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Wiener Morgenzeitung · 1922-03-31 · Heft 1138 (31.3.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1138 (31.3.1922)
Date
1922-03-31
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. T1313 Wien, Freitag Ernährung. Steigende Tendenz auf dem Flelschmarkte. Ein Kilogramm Schnitzelfleisch 3000 Kronen. Die Aufwärtsbewegung, der Preise auf dem Flelschiharlct macht noch immer weitere Fortschritte. Infolge des knappen Angebots — von auswärts sind gestern bloß drei Waggons mit Rindfleisch, Kälbern und Schweinefleisch aus Ungarn und lugoslawien angekommen — erhöhten sich im Großhandel die Preise für einzelne Artikel, und zwar wurden teurer: Rindsbraten, Schweinefleisch, Lämmer und Speck um je K 50 per Kilogramm, Rindsinnereien um K 150, Kitze bis zu K 200, Bauchfilz um K 100 und Schweine um K 20 per Kilogramm, im Detailverkauf blieben die Preise in der Großmarkthalle vorläufig noch unverändert. Der Marktverkehr gestaltete sich trotz der hohen Preise überaus lebhaft. Die Zuwageverordnung führt in vielen Fälle» zu lebhaften Auseinandersetzungen zwischen Fleischhauern und einkaufenden Frauen, da die Preise in den einzelnen Geschäften vielfach differieren. So kostet beispielsweise ein Kilogramm Schnitzelfleisch, das selbstverständlich ohne Zuwage verkauft werden muß, in der Großmarkthalle K 3000, während in Bezirksgeschäften K 3200, ja sogar K 3400 gefordert werden. ' Auf den Grünwarenmärkten blieben die Preise bei relativ günstiger Beschickung im allgemeinen auf der Höhe des gestrigen Tages. Aus Polen Ist eine größere Ladung von Kartoffeln eingetroffen, die sich wesentlich billiger stellen als inländische Ware, jedoch in der Qualität gegen die einheimischen Kartoffeln weit zurückstehen. Im Großhandel betrug der Preis für die polnischen Kartoffeln K U0. auf den Märkten im Detail K 122, in den Bezirksge^ciiäften K 128 per Kilogramm. Der Absatz vollzog sich jedoch sehr schleppend. Eier sind reichlich angeboten, Werden jedoch wenig gekauft. Auf dem Naschmarkt sind heute wieder 840 Kisten mit Orangen angekommen. Die Fleischhauer gegen die Zuwage* Verordnung. Vorgestern hat eine Protestversammlung der ireien Vereinigung der Fleischhauermeister und der fie schver- «rbeitenden Gewerbe Oesterreichs stattgefunden. Die Versammlung war von nahezu sämtlichen Wiener Fleischhauern und Fleischverschleißeri) besucht und gestaltete sich zu einer großen Kundgebung gegen die vielbesprochene Zuwageverordnung. Der Vorsitzende Herr K f e s l betonte, daß die Verordnung sehr bald einer Revision werde unterzogen werden müssen, weil sie mit den praktischen Erfordernissen des Gewerbes nicht zu vereinbaren sei. Kammerrat S c h e d 1 erklärte, daß durch die Verordnung tausende und abertausende Kilogramm fleisch täglich dem Konsum entzogen und der chemischen Industrie zugeführt werden. Die Verordnung werde auch Anlaß zu noch höheren Forderungen derViehzüchter geben. Es wurde sodann einstimmig eine Entschließung angenommen, ln der auf das allerschärfste gegen die Verordnung protestiert und eine sofortige Revision der Verordnung und vollständige Freigabe des Verkaufes aller Fleischsorten nach Wunsch der Kunde mit oder ohne Zuwage verlangt" wird. Sollte eine Revision der Verordnung nicht erfolgen, so fordert die Versammlung eine Abänderung der bestehenden Marktordnung, und zwar in dem S nne, daß bei Rindern