmig geweihte Tag, sc^Ktti; fut die Airbeiterscliaift, Vvit sie ifcert «nibesträrtbsnen Einfluß auf das öffentliche iebew »idhit mehr dutneh. in jedem Sinne des. Wortes m ü 61 g e Demonstrationen geltend zu machen ibrjLucht, an BedeuWlg fast alles eingdbWt, so ist es ein genadfeatf (hlaanätrauibetnldler Uösiirm', ‘ardoli ■ jene Schichten«, für die er •übeda'aiuipt niemals eine Behauptung gehabt hat, gesetzlich ’zura Mtfeicrn M zwingen. Man stelle sich -vor» daß Bismarck den Franzosen den Sedöntäg und Clemeö'ceaju den Deutschen den Uurterzeidiuungstag voin Viersaiilesw als Nationalfeiertag ainfoktroyierfc hätte! Auf dies© Idee ist nicht einmal der revanchelüsterne »Tiger« verfallen. Die österreichischen Soziali'steofübrer sind aber keine Tiger. Besonders ihre Feiertagsspezialisten gehören einer wesentlich milderen zoologischen Spezies an, einer Spezies, die murr mit größtem Unbehagen und schlecht verhehltem Grauen von Feier-, tagen Konm-tnis nimmt, <dlre cPöpeiaiöt dbnch Opferungvon Schafen nncl.0chsen ihre Weihe erhielten. * ._ Die Keren-Hajessod-Tätigkeit in Amerika. Einer Mitteilung des amerikanischen Keren-Hajessod- . Bureaus zufolge wurden in den Vereinigten Staaten bis jetzt zirka l1/« Millionen Dollar für den Keren Hajessod aufgebracht. flüssig, die Russen meinen, dasselbe von den Franzosen/ Allmählich wird man einander näher komme», .wenn nicht die Standpunkte, so doch die Fäuste, und sich klar werden,' wer zuerst hinausfliegt. Vorläufig geht es noch sehr friedlich zu. Es werden Reden gehalten, schöne gediegene Sechs - Spalten - Reden. Die Berichterstatter strahle»; besonders die deutschen. Denn sie genießen voE den anderen einen bedeutenden Vorteil. Während die Engländer der Uebertragung der Reden ins Englische,; die Franzosen, Balkanier, Russen, Italiener der Ueber-| Setzung Ins Französische aus weichen. Können, ver--‘ steht der Deutsche^ keine der Sprachen, besonders wenn« er sie an einer Wiener Mittelschule gelernt hat Er sitzt also da und läßt die Musik der Worte, das Pathoß i^er« Geste, den Szenenwechsel des Minenspieles, an sich} vorüberziehen und freut sich der guten Verheißung, wepnj er einmal „Monsieurs les,deleges“ erhascht. Der .hehmscW Zeitungsleser aber hört mit Rührung, daß man schon .bei] der Kotntnissionsbildung ist. Kommissionsbildtuig,. RefetäV Sachverständige, Finanzreferenten — wie heimelt es uns an 1 Kater Murr.' ■ rt Dr. Theodor Weltsch. Wie berichtet, starb aut* 9. April Dr. Theodor Weltsch, ein angesehener Rechts-; anwalt in Prag. Der Verblichene war einer der wenigem aus der früheren jüdischen Generation, die nach jeder, Richtung hin alle guten Eigenschaften des altliberateni judentums in sich vereinigen. Selbstlos, opferfreudig, vpnJ hoher Bildung, und Intelligenz und wahrem jüdischen Empfinden durchglüht, widmete er seine-Kraft allen! Aufgaben,, die zur Hebung und zur Stärkung , dc.iy jüdischen Gemeinschaft zu lösen sind. So kam es, daß' er, trotz seiner liberalen Erziehung, aueh dem Zionismus» immer' näher kam und mit wahrer Selbstüberwindung sich bemühte, die Bewegung, ohne ihr restlos au gehören' zu können, zu verstehen und Sie zu fördern, da er m' seiner edlen Aufrichtigkeit, anders als die meisten seiner, Generation, sich überzeugte, daß der Zionismus nur zum Besten des Judentums wirke. Die Trauer um diesen seltenen Mann ist in allen indischen Kreisen Prags die gleich tiefe. Von Dr. Weltsch’ Kindern sind Br. Robert als Redakteur der „jüdischen Rundschau“ und Liese Katznelsolm im Berliner Keren-Hajossod-Bureau tätig, sein Neffe Dr. Felix Weltsch ist Redakteur der „Selbstwehr“ in Prag. * Todesfall. Der Legationssekretär der tschechischen Gesandtschaft, Dr. Josef S e b e k, ist in einem hiesigen Sanatorium »nach einer Operation im 34. Lebensjahre gestorben. * Die große Preiserhöhung der Rauchmaterialien in Kraft. Mit dem gestrigen Tage trat die nahezu 200°/„ betragende Erhöhung der Tabakmatcrialien in Kraft. Viele Raucher werden nun auf den Genüß des Tabaks in Zukunft Verzicht leisten müssen. Regenmä ntelK 14.900 er.gl. Stoffe, Herren, und as.nortwSsche.t.olnen- und Strickweren, alles erslklessis u, billigst bei [Schiff mann Wien, li., Taborstraße 48 Telenhon 47-1 «79 En gpos lou Kn detail