Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1134 (27.3.1922)
- Date
- 1922-03-27
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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kk. H34 Men, A\0 tSH V/tENEl* WQRaiftNaKJTWO 27. Marz 1922 Serie T p e Sportblatft der Wiener Morsenzeiliins »WS ><©< KH5< D<3DQCSSB <*> <N) <?ö CO «3 8 <s3 Die Meisterschaft. Hakoah—Rudqlfshügel 1 s Ö (0:0), Das entscheidende Tor fällt 7 Minuten vor Spielende. Rudolfshügel-Platz, 7003 Zuschauer. Schiedsrichter Komar. Hakoah: Halpern; Scheuer, Trümmer; PoHak, Guttmann, Molnar; Grünfeld, Neufe.'d, Gansi, Grüuwald, Katz. ■t Rudo 1 f's h ü g e 1: Brazda; Wagner, Kfesüng; Kohn, Prochaska, Kürner; Beck, Fröhler, Morawetz, Winkler, Kölb\ 3shr schwer war der gestrige Sieg errungen worden. Die Hakoahner stellten wohl die bessere Mannschatt ins Feld und nach der Pause hatten sie auch weit mehr vom Spiel, trotzdem kostete es die Gäste viel Mühe und 'Schweiß, bis sie sich endlich die beiden Punkte gesichert hatten. Das Tor der Rudolfshügier schien förmlich mit Brettern vernagelt zu sein, denn selbst die überraschendsten Schüsse und bestgezielten Bälle fänden nicht den Weg ins Netz. Brazda, der Hüter des 'Favoritner Hei.igtums, befand sich aber auch in grandioser Form. Der Rudolfshügel-Tormann leistete schier Uebermenschliches.Der Stil, in dem Brazda einen Volleyball von Guttmann und einen Kopfstoß von Neufeld meisterte, war imponierend. Das Pech wollte es nun, daß Brazda, der zahllose sogenannte „totsichere“ BFlie abwehrte, am einzigen Tor des Spieles schuldtragend war. Das Mißgeschick erschien nicht aiS Ungerechtigkeit, denn Rudolfshügel hätte ein unentschiedenes Ergebnis nicht verdient. Die beiden Mannschaften pflegten zwei gänzlich verschiedene Spielweisen. Die Hakoah ist eine ausgesprochene* Kombinationsmannschaft geworden, was *zuhi guten Teil auf den neuen Mittelläufer Guttmann zurückzuführen ist. Der Ball wanderte zeitweise mit seltener Präzision von Mann zu Mann, wobei die Gegner nur selten Gelegenheit hatten, die gewundenen Pfade des Leders -zu durchkreuzen. D e Hakoahner verfielen aber dabei in den Fehler der Amateure, sie waren zu wenig energisch. Nur knapp »ach dem einzigen Tor ging der Angriff mit kolossalem Elan vor, „Neufeld besorgte mit einem gutplacierten Kopfbali den Abschluß, doch Brazda rettete bravourös. Die Rudolfshügel-Stürmer fanden sich fast nie in einer vernünftigen Zusammenarbeit Alle Angriffe waren auf Beck jzugescimitten; da letzterer bei seinen Partnern nur wenig Unterstützung fand, bl eb der Erfolg aus. Die Hakoah hatte im Angriff ihren besten Mannschaftsfeil, obwohl Häusler ersetzt werden mußte. Neufeld, der einen seiner besten Tage hatte, erwies sich überraschenderweise in der Verbindung als vorzüglicher Kombinations* «pleier. Gansi war ein ruhiger und überlegter Dirigent. Seinem Einfluß war es hauptsächlich zuzuschreiben, daß der Angriff trotz der langandauernden erfolglosen Belagerung sein zie.bewußtes Kombinationsspiel weiterpflegte. Grünwald war etwas schwächer als sonst, er zeigte