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Wiener Morgenzeitung · 1922-03-29 · Heft 1136 (29.3.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1136 (29.3.1922)
Date
1922-03-29
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Kt. 1130 Wien, Mittwoch Freie indische Volksbühne Gutsplel im Lvittplelthettef Neutet halb 8 Uhr abends: Üer Prisyw - Tojwje, I«- Die Ejie Aus den Theatern. ImBargtheater geht morgen »Das Schiff fenacity* In Szene. Ira Oper Btheater wird morgen' „P e uer 87 8 0 ta und „J 0 s e Is I e g e n d eä gespielt. ImRedootensaalder Hofburg gelangt morgen »v e r Barbier vor» 8 e v i l 1 a“ zur Aufführung. In der Völksoper geht morgen „Die Boheme“ In Szene. Frau de Debicka, die auf ihren kontraktlichen Urlaub verzichtete, verbleibt weiterhin Im Ensemble und hat für.diese Vorstellung die Partie der MIml übernommen. — kn der Samstag den 1. April stattfindenden Aufführung Von „Carmen“ gastieren Frau Kammersängerin Elsa Bland in der Titelrolle und Herr Jean Athanasia als Escamillo. Jm Deutschen Völksthealer wird morgen *M a m a° gegeben. — Samstag den 1. April, 7 Uhr, gelangt S c h ö 0 H errs ftinfaktigte Komödie „V i v a t a ccadem ia!4 unter Leitung Dr. Heinz Schulbaurs *ur Uraufführung. Im Raimund-Theater gastiere« morgen Leop. Krame r*und. Adolf W e I s s e in #Der Gr a f“, »Der Ernst des Lebens“ und »Lebensgefährte n“. ImKomödienhans findet Samstag den 15. April die Uraufführung der Wiener Posse „Die Parlament s k a th 1“, von Robert Blum und Alois UM treich, Musik von Edmund E y s 1 e r> mit Hansi Niese in der Titelrolle, statt Im Lustspieltheater bringt die Freie jüdische Volksbühne morgen „Der Singer fin seia T r ä u e r“ zur Darstellung. Filmschau. Schließung mehrerer Kinotheater* In der dieser Tage abgehaltenen Generalversammlung des Bundes der österreichischen Lichtspieltheater schilderte der Vizepräsident Dr. Richard Kominik in seinem Tätigkeitsbericht die triste Situation, in welche das Kinogewerbe durch die hohen Löhne, die enorm gestiegenen Fffmpreise, die Lustbarkeitssteuer und Stromkosten .gerate» sei, so daß bereits. zahlreiche Wiener Kinos g eschlossen werden mußten. Insbesondere stehe eia Zusammenbruch der Kinos in der wärmeren Jahreszeit bevor, wenn in der Frage der Lustbarkeitasteuer seitens der Gemeinde nicht wesentliche Erleichterungen geschaffen werden. Bei der hierauf vorgenommenen Wahl wurden Herr Weiler zum Präsidenten, die Herren Dr. Kominik, D o m a n s k y und Hollwägc r zu Vizepräsidenten gewählt. Selbsttätige, daher kostenlose Reinhaltung der Schreibmaschine PATENTE AM GEMELDET BUROTECMN. A <S. Wien. i, v.wuN3trr>sT rasse s* TELEFON Mm 17231. " OES. QESCH PAP1ERMESSE: Stlftskaserna B/3136 Volkswirt. Gestempelte Krone - —.07 Centimes. Auszahlung Wien - —.037« Centimes. in Zürich notierte: die österreichische Krone (-.07 am 27. März) die österr. gest. Krone . . —.07 (-.07 am 27. März) die tschechische Krone. . 9.25 (9^5 am 27. März) die Mark . . . * i . . 