Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1129 (21.3.1922)
- Date
- 1922-03-21
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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fjri 1123 Wien, Dien« g . WtOTBK MÖW&ENZ&YFtiWS . -r.^T^-i———— .— - -~rT^1^^rr*.+mgrmfrnmtr.T^ti ,, .——. - —-—-- A.N Ä2 r s?s /Sefte~5j (Besonders besprach der Redner die Tätigkeit der jüdischen. Gemeinderäte in den einzelnen Ausschüssen, wie auch die gemeinsamen Schritte lind Interventionen. QDr. Georg Weiner berichtete über seine Tätigkeit Im Bezirksrat und besprach besonders die Frage ,dier ‘Erwerbung der Heiinatszugehijrigkeit. Im Nahten des Zionistischen• Landeskomitees referierte Dr. Löwen- •h.erz über Organisatioinsfragen. I« längeren'Aüsführumgen wies Referent auf die Notwendigkeit der organisatorischen Erfassung der Alsergrunder Judenschaft hin und appellierte an die Versammelten, sich der zionistischen Organisation anzuschließen. Ueber Antrag des Armenrates Bellak; würde einstimmig den jüdischen ,‘Mandataren des IX. Bezirks d!as Vertrauensvotum der Wählerschaft ausgesprochen. ‘ Mit einem Appell; alle Kräfte für -die Organisation zur Verfügung zu-stellen, schloß Armen rat Bellak die zahlreich besuchte Versammlung. * Einwanderungstaxe und I^ndungsgebiihr in Palästina. Das Palästina-Amt Wien teilt mit: i. Um den 'Palästina-Fahrern bei der''Landung Schwierigkeiten zu ersparen, hat die Zionistische Exekutive' in Jerusalem an geordnet, daß alle Palästina-Fahrer, die .von den zionistischen Palästina-Aemteru abgefertigt werden, .die an die palästinensische Regierung zu entrichtende Einwandermigssteuer in der Höhe von einem: ägyptischen Pfund (für Kinder 20 Piaster) und die Landungsgeibühr in Höhe von 20 Piaster per Person vor ihrer Abreise nach. Palästina beide in b e t'rie f f e nden Palästina-Amt einzuzählen haben. -Das. betreffende Palästina-Amt folgt über' die Einzahlung dieser Beträge Quittungen aus, die der Einwanderungs- 'hehörde und dem zionistischen Imraigratioiäsbureau rvorzüweisen sind. In Wien hat demgemäß; jeder Palästina-Fahrer, der vom Wiener Palästina-Amt abgefertigt wird, in Zukunft an. Einwanderungssteüer und Landungsgebühr i}4 Pfund Sterling (Kinder 8 Schilling) einzuzahlen. 2. Alle Palästina-Fahrer haben sich vor der Abreise von Wien mit zwei Photographien zu versehen, die der palästinensischen Einwa-nderungs- Ibehörde bei der Ankunft im Lande zu überreichen ' sind. Die Palästina-Fahrer werden in ihrem eigenen Interesse darauf aufmerksam gemacht, diesem Ersuchen unbedingt ' nachzukommen, da sie andernfalls von der Eimwanderungsbehörde so lange in Quarantäne zurückgehalten werden, bis die Photographien angefertigt sind. . , * Aus dem Wilnaer jüdischen Gemeindelebe«. Aua Wilna wird uns geschrieben: In den letzten Wochen (beschäftigte die jüdische Gemeinde die Frage der sogenannten Fleischverzehrungssteuer' (Karobüra). Wilna