Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1125 (17.3.1922)
- Date
- 1922-03-17
- Page
- Seite 4 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Seils 4* * Wien, Freitag' WIENER MORGENZSTTÜNCy T7. März 192? 1_flr. It2j5 dath-Israel und in den Astranazi-Gemeinschaften organisiert sind, erheben gegen den Oberkommissär Sir Herbert Samuel heftige Verwürfe, er begünstige einseitig die Zionisten.« Das »amtnaBernde Benehmen*« der mtöueinget.roffener Vc^lcSgenosisesn besteht wohll hisfuipt-ädil'iioh däjin, daß es Memsohien sc’imdi, weldtoe die Sehnsiucht nach idiaffonder Airbeit auf dler, alten Henmaiterde im Lctnd treibt, tand diie es verschmähen^, von Cteil,u!k?lhgalbön «in fcafcenil'oces Löben zu fristen, wie die »tilton orthodoxen Joiedttr«, dii<e in der Ägmdiah Is*m«l orgamisiert sind. Uind was schließlich die .-»As tr an-airi -0-c m e i nisöhia f ten «' anfliangt, so bezieht sich diese tAystoriö:« Bezeirdhimuing auf eine amnv selige A s c ih lc e n a sim - Varekugiuing aguNÜßitisdher Frogumg, wobei das FirmerosctoiM wieder nun den Zweck hat, eine wirkliche Orgamii atiom voaiziu täuschen. Aber immerhin, dfie »Astramtaizi« venstehör» ihr Geschäft, denn sie rechnen damit, diaß bei Vsrleiumduingen immer etwais hängen bloibt — solange man den Leuiten nicht gründlich d'ais Handwerk '% --- * Das Neueste ist. . Das Neueste ist nämlich, ddß Wir viel zu wenig Papiergeld haben. Darin liegt der Kernpunkt der ganzen wirtschaftlichen Krise. Der Finanzminister hat es gesagt, also muß es wahr sein. Wild sträubt sich der getreue Staatsbürger gegen den Gedanken, etwas, was eine der Säulen des Staates, verkündet, könnte unrichtig sein. Der Minister hat.es gesagt. — Wir hoffen inbrünstig auf eine Verbesserung des Druckverfahrens die uns erlaubt, der Not unseres Wirtschaftslebens entgegenzuwirken. Vielleicht sollten wir, statt die Wasserwerke auszubauen, lieber die Staatsdruckerei vergrößern und möglicherweise Wäre uns allen geholfen, wenn man ein Verfahren ersinnen könnte, durch das selbsttätig Banknoten hergesteilt werden. Das Perpetuum mobile im Dienste der Notendruckerei — da Hegt der Hase im Pfeffer. Aber leider bekommen wir höchstens den Pfeffer, aber ganz gewiß nicht den Hasen, denn diese wundertätige Maschine ist noch nicht erdacht. Es scheint, daß die Erfinder, die ja immer noch in Deutschösterreich üppig gedeihen, der Angelegenheit viel zu wenig Aufmerksamkeit schenken. Ein Apparat tut uns not, der Banknoten ausspeit wie der Grippekranke die Kriegsküchenkost Man dreht an einer Kurbel und das Vaterland ist gerettet. Der Herr Minister hat es gesagt Also her mit der Staatserhaltungsmaschine 1 Ein Königreich — nein, das ist zu viel, aber doch eine Krone für die leistungsfähige Banknotenpresse, die endlich unsyreü Nöten ein Ende machen wird. Wenn man den Prater mit 10.000-Kronen-Scheinen bedecken und die Ringstraßenhäuser damit tapezieren kann, wird uns geholfen sein. Der Herr Minister hat’s gesagt Kater Murr. * Großdeutsche Gemütsmenschen, Die großifeutschen. Abgeordneten Lack n er und Genossen •haben gestern an den Minister für soziale Verwaltung :eine Interpellation gerichtet, in der sie behaupten, *die 'Z-ahistöcke der öffentlichen Krankenanstalten und Sanatorien seien von Ausländern überfüllt. Es müsse die Frage aufgeworfen werden,t ob es angängig Lei, daß die österreichischen Steuerträger die Mehrkosten für die Verpflegung von Ausländern bezahlen, während die eigenen Staatsangehörigen in den Zahlstöcken keine Aufnahme finden. Der Minister wird schließlich gefragt, ob er bereit sei, sofort die notwendigen Verfügungen zu treffen, damit die ohnehin geringe Bettenanzahl in den Zahlstöcken erster und «weiter Klasse in erster Linie spitalsbedürftigen österreichischen Bundesbürgern gewahrt .bleiben und den Inicht ständig im Inlahde lebenden fremden Staatsangehörigen die Aufnahme in die 7. ah 1 stocke entweder verweigert oder nur ausnahmsweise gewährt werde, beziehungsweise von Ausländern für den Fall ihrer