1.52 (. 1.55 am 27. März) Agram ........ 1,55 ( 1.60 am 27. März) Bukarest . . * * . . . am 27. März) Budapest . ... . . —.57 (-.58 am 27. März) Warschau. , .... —.13 (-.13 am 27. März) Ableben des ehemaligen Gremlalpräsidenten Leopold Pollak-Parnegg. Gestern ist der Seniorchef der Firma Hermann P 5! 1 a k s S ö h n e, Herr Leopold P b 11 a k-P a r n c g g, ehemaliger Präsident des Gremiums der Wiener Kaufmann- Schaft, im 83. Lebensjahr gestorben. Mit ihm scheidet eine der Markantesten Persönlichkeiten aus der Periode des industrielle« Aufstieges der ehemaligen Monarchie aus dem Krpise der Lebenden. Aus einer mährischen Kaufuiannsfamilie stammend, hat Leopold Pollak-Parnegg. aus den kleine« Anfängen eines kleinen Kurreniwarenhandels eine« seine Wirksamkeit Über die Gren zen der ehemalige»* österreichischungarischen Monarchie hinaus erstreckenden Betrieb geschaffen. Die Firma Hermann Pollaks Söhne hat nicht nur in Böhmisch-Trübau, in Dörl, Braunau, Krazau und Floridsdorf großangelegte Fabriksbetriebe gegründet, auch In Nenrode in Preußisch-Schlesien und ia Rouen in Frankreich hat sie große Betriebe geschaffen und ihre Zentrale in Wien stand Ja Verbindung mit allen Exportgebieten, kn welche Österreichische Teilllfabrikate überhaupt Eingang fanden. Aber darüber hinaus feat sich die ungewöhnliche Schaffensfreude, die seltene Energie des Verstorbene« auch auf weiten Gebiete« des Bffentiichea Lebens betätigt. In der Wiener Handelskammer,. fo Industrterate, im Zollbeirat, vor allem aber in der ßescteilehea Vertretung der Wiener Kaufmannschaft hat Leopold Pollak-Parnegg seinen ungewöhnlichen Arbeitseifer, seine reichen Erfahrungen und eine ungewöhnliche, zielsichere Energie in den Dienst der Allgemeinheit gestellt \ Der Repräsentanz der Wiener Kaufmannschaft angehörend, stand er von 1897 bis 1912 als Präsident an der Spitze des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft Dieser Zeit dankt nicht nur das Gremium seine Entwicklung zu einer zentralen Vertretung des Wiener Handelsstandes, das Haus der Wiener Kaufmannschaft wie auch die großen humanitären und sozialen Institutionen des Gremiums der Wiener Kaufmannschaft danken seiner Anregung und seiner zähen Energie ihre Entstehung und ihre Weiterentwicklung. Er rief die Altersunterstützungskasse der Korporation zur Unterstützung alter und erwerbsunfähiger Angestellten und Arbeiter des Wiener Handels und ihrer Witwen und Waise« ins Leben, er schuf die Einrichtungen zur Unterstützung verarmter Kaufleute und ihrer Angehörige«, die dem Gremium der .Wiener Kaufmannschaft angehört haben. Seiner Initiative dankt vor allem das Krankenhaus der Wieaer Kaufmannseh a f t auf der Türkenschanze, das Genesungsheim in Gießhüb! die Entstehung. Auch auf den? Gebiete der Entwicklung des kaufmännischen Bildungswesens hat er durch eine zielbewußte Reform der kaufmännischen Fortbildungsschule des Wiener Haudelsstandcs, durch die Gründung der Handelsakademie auf dem Esteplatz und ihre