Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1139 (1.4.1922)
- Date
- 1922-04-01
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
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Jette 4 _Wien, Samstag_WIENER MORGENZEITÜNO_1. April 192?_m. H39 Die Erkrankung des Exkaisers Karl Die Korrespondenz Herzog meldet: Gestern früh isf ln Wien ein direktes Telegramm aus Funchal eingetroffen, welches dort vorgestern um 4 Uhr 50 Minuten nachmittags aufgegeben wurde. Es lautet/ „Zustand noch immer gleich e r n s t“ Vou anderer Seite wird berichtet, daß Sauerstoffinhalationen angewendet werden; ein Umstand, der darauf schließen läßt, daß das Herz des K r a n k e o' i h Mitleidenschaft gezogen worden ist Die Exkaiserin, die ebenfalls an Grippe erkrankt war^ ist bereits genesen. Zwei ihrer Kinder sind noch bettlägerig. Budapest, 31. März. Ein. in hiesigen Legitimlsfenkreisen eingelangtes Telegramm aus Funchat über das Befinden des Exkönigs besagt : Die Lungenentzündung hat sich lokalisiert und breitet sich nicht mehr weiter aus. Das Fieber ist auf 38’ geiallen. Nach Ansicht der behandelnden Aerzte ist die Lebensgefahr geschwunden. Funchal, 31. März. (Havas.) Dar Zustand des Exkaisers ist ernst. Es ist Delirium e i n getreten.. Die Jubilätims-Landspehdeäes Jüdischen Nationalfonds. Die Sa>mm-eilität%keit zu^ufteten des Jüdischen N^tionalfotncJts erfolgte bisher in der Regel j.z der iVVeiie, daß <3ter SipeuJer bloß wußte, daß ej im «tilgejno:r.en für dem Erwerb von jbodea >3 er für die Aufforstung des Landes sc'ne Spenden gewivhccu Hingegen rechte sich immes stiirxer da, Hydün'N'.s geltend, -dlk Arbeit zuigaiimsten des Natiiomalfomds ztj konkretisieren, Dieisem Ziele dienet diiie Idee der Wälder (Jactr Aiuistfcria usw.) uowie d’ie noch yiphr .M-iLgereifte Idee dar laniidüimajomsch^tlkhem' I^odioriiiet,. Diese letztere wird dem Habqpflinikt im dlietser Hinsicht bilden.. Die Zionist©» im Amarnloa habe» eimett Schritt t3tnteroo<mmen, der uns dam gemannten Ziele näher bninngt. Sie haben die Verpflichtung übeTOommien. im diesem jaJhre, dam J<ub il am ms ja»hr de s •Jüdischen N a t i o n 0 1> f o n d s, dLs Summe .vom 250.000 Dollar arafztubritngem. Diese Stimmte »mtspricht dem Dresse vem zdhka einem Drittel des Nur r 5 gemannten Teiles dor J e s c e e 1 - E fo e <n t>, welche der Natiraralfonidis im letzten Jahre erworben liizit. Auf diese Weise wird eimerseafes der Erwerb dieses Qodieruteiilies für adle Zeiten mit dient' N'atnten der Zionisten AmerSkas varbiwvdioni, anidarenseitß eibender Niatkxr.'ailfofndls durch Auifbrimgung großer Summen io die Laige vensatizt, oeoue Kaute afbtzu- Sdhil'ießem., Der Spender der betreffenden EänCieit (in Amerika 20 Ouistdr^rtmeber Bodaras) emlamtgt somit. die inrneire Befriedigung, dlaß serjn »Karne mit einem bestimmten Fleck mcBifschen Bodents verbunden wird. Hiebei ist zm erwägen, daß es sich um die JesjreebBl*cne handeln, einte der wiohttijgsten historisdhien Stätbem un -eres Volkes, und zugleich um fcirue dor f rüicihtbainsten pimd zukunftsreichste« Boden flächen 'des Landes. — Auch -die österreichischen Zionisten, resipektiivte Juden, «olden die Möglicihkeitt erhallten, an der Verwirküiitcf-iuog dieser Farm der Arbeit zugunsten unseres