nur während zehn Minuten nach der Pause sein volles Können. Katz hatte drei ausgezeichnete Chancen, dieeraberverklopfte. Hätte er wenigstens einen Treffer zu erzielen vermocht, dann wäre es wahrscheinlich nicht zu dem erbitterten Kampf ’gäkommen. Nach der Pause befand er sich aber, vollkommen auf. der Höhe. Am rechten Flügelstürmerposten konnte weder ürünfeld noch Pollak befriedigen, was zur Folge halte, daß die ganze Angriffsarbeit auf dem linken Flügel lastete, ln der Deckung bot Guttmann eine .unauffällige, aber gediegene Leistung. Von den Flügelläufen, war Grünfeld der beste. Im Hintertreffen spielte Halpern ganz hervorragend. Er stand seinem vorzüglichen Gegenüber um ni;hts nach. Scheuer befriedigte restlos, Trümmer hingegen hatte einen seiner schlechten Tage. Letzterer verfehlte oft den Ball, wodurch Halpern gezwungen war, sich einige Male den Stürmern entgegenzuwerfen. Die Rudolfshügier hatten ein hervorragendes Verteidigungstrio, dem sie auch die knappe Niederlage verdankten. Wagner und Kiesling waren überaus stoßsicher und ihr Placierungsvermögen ließ ihre geringe Beweglichkeit, vergessen. ln der Deckung gefiel Kohn am besten, seine be den Partner standen ihm aber nur wenig nach. Im Angriff befriedigte nur Beck, die übrigen Stürmer hingegen waren schwach und auffallend schußunsicher. Schiedsrichter Komar, der im allgemeinen einwandfrei sein Amt versah,.ließ unt 5 Minuten länger spielen, was schwerwiegende Folgen hätte haben können, da die Rudolfshügier in dieser Zeit ständig im Angriff waren. Er erklärte sein Vorgehen damit, daß die Uhr ihm stehen eblieben sei. Der eine Linienrichter behauptete, daß sein eitmesser durch einen ihn treffenden Ball zertrümmert wurde. * Schiedsrichter Korn r verlangte beim zweiten Linienrichter Bescheid und letzterer gab ihm die falsche Auskunft. Rudolfshügel ist anfangs im Angriff und Halpern muß einige Male rettend eingreifen. Langsam kommt die Hakoah In Schwung. Sie vermag in der Folge zwei Eckstöße nicht auszunützen. Nun ergibt sich für Katz die erste günstige Chance, der Ball landet aber im Out. Das Spiel ist sehr rauch und bei einem Vorstoß des rechten Haloah-Flllgels übernimmt Guttmann den Flankenball a is der Luit. Das haarscharf geschossene Leder scheint bereits im Netz zu zappeln, doch Brazda vermag noch im letzten Augenblick das Aergste zu verhüten., Rudolfshügel ist nun scharf im Angriff, wobei-krasse Fehler des linken Hakoah-Verteidigers geUihrliebe Situationen, vor dem Tore schaffen. Halpern muß einige Male sein Gehäuse verlassen, seine AusLUge enden aoer immer erfolgreich. Katz verschießt wieder aus günstigster Position. Und bald darauf passiert ihm das gleiche Mißgeschick. Hakoah hat nun mehr vom Spiel, ohne daß es ihr gelungen wäre, dem tüchtigen gegnerischen Tormann beizukommen. Nach Seitenwechsel übernehmen die Gäste das Kommando, zwei Eckstöße und ein Köpfball Gansls führen nicht zum gewünschten Erfolg. Bald darauf läßt Neufeld eine ausgezeichnete Chance unausgenützt. Bei dem Gegenangriff vermag auch Winkler aus günstigster Stellung kein Tor zu