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Wiener Morgenzeitung · 1922-03-30 · Heft 1137 (30.3.1922) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1137 (30.3.1922)
Date
1922-03-30
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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1Ä -jkEMWL Nr. 1137 Wien, Opnngrstag WIENER MORGEyiZElTUNQ 30. MSrz 1922 5cfte T Freie j ü d^s che Vollisb ü h n e Qiiliple) Im Lustapleltheater Heute, halb 0 Uhr abends: ./.su",Der Singer fin sein Trauer Spiel In 3 Akten, mit einem Vor- und Nachspiel von Oaslp Dymow rade im amerikanischen „Schtnelztiegel-Milieu“ war und daß der national kulturelle Aufschwung innerhalb des amerikanischen Juden ums in erster Linie dem Schaffen und der vorbildlichen Hingabe Pinskis zu danken ist. Eine Reihe literarischer Veranstaltungen zu Ehren Pinskis wird vorbereitet Wiener jüdischer Gesangsverein. Der Turm zu Bab^l. Anton Rubinsteins „Turm zu Babel* ist seit etwa fünf ig lähren ln.Wien nicht mehr aufgeführt worden. Das Interesse der mitwirkenden Vereine — Wiener jüdischer Gesangs verein und Hakoah-Orehester— für biblische Stoffe und die Vorliebe des Dirigenten S. B r a s I a v s k y tür die russischen Tondichter haben nun dem Werke zu einer Wiederaufführung verholfen, die trotz der schönen Wiedergabe alle Mängel des Werkes bloßlegte. In dieser geistlichen Oper, einem Weühselbalg von Oper und Oratorium, vermißt man für kurze Momente die Szene, würde aber das Werk bei szenischer Aufführung gleich Llszts „Heiliger Elisabeth“ wieder in den Konzertsaal zurückwünschen. Die Szene ist Übrigens im ersten Teile durch die musikalische „Wüste“ gegeben, in der man allzulange herumirren muß, bis Dian in das „gelobte Land“ des musikalischen Einfalles eingeht, bis das „Manna“ der Melodie langsam herabträufelt. Bis dahin muß man mit Qeduld den Öden Auseinandersetzungen zwischen Nimrod und Abram mit ihren gleichmäßigen Sprechgesang standhalten. — Wie äußerliM ist doch der Kontrast zwischen dem gewaltigen Nimrof und dem frommen Hirten Abram, wie mechanisch wirkt der Engelchor oder gar die Tonmalerei, die das Schicksal des Turmes, die die Qualen Abrains im Peuerofen begleitet. Hier wird Rubinsteins Zug ins Große nicht recht bildhaft, kalte Theatralik tritt an Stelle warmer Empfindung. Erst nach dem Einsturz des Turmes, der sich in ziemlicher Ruhe vollzieht, wird Nimrod wärmer, sein Pathos löst sich und er beginnt zu „singen“. Und nun sprießt Rubinsteinsche Melodik reichlich auf. Die Völker wandern aus und Semiten, Hamiten und japhetiten werden in ihrer Art musikalisch gut differenziert. Der Chor der Semiten psalmoliert und verwendet orientalische, in den Intervallen kunstvoll gebaute Meiismen, die Hamiten singen in einer soliden Gleichförmigkeit und die Japhetiten bringen deutsche Romantik, vielleicht gar Liedertafelmusik. Immerhin hat man endlich den breiten Strom natürlichen CJesanges erreicht. Ueberaus