Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1135 (28.3.1922)
- Date
- 1922-03-28
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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Nr. 1133? /Wien, Dienstag WIENER MÖRGENZEITÜN3 r28.mrz my Seite 3 Wahmiurngswariber, d!ie siich noch ndidhit ein J'ahr In Wien arnflh alten* w-endien tilbietrhajuipt dicht yoirgeqiedct. Alsiniormialör Bblag gelitten1 drci! Erwaidibeare, beziehungsweise zwei Erwachsene und zwei Kinder unter zehn Jahren. für eiin Z! mm e r, zwei Erwaichpemie, bezdehtuHigsweisie ein Erwaidhlsemier und zwei Kinder umiter zehn Jahnem für ein Kabinette * Die Orgesch-Bomben in Linz. Wie wir erfahren, hat die Wiener Polizeidirektion in @en letzten Tagen in Wien eingehende Erhebungen über Sie Herkunft der bei der Firma Kraus S Schober in mehreren Kisten Vorgefundenen Gasphiolen und verbotenen Waffen gepflogen. Es wurde folgendes festgestellt: Aur Ersuchen des in Linz wohnhaften ehemaligen Rittmeisters Leo R y b i c ka besorgte der in Wien wohnhafte ehemalige Oberleutnant i. d. R. Wilhelm B i n d e r im Dezember 1921 für Rybicka 300 Fläschchen Reizg.as sowie 160 S t i n k b o m b e n, eine Anzahl von Leuchtkugeln und Pechfackeln. Binder hatte sich diese Gegenstände bei dem Ingenieur Felix Kains in Wien verschafft und selbst nach Linz überbracht Die Erprobung des von Kainz gelieferten Reizgases, die im Jänner auf dem Schießplatz in Linz vorgenommen wurde, fiel jedoch nicht zur Zufriedenheit der Linzer Interessenten aus, weshalb des ehemalige Oberleutnant Othmar Lorenz aus Linz später 3000 Phiolen ähnlicher, jedoch wirksamerer. Reizgase bei der Firma Sirius in Wien bestellte. Die' Hälfte dieser Menge hat Rybicka vor einigen Tagen von der Firma Sirius abgeholt and nach Linz geschafft 1500 Fläschchen mit Reizgas lagern noch bei der Firma Sirius und wurden von der Polizeidirektion sichergestellt Anläßlich seiner letzten Anwesenheit in Wien hat Rybicka auch 50 sogenannte Sturmkeulen nach Linz befördert, welche Oberleutnant Binder in Wien besorgt hatte. Bei Binder wurden Muster von den nach Linz gelieferten Gasphiolen vorgefunden und beschlagnahmt In der Wohnung des Kainz wurde festgestellt, daß er einen Raum seiner Wohnung als -chemisches Laboratorium eingerichtet hat; das Laboratorium wurde amtiics versiegelt. Gegen Binder . und Kainz wurde die Strafanzeige erstattet Empfang Weitzmanns durch Millerand. (Tel. der »Wiener Morgenzeitung“.) Paris, 25. März. Der Präsident der zionistischen Organisation Dr. Chaim W e i t z m a n n wurde in Begleitung Dr. Bernhards (eines Bruders von Bernard Lazar) vom Präsidenten der Republik M i 11 e r a n d empfangen, Millerand wiederholte Weitzmanri die Sympathien der französischen Regierung für den Plan zur Begründung einer Jüdischnationalen Heimstätte in Palästina. Im besonderen wünschte er von Weltzmann Informationen über die Stellungnahme der Zionisten zur Frage der heiligen Stätten. Dr. WeUzmann antwortete, daß die Zionisten keinen anderen Wünsch haben, als die Lösung dieser Frage den Mächten zur Entscheidung zu überlassen. Die Zionisten werden inrerseits mit allen ihren Zionistische 700 Frauenversammlung Donnerstag, dei\ 30» d. M.» um halb 8 Uhr abends, in der Bezirks Vertretung, IX., Währingerstraße 43, zionistische Frauenversanunlung. Redner: Frau Erna pstsk, Gemeinderat Dr. Leopold PfascfiiOces und Armenrat Aron SchwertSSnger. — Tagesordnung: AMuefle Fragen des