erzielen. Wieder geht es dem Rudolfshügel-Tor zu und diesmal scheint der Erfolg zu winken, da Neufeld vollkommen freistehend in unmittelbarer Tornähe den Ball erhält! Dieser Spieler bringt aber das Kunststück zusammen, das Leder Über das Tor zu schießen. Seinem Beispiel folgt bald darauf Gansi, der aus drei Schritten Entfernung den Ball nicht ins Netz bringen kann. Brazda hat Schuß auf Schuß abzuwehren. Da er sich seiner Aufgabe glänzend entledigt, denkt man schon an den unentschiedenen Ausgang des Kampfes, letzt bricht aber über den Favoritner Tormann das Unglück ln Form eines Flankänballes, der von Katz ausgeführt wird, herein. Brazda will das Leder fausten, er verfehlt es aber, so daß die Hakoah zu ihrem einzigen Treffer gelangt (38. Minute). Die Hakoah unternimmt in rasendem Tempo noch einen Angriff, der vorn gegnerischen Tormann glänzend abgewehrt wird. Da die Gäste nun Grünwald und Neufcld in die Deckung zurückriehen, gelaugt Rudolfshügel in den Angriff. Der Schiedsrichter läßt über die Zelt spielen und in diesem Abschnitt erzwingt Rudolfshügel vier Eckstöße, ohne , aber an dem Resultat etwas ändern zu können. Ecken Verhältnis 7 : 6 für Rudolfshügel. Wacker—Hertha 2:0 (1 : Ö). Hertha spielt nach der Pause mit neun Mann. Hertha-Platz. 5030 Zuschauer. Schiedsrichter Koceny. Wacker: Feigl; Kolndorfer, Zawadil; PWIet, Resch, Machhörndl; Stach, Kowanda, Wana, Huber, lellinek. Hertha: Hlousek; Sevcik, Schneider; Lfstopad, Kantncr, Malousik; Neuhold, Silvester, Thimlcr, Sindelar, Richter. Die beiden Mannschaften waren einander ungefähr glelchwert. Leider nahm das Spiel überaus derbe Formen an, der Schiedsrichter war Im allgemeinen nicht auf der Höhe der Situation. Der Angriff der Sieger enttäuschte, nur Resch und die gesamte Verteidigung sp'elten gut. Die Unterlegenen haben einen Formrückgang zu verzeichnen, sowohl Angriff als auch Deckung spielten schwach. Alle drei Spieler des Hintertreffens befriedigten restlos* Wacker ist vorerst im Angriff wird aber bald von der Hertha abgelöst. Ein Kopfbail Thimlers venehlt nur»knapp das Ziel. Hertha bedrängt, erzwingt auch mehrere Corner, d!e aber zu keinem Ergebnis führen, Schiedsrichter Koceny übersieht ein Hands im Wacker-Slrafraum. In der 43. Minute gelangt Wacker aus einem Elfmeterstrafstoß, der von Kowanda ausgeführt wird, in die Führung. Nach Seitenwechsel wird das Spiel sehr derb, was' auch Thimler den Ausschluß einträgt. Bald darauf verläßt Richter verletzt das Spielfeld. Hertha spielt mit neun Mann und mußGsich durch Jellinek efn zweites Tor gefallen lassen. Wacker hat nun alles vom Spiel, Hloschek vermag aber sein Tor reinzuhalten. Knapp vor Schluß wird den Favoritnern noch ein Elfmeterstoß zugesprochen, der aber sein Ziel verfehlt. Vienna—Ostmark 6:1 (2:0). Glänzende Leistung der Sieger. VIenna-Platz. 