prunkvoll ist der dreifach geteilte Schlußchor mit seinen mächtigen Halleluja-Wirkungen, in dem der „jüdische Gesangsvereiu* und der mitwirkende Kinderchor Gelegenheit fanden, ihr reiches Können voll zu entfalten. — Dem „Turm zu Babel“ ging Rubinsteins musikalisches Charakterbild „Ivan IV,“ (Der Grausame) voraus: Die Komposition ist bereits stark verblaßt, doch bemühte sich Kapellmeister S. Braslawsky, der dem vorzüglichen Hakoah-Orchester ein gleich vorzüglicher Führer ist, die Farben möglichst aufznfrischen und stürmischer Dank iohnte,sein Streben. Von den Mitwirkenden nennen wir noch die Solisten Herrn Leonardo Aramesko, Herrn Dr. Leo S z a nt e k und den ganz vortrefflichen Sänger des Nimrod, Herrn Leo Kaplan von der Volksoper. flb, Max Reinhardts Wiener Tätigkeit. Es sieht jetzt fest, daß Max Reinhardt in der allernächsten Zeit in Wien Vorstellungen gegeben wird. Sie werden im Redoutensaal stattlinden. Von dem Projekte, im Schönbrunner Schloßtheater zu spielen, ist Reinhardt zurückgetreten, was wohl auf den Umstand zurückzutühren ist, daß sein Plan, mit einem fremden Ensemble „Schauspiele vpn Schönbrunn“ zu inszenieren und dann mit diesen Vorstellungen unter diesem Titel auf Gastreisen zu gehen, auf. starken Widerstand stieß. Die erste Vorstellung im Redoutensaal unter Leitung Reinhardts soll am l. Mal stattfinden und späterhin an allen Abenden, an welchen dieser Saal frei ist und an denen bekanntlich Oper und Burgtheater für Kammeraplele benützen werden. Aus den Theatern. gelangen morgen „Die Im Lustspieltheater bringt die Freie jüdische Volksbühne morgen „Zu spät“ zur Darstellung. _ Hager.-Bund, Der Hagen-Bund eröffnet am 22. April 1922 seine diesjährige Frühjahrsausstellung. An dieser Ausstellung können sich auch Gäste beteiligen. Als letzter Anmeldctermin wurde der 7- April, als letzter Einsendetermin der 14. April bestimmt Anmeldeformulare sind im 'Ausstellungshaus, 1., Zedlitzgasse 6, in der Zeit von 9 bis 12 Uhr und 2 bis 5 Uhr erhältlich. Neue große Erfolge der Wilnaer Truope. Die berühmte Wilnaer Truppe, die mit Anskis „D i b u k“ b>snun den größten künstlerischen Erfo'g erreichte, hat neuerdings zwei Erstaufführungen herausgebracht, die .begeisterte Aufnahme fanden. Die Künstler spielten Leonid Andrejews„DleTage unseres Lehens“ und in Morewskis jüdischer Nachdichtung Gutzkows „Uriel Acosta“. Ändrejews schwermütigrussisches Bühnenwerk zeigte \yieder das mustergültige Zusammenspiel der Wilnaer aut unerreichter Höhe. Eine Meisterleistung bot Frau Noemi in der Relle des Mütterchens. CONTINENTALE I BANK Wien, Mare; AureistraBe 5-7 2 immiim’iimnminimitnii'wiunnni « To?. Hr. 20-4-CO, 2C-B-91, 20-8-40, 22-5-7Ü B Telegramm - Anresse i Contlnonlatbank 133 b Wechselstube, IL,Taborstr. 