Auswertung für die Zwecke der Weiterbildung für Lehrlinge und Angestellte Dauerndes geleistet. Ein im tiefsten Innern von warmem sozialen Geiste erfüllter Mensch, der es auch stets verstand, seine Berufsgenossen zu gemeinsamem sonialen Tun zu begeistern, ist mit ihm dahingegange«. Die Wiener Kaufmannschaft hat seine große« Verdienste um Nike Einrichtungen und ihre soziale Geltung durch die Verleihung der Ehfenmitgliedschaft des Gremiums der Wiener Kaufmannschatt seit 1878 dankbar anerkannt. Seine Werke, die vielen, vielen tausenden hilfsbedürftigen Kranken bereits zugute gekommen sind und noch zugute kommen werden, sichern seinem Namen in den weitesten Kreisen des Wiener Handels ein dauerndes, ehrendes Andenken. Geld 2?«efoft Pf, 2872.59 6 2284.50 9148.- 2257.58 835.50 834.5* 8 P S tm- 1598.75 38.275 I <58.75 385.76 4V„ 7844,- 5 681.50 5V# 1374".- »f, 4953.- 5 7 Knr* r. 2V. Mlrz Wore Geld Ware 2877.58 2852.50 2857.50 2290.50 2387.- 2393.- 9172. §14«. - 9172.- 3267.58 2242.58 2252.50 «34.50 036.56 «17.50 040.88 832.— 8S8.- 134l!- 132»!- I33l!— 1600.73 1611.28 33.325 33.175 33.225 1161.25 1173.75 11.78.» 384.36 385.70 ' 388.36 7«53.-v 7557.58 7M8.S8 f 82.50 682.50 633.9» 13766.- 13682.56 13K2LS 5G65.— ^965.- 4015. Die. Valuten. Im gestriges Verkehr wäre« fremde Zahlungsmittel neuerdings höher, wobei sich das Geschäft in den allere«g3tea Grenze» abwickelte. Nachstehend die offiziellen Schlußkurse: Veröffentlichung der Devlsenzentrale vom 28. März 1922. Devise« (Scheeles u»d Auszahlungen) Aasterda* f. 100 hall. Golde« , Agram 100 jag. Kronen .... Belgrad 100 Dinar.. Berlin 100 deutsche Reichsmark . Brüssel 160 belgische Francs . . Budapest 108 ungarische Krone«, Bukarest 109 Lei ....... Christianla 100 norweg. Kreseeji . Kopaahegt« 100 dänische Krenor Lftftden 1 Fluad Sterling . . .. Madrid 10» Pesetas. » . . » , 1/lüllpnd IM.LIre. . » , ... New York 1 Dollar. Paris 100 Francs .. Prag IÖ6 teckeefcd-sJnw. Krone« . Roß* 100 Lew» ...... Stockholm 106 aehnredtoehaKronnr Warschau 100 polnische Mark . . Zflrick. 100 schwelgerische Präses Kote« Amerikas. Xeten v. 3 Dsllsr aufw. » B kleinere . . » Belgische Koten 100 Präses . » Bulgarische Note« eu 1000 Leva * » B » 100 , « b , kleiner«... Dänische Noten 100 KreneT . . Deutsche Note« eu 1000 Maifc. . e » » 100, B .. . n n kleinere. . . . Engl. Noten von 5 Lfvrcst. aufw. . . kleinere. PraneBsisehe Noten 190 Prianes . Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufw. . . kleinere . . . lugosl. Noten mgest, zu 1000 Dinar » " » .^00 * - o , kleinere . . Norwegisch« Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 368 Mark aufw. 0 p kleinere.... Rumänische Note« zu 1000a. 500Lei * . kleinere ... ■ Russ. Note« (Roman.) sa MO Rubel » * » 100 , » t> o kleinere . . Schwedische Noten 166 Kronor » Schweizerische Noten 180 Francs Spanische Noten 160 Pesetas . . Tscheeho-slow. Not. v. 1006 aufw. « o kleinere . » Ungar. Noten (neue Cm.) zu 1000 Kr, , r.u 10.006 Kr. » , . , » kleinere -. i m® 1973.58 1943.50 1946.58 18».