jüdischen Lebens. Kräften zu einer günstigen Lösung dieser Frage beitragen. Millerand erklärte, daß er mit Zufriedenheit die Beteiligung des französischen Judentums an dem Wiederaufbau Palästinas verfolge. Eins hebräische Volksuniversität in Warschau. Aus Warschau wird uns geschrieben: Gestern hat die hebräische Kulturorganisation T a r b u t h eine hebräische Volks Universität eröffnet. Vorlesungen werden gehalten über Staatsrecht, Bibelkunde, Literaturgeschichte, Philosophie; hebräische Lexikographie, Geschichte der jüdischnationalen Bewegung, jüdische Ethik, Religionsphilosophie und Psychologie. Als Lektoren wirken Dr. G o 11 i i e b, S7 L. G o r d o n, Abgeordneter G r ü nb a u m, Abgeordneter Dr. {.Thon, Hillel Z e i t \ Ln, A. K a li a n e, Professor Schnerson und Chaim G r ü n b e r g, ' •Eine jüdische Napoleon-Legende. Es wurde wiederholt darauf hingewiesen, wie sehr die historische Gestalt Napoleons -die Phantasie der Judengasse beschäftigte. In den jüdischen Städten, des Ostens gehen unzählige Napoleon-Legenden von Mund zu Mund. Eine solche weniger' bekannte jüdische Napoletio-Legende erzählt Morris Schmidt in den New Yorker »Times«: Als Napoleons Regierung — so lautet die Erzählung — in der französischen Stadt , Montpellier die erste große Kaserne erbauen ließ und einige Regimenter Soldaten dort unterbrachte, meldete sich ein ganzes Regiment von Lieferanten zur Belieferung der Soldaten mit Lebensmitteln und Bedarfsartikeln. Unter ihnen befand sich auch ein jüdischer Bäcker, dem es gelang, beim Platzko mmandanten vorzusprechen und von ihm die Brotlieferung für die Kaserne vu erlangen. Der jüdische Bäcker entledigte sich seiner Aufgabe zur vollen Zufriedenheit des Militärs und war in der Kaserne stets ein gern gesehener Gast. .Eines Tages kam ein neuer Kommandant, der ein bekannter Judenfeind war und überdies izu* dem christlichen Bäcker der Stadt in verwandtschaftlichen Beziehungen stand. Dem jüdischen Bäcker wurde gekündigt und der christliche Lieferant begann seine Tätigkeit. Da er der Unterstützung des Kommandanten sicher war, nahm er es mit der Lieferung nicht so genau, dan Brot wurde immer schlechter, das G.ewjcht ungenauer. Die Soldaten, denen die verwandtschaftlichen Beziehungen des . Bäckers zum Kommandanten ebenfalls bekannt waren, / wagten e$ nicht, Beschwerde zu erheben. Der Groll der Soldaten wegen -des schlechten Brotes wäre eines Tagen Napoleon selbst beinahe sehr übel bekommen. Napoleon hafte die Gewohnheit, seiatS Inspektionsreisen unvermutet und j-n Zivilkleidern zk unternehmen:. Eines Tages kam er nun mit seinen», gleichfalls in Zivil gekleideten Adjutanten nach Monte ‘pellier. Es war spät nachts, als Naipoleon beim Tor des Kasernenhofes eintraf. Der Tonposten verweigerteihiri-' den Eintritt. Naipoleon versuchte es erst mit Güte, .danr* mit Bestechung, den Wachtposten zu überreden, und als’ ihm dies nicht gelang, schrie er, den Soldaten an: »Er«- kennst du mich denn nicht, wer ich bin?«»Nein,« ante wertete der Soldat. »Was,« rief Napoleon, »du erkennst nicht den, der dir zu essen gibt? Der dir dein tägliches Brot versorgt?« »Aha,« antwortete der Soldat, »alsoi du bist der Bäcker, der uns das schlechte Brot liefert!] Versuch mal', jetzt in die Kaserne einzubreten, ,umd khi schlag' dich mit meinem Gewehrkolben nieder!