Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1151 (13.4.1922)
- Date
- 1922-04-13
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 115! Wien, Donnerstag MMRK MÖÄGENZEiftJNrö" «-< *t Tr~ -r— rr irri i i37'Äprn'l922r i—M^tAfanirn /itiartttwi><SfiawSiaBQ Freie jüdische Volksbühne. Die Freie jüdische Volksbühne beendet am 15. April Ihr erfolgreiches Gastspiel im Lustspieltheater. Eine Reihe «ron bedeutenden NeuauSührungen hat diesem Ensemble neue Freunde zugefithrt und die Kunstkritik hat die Leistungen dieser Bühne als ganz hervorragend bezeichnet, insbesondere die literarischen Abende (der historische Abend »Von der Schenke bis zum Kunsttheater“ und ein Einakterabend), ferner Mustervorstellungen, wie »Der Dorfsjing“, »Ganuwim* und »Der Singer fin sein Trauer* übten große Wirkung. Von den früheren bereits bewährten Aufführungen der Freien Jüdischen Volksbühne, die Im Lustspieitheater häufig in Szene gingen, sind »Eisik Scheitel“, „Der Gott der Rache*, »Der Fremde“, „Sch’ma jisroel* und »Der Unbekannte“ hervorzuheben. Sonntag den 16. April bezieht die Freie jüdische Volksbühne die RoIand-ßUbde in der Praterstraße, einen Saal von ansehnlichem Fassungsraum, der von der Direktion der Freien jüdischen Volksbühne für einen Zeitraum von drei fahren gemietet ist Als Kunstbühne von allseitig anerkannter Bedeutung und Eigenart wird ihr gewiß auch an der neuen Wirkungsstätte der Erfolg treu bleiben, der ihr bisnun beschleden war. Als Eröffnungsvorstellung geht zum ersten Male H. L e i w i k s vleraktiges Drama „8 c h m a t e s* (Abfälle) unter Mitwirkung von Paul Biratow (Bes i w i) in Szene. reis jüdische Volksbühne Samstag, 15. April 1922, halb 8 Uhr abettds LMLLGK GZMLWGS M L.AKZSPWWSÄWS' Sonntag, 16. April 1922, 7 Uhr abds. N IK., Praterstraße 25 Zum 1. Male: Sfctmtieplei!n vter Akten von H. Leiwik SCHMATEtW» Mhwirkepde: Päal.BarafpffÄso’^arfDilffliua Vs«S«sh,M«vk«s>?3®paohksWRL, »nptt Ws8rss°l«k roajör, Simen SSiatftiaa, PJJSetiÄ®? PS'AIS, Jogg« llsMmsM», ßonsien Slgatib Ahrahsen Me*plie Tovloiaehi, Lea wetetpasrb*©!5«®, tlaoboB WsMdsrs 4280 Ksrteawriärkiurf ob der TaöfcJloisa der ftolsntl-Dölma. — TolepBes 484*29 , Ans den Theatern. Morgen bleiben s ä m 11 i c ti e T h e a t e r geschlossen Im B u r g t h e a4 e t mußte die. für heute ange- Ründigte Vorstellung „Die Frau vom Meere* wegen Erkrankung des .Fräuleins M a y er abgeändert werden. Es Pelangt Gerhart Hauptmanns Glasnüttenrnärchen »Und i p p a t a n z t“ zur Aufführung. Anfang 7 Uhr. In der V oi fc s o p e r gelangt heute »Cä valleri a jr u s t i c a a a“ zur Aufführung. Füi‘ die Partie des Turridü wurde Herr Emil Mari itescu als Gast und für die des Alfio Herr }ean Athanaslu von der Staatsoper in Bukarest als Gast gewonnen. Ferner wirken mit die Damen Blaha, Attler und Weiner. Dirigent Hörr Kraus. Hierauf geht £D’et B äj a z z o* mit Herrn Jean ÄthanasKt als Gast als Tonlo in Szene. In deh weiteren Partien wirken mit Frau Gelter und die Herren Schürmann, Fäibl und Tauber. Dirigent Herr de Stennlch. hi den Karamersplelett des Deutschen Volkstheaters findet ßamstag den 15. April um 10 Uhr die Erstaufführung des' Groteskett*Zykhis „Die vierte Wand“ von Paul C z i n n e r statt. Im Raimundtheater findet Samstag die Erst“ Aufführung des Schauspieles „Die tote Robe“ statt. In der Rolandbühne endet das Ensemblegastspiel der Neuen Wiener Bühne-Samstag den 15. April. Donnerstag und Samstag gelangen als letzte Vorstellungen »Die Schiffbrüchigen* zur Aufführung. I« der Renaissance-Bühife / beginnt Heinrich Bisenbach sein Gastspiel am Samstag in „DoktorStieglit?*, Lustspiel ln drpi Akten von Armin Friedman« und Louis Nerz, Er spielt die Rolle des alten Stieglitz, den Koppler spielt Eugen lensen, der auch die Regie führt. :•.< Die Freie j fi d 1 sc h e V61 tc s b fl lt n e beendet ihr Gastspiel im Lustspieltheater Samstag mit P. Bimbo’s Drama „Q ä aiiWi m“ -(Diebe). Sonntag eröffnet sie ihre Spielzeit in der R olandbilhne mit ,S c h m a t e s* (Abfälle), Schauspiel in vier Akten von R Leiwik» welches an diesem Tage zur Erstaufführung gelangt Es wirken mit: die Herren Paul Bafaioff (Ben Zwi), Herschkowitz, jablonski, Mayer, Nathan, Prelö, Reißthatin, Sfgall, Strfsower, Tarlow&ki und die Damen Deutsch, Weintraub-Graf «öd Weißberg. Volkswirt , Gestempelte Krone ---- —.07 Centimes. Auszahlung Wien ---. Centimes. ln Zürich notierte: die österreichische Krone die österr. gest Krone . * die tschechische Krone» . die Mark Agram ...... Bukarest . . „ . . Budapest ...... Warschau ....... -.06"/:« (-.W'/ltz SM U. -~J$7 (—.07 10,35 (10.25 1.75 ( 1.85 1.65 ( 1.62 —.64 (—.63 —.14 (—.13 April) am 11. April) am 11. Aprils am 11. April) Sm 11. April) am 11. April) üiii li. April) sm 11. April) Ein Konflikt zwischen dem Finanzministerium und dem Wiener Bankverein* Nach dem Gesetze vsm 4. Juli ISIS waren bekannt* Bch zur Sicherstellung der Bedeckung der von def Entente «zur Beschaffi ig vöo Lebensmitteln gewährten Kredite alle ausländischen Wertpapiere dem Staate ahztiHdcrö. Der Wiener Bankverein hatte nun an das Finanz« knsterium das Ansuchen gerichtet, ihm zu bewilligen, daß er einige ln seinem Besitze befindliche größere Posten von Aktien dar Bank für orientalische Eises- CONTINiNTALi [BANK Wien, I., Marc AurebtraBe 5-7 tiifimmtiiiimiimiinuiiitiiiuiiiiiiumi , 2048-48, 22-5-76 VvntknsntsMnnk 133 Wechselstsb«) II^Tshorsfr. 43 a. Tel. 49*4-23 To!. Ri*. 50*4*80, 20-5-01, Teüegraiwsa - Adveaaes J Bank und Wechseiltaus Wippilngerstraßa J 8 1» WIppSiiKgorofrafS® 1. Telephon 14-3-70, 12-5-09 * bahn e n, statt sie abzuliefern, selbst veräußern dürfe, wogegen er sich verpflichte, den Erlös zum jeweiligen Tageskurs der Finanzverwaltung, beziehungsweise der Deviseijzentrale abzuliefern. Das Ministerium erteilte diese Bewilligung und der Bankverein verkaufte den größeren Teil der Aktien zu dem damaligen Tageskurs von 200 Francs per Stück, bezüglich weiterer 650 Stücke träf der Bankverein mit dem betreffenden Käufer die Vereinbarung, daß nur 100 Francs per Aktie sofort bezahlt wurden, dafür aber der Bankverein mit 75% an dem Gewinn bei der ztt einem späteren Zeitpunkt durch den Käufer vorzunehmenden Weiterveräußerung der Aktien beteiligt sei. Der Wiener Bankverein teilte nun dem Finanzministerium mitf das er den tatsächlich erzielten Erlös der Devisenzentrale abgeführt habe und damit seiner Verpflichtung vollständig nachgekommen sei. Das Finanzministerium verlangte jedoch die sofortige Anzahlung von je 200 Schweizer Franken auch für die später verkauften 693 Aktien und drohte mit der Strafanzeige im Weigerungsfälle. Gegen diese Verfügung brachte der Wiener Bankverein die Beschwerde an den Verwaltungsgerichtshof ein, vor welchem heute unter Vorsitz des Senatspräsidenten Dr. Jenny die Verhandlung hierüber stattfand Der Vertreter des Wiener Bankvereins, Doktor Artur M a y e r, bestritt die Verpflichtung zur Ablieferung eines noch nicht erzielten Gewinnes. Der Verkaufmodus mit 100 Francs Anzahlung und Gewinnbeteiligung sei auch für den Staat vorteilhafter als der sofortige Verkauf um 200 Francs per Aktie. Die Drohung mit der Strafanzeige sei daher durchaus nicht am Platze, jedes Ministerium könne die Strafanzeige erstatten aber zur Androhung sei es nicht berechtigt Der Vertreter des beklagten Bundesministeriums für Finanzen, Richter Dr. J a n d a, erwiderte, der Bankverein hätte von dem Verkaufsmodus mit Gewinnbeteiligung erst dem Finanzministerium Mitteilung machen müssen. Der Bankverein habe aber gehofft, daß bis zum Zeitpunkt der Weiterveräußerung der 650 Aktien das Abileferungsgesetz als kurzfristiges Gesetz aus der Umsturzzeit nicht mehr in Kraft sein werde und er dann den Gewinn für sieh behalten könne. Dies sei eia doloses Vorgeheß — culpa gravis wäre ein zu schwacher Ausdruck. Der Beschwerdevertreter legte gegen den Vorwurf des dolosen Vorgehens Verwahrung ein. Nach zweistündiger Verhandlung und längerer Beratung wurde der Beschluß des Gerichtshofes verkündet, daß das Urteil am 28. Mai publiziert werden wird. Zins« fuß Geld Kurs v. 11. April Ware .Geld Ware HVä 2-17.50 2022.50 2694.50 2899.50 6 2434.50 2440.50 2462.- 2468.- 6 9728.- 9838.- 2862.- 5 2595.- 2605.- 2770.- 2780.- S 655.50 656.50 619.50 650,50 6 971 <— 977.- 907.- 1003.- 6 6 ms.- 1421.- 1380.- 139!.- 6 P % 5 7 3V* 1843.75 34.025 1193.75 413.20 7694.- 709,30 15400.— 3295.— >%Q3.30 203.75 1495.25 1848.25 34.075 1201.23 413.80 7706. - 710.50 1633.75 33.800 1630.25 33.830 413.30 7643.50 707.- VaMenkarse. Im gestrigen Verkehr zogen Westdevisen im Kurse an, wogegen deutsche Marknoten billiger erhältlich waren. Die übrigen fremden Zahlungsmittel wiesen nur geringe Veränderungen auf« Nachstehend die offiziellen Schlußkurse: Veröffentlichung der Devisenzentrale vom 12. April 1922. Zahlungen) Amsterdam k. 1001 liolf. Galden . Agram 100 Jüg. Kronen .... Belgrad 100 Dinar . .... , Berlin 100 deutsche Reichsmark . Brüssel 100 belgische Francs . . Budapest 100 ungarische Kronen. Bukarest 100 Lei . ... . . . ChrisUania 100 norweg. Kronen . Kopenhagen 100 dänische Kronor Ldndöu I Pfund Sterling . . , Madrid 100Pesetas. Mailand 100 Lire. . . , » » . New York 1 Dollar. Paris 100 Francs . . . . . . . Prag 100 tschecho-slow. Kronen . Sofia ICO Lewa . . . . •» . . Stöckiioimioo schwedlscheKrööor Warschau 100 polnische Mark. . Zürich 100 schweizerische Francs Noten Amerikas. Noten v. 5 Dollar attfw. * * kleinere . , . Belgische Noten 100 Francs , » Bulgarische Noten zu 1000 Leva . » * » 100 , » 9 p kleinere > * » Dänische Noten 100 Kroner , . Deutsche Noten zu 1000 Mäht. , : : k?«Ä.::: Engl. Noten von 5 Llvrest. auhv. n kleinere. Frd«s3sische Noten 100 Franc« . Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire aulw. , y , kleinere . . . {ugost. Noten ungest. zu 1000 Dinar i, » . tf 100 „ ■ o. ■ rf N kleiner« . » Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw, « ,i kleinere.... Rumänische Noten zu 1000 u. 500Lei n.. n kleinere . . . Rnös. Noten (Roman.) m KöRuÖal ** * » » 100 » » „ kleinere. . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 10Ö Francs Spanische Noten 100 Pesetas . , Tschecho-slow. Not. v. 1000 aulw. . n „ kleinere . . Ungar, Noten (neue Lim.) zulübo Kr. * , Ztt 10.000 Kr. . . . „ kleinere ..... 412.70 7631.50 706.- 15800.- 15565.- 15585.- 5305.- 5295.- 5305»- 2006.50 1093.50 20)1.50 207.75 202. - 268.- 1458.75 1483,75 J483.25 7644.— 1828.73 2620.-- isjm 705*30 2902,30 408.10 071^— i m.~ Wi.— m- 7381.3Ö 7593.50 6SL50 643**50 644.« 5250.— 5198.— 8205.- ■ — 5145.- 5125.- Ä25 isillrä 16SSIÄ 2830.- 2705.- 2805^- — —»»— 33.975 33.475 33.525 707*30 m» 7ÖL5Ö 2907.50 2877.50 2882Ä ■409.30. 409.70 410.3) '9742.- 9828.- 9832.- — 9608.- 9832.- im- 137i!- 205.50 202.— m- 5653*.” 3644!- L6S6*.- 1593.50 197B'qO tegftso 1491.25 1473.75 1476.25 1181*25 15475.- 15330.- 15K30.— im.* 15540.- 977. ■— 897.- 1003.- pauknoteflumlütif 307 906 Milliarden. Der Ausweis der Öesterrelchisch-imgarischen Bank zeigt laut Stand vom 7. April eine, ßrfiönu.ög des Banknotemimltiiifeft von 3*842 Mllllürden auf 307*906 Milliarden Kronen. Die Wloneir Banken haben bsscMosscu. &n\ 8 am 3täg den Ul April 1. J. ihre Burea.:i3 in ihree Hauptanstalten sowie ui gäaitlioheu ‘Depositen*:''- -n) und Wecliselstubeu In Wien geschlossen via Für Wechsel- Zählungeö wird in der r **:?,nr,ta.R jeder Bank ein Schalter fn der Zelt von u Uhr vormittags geöffnet sein. Oestefrekhisefc-ungarisefie Bank. Karsamstag defi 15. April bleiben die Bureaus und Kassen in Wied geschlossen. Bloß für Wecliselzahlungen wird ein Schaltei von 9 bis 12 Uhr offen gehalten. Der Kredit verband der Industrie. Wie die »Börse* meldet, dauern die Verhandlungen wegen Aktivierung eitles Kreditverbandes der Industrie an und werden nach deil Osterfeiertagen weitergesponnen werden. Die Regierung klebt nicht an der Form, auch nicht an dem Gedanken dal Solidarhaftung, sondern will nur die Arbeitslosenan« Konkurrenzfähigkeitsfrage von der Geldseite her lösen* Mali erwartet, daß sich einige führe n d e i ndustrielie Persönlichkeiten: schob in der nächsten Zeit an die Spitz« dieser Aktion stellen werden* Felten & Guilleaume, Fabrik elektrischer Kabef, Stahl- und Kupferwerke A.-G. In der gestern abge-j haltenen Generalversammlung gelangte die Bilanz proi 1921 Nzur Vorlage, welche genehmigt wurde. Dieselbe welsd einen Reingewinn per K 158,972.332.4? (gegen K 27,726.219.^ int Vorjahre) aus. Es wurde beschlossen, hievon als Remunerationen für Angestelife K 29,000.000 lestzusetzeh] und eine Dividende voii K 200 pro Aktie än diö Aktionäre zur Auszahlung zu bringen. Däs statutenmäßig ausscheidende Mitglied des Verwaltungs-j rates, Direktor Felix S t r a n 8 k y, wurde wfedergewältit und auf Grund der neugeschaffenen engen Verbindung derj Gesellschaft mit der Felten <£ Guilleaume Carlswerü A.-G. in Köln-Mülheim erfolgte die einstimmige Neuwahl der beiden Generaldirektoren der deutschen Gesellschaft,; der Herren Karl von der H e r b e r g und Georg Zapf in den Verwaltungsrat. In der an die Generalversammlung anschließenden Verwaltungsratssitzung wurden Geheimer! Kommerzienrat Max von Guilleaum e zum Präsidentea, Direktor K r a ß n y-Krassien sowie Herr Generaldirektor, Georg Zapf zu Vizepräsidenten gewählt und Direktes Dr. Eugen Hetz der Oesterreichischen Alpinen Montangesellschaft in den Verwaltungsrat kooptiert. Holzverkohlung® - Industrie A.-G., Konstanz. D» Aufsichtsrat der Holzverkohlungs-Industrie A.-G., Konstanz^ hat beschlossen, einer für den 9. Mai 1922 nach Konstanz; einzuberufenden außerordentlichen Generalversammlung die E r h ö h u n g des Aktienkapitals um 45,000.000 Mark auf 90,000.000 Mark vorzuschlagen, und zwar durch Aua^ gäbe von 40,000.000 Mark Stammaktien und 5,000.000 Mark Vorzugsaktien. Die Stammaktien sollen von einem Koih sortiuni mit der Verpflichtung übernommen werden, sie de® alten Aktionären im Verhältnis von einer alten zu einegj neuen Aktie zum Kurse von 350% zur Verfügung zn stellen. Die Vorzugsaktien sollen ebenfalls von einem Ko«-j sortHim übernommen werden mit der Verpflichtung, sie de® alten Besitzern der Vorzugsaktien gleichfalls 2tn Verhältnis! von einer alten zu einer neuen Aktie anzubieten. Sowohl für die Stammaktien als auch für die Vorzugsaktien wiril Volleinzahlung vorgeschlagen. Die neuen Aktien sind at» 1. April 1922 dividendenberechtigt Eine internationale Landwirtschafts- und Industrieausstellung mit den Rechten einer Mustermesse findet in der Zeit vom 11. bis 25. junl 1922 in Riga statt. Zur Teii*j nähme an dieser Ausstellung sind auch österreichische! Industrielle und Kaufleute zugelassen und der Anmeldung®«! termin endigt am 1. Mal 1922. Prospekte und Anmeldung®* formulare sind im Handelsmuseum, Wien, IX.. Berggasse lüg erhältlich. Freigabe der Ausfuhr von Teigware» ln Italien Wie das Handelsmuseum mlttelt, werden die italienische^ Zollämter ermächtigt, die Ausfuhr von Teigwaren aus Weizen und von Htilsenfrüchten aller Art getrocknet, ns* mittelbar und ohne weiteres zu bewilligen. Rumänische Lokomotlvbestellungen fn England; Aus London wird gemeldet: Es verlautet, daß die rumänische Regierung für 5 Milliarden Pfund Sterling Loko*j Motiven in Großbritannien bestellt hat, von denen de* größte Teil auf zwei Maschinenfabriken in Glasgow entfällt Verpackung der Pakete nach Palästina. Das Gremium der Wiener Kaufmannschaft teilt mit, daß nach einet Mitteilung der Postverwaltung in Palästina Postpakete nach Orten in Palästina in starken Kisten, Blechschachtein, Hanf, Stoff oder Leinen verpackt sein müssen. Eine Verpackung in Papier oder Pappendeckel genügt nicht Erhöhung der ungarischen Ansfahrgebühren ffM Vieh- und Fleisch. Wie das Handelsmuseum mitteilq ' wurden in Ungarn mit Gültigkeit vom 5. April die Export! gebühren für Rindvieh, das vom Schlachtviehmarkt der Budaj pester Spar- und Marktkassen A.-G. zur Ausfuhr gelang» mit 10% vom amtlichen Marktwert, wenn es von anderswd zur Ausfuhr gelangt mit ung. K 8000 per Stück, fernes für Kälber mit K 1200 per Stück, festgesetzt Die Ausfuhr^ gebühren für Rindfleisch'wurden auf ung. K 1200 per 1 d Reingewicht und für Kalbfleisch auf ung. K 2400 erhöhe Verständigung zwischen den deutschen and fran-j zösischen Farbenfabriken. Wie uns aus L ö n d o n ge», meldet wird, soll der französische Farbentrust mit des deutschen Interessengemeinschaft ein Abkommen gen schlossen haben, wonach sich die Deutschen bereit ew klären, den Franzosen die erforderliche technische Hilf« zu gewähren. Dagegen werde Frankreich die Farbstoff« umsetzea. Deutschland soll mit der Hälfte am Nutze» . beteiligt sein. Eilte Wäschefabrik In Lemberg. In Lemberg wurde vor kurzem die erste Wäschefabrik »Leopolis“ begründet« Die genannte Fabrik, die über die modernsten Maschinen^ typen verfügt, erzeugt täglich 300 bis 400 Wäschegarnituren. Wiener Börse. Gestützt auf Festigkeit der fremde« Zahlungsmittel cröffriete die gestrige Börse trotz der bevorstehenden vier-« tägigen Verkehrsunterbrechung in fester Haltung, doch watz das Geschäft wieder nur in einzelnen Spezialwerten vonj Belang. Ina Vordergründe des Interesses standen $ t a a t sW haha -A k 11 e u und die Genußschelne der-j selben, welche im Hinblick auf die in Schwebe befindlichen! Besprechungen finanzieller Fragen dieser Gesellschaft lebhaft begehrt waren und durch fortgesetzte Meinungskäufe ujid solcher für auswärtige Rechnung größere Avance«! erzielten. So stiegen Staatsbahn gegen den letztgemeldete» Stand um K 3150, an der Nachbörse von K 69.000 auf 72.200 um weitere IC 3200. Die Genußscheine der Staatshahn' gewannen K 3750. Vielfach gesucht und reger umgesetsfl wurden Krupp-Aktie u, die eine Erhöhung vonj K 7900 aufzuweisen hatten. Begehrt und höher, waren aucu noch die Werte tschechischer Provenienz, von denen! Zivnostenska banica um K 1100, Skoda um K 800 und Rnston um K 1000 höher bewertet wurden. Ins Fahrwasser, der Besserung kamen ferner Alpine-Aktien, welche mit einer Erhöhung von K22Q9 und Rima, die mit einer solche«' von K 2530 den Markt verließen. An der Nachbörse stiegen! i Alpine um weitere K 1300 und Rima neuerdings durd(