4Sa. Tel. £ ■ Bank und Wechselfieus Wlpptingerstraßo b i I. WlppilngerstraSe 1. Telephon 14-3-78, 12-2-09 £ B B sa a'a n s B n J B 8 B S B B Q B B B B s s a B B e ■ n n B B B O B B o ■ Volkswirt. Gestempelte Krone Auszahlung Wien « — in Zürich notierte: die österreichische Krone die Österr. gest. Krone . die tschechische Krone, die Mark Agram ....... Bukarest. Budapest ...... Warschau. .07 Centimes. .063/4 Centimes. -.06% (—.06% am 28. März) -.07 (-.07 am 28. März) 9.32 ( 9.25 am 28. März) 1.54 ( 1.52 am 23. März) 1.55 ( 1.55 am 28. März) (-- am?8. März) (-.57 am 23 März) —.13 (-.13 am 28. März) Im Burgtheater Räuber“ zur Aufführung. Im. Operntheater geht morgen „D e r Troubadour“ mit Herrn Alexander Kirchner von der Berliner Staatsoper als Manrico, Frau Liane Martini vom Leipziger Stadttheater als Leonorc und Fräulein Marie Olzsewska vom Hamburger Stadttheater als Arzuzena in Szene. Herr Jean A t h a n a s I u von der Staatsoper In Bukarest, der sein Gastspielengagement mit Italien löste und für weitere zwei Monate in Wien bleibt, wurde von der Direktion für ein mehrabendliches Gastspiel verpflichtet. Der Künstler wird, zunächst Samstag den 1. April als Escamillo in „Carmen“, Sonntag den 2. April als Luna im „Troubadour“ und Dienstag den 4. April als Scarpia in „Tosca“ gastieren. In der Volksoper gelangt heute „Die Boheme* mit Frau de Debicka als Miml zur Aufführung. Dirigent Herr de Stermich.. Beginn %3 Uhr. Im Deutsche n'Volk-stheitcr wird morgen „D i e 0 p f r u n g“ aufgef ihrt. Montag den 3. April gelangt Gerliart Hauptmanns Drama „Einsame Menschen* zur Aufführung. Für diese Vorstellung gelten volkstümliche Preise ohne Vormerkgebühr. im Josefstädter Theater wird morgen „Halbwelt* gegeben. ImWIenerStadttheat er geht morgen „A m Vorabend“ in Szene. im Raimund-Theater gelangen heute die* drei Einakter von Felix Saite.,. „D#r Graf“, „per Ernst de* Lebins“, „LebenxgsM'irtm t Lern'd Kramer und Adolf W ei sse als Gästen, sur Lrsiauiuihrunc und morgen zur Wiederholung. Ein Sträußchen von Steuermilderungen. Von Dr. Heinrich Schreiber. Nadh <fcm Stm«nn von noiicin Steuern^ wddher UM die Jahreswende geweutetpt ■hiii'ee, isit dtnlk eimor bet seren Einsicht und i-nidii’j?.tnlief'rei’.n:l(!i:ci':erein Gesdnmunf? e!m Sträußchen von Fr.tcucnniiilUemi’.U'g'tin geplüeikl und der Iijudtustne in dien Schoß gelegt worden.' YVa« dtiesen &br,iu-enhegü'ni:fiiigiumg>esi ihne Eigen* amt MeiHoilhii, liicgt darin, daß die hü-rgerlidien und s©z?;iaÄi;srüi=cj «ti Dairteten eiirynrai auf richtig ein-geauinnurt hohem, »tun dar liwlnr^bric, die umte-r der drückctntdcm Laut dierUdlwa-rieatiuroig schwor keucht, eun Zeichen der AufTniu<ntcmu>ng ziu gehen». M'im hart begriffvn. daß mau die; T»nr!u;?