« Tate, sächlich holte der Soldat zum Schläge aus, und nur dank: dem Adjutanten, der seinem Herrn zuraunte, doch'nicht; LU vergessen, daß. er sich in Zivil befinde, konnte* Napoleon dem Racheakt des Soldaten entgehen. Am, anderen Morgen, so erzählt die Legende weiter, ließ Napoleon den Soldaten, mit dem er das seltsame- Renn contre hatte, zu sich rufen und ließ sieh von ihm die Geschichte des schlechten Brotes, erzählen. Der Soldat erzählte nun freimütig, wie das Brot in der Kaserne,-«eite dejn der jüdische Bäcker entfernt und ein- Verwandter des neuen Generals die Brotlieferung erhalten habe, unn genießbar geworden sei. Nap'oleon beschied -sofortdem jüdische^ Bäcker zu sich und erteilte ihm in höchst-, eigener Person das Privilegium, der Brotlieferant; der, '. Kanerne von Montpellier zu sein, mit dem Rechte, diese - Konzession auch auf seine Nachkommen zu vererben. Der «pflichtvergessene Kommandant wurde seiner Stelle enthoben. i --—* ' / * Das Neueste ist... Das Neueste ist «nämlich dÄt-, Zinsgeier. Vielleicht, sehr wahrscheinlich sogar, hat das liebenswürdige Tier. auch, früher schon in unseren, schönen Stadt genistet, doch haben wir es nicht beim Nametn zu nennen gewußt. Die Erweiterung unserer zoologischen Kenntnisse wie unseres Sprachschatzes verdanken wir rührigen Siedlern, die den interessantem Vogel auf ihrem Demonstrationszug sozusagen efchymon logisch ausgeibrütet haben. Wie alle aus der Tiefe deij Volksseele geschöpften Worte, ist *es aus sich selbst] heraus verständlich, und niemand braucht über.Natur, und Wesensart des Zinsgeiers besonders aufgeklärt zp; werden. Jeder kennt ihn aus angenehmster Nähe .und Erfahrung. Der Zinsgeier zeichnet sich durch glänzende m mathematische Begabung aus. Er multipliziert'die ZM der zerbrochenen Wasserleitungsrohre mit den Dach-, bodenschäden und den Rauchfangkehrerrechnungen desj laufenden Jahrhunderts und verblüfft durch die Schnek ligkeit, mit der er Prozentsätze von 126z auf 3000 abruite det. Seine Umgangsformen sind tadellos, .so lange den. Mieter auf dem beliebten Kro wotenzahlstandlpunkt stebii und das Wort »Instandhaltung« nicht zum Eitlen und Nichtigen gebraucht, das heißt,nur im Zusammenhang mit der Bereitwilligkeit »aüfzükom.men«. Seltetverständk lieh nicht in die Höhe, sondern dafür. Von dem Note malen (auch »anständigen«) Geier unterscheidet sich der Wiener Vogel dadurch, daß er keineswegs nur Totd anfällt, sondern vidmehr besondere Vorliebe füi| Lebende bekundet, überdies durch seine Gefräßigkeit; neben der,ein Lämmergeier ein Wahres räubtieriichesl Waisenknäbiein ist. Prinzipiell wäre gegen den Galgen nicht viel einzuwandeti. Es erhebt sich nur die Frage :| »Wie fngt man das Vogelvieh?« Kater Murr. Regenmäntel Herren» u. tamenwässBiQ TexSilsssM '$8rickwareit alles erstklassig und billigst Im Warenhaus l Schiff mann Wien, fl.,Taborstra8e 4SI .Telephon 47-1-79 ' ] Bn gpos 1074 .&n «Befall Konzerte. Oft schein' sindl Diinigenteo für albba.g'eriid'e Sänge* ^n'gesjptm'inigeihi, w/ainmm sollte miicht sin Sänger einmal als Dorögeinlt debütkmen! Haims Duhan hiat «Hasan Schritt in Haydinis »Jahreszeiten« gewagt istnd d<er Erfolg fluait ihm recht gegeben. Wohl gab es unnschairfe Einsätze und gelegentlich war das ipioly (pthcine Gewebe ndidht reicht duirchisichitiig, aber die iGeisitiesgegenwamt, «dies, Bü'hLmemikünistliettts verließ ihn keinen Aiuigenlbl'iick, mißt der großen Geste des Mimen äzei'dhmetie er d«i«e Mdiodikin itn der Luft förmlllich «maich. mit suggestivem Temipeinaimiemt behemrsdhitie er die Klangimaissen der Bimgakadtemic, dies