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Wiener Morgenzeitung · 1922-04-09 · Heft 1147 (9.4.1922) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1147 (9.4.1922)
Date
1922-04-09
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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Seite 4 Wien, Sonntag _ fiTIKNEK MPRETEiregiTu nur Preßfreiheit! , in der letzten Satzung die® ostenreicbiisidBefii' 'N'äticunalrajtes ist die Preß fr e i Ih #it Gesebz ge-1 iwcrden. Leider stellt 2(ber die ihliemit den Zeitumgen | g-aramtieirte M e i <n oi n g s f r e i h e i t in einem bt- ttiiiblikihein Mißverhältnis au der ihnen zu Gdbotc i istehendan »g e p r äg t en Willens f r e iIh eH«, I wie. Dostojewski eintm-ail — dias Geld gemannt | tot . . . Uebesr diese. Ketoseite dar Medlaiilfle . wurde > (bei dieser Getogenheitt im ‘österreidhisohen Paria-! rnenit natürlioh auch gesfprochan, ufivd es .ist ein! äußerst beaeiahn'aader Zufalll, diaß am seih eh Tage j das gleiche Thema amdh den deutschen Raiidhistag beschäftigte. In Wien wie in Bertin hat die! idesoliate wlmbsdraftlkbe Lage der Zeitungen zu ■ 'Aiarmrufen an diie' Regianiungen geführt, mn/d hier; hvie dort haben diie •verantwcrtlidbe-n Lei'tar des t Sbaeitos dde Presse ailis 'nationales K-uilitiuirguifc urud als : iwentveilietn pciiitiscflien Besitz äneukiantot, dessen Ver- 1 tost das Vcllk unter fremde geistige. Hörigkeit 1 (brächte. Markts, Joden! , Was für, das dteuitisehe iVolte gilt, hat aoeh viel mehr auif das jüdfitsdhe Bezug. 'Wenn -wir heute die Würdelosigkeit das Aistskni- •ianitenitoims beklagen.— was tot sie gezüchtet, wenn niclht die jaliTZehntetoinge Gefolgschaft einer Presse, aie dem Judentum fremd oderemt fremdiet gegenübersieht und trotzdem aaif uin-zählige Juden — ■und nur auf solche ■— die suggestive Gewalt autori- .tativer ■ Weistortegpeoder genießt? Was haben die 'illiberalen, demojkrato'Cfen und sozisilistisdhan Blätter ■für das Jitederitum übrig? Mag.diese Blätter sonst -rsoch so viel trenyman, das Judennpröblam eint sie — lim der AangstMchk eit, ihm aiuszuwekhen. Umd diodh äst diese Drückebergerei gerade heutzutage ganz iumzeitgemäß, dia einerseits eine piaohbige anitisenii- .tisdhe Welke, die dien ganzen Erdkreis ü'beirfliutet, anderer sei ts die englische Konzedierung Palästinas als jüdiisabe Heimatssätte die: Lösung dar. Jondenifrage iunaiifischiiebbar ■ er*sdhetoen läßt. Der Amfciseimiilti'gm.l.s Iwird von der Preßfrk'heit dien größtem Nuitzen sziehen, da er sich schon bisher über' die tm-gesefhrie-? Ibenen Gesetze des guten Gesdianiacks «untd der Sittlichkeit hin weggesetzt hat und nun anidh das geischrieben« Gesetz di« ^letzten Hemimiutngen für den iSaiuherdiebitcxn der Antisemitenblätteir besaiitigit. hat. Und nun fragen, wir eudh, noch nicht zur kbödhtseHgen W ürde losigto iit herabgesunkene'n [Juden, vor allem euch, die natöonakn Traditionen unseres Volkstums bcxihhsßitenden Zionisten, ob ihr fdne Mar Dämme ledig gewordene antisemitische Sdwmrtzr.nl vielleicht wehrlos über such toerekiibrechen lassen wollt! Fis gibt 4i/u£r• mehr 'einen , Damm, an dem sie sich btnedhien kann, dias ist eure (Würde. Aiuch diese ist durch dlais neue Preßgesetz iwdhrhäft geword'en' — w-ertn iihr ouir% wollt, . Die jüdssche Ehre kann uüir von einem aufrecht , jüddisohsn Organ verteidigt, ' die; jüdischem Itmberessen jausr von einem selbstbewußten Jud'en'bla'Jt, äas mit 'offenem Visier abs solches und n u r als spfldhos den . Karampf führt, gewahrt werden. - Darum» Ziomosten, totdouialibcwußte Juden, steht zu eurem ParteÜblriet .tsnd sorgt -rechtzeitig dafür,• diaß aeime Kifäfte'nicht '«rSahrnen. . . ' ' - " ' - - ■ Neumeldung der Wohiuingsuchenden, * Wie bereits mitgeteilt wurde, erfolgt gegenwärtig eine neuerliche UeberprSfung des derzeitigen Wohnbedarfes ijener Wohnungsucrienden, die als bevorzugt, in die Grupps 1 eingereiht sind und denen bisher eine Wohnung nicht zugewiesen wurde. Voraussetzung für diese Ueberprüfung ist eine n euerliche Meldung, die unter Vorweisung sämtlicher in Betracht kommenden Dokumente und der vom Wohnungsamt ausgestellten Bescheinigung über die Einreihung in die Gruppe 1 bei den Konskriptionsiwo sm Sassioom Sdha/tzm eisterr des Pasdba wsir. Selm lEtnfiuß hat den Haß der HöfHng« geweckt, demen cs scnließHch geliang, ihn diuirdh Verlieumdumgen. in Unigmade zu bringen, so daß.er .gezwungen war,, otaah Itudiien zu flüchten. Sein Sofhn. David, der eigentliche Begruruder des indischen Zweiges der IFamiHe Sasfoon, wurde im. Jahre 1792 geboren; er* öffnete 1852 in Bombäv.dn Bamikhiaus, dsis noch heute unter dom Namen »David Sassocmanid Comip.« ‘besteht. David Sassoon - war. ein Philiam- »tihtrop in großzügigem Maßsteub. Sän^üfidfic Mdib sehen *uni1 nichtjüdiischen WdkMsit'irtsarusttailtem in iBdmibay unid anderen Städken w-urdem mit dem Oelde Sassnoms errichtet oder zonrnimdest deren Erhaltung gesichert. Bekannt ist, daß David Satascom außer dfiesen Zmiwendiumgen noch jährlich'. ..ein Ze/hmtel seines ReangewimTes für -dauernde Widmungen verwendet Diese TrtdMicta des Hjaiuses' iSassoom hat sich bk auf den heutigen Tag. fertgopf!iam-zt._ Die Kinder David Sossooms. erhiieltem von -der englit>c:ben Regierung die Btsir-onie, umd diie üngliischen RothPcihildis und andere hervorragende güdisdhe Famihen haben -sich mit den Sassoons verschwägert. Außer den Boigdadier. Juden befänden «Schl in iBambar'; and h einigen anderen größeren Städten Jndiemis zahlreiche jemenitische Juden, die. im Werlaufe der Jahre infolge der wiederholten Ver> folgungen., die sie im Jemen zu erleiden hatten, «nach Iminen auswänderten. Die jbrnemitisdhen Judsn schlossen sich ahmähhich den aus. Bagdad äbammendsen Juden an, mit denen sie auch diie Gemeinsam-- koit der meisten ihrer religiösen Sitten und .Riten /verband. Iw allgemeinen kann gesagt werden, daß die Lage der Juden in Indien ohm-e Uutersdhfied der Farbe und ihrer Herkunft recht gut ist. Sie genießen dieselben Rechte wie diie eingeborene Bevölkerung mit welcher sie in' bestem Einrviennielhimen Wd m. wahrer Ftieumdbschaßti leiben. amtsabteilungen der magistratischen Bezirksämter zu erstatten ist Zuständig Ist das Bezirksamt des gegenwärtigen Wohnbezirkes. Der die Bescheinigung über die Einreihung in die Gruppe I nicht mehr besitzt,' kann sich * eine Abschrift im Wohnungsnachweis, L, Bartensteingasse 7, 1. Stock, täglich von .8 bis 2^Uhr beschaffen; Die erwähnten Meldungen werden in .der Reihenfolge der Nummern^der ersten Anmeldung entgegengenommen; Die Verteilung auf die Tage v 0. m 10. bis 22. A p r i 1 ist aus der. ih allen magistratischen Bezirksämtern angeschlagenen Kundmachung ersichtlich. Die Amtsstunden für diese Neumeldungen sind an diesen Tagen von 8 bis 2 Uhr und von 3 bis 6 Uhr »festgesetzt. > Die Kö^promlttierten. Die Bodenständigen versichern es mit Seufzen und bedeutsamem Kopfnicken immer wiedert Diese. Ostjuden bereiten'nür Verlegenheiten. Man ist ja wahrhaftig kein Antisemit, da man sich das, Gott sei’sf geklagt, doch nicht leisten kann, aber das Vorgehen der Ostjuden, ihr ganzes Auftreten, es ist peinlich, es ist einfach taktlos. Die eleganten Damen, die . englisch stilisierten Herren kommen aus dem Kopf schütteln gar nicht heraus. Sie sind: ja „schließlich* auch Juden — aber muß das denn-die ganze Welt wissen? Nur diese Ostjuden machen, nicht den leisesten Versuch, dife unliebsame Tatsache, zu mildern, zu verschleiern, nur, sie sind so unbefangen, so plump— offenkundig Juden, nur sie können, womöglich Hebräisch, halten jüdische . Bräuche, sprechen Volksgenossen ganz harmlos als solche an — nein, sie kompromittiere^ uns, sie kompromittieren uns! v Es sei vorweg zugegeben, daß sehr viele Ostjuden Gewohnheiten und, Merkmale, an sich haben, die ins beben einer Großstadt, sehr schlecht passen, und daß es ihnen an der Geschmeidigkeit und kulturellen Reife fehlt,' sich dem neuen Milieu einzufügen. Das sind zum größten Teil Elendskennzeichen,. die als spicke gewertet und berücksichtigt werden müssen. Das Elend hat die Juden . Galizienp in Schmutz und Unbildung gedrängt, dis' Verzweiflung der Not hat ihre Urteilskraft gelähmt, ihren - Horizont verengt, ihre Gedanken in dem einen Brennpunkt gesammelt;i verdien ert,’ damit; w^t nicht Hungers sterben. ' Es Ist 'dös Elend von Jahrhunderten, das . hier zu uns spricht, ein Elend, von* dessen Größe und Intensität wir uns zumeist gar keine Vorstellung machen können. Gewiß, auch in Wien gibt es Not und Jammer, auch In Wien sind die Juden nicht just auf Rosen gebettet Aber wer in Wien aufgewachsen ist, der hat auch von Kindheit auf gelernt, den Kopf hoch zu halten. Wi$ gehen unseren geraden Weg, weil wir die Schrecknisse des Ghettos nicht kennen; weil wir offenen Hohn und Spott, Drohung und .Gefahr, weil wir die atemraubende Angst vor dem Pogrom nie erfahren haben. Wir Wiener haben alle eine Kindheit gehabt und wäre 'sie noch sehr 1 von Not und Sorge bedrängt gewesen, eine Zeit,’in’ der wir spielen und lernen durften. Aber män frage doch einmal einen Mann aus den russisch-polnischen Judenstä£tcheu nach seiner Kindheit, Mit zehn Jahren hat er angefangen, den Vater auf seinen Geschäftswegen zu begleiten,:’mit rzehn Jahren hat er die. Röhrenstiefel angdzögen/und ' den Pack auf den Rücken genommen und ist endlose Siraßen entlanggewandert, durch Schriee und Wind und Sontienglut, und wenn; auf diesen Wegen-zufällig einmal ein paar Juden von Räubern erschlagen wurden, däftn hieß es im Städtchen liebevoll: Es sind ja keine Menschen umgekommen, nur Juden, Aber schließlich sind es ja gar nicht die tiefgehenden Charaklerunterschiede, die deri Ostjüden von ihren- Wiener Brüdern und — nicht zu vergessen! 7- Schwestern ,, so übel vermerkt, werden. Was am peinlichsten empfunden wird, sind Aeußeriiehkeiten, kleine, dumme Nachlässigkeiten, über die man anderwärts gar nicht sprechen würde, die aber in Wien den Charakter von Staatsverbrechen annehmen. Das ist vor allem die Sprache, die Entrüstung erregt Nun muß zugegeben werden: Jüdisch klingt für den, der es nicht versteht, durchaus nicht angenehm. Aber schmeichelt sich etwa die oberbayrische oder die „stoansteirische“ Mundart besonders ins Ohr, poltert der Tiroler Dialekt oder das »Schlasisch* so anmutig daher? Und dennoch, würde sich jedermann lächerlich'machen, der; damit eine Abneigung gegen die Träger dieser Mundarten begründen wollte. Auch die Judentractit ist vielleicht nicht gefällig — aber es gibt sicherlich auch Menschen, die die meterlangen „Spielhahnfedern* am Hut, die grünen Hosenträger, nicht sonderlich geschmackvoll finden und deri Welser Hauben nicht ohneweiters das Prädikat „ent-; zückend" beilegen. Und das tun die Wiener: Jüdinnen ausnahmslos. Wenn man nämlich die Sache recht betrachtet, vlird man finden, daß wir im Grunde genommen den Ostjüden vom gesellschaftlichen Standpunkt ebenso ' unangenehm werden wie sie uns; Daß die^ Wiener Damen nicht Hebräisch verstehen; ist ihnen weiter picht übelzunehmen, sie habet» die Sprache eben ganz einfach nie gelernt. Daß aber die allermeisten besonderen Wert darauf legen, zu bekunden, wie ihnen auch nicht ein Wörtphen bekanntist, daßsiesichzu Ausdrücken nicht bekennen, die sogar ins Wiener Alltagsdeutsch eingegangen sind und von „Ariern“ unbedenklich verwendet werden, das ist zwar lächerlich, aber doch nicht zum Lachen. Das einzige Bestreben dieser Gattung von Juden ist, sich so unjüdisch als möglich zu betragen. Der „Bodenständige“, der das Deutsch , der. Gebildeten spricht, pemüht sich redlich und rechtschaffen, ein echtes „Weanarisch“ herauszubekommen, er kann sich gar nicht genug grinzingerisch, pöfzleinsdorferisch oder überhaupt „ang’stammt“ betragen, wenn auch seine Wiege ganz bescheidentlich.. in der.LeopoIdstacrt gestanden hat. Die Zimmerwände werden mit mehr oder weniger Sixtinischen Madonnen, ausgehungerten psfärafaelitischen Heiligen und Christus-Köpfen von Dlirer tapeziert, die Kinder bekommen richtige deutsche Namen von Siegfried und Ingrid aufwärts und den kleinen iudenmädchen bindet inan Amulette mit einem Rafael- Engelchen wm — vielleicht faßt es doch jemand als christliches Symbol auf. Alle katholischen Festtage werden eifrig mitgefeferL vom pädagogischen Gellt besessene Eltern, prff Bsrgzr rrg*. die es verstehen, das Angenehme mit dem Nützlichen zu veri binden, haben das „Judenkindel“ erdacht, das natürlich def schönsten und stolzesten Christbaum beschert Von jü dischem Brauch, jüdischer Kunst, jüdischer Kultur woilq diese Allerweltsjuden durchaus nichts wissen, ihr Trat« ist, einmal für Christlichsoziale oder Heilobrüder gehaltel zu werden, ihr Ehrgeiz, „echt christlich“ auszusehen. Uni Wenn der kluge Ostjude sieht, wie die Christen diese! Treiben heimlich bespötteln, wenn er den Hohn sieht, de! die Lippen'kräuselt, die Verachtung hört, die aus den an! zügilchen Reden klingt, mag er da nicht die Regung veri spüren, abzürücken? - ' ■ ' : Klara Mautner. . * Sederabend. Die zionistische Sektion für die west liehen Bezirke veranstaltet Donnerstag den 13. d. M. .‘/aß Uhr .abends, einen Sederabend im Restaurant Reisz Mariahiiferstraße 124. Anmeldungen bis Mittwoch vormittags dortselbst oder unter Tel.-Nr. 39-2-69; 31-1-39. . «Zionistisches Landeskomitee. Morgen, 6 Uhij politische JKommission, 7 Uhr, ordentliche Sitzung del Landeskomitees. * Jubiläum des Arbeiterführers Greulich. Aul B e r n wird gemeldet:. Die schweizerische Sozialdemoj kratie und die Gewerkschaften feiern morgen den 80. Gej burtstag des Arbeitersekretärs GrenNe h. Greulich wurd< am 9. April 1842 in Breslau geboren. Nach längeren Wandei rangen durch Deutschland und Oesterreich kam er 1867 naco Zürich, wo er mit den hervorragendsten Führern der sozial] demokratischen Internationale in Fühlung trat, 1887 wurdj er zum schweizerischen Arbeitersekretär ernannt, 190! wurde er in den Nationairat gewählt. * Warnung. Ein gewis-ser Wolf Temlcin, dej auch unter dem Namen Lejzerowicz oder Michael Sliwka auftritt, sowie ein gewisser Boris Eliasberg ad Riga, haben in einer Reihe vo-n Städten1 unter der Vor! - „Spiegelung ’ Palästina-Fahrer zu sein, bei jüdisohd - Fürsorgeorganisationen nahmhäfte . Geldbeträge e| hoben und, sich auch sonst strafbare Handlungen zu schulden kommen .lassen. Wir warnen hiem-it dringen« vor diesen Leuten. PalästinarAmt, Wien, I., Bauern^ mankit 24. *. „Einheit“, Wien, IL, Malzgasse 12. Auch heuer wir! sowohl in den allgemeinen Speisehallen als auch In dej Mittelstandsabteilung täglich mittags und abends eint Peßach-Ausspeisung durchgeführt An beiden Seder-Abende» wird an jedem Tische der Speisesäle Seder gegeben. Dal Essen an den Seder-Abenden kostet K 400. ln der allgemeinen Ausspeisung kostet eine komplette Mahlzeit, bei Stehend aus Suppe, Fleisch, Kartoffeln und Mehlspeise K 350, Suppe, Kartoffeln, Mehlspeise K 200, Suppe, Kartoffehj K 100. In der Mitfelstandsabteilung Mittagsabonnement füt acht Tage K 2400 (Suppe, Kartoffeln, Mehlspeise und ai! fünf Tagen auch Fleisch). Nachtmahl (Suppe, Kartoffeln uns Fleisch) K 250. . * Begräbnisse am heutigen Tage. Al ter Fried] h o f: 9 Uhr 45 Min. Cornelius Martha. 10 Uhi 30 Min. Ko h n Eduard.. 11 Uhr 15 Min. Pragej Alfred. — Neufer Friedhof:9 Uhr K o h n Rosaliai 9 Uhr 30 Min. Fröhlich Ignaz. 10 Uhr Hahl Friedrich. 10 Uhr 30 Min. Berger Bernhard. * Für Kleingärtner. £>ie städtische Kleingarten! stelle gibt Montag von 3 bis 5 Uhr im Reservegartetri XII., -. Eibesbrunngasse, hochstämmige A'pfelbäutnej Ebereschen, Misipcls Ribiselscräucher, Linguster, Spargel! pflanzen zu billigen Preisen ab. 1; f Erhöhung und Einzahlung der Fürsorgeabgabti!m Lande Niederösterreich. Die derzeit in Nieder^ Österreich zur Einhebung gelangende zweiprozentig^ Fürsorgea'bgabe wurde durch ein jüngst -vom niederj Österreichi'schen Landtag beschlossenes Gesetz auf viel . Prozent erhöht. Das Gesetz tritt mit der am 16. April d. J. beginnenden Lohnwoche in