5003 Zuschauer. Schiedsrichter Albrecht. Vienna: Herz; Blum, Trink!; Weber, Chreuka, Tremmel; Eckl, Bulla, Frltlium. Heinlein, Kuzel. Ostmark: Zinkl; Pichler, Hitl; Bieber, Hofbauer I, Fürst; Rybnicek, Holbauer 1!» Biegler, Reiter, Tscherwitz. Die Vienna zeigte gestern ein glänzendes Spiel und konnte die Brigittenau er g att abfertigen. Int Angriff klappte diesmal alles, was ja auch das hohe Skore zum Ausdruck bringt, ln der Deckung war Weber der Beste. Blum hatte wieder seinen guten Tag, Trink! hingegen versagte. Herz ira Tor befriedigte. Bei Ostmark verschuldete das schwache zweite Spiel der Deckung die hohe Niederlage. Die Verteidigung, Zinkl ausgenommen, war sehr unsicher. Im Angriff war Biegler (ehemals F. A. C.) mit Erfolg als Mittelstürmer tätig. Alle spielten unter jeder Kritik. Vienna ist vom Beginn an überlegen und Frithum sendet in der 17. Minute erstmalig ein. Bei der Riposte Ostmarks schießt Hofbaucr li an die Stange, ln der 30. Minute köpft Bulla einen F.a ikenball Kuzels ein (2: 0). In der zweiten Hälfte war das Bild das gleiche. Frithum erzielt in der 9. Minute das dritte Tor. Eine Minute später bringt Tremmel den Stand auf 4:0. Hof* baucr Ii erzielt in der 23. Minute den Ehrentreffer für Ostmark., Vienna greift an und Bulla ist in der 27. und 33. Minute zweimal erfolgreich. Eckl unternimmt noch einen Sololauf ins Out, dann schließt der Kampf. Admira—F. A. C. 5 : 4 (2 : 2). Effektvolle Tore. Ostmark-Platz. 7000 Zuschauer. Schiedsrichter Schmiedt. Admira: Wieser; Neidlinger, Czlhak II; Für- Iinger, Koch, Weigl; Sieg!, Wohlmuth, Klima, Schier), Fiala. Floridsdorf: Hofer; Amon, Humenberger; Reiter, Kraus, Vostrak; Seidl, Paradeiser, l»zda, Wolf, Taschler. Das Spiel war ungemein schnell und stand Im allgemeinen auf ansehnlicher Höhe. Die Sieger hatten zwei vorzügliche Verteidiger und einen sehr tüchtigen Mittelläufer. Der Angriff kombinierte flott und war auch gut bei Schuß. Die Unterlegenen waren diesmal vom Glück nicht allzu sehr begünstigt. Sie waren ihren Gegnern vol kommen gleichwert. Am besten gefielen Iszda, Seidl, Wostrak und Ho.er. Schon in der 10. Minute erzielt Wohlmut für Admira das erste Tor. Klima erhöht den Stand auf 2:0. Die Sieger, sind mehr im Angriff, doch gelingt es iszda, einen Treffer aufzuholen. Gleich daraut stellt derselbe Spieler den Ausgleich her. Nach Seitenwechsel verschafft Koch der Admira neuerlich den Vorsprung. Nun greift F. A. C. heftig an und Seidl kann das Spiel neuerlich gleichste'.len. Nun übernimmt Admira das Kommando und Fiala bringt den Stand auf 5:3. Ttrotz der heftigen Angriffe kann F. A. C. durch Wolf nur mehr einen Treffer aufholen. Stand der Meisterschaft der!/Klasse. t» Verein » a> *s. CO u bC o> CO tß B a> ö D V* a> •o u g Tore für gegen Punkte Sportklub . 14 10 2 2 33 15 . 22 Hakoah . . 15 9 4 2 35 22 22 Rapid. . . , 14 9 1 4 43 33 19 Hertha . . 15 7 4 4 23 22 18 Amateure . 14 8 — 6 32 22 16 Wacker . . , 14 6 3 5 23 20 15 Vienna . . 15 5 4 6 26 25 14 W. A. F. . 13 6 1 6 20 28 13 Rudolfshügel 14 2 7 5 17 21 11 Floridsdorf 14 4 2 8 23 32 10 Admira . . , 15 4 2 9 30 45 10 Ostmark 15 3 2 10 19 37 8 Simmering . . 