zählt über 24 Rabbiner, die bis zum .Vorigen Sommer von den Subventionen, die die hiesige Gemeinde aus Amerika erhalten hat, bezahlt '.würden. Mit der Einstellung der amerikanischen Hilfsaktion konnten auch die Rabbiner nicht bezahlt werden. Um dieser Not albzuhelfen, griff die Gemeinde zu dem alten russischen Dekret, wonach. jeder Jude, der koscheres Fleisch „verzehrt, eine gewisse Abgabe pro Pfund zu leisten hat. Die ’ aus dieser. Abgabe einlaufenden Beträge wurden v.on der ' Gemeinde zur Bezahlung der Rahbinatsgehälter benützt.’ Aber die Wiederbelebung der alten' russischen( Karobkaabgabe •rief bei der hiesigen Bevölkerung'Unmut hervor und die jüdische Gemeinde* sah sich 'gezwungen, eine Plenarsitzung der Gemeindeverwaltung einzuberufen, um diese Frage endgültig erledigen-zu‘können. Die vor (kurzem stattgefundenen Plenarsitzungen hattenbegreiflicherweise einen' überaus stürmischen Verlauf. Die Gemeindeverwaltung verteidigte sich damit,- daß cüese Steuer auf keinen Fall, der ajtcn Karobka gleichkomme, sondern als eine'Abgabe, die zur Deckung der iRabibiinatsgehälter dienen soll,- zu betrachten- .sei. (Pflicht der Gemeinde sei es, für -den Lebensunterhalt der Rabbiner, zu sorgen, und! mangelsanderer- Mittel, die nötigen Gelder für diesen Budgetposteai zu. ‘ erbringen/ mußte die Verwaltung nolens* volens zur Besteuerung des koscheren Fleisches mit je zwei /Mark per' Pfund greifen. Die linken Elemente der Gemeinde . ‘erklärten, daß niemand ‘daran Schuld trage, wenn Wilna eine so große Anzahl von Rabbinern zu erhalten habe. Nach langen Debatten wurde eine Resolution gefaßt, die die Gemeindeverwaltung autfordert, ein Komitee zum Studium der Ursachen der Teuerung des Koscherfleisches einzusetzen. t * Messebesuchei*, Exporteure und Kaufleute, welche Waren zu versenden oder einzulägern haben, werden aufmerksam gemacht, sich zwecks Besorgung alter speditions- und komraissionsgeschäftlichen Transaktionen vertrauensvoll an die bestbekannte und kulante Speditionsfirma Maawir im Tr a n s. p 0 r t - A k t. - G e s., Zentrale Wien, l, Bauernmarkt 24, Telephon Nr. 17-12-7 und 15-9-16, oder an deren Filialen in Triest, Krakau, Warschau, Danzig». Berlin, Lemberg und Lodz zu wenden. Die Transport-Aktien-Gesellschaft Maawirim lenkt, ihr Hauptaugenmerk auf eine individuelle Behandlung jedes einzelnen Falles. Das Unternehmen wurde in der letzten Zeit reorganisiert und 4en Erfordernissen der N/e u z e i t in Jeder Hinsicht angepaßt. Das bestgeschulte - Personal und die ausgedehnten Lagerräume des Unternehmens bürgen für eine klaglose Abfertigung der Transporte nach dem In- und Ausland. Das Unternehmen unterhält einen Spezialverkehr nach dem Orient und Balkan und Sammelladeverkehr nach allen Richtungen. ♦Fertige Bettwäsche, Leintücher, Deckenkappen, schlesische Weben, Chiffon, Gradl, Laufteppiche, Vorhänge, Bett- und Tischdecken werden sehr billig