/#'iHe, 'weMi* diie Näh»rnitmer der Arboiäwehaft >a>t, niie^t völlig der Begehr lieh kein des Fnsku« ausä'iefeun darf, daß es auch da Greutzon gibt. die nfrue Gefäju.trKlung von Lebensiniiictresi cu vor, Larod uud Vo’lk nklvt iilieris^au-n-t wenden dürfem. So hat mau sich danu d<u»u hembeige!ta«sen, ir d^n b» lernen Leldani-Ikieildh dier .prodiuktuA'en Air beit ein paar süße Trvipfen m tiräiuf&lm, aus dem die Industrie doch wieder eimimafl et wa« Laf.,«al rhlürfem kämm. Es i-t. wie orwa|, urt., nii'dhit aillliziurviiel, ail,er d^eth ej-nc Vleime Hemzsitänkiug, die wohl* bc(v» mrnnt. FreiTitch ist die dia^voi h«eirvor!wehteu«lc anriru'^r.rietfÄndernde Teudeutz ' rnx'h lauge niichit mit einer kaq,t-t tui § s re-um«. Dich eu Stimmmu^ w verwechselu. Im GeganteW, mau tnacbtK.it zwiisohen Indmr-itirie uud Kripiti’J geuam m somdieun, vor alüem dem B-auÄslkoipita/l d'ie kakc?ici’«uiltco* zm »eigen uud die d-er ludwnrie geboteueu Stou»crwx il|ihar.ten zmm Vondpauu zu mutzen, unu -ne AN« dem Baum kreis der B-aukcn m ziehen, sie von dr;m B*atn(klk,rodlit unobhäng'ig'er Z'U rruachieu. So]d.iips sdiwebt naui-utlticb dein Crosetiz über due Steuerfreiheit der Zinsen für Industrieobllgationen von vveilcfc befähigt wenden sollen, den »dh'W«bsnd>sn Brnf ikueclit diiunch fuudiiente AntleTeu zu epsepzeu. uud dcuen daber die geLet.7'.'cbe Stemerfireibei't dm Z;u>8eu.ggwälidel>5tet, bo/ieliawiigisweise d’orairt SMigc-Atsket wind, di::ß do« Bciruefi« den GMitz-Ati'cAieu aaidi damu zuH-tst» en ktommi, weuu chie bkfwigc Sebuauke c!t*.'.ircf ,brochen uud diais-ObHgatt'iOTßukaipital üibeir das Aktienik.n,p*itiail tu nanu gosteigeirt wind. Bei VVs,-«erkr«ftu«1 Ai«g,*.tioneu. diie scf’inn jeiit en vogtw sind, geht diic Bevouzu^ni^g soeair nnch werter, indem die NovcÜllc übor dije W atsflieTctekkri zit wi rtschaft skh hticf-4 stn dw Stnvrfrciheil dtar Of^gfatiouenzttisetn stVIein ge*iüg«n läßt, voud»Mi die. »TlendinA.'' zeii.i'icb bescbrtinktie.!?, vMu-srei>'eit dos Outcrnebmen« an s-ick. nicht h!oß d»c* , sondern auch der Ak'taeudi'vtdieude gewährt. Vom (%il!igatloui4,.8jp'it«f f(Wwt die Po4It^k der Tndwetrieföindmtug‘ »u d«t» Portefeuille- Aktie«, durc#! d-Hpen steKorirbegüni ti’.jrte Bebend» Hvnggltei'ö'ifa'M« e’in aö'ter fnommec Ww«cfi d#r KapiUfWk'lain^ endlich vo»!i in ErfüHuu^. gegämgTU ist. Eine Ai^chl-ag»ra/iä'ung h-a«e bereits die Pemsouiaii-it«oerncivd1!«? ex 1920 geAeii tot, jetaut aber ist dmudh c:«:e iwv*em«r.!«>c4ie Roviision die« einsclnIHgigwi Gesetze ertikeHj a^’idh tvi-er gründüfebe Arl,ei< geleistet vvrvrdien. dne nicht heim Portefeuille der uml Grü-r!» •niTS^fcM'diaft l>bd>, srndem s»Ne :u S c h 3 c h t i 1 g e ft e! 1-; s c ■’ a f \ e n ein.gr,»t-eu und e'.n;ef.Tr.3-1lm B/'* tci'üu’iungcu eiuiadulicßt uud auch den Aktien-' ie Por^e« tausch iu ihre Regeiuiu^; an-ifmiiimut. D'ie fcaplle-Akti'un der Grüimlaunigs\yioso]lii.-c‘haft scliendctf Lin Vciji’iähiii<s ihre« Gewidki'.a» zäum Gewannllka^Höl der Ce<&e!il,:'cik.af.i aw ihrer Basmeiucnumg au«; allen* d‘.n,gs i*s?t da« Grunrliung d^tuiiii zoidlioli;iaf dlie Jöbrflj 1920 bis 192^ begremzt. Dafür r.Hvor gebt olmle .'c.lch zeitl'ic*he So* ranke die AiktienbcneiHgimitg {x..,r et sitm^le zu vici FünftoJ steuerfrei auß, 'Ver.icf das In« org.^eme':'.