Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1130 (22.3.1922)
- Date
- 1922-03-22
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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teTrar. 'Wien, Mittwoch' . DVTLMR reinigen. Wie die »Rzeczpospolita« meldet, werdem die baltliscih^en Staaten infolge des allzu ikuirzen TerjAdvokait Finkelstein (Demokrat), di« dritte Stelle wurden -dem Vertreter der Agudah, der 'poch nicht namhaft gemacht wurde, freigeU'ssen. , Lautt Mitteilung der hiesigen Presse ' hat der Minister für jüdische Angelegenheiten Dr. $ o-! o we j t sch ifle vor einigen. Tagen vom bekannten Jüdischen. HistO'ri'ker Sch, Diuibno w ein Schreiben erhalten, in dem er mitteittit,. daß er Emde März, spätestens anfangs April, Rußland verlassen und seine H-einyreise nach Kowno antreten werde. Palästina. Herbert Samuel in Jericho, , Jerusalem, 20. März. Oberkommissär Sir Herbert Samuel hat sich in Begleitung seiner Gattin zur Erholung nach Jericho begeben. Meldungen aus Jericho stellen ein allmähliches Fortschreiten der Besserung jm Zustande des Oberkommissärs fest. Sir Samuel litt sechs Wochen lang an einer starken Rachenetifzündung wid als Folgeerscheinung an rheumatischem Fieber* Rundschau. Das deutsche Vermögenssteuergesetz. Berlin, 21. März. (Wolff.) Der Reichstag, hat nach längerer Aussprache das Vermögeqßsteuefgesetz im wesentlichen in der Fassung des Ausschusses in ^weiter Lesung angenommen. , . Konferenz der kleinen Entente in Laibach. Prag, 21. März. Die Briinner „Lidovd Noviny“ melden aus Belgrad, daß noch vor der Genueser Konferenz eine Zusammenkunft der M i n i s t e r p r ä s identen der kleinen Entente stattfinden werde, und zwar in Laibach. Nach der- Genueser Konferenz sollen Verhandlungen über die Befestigung und Vertiefung des Bündnisses zwischen der Tschechoslowakei und Jugoslawien dngeieitet werden. In politischen Kreisen halte man dafür, daß der Bündnisvertrag auf acht bis zehn Jahre verlängert werden wird. Die Beratungen sollen in Belgrad beginnen und In Anwesenheit von Basic in Prag abgeschlossen werden. Die Ergebnisse der baltischen Konferenz. Warschau, 20. März. (Tel. dter »Wiener > Sdbngenizeituttg«.) Die gesaimitie Premse (bespricht dlais piotr emii-gem Taigen geachl-assefne- Abkotmimietn Pollens mit den bailHiiis'dhiem Staaten njlßld Stellt fest, *d!aß diresei lAlkft au dien t>e<d/ö'Lömiintg^s'viöiiihiiteii’n'heiin«iitli*otriiäfl»dini Ab-, /fneidhiuinigen, am 'dientzh P'o5eti' teNgämoimmen hiait, m ' izähilem isit. Das E-rgebimis dietr Kpmd^ineiniz halt alle Erwiairbumigiein erfüllt minid konlkirete ip-dlli'hifscirie Erfolge f&r Ee vier Stiäiaitiem - ge^eiitigiti. - D ie '• 'Stofsrinsdhe Presse kt rnoLÜr iimmer mit dien Nrgebäwisisien fdieir bailltiistch1e.,n'Konfeireniz ’ luinizoifrieidien " und Stucht-diiese lün. idler Preise a1»s Ibedie'Ulliumgis'los hkizu- SUolll-em. ' ■ •' Eine Konferenz der Oststaaten in 1 Moskau. Warschau, 21. März. (Polin. Tel.-Ag.j: Die Russischs Venhretumg in /Warschau hat dem jpolni- ,gehen Minister', des Aeußerm Skitmilh t die Absicht der russischen Regierung mitgeteilt, Polen und die baltischen Staaten -zu einer am 22. d. M. in Moskau aibzvuhaltenden J Kctnfemizemziiladem, von 'der die auf der Tagesordnung der Konferenz. in Genua stehenden Fragen besprochen. werd-en sollten. Die poilinisdie Regierung hat die Einladung angenommen. ' ' ’• Warschau, 21. März.'