verkauft im Warenhaus Emanuel R o t h 0 1 z, VII., Westbahnstraße 15 (früher Neustiftgasse 77). Besitze in Wien keine Filiale und kein weiteres Geschäft. Vereine, Vorträge und Versammlungen. Jüdische Tischgesellschaft Lau d- % t r a ß e. Nächste Zusammenkunft Donnerstag abends im Cafe Gartenbau (Souterrain). Vortrag Ludwig B ä t 0: Wiener jüdisches Leben im XVIII. Jahrhundert. Sodann freundliche Mitwirkung des Herrn Burgschauspielers Blum. Gäste willkommen. — Sephardisch - zionistischer Verein Jehuda Halevy. Heute, 6 Uhr abends, hält H. Haim F a r c h i, Präsident des jüdischen Konsistoriums und der zionistischen Organisation von iifTmnminifsiiiifiiiiiiiKiiifiiiiuiiiHiHimimimiHüiiminmiuHinnmfim aller Holz- Mö Marien AD zu mäßigen Preisen für j| Inland und Export 1 mobei^expokthaus S MAX BERGMANN iiiiiiiiitfiliififflUimiiülHiiiiiiiiimiininffiifiliiinimiiiiiniiimimfjimiijii WflEN 66. BISS» E®B,aS«x5ta,aSlö 33 WeSntraubengasse 2 Te!«p>&®n 8p. 43-1 «70 «7! 0& •R. Kohn 500. — IL B e z i r k: d. Meilen: Smlg. MarkttJ Mautner b. VIbg. Frl. Adela Meilen-Wolf Mendl Sehapira-d Salo Meilen 1000, Meilen 600, V. Schapira, D. Schapiral ä 500, Div, 3600, Div. 950. — III. Bezirk: J. Rudolfeil 1200, F. Rudolfer 1000,) Div. 300. - V. B e z ir k: 200, - J i VI. Bezirk: 100. — VII. Bezirk: 550. - VIII. B ez i r k: Mendl Friedmann 2000. — IX. B e z i r k: Dr. Max; Ostermann, Ludw. Pollak, Leop. Epstein, Kom.-Rat Ph. Kahne-: mann ä 1000, P. Sekler, 8. Lehr ä 500, Div. 900. — XII./XVr B e z i r k: A. Reich 500. - XVL B e z i r k: M. Weiß 50$ Div. 400. — XVIII. Bezirk: Jakob Wolf 100$ 1 Dri E. Müller 500, Div. 120: — XX. B e z i r k: 120. — XXI. Bezirk: 250. — H i t a c h d u t li: Sammlung bei '„Wiener Modenzeitung“: Prof. Freud, Dr. Schmitz a. G» 1000, Dr. Sclimerler, Stricker, Dr. N. M. Gelber ä 50$ jbiv. 3576. — Kapfenberg 300. lISllillliliBill Bulgarien, im Wintersalon des Hotel Continental einen Vortrag über „Palästina und unsere Pflichten“. Spezielle Einladungen können nicht versandt werden. Um zahlreiches Erscheinen bittet die Vereinsleitung. — Akademischer Sängerverein Judäa. Durch die Gründung des Akademischen Sängervereins Judäa wurde einem starken Bedürfnis abgeholfen. Zahlreiche Beitrittserklärungen und die stattliche Anzahl der Teilnehmer an der konstituierenden Versammlung am Montag den 13. d. M. eröffnen ftlr die weitere Entwicklung des Sängerbundes die besten Aussichten. Die musikalische Leitung liegt in, den Händen des bewährten Musikpädagogen Rudolf Ulanowsky. Der Sängerbund hat seinen Sitz im Studierlokal Cafd Klinik, woselbst auch jeden Montag und ■ Donnerstag um 7.8 Uhr abends Gesangsproben abgeha’.ten werden. Beitrittserklärungen werden noch im Sekretariat des Sängerbundes, IX., Zimmermannplatz 8 (J. H. A.) entgegengenommen. — Zionistische Sektion Wieden-Margaretcu. Heute, 8 Uhr abends, Cafd Margareten Ausschußsitzung. Sämtliche Ausschuß- und Komiteemitglieder werden ersucht, zwecks Verrechnung pünktlich zu erscheinen. — Lese- und Redehallle jüdischer Hochschüler in Wien. Samstag, 25. d. M., Vortrag des Herrn Ingenieur Bensch Schächter: . Elektrifizierung Palästinas. Beginn, 7*8 Uhr. — Vereinfür jüdische Geschichte und Literatur, Wien, II., Ferdinandsstraße 23/8. Die nächsten Vortragsabende finden im Lesesaale der jüdischen Gemeindebibliothek, II., Ferdinandsstraße 23, I. Stock, statt. Heute Vortrag des Herrn Dr. Paul Weisengrtiti: Der Sinn der jüdischen Geschichte. Beginn 7 Uhr abends. Gäste willkommen. Eintritt frei. Ottakringer Volksheim (XVI., Koflerpark 7). Kursbeginn: 7 bis 8 Uhr Universitätsprofessor Dr. Stephan Braßloff: Reformen auf dem Gebiete des Familien- und Erbrechtes. 7 bis 9 Uhr Dr. Flora Hochsinger: Rechnen für Anfänger. Dr. Hans Hecht: Modernes Arbeitsrecht. 8 bis 9 Uhr Dr. Hans Hecht: Die volkswirtschaftlichen Ideenrichtnngen der Gegenwart. LeopoldstädterVolksheim (l!>, Zirkusgasse 48). 7 bis 8 Uhr Dr. Herbert Johann Holz: Schiller als Dramatiker. Dr. Artur Brauch: Bausteine der Materie, Moleküle, Atome, Ionen, Elektronen. 7 bis 9 Uhr Professor Dr. Karl Reishofer: Deutsch für Nichtdeutsche. Hans Riehl: Symphonien Beethovens. Dr/Bruno Huber: Pflanzenbestimmungsübungen. Urania. Heute, 5Uhr (Großer Saal) Wild-Afrika.—• 7*6 Uhr (Kleiner Saal) Dr. Anton Maria Michalitschke: J)as Musikleben der Sudetendeutschen. — 7*6 Uhr (Kurssaal) Kustos Dr. Hans .Ankwi.cz - K 1 e e h 0 v e n : Oesterreichisclie Kunst seit 1848, IV. — %6 Uhr (Klubsaal) Dr. Josef Z u t h : Einführung in das Gitarrespiel, III. — 7*8 Uhr (Großer Saal) Ludwig Anzengruber. — 7,8 Uhr (Kleiner Saal) Universitätsprofessor Dr. Karl Grünberg: Bilder aus der Entwicklungsgeschichte des Sozialismus, I. Antike und Urchristentum. — l/*8 Uhr (Kurssaal) Professor A. V e r n y : Das Atom Im Ablauf-der Kulturgeschichte, III. — 7*8 Uhr (Klubsaal) Prof. Dr. Heinrich G a ß n er: Gerhard Hauptmanns Schaffen in den Jahren 1911 bis 1921, II. _^_ Keren Kajemeth TJisrael. (Jüdischer Nationalfonds) n„ Taborstraße 59, Telephon 40-3-16. --Spendenausweis Nr. 5/5 vom 16. März 1922 K 109.075.50. - Im Jahre 1922 insgesamt K 4,980.724.57. Zentrale: Smlg. anl. d. VIbg. Grünwald-Lustig a. N. Leop. Grünwald, Mina Grünwald, Helene Grünwald, Emil Lustig ä 1000. -«.Bezirk: 1285.50. - «1. Bezirk: d. L. Halpern: Menzel 584, Druckmann 522, R. Haar 750, Leo Halpern 1670, D. Auspitz 2428, Dr. B. Hahn 1227, Div. 2204. - VI. B e z i r k: Smlg. Menorah d. Rubin: Geburtstag Melanie Heidenfeld 1060, Div. 500. - XVIII. B e z i r k: 200. - XX. B e z i r k: Verein Ansche Dath W’zedek d. Israel Hartnik 1140; G. B. Eintr. d. Ehrwürden Oberrabbiner Dr. Chajes: Smlg. Frl. S. Wahl b. VIbg. Blaukopf-Rones 6500, Smlg. M. Nath b. VIbg. Schächter 6550, Juda Leib Letzter 8000, Chaskel Sandei 3000, Smlg. Goldberg Hochzeit Tennenbaum-Landesmann 3370, Smlg. Groftmann 3200, Henoeh Waldbaum 3000, J. L. Lustig 3000, Spenden „B’nei B’rith XX“ d. Lind 2565, Smlg. Klumack-Premlnger b. silb. Hochzeit Goldstein 2100, Smlg. Fr. Oppenheim 1500, Herrn. Deligdisch 10Ö0, Schomre Hadath d. Schönberg 1000, Markus Kammermann 100Ö,. Glaser Leo f. Kornblüh 500, Div. 126; Hitachduth d. E. Lenz : Friedrich Friedmann 1027, Neure Jehuda 2750; Misrachi: Zwi u. Fanni Brauner a. N. Dr. Mayer Rosner gest. am 25. Adar 5681 K 1000. — Atzgers dorf: Garten Atzgersdorf d. N.-F.-K. Lager: Hermann Smetana 7000, Frl. Steinhardt 1546, N.-F.-K. Lager 954, Holzer (Reichenau) 500. Purim-Spenden. I. Bezirk: Khuner <£ Co. 3000, Dr. Artur Rein 1000, Altmann & Co. 500, Div. 1150, Ernährung. Der Marktbericht. ' Weiteres Sinken der Eierpreise. Erfreulicherweise gehen die Preise für frische Eief weiter zurück. Auf dem Naschmarkt waren Eier inländischer, und ungarischer Herkunft von K 110 per Stück aufwärts angeboten, fanden jedoch auch zu diesem Preise nicht allzu großen Absatz. In den übrigen Artikeln der Grünwarenmärkte ist gleichfalls. kein Älangel zu beobachten, der Verkehr hält sich jedoch bei unveränderten Preisen in' engen Grenzen. Auf dem Naschinarkt sind auch größere "Mengen von Zitronen angekommen, deren Preise sinkendes '-Tendenz zeigen. Im Detailhandel wären Zitronen von K 32 •aufwärts zu haben. - In der Großmarkthalle blieben die Preise für alle; Fleischgattungen unverändert auf der Höhe des letzten Markttages, der Verkehr war, wie gewöhnlich am Montag, belanglos. Aus Ungarn sind 14 Waggons mit Kälber«, :Rlndfleich und halben abgezogenen Schweinen angekommen. Khochenzuwage beim Fleischverkauf* 7 Mit der am 20. d. M. in Nummer 49 des „Landes-: Gesetzblattes ttir Wien“ zur Verlautbarung gelangenden und Montag den 27. d. M. in Kraft tretenden Verordnung des Bürgermeisters als Landeshauptmann vom 18. d.'M. wird •die Frage der Knochenzuwage beim Kleinverschleiß voq Fleisch in Wien geregelt. Nach dieser . Verordnung muß vorderes und hinteres Rindfleisch nach freier Wahl dev Käufer entweder mit oder ohne Zuwage verkauft werdenj Die Zuwage darf hiebei in 1 kg Fleisch bei vorderem Rindfleisch 15%, bei hinterem Fleisch 20%, bei vollständig* äüsgelöstem Fleisch 25 % des Verkaufsgewichtes nicht überschreiten, so daß zum Beispiel der Käufer? von 1 kg vorderem Rindfleisch 85 dkg Fleisch und ntüj höchstens 15 dkg Zuwage erhält. Es sind jedoch nur jeaq Knochen als Zuwage anzusehen, die beim Verkauf lose beigegeben werden, Knochen, die dem Fleisch aagewachsea oder eingewachsen sind, gelten nicht als Zuwage. Als Zuwage dürfen nur Rinderknochen, nicht etwa Kalbs- oder Schweinsknochen gegeben werden. Die besseren Rindfleischsorte«, das sind Beiried, Lungenbraten und Rostbraten, ferner Kalbfleisch, Schweinefleisch und Lammfleisch dürfen überhaupt nur ohne Zuwage verkauft werden. Die bisher übliche Bezeichnung Bratenfleisch