« mindi? tcmis ein Fünftioi der! Em-issccn aiui-anrcbt um! ümc Ba-iitzidcucr ntot t:ntojt fünf pf-fre awiikt. Der Aktientauscb IdcTjÜ gl-eich fall« .•it'e.ue*i-1'.efre,'t, tum eu;-t dann tiribui'.ipfHditigf m wardiru, wenn dlie gctcuuclvt-en Stüdloe gclcgcnCH lieh ven-i'iSort wemd.-n. Damit fet dile Serie dietr St^nererl-eitcü'.i*crougesI noch nief « aihgewi.dlailt. Don Sal.ilußpaür.bt sctÄt pobem der Zulässigkeit bescb.ik'ianigter Abschreibungen für den verlorenen Bau auf* wand die $ieu<crfrei.e Dn.incrAa »3mg wn Rüd<lagcq für V a 1 u t a v e r 1 u s t e wnid für Ersätze v o tj Betriebseinr i c h t u u g e n bds?inr Eläiflch dier Dotnti’oncu in weichem Amwioße, daß dninr:it diy Aibnützoug dtos Sub^tamzweintjc, trotiz dier AW^rödc^ iuiiiig des Geldwertes nnchgcf'ri’l' werden kar.u. 1 Men niordert es den, .Go-et,zeu an, diaß stich dii« Steueiwarvvn’.trng diie»^e Bctgümivtigf.mgein mief t keicht abrngcu keß. abor -eb.ficßlicfi rriri')gcgcil>en hart, weil d'ie Vcirhäknisse stärdvor sind-, at!« dmß cs mögliicfi gewesen wäre, Normen, diie iu grauer Theorie vcrailtc|£ sind und sich zu Tode geleibt haitiUon, länger z-4 halten. Sieht nvn nähur zu,?o ist eis doch ni-’ir Ea»'ib oiix-n, dns von scl'Tx't zu Bcdieu sinken mußte. Etz! gebt n-iefnt an, Sciif.ilido'iniscu ai'is Gewimme z>u fai -ertv es gehl weht an. die Do^p-e’ibositeuiorr.inig, wie sie iirf Portcffui’iHe»- i?rvd Scibac' ifeiaktisn rktirahsjckerl, zu übeufinronon. i:rtd es war nninpremh'ir, autch in dctl Valori.sntwn des Gelds? der Steucrhil’amiz däe gleiche Komres^inn zu machen, wie sie dier Staat, für soin<( Anfofderung in Au'sclhilag buiuigL Das Ergebnis der Frühjahrsmesse. Es wird uns mitgeteilt: Nach den in den FragebogeÄ lifcdergelegten Aussagen der Aussteller ergibt sich nacltz «Jen bisher eingetroffenen Bo^en für den Erfolg der Früh» iahr8messe 1922 fo’gendes Bild: 71% der Aussteller konntey durch die Messe neue, zum größten Teil internationale Verbindungen anknüpfen. Auf einen dieser Aussteller kommen im Durchschnitt eit neue Verbindungen. 29% der Aussteller vermochten neue Verbindungen nicht anzu» knüpfen. Im Verhältnis zur Herbstmesse bezefchnetea ihren Erfolg a's besser oder gleich 34%, als schlechter 42°/, der Aussteller. Der Rest konnte eine Auskunft hierüber nicht geben. Unter Berücksichtigung sowohl der eingegangenea Verbindungen wie des durch die abgeschlossenen Geschäfte erzielten augenblicklichen Erfolges läßt sich für die einze’nen Branchen folgende Staffel aufstellen: Am besten hat die Galanteriewarenbranche abgeschnitten^ daintz die übrigen Branchen in der Reihenfolge ihrer Aufzählung; Galanteriewaren, Spielwaren, Maschinenbau, RauchartikeL Bekleidung, Textil, Glaswaren, Landwirtschaft, Haus- und Küchengeräte, Parfümerie, E ektrotechnik, Eisenun<J| Metallwaren, Bauwesen, Lederwaren, Optik und technische? Instrumente, Papierwaren, Schirme und Stöcke, Fahrzeuge, Juwelen, Gold und Silber, Schuhe, Möbel. Die bis jetzt vorliegenden Bogen der Gruppen