(Telegramm der »Wicnpr Morgenzeitning«.) Der Leiter der Sowjetgesandt-, schaff in W anschau, . Ob ölen s k i,, erk läute; in einem Interview, mit einem Mitatbeiteir ■* der >R z e c z,p 0 s p o 1 i.t a«, daß Rußland an der' Konferenz der baltischen ‘Stuten in Wars-ph-au teilt, nehmen wollte, was jedoch 'nicht möglich, -warj weil iSowjetrußiand, nicht' gleichzeitig ' itiit. den übrigen baltischen Staaten eingeladen wurde. .Diö Einladung' lerfolgte erst! während .der Tagung der Konferenz, 1 und zwar zur Zeit der Schluß.sitzUnig, bei der die Erklärungen der einzeln^ yfertrjitfef der; baltischen iStaaten erf-olgöh .Mitzeh, daß. die: .Verhandlungen in IWarschaiU' Huf keinen Fall gegen',Rußland gerichtet1 seien. Ueber Weisung' der Petersburger Regierung hat Obölehski ' dieser Emfladüng kehie' .Folge 'geleistet, da die Spwjetregierung eine sbjoihe Teilnahme für ungenügend erachtete; Sowjebrijßland hält es aber für notwendig, eine .Einigung mit isämt 1 ic hen, bäl-tis c‘hidin Stakt eav 'vo^r der Konferenz von Genua zu erzielen/ da1 .es'unmöglich sei',' äh ' deh! Wiedef^auffbaU vöii Osteuropa 'heranzutreien,;7 bevor nicht; die diesbe'zßg-!: Heben Anschauungenund ^Besirdbuingeti RußlÄnds und der baltischen.Staaten, dieauicli fernerhin wiiftjsöhaffclich - mit -Rußland'verknüpft sein werden, erörtert worden sind. Aus diesem Grunde hat die jSowjetregieirung die Vertreter der genannten Staa- . ten zu einer Besprechung dieser Fragen mach Moskau eingeladen, um noch vor dem Zusammentritt 'der Genueser Konferenz, all diese Fragen zu beim ins keine besonderen Vertreter nach Moskau entsenden, - sovrdern .ihre dort igen Vertreter, beauftragen, mit den Vertretern Rußlands zusammeniz.ulkom-men. Die jüdischen Minderheitsrechte in Wilna. Wilnk, 19. Mänz. '(Teil, dbr »'Wiener Mo'rlgenzeitiuing«.) Dier dlerzeitilge Leiter 'dietr; regiieremidiertf Kotmtniisisiiiotn iih Wiiilme, G'en'eirail M o Ik r iz y c Ik i, erklärte in einier Kontereniz matt den - VsMietemn'. dier jürtüisiclian' Presse, daß eijine V^rstaatliiichumg dar jiiiidisdhielii Sdhuü'eh böviomsiteihie. Gegenwäritig Ihiat dlais Depamtememit für dials - Biißldfuingsvyes'ein in scäinieim Budgetpralrnfioadre,für das erste Schulsemesterdreißig Mililicihiein Mairk'zuir SirbveniticmiiertuiMg' >6iM jüdHisclhien Schulen utnd Wdhllföhmllc'alniS'bail'tem beätiimimt. Diese Sutmmie gödieinlkt,das Depiart'öraient aiutf,dlie iphiiliamlbrapLr(dhein Inisitiiiliutiomen, .djic ailll(geimie'iiniein uinid faidhlliildhien S'dhiuüem: iziu iverteiilien. ■ . ■. ' . Bezüglich 'der .Siidheirtuln-g der M i m die r (hl -e i *b sr e c h t e ' erklärte General Mokir iz y pk i, dlaß!>m ziutkünftiigem Gebilet .-vom Wite. jedieir Bürigeir ohne Ünltiers'dh'ied iim Volligeniuß der'büngeiriiclhian Reahite uinid Freiheit eh steüiien wird, so daß es nicht möit* w.emidlig sein v/ind, die sictgeiniaimnifcen ■ M d m 'di e rh e i.t is ir e c fh t e siche-irzuisteillcin'. , Auf die Frage wegen »dietr nattonjalUen Aulticinormie für düe Juldien' 'Uind ihre evöntiuelllie Anerkenmiuimg im ztiilkünftilgen Wii'nia oder in der zuikünf'tigen Willnlaier W'O'jW'CidJacihjaf't erklärte der Gefiiörat, d'äß diiesie Finaige niadh axndhit alktue'lll sei. Gememal Mokrzycki1 nahm aiuidh Stefluing 'z.u der vom jüdÜis'dhiein Miniyster Dr. So l o we'jts ch!k auf der lieltizitien jiidiisidhien Gemieinidetiaigiuiii/g in Kiownb geniadhiten. vAeiußermmg, diaß die Juidiem in., einem polnisiahien Wilma istich miieimialij nlaitiiiciniall'%ei entwildkeln wer dien könmien. Per Gen10r.aH1 erklärt tle, dlaß diie pol'- niisdhien B'diöfldien in einem pöliniil.Tdbein Wifflnia rniiem a nd1 e n u>nt e r d r ii c k: e n werden, wais er Jetzt feierlüichslt versiprechein 'könne. Tagesbericht. Dr. Riehl als Wurstelpraterattraktion. Die Antisemitenversammlung beim Kadrmann. An, der traditionellen Stätte der Wiener Volksbelustigung gesellte sich gestern zu der Dame ohne Unterleib, dem Drachenringelspiel und ähnlichen alt eingebürgerten Spekulationen auf das -ortsübliche Bedürfnis nach »Hetz tund Gaude«, eine Versammlung der Riehl-Partei, die zwar ha* erster Linie der Hetze diente, aber auch .der Gau de -r— freiwillig und unfreiwillig —- ausgiebig Rechnung trug. Ein ungeheures W adheaiuf gebot hatte die Bezirksbewohner vor den Versammlungsteilnehmern und die Versammliungsteilnehmer vor den Bezimksbewohneni zu schützen und 'brachte die Aradgeuce um die billige Reklame -einer gesprengten Versammlung, die sie im Hinblick auf das Schicksal einer tagszuvor im selben Lokal geplänit gewesenen chdstlichsozialen Veranstaltung mit Zuversicht erwartet hatten. Die Enttäuschung entlud sich daun in umso grimmigeren. R-eden gegen die Ost Juden, deren Sünden, wieder' einmal zur Bestreittiing des ganzen Abendprogramm® 'herhalten ' Mußten. Umso drolligeir;svvirkte es, als Dr. Riehl im Verlauf seiner Rede gegen' sie den Vorwurf erhob, ■ daß sie der bodenständigen Bevölkerung die Existenz erschweren. Wir mochten gerne .wissen, wovon der wacker© Dr. Riehl pbli'tisch leben würde, wenn es keine Ostr jüden in Wien gäbe! In der Versammlung gab er sich allerdings den Anschein, als-ob er diesen Ztistand herbeisehnte und empfahl zu diesem Zwecke - drei Mittel; . - - '. I. Generalanfordeirung der Wolhaungea aller ' nach 1914- Eiingewanderten. 2* Umgestaltung der Wohnbausteuer zu' einer hochprozentigen Frem densteu er. 3; Abschiebung aller polizeilich" aiusgowiesenen; Ostjuden in ihre Heimat, beziehungsweise' jn ein 'Konzentrationslager. ' ' ' -- - Diese drei »Belange« verlas später Beziiiksrat F! s eih e r als- Resoliuition, gegen die sich natürlich; kein Widerspruch erhob, zu,mal ein -uhbequemer Zwischenrufer bald ’hach Beginn der Vefsaimnilung als »bezahlter Juden spitze!« an die Luft gesetzt worden war.- Welch merkwürdige Ansicht die Herren doch von,dem »berüdlitigten Geschäftssinn« i der. Juden haben, wenn sie ihnen zumuten, daß sje ihr Geld so hinauswerfen werden, den Dr. Rielil , »bespitzeln« zu lassen... Was der Mann zu sagen hat, Weiß mäh schon längst, denn er gehört mit; seinen abgedroschenen Phrasen zum Geöthlecht der- ' wi eder k Euer, wenn auch leider zu einer, weniger nützlichen Abart dieser geschätzten zoologi-; Lehen ,Spezies. . ... ' Auch gösteih hat hi'au uiulr 'de. äilte Leid* Vcln ihim gehorit, daß d,;e Ostjuden ÄN ailllcm imisiberi'e’likn U'nld moralischem' Elend iui Wien sdhiullld'eeieui. -Sögair iiu Peiniziing, diesem unarischein Bezirk,, halben sic — Man denke!