für Beiried, Lungeu- .bi-aten und Rostbraten wird verboten, da sie zu Mißbräuchen Anlaß bot. Der Verkäufer muß auf einer Preistafel die Preise nach Fleischgattungen (Rindfleisch, Kalbfleisch usw.) uhdt Fleischsorten. (Beiried, vorderes Rindfleisch, Schlögel, 'Bauchfleisch) geordnet ersichtlich machen, und zwar für je l kg Verkaufsgewicht. Bei vorderem und hinterem Rindfleisch sind sowohl der Preis mit Zuwage als auch der Preis ohne Zuwage auzuschreiben. Außerdem ist anzugebe«, Meiches Höchstausmaß von Zuwage in . i kg Verkaufsgewicht gegeben wird. Die biher übliche Art der Preisrahschreibung in den Geschäften und Schaufenstern Rindfleisch von R . . . bis K . .. wird verboten. " - Es; ist nicht ausgeschlossen, daß die Preise jener .Fleischgattungen und Fleischsorten, die in Hinkunft nur ohne Zuwage verkauft werden dürfen, gegenüber des jetzigen steigen, es wäre denn, daß die Viehpreise entsprechend sinken sollten. Diese Preiserhöhung wäre, aber nur eine scheinbare, da die jetzigen Preise eben durch;dje Knochenzuwage verschleiert, sind. Marktamt und Kriegswucheramt werden jedoch gerade deshalb in der nächste» Zeit der Preisbildung auf dem Fleischmarkt ein noch, größeres Augenmerk zuwenden und gegen übermäßige Preiserhöhungen unter dem Vorwände, daß sie durch den;W/egfall der Knochenzuwage begründet seien,, mit aller Strenge einschreiten. > . Woja. Die Mitglieder erhalten gegen Vorweisung der Woja« Legitimation bei der Israelitischen Kultusgemeinde Mazzoth zum Preise der Gruppe . III, sofern sie nicht bereits bezogen haben. __' Böhne und Kunst.; Konzerte* ’ . - % £n dar letzten Zeit sind Englands Künstler wiedef* holt Gäste unserer Konzerfasäle gewesen. Die Kom4 ponisten sind, entsprechend den Traditionen des stolzen Albioit, in einem gewissen Konservativismus 'befangenj 'der nur langsam und tastend das Zeitgemäße annelw tiert. Dies zeigt sich so recht in den Werken von Cyrill Scott, der wohl den französischen Debussys* 'mus ins_ Englische überträgt und äüolj seihen Abend mit' Gesängen Debussys einleitete, der aiber immer wieder auf aJtenglische Melodien •ziiTÜckgreift., Er weift, daß diese weit fruchtbarer sind als seine eigenen, /kurz* atmigen Meiismein. Für die Begleitung Kat er sich im Anschluß an jungfranzösische Bildungen ein weit-, mäschiges Netz von Se>pt- und Nonakkorden zurechta gemacht, durch deren Umlegung und Transplantation . er gänz mechanisch wie in einem »Muster ohne Endtzfi /weiterzusipinnen vermag. Mit dieser Technik erreich* 'er' hübsche Klangwirkung in Meinen Klavierstücke« und. banalen Gesangspiecen, die sich mit ihrer kühlen Sentimentalität für einen Fünfuhrtee besser eigner* al<s'„ für den Konzertvortrag. Man begreift so die Be** liebtheit des Komponisten bei der Londoner Damen-, weit, versteht aber nicht recht die Verbindung dieser HERREN-STOFFE 140 cm breit per Meter WEIH BURGGASSE 10*131 »A D L £ & $ ASS &*N6l