Volksschcitzes ihren AmteiJl zu heben. Dias soH auf Gnumd eines Besohlu ses der LamdeslkommLssion in lolgen'dbr Weise geschehen: Die ösitanreichteche, Jutdanheit sollt den öst Höben Ziipfeü das M a I u 1- •Bodemi, i.n.sge'-«im't 500 Din cum, erwerben. Ent- Stpredhemd dar Tvlerlmhe'tt des östernebrbiisdhjetn Ge- In eres und der Schwache seiner Vaikuba wind ads Einheit mctr.lt wie in Ame»ri!ka 20 Quadratmeter, sondern 10 Quadratmeter bestimmt. Jeder Spender erhält das Jubr1 äunrs'ze idbem. ein verldeinerteh Dunamdiiplcim, auf seinen Namen lautend. : Der Spendenibetinag ist in Oestenreddh mit 2000 Kremen festgesetzt worden. Die Land 'iskommrasnon hat such für diesen Teil des Emek-Jesree.il entsdruiedien, mut Rüdasichit auf den Vetrsudh einer neuen Siedtengiform, der auf diesem Boden umitenniommien wirA Nßdb dein Plane des Aribeitenaigncinicimen Eliieser Joffe so'IÜ unter Wahrung der zwed LeiUeimsipninzi;>■ en jüdischer Siedlung in Erez lsnaeÄ (notionausiemar Boden und Eigenarbeit des Siedler«) eine Kolonie ge- Bc ha ff er» worden, im welcher der eimzelne. EicdSer glich den Betrieb nach eigenem Gutdünken ein richtet. Die Gcnossensöbaft —die Grundidee der »Kwu iah« »st nicht Voraussetzung für diese neme Form. Der nrivaien Initiative dies eiruzeitlen Siedlers ist somit völlig er Spieiratum gelassen. Die amerikanische Mittelstandshilfe. Wichtige Mitteilungen über die 230,000 Dollar- Spendc. Alle V0rby-n.de tsmd Omganiiisialtiomtems, di® tum Begünsitigun/gan srnts der A. R. A. - Mitteli?itainid^- hiilfe gebeten ‘bähen, wenden ersiuicht, insoweit' es nkht söbctngeschehen »st, die Z^lhf! ddt bedürfe t'dgtn Mitglieder nach B odürt tigkekslkiaitiegtcaiien 'A, B und C gegliedert, ferner die Anzahl der Per- 'cnon hievon., die für eiine Beiteikung mit Löbcniam itite-b^tketon vorgesdhi’agen werden» etetens aa ühirc Gbcirvcrbändt (Zemitiralinat geistiger Adbeiter, M-iittel.-it'and^die 1 egation und Verband' dar Wirtschafteverbände geistiger Arbeiter tasw.) oder am die Ä. R. A. - Mittelistaindshilfe beikanrntzuigelbeini. E« wird aitufmericsam gemacht, daß für Beteidiwnig mit I^bensmittel-paketen' uw solche Feison'ön vorau^cbliagon sind, dienen infeilige ihres 'hohen Altersod'er ihrer Krankheit oder infolge •der großen Bntfewmun'g tihirer Wahmung van einer Gemein©chaftsikücbe die Möglichkeit genommen ist, anuch bei Beteiiluinig mit einer FreJkattbe aut: dler Miittcgstoogt im einer Gememsdhaft.iküahe teilziunehm-est. AM« 0rgatnkiationen, welche bereits mit »'Gastkarten« beteiilt wurden, werden im Interesse ihrer; Mitglieder ersucht, die EwidenizblStifter inistiruktion*- \ gemäß an die A. R .A. - MittNistaindisbälfe eimzü-; senden, da ' andtenfaÄs die Beteilünig mit »Giast-. karten« für einisn' neiwen. Tnmntus' in Fra^e geätfeltt ist. Ferner wenden al'le Org^m'is’clbiianen und Verbände ensiucht, di^| Inisiftm'.lk'tjanien, welidhe in dem Begleit .cfhireiben., rncit welchem dlie G'airtkarten ajuisgesenidiet wurden, emthaßten siinid, gen«au>y8ten,5 einizubailiftein. Besojiderts' aber die Aucnütaunig silier Frei- und Hiäulbfreilk'ort.en im Verhältnis 2 :i und die Dmgienutn.'g ihrer mit' KT'rttien beteiilfen Mitgllieder, an. die 'beTtöhnmfte DirigienuingssteWe, an welche sie gewjy «n Verden, ' sitirilkitfe