Aufnahme m die Zahlstöcke ein Mehrfaches der für österreichische Bundesbürger. festzusetzenden Taxe einzuheben sei. * Chaluzim aus Bulgarien. Aus Sofia wird uns berichtet: Die Chaluzimbewegung hat unter den Juden Bulgariens tiefe Wurzeln gefaßt. Die Söhne unserer besten sephardischen Familien werden mit moralischer und materieller Unterstützung ihrer Angehörigen angehalten, sich für die Pionierarbeit in Palästina entsprechend vor- -zubereiten. Vorige Woche verließ die erste Gruppe, bestehend aus 25 Chaiuzim, das Land, um nach Palästina auszuwandern. Sie werden in der bulgarischen Farm . Messilah Chadaschah Landwirtschaft betreiben. Diese 25 Chaluzim rekrutieren sich aus verschiedenen Städten Bulgariens: Sofia, Viddin und anderen. Alle diese Chaluzim haben vor ihrer Abwanderung in einer staatlichen landwirtschaftlichen Hochschule Spezialkurse für ihre Zwecke durchgemacht und über die erfolgreiche Absolvierung dieser Kurse Diplome erhalten. Diese Diplome sind in drei Sprachen, und zwar in bulgarischer, französischer und hebräischer Sprache, ausgestellt und vom Rektor der Anstalt sowie von dem vom bulgarischen Landwirtschaftsministerium entsendeten speziellen Prüfungskommissär unterzeichnet. Die Chaiuzim sind durchwegs gesunde, kräftige, junge Leute, die ausschließlich von ihrer unbezwingbaren Liebe zu Zion getrieben in das alte Heimfttand wandern. , * * Eine amerikanische Automobilgesellschaft für Palästina, ln New York wurde eine Gesellschaft zur Verbesserung des Automobilverkehrs in Palästina durch den Import guter Automobile und Autobesiandfeile begründet. Das Aktienkapital beträgt vorläufig 100.000 Dollar und es wurden bereits größere Bestellungen bei der RemÖtor Co, gemacht. Der erste Automobiltransport wird litt April nach Palästina abgehen. Die Gesellschaft führt den Namen Palesiine-Motor Co. und zählt unter ihre Mitglieder eine Reihe angesehener amerikanisch-jüdischer Kaufleute, darunter auch Spezialisten im Automobilfache» * Frißt zur Einbringung des Elnkomhieiisteaer- Bekenntnisses für 1021. Amtlich'wird verlautbart, daß mit einer Verlängerung der allgemeinen Frist zur Einbringung des Einkommensteuerbekenntnisses für das Jahr 1021 ü ih t zu rechnen ist Diese Frist endet mit 31. d. M. Bis zun Ablaut dieser Frist ist auch die restliche Voreinzahlung für das Jahr 1921 nach Maßgabe des in diesem fahre erzielten Einkommens zu leisten. Mitteilungen aus dem Publikum. Echte Jägerwäsche Albert Hatzner, Wien, I., Kolilmessergasse8 Parfümerie, taen und Seifen lo- und ausländische Markenwaren 502 En gro« stets lagernd En detail JOSEF ECKHAUS, Wien. II., Sohmelzgasse 4, Tel. 41-7-43 Leopoldsgasse Nr:31 655 W3 Eine Gemclndedeputation von Zborov beim Minister für die Slowakei. Aus Zborov schreibt man uns: Die hiesige Gemeinde hat durch den Krieg und die russische Invasion Überaus stark gelitten und die Zerstörungen und Einäscherungen haben die Stadt sehr stark mitgenommen. Trotz der bestehenden gesetzlichen Verfügungen hat Zborov bisher weder einen Schadenersatz noch einen Vorschuß erhalten. Am 7. d. M. hat nun eine Deputation, än der auch der Kultusgemeidepräsident teiln“hm, beim bevollmächtigten Minister für die Slowakei vorgesprochen, der ihr zusagte, daß das bisher Versäumte in absehbarer Zeit gutgemacht werden soll. Messeverkehr der Straßenbahn. Während der zweiten Wiener Messe wird ein verstärkter V er kehr der Straßenbahn zu den einzelnen Messegebäuden durchgeführt werden. Die Linie J1 wird von der Invalidenstraße zur Wollzeile abgelenkt und über den Stubenring und die Praterstraße zur Rotunde geführt. Die Linie P Ottakring— Thaliastraße — Lerchenfelderstraße — Ring— Praterstraße— Rotunde wird auch an Werktagen aufrechterhalten. Die Linie A, Ak und ein Teil der Linie 5 werden ebenfalls zur Rotunde geführt, Der Bahnhofrundverkehr wird um eine Stunde verlängert. Sämtliche zu den Messegebäude führenden Straßenbahnzüge werden mit entsprechenden Aufschriften bezeichnet. Vor dem Messepalast in der Museumstraße wird eine Haltestelle errichtet. — Täglich um 9 Uhr 30 Min. vormittags und 2 Uhr 30 Min. nachm, werden Salonwagen- Rundfahrten von der Babenbergei>straße aus veranstaltet, vprmittags nach Schönbrunn mit Besichtigung der Schloßgemächer, nachmittags nach Grinzing, beziehungsweise Mauer und Mödling. Der Fahrpreis beträgt K 800, der Eintrittspreis für das Schloß Schönbrunn K 100. Karten für diese Fahrten werden bei den Vorverkaufsstellen der Straßenbahn nächst dem Messepa'ast in der Museumstraße, bei der Rotunde und von den Salonwagenschafinern ausgegeben. * Die Propaganda für die Palestine Land Developpment Company. Aus K o w n o schreibt man uns: Seit einigen Tägen weilt hier der Präsident des Waad Leumi in Jerusalem, Dr. Jakob Thon,, zwecks Einleitung einer größeren Aktion für die Palestine Land DeveJoppment Company. Die von Ihm vor kurzem, durchgeführte Aktion in Wilna hat einen bedeutenden Erfolg zu verzeichnen. Herr Dr. Thon hat bereits in einer Reihe von Sitzungen der hiesigen zionistischen Exekutive über aktue‘le Palästina-Fragen referiert und bereits eine spezielle _ Gesellschaft zwecks Durchführung seiner Aktion begründet * Riesenbrand ln Chicago. Aus Washington wird gemeldet: Gestern morgens wütete im Geschäftsviertel von Chicago ein verheerendes Feuer. Der zu gleicher Zeit herrschende starke Wind begünstigte die Ausdehnung des Brandes. Einige Bankgebäude, eine Sparkasse, ein 21 Stock hohes Haus an der Ecke der Burlington- und Qheenstreet und ein Eisehbahnstationsgebäude wurden ein Raub der Flammen. Soweit bis jetzt beurteilt werden kann, beläuft sich der Gesamtschade auf Uber 13 Millionen Dollar. Der Brand dürfte gelegt worden sein, * Krlegsöpferwoche vom 20. bis 26. März. Ueber Anordnung des Platzkommandos Wien werden die Wiener Militärkapellen Platzmusiken beziehungsweise Umzüge veranstalten. Jeder Kapelle folgen in geschlossenen Formationen dienstfreie Mannschaften und Standarten träger. * Jüdische Studentenhllfsorganlsatlon In Polen. In Wilna hat eine Konferenz der jüdischen Hilfsorganisationen an den polnischen Universitäten begönnet. An der Konferenz nehmen Vertreter der Warschauer, Lemberger, Krakauer und Wilnaer Studentenorganisationen teil. * Sommerzeit in England. Gemäß einem Uebereinkommen, das jüngst mit Frankreich und Belgien abgeschlossen worden ist, tritt auch in England am 26. d. M. die Sommerzeit in Kraft. Sie geht Sonntag den 8. Oktober zu Ende. * Sonderdampfer nach Odessa. Vom Lloyd Trlestlno wird mltgeteiit, daß der Dampfer „Carniolia“, welcher in Sonderfahrt nach Odessa am 31. d. M. abgehen sollte, infolge kompletter Ladung bereits am 25. d. M. ausiaufen wird. * Freie Einreise nach Vorarlberg. Die; Vorarlberger Landeszeitung“ verlautbart, daß die der freien Einreise entgegenstehenden gesetzlichen Bestimmungen aufgehoben worden seien und somit der freien Einreise aus dem Auslande nach Vorarlberg ab 15. d. M. kein Hindernis mehr entgegenstehe. * Die Hausbe8orgerordnung verfassungswidrig. Der Verfassungsgerichtshof hat .gestern die Hausbesorgerordnung (Gesetz vom 19. Mal 1921) als verfassungswidrig aufgehoben. Düs Gesetz wird in sechs Monaten, also Mitte - September, außer Kratt gesetzt. Nach der Urteilsbegründung steht das "Gesetz in- Widerspruch zur Zivilprozeßordnung. * »LinKelt«. Montag den sö, d. M., hallb 7 Uhr abends, findet int Turnsaal, der Volksschule, II., Malzgaisse 16, Üifc zehnte ordentliche, Generalversammlung d£s Vereins zur Errichtung und Erhaltung der Volksspeisehallen »Einheit« statt. Wie dem Rechenschaftsbericht zu entnehmen ist, betrugen die Gesamteinnahmen dises Vereins im Jahre 1921 K 13,867.266, wovon an Mitgliedsbeiträgen nur K 29.134 eitigeflossen sind. Wie alle humanitären Institutionen, leidet auch die »Einheit« unter der gegenwärtigen wirtschaftlichen Not. Seit 1. Februar wurde dem früheren Betrieb auch eine Mittelstandsküche angegliedert. -Der 'Rechenschaftsbericht Appelliert an alle Gönner und Freunde, die Speisehallen der »Einheit! ru unