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Wiener Morgenzeitung · 1922-04-09 · Heft 1147 (9.4.1922) · p. Seite 10

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1147 (9.4.1922)
Date
1922-04-09
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
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Sdte to Wien, Sonntag - MORÖfcNmTtmO kAprif 1922 Nf. 114? <B> <5> <V <SE> <a> «o »ODQHUraSBföCEDl wmmm % Sportblatt der Wiener Noreenzettune »VeMMLMPVMEPNWMVS« 'M <B> <B> OD >QH>< ,08 8 ><4 Wochenrückschau« Ern junge Ist gestorben. Lakonisch brachten' einige Tageszeitungen die Nachricht ohne Kommentar. Auf der Hohen Warte trug es sich am vergangenen Sonntag zu, driV zwei unbekannte . Rohlinge nach dem Meisterschaftsspiel Sportklub—Rapid einen, 15jährigen langen eine fünf Meter hohe Böschung himiuterwarien. An den Folgen der Verletzungen ist der bedauernswerte Knabe gestorben. Man glaubt sich förmlich in die Zeit des römischen Tyrannen Nero zurückversetzt, dessen gewaltige. Macht vor. den Toresder Theater die Grenze fand. Bei den Gladiatorenkämpfeu herrschte einzig und allein; der; Terror des Volkes Und selbst die Macht eines Nero war nicht ausreichend, um die Gewaltherrschaft der Menge dort zu brechen. Wir sind wahrlich . auf bestem Wege, daß bei unseren Fußballspielen Ähnliche Verhältnisse eintreten als damals bei/den Theater- Vorführungen im altem Rom. Es wäre dem'Sport nur schlecht gedient, wenn man diese Tatsache verschweigen wollte, um der Oefientlichfceit, die der Leibesübung fremd gegenüber-, rieht, keine Aagriffsmöglichkeit, zu geben, wer .in den,- Nachkriegsjahren die Ausbrüche wilden Hasses und brutalster Roheit bei einzelnen Fußballveranstaltungen mitangesehen bat, muß mit Wehmut an die früheren Zeiten, zurückdetiken, wo der Gegner und dessen Anhänger sich; allgemeiner Achtung erfreuten. Oft und oft kommt es jetzt vor, daß jüngere Leute vor dem Verlassen des.Sportplatzes sich bittend an. ältere Wettspielbesucher wenden, sie.zu schützen, weil halbwüchsige Tagediebe sie auf das schwerste bedrohten. Es wäre ganz verfehlt, diese Robertsausbrüche als dämme Bubenstreiche hinzustellen, da <in letzter Zeit Betrunkene und Apachen auf den Sportplätzen Ihr Unwesen treiben. Nur so ist es erklärlich, daß der ^rme Junge am vergangenen Sonntag sein Leben verloren, tat Trotz aller Einwände der sportlichen Obrigkeiten, rufen vir nach der Polizei. Mehr oder minder verstaubte Ver-; landssaiztmgen reichen heute nicht mehr aus,?#n das Gesindel, das die Menge bei den sportlichen Veranstaltungen terrorisiert, in die Schranken zu weisen. Ein entsprechendes Wacheaufgebot und Detektivs könnten Wunder wirken.; Der Halbprofessionalißinui;, der sich w unseren Vereinen geltend macht, degradiert bereits tuosere, aus idealen Gründen ins Leben gerufene Jugendbewegung zu Gladiatoren-, kämpfen. Das Publikum trägt nun in den letzten Jahren das Ihre* dazu bei, damit., die Bezeichnung Gladiatoren kämpfe nicht als falsch empfunden wird. Der Vorfall vom vergangenen Sonntag mahnt zur Einkehr und . zur Vorsorge, daß sich ähnliche ■ Vorkommnisse nicht mehr zutragen können. Wie eine Warnung muß - allen Führern unseres Fußballsports die Tatsache vor Äuge», sein: „Ein Junge ist gestorben P ' -r - Habt.acht! Die Sportinteresseuten bilden oft fine ganz interessante Gruppe unter den Menschen. Sie machen steh in der großen Welt eine kleine, in der der König Sport unumschränkter Herrscher ist: Was; scheren die glücklichen Bürger dieses Königreiches, dje Tages-5 Ereignisse, die unsere Lage verbessern oder verschlechtern?. Was kümmern sie kulturelle oder zivilisatorische Errungenschaften, wenn ein großes Meisterschaftsspiel zu erwarten-; ist? Interessanterweise verbindet kein gemeinsames-Band-, riie Untertanen des Königs Sport. Sie teilen sich in weitere Untergruppen und nennen sich dann Fußballer,. Leichtathleten, Schwimmer» Ringer, Boxer, Fechter, Turner usv;. Diese einzelnen Lager bilden oft. ein vollkommen abgeschlossenes Ganzes, so daß die Interessensphäre die Grenzen dieser Einheit meist nicht übersteigt. Wenn man nun die zahllosen Fußballfreunde über eine rudere Art der Leibesübung informieren will, dann' muß )*jan alle möglichen Täuschungsmanöver unternehmen, damit die Bewunderer des Lederballes einem Gefolgschaft leisten. Und doch besteht zwischen den einzelnen Arten der Leibesübungen, oder zumindest mit ihren Auswirkungen fine große Aehnfichkeit Schon die Vorkommnisse vor der Durchführung eines Fußballwettspieles und eines Schäurarnens bekräftigen diese Meinung* •i' M a k k a b i XV veranstaltete vergangenen Mittwoch in Weigls Dreherpark sein diesjähriges Schauturnen. Warum sollte nun dieser Turnverein hinter einzelnen der Wiener Sportklubs zurticksteben? Das Streben der Turner, geht danach, ihre Brüder noch zu übertreffen, was ihnen in diesen*Falle auch restlos gelungen ist Während die Sportvereine nur für die Unterbringung der Pressevertreter, keine genügende Vorsorge treffen, haben sich die Turner dieser Gefahr nicht einmal ausgesetzt. Willig ließen sie für sich die Werbetrommel schlagen, so daß der Saal gefüllt war und wahrscheinlich auch ein entsprechender Reingewinn erzielt wurde. Wozu sollte die Einnahme dadurch verkleinert werden, daß Referatsitze der Presse eingeräumt werden? Man sieht also, daß das Desinteressement der Fußballer für die Turner nicht am Platz ist, denn Berührungspunkte lassen sich immer finden. „Habt acht!* ist das hervorragendste Disziplinierungsmittel der Turner, ihre Führer haben zumindest diesmal ihr Motto nicht befolgt! Wieder ein totgesagter Tormann: Bekanntlich wurde der Tormann; der italienischen-Auswahl-, rit Morando nach dem Länderspiel Schweiz—Italien, das unentschieden endete, in ganz Europa totgesagt - Alle Sportinteressenten Wußten von dieser Tatsache, nur der betroffene Italiener hatte davon keine Kenntnis. Während man überall Trauerhymnen blies, jagte Morando vergnügt dem Balte nach. Beschämt brachten die Gerüchtersfatter dann die Nachricht, daß ihre Meldung falsch gewesen sei. Das Totsagen scheint nun Schule gemacht zu haben, denn diesmal trug sich ein ähnlicher Fall zu. Nachdem; Spiele Deutschland-Schweiz <2 : 2), das in Frankfurt stattfand, verbreitete sich in Basel . mit Windeseile die Meldung, daß Lohrniann an den Folgen der erlittenen Verletzungen gestorben sei. Wer der Urheber dieses Gerüchtes war, konnte nicht lestgestellt werden, und wo das Raunen und Geflüster ihren Ausgangspunkt genommen haben, weiß heute nie-/ mand. Tatsache ist, daß zur Zeit, wo die Schweizer Presse den Füriher mit Kot bewarf, auf den Straßen Baselsdie Wachricht vom Tode Lohrmaons weitergegeben wurde. Die alte Tatsache, daß Extreme einander berühren, fand wieder seine Bestätigung. Sowohl die Schweizer Presse als auch die Verbreiter der eingangs erwähnten Nachricht hatten unrecht. Lohrmann hat nicht posiert, als er das Spielfeld verließ, er ist aber auch nicht gestorben. Er erlitt durch das mehr als scharfe Spiel einzelner gegnerischer Stürmer eine recht schmerzhafte Verletzung, die aber zum Glück weder seiner Gesundheit noch seinen geraden; Gliedern Schaden .zugefügt hat. Mit dem toten Tormann ist es Gott sei'Dank also wieder einmal nichts. La grande Nation. Gleichheit, Freiheit und Brüderlichkeit waren zur Zeit der Revolution in Frankreich die Schlagworte, die die meisten Bürger im Munde führten. An ihre Stelle sind nun die Schlagworte Chauvinismus, Fanatismus und Egoismus getreten. So wie in der Politik herrscht Im Sport die Unduldsamkeit der Franzosen. Selbst wenn man zugeben wi'l, daß die Deutschen zur Zeit des Krieges sich verschieden*} Vergehe« buben zoyJtmdi'n kommen jLLLvit, xo findet maH tT«nf**ch. <Iä!> DION swwrriiraren ges. m. b. «. OHItlnhjabes’i ARTUR SAAR) S379 Eigene5 VJarkstatißn: Wien,Wohlmuthstraße 19—21 HaupWderlsge: Wien, II., Franzensbrückenstraße 24 Telephon 47-3-12 Ensror En detail Export Beste fetafeaarsquiail« für Wieder Verkäufer! si Beste föBnf&aefsqutelg« für Wieder Verkäufer! a a b Baase asaevisni-s ans« aeaiaaiBaaanaBa an aa b ji iRinniiiB a',1 va a n a a a a a n a a a an n a an rioirbo j Jüdischer Turnverein „Makkabi X“; s Nach dem Wettspiel J mit anschließendem Tanz in den Sophiensälen Beginn %8 Uhr Saaleröffnüng tjJ Uhr K^r^b^Ien^'^ÄreitJen und tra Sekretariat der Hakoah sowie an der Abendkasse. Pause arbeitet der W. A. F. mit Macht auf den Ausgleich hin, schnürt den Gegner immer mehr ein, Horejs tauscht mit Jang Platz, Halves und Backs den Roten dringen wiederholt bis in die Angriffsreihe vor, aber als Ist vergebens* da die- Zusammendrängung aller Gegner jede Schußbahn versperrt, Die" Meisterschaff. II. Klasse. Heute stellt sich dem führenden W. A. C. im S. C. Gersthof ein schwerer Gegner entgegen. Das letzte Treffen brachte der Pratermannschaft wohl einen gewaltigen Sieg von. 8/0 Toren.; Den Erfolg wird sie kaum, wiederholen können, da das Spiel' auf' dem Gersthofer-Platze vor sich geht.'Die Hausherren hatten iii der letzten Zeit mehrere überraschende Mißerfolge; gehäbt, die in erster Linie auf: eine, kleine innere Krise zurückzwführdn waren. Nun , ist Kalten«- hrunnßr,, der frühere .internationale Tormann von Rapid, wieder nach Gersthof zurückgekehrt und man erwartet allgemein, daß es diesem tüchtigen' Sportmahn bereits gelungen ist, seinen Schutzbefohlenen wiederden alten Siegeswillen beizubringen. Der W. A.-C. steht also morgen vor keiner leichten Aufgabe, wenn er beide Punkte nach Hause' bringen will. . ' - Der Sportklub Sloväa tritt auf dem eigenen Platze gegen , die Sportfreunde an. Der Sieg dürfte den Tschechen, kaum zu nehmen sein. Einetv interessanten Kampf wird es auf dein Straßenbahner-Platz zu" sehen geben, wo Donau-, städt und Germania um den Erfolg ringen werden. Rennweg empfängt die Simmeringer zu Gäste. Auf dem V.A.S.- Platze spielen S. S. V. und Bewegungsspieler,. Blue. Star und Red Star bringen schließlich ihr Treffen auf dem Neubauer-Platze zur Austragung. Eine vernichtende Kritik. BaaacaaBaaoajBBBs. gehen, der. Franzosen im Sport, zumindest gänzlich , unverständlich ist; Kehjet^e:i erscheint den ■ Mitgliedernder, „Großen Nation“ zu, dumm, um-nicht ge- I glaubt zu werden. Sämtliche .Sportvölker/rdie mehr können als die Franzosen, werden' von letzteren ’ besudelt,. Die i Deberfegenheit;, der andeien wird hie anerkannt und mit ■ einer Spitzfindigkeit, die bewundernswert ist,' werden Tat- ‘ Sachen so lange verdreht, bis die Franzosen sich wieder als Sieger erklären können. Mit d&r Selbstüberhebung der Franzosen werden sich «De anderen Völker zumindest in Vorher 3 EShr 15 Min.: der nächsten Zeit abfindeti müssen. Unerträglich erscheint aber allen normal denkendenMenschen die tendenziöse Aufmachung und Ummocfelung von Nachrichten. So tischten die französischen .Sportblätter ihren willig aufnehmenden Lesern die Miföteihing vor, daß beim Empfang der-Schweizer Fußballer auf dem Römerberg in Frankfurt die Franzosen beschimpft und gedemütigt wurden. Man ließ den Bürgermeister blutrünstige Reden halten, obwohl er gerade zu dieser?eit im Bette gelegen ist. So suchen die Angehörigendef „Gqoßen Nätidn“ ihr Material zusammen, utn Chauvinismus^ Fanatismus und Egoismus nicht aus6terben zu: lassen. Die Franzosen werden es so weit bringen, daß jeder wahre Sportfreund mit Abscheu sich von ihnen abwenden wird. Fritz B a a r. , Fußball. Wiener Sportklub in Prag siegreich. Prag, 8. April (Tel. der »Wiener Morgenzeitung“.) In dem am Stavia-Platze abgebaltenen Wettspiel schlug der Wiener Sportklub die Unlon-Zizkov 2:1 (Halbzeit I : 1). Vienna—W. A. F. 1:0 (110>- W. A. F.-Platz. 50Q0 Zuschauer. , Schiedsrichter Hagler. V renn a: Pendl; Tobias, Rainer; Tremml, Chrenka, Weber; Kuzel, Heinlein,.Oppoteer, Bulla, Eckl. W. A. F.: Jancsik; Schnfedt, Gold; Heinz, Achatzy, Fiala; Klein, |any I, Pappstein, Fischera, Horejs. - Das bereis .üblich gewordene Samstag-Wettspiel brachte dem W. A. F. eine dem Spielverlauf .nach keineswegs verdiente Niederlage. Der Vienna gelang es einmal, den Spieß umzukehren und die .bisher, so oft, trotz Ueberlegeuheit im Felde, geschlagcwe Mannschaft vermochte diesmal einem ununterbrochen belagernden Gegner einen . knappen Sieg abziitrotzen. Die Unterlegenen erwiesen sich wohl als die weit ausdauerndere Mannschaft, sie drängten die Döblinger während der letzten halben. Stunde fast gänzlich in den Strafraum zurück, aber gerade d esc verfehlte Taktik verhinderte jeden zählbaren Erfolg. Beide Mannschaften traten mit Ersatz an, bbi Vienna fehlten Bl 'u m und F r'i t h u m, bei den Hütteldorfern mußten K a f k.a u"d A m e s b e t g e f ersetzt werden; beiderseits lag aber doch der Schwerpunkt im Hintertreffen, speziell die Deckungsreihenarbeitetenausgezeichnet. Weber, Trenunl und Tobias einerseits, Gold und H e i n z auf der Gegenseite verdienen ein Speziallob, .C(hre;n.ka fiel dagegen .etwas ab. Die Stürmer der Blau-Gelben vergaben diesmal nicht allzu viel Chancen. E c k 1 erwies sich trotz seines egoistischen Spiels als def gefährlichste Mann. Belm W. A. F. war Fischera etwas indisponiert, wodurch der ganze Angriff den Zusammenhang verlor. Der alte Internationale war aber neben P a p p st ein doch noch immer der Beste. Ja n y enttäuschte, Horejs ist kein Stürmer. Schiedsrichter Hagler pfiff vielzuviel und beging .überdies den Fehler, die durch einzelne Vienna-Spieler ziemlich auffällig vertrödelte Zeit nicht einzurechnen. Das Spiel beginnt mit heftigen wechselnden Angriffen, die hauptsächlich ven den beiderseitigen linken Flügeln vorgetragen werden. Infolge der guten Abwehrarbelt der Backs kommen aber die Torleute nur selten ins Gefecht. Langsam macht sich eine leichte Ueberlegenheif''' der Döblinger geltend, die nach einem Corner durch B u 11 a das einzige Tor d*.,rJ Ta^rs erywJer? (VX MPmrte). Nnni-) drrr Die Tschechea in französischer Beletichtnng. . Nachdem verlorenen Städtespie! gegen Prag,.vcf einigen Wochen hört man in Frankreich dicht auf,-die Spieltyeise der Prager einer mehr oder s weniger scharfen Kritik, zu unterziehen. „Sporting“, e nes der besten Pariser Fächbfätter, gibt folgende Meinung e»nes alten französischem Ihterhatibnalen der .Oeffentlichkeit preis: „Diel Tschechen sind stürmische Leute, die ihre Gefühle geschickt in Taten zu verwandeln verstehen.. Wenn sie .sich über einen Gegner zu beklagen haben, versuche«/ sie,“ihir außer Gefecht zu setzen.; wenn sie Hich über de« ScmeQsricffter zu-beklagen haben, wenden sie sich drohend an ihn; wenn es die Zuschauer sind, die ihnen nicht behagen, zeigen sie auch ihnen gegenüber Feindseligkeit und /Mißachtung. Meiner Meinung nach war es ein sehr glück- - v lieber 'Umstand, daß das Spielfeld beim letzten Spiel sehr - weit von den Zuschauern entfernt war. Das ist einer der wcmigeii Vorteile des Pershing Stadions! : >'. Ich bin davon überzeugt, daß die meisten Spieler der Prager. Elf schlecht sind. Sie haben sich wie .röhe Professionals-benommen. Vergessen-wir5 doch picht,: daß wir in i der; Tat seit dem Finale der hiterallierten Spiele im Jahrs 1919 mit den Tschechen in ziemlich kühler Verbindung Ständen.... Schlechter Eindruck, der Präger Repräseu|ätibnsmanüschaft5'in- Paris, klägliches^Benehmen? der Tseliechen;;Äei: den; Olympischen Spielen ist Antwerpen, wo sie 20 MnutW nach/Beginn, das, Spielfeld, .verließen, ärgerniserregeudes» Benehmen der Tschechen am vergangenen Sonntag bein^; Sptlel gegen Paris; das ist'zu viel! Lassen wir die-TschechW ihren; weg gehen. Man wird sagen: Gewisse Franzosen1 standen: ihren' Gegnern ■ nicht nach. Sie hatten unrecht.' Aber wer ist so tugendsam,; unsere;, Leyte v VPtt'. r.20;bis; 25 Jahren zu tadeln, wenn siej auf eine Wange geschlagen, nicht auch noch die andere hiuhälteu? / Die: Pariser Liga/ist verantwortlich. Sie hat sich geweigert,; das alljährliche Repräsentativraatch Paris—Nord« frankreich, das. — wenn ich mich so ausdrückeu darf — von öffentlicher. Notwendigkeit ist, wieder .auszutragen. $ie sollte .in^Zukunft die Prager lieber hi-ihrer Heimatstadt lassen : ist. sie durch den obligaten Gegenbesuch nun leider schon verpflichtet, ihnen einen Kampf zu gewähren: Ich kann mir ein Rückspiel in Prag ohne Zwischenfälle nieht vorstellen. r ' ‘ Das Unrecht der Tschechen ist noch umso größer, wenn; man bedenkt, daß sie schon vom den ersten Minuten an den Sieg in Händen hatten und daher bei Anwendung von Brutalität alles zu gewinnen und nichts zu verlieren Hätten/Unseren Spieiern in Kopfspiel, Päßkunst, individueller Technik und Taktik des Zusamnienspjels überlegen,’hättetl die Tschechen mehr als zwei Tyre erzielen können. Aber wenn sie auch alle Qualitäten des. Professionalspiels von jenseits des Kanals haben, verfallen sie doch in verschiedene Fehler : Langsamkeit; Zeitgewinn nsw. Nur janda, der . es. .verstand, sich seines Gewichts und seiner Kraft ,'zn bedienen, war außerordentlich durchbruchsfreudig und'sehr, oft sehr bedrohend.“ __ - Jüdischer Sportverband. Montag den 10. d. M. findet umUhr abends eine wichtige vorstandssitzuhg,iiu' Gaf'e AtläShof (1., Wiesingerstraße 11) statt. Die Vertreter allef: Vereine haben zuverlässig zu erscheinen.; Josko Lederer; der ausgezeichnete Leichtathlet der Hakoah, vermählt sich heute um %4 Uhr im Neudegger- Tempel mit Fräulein Elly Strauß. «- Turnen. Pas Schauturnen des Makkabi X- . Das , Schauturnen des jüdischen Turnvereines Makkabi X, das heute abends 8 Uhr in den .Sophiepsälen stattfindet, verspricht einen Überaus glänzenden Ve.rläuf zu; nehmen. Nicht nur die Turner und Sportler—.was' ja selbstverständlich ist — sondern die ganze jüdische Öeffent- * lichkeit sieht diesem Turnfest mit größtem InteresSb entgegen: dWährend in-den.früheren Jahrenjeder Turnverein , jedes Jahr ein Schauturnen veranstaltete, die Jude'nheit ' Wiens also verhältnismäßig oft Gelegenheit hatte, sich übel den Stand und die Fortschritte des jüdischen Turnens zu unterrichten, ist Heuer. .Makkabi X der einzige. Verein Wiens,/der das finanzielle Risiko eines großäugelegteu Schauturnens in den Sophiensälen auf sich nimmt. Die Turnerinnen und Turner, dieses Vereines werden also ge- «wissermäßeruals Repräsentanten der jüdischen Turnerschaft vor der Wiener jüdischen OeffehtHchkeit auf treten. ' Im vollsten Bewußtsein dieser großen ’ und verantwortungsvollen Aufgabe hat sich die Turnleitung des Makkabi X bemüht, das Programm des Abends möglichst abwechslungsvoll und reichhaltig zu geslall,en. Das Fest wird duröh einen allgemeinen Aufmarsch sämtlicher Teilnehmer imponierend und machtvoll eingcleifet werden. Wer je Gelegenheit hatte, einem solchen Aufmarsch bcizuwohu'.-n, vlrd daß niemand 914269287086442407^^ 0

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