Phillhatnrnöni» seihen Ohoros uimd dies S\TOmhomecraheste>ns,' wußte er nk*ihit niuir Finaiü F p r Steel huiit ihriem jiaucihlzemiden iSqprßin, eioinidietnn auidh die' Herren M a i ik <1 : und «T ausche ziu Hö-rhstleisbungen amiziuifeuieinh. Der lerfiaihremte Sdhjaitus'ptielier,' der seine Psirtibur wohl isrtjuidliert jhiaititie^ veiistehtt säeh aiuif Sbiimimiumg und kräfttfige Fetrben uind1 lüeß beim »Ainfbrechan dies großen tMiorg-en« im allem' Ungestüm die Trampelten £idhtmeitern und düe Paulkien diröthmein. 1—Die »Jahreszeiten« »vairendiais Sorgenikiiind dies greisen MÄtens gewesen itimid nrän merlkit ihren frii'scban, uiriJbeiküramentern M-eilioidliiein niiidhit ain, unter yvciltchibri' Schmienzein er es geboren 'hiatbe. Wais. häitite wdhl Vaitiar Haydn, der alte Herr m*iit geipatiderlier, miit : Seiitehlodkien ge- Vierter Perü-cike, mit weißem I-iallisbamd, weißer, reichgesbidklter Wes.be, mit staltitflliichem Jalbdt, iim Shaiatsidie-id aiuis kaiffcelbratuimem Tuich, ‘miiit geisteidkiteni Maneohetten, schwänzseideaeitf B sin Idle id ein; weißjscidencn Sttrümipfen. und1 Sdhuiben' mit gnoßer, silherner Schnalle, wie ihn ums d>er Köliiipoiniiist VVenzcl fTormasichieik launig schilidient, ' tu' diar miibuntei Beetboivemsidhien. LerMenschaftli-dhlkeit der Duhan. sidhen Auffülhirunig gesagt! Er hatbe kdmie .Vorliebe für seimen« Schüler Beeth«c«v-eni, dien er mitunter dien '»Großmogul« nannte, während er dien gefälBiger» 'Oberulbiimi a/l‘s ©eänien Solirn bezeichinieibe . . AHieni Fnohsimn dier Roloolkoizeiilt aitimet Moizairibs »Konzerbainites Quiairtetit für Ohoe, Kliairimette, Horm Und Fagott mit Orchester«, weltches diais Philhiaono misicllie Kaimimieironche:teir unter Ruidioil-f N i 1 i u s’ Leibung letzthin auiffühtte. In diesem heiteren Spiel aus Mozsmbs Jünglingsijäluren wird der gainize Leidi'teärui dieser Zeit mit ihrem firdhien Getändtol von Nymphe und. Schäfer, mit dom Glaniz dier Spiiegdgal-eniEn, mitt dfem D-uft kuimstivoilkr Ponzdllaingruppen umd d«en sipielerischon Wa'-Borflcitinstben wiedleir leben» d«i)g, In dem Wettbewerb der konzertierenden Insbnumenibe siegte Herr Kairl S t i e g 1 e «r, der sich mit «einen HexenCkünaten alis »Pagantnii dies Horns« bewährte» Zu ernster Andacht nisf die Gedäclhriniiisfeier, mit dier däe »Gesellisichiaft 'der Muisikfreuinidie« die Fesltooinizenbe zu* Brahmi?’ fün-ftimdizwamzigstem Tcidöstag .einlcitetie. WiHhdim F u r t w ä n g 1 e i diiriigiepöeBrahms'’ »PTaydn-Vairiiajbiicniein-«, »Sd’.iiclksraßtslldieid'« unii »Vierte Syrntphoniie« mit aipoilbiimiisicb-e« Klarheit umd dionysisdner Begeiisbenuimg, die sich mit Brahms' hteiher,-ceuschier Munsilk wchi venbrägt, un«d enitizündletie als geo^lcr Be-ethipvcn-Intenpireit .guoßairt’igc Steigerungen, in deren Lichte Brahms alis .dor treue Hüter des Btetbownischen Erbes ersdhliien. Fürdie Mo^nfkgesdhiichite W iems haitlte dieses Komzert noch seine besonidcre Bedeutung: Fiuntwänglier und ■die Pliilharmonilker, dl« beiden »Kö-mgsikiinider, die nicht zuisairr metn'kiommen soliliten«, hatten die erste Begegnung, die bviiden Teilen1 -rum Heile gereichte. Fnau Sigrid 011' e g i n bst T-m Kjohizerbsiaad ZIU hoher Stufe der Vdlikcimmieinhedlt gelangt. Die große Stimme strömt in allen Lagen, mit sattem Orgel* klang jeiidht umid frei aus, ,Äe ü/benwgt ebeimo m der dramatischten ' Gest-alitiung von Hugo Wolfs »Feuenreiter« wie in der Lyrik Schuimannis oder itn getragenen Au'S'dlruick a'lfitailiiieniiisfcher Meisibcr duindh ihr reif eis technryches Kömmen un'd' die hohe Auffasisii«nig ihrer Kunst. Frau Flora B ojk o -O s t i l- 1 e r, düe von Franz Mittler in feHüötwr-' Einfühlung begleitet wunde, enfnsiuibe durch die Einfachheit und Ehdi'chkieiit dos Ausdrucks--' Die Hößie ist noch hiailiig, d«er Anisiat'z miitunibte sdhiwor, «Iber die warme, diuimkle, umfangreiche Sqpraini&tiimime und die besondere Aufmerksamkeit, dlie sie d«er Auissiprache und den wechselnden Nuancen, dies Vomtnags zuwerndct, verdien en Anierkennumg und Aufmunterung, Auch bei. Hernn Kauf Rössel fällt der große Sbirnanuimfang auf, der Vortrag ist leibhaft, der GeisnmitEindruck nimmt trotz der n;asailcn Färbung seines Bariton» und tfiv.ibz dies cipemlhaftien, wenig k-omizextr mäßigen Prograunms für den Sänger ein. Der Opcunbänsexim Woro n e t iz und dem Kaimmersän^er Z ap or oec h e tiz wair, wie wir hören, im großen! Kionizerthiauissiaal wieder lebhafter Erfolg lbesidhded|eT»'j Für den riesenhaften Baß dieses Sänger®, dem arte! ischoiinend' kein Köniz ertisanll groß genug ist, wäre? die Bühne unseres Oipemnitbeatoers der geeignet^ Raum. 1 Von dien Geigern erwähnen Wiir Fräuleini ArmÄ Fried, die einen weichen, sirigondea. T-on mit-briik lauter Technik veireuniigt. Die 'Starke Uinbeinstrei** chung ihires T'Om;p|en£nnenltis. und gewisse. .-salqpipö Sjpiielmantieireu winken störend. Sdhflim'tniör stdht 03 um . diais anämiscihie Geigenripid deis Herrn Arvtonl Popo viel und um dlie kühilie, n'äidhläs«ige Airtfc des •musikbegabtem Herrn- EmÄ T e lrn an y A. Di« halb-» wücilusiige gewamdHie Pkimiistin Genty Frede i-h n>oclr nicht so weilt dliisecipilqiniart, um im Großen Muistk-1 ■veireinisisiaiall mit Ordhesteir zu s^ielisn;' Ged'ächtmii's^ fehler uinid umilteb,saime Stö-nuingen .warnen die Folge diieiseis vomzeiibigen Debüts. Eine tüchtige» aicrgiischc Pian'ii.'tiin' itet Hildla Ste'ro, dl:ts Paissagen-wedk iis*^ wohlgepflogt, der Tcöi klangvoll und die Aüffa'sfsumg-. läßt Mujsikialität eikeEuneni. Auch Nutz Hchgaiü S ch i f f in a n m sipri'dht eine starke miusikailisoiie.Be-, gabung." In der Wiedergabe der »Symiphidnäsich-eiit Etüden.« fiel 'seine geipflegte Techimiik und sein \ya«”ni- 'biütiger, kraftvoller Ai'tsiciliiltag; amgemeihm aiuf. A-Uiclil Herr Leo B i r k e n f e 1 d versteht siich auf wair?nes? singendes Kliaviiereipii'eil., die Tedhmik ist nicht itnui'p« auf gleicher Höhe umd saiinie mächtigem ExtptasiOinem: klingen nüiclht reefat glciuJbll'.laigt. Herr Viktor Labu n-s-k i iimbereiSÄierbe dlurch «ein Rrogmamm, in dom. <pm'lini:isabe ■ und nuisisiiisohe Tondichter miiteiiimamdieff wechBel'ten. In der C-Moil- Smntaltc vom- N. Mediiuer, itn der ein' T\f äuc h enist im m aung Brahmssicher Bailiademton wi'eideiiik’Mngt, fiel dlie VoÖlgriffigkeit «eines Suieleis auf, 'seimie prädlitige Technik, die. volle Umiaibh Engigkeit seimor Finger. Eino wertvolle ixüLnlstHSch'e. Peraonili'chkM,- die anch.' int Sorteibines Etüden qp. 8 dem feinem Kikuiguimn dfeeotl Tonbildier gerecht wunde. Welch weiten Weg hiati doch der frühvenstoirh’en'e Kliaingziaiuiberer Scrbbime, der Antiipcde des Meltotdikem Medtaen, von dliesen Etüden bi« zu seinen sipätem i. ipresisiioniisti.«chein Bildern zurück ge legt. Deutlich zeigt sich dort noch1 die Zugehörigkeit zu der Ton weit Ohoipinß, in dem der sipäte Enkel rückschauend den Urahnen d«, musikalLicliCiii I-m^sisiioniiisniuis erkennt. [ Dr. Erwin Felben,