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Wiener Morgenzeitung · 1922-04-11 · Heft 1149 (11.4.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1149 (11.4.1922)
Date
1922-04-11
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nf. I14Ö Wien,. Dienstag WIENER 11. April 1922 Seite 5 }, Strapazlaufteppiche K 950 bis 1450 per Meter, eng- Plöschrefsedecken K 2o.5Ö0, Spitzenvorhänge K 1350, *. Stellengesuche, ln dem Verein unentgeltlicher Arbeitsnachweis, Wien, II., Taborstraße 59, Telephon 40.316, sind nachstehende Kategorien von S t e 11 e n s.u c h e.n d e n vorgemerkt: 1 Hutmacher, 1 Tapezierer, 1 Gerbereiwerkführer, 1 Lederzurichter, 1 Handelsangestellter (Delikatessenbrauche), i. Handelsangestellter (Schnitt- und Wirkwaren- . brauche), l Handelsangestellter (Eisenwarenbranche), 1 Handelsangesteliter (Herrenmodegeschäft), 1 Lagerist von der Papierbranche,. 1 Bäcker, 1 bilanzfähiger Buchhalter mit Branchenkenntnissen im Herrenmode- und Eisengeschäfti 1 Korrespondent mit Kenntnissen der Papierbranche, 1 Verkäufer (Papierbranche), l Handeisgehilfe (Wäsche- und Warenkonfektion), 1 ^Kontorist, l Schlosser. * Ein Ereignis beispielloser Billigkeit. In der reppichschwemme des Teppichhauses R e p p e r, - Wien, L, Tuchlauben??, gelangen bis auf weiteres folgende Teppiche, Decken, Vorhänge, usw. zum Verkauf: Frottiervorleger für Badezimmer und Waschtisch, schöne Farben, äußerst praktisch, K.6800 .per Stück, Künstlervorhänge K 8700, Flanell^ecken K 3750, Tüll-Stores K 7900, Tüll- Döppelbettdeckeri K 15.800, Kamelhaardecken K 14.500. echte Madrasvarhänge 15.900,, Rltischüberwürfe K 19.800. Bettvorleger K 3750, Speisezimmerteppiche. K 19.500 bis 37.000, ‘ .. lithe feldencloth-Steppdecken K 24.500. * Nach Amerika (Nord- und Südamerika) fährt man am raschesten und bequemsten über Bremen. Auskünfte . erteilt Norddeutscher, Lloyd, Ly Kärnfnerring 13 (Grand Hotel), IV.» Wiednergürtel 10. (Siehe heutiges Inserat.) ♦Aufruf! Es wird höflich bekanntgegeben, daß im Prachtsaale des orthodoxen "UPS Restaurants j. Farkas (Zentralrestaurant, Taborstraße 8a) am 12. und 13. d. M. "V1D gegeben werden. Mit Rücksicht auf das große Interesse werden die P. T. Gäste gebeten, sich rechtzeitig noch heute und morgen anmelden zu*wollen. * Telegramm von A, Gerngroß A. G. W a c h s- 1 u c h r e s t e in;allen Größen> v weiß,, blau und marmor mit Barchentrücken, per Rest von K 1650 aufwärts. Vereine» Vorträge und Versammlungen. * Jüdisch-akademischer K u 11 u r verband J a b n e u n d T a r but h. Kartenverrechnung heute, 7 Uhr, im Gafe Klinik. — 8 e d e r. Der Akademische Verein Tarbuth , veranstaltet in. den Räumen der Mensa einen separaten Seder. Mitglieder’der Tarbuth und sonstige Hebräischsprechende, die sich beteiligen wollen, werden ersucht, sich am Mittwoch um 2 Uhr nachmittags in der Mensa zu melden. -Z i oni sti s ch e s 8 em \ nar. Heute keine Vorlesung. Nächste Vorlesung Dienstag nach Peßach. Sä n/gT i n g s p f 1 e g e k u t s e. Der nächste Säuglingspflegekurs an der Säuglingsstätion der allgemeinen Poliklinik, IX., Mariannengasse 10, mit praktischen Hebungen fifr Frauen und Mädchen beginnt Donnerstag den M. d/ M. um . 6 Uhr abdnds. Anmeldungen Luden täglich yon. 9 bis 11 Uhr vormittafgse statt; U r a n,I a. Heute, 5 Uhr . (Großer Saal) Wild-Afrika. */a6 Uhr (Kleiner Saal) Dr. med. und phll. Marianne Baoer -Jo kl: Körperkultur und Kosmetik,; I, — %6 Uhr (KursSaal) Proi. Dr. Alfred L ä ß m a n n: Germanische Religion und Mythologie, L— V.6 Uhr (Klubsaal) Dr. Josef Zu th: Einführung in das Gitarrespiel, VI. — % 8 Uhr (Großer Saal); Kammermusik aus der Rokokozeit. Ausführende: DasGottesmann-Quartett,—-l/g8Uhr (Kleiner 8aai) Univ.-Profi. Dr. Karl G r ü;n b e r g.r Bilder aus der Entwicklungsgeschichte des Sozialismus, IV. Sozialistische Ideen vor und während der französischen Revolution. — V»8 Uhr (Klubsaal) Dr. Josef D e s a t i e 1 - R i n a 1ö i n i: Elemenieder Musikästhetik. — 7 Uhr (Mikroskopiersaäl) Univ.-Assistent DrJ Alfred Li m'b eif g e r; Die Fortpflänzungsorgaue der PfIänzen,TL Ernährung. Bessere Fleischziifuhreti. ' Die Fleischzufuhrfn, die in den letzten Tagen in Mbezug auf ihre Menge viel zu wünschen übrig: HeßTen, haben sich erfreulicherweise; gestern gebessert Es sind mit der. Bahn 23 Waggons mit verschiedenen Fleischgattungen hier eingetroffen. Wenn die günstigen. Zufuhren. B weiter anlialten, ist mit einem Preisdruck auf dem Fleischmarkt zu rechnen. Gestern ^lieben die. Preise noch für alle Sorten unverändert. Der Absatz war infolge der hohen Preise sehr gering. Der Verkauf von Rindfleisch schien faskganz ins Stocken geraten'zu sein. . Auf «en Grünwarenmärkten war die Nachfrage gleichfalls schwach wie gewöhnlich am Montag. Die Zurahren sind relativ, gut, die Preise unverändert hoch. Die Preise def Eier haben auch gestern keine Ermäßigung erfahren, ' Verkaufspreis für Eier. Die Marktamtsdirebtion hat im Sinne der Preistreibereiverordnung'den Kleinverkaüfsprels für auf den Märktenzum Verkauf gelangende Eier je nach Qualität mit K 115 bis höchstens K l30 pro Stück' festgesetzt - " * Bühne und Kunst. Mitteilungen aus dem Publikum. Lotte Tabak Leon Schapirer Verlobte Wien, am Ö. April 1922 6230 nDBte-ito und Sliwowitz . bester Qualität zu billigen Preisen empfiehlt 626i Eogelmann, II.» Schiff amtsgasse 4 Streng rituell! 121 Hotel - Restaurant B a r s ch a k Vorzügliche polnische Fische Ungarischer Spezialwein HDD b*Ü 'W3” Wien, II., Gr. Schiffgasse 3, Tel. 40-1 -39 We 8 n e und Sliwowitz bester Sfieiner-Barer, 6262; zu billigen Preisen empfiehlt XX„:Petraschgasse 8 (Eike Karl Heisdsiraie) Aus den Theatern. Im Btt r g t h e a t e r wird morgen „D i e Bra u t ron Messina“ äufgeführt. * v Im Opernt h e a t e r > geht morgen „D i e Boheme“, mit Fräulein E l i s a b e t h R e t h b e r g rom Dresdener Opernhaus als Mimi, in Szene; In der V o l k s o pe.r findet morgen* die Erstaufführung von „Der kleine Marat“ statt Im Deutschen Volkstheater gelangt Samstag, 7 Uhr abends, Sudermanns Schauspiel „Das Bl um enboo t“ neu einstudiert zur Aufführung. Neu besetzt; sind die Rollen des Kommerzialrates Hoyer mit Herrn Amon, der Raffaela mit Frau Volckmar, der Thea mit Fräulein Wessely,, des * Baren Erfflingen mit Herrn Knabe» des Fred - mit' Herrn Wengraf, des Grafen Sperner mit Herrn Schumann, des Stössel mit Herrn Lackner, des Grlesting mit Herrn Brady, der Paula Dübelley mit Fräulein Kreun, der .Gera Malnardl mit Fräulein, Stahl, des Artur mit Herrn Frank und des Kellners mit Hbrrn Altringen. Spielleiter Viktor Kutschern. , in den K s m m e r 8 p i eie n des Deutschen Volksfheaters findet Samstag um 10 Uhr,: die Erstaufführung, des Groteskenzyklus „D i e v i er te, Wand“ von Paul Cziooe r, b e s t e h e n d a us den Einaktern „Satans Maske“, „Die vierte Wand“ und „p e r Sekt k ü b e r statt In den Hauptrollen sind beschäftigt nebst dem Verfasser und Fräulein Dora Schlüter vom Berliner Staatstheater die Herren Zfegler, Sima, Knnbe, Karamanf, strehl, Schumann, Danegger und Iwald. Spiel* Leiter Dr. Heinz Schulbaur. , Leopoldsgasse Nr.31;655 llIBBII114 FLASCHEN WCin riss ‘jstwd KSihenseräte für Peßach Email- und Aluminiurageschrrr, Glas-und Porzellanwareo, Berndorier Alpakka-Eßbestecke 654 KARL WOLFER, WIEN, II.» TABORSTRASSE Nr. 50 „Die Schöpfung“ von Haydn kommt Montag deu 17. d. M. (Feiertag), um V34 Uhr nachmittags, zugunsten des I. österreichischen Blinden Vereines im Großen Konzerthaussaale zur Aufführung. Es wirken mit: Das- Wiener S y m phonieor'ches ter und die Wiener 0 r afo r i e n v ere I n i g ti n g, ferner Frau 8 a I o mom (Sopran), Kammersänger Georg M a i k I von der'Staats- Oper (Tenor), Frau R o c h o w a n s k i, Oratcwiensängeriii und Josef Manowarda. Karten bei Kehlendorfer. Möbelhaus Order Enormes Lager in Wohn u nfS'Einrichtungeii Wien» IV., Favoritenplatz 7 (2 Minuten vom Ostu. SUdbahnhote) Enormes Lager in kompletten jeder Stilart, von der billigsten bis-zur. feinsten Ausführung Export nach allen Ländern 171 aller Grossen, bi lliger als inländische, ' verkauft auch einzeln an Private und Händler 168 teppichhaus EfEPPER, I., Tuchlauben 7 Im R a ini u n d-Th e at er findet morgen, 3 Uhr nachmittags, die Erstaufführung des Kindermärchens mit Musik „D i e K a h r t?i n s W n n d e r l a h. d°; j von Dr. Alfred M ö l 1 e r, statt, das in Graz außerordentlichen Erfolg batte. —- Samstag, beginnt Tilla D u c i e u x Ihr kurzes Gastspiel in dem Schauspiel „Die rot e Ro b e“ von Eugene Brleux. ■ : ‘ Im W i. enerKomödlenh an s findet Samstag, 7 Uhr abends, die Uraufführung der dreiaktigen Wiener Posse *D i e Parlaments k a t h I“ von R. Blum und A. Ullreich, Musik von Edmund Eysler, mit folgender Besetzung statt: Apotheker ~ Leiter, Apothekerin ' —' Schneider, Emilie — Rison, Burgharf —Lustig, Frau Burghart -r Traubert, Franz — Klausner, Dr. Keinreich — Klein, Kathi — Niese,, Pikkolo. — Merstallinger, ein Herr auf Abenteuer — .Glaser. Spielleitung Karl Stand. ° ' Im Red o u teusaal der Hofburg wird morgen „D e r B a r b i e r v o n S e v H 1 a“ gespielt FreIe jüdische Volksbühne Gastspiel Im Lnstspleltheater Vorletzte Vorstellung ltn Lustspieltheater ' : Uhr abends: Vom Glück vergessen, i Akt voa David pinsw - - Schwestern, 1 Akt von Perez—Im Winter, l Akt von Schaloin Asch Ab 16. April spielt die .Freie jüdische Volksbühne* ln der Roland« RWhne. U., Praterstraße 25. Eröffnungsvorstellung; SCHMATES -(Abfälle). Schauspiel ln 4 Akten von H. Lelwik. 4280; Die Kammerspiele des Raimund-Theaters. Die Direktion des Raimund-Theaters erhielt gestern die Verständigung, daß die Vereinbarungen zwischen der Leitung des Akademietheaters und der Direktion des Raimund- Theaters von der R e gi.e r u n g g e n e h m i g t wurden. Die Kammerspiele des Raimund-Theaters werden daher S o a n tag a e n 2 3. d. M. im Akademietheater mit der jüngsten Neuheit von Georg Kaiser „K a n z 1 i s t K r e h I e r“ eröffnet Der Verkauf der Karten für das . Akademietheater erfolgt an den beiden Kassen des Raimund-Theaters. » . Die österreichische Staatsgalerie im unteren Belvedere bleibt von heute an bis auf weiteres geschlossen. Die Objekte der Sammlung sihd .ftir die Besichtigung unzugänglich, well nunmehr,ihre Verteilung und. Aufstellung Im oberen und unteren Belvedere vprgenommen wird. Gegen Anmeldung sind nach Ostern die. neuesten Erwerbungen aus dem Vermächtnisse von Frau Hofrat Maresch -Art ha b e r und andere Widmungen in einem hiefür reservierten Raume des unteren Belvederes zu sehen. i Rudolf Kneidlnger, der hochverdiente Darsteller und tüchtige Regisseur, beging verflossenen Samstag im Raimuu'd- Theater, dem der Künstler seit der Gründung angehört, sein v i e r z i g j ä irr i g e s Bühnen- J.u b i 1 ä u m. Br spielte den Großknecht in Anzengrubers' „Meineidbauer“,, sein Sohn Karl K n e i d i n g e r und seine liebreizende Enkelin L ola Urban- K n e idin ge r gaben den, Matthias Ferner und die Vroni, Franz Hob I i n g, vom Burgtheater tat ebenfalls mit und alle ' Darsteller, vereinigten sich zu Ehren des geschätzten Jubilars zu einer Musteraufführuhg. Nach dem ersten Fallen, des Vorhangs' wurde Riidolf Kneidlnger aut offener Szene beglückwünscht, nach allen Aktschlüsse« vom Publikum, weiches das. Haus dicht füllte^ stürmisch gefeiert . Vermählung Fritz Werners. Heute mittags fand im Rathaus die Vermählung des Operettensängers Fritz W e rn e r mit Fräulein Gitta Taus s i g, der Tochter des Großindustriellen Taussig, statt. Die erste Oper in jüdischer Sprache. In Riga wird ln den nächsten Tagen die erste originale Oper in Jüdischer Sprache „M o s e“ zur Aufführung gelangen. Der Text stammt von Rubinstein, während ■ die. Musik vom Komponisten J a c.o b s o n verfaßt ist; der gegenwärtig als: Kapellmeister und Dirigent an der lettischen .Nationaloper wirkt. (J. C. B.) * ' \ jv; Eröffnung der Glic^fisteih-Ausstellung; iii London. Die Kunstausstellung des* jüdischen Bildhauers Henryk Glic enstein wurde vom Gesun dh eitsvhiriister Sir Alfred Mond im Beisein, eines, zahlreichen/ Publikums eröffnet. Der Eröffnung wohnte auch der p .o 1 n i s c h e G/e sa n dte bei. Die Geschichte der Mailänder Scala. Vor kurzem erschien die Geschichte der ersten und bedeutungsvollsten Opernbühne, der Mailänder Scala,' von Guido 'Wl a rangoni und Carlo Va n b i a n c.i. Die Scala ist hegte. 144 Jahre alt und darf sich rühmen, daß auf ihrer Bühne die Kunst von Rossini, Verdi, Puccini, : Mascagnf, Wagner, Meyerbeer, Halevy, Gounod, Bizet und Leoncayallo am vollkomnieristeii zur Geltung gelangte. Die Scala hat wohl eine viel ältere Geschichte* als 144 Jahre, Schon im Jahre 1598 vrurde das erste Mailänder Theater, My Gebäude mit drei Schiffen, das von 24 Marmorsäulen ‘ getragen wurde“, erbaut. 110 Jahre' lang wurden in diesem Theater die ersten Anfänge der italienischen Oper gepflegt und in diesem Gebäude entwickelte sich die Kunst bis zu Puccini. Im iahte 1708 . wurde das Haus ein Raub der Flammen, -- welches Schicksal auch das an seiner Stelle im Jahre 1717 erbaute neue Theater teilte. Die heutige Scala wurde Ende des: XVIII. Jahrhunderts von dem berühmtesten Architekten sejher Zeit Piermarini entworfen, er.wähite auch den Platz für-den neuen Kunstpalast aut dem Grundstück der alten Kirche, welche noch im XIV. Jahrhundert von einer Mailänder Patrizierin Beatrice della Scala gewidmet wurde. So hat das erste Singspieltheater der Welt den Namen einer Frau aus dem Mittelalter verewigt, die offenbar nichts gemein hatte mit jener. Kunst, welcher die mächtige Sfchöpfung Pierre Marinis einen Tempel errichtete, Die. Scala ist nicht nur architektonisch : eines der vollkommensten Werke, sondern mehr hoch dadurch, daß das mächtige Theater keinen einzigen tauben Punkt hat ..Und seihe vorzügliche Akustik den Müsikgenuß’ ih seinen Mauern vollkommen macht. Aber nicht nur die Musik, . spndern auch, das^echte Ballett wurde auf den - Brettern der Scala* erst geschaffen. Hier hat Gri ova n n.Ln a L w c c a das . Ballett zu jener - Kunst erhöben, die in seiner vielfältigen Pracht später. Reinhardt für die dramatische Bühne nutzbar gemacht hat. Die Schüler Giovanni«a Luccas wären die Schöpfer der Petersburger und Stockholmer. Balletts, : deren Weltruf-bis heute unübertroffen ist. Aus der. Scala; gingen die größten Talente hervor,; hier begann Caruso' seine Laufbahn und;Emma Calve zählte es zu ihrer ruhmvollsten Zeit, daß sie in der Scala Carmen singen durfte. Hier hat auch Verdi sich seiner ersten JErfolge freuen können und jetzt sitzt häufig Töscanini am Dirigentenpult,; Uhi Wagner-Musik zu leiten. Die Scala ist auch heute noch dar Wallfahrtsort für Liebhaber wahrer KunsL ‘ \ Bürgermeister und Getfieindeatigestellte als politische Gegner* * Das Wiener Oberiandesgericht hatte gestern über die Frage zu entscheiden, ob die'Beleidigung eines Bürgermeisters durch einen Gemeindeangestellten als Entlässungsgrund gegenüber dem letzteren anzusehen ist. Die Stadtgemeinde Linz hatte den der deutschnationalen Partei ängehörigen Gemeindebeamten Josef E der entlassen;' weil er- In einem Gasthaus einen gegen den sozialdemöirratischen Vizebürgermeister gerichteten gehässigen Zeitungsartikel zirkulieren ließ und daran die Bemerkung knüpfte, der Vizebürgermeister sei ein politischer Hochstapler, der mjehr mversprochen* als gehalten habe. Eder brachte nun gegen die Stadtgefheihde ^Liriz eine Klage auf Schadenersatz von . K 21.000 tvegen ungerechtfertigter Entlassung €nn, weil einem Gemeindeangesteliten, der politischer Gegner des Vizebürgermeisters sei,' das Recht auf Kritik gegen den letzteren zustehe. Das Landesgericht wies die Klage a b, weil der. Bürgermeister oder in dessen Stellvertretung der Vizebürgermeister als P ri mz i p a l der. Gemeindeangestellten .anzusehen sei und kein-Prin- , zipal sich alle Gehässigkeiten und Ehrverletzungen, durch einen Angestellten, gefalleh zu lassen brauche. In der Berufung des Klägers gegen dieses Urteil wurde bestritten, daß der Vizebürgermeister als Prinzipal . der . Gemeinde- Lygeslellten anzusehen sei, er sei bloß ein von der ..Mehlheit gewählter politischer Faktor. Das Oberlandesgericht (Vorsitzender Holrat Dr. Komorczy n s k.i) wie s die Klage ab, weil der Bürgermeister und in äfessen Stellvertretung . der Vizebürgermeister als D i e n s t- 1 g:e b er der 0 em ei n d e an g e s t e 111 e n anzusehen sei, die Ehrverletzung gegenüber dein Dienstgeber einen Entlassungsgrund bilde. Volkswirt. Gestempelte Krone « —.07 Centimes. Auszahlung Wien --- —;06e/io Centimes. •, Neuerliches Anziehen der Tschechokrone. In Zürich notierte: . —.06°/10 (—.06G/fo am die. österreichische Krone die österr. gest. Krone , . —.07 (—.07 die. tschechische Krone. .10.05 (9.87 die Mark . . . . . . . L70 ( 1.68 Agram ........ 1.58 .( 1.55 Bukarest . ., . ... . —.t~ (—.— Budapest ...... ,—.60 (—.60 Warschau.—.13 (—.13 atn am am am am am am 8. .8. 8. 8. 8. 8. 8. 8. April). April) .April)' April)' April) April« April- April-;' Peßach'Verkauf fertigs * \,., Kaglaas, Htpren- und Oammtoffe, Krawatten Vl.f Liiake Wienzeile 44 h©l "M? 754951 D-B

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