—drei Häuser in ihren Besitz geibraicht, von dlev Leopolidisitaidit woilllie er giair wiidhlt rcdleni. Er * tat es aber doch, und daimentlich die Verjiutdluing der wiederholt vom ihm erwähnten -Nioiviotiingasoie 22. März-1922 te-3’ - . " *1 ■■ -->>«-» >>-»-.», »n 1'— 1 ~> '' . ..' d. scheint ihim sehr nalbezugehen, wais Kenm-eir CKÄ? lokalen, Tradition ohne weiters begreifen wenden ..; Er veirniieit anvicih, daß er vom dier Leqpcllldlstiaidiü, w*^ der Sitiier an den Hörnemr zu faiseien sei, ndchit mefniri laisscn wende. Dir. Riehl windailso' dieim WiuirsteS«' praiteir eirlliia'-lteiii bleib ein — 'victriamsgeisteibzt, dlaß den, bodcrustänidlige vViuns'tiei, der dient ziuir Erheiterung von ginoß iuinid' kilcin den Juden -sühion. neit jalhrhun^ 'dentan konizetsisiL'ojn'&niäßig erschlägt, , miclhit gefgeu dlie' .zu,gereihte Scbflnutzkohküirreiniz. Ehisipnuich erbieibt; * Besohidlaren Eirfoiig. enzieMte Dir., RieihH mit oiMis Polemilk gegen die •» Wiener •Moirgenizeiltiumg«,'/liil deren, Verhanf er die ganize ziiciniistische Bewegiumgl einen, »Wau-weißen Schwinde!« "miaininltie. .»■Konineni Sie isiiich,«; ajpoisltihpüiierte er' die begoiittsrhen, Z\vüh höher, »den Isaalk N-achianisom 'VonsheMm, wie er iinf heilig ein Feiucr. der Bögeistemuinig.mjit dem Pfliuige den’ Wü'siteti'siainid.- ibcairbeiiteifc?« ' Die biedtenen;vLeiuite, di^ ihre K eimitnis . vom Tulden, * ebtettiiso'' wije .Mier 'Rödtoeft hur äkiis Heim »Kiikerilki« sidhöipfäii,,' kdunltem"nicb.ÄÄ-> nLitüMch' miicht. .'vorsteDen und jldMeiir. ivor. .Ver gnügen .f.- V;--' - Leider-Var es-mit der. behaglich heiteren .StinV mung, die Dr. Riehl zu 'verbreiten., verstand,, sofort vorbei, als die -nächsteh Redner ihres.Amtes* -walteten. Sie verscheuchten mit ihrem Phrasen gestamniel die mutigsten Hörer und als zum Schluß eine Parteigröße. aus Gmünd 'die Frage auf warf: Was halben die Östfpden in Wien zu suchen?' war leider niemand! mehr" da, der ihm geantwortet hätte, was ein aus Gmünd Zugereister in einer Versammlung zu suchen halbe, in der das Wiener Wohnungselend; auf der Tagesordnung stand.., ' v.',:, Der dritte Messetag. V ' , I« der Rotunde herrschte heutetiheraus Jebhäüöf Andrang, Sehr guten Absatz fanden: Landwirtschaftliche Maschinen, ferner österreichische Motorboote, welche be^ sonders zahlreiche Bestellungen aus Holland hatten. Irii Westgelände waren Spezialmaschinen, Holzbearbeitungsmaschinen, größtenteils ausverkauft. Elektrotechnische Artikel fanden Absatz nach England, Frankreich, Italien, Aegypten, Südamerika (Brasilien,' Mexiko), In: der. Möbeln brauche waren bedeutende Aufträge für Klubgarnituren nach England, Frankreich und dem Orient zu verzeichnen. Papiermesse. Hier war der Besuch, in. jeder Hinsicht zufriedenstellend. Konfektioniertes Papier, und Flachpapier wurden stark begehrt und ist es heute bereits zu sehr großen Abschlüssen gekommen. Ein Einkäufer aus Palästina gab Orders auf,, die sehr hohe Beträge erreichen. Die Hofburg hatte sehr großen Besuch' aufzuweisen. Einzelne Aussteller der Schuhwarenbranche machten große Geschäfte nach Bulgarien und Griechenland, .ferner nach den Sukzessionsstaäten. und nach Italien. Die spezifischen Wiener Modeartikel fanden starken Zuspruch. In Bäbykleidern war das Geschäft gleichfalls gut. Als Hauptabnehmer traten wieder die Einkäufer der Sukzessionsstaaten, ferner Holländer, Dänen, Schweden auf. Auch Türken placjeyten eine größere Anzahl von Orders. Einzelne Aussteller waren auch . i;i. den P r e i s e n e t w a s zur! c k g e g äugen, welcher* Umstand das Geschäft In hohem Maße belebte. . De r Messepalast war, wie jedeh Tajg, das Ziel vieler Einkäufer. Es werden dauernd Geschäfte abgeschlossen, so insbesondere in der Lederwarehbränche, Ju der Parfümeriebranche und in der Stockwarenbranche. In der Silberwaren.branche,; die diesmalmit ganz exquisiten Mustern vertreten ist,- ging .^s .gleichfalls lebhaft zu. Diö Glaswarenbranche hat bisher sehr gut, eine Anzahl von Firmen sogar glänzend abgeschnitten. Die Erzeugnisse der staatlichen Kunsterzgießerei, die sich durch Originalität und Formenschönheit. äuszeichnen, erregten viel Aufmerksamkeit *' . * Schwei z e r K ä u f 1 e Ute in W i en. Mit denf Pariser D-Zugsind gestern vormittags 83 Schweizer Kaufleute unter der Führung des Sekretärs der österreichischen Handelskammer; in der Schweiz, Di*. M a x Smolensk y, zum Besuch . der Messe ln Wien eiugetrofien. Sie wurden am Westbahnhof von Vertretern der Messeleitung und des österreichischen BsmdelsmuseuM begrüßt, und in die^ bereits. vordereitetyn Quartiere ge-/ "/;^De:ir:1)l^nungsm 7, U^beiv die Vcränderung-en am. Wo'bnüngLMLrlÄ irti Monate. F e b, r u .a r wird aus dem Rathaus . mitgeteilt :j * Im Februar; haben 3712 Wöhniragswerber ihren WoihiR bedarf - geltend gemacht. - . ■ v , Angeförder(t'wurden nach dem aMgetiiemest; .-Anlofii deruingsrecht 311. Wohnungen (253 Klein-, 28 ■ kleine Mittel-, .• 23 große Mittel- und 7 große Woihnungen)j nach dem-besonderen Anforderumgsrecht 1102 Wohnmw gen. In. Rechtekraft erwuchsen die Anforderungen von1 597' Wohnungen. ' . Von den Mietämtern wurde über 607 Einsprüche gegen Wohnungsaaiforderuingen entschieden. 242 Ein- $iprüchen* wurde Folge, 19 teilweise Folge und; 34^. keine Folge gegeben. Z u g e wiese n wu r d e n 82 1 W o.bw. n uiigeai* In 158. Fällen erfolgte die Zuweisung über Vors'Mag der Hausinhabung, Von den zugewiesenen Parteien waren 7 unterstandslos, 255 bisher Hau,ptmieter, 401 bisher Untermieter. 1. :1 Die Bezirksvorstehungen häben die Verzetchifiissd; über die zugewiesenen Wohnungen und Namen der Parteien an der Amtstäfel angeschlagen. Das Wohnungsamt hat neue Richtlinien. liir das Aequlvalcntverfaihren, durch das bekanntlich die von den Parteien zu leistenden Entschädigungen für den V e 1* z i c h t an geforderter Räume festgesetzt werd-eil, ausgearbeitet. Die wesentlichsten Bfcstimmuti-, ~'sn sind: Die A n f o r d e ruh g von überzähligen W'jhuiräumen bildet die Regel, Gegen Schaffung neuer Wohnräume ist ein Verzicht zulässig. Dieser Bedingung -..M entsprochen werden, erstens durch Errichtung -von \'chnihäusern entsprechenden Umfanges auf eigenem Grund1 der betreffenden Partei, zweitens durch Finanzierung von Wohnbauten der Gemeinde je nach der Zahl der freizugebenden Räume auf Grund der amtlichen Voranschläge, drittens durch Errichtung von Kleinhäuscrn bestimmter Type (Holzhäuser usw.) auf Damenwäsche Englische Stoffe für Herren- und Damenkleider, Jacken und Jumper aus Wolle und Seide, Regenmäntel und Textilwaren, alles erstklassig und billigst im Warenhaus Schiffmann Wien, II., Tsborsiraßs 48 TcSophon 47*1-79 En sros 107-1 En äetaii