eiiiuzutf ir.ilten.: Eime echgenrnäcM^e. Aenddrung dar' Gömeinisiähiaftskü'chie ' an weMe sie durch dlie' Diirigienmn.gsisteil.le gewiesenwurden., Bit •udsteift^-iaft tanid zieiht dien V-enJiUiSt der Gastiknute 'nach siichu» D ie E/iuizel^mtmclfidiünge'n von ttiatleildteniden; gdistigetn Arbeitern nach, Bcdlürfk/i^keitskattieiginriten 1 A, R und C, weiche keinen Venbänden angelhörcn*, sind für Wien am 8. d. ,M.' beim Kcmimf i-tarm Wien, I., Bbsendorfer‘•■itmzße 13, und für Nkdiar-; Österreich aim 15. d. M. beim Lamdcskommiiasariac Niederoiterraich, I., Basendorfarsitiraße 13, beendet. Die Heimkehr des „Beizer* Rabbi. Wie uns au»s Lemberg berichtet wird, hat die Rückkehr des Wunderrabbi ans Beiz unter seinen Anhängern große Fremde hervorgerufen. Seine ganze Reise von der ostgalizischen Grenze an glich einem Triütn.phztig. In ailan Städten, die sein Sonderzug passierte, wurde er von Tausenden von Menschen begrüßt. Von Lemberg wurde nach der Gr<»nz-: star*on Lawoczno Hin S e-ipat r-a t z u g abges. hickt und durch besondere Boten wurde in jeder Station die Zeit, in 'der sein Zug’ passieren sollte, bekanntgegeben. In Lemberg'hatten seine Anhänger bei der Stadtverwaltung separate Tranrwaywagen, die bis 3 T1hr nachts verkehrten.; bestellt. Der Leuiberger Hauiptbahnhof wär von’einer tau'sendjcöpfigen Menge belagert, der du-rclr 'die Stadt führende Bahntrakt wurde von seinen ’A'nbängenn tnit separatem Laternen, a 150.000 Mark, beleuchtet. Im letzten Moment aiber . wurde die Reiseroute des Rabbis geändert, da sein ,Zug nicht über Lembergs— Rawamu>ska,: sondern über.Zitr^.j und Frzem/sl nach Qleszyce dirigiert wurde» sodaß- -seine Anhänger umsonst in der Nacht-vom 21.' auf dön 22. die Bahnhöfe belagerten. Auf '"die’ Nachricht, daß in der Reiseroute eine Aenderung'eingetreten, sei, begaben sich -Tausende seiner Anhänger »nach Ok&zyc'e, umdort Ihren Rabbi zu empfangen. Von der Bahnstation bis in die Stadit wurde der Rcbbi von Tausenden von Chass-idim mit Musik und Tanz .begleitet. Sein Droschkenkutssher bekam bis an die 100.00 Mark für einen Platz von einzelnen Anhängern des Rabbi für die Ehre» mit ihm in die Stadt zu fahren, I-n. dem kJefoiejt, schmutzigen Städtchen Qleszyce herrscht heute das Leben einer bewegten Großstadt. Täglich langen Tausende von ChU-ssidim aus Galizien und Polen ein. . Jedes Wohnhausist' ein Hotel und vor der Wohnung des »Beizens« stehen stunden- und tagelang seine Anhänger, die auf 4m glücklichen Augenblick warten, um ihn persönlich begrüßen zu " können und sein »Adjutant«, Rabbi Aron JQ8M&, muß . hier ein schwere« Stück Arbeit leisten, um die Ordnung aufrecht zu erhalten. Die Ole.szycer Einwohner begrüßen die Uebersted- Iung des Rabbi» weil sie von ihr einen Wirtitehäftlichon Aufschwung erwarten. Dagegen macht'Beiz, welches vor dem Krieg .ausschließlich vom Rabbi gelebt hat, Anstrengungen, um dein' Rabbi zur Uebersiedlung nach Beiz'zu'bewegen. Seine Beker Anhänger gedonäcen angeblich ‘sogar «ein Woihnhaus zu restaurieren, um seine Uebbrsiedlung sofort durchführen zu können. Der Beizer Rabbi, der vor /dem Kriege die Assimiiahten in ihrer Politik unterstützte, soll sich nunmehr sehr zugunsten der Näticmaljuden geändert haben. Die Quertreibereien der slowakischen