12 2 2 8 19 32 6 In dieser Tabelle ist nur. das beim Stande von 2:1 für Simmering abgebrochene Meisterschaftsspiel Rudolishügel—Simmering unberücksichtigt Kreis (Österreich der jüdischen Tnrn- und Sportvereine. Heute, '/,8 Uhr, gemeinsame Sitzung der Kreisleitung, des jüdischen SportverbaiKles, des '"üdGchen Yttrnvejbandes und des vorbereitenden Komitees i»u Klubiichu der Hakoah, I., WicsiugersUaße 11- W.A.C.—Wiener Sportfreunde 14:0(4:0)* Prater-Sportplatz. 1003 Zuschauer. Schiedsrichter Frankenstein. ' VV. A. C.: Fried!; Sudrich, Iloffmann; Grün, Buschncf, Woifsohn; Enver, Waliner, llofstöttjr, Neu. Sportfreunde: Blucar; Simck, Schwarz; Zimier, Lautsch, Ander!; Jonas, Funk, Weihrauch, Weiß, Ludwig. Der durch den niedergegangenen Schnürlregen stark durchweichte Boden behagte denPrater-Leuten vortrefflich.Der T ormann der Ottakringer mußte kurz vor En e der Halbzeit wegen einer Verletzung ausschei den und während der übrigen Spielzeit durch einen Stürmer ersetzt werden; trotzdem wäre die Niederlage nicht so empfindlich gewesen, Wenn die Gäste nicht von vorneherein ein zu schartes Tempo vörgelegt hätten, dem sie in der zweiten Hälfte zum Opfer fielen. Bei den Siegern stach besonders Buschner hervor, der von Spiel zu Spiel Fortschritte macht. Lobend ist aber auch Grün zu erwähnen, der, trotzdem er bereits in der Reservemannschaft tätig war, unermüdlich war. Während in der ersten Hälfte Eichier zweimal, Enver und Hofstötter je einma. einsandten, waren in der zweiten Hälfte Neu* mann viermal, Hofstötter dreimal, ferner Busch rer, Enver und Eichler je einmal erfolgreich. Auch die Reserven des W. A. C. konnten einen Sieg von 6: 1 buchen. Germania—Sturm 14 2:2. Sturm zeigte sich in diesen» Spiele von der beste® Seite und lieferte den Schwechatern ein vollständ g ebenbürtiges Gefecht. Sie führten sogar bis knapp vor Schluß. Germania gelingt es erst in der letzten Minute, auszugleichen und damit einen wichtigen Punkt zu retten. Die Tore erzielten Xandl (Elfer), Kolar (Germania) und Lambrechter, Kreuzer (Sturm). Sturm vergab einen Elfer. Schiedsrichter Lopater. Rennweg—Simmeringer Sportvereinigung 2:2. Ziemlich offener Kampf, dessen Resultat dem Kräfte* Verhältnis entspricht. Fettinger und Necas erzielen die Tore für Simnieringer Sportvereinigung, während für Rennweg Horovsky und Budin erfolgreich sind. Schiedsrichter Nemetz. Cricketer—Blue Star 4:0. Die Cricketer siegen leicht. Sie gelangen durch efH Eigentor sowie durch zwei Treffer Rubineks und ein Tor Frieds zu ihren Treffern. Auf jeder Seite werden zwei EiTmeterstrafstöße vergeben. Schiedsrichter Mantler. Red Star—Bewegungsspieler 4:3. Die Bewegungsspieler führen bis knapp vor Schluß 3:1, brechen aber dann zusammen und müssen den Red* Star-Leuten einen knappen Sieg überlassen. Schiedsrichter Groß mann. Nußdorf—Donaustadt 1:0. Nach ziemlich gleichwertigem Spiele erzielet» dl# Nußdorier durch Pollatschek in der 43. Minute der ersten Spielhälfte einer» Treffer. Nach Seitenwechsel werden die Nußdorfer durch die Donaustädter ganz in die Verteidigung gedrängt, können jedoch das Resultat halten. t Der D. F. C.