nicht mehr nach Lebendgewicht, sondern mit Abschlag von Prozenten nach Schlachtgewicht und bei Kälbern, Schweinen, Schafen, Lämmern, Ziegen usw. mit Abschlag für Lebendgewicht, beziehungsweise für Kopf und Füße, in Kilogramm einzukaufen ist. In einer weiteren Entschließung wurde mit Stimmeneinhe ligkeit Protest gegen die ab 1. April bevorstehende dreifache Erhöhung der Markt- und Schacht" gebühren, die einen Abbau der Preise ausschließen, eingelegt '_ Der neue Brot- und Verschleiß mehlpreis. Wie vertäu tbart, erhöht sich infolge der mit 2. April wirksam werdenden dritten Abbaustuie der Preis für 1 kg Brotmehl von K 362 auf 418, somit für den Laib von K 326 auf 376 and ergab sich außerdem wegen der in den Getreidepreisen und Valutakursen eingetretenen Verschiebungen die Notwendigkeit, diesen so errechneten Brotmehlpreis um weitere K 40, die tür das Kilogramm auf K 453, für den Laib daher auf K 412 zu erhöhen. Es ergibt sich sonach für den Laib Brot zu üglich der Lohn- und Zachregie von zusammen K 180 unter Beibehaltung des Wiederverkäuferrabatts in der bisherigen Höhe von K 18 ein Preis von K 610. Dieser Preis von K 610 für den Laib Brot im Gewicht von 1260 g wurde sohin mit Geltung ab 2. April festgesetzt. Der Verkaufspreis iür Verschieißmeh! ab 2. Änril Ist jedoch von den Verkäufern unter ihrer eigenen Verantwortlichkeit in freier Konkurrenz zu erstellen. Ausgabe neuer Gutscheine. Die vom 2. bis 29. April gültigen Gutscheine für Einzelpersonen und Haushaltungen werden bei den zuständigen Brotkommissionee Montag, Mittwoch und Freitag nächster Woche während der Amtsstmden, die für Anstalten, Krankenhäuser, Humanitätsanstalten, Institute und derg’eichen Donnerstag und Samstag nächster Woche ausgegeben. Bühne und Kunst. Renaissance-Bühne. Felix Dörmanns neues Lustspiel „Der Mann, fl e r nicht Nein sagen kann“ hat zwar einen umständlichen Titel, müßte aber doch noch einen Untertitel führen. Etwa so : Erster und zweiter Akt frei nach „Der Hahn im Korbe“, dritter Akt frei nach Armin Friedliann. Das Stück stellt’ eine organische Verblödung iwischen fosefstädter Theater und Neue Wiener Bühneder. Zunächst vorwiegend erotische Komödie, nach Iranlösischer Art zubereitet, späterhin vorwiegend Jargbnposse. — Aus dem schönen, tanti&menreichen Bezirk der Wiener Operettenindustrie glbt’s keine Wiederkehr in die Literatur. Keiner der begabten Autoren. von anno flazumal hat uugestrait Libretti geschrieben. Auch WIENER MÖRGENZETTirPTCr An unsere geehrten Abonnenten! Gleich den anderen Wiener Tageszeitungen sehen wir uns genötigt, infolge neuerlicher Steigerungen der Regien, insbesondere der exorbitanten Steigerung d:s Papierpreises, eine mäßige Erhöhung der Bezugspreise ab 1. April 1922 eintreten zu lassen. B ezugsb e dingungen s Abonnement für Wien (zum Abholen im Expedit oder in den Verschleißstellen) monatlich . . . . . . . . . K 1433.— Oesterreich monatlich . . . . . . K 1493.— Tschecho-Slowakei monatlich . tschech. K 23.— Polen monatlich .... poln. Mark 799.— Jugoslawien monatlich .... Dinar 29.— Deutschland monatlich.Mark 35.— Rumänien monatlich . . ... . Lei 35.— Bulgarien monatlich ...... Leva 35.— Holland monatlich..holl. fl. 1.5 J Italien monatlich ....... Lire 6.— Schweiz monatlich. . . Schweiz. Frcs. 3.— Frankreich monatlich . . ... . Frcs. 6.— Belgien monatlich . . . balg. Frcs. 6.— England monatlich. . ... . . Sh. 3.— Amerika monatlich. ..... Dollar 0.53 Einzelnummer für Wien. ..... K 59.— Montagsnummer ........ K 40.— Zahlstellen; Oesterreichisches Postsparkassenkonto 150.693. Tschecho-slowakisches Postsparkassenkonto (Prag) 59.351. Polnisches Postspar':assen’’onto(Warschau) 190.227. Deutsches Postscheckkonto (Berlin W 7) 108.722. Rumänien (Czernowitz): Allgemeine Depositenbank Czernowitz. Jugoslawien: Postsparkassenkonto (Zagreb) 40.085. Italien: Societa di credito commerciale Trieste, Via Mazzioi 30. Die Verwaltung der „Wiener Morgenzeitimgw Wien, 1L, Taborstraße 1—3 Telephon 44.038, 43.319. mma Dörmann nicht. Er dürfte wohl selbst dieses merkwürdige Quodlibet, für den Zeitgeschmack mit heroischer Selbstverleugnung zusammengeflickt, nach Gebühr einschätzen. Bester als das Stück ist die Aufführung. Eugen J e n s e n spielt einen Dichter aus der Tuchbranche, der bis 6 Uhr im Comptoir sitzt und ab sieben in seinem orientalischen Gemache von der Muse geküßt wird, einfach zwerchfellerschütternd. Seine Agilität und Tüchtigkeit beim Abschluß vorteilhafter Geschäfte, sein Ung ück ln der Liebe und sein Pech in der Literatur — alles wirklich meisterhaft gebracht, mit hundert köstlichen Eiritäl en und lebensechten Zügen aus eigenem bereichert. Jensen trägt das Stück und wird es noch erfolgreicher tragen, bis er die Rolle be- , herrscht. Auch Magda Garden als russische Hysterikerin mit sadistischen Gelüsten recht witzig und grotesk. Sehr angenehm Robert Valberg als „Der Hahn im Korbe“ (Verzeihung: der Mann, der nicht Nein sagen kann) und voll Verdienst die Damen Urb a n - K n e i d i n g e r, F r ü h w i r t, Liebst.öckl und P a u I y. Der Beifall war nach dem zweien Akt sehr stark, n,ach dem dritten schwächer. Dörmann wurde wiederholt gerufen. O. A. Freie jüdisc he VolUsbOhne Gastspiel Im Luslsplellhente, *f,8 Uhr abends: Heilt« Drama ln 4 Akten von M. Richter Aus den Theatern. Im Burgtheater wird morgen „Geschäft! s t G e s c li ä 11“ gegeben. Im Opirntheater gelangt morgen „D i e verkaufte Braut“ zur Aufführung. In der V o I k s o a e r geht morgen „Carme n“, mit Fr u Kammersängerin Elsa Bland ln der Titelrolle und Herrn lean A t h a n asi u von der Bukarester Staatsoper a's Escamiilo, in Szene. — Sonntag geht Verdis „T r o u b a d o u r“, mit Herrn |ean Athanasiu von der Staatsöper in Bukarest, als Gast als Lota, in Szene, während die Partie der Leonore Frau Hedwig de Debicka übernommen hat. Im Deutschen V.o 1 k s t h e ai t e r findet morgen um 7 Uhr die Uraufführung der fünfaktigen Komödie „Vivat acadeiuia* von Karl Schönherr statt. ' Im Wiener Stadttheater wird heute das Drama „Am Vorabend“ von Leopold Kampt gegeben. Morgen und Sonntag abends gelangt die Posse „Die Kindsfrau“, mit Hansi Niese als Gast, zur Aufführung. Sonntag nachmittags, ‘/,3 Uhr, findet eine Aufführung des Schauspiels „Der Hüttenbesitzer“ statt. Im Raimund-Theater findet anläßlich des 49’ährigen Schauspieler Näums Rudolf Kneidingers eine Aufführung ❖on An rubers „Der Meineidbauer“ statt, bei de. drei Generationen der Familie Kneidinger Mitwirken, nämlich außer dem Jubilar sein Sohn Rudolf Knerdlnger vom Stadttheater und seine Enkelin Lola Kneidinger-Urban. Außerdem gastieren Herr Franz Höbling vom Burgtheater und die ehemaligen Mitglieder des Raimund-Theaters Frau Paula Seitz-Fiedler und Herr Karl Seltz. Im Ko m ö d 1 e n h a u s findet Dienstag den 11. April die 125. Aufführung der Cperettenposse „Die fromme Helene“ von Edmund E y s I e r statt. Infolge anderweitiger Verpflichtungen müssen die weiteten Aufführungen unterbrochen werden und findet am 15. April 1922 die erste Aufführung der „Parlamentskathi“ von Robert Blum und Alice Uilreich, Müs-’k von Edmund Eysier, statt. Die Winterspielzeit wild wieder mit" der Operettenposse „Die fromme Helene“ eröffnet. Hebräische Theaterabende. Donnerstag den 6. April findet in der R o I a n d - B tl h n e der erste h e b r ä ische Theaterabend statt. Zur Aufführung gelangt die „N* w e j I e“, Drama in vier Akten von P. H i r s c h h c i n. Karten sind im Vorverkauf an der Tageskasse der Roland-Buhne. Praterstraße 25, erhält!.ch. ■; ilTMärz f922_Zelle S Ein neuer Tondichter. Im Frankfurter Opernhaus ge^ langten drei Einakter von Paul II1 n d e mi t h zur Erst« aufführung und erzielten großen Erfolg. Der jetzt 2Ö'ährlgf Komponist hat drei Spiele Kokoschkas „Mörder, Hoffnung, Frauen“, Franz B I e is „Nusch-Nuschi“ und August Slramms „Sancta Susänna“ vertont. Den musika* fischen Themen wird starke, melodische und rhythmisch! Eindringlichkeit nachgerühmt. Besonders „Sancta Susanna“, *e,1he musikalische Phantasie Uber ein einziges Thema voi seltsam klagendem, sehnsuchtsvollem Reiz“ (wie Paul Becker in der „Frankfurter Zeitung“ schreibt), übte tief* gehende Wirkung. — Man wird sich den Namen Paul Hindemith merken müssen.; Gerichtssaal.; Ein Vorzugsrecht für Aerzte* - Der Besitzer des Hauses I., Rathausstraße 4, ein bulgarischer Juwelen- und Briefmarkenhändler, kündigte dem - Universitätsprofessor Dr. Mannaberg die von diesem gemietete, in dem genannten Hause befind ich« Autogarage „wegen dringenden Eigenbedarfs“. Das Be« zirksgericht innere Stadt fand aber, dem Einspruch des Gekündigten entsprechend, daß die möglichst rasch« Beförderung eines Arztes zum Patienten ein viel wichtigere« Erfordernis ist als noch so dringende Geschäftsfahrten eines Kaufmannes, und hob die Kündigung auf. Das Zivil« landesgericht als Berufungsinstanz stellte sich auf den« selben Standpunkt und wies den Rekurs des eiligen Hausherrn ab. _ Volkswirt. Gestempelte Krone « - Auszahlung Wien --- — ln Zürich notierte: die österreichische Krone —.06'/« die österr. gest. Krone . . —.07 die tschechische Krone. . 9.45 die Mark.1.57 Agram. 1.55 Bukarest . * ... . . — Budapest « . . . . « . *^.57 Warschau ....... —.13 -.07 Centimes# «057« Centimes« (—.06*/* am 29. März) (-.07 am 29. März) ( 9.32 am 29. März) ( 1.54 am 29. März) ( 1.55 am 29. März) am 29. März) (-.57 am 29. März) (-.13 am 29. Mär* Valutenkurse.; Im gestrigen Verkehr erzielten die fremden Zahlung«« mittel eine mäßige Besserung bei geringfügigen Umsätzen» Lebhafter waren lediglich , nur tschechisch« N o t e n. Nachstehend die offiziellen Schlußkur$e: >■ Veröffentlichung der Devisenzentrale vom 30. März 1922. Devisen (Schecks und Auszahlungen) Amsterdam t. 100 holl. Gulden . Agram 100 jug. Kronen .... Belgrad 100 Dinar. Berlin 100 deutsche Reichsmark . Brüssel 100 belgische Francs . . Budapest 100 ungarische Kronen. Bukarest 100 Lei. Christian is 100 norweg. Kronen . Kopenhagen 100 dänische Kronor London 1 Pfund Sterling . . . Madrid 100 Pesetas. Maünnd 100 Lire ....... New-York 1 DoVar. Paris 100 Francs .. Prag 100 tsclieiho-slow. Kronen . Sojia; ICO Lewa ....... Stockholm 100 scii weil sehe Kronor Warschau 101 polnische Mark . 