Agn'disten und namen«tU’ch des Munkaezer Rabbis gegen Ihn, die ihpvden Schutz der zionistischen Organisation ■ anzufufen' zwangen, haben ihm die Agnwkh gründlieh verleidet. Der Gerea* Raibbi und . der Präsident dar gal (zischen Chalukahargatnisatiön 5ch.reiber versuchoa ihn für die Agudah zu gewitinein.' urjd demnächst soll ihn auch der Rabbi leie M e I e <r aus Warschau aufsuichen,. um auf ih«h persönlich einzuwlrken. Der- Belzer Rabbi erklärte aber eeitschiedcn, daß er der Agudah nicht ’beitretori und sie a-uf keinem Fall unterstützen werde. - Dmter dem vielem Taiui?ionidem vorn Anihänigtrn. die gegenwärtig im Qleszyce weilen befinden sich auch eilt Baal Tsohuwah {Büßer), der die besondere Aivfmerfksnmfkeiit «ainf sich lemkt. Er nftsmmt aus der T«oheclho-Ailc^w^kei und w«ur während dies Krieges o««teprei'C*hiäs»ahisir Obarlieiu'toain't u»md hoher Beamter hn Krieg, imimisteriiuim. Durch Zufailf kam er während, d^s" Krieges -naoh Munlkaoz, wo er G.elegemCteifi hatte, dem »H<of« des Rabbi zu beciba'ch’tiea Das eba «sicShd'-ie Leben miacbfte auf ihm 'eiimern dlarart starken Etnd,'ruick, daß er von* diiejieim Zciftpu'u'kt: am;.^^- dem R-abbi besuöbte. Ncob dem Ummtiuirz feeb. er •. ständfig bei ihm und m-- - mi'ttd'tie zwii&chcm dem Hof dos Rabbi ' tr.d d«n tsahechiiiscihem Regierung. Er erledigte miicht. nrjjr die .dcfyrifJtftjfljbe. Komre ippmd'emiz mit dem B-Srorten» soPderm mt ervc» 1! erte auch dos öfterem bei der Regierung, tund ecr I»s*t es, diem der Rabbi die Gewährung eines längeren Aufemtihialtos wie nudi die B-ebteMmmgeinas Soudenauges vom Mtuiultaoz bis zur Grenize vendainikit. Eine Wiener Razzia. Wofür Ich Ins Kriegswucheramt eskortiert wurde! Am Nachmittag des 30. Märzl. J befand ich mich in eipenj Wiener Stadtcafe, als eine größere Anzahl von Kriminalbeamten eindrang, um eine >Razzia« durchzuführen. Als die Kommission erschien, weilte ich im Garderoberaum, wo elper der Kriminalbeamten nach einwandfreier Feststellung meiner Identität mich entließ. Zwei am Ausgang stehende Beamte waren jedoch anderer Meinung und ließen mich nicht hinaus. Ich blieb nun im Kaffeshaus sitzen, bis die Reihe der Amtshandlungen a» mich kam. . Ich wurde nach Legitimierung öffentlich vor etwa hundert Anwesenden einer Leibesvisitation unterzogen, und mnn fand bei mir: 1. K 17.000; mein Taschenmotizbuch, enthaltend meine laufenden Ausgaben; 3. einen »Bon« auf K 100.000; 4. Kopie eines aa einen _ hiesigem Landesgerichtisrat gerichtetes Schreiben in einer Wohnungsangelegenheit; 5. Kopie eines Schlußbriefes, mit welchem «ine polnische Naphthafinna, eipen Grubenanteil um K 120.000 gekauft hat; 6. ein englisches Einführungsschreiben (letter of interduction) eines Chicagoer Freundes für einen amerikanischen Messebesucher.. < Mit Ausnahme von K reo, die man mir zurückgab, ujid des' englischen Schreibens, wurde mir alles abgenommen und in einem versiegelten Umschlag mit einem Protokoll einem Kriminalbeamten übergeben, welcher mich durch das Spalier der in der Straße angesammelten Menschenmenge, über den Stephamsplatz und die Rotenttirrasfraße zur Elektrischen und ins Kriegswucheramt aibführte. Hier wurde mir der Hut ab genommen* damit ich nicht etwa flüchte. Nach Aufnahme eines Protokolls in der Einlaufstelle wurde ich einem Amtsdiener zur Ueberwac.bu-ng übergeben, der mich den diversen Beamten 'yorführte . Die Amtshandlung dauerte zwei Stunden, es wurden mit mir vierweitere Protokolle aufgenommen, das abgenommene Geld gezählt, auf die Echtheit geprüft, der Inhalt der vorhin aufgenommenen Akten gelesen und schließlich .beschlagnahmt: 1. K. 15.000; 2. mein Taschennotizbüch; 3. der Bon per K 100.000; .4.’.die. Kopie des E-r i v a* b r! e fe s" an den Landesgerichtsrat; 5. die Kopie des Schlußbriefes. . Meine ehrenwörtljchetn Versicherungen, daß ich. meine nach .meinem Bekenntnis seib&t errechnete E ink 0 mm ensteuer pro T921, das erste Viertel 1922 usw. voll bezahlt habe, meine . Vorstellung» daß 'doch e n Privat&chreiben nicht beschlagnahmt werden sollte, blieben ohne Erfolg. Ith unterlasse es, die Einzelheiten meiner Vernehmüng anzuführen, weil diese ein derartiges st.upendes Unverständnis der in'Betracht kommenden Beamten, aufdpekt, daß ich mich schämen muß, dies öffentlich zu brandmarken. Doch kann ich es mir nicht vefsagsn, ruf die folgenden Umstande hinzuweisen, im Bewußtsein, daß diese Angelegenheit nicht mehr Privat-, sondern öffentliche Saqhe ist: . Meine dringendsten Vorstellungen bei dem Kriminalbeamten, die' mich eskortieren ließen, daß hiezu weder Anlaß noch Notwendigkeit vor'/egt, nachdem mir alles abgenomjnen worden sei, und ich doch als öst erreich 1 scher Staatsbürger der Behörde nicht entweichen könne und mich jeder Ladung fügen werde* blieben ohne Erfolg, ebenso meine Bitte, man möge mir wen:gisteps so viel Geld lassen, damit ich — um der-Schande der Eskortjerung am hellichten Tage zu entgehen —* mit dem mich eskortierenden Beamten in> ©inäm W äg e n ins Wucheramt fahre, und meine Vorstellung bei' zwei Beamten"mit akademischer Bildung, man möge mir die Kopie des Pmatsehrcibons zurückstellen.' E? haben atjv dff Amtshandlung, die dos Nao h.t $ stattfand, insgesamt zwölf Beamte, also gewiß gegen Vergütung für Ueberstunden, te'lgenoiRmfiUf y?- wurden. füpf Protokolle — alle doppelt, -7aufgenommen, also zehn Blatt Papier v?p ' wendet/ Von SchreibkraPen, Schre}brequislten, Schreib maschiney, Licht usw. yehe ich ab. Damit ist jedoch die Bache nicht abgeschlossen, Meine Akten gehen an diverse Referenten und Behörden, ich bekomme noch Vorladungen, werde nochmals Protokolle zu unterfertigen haben, das kostbare Papier, , Lfcht usw. wird noch weiter in meiner Sache mißbraueHt werden. Den öffemtHehen Funktionären {Abgeordnete, BündiesmitJister usw,), au dj« ich über diese Sache berichte, versichere ich, daß gerade die Wiener Beichte englischer und amerikanischer Zeitungen, die ich regelmäßig von. -meinen amerikanischen und englischen Freunden zugcschlcjct bekomme, die österreichische Beäit|tenfrag^ ‘als Existenzfrage des Staates behandeln. Zutn Glück wird mehr über d:e zu große Zahl als über die Qualifikation der Beamten gesprochen! Liegt es wirklich im Intere-se dieses Staates, daß solche »Amtshandlungen« auch im Ausland bekannt werden?! Dr. M. Ra c h t m a n n, em. Rechtsanwalt ***** in niwaiBi H@rrenwit .ü® HarreHhemd X30SO Hep enhose ^1980 HarVeniockan K 193 Um Warenhaus gm e mm Brüder SkKi-kMSNN Wien, II.,Taborstraße 48 Telephon 47*1*70 Sn gr«i 1074 En tfotall