- 193.- 188.- 190.- 1478.18 1481.23 1488.75 1471.23 75*4.— 7a».-. 7506.59 75iaS8 6S0.’56 6NÄ «3ö!50 4585.— 4905.- 4745.- 4755.— 4795.- 4865.- — lsi*T5 tS3l!» 1388!» isÄ!» 2270.- 2280.- —.— ~ •— 33^075 »15 S2JT5 3Ü825 32.978 33.0» «80.58 681.50 «81.- 682.- 2347.50 2852.98 2837.5» 2842.58 382.78 383.30 383.78 304,38 Sl«!— »m!- »i«!- 9172!- 131»!- 7321!"- im~!3Cl!- 183.73 189.75 183.- 187.- 5341.’- D5S!- 5344.— B3W!^ —!— : I94LM 1»2S!58 ISÄ.’Ä 1473.75 1478.25 1458.75 1461.25 1143.73 1151.25 1153.75 1136.25 137.40 I3T.80 135.98 136.10 137.30 137.58 S54.50 030.58 852.— 858.- —•— —— —,— —.— Eine Verfügung der Preisprüfungskommission über die Lohnberechnung bei der Preisfestsetzung* In der Rechnung über die'Herstellung gewerblicher Arbeiten -werden häufig, wie die Preisprüiungskommlssion in einer Zuschrift an den Niederösterreichischen Gewerbe- Verein aufmerksam macht, nicht die zur Zeit der tatsächlichen Ausführung d'eser Arbeiten, sondern die zur Zeit der Ausstellung der Rechnung geltenden Löhne zugrunde gelegt. Die Preisprüfungskommission erklärt, daß dies nietat angängig sei und daß man die Löhne zur Zeit der tatsächlichen Ausführung der Arbeit in der Rechnung zu berücksichtigen habe. Nach eingehender Erörterung trat der Vdrwaltungsrat dieser Auffassung bei, bemerkte aber, wenn die Kundschaft trotz rechtzeitiger Rechnungslegung erst später zahlt, so muß man gerechterweise zumindest die Zinsen für diese Zeit verlangen dürfen. EffcktivzaMung der In ausländischen Währungen nusgedtückten Einhebungsbeträge im Eisenbahnverkehr. Die .Wiener Zeitung“ veröffentlicht eine Verordnung, durch die das mit 1. Februar d. J. (im Tarifwege) für den Personen- und Gepäckverkehr eingeführte "Recht ' der Eieenbahaverwaltungfs«, die Zahlung der in niaer ausländische» Währung ausgedrückten EinhebungsbetrMge i« dieser. Währung effektiv zu verlange», auch auf de» Güterverkehr ausgedehnt wird. Diese Verordnung tritt mit 1. April i» Kraft und enthält die weitere Bestimmung, däS die Eisenbahnverwaltuneen in jenen Stationen, ia denen sie vea diesem Rechte Gebrauch mache«, dies^ durch Ars«h)ag bd den AbfcrffguiMBsteltea kund&amacben haben. LS.'MrÄ MS' , Sötte!* ,»B->»W«.».»—' > -—..... ■ -M . J Anglo-Auetrian Baak. Nach ^erfolgter Konstfil l.tiierung der Anglo-Austirlan Bank' in London wurdd Sir Herbert Lawrenee zum Präsidenten ernannt, —d Wie verlautet, sind in Wien zwei Generaliräte de^ Ariglo-Austrian. Bank eingetroffen, Herr S ip' e n c esj;S,mith und Exzellenz B ark, mri!'hie? mit den Wiein^ leitenden Persönlichkeiten des Instituts die ..weitCreei Maßnahmen und das nächste Arbeitsprogrämm. >de^ •Bsönk zu bespreche«. Die neue Anglo-Au-sibriati BanH wird ihre Geschäfte in Oesterreich m der bisher von dep : Anglobank geübten Art und Weise duirch-führcti. Eine Veränderung hinsichtlich der Besetzung der teitendenj Posten des Instituts sei nicht beabsichtigt. Herf‘Spehces} 'Smith und Exzellenz B-ark kamen von