Wirksamkeit. Die Einzahlung der Abgabe hat in Gemeinden mit eigenen! Statut- und in Gemeinden mit mehr als 5000 Einwohner»! bei den Gemeinden, in allen übrigen Gemeinden beirr! zuständigen Bezirksarmenrat zu erfolgen. * Lebende Dekorationen bei Gerngroß. Montag beginnt bei Gerngroß die grcfße Frühling swocho in welcher eine ganze Reihe eben eingeengter Frühjahrsl Neuheiten und außerordentliche Okkasionen preiswert zurt Verkauf gelangen. — Die originelle Innendekoration mil lebenden Dekorationsstücken wird voraussichtlich beinj Publikum noch mehr Anklang finden, als die berühmte Weiße Woche. — Lesen Sie die große Ankündigung am Seite? des Blattes. ' * * Osterverkehr auf der Westbahn. Die Bundes« bafmverwältung hat für den Osterverkehr auf der West} bahn durch Verstärkung und fallweise Teilung der D- und Schnellzüge während der Osterwoche soweit als möglich vorgesorgt. Wegen der beschränkten Raumverhältnisse eN sucht die Bflndesbahnverwaltung, Fahrkarten womöglich im Vorverkauf bei der Zweigstelle des Oesterrefchlschen Ver« kehrsbureaus im Hofställgebäude zu lösen. Am Westbahnj Hofe werden vor Abgang der Züge nur die Restkartei verkauft. ' * Die.neuen Paßvorschriften. Zu -dien seit^NeujaW leitenden Paßvorschriften sind nunmehr Ergänzung«! „ tind dnze’ne Abändeungen gekommen. Die alten Reisepässe verliefen unter allen Umständen Ende,Jum ihre Gültigkeit, können aber bis dabin für eine einmalig kurzfristige Auslandsreise noch verwendet werden. Abi gelaufene Pässe oder neue, die ausgeschrieben slnd< dürfen eicht verlängert werden. Das Einheitenvon Blättern ist unter allen Umständen verboten. Die Aus* fertigringsgebühv beträgt K 200, mit Nebengebühren (Paßarivvelsung, Paßformular, Stempel usw.) ungefahl K 300. Bei Fätriilien.pässen ist in Abänderung der bis-* Hferigen Vorschriften die Neuerung - getroffen worden« daß die Familienmitglieder, wenn der Paß^vön den aus4 wärtigen- Vertretü-ngsbehörden für mehrmalige Reisei» vidiert ist,auch einzeln über die grenze kommen können« Die. für wiederholte Reisen geltenden. Einreises:chtveri merke berechtigen den .Inhaber des Passes, über eino , beliebige Grerizstelle nach Oesterreich * zu kommen, gleichviel von welcher österreichischen Vertretung«-' behörde im Auslande das Daucrvistun erteilt wurde. Das Durchreisevisum für einmalige oder mehmalige Reisen berechtigt lediglich zur Durchreise im Bundesgebiet Picht aber zum Aufenthalt. * Paßerleichterungen im Verkehre mit det Tschecho-Slöwakei. Auf t Grund des Grazer Paßübereinkommens haben die tschecho-slowakischen Paßstellen den Auftrag erhalten, für österreichische und italidnischa Staatsbürger die Päßvisa nach folgenden Modalitäten zu erteilen: Einreisevisum für ein Jahr 10 Göldfrancs, Einreisevisum hin und zurück 5 Goldfrancs, Durchreisevisum ztl ein- oder mehrmaliger Durchreise 1 Goldfranc. Mittellos® erhalten das Paßvisum unentgeltlich, auch Staats-, Landes^ und Gemelndeangestellte, gewerbliche Hilfsarbeiter nnv Hausgehilfen sowie alle jene, die sich aut Arbeitsuche hegeben, erhalten das Paßvisum ebenfalls unentgeltlich, , Diese Bestimmungen gelten auch für Frauen und Kindel

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