-Prag in Wien. Zwei knappe Niederlagen der Gäste. — Hervor« v ragende Leistungen Slovans. Die erste internationale Veranstaltung der Saison brachte zwar den Arrangeuren einen vollen finanziellen Erfolg, die sportliche Ausbeute der beiden Tage war aber recht gering. Der D. F. C. ist eben lange nicht mehr dis alte hochklassige Mannschaft und seine diesmaligen Gegner spielten ebenfalls weit unter ihrer Form. Vom Sportklub Rapid, der auf einige seiner besten Leute verzichten mußte, war in der derzeitigen Veriassung nicht viel mehr zu erwarten, aber die Amateure hätten bei einer sojcheit Gelegenheit doch etwas mehr Eifer ''aufbringen können. Auch angesehen . von dem betrüblichen Tiefstand der allgemeinen. Leistungen, war der Eindruck der internationalen Spiele alles eher als befriedigend. Es wurde von allen Beteiligten in überraschend derber und unfairer Manier gearbeitet und wem» dies am zweiten Tage etwas weniger zutage trat, so lag dies vor allem an der Leitung dieses Kampfes durch Herrn Uetschury. So paradox es klingen mag, darf festgestellt werden, daß Slovan den besten Gesamteindruck hinterließ. Insbesondere die Stürmerreihe der „Zweitklassigen“ lieferte ein Spiel, das derzeit nur von wenigen Vereinen Uberboten werden kann. Rapid—D. F. C. 2 s l (1:1) Rapid - Platz. 20.000 Zuschauer.« Schiedsrichter Seemann. ... „ . Rapid: Fauler; Dittrich, Nletsch; Klär, Brandstetter, Neubauer; Wondrak, Wittka, Kuthan, Gru.idl, Wessely. De F. C.: Müller; Kuchlnka, Ottoway; Gintera, Tot®, KrombhoJz; Patek, Leß, Horw th, Höß, Feiler. Das erste internationale Wettspiel der Saison brachte , den zahlreichen Zuschauern eine große Enttäuschung. Dis beiden Mannschaften lieferten einander ein unschönes, derbes Spiel, das nur höchst selten erkennen ließ, daß beide Gegner einst „bessere Tage" gesehen. Etliche Spieler beider Mannschaften -schienen es weit mehr auf die Glieder ihrer Gegner als auf den Ball abgesehen zu haben und erst der viel zu spät e.f>Igte Ausschluß Kuthans und des Prager Mittelläufers Toth brachte die „Spieler“ zur Raison. Die Gäste stellten eine recht bunt zusammengewürfelte Mannschaft, die zwar aus elf guten, zum Teil sogar ausgezeichneten Einzelspielern bestand, aber jeden Zusammenhang vermissen ließ und auch allzuviel Spieleifer bewies. Die fortwährenden Umstellungen des Angriffs trugen schließlich auch ircht zur Vereinheitlichung des Ensembles bei. Die nützlichsten Kräfte der Prager waren die alten Kämpen Leß, Feiler, Cimera u :d Kuchlnka» von den Neuerwerbungen kannte nur der — übrigens recht undisziplinierte — Toth als Mittelhalf und zeitweise HöS gefallen. Patek versagte gänzlich. Der Tormann Müller befriedigte, er war aber der unfairste Mann der Gäste. Die Wiener Mannschaft verdankt ihren, dem Spielverlauf nach verdienten Erfolg lediglich dem immensen Arbeits* elfer und der Ausdauer aller elf Leute; die Leistung der Grünen konnte aber sonst in keiner Beziehung befriedigen. Sie können allerdings als Entschuldigung das Fehlen voa Bauer und Uridil anfnhren. ürundl und Wittka als Vcrbindungssiiiriner ersetzten die Abwesenden in keiner WeGe und bc^nträchtlgteit dadurch die weit besseren > Leistungen von Wessely und Kuiliaa. Wondrak allerdings