1. Zürich 100 schweizerische Francs /.v Noten Amxxlkan. Noten v. 5 Do’lar aufw, ... . kleinere . . . BelgiSclie Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten zu!00f> Leva . Y . - , tOO . .; . kleinere. . . DÜnjsche Noten 100 Kroner . , Deutsche Noten zu tOOQ Mark. , .i,t -» 100 . » . ft . kleinere. . . . EngL Noten von 5 Livrest. aufw. n « kleinere. Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufw. ■» , kleinere . . . itigosl. Noten ungest. zu 1000 Dinar * » * „ ItW a .v ■ , , kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw. '» ' , kleinere..... Rumänische Noten zu lOOOu.SOOLci ’ „ » kleinere . V » Rus«. Noten (Roman.) zu 500Rubel « > m. ■ m »100 ,»* „ kleinere . » Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs Spanische Noten 100 Pesetas . . Tschdcho-slow. Not. v. 1000 aufw. » » kleinere . . Ungar. Noten (heue Em.) zu 1000 Kr. ... ' , ,eu 1O.000 Kr. . . , , , kleinere . . . Zinsß.M fuß ue,a Kure v. 23. MSrt Ware Geld Ware 4% 2365,50 2870.50 2872.50 2877.5| 6 2272.— 2273.- 2284.50 2290.51 6 0.63. — 9032,-• 9148. 9172.- 5 2332.50 2342.50 2207.53 2267.5t 5 631.50 635.50 633.5') 6.4.51 'i 847.- 853.- 634.50 840.5t 6 .- 6 1354. — 1356.- 1339.- 131— 5*/* 1535.25 1598.75 1593.75 1601.2t 4% 33.175 33.22', 33.275 33.321 6 1171.5 1173. 1158.75 1161.21 6 38'.20 384.80 383.70 384.3t 4»/, 7594.- 7606. - 764«.- 7656— 5 632.50 83.50 631.50 682.5t 5'/. 14 27.50 149:7.1) 13740.- 13760— CV, 5 95— 5105.- ‘•995.— 5005— 5 1)33.50 1991.50 1971.50 1973.51 7 191.- 195.- 189.- 193— 3>/. 1473.75 1476.25 1478.75 1481.4 7544.- 7550.— 7594.— 7608.^ 629.50 630.50 629.50 630.54 4.95. - 5C05,- 48.95 49.3 - 47.95 48.« 1573.75 1576.25 1578.75 1581.2t 22.3 , - 22.70 —— 32.975 33.025 33.175 33.12t 32.975. 33.ra 631.50 682.50 680.50 681.9 2863.50 2868.50 2847.10 2852.9 381.70 382.30 382.70 3833t 9018.- 9(72.- 9I.43 91.71 9013.— 9642.- T 1349.- 1351.- 1319.- 1321— 139.71 189.50 193.50 185.75 5404.— S416.- 5344— 5356.—, - — 1958.50 1971.50 19*3.50 1946.9 1471.75 1374.25 1473.75 1476.Ä 1402L« 1143.75 1151.25 14002.50 137.- 137— 13992,50 14012.50 137. - 137— r. 862, - 8-8. - 854.50 860.38 Wirtschaftsberichte aus Polen» .Ueber krisenhafte Verhältnisse in der polnischen Industrie in den ersten Monaten des laufenden Jahre« wird uns aus W arschau goichrieben: Die Uebec* Produktion und übermäßige Arbeitslöhne haben eine kritische Lage in der po'rn'.sehen Industrie veruirsaehf. Der Fabrikant gab sich keine Mühe, über die enormen Orders nach zu denken, die ih m lange Zeit zuistirömten, es genügte ihm. von Bestellungen und Vorauszahlungen bestürmt zu werden, und mochte wohl denken, daß d!«- goldene Ze'.t ewig dauern werde. Er ließ si^h deshalb durch ke nerlei Forderungen der Arbeiter absohrecken, bewilligte alles, bis er nicht mehr konnte. Kaum hat sich der polnische MarkkurS gebessert, hörten die bisherigen spekivl^itiven Umsätze auf. Die Giros isten hollen die bestellten Waren nicht ein und der Fabrikant blieb mit überhäuftem Warenlager, für we’ches er vergebens Ab* nchtrer suchte. Nun griff man übereilt zu Palliativen. Die Arbeitsstunden wurdei plötzlich verringert, der Staat wurde um finanzielle Hilfsmittel bestürmt. Der Fj'-kÜs hat 20' Milliarden bewilligt und versnrach weiteVn Unterstützung. D‘e Folgen sind ’edoch nicht befriedigend ausgefallen, die i'.eo arbeiten weniger, halte» i

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