Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1145 (7.4.1922)
- Date
- 1922-04-07
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
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.Seife 8* Wie«, Freitag wimm m'Rommtvm Fortsetzung, Der Min. Von Leopold Kotnperi. V' Aus der Schilderung seines Vaters Iiatte Kobi nnr' cm gahz unbestimmtes Bild entnommen;* wenn .aber^der /Angriff rasch und kräftig geführt werden -sollte,1 so jänußte er alle. Schwächen^ und Starken de$iFeindes* [kennen, mußte wissen, ob man - ihn rechts- oder links, Sbci seinem Kopfe oder -beb Seinem* Herzen fassen sollte, * )a>Er wird doch nicht gar so ein Unmensch sein,«:geriet; jer, in sich selbst, »daß..man..ihm -von keiner Seite:*«-* Scann? Ich höris ja« immer, sagen,..;wie,v jeder Mensch i einen ,Zjpf. hat, daran man ihn halten und niederweisfen ) jkann. Sollte der ÜRandor nicht suQbVßo einen^/ftpf- - &aben? " ' - -; ' . i . - ' Man «sieht, Ko-bd -.wäre zu einem General’ nicht! gerade mupasse^fd .'-gewesen; er- -verstand sich ni^fitischlecht auf die Regeln der- Kriegskunst. Sobald er. üSt} Isich einig geworden, lag auch der ganze Han fertig' vor ihm. Kö'bi schloß närplich mit Recht, daß, je enH-r^ ittsr Kreis pm den RandarrHof..wurde, destogenauer' .jirtd zuverlässiger rmi fiten auch -die: Berichte' über rieh* gelben werden; je weiter aber, desto toller u.yd veA' wirrter. Er ließ daher , in der nächsten Gemeirfäe fhaltca und die »Gelegenheit«^ '.!ni ein Wirtshaus,. i kteclen; er selbst ging, zu- Fuß in die »Gasse«,''w^ : eiii oft gesehener Gast war. Er aber hielt Äch «W.t lilange auf, sija-nd wohl jedem Rede und Antwort, ^fj§r Vilcht au viel; er wußte, daß er hier in «nenr besonders ,bekannten Hanse die beste Auskunft erhalten werde. In dieses Haus trat er; Kohr hatte es besonders ajjjser sehen, wÄl es eins von jenen Häusern war, wom^n über «allesbelehrt, werden konnte: über einen/Sack' '«Wolle so gut, wie über -den guten oder schlechten .Ruf der Leute auf zehn Meilen ira Umkreis. Man schrie vor. Verwunderung auf, als man - thjfr. den man immer von der »Geschäftsikleidung«-;ße|; kannte, plötzlich so festtäglich, in so auÖerordentHchiln ufputz vor sich stehen sah. , Theater von heute »S’Gotts wilHcum’,« ertönte es * von allen Seiten, ien gewiß -heute etw^s vor-?«. 2>W.en»n ’ Sie nichts dagegen haben,« meinte Kobi; bescheiden, so. ich : Ja.« A A-A' '.rA^A'/A , »Sich ^doch also besonnen I.« hießes dann weiter -lin jenem Höhnisch-lustigen Tone,..deai mäii. bei. solchen « Gelegenheiten am.- liebsten anstimmt. >U»d .wo soll ^-,8!tz^.'den«v^'8eW?----'Dü>Lm,7 ma-nfs ---wissen?«' »WarÄm nicht,« meinte Kobi, Mä und, dia.c Er-nannte eine bemach ba*rt£ Gemeinde, hütete sicfiv! *abef wohl, Näniea oder Stand.'der Beschau zu nennen. , Daß er den"' Rastdärhof nicht nannte, läßt sich denken. - Die Leute; die zürn Glück nicht unbescheiden sein wollten, drängten nicht weiter und ‘begttügtfen sich * mit -dieser Auskunft.- . ' '; r.blathdem'Kobi;sicfi'-auft'diese; Weise den Rücken ' - gefsichert batte,'wüßte er durcih^ eine geschickte Drehung auf de® Randär' zu •kdmftien, ohne daß* eine lebende .; Seeje in der Stube auch nur leise geahnt hätte,, dahinter liege etvräs ' inehrv ‘ EtAKabe eitt ».Geschäft« mit« ihm vor, Eigentlich Eicht , er,% sondern' einanderer, in ’ dessen I§ämsn >e^ -es voÄbringen solle;'- sie. würdbh Taber ' Wisse«, wie ‘ ' sehr es V'.^ekten*' erleichtere; Ä wenn man söfort denjenigen/kernie*.Eit dem' man es zu Tun habe. EF ‘bitte sie daher, ihm mitzuteilen, was sie in dieser. 'Hinsicht'WüßtenjEen Dank sollten sie im voraus «dafür . nehmen. ‘ ' Lebei¥diger Gott' im Himmel! Was mußte KoM da für Dinge vernehmen! Er glaubte in ein Wespen-, riest gestoeUen, zu haben, J| wild und ungezügelt, pflogen- •ihm die üblen Nachreden]-um die Ohren. »Vor.^dem,« -hieß es, »solle'er sich in asht nshmen,-der sei imstande, wenn er bemerke, 'daß. man ihn’ um zwei Kreuzer ■Wertes ,überÜaltenJ woife; füchsWild. zu' werden' und einem Arni tihd ‘ Bein? ztz verschlagen.^. Es, sei ihm dann -? jeder gleich, ob"reich •'■amt,'ob Jud* oder Christ; wenn der';anfangeJ, solle einen Gott behüten!«' Zum abschreckenden- Beispiel’ wurden noch -einige wahrhaft , ©chaudervolle Geschichten zum besten gegeben, aus j denen allen die Lehre hervorging: Man sojje.sich mit t April 1022 JJr. 1145 Anlaog Burgtheater: Geschäft ist Geschäft 7 Staatsoper: Madame Butterfly 7 Volksöper: Götterdämmerung 7 DeutschesVotkstheater: Vivat academfo! 7 Wr.Kantinerspiete: Reigen 7 -7- Das-Fräulein aus gutem Hanse 10 Josef Städter Theater: Halbwelt 7 «eae Wiener BjUme: General Goldscheiä 7 Wr. Stadttheater: Mutter — Alter Bürger- . stolz — Die Lore — Andulfca - , 7 Renaissance-Bühne: Der Mann, der nicht „Nein® sagen kann 7 Raimund-Theater: Liebesgeschichten nnd Heiratssachen 7 Carl-Theater:-Die Bajadere */47 Theater an der Wi en: Der - letzte Walzer 7 johann-Str^anfi-Tfteater: Das Sonntagskind 7 Wiener Bürgertheater: DieScheiduhgsreise 7 Wr. Komödienhaus: Die fromme Helene, i 7 Lustspieltheater: Eisik Scheitel Vn8 Orth S. Näyersohn Wien, H.fTaborstr>24a (StraßenhoD BnterAufsItfitSr.EhrwSirdenL_t.4tofcvfc, „^(Sc'nlK- M»rr# Sabbiwr-S. f 5 rstTrly“ ~ »schal) Voreüglicie-Riiche --' bürgerliche Preise - Erstklassige Weine NOT W5;-: weiß,’ rot - anh Tokavei* ifl.verschiedenea QuaJi- . täten zu mäßigen Preisen. — Auf Wunseh auch ins ' Haus gesteilt. " . 76 ECHT PROFESSOR iÜEGER SEimkOllEHE TlUKOTWfiSCHE hi Sommer* «. Winter- QuaUtSt für!Uieoma*u.ü1chtlei(iende stets lagernd bei ftLBERT WßTZHER, \»1EH,L, Kohlm85$erg.8 ihmvin» nachts emtesen. Dem einem hatte er das Hatte verboten für immer, weil er ihn bei einem Sack Haber j\um. q-nen Kreuzer, übervorteilf, den anderen,, der zu seiiieiv^ 'Tochter auf die Beschatt gekommen,, .habe Ar / schimpflich/Zum Hause, hinausgejägt^ w^il er ^beim Ein^ tritt-.d'ie »Mesusah«: zu .küssenvergessen, auf. einen/ r dritten, hätte - er 'SOgar die Hunde hetzen.Tassen; weil er ‘bei-'Ticlf einen: Fehler im »BenseLeM'-WLroWgDm) begangen. Eines müsse man ihm aber doch uachsagen, . was’ Wahr sei:-. Wenp mäh den R-andar M'einer günstige-n -Zeit treffe und, ihn zu behandelm wisse, so - laSse;sic:h gäflz gut mit-, ihm auskpmm'en,"' dann ,sei er f.die;: 'güte!Stün^ selber, wie ein ganz gewöhnlicher Mensdh^ uyci »ließe sieh um.den Finger herümwiokeln«. ‘ '■ j I . : M : / , ■ « V-:■ :• .Kobi war mit, c^ifser Auskunft' nicht -unzufrieden; ,sfe war’ ihm reichlicher'geflossen,'.