Prag, wö sie xa| isingwicrigv» Verhandlungen die Angelegenheit der Ge-) Währung der Pfundanleifie an die Tschecho-Slpwalce? perfektionierten und gleldhizeitig dis' Vereinbarungen über die Errichtung der Anglo-ceska Banka ffestgeleg€ hataeci. Die Einwirkung unserer wirtschaftlichen unH finanziellen SesstzZetaung auf den Import. Heute findet im Gremium der Wiener Kaufmannschaft IV^ Schwarzen*» bergplntz 16, im Anschluß an die Generalversammlung de« Verbandes österreichischer Exporteure um °f,7 Uhr abend» ein Vorträg des Herrn Kommerzialrates Heinrich Rosenber g über das ebige Thema statt. Gäste willkommen. Aussperrung in Oberösterreich. In der Textil* Industrie Oberösterreichs ist es zu einem schweren Konflikt gekommen. Die Arbeiterschaft fordert die Auszahlung der gleitenden Teuerungszulage in gleicher Höhe, wie siö die Textilfirmen in Wien und Niederösterreich seit Mitte Februar bereits auszahlen. Die Unternehmer erklären dem» gegenüber, weder durch Vertrag noch sonstige Ab* machuHgen an die Wiener Sätze gebunden zu sein, Auch vertrage die Lage der Öberösterreichischen Textilindüstri« im gegenwärtigen Zeitpunkte keine Lohnerhöhung mehr* zumal die Löhne in Tirol, Vorarlberg und Deutsch» land etwa 50*/, niedriger als s in Oberösterreich sind. Da die Arbeiterschaft demgegenüber zur sogenannten .passiven Resistenz* griff, wobei etwa nur ein Drittel def bisherigen Arbeit geleistet wurde, ist bereits am 24. d. M* nach mehrmaliger Verwarnung mit der Aussperrung der gesamten Arbeiterschaft in allen Betrieben vorgegangen worden, ln Betracht kommen 3000 bis 4000 Arbeiter./. Die Arbeiterschaft hat zur Klarstellung der Rechtslage das Einigungsamt Linz i angerufen. Die Aussperrung dauert an« Geschäftsverirehr mit Schottland. Heimische Interessenten erhalten in der Exportabteilung der Handelskammer in Wien unter Z. 42433 Namen und Adresse, eines Vertreters in Glasgow, der sich für folgende Artikel interw essiert: Halsketten aus Bernstein, Perlbeutel, Damen» täschchen, Galanteriewaren, Bijouterie waren, Abfallmetallh und Iridium. Neue Einfuhrgebühren in der Tschecho-Slowakef, Wie das Handelsmuseum mitteilt, werden bei der Einfuhr von Korbflechterwaren, Pneumatiks (ausgenommen solche für Fahrräder), Furnieren, aus gewöhnlichen Hölzer«/ Stöcken aus Holz und Rohr, Holzmöbeln, Zelluloidwaren und ähnlichen Gegenständen 5% vom Fakturenwert? pIs - Manipulationsgebühr eingehoben. Nähere Auskünfte erteilt die Zollabteilung des Handelsmuseums, IX., Berggasse 16. Wiener Börse. Gestützt auf die leichte Versorgung, bei Welcher fffteinzelne Werte Stückemangel herrschte und Krupp-Aktien ohne Zinsenvergütung gesucht waren, eröffnete die gestrige Börse in sehr fester Haltung, doch waren wieder nint* einzelne führende Kullssewerte wie Alpine-, Stäatsbahn** Krupp-Aktien und Südbahn-Prioritäten Gegenstand regerer Nachfrage bei lebhafteren Umsätzen. Vorübergehend kamtz« auch Oesterreichische Kredit-Aktien ins Fahrwasser der Besserung, doch war die