Korbwaren, Seilerwaren, Beleuchtung und Beheizung, Lebensmittel, Musikinstrument® und Chemie lassen sichere Schlüsse nicht zu, Die im Augenblick aus den ausgefüilten Messeausweis* abschnitten nach Namen festzustellende Anzahl der a u s- 1 ä n d i s c h e»n Einkäufer beträgt 7199. Mit der Gesamtorgan:sation der Messe waren 65% der Aussteller zufrieden, mit ihren Ständen 70%. Der Rest hat entweder einzelne Institutionen zu bemängeln oder war unzufrieden. __ Abtragung der alten Kronenschulden zwischen Oesterreichern und Neuitalienern. Rom, 28. März. Das Finanzkomitee der römischen Konferenz hat Montag die Verhandlungen über die. Ab» tragung der alten Kronenschulden zwischen Oesterreichera und Neuitalienern abgeschlossen. Die Einigung ist auf der Grundlage zustandegekommen, daß die Ausgleichung durch ein i n t e r n e s Clearing in Oesterreich wie in Italien erfolgen soll, sodaß die von Oesterreichern geschuldeten und in Kronen zu zahlenden Beträge zur Befried!« gung österreichischer Gläubiger in Kronen und die voh Ualinnern geschuldeten und von diesen zu zahlenden Be* träge zur Befriedigung italienischer G.äubiger in L i r e za dienen haben, Die Ausgleichung vermitteln die A b r e c ,h* n u n g s ä m t e r, wobei beiderseits auf die Bezahlung eines etwa unbeglichenen Saldos verzichtet wird. Gleich» zeitig wurde hinsichtlich einiger Pfandbriefinstitute eia Sonderabkonimen getroffen in dem Sinne, daß die Forde» rungen, die diese Institute in Neuitalien besitzen, zur Be* triedigung italienischer Besitzer von Pfandbriefen dieser Institute herangezogen werden. (Die auf alte Kronen lau* tqnden Forderungen und Schulden aus der Zeit vor upd während des Krieges werden in beidpn Staaten erst konskribiert und dann bei jeden der beiden Abreclmungs* Ämter kompensiert. Bis zur Durchlührung der Abrechnung tritt eia Zahluugsvcrbot in Kraft.) Die Entwickiungsmöglichkeiten des Bergbaues in Syrien und Palästina. Dr. Paul Range schreibt «, dej »Zeitschrift föf praktisch* Geologie«, Heft 8, 1921: »Systematisch* geologisch-bergmännische Erforschung des La nid es hat bisher noch nicht stattgefunden, i«t aber zu empfehlen. Die bisherigen Funde an Erzen, Eisen, Mangän, Kupfer* Antimon simd unbedeutend, nur sind in früheren Zeiten im Libanon Eisenerze gefördert worden, (die da* Material zy.den berühmten Damaazenerklingen liefet** ttn. Bei Latakijeb wurden 1YV4 bis 1907 jährlich 2$* Tonnen Chromerz gewonnen, in Nord'syriea sind weitere Chromerzlagorsiätten wahrscheinlich. Die Gewinnung nichtmetallischer Bodenschätze Ha< bessere Aussicht«, wenngleich die während des Kriege* im Libanon aufgemachlon Abbaue auf KreidekohleQ mit viel Schwefelkies- und Aschengehalt, sehr zer» stückelt gelagert und von geringer Mächtigkeit (täglich e:ws ISO Tonnen Fördcn-ng), in der Zukunft mit den eimgofijhren Kohlen nicht weiter im Wettbewerb »; bleiben werden.

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