^als er;selbst gehpfffi. 'hatte'v'.Unter einem Voivw-apdspachte er steh los, dankte^’ 'aber'.vicht; so, daß irgendwie ein herzlicher Ton hätte . aufmerksam machen ■ können, daß man ihm eine große!V'erb1niöl5chkeJt bewiesen, und -empfabl sich' dannr Miifc der-^Gelegenheit« fuhr er« hierauf weiter, aber schon - im zvyeiten’Dorfe, durch das ier kam,. HeA er wieder halten«; MspWt jwohnte.- ein« amer »Bestaudmann«,! von dem .erpzuweilen im Vorbeigehen,:mehr aus- Mitleid'-als wirklichem Bedürfnis, mauclies kaufte. Der. ’Bestaridk mann ■.kam ‘ \veit. herum und Kbbi schlo.ß’mj'fc Recht» auch;' hier müsse er Bericht erhalten:• Die u-äimlche« ... Bewillkommnungen. dieselben- Ausrufe: der V.ertvun- •derüng, dieselben -Fragen, wohin die »Beschau;«-: sich richte, tönten ihm auch, hier entgegen. Kobir beantn '-woriete' sie ganz in;der nämlichen TVe!se, wie er dies kurz..vorher getan hatte; et-machte kein Hehl daraus,, d^ß er wirklich P etwas« vothabei und wußte auch .- hier, ••dpn. •Bestaudmanai, sp herumzufübren, daßdieser .ohne!, dieleiseste Ähn.iing, mk einem, Äfale- ,!rn Rahdarhof . stand und von, dem' zh 'reden' und" rtt schhü-rteh.' ainEg»' Äs'Wäre er eigens dafür bezahlt worden! ' .. . .^ (Fortsetzung folgt.), / (ülosHil) IL. tloslasiasse 12 TeI. 18-1-48 Rassische SteiaschwUzliatfer Geßfinet von Donnerstag bis Sonntag mittags Wannenbäder Geötfnet von Mittwoch bis Sonntag mittags Erstklassige Herrschaftsweine HDD Tü' mün .wn nnn. . ■ 6i,ÜBB^); ' ' 9502 Tisch-, Dessert-, Acsbrtich- und Süßwetn, rot und •weiß, wfe auch. Meth in großer Auswahl. Voa .1 Liter aufwärts ins Haus gestellt. Hesläurant »Wienea“ (fnhaber Benjamin Schreiber), II«, Qhape Donaustraße 9f (neben dem Dlanabad).. Peßaih-Kaffee-Zusatz laut Attest Sr,BirtfM0n das Iterta ObernbMiters Sivran Schreiber am bleu verläßlich koscher fit FriedeeocfvelHIl wieder zu heben bol Heinrich Franck Söhne, RtHttsmiHMfii KOSICE Diese Fabrik stobt fitindig unter. Kontrolle eines von Seiner Etuwürdcn eroaantem frommes jüdischen Aufsehers, so daß Ihre sämtliches Erzeugnisse verläßlich koscher sind und also von jedem GldubenssenoesenTohig gebraucht werden kbrioen «wd diese Unterschrift: Merkmal» dee fisdrthelf: diese Fabriksaarke M«»»»V«W»»MDM»»»W»»»UNF»»»Z,»,ZAVW,,U».tzU,,, £ : * m HOCHPRIMA WEINE iumi«mmBtttHintfttinii«entuitntmtnu«i!muiiiiHiniütnnH!!mtmuinHt«tlj|iuniii noB.bPTO :$!r rot und weiß, Deseertsfißwelue, kauft mau am besten bei der Firma NISTEL L KAWE, Weingroßhandlung g Wien, IL, Große Stadtgutgasse Nr. 36 s s P D Provenienz desWelnes :JakobHackor,Wft!Dgartenbee.V«slafl-aainfarn m r * : :'■>?» V MAIL STKAM PACKI RBHI6LICHE EDI. 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