Festigkeit In diesem Effekt nicht von langer Dauer. Zeitweise verminderten sich die Umsätze, ein Teil der anfänglichen Erhöhungen ging verloren, da. die Spekulation die Hochkurse zu Gewinnsicherstellungen benützte, doch erfolgte der Schluß , in fester Haltung, wobei einzelne Werte gegenüber dem letztgemeldeten Stand ganf ansehnliche Abwärtsbewegungen zu verzeichnen hatten. An der Spitze der Bewegung Ständen K r u.p p - A k.t i e n, die durch fortgesetzte Deckungskäufe und Käufe für englische Rechnung ein© Steigerung von K 4300 aufzuweisen hatten. Ä 1 p i n e» Aktien gewannen infolge von deutschen Käufe« K 4990. Staatsbahn profitierten K 4350, die Genußscheine derselben K 1900, Lombarden K 1690t Südbahn- Prioritäten K 3040, Skoda K 2600 und Timber K 1850. 1?« Schranken herrschte ebenfalls eine ausgesprochen feste Haltung und waren namentlich tschechische Papiere begehrt und höher. Aussig-Teplltzer gewannen K 530H Buschtehrader lit. B. K 1000, Dampfschiff K 6000, Aussig ehern'sehe und Brosche Spiritus je K 2500, Berg und Hütten K 3500, Felten-Guilleaume K 2200, Prager Eise« K 2700, Ungarische Allgemeine Kohlen und Westböhmen j« K 2000. Fanto K 3000, Karpathen Petroleum' K 40Q(\ Gosmanos’ K 5250, Schöller Zitcker K 3500 und Oester* reichiscbe Eisenbahnverkehr K 2490. Lediglich Böde»- kredit wurden um K 900 und Tafböuches um K 5950 billiger abgegeben. Auf dem Rentenmarkte waren Auf» W^lrtsbewegUHgen bis 35% zu verzeichnen. Ungarische Kronenrente erhöhte sich um 110 Punkte. An der Nach», börse stiegen Staatsbahn von K 50.800 auf 52.400, Südbahn» Prioritäten von K 23.350 auf 24.000 und Alpine von K 68.808 69.900. — Auf dem Exotenmarkt notierten: Ghe- 'niosan K 1600 bis 1690, Eos K 650 bis. 7CO, Home K 2708 bis.2900, Oriag K 6200 bis 7500, Meinl K 11.000 bis 11.500» Steirische Magnesit K 6200 bis 6500, Caro & Jellinek K 2350 bis 2473 und Mrasniza K 7220 bis 7500. Wiener Warenbörse. (Eigenbericht der „Wiener Morgenzeftung*.) \ An der gestrigen Warenbörse bestand zufrieden* ^teilendes Ausgebot in Chemikalien, jedochbei zurückhaltender Kauflust. In der Tendenz sind besondere Ver-a Änderungen nicht zu verzeichnen. Gesucht waren Natron-, lauge, Essigsäure, Alaun in Stücken, Weiosteinsäure/Azetoä* Kampher und griechisches Harz. Abgeschlossen wurden: Glaubersalz kristallisiert zu K 63 ab niederösterreichischer Station, Schellack rubin deutsch zu 185 Mark transit Wien, russisches. Terpe»tinöl zu K 1203 transit exklusive Emballage, Japan- Wachs zu 4.90 französische Franca transit Wien und; Glaubersalz kalziniert zu K 66 exekutiv inklusive Sack. A u 8 g e b » t c n wurden: Aetznatron 128/lSt. zu K 633 ab Brückl, Alaun klein kristallisiert zu 14 Mark transit Wien, Bittersalz zu 4 Mark transit Wien inklusive* FaB/BlcigiSUte Rleibergev t." K Hamfeyrifef »o K SM und «hemdseh rein to k IlSü, Bleiauciw»’ raffiniert krishafS^ siert rvio wÄß zu 38 Mark transit Wie«, Borax fcristanfsisrt

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