Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1129 (21.3.1922)
- Date
- 1922-03-21
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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sBmnr WSfeti, T?fefjsfcig MMAM MÖÜ'ÖENZEtTUNÖ" neuartigen Begleitaikkorde mitz altenglischen Melodien,, die dorthin wie die Faust aufs Auge Baissen. Scott w§.r teeipen Klavierstücken der verstänchflisvMste Interpret, während die niitwjrkende Sängerin Vera Meidrf ille.r durch mannigfache IJnebenheiten der Technik (und des Vortrags die Wirkung der Lieder heeinträchjtigte. Auch die englische Sängerin Ursula Greville, Idie unter Leitung des erfahrenen Dirigenten Maurice fB c s 1 e y Orchestergasäuge 'vwtrug, vermochte trotz ihrer Anmut und ihrer überaus reiavollen Pointierung /keine hohe Meinung von englischer Gesangskunst zu erwecken Durch ernstes Können und echte Empfindung 'empfahl sich der englische Geiger Ennest W h i t f i e 1 d, 'der im Verein mit der tiefmusika'ljlsichen Pianistin Ida )V. II a r t u n g e n - B o d a n z k y?we Sonatepalbende Veranstaltete. Sie spielten John Irelands Ä^Moll- JSonäte Nr. 2, ein gediegenes englisches Werk, das nicht lauf den Effekt ausgeht, sondern mit hübschen Gesangsthemen und plastischer Durchführung sein Auskommen findet. Alle Lebenswärme und der kraftvolle . Aufschwung des Werkes fanden in dem beseelten, etwas schwermütigen Gelgengesang Whi'tfields sinngemäße •Auslegung. Die beiden' Tondichter brachten auch, die H-Moll-SonatQ Op. 21 von N. Hedtrier, dem russischen Künstler, der nicht aus der farbenhuntem Schule Skrjabins plaudert, sondern sich in seinem melodischen Gesang als Sohn deutscher Eltern bekannt. Es war. die Sonate eines »russischen Brk'hms«:, der in Keiner rhythmischen Belebtheit auch von russischen MeisLtzpn manches gelernt hat. Herr Franz Moser komlpcwiiert mit aller Orche- Kerroutine, die man sich im Verbild des Philharmonischen Orchesters aneignet. Seine WäserHerehadtz, die bereits die Oip.-Zahi 35 trägt, verstellt sich auf individuelle Behandlung der einzelnen Blasinstrumente und redet eine geläufige Sprache, die das Bru>e'knerssho Idiom mit Straußsehem Humor und Mahlersehem Sarkasmus zu einem bunten Dialekt vermischt, dlet oft genug vom heiteren Serenadengetändel bedenklich weit a'brückt, um immer wieder, auf Umwegen dahin curückzuftnden. — Gesänge von Walter Kl ei in. mit Stpdldhquartettbegleifcung zeigen... den sympathischen Wiener Komponisten als Eigephrödler, der gerne ezr-perimtzntiert: Das polyphone Vorspiel der Gesänge bewandt -verhaltene Innigkeit,'schlicht und .inuig, ist auch der melodische Ausdruck des Zyklus und ebep'So innig, war die liebevolle Wiedergabe durch Frau W ei gl - Paeeller. .' * Der Klaviergesang von Alfred Grünfeldi, der demnächst seinen siebzigsten Geburtstag feiert, erblüht fern von jeder Problematik auf dem gesunden Untergrund der Empfindung. Von diesem echt Wiener Meister empfängt man immer wieder die alten köstlichen Gaben und wird deren nicht überdrüssig. Am liebsten hört man von ihm Schubert und Johann Btrauß und sonnt sich in den warmen, hellen Klängen, die von lachender Wiener Frauenschönheit und von der Früh* Itcgskft des Wienerwaldes erzählen, fl'b. „Die Schauspiele von Schönbrunn“. Reinhardts Wiener Pläne. Es wird nunmehr bekannt, welche Pläne Max Reinhardt in Wien ausführen will. Es soll das Schönbrunner Schloßtheater für eine Zeit gemietet werden. Die feuerpolizeilichen' Einwände, die bekanntlich eine Fortsetzung der Kammerspiele des Burg- Üheaters in dem . herrlichen Schönbrunner Schloßtheater verhinderten, werden durch bauliche Herstellungen ibeseitigt' werden. Mit den Stücken, die Reinhardt im Schönbrunner ‘Schloßtheater .aufzuführen gedenkt, soll sodann eine Tournee ins Ausland unter- Bonrnenwerden. Die Theateraufführungen werden junter dem Titel „Die Schauspiele von jSchönbrunn“ im Ausland erfolgen. Außerdem [gedenkt Reinhardt im Theater än der Wien und imRedoutensaal der Hofburg Vorstellungen zu geben. __________ Aus den Theatern. Im Burgtheater wird morgen „Das Schiff Tenacity“ gegeben. Im Operntheater geht morgen „Tiefland“, mit Kammersängerin Gertrude Kappel vom Landestheater In Hannover als Maria, in Szene. ImRedoutensaalder Hofburg gelangt heute „Der Barbier von Sevilla“ zur Aufführung. In der Volksoper wird heute „Hofhnanns Erzählungen“ mit Herrn Rittersheim als Hoffmann gegeben. Als Lindorf gastiert Herr Kammersänger Robert Bürg von der Staatsoper in Dresden. Im Deutschen Volkstheater gelangt morgen als Festvorstellung im Rahmen_ der Kriegsopferwoche „Die Opferung“, Drama in vier Akten von SHans K a 1111 e k e r, zur Uraufführung. — Samstag den 25. d. M. um 10 Uhr abends findet eine Aufführung von Verneuils Lustspiel „K a r u s s e 11“' mit Frau Ida R 61 a n d und den Herren Sima und Ziegler statt. Das volle Erträgnis dieser Vorstellung wird der österreichischen Künstlerhilfe felr die Hungernden in Rußland zugewendet. Im Raimund-Theater gelangt heute Franz IWerfels „Bocksgesang“ zur Darstellung. Die Aufführungen ‘dieses Werkes müssen infolge anderwertiger Verpflichtungen des Fräulein Eugenie May bis 3. April unterbrochen werden. Morgen wird „Des Meeres und der Liebe WsIIan“ gespielt. Donnerstag findet die Premiere des Werkes von Theodor Csokor »Die rote Straße“ statt. Dienstag den 28. d. M. eröffnet Leopold Kramer ein auf sechs Tage berechnetes Gastspiel und spielt zuerst die bereits in Wien mit großem Erfolg dar-' gestellte Rolle des Herrn zu Pferde in dem. Lustspiel „D i e Schauspieler“ von Schmidtbonn und hierauf in den drei Einaktern von Felix Salten „Der Graf“, „E r n 8 t des Lebens“, „Lebensgefährten“ die männliche Hauptrolle. In dem Schauspiel „Der Ernst des Lebens“ wird Adolf W e i s s e, der frühere Direktor [des Deutschen Volkstheaters, gleichzeitig ein Gastspiel ^absolvieren. Der Vorverkauf beginnt Freitag den 24. d. M, so beiden Kassen des Raimund-Theaters. Im Wiener Stadttheater wird heute das {Schauspiel „A m V 0 r a b e n d“ von Leopold Kampf gegeben. Das Stück, das bisher von der Zensur verboten Freie jüdische Volksbühne t Gastspiel im Lustspiel!heater 4§8Q ' Samstag den 25. Miir?. 5 Uhr nachmittags $cho!em>Alejchem-Gedenkfeier zwMale: 0«r Prisyw W-MiH'K'K Vorlesung atzs Werften Scholcm Aiejcftems (Harr SjgaU) zum 1, Male Tojwje der Milchiger (Tcjwje — Herr Nathan), war und nur im Rahmen von Vereinsvorstellungen gegeben werden durfte, gelangt zum ersten Male in einer Abendvorstellung zur Darstellung. Ais nächste Novität wird das Lustspiel „Adam im Frack“ von J. P. 8 e h H nt h a n und Reif Brandt vorbereitet. In der Renais sahcebüluie wurde vor einigen Tagen die erotische Komödie „De r Werwolf zum fünfzigsten Male aufgeführt. Das amüsante Stück, das vortrefflich dargestellt wird, erzielte wieder großen geifall, ‘ ' _ . Eins vergessene Oper Halßvys. Im Stadttheater?u Halle gab es ein§ interessante Anführung, Die längst vergessene Oper „Der Blitz“ vgn Halövy wurde in einer geschmackvollen Neubearbeitung von W. Kleefeld unter dem Titel „Per § c fl i c k § a 1 § t a g“ herausgebracht und. erzielte mit ihrem Melodienreichtum gehr starke Wirkung. „Fanny Elßler und ihre Zeit“. Die Nachfrage nach Karten für diesen Theater* und Tanzabend ist so stark, daß nur mehr eine bescheidene Anzahl von Sitzen verfügbar ist, 89 daß die Concordia sieb veranlaßt gesehen hat, die Vorstellung Freitag zu den gleichen normalen Preisen zu wiederhol e 11. Kartenverkauf an der Konzerthauskasse (III., Lothringeratraße) und bei Gutmann. Mirra Sokolskaja. Diese Diseuse des jüdischen Vor- , s, die im Konzert und im Kabarett gleich große Erfolge tzinhtzimst, wirkt durch die einfachsten Mittel: durch die frische Stimme und ihren gesunden Humor« Eine beredte Mimik hilft gerne nach und wenn sie im „Wiegenlied“ mit plastischer Bewegung das Kind zu wiegen scheint, wird die ganze Kinderstube lebendig; Mit ihrem lebhaften Temperament weiß sie rasch den Kontakt zwischen sich, und dem Publikum herzustellen, das Heiterkeit uizd Trauer mit ihr empfindet; So gab es auch in ihrem letzten Konzert stürmischen Beifall, für den sie immer wieder danken mußte. Auf allgemeines Verlangen sang sie nach Absolvierung Ihrer Programms noch jGhaseu“ und „Ojetwrom“, die, LiebllngsHeder ihres Jreuen Stammpublikums, Verein Freie jüdische Volksbühne, Sonntag, den 26, d, M., 3 Uhr nachmittags, findet im Lustspieltheater im Rahmen der M i t g n e tj e r V o r s t e 11 u n g e n eine Wiederholung der s c h a 10 m*A 1 e i c h e e d e n kktzi 6 r statt. (Einleitende Worte : Mendel Singer, Vorlesungen aus Werken Schalem Aleickirns, »Der Prlsiw^, Szene von Schalem Aleichem „Toi.wje, der Milchiger*, ein Akt von Schalem Aleichem- Regiekarten (Beitrag k 100) sind im Sekretariat, 1{„ Untere Augartenstraße 1; (Caf6 Rembrandt, Telephon 40-3-31), an Wochentagen von 7 bis 9 Uhr abends, an Sonntagen von 10 bis 12 Uhr vormittags erhältlich. mm reg. Gen. tn. b. H. 6148 Wien, VIII., Alserstraße 23 übernimmt die Durchführung sämtlicher Üank- und börsegesphäftlichen Transaktionen zu den kulantesten Bedingungen Kasseatunden von 9 bis ) Uhr und 3 bis 5 Uhr Volkswirt. Gestempelte Krone -- —.07^/c Centimes* Auszahlung Wien « —.0774 Centimes, Rückgang von Mark und tschechoslowakischer Krone. In Zürich notierte: , die österreichische Krone —.07% (—.07°/. am 18. März) die österr. gest. Krone . . —.07'/, (—.07®/f am 18. März) die tschechische Krone. . 8.83 ( 8.92 am 18. März) die Mark. 1.73 ( 1.83 am 18. März) Agram ........ 1.55 ( 1.60 am 18. März) Bukarest . ..—(—.— am 18. März) Budapest ....... —.63 (—.63 am 18. März) Warschau ..—.13 (—.13 am 18. März) Die Frühjahrsmesse. Der zweite Messetag. Kn Messepalast war gestern besonders lebhafter Zuspruch von französischen und ungarischen Einkäufern zu verzeichnen. Die Franzosen zeigten hauptsächlich für Kunstgewerbe- und Ledergalanteriewareu Interesse. Auch der Zuspruch der ungarischen Einkäufer ist heuer bedeutend stärker als im Vorjahre. Sehr gut abgeschnitten hat im Messepalast die junge österreichische Spielwarenindustrie, in der viele geistige Arbeiter eine neue Existenz gefunden haben. Interesse fanden auch Taschen und Kommodschulie aus geflochtenem Leder, die sich um die Hälfte billiger stellten als Ledertaschen und Lederschuhe. ln der Hofburg berichten die Schuhfabrikanten Uber sehr günstige Ergebnisse. Holländer, Rumänen und Engländer waren die Hauptinteresseriten dieser Branche. Regen Absatz fanden auch gestrickte und Trikotwaren, ferner Lederhandschuhe, für die sich besonders Engländer und Schweden interessierten. Großes Interesse erweckten Vorarlberger Stickereien, die hier als „Schweizer Stickereien“ erscheinen. I n der Stifts Kaserne, wo die Papiermesse untergebracht ist, herrschte gestern in den Nachmittagsstunden sehr reges Leben. Besonders zeigten rumänische und holländische Einkäufer großes Interesse für Papierwaren und für Bureaubedarfsartikel. Von seiten amerikanischer Einkäufer war große Nachfrage nach Flachdruckpapier. Bedeutende Abschlüsse wurden auch hier vgn den Ungarn, dann von Bulgaren und Jugoslawen getätigt. In der Rotunde fand sich das Gros der Einkäufer erst am Nachmittag ein. Vor allem waren es die Erzeugnisse der Möbelindustrie, der Lebensmitfelabteilung, Wasserdichte Regenmäntel für Herren und Damen ■ 2t. März 1822 Nn 1129 der Maschinenindustrie sowie die der elektrotechnisched Branche, die seitens cter Interessenten zahlreichen' Zuspruch, fanden. Die Aussteller kennten uije mit Genugtuung konstatieren, daß der Besuch der Messe seitens des Auslandes ein . starker ißt. Die Besucher der Messe zeigten sich von den Leistungeil unserer noch ziemlich jungen gpgrtertikelindustrie sowie von den Darbietungen der Beieuchtiingskörperbranche sehr überrascht. Die Valuten. Die Aufwärtsb e w e g u n g der fremden Zahlungsmittel machte im gestrigen Verkehr weitere Fortschritte* Nachstehend die offiziellen Schlußkurse: yerOffeqtJistuing der Devisenzentrale vom 20. März 1922. Devisen (Schecks und Aus« Zahlungen) Amsterdam f, 1Q0 HW, Gulden . Agram 100 jug. Kronen . » . » Belgrad lpQ Dinar . , . . . . geriin 100 deutsche WeHsnchrft . Brussel 100 belgische Francs . . Budapest 100 ungarische {<ron§n, Bukarest IQQ Lei , . . . . , , ehristlffnia 100 norweg. Kronau . Kopenhagen IQQ dänische Kronor Laudon 1 Pfund Sterling . . » Madrid 10Q Pesetas. ,» , . Mailand 10Q Lire. . . . . . . New Yorft 1 YoUar.. Paris lQo Franc?.. Prag 100 tscheöhQ*slow. Kronen . Sofia 100 Lewa Stockholm 100 schwedischeKronor Warschau 100 polnische Mark. . Zßnfh 10Q sch\vei?eri6che Francs 282.759 ^-2.7-7 2507.50 63.350 922. rr 32.7 116.4TS 37.970 7feö 13.115 195.050 178.— 145,375 Kurs V. Ware Geld 283,250 249.950 2278.- 2Ö98.-T 9092.-. 8390,'=- ve m 828.- 838,50 12LW 11(U75 160.875 144.475 . 32.825 28,890 116.725 105.960 38.030 33,590 MM i& Stö 182.- 169.r= 145.625 129.415 17. Mät* Ware 250.050 2102.— 8410.— VSs 841.50 116^225 144.525 28.910 100.040 §3.610 §702.— 60.020 11,590.50 4655.— 171.538 171.- 129.525 Noten Apierikan. Noten v. 5 Dollar fiuiw, n » kleinere . » » Belgische Noten 100 Francs . . Bulgarische Noten za 1000 Lava , ■ » » IOO » » » kleinere. , . Dänische Noten 100 Kroner » , Deutsche Noten za 1000 Mark. . » „ „106 ... „ „ kleinere. . . . Eng|. Noten von 5 Livrest, gufw, „ . » kleinere ... . . » Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. 100 Lire aufw. . n kleinere . . . Itzgosi. Rotan ungest, ZU 1000 Dinar- » 9 n « *00 9 „ „ , kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische ^ofen v. 500 Mark aufw. . ' - kleinere . . . . Rumänische Noten zu!W u. 500 Lei ■» . . kleinere . . . Rugs, Noten (Romap.) %a 500 Rubel > . . ° ioo D n % n kleinere . , Schwedische Noten 100 Kronor , Schweizerische Noten 100 Francs Spanische Noten 100 Pesetas . , TBohccho-siow. Hat* V. 1000 aufw. . M kleinere . . Ungar. Noten (neue Em.V su 1000 Kr, , . ,10.000 Kr. , » . ■ ■ kleinere 7431.50 7443.50 6660.50 6654.50 629Ä 4670.- 63Ö!5Q 4680.^- 4445^77 4455!— 159375 1507625 14^975 1437025!7fZZ 32^575' 32475 66.950 280,750 37.770 32625 32.525 ■ 67.050 281.280 37.830 2§Tä® 5&4ÜQ 247.450 33.190 28.610 W.5N 247,550 33.210 mZ mZ @399.77 84101— mZ mZ m975 106.50 naoü 168.50 .540913 548L- 4870% 4M% 5269,-r,-rr , . -r-.T— » |W M |W' miA W 'iSF llfS 112,875 13,075 mZ T.,”?ll Zur Wietier Messe wird der Reichskomrofcsär fi|f Ein* und AusfuhrbewilligJing in Berlin durch Herrn Reglermigsrut 8 i m 011 und die Außenhandels- Stelle für Schnitz- und Formerstoffe und Knöpfe in Berlin durch Dr. Z a ra ö r y vertreten sein- Die genannten Herren werden im Handelsmuseum, Wien, IX., Berggasse 16, Sprechstunden abhalten und Einfuhranträge ventgegennehmen. Als Beilage zu den Einfuhranträgen ist eine vom Messe? dienst bestätigte Meßorder erforderlich. Geschäftsverkehr mit England* Heimische Interessenten erhalten in der Exportabteildng der Wiener Handelskammer unter Z. 40061 die Adresse eines Londoner Vertreters, der sich für Agenturen in gestrickter. Unterwäsche, Handschuhen, Seidensamten, Samtbändern, Posamentrien und Seidenwaren interessiert Zollaufgeld iti Italien. Das Oasterreichische Handelsmuseum teilt mit, daß das Zollaufgeld ln Italien bei Zahlung des Zolles in Banknoten für die Zeit vom 16. bis 31. d. M. mit 272% (das ist 3*73facher Gründzoll) festgesetzt wurde. Die Genossenschaft der Holz- und Kohlenhändler gegen die Konzessionlerung des Holz- und Kohlengroßhandels. Die unter dem Vorsitz des Vorstehers Ferdinand Maschke abgehaltene ordentliche Generalversammlung hat gegen die in Aussicht genommene Konzessionierung dieses Gewerbes Stellung genommen und auch die Abgabe eines ln diesem Sinne gehaltenen Gutachtens an alle zuständigen Behörden beschlossen. Der Handel Palästinas. Nach der von der palästinensischen Regierung herausgegebenen Statistik zeigen sowohl Import wie Export im Jahre 1921 eine bedeutende Z unähme im Vergleiche’zum Jahre 1920. Die betreffenden Zahlen für Jaffa betragen : Import für 1920 31.011 t auf dem Wasserwege, gegen 59.694 t im fahre 1921. Der Export betrug 1920 5684 t verschiedener Güter und 505.498 Orangenkisten und im Jahre 1921 12.212 t und 877.073 Orangenkisten. Schätzungsweise haben 8947 Schiffe mit 1,425.105 Registertonnen in den Häfen von Jaffa und Haifa im Laufe des Jahres 1921 Anker geworfen, hauptsächlich englische, in zweiter Reihe italienische. Der Transportdienst zvrischen Haifa, Jaffa und den benachbarten Häfen des Mitteländischen Meeres wurde durch 1892 Segelschiffe vermittelt. Wiener Börse. An der gestrigen Börse vollzog sich ein Tendenz* Umschwung, hervorgerufen durch die wesentliche Erleichterung bei der stattgehabten Versorgung und durch die neuerliche Befestigung der fremden Zahlungsmittel. An der Spitze der Bewegung standen Alpine-Aktien, welche bei enorm lebhaften, Umsätzen gegen den letztgemeldeten Stand um K 11.000 in die Höhe gesetzt wurden. Für die gewaltige Steigerung dieses Effekts wurde eine bevorstehende Kapitalserhöhung der Alpinen Montangesellschaft ins Treffen geführt. Mehr Beachtung fanden Krupp-Aktien, die abermals für auswärtige Rechnung in größeren Posten äus dem Markte genommen wurden. Ferner zeichneten sich die Werfe mit valutarischem Chrirakter, namentlich tschechische Papiere, durch größere Steigerungen .aus. Wenn im weiteren Verlauf des Verkehrs ein Teil der Erhöhungen verlorenging, so war dies den * stattgefundenen Gewinnsicherstellungen zuzuschreiben. Der feste Grundton des Marktes ging aber doch nicht verloren und man schloß in recht animierter Stimmung. Von den Kulissewerten gewannen Anglobank K 1400, österreichische Kredit K 460, Länderhank K 1300, Zivnostenska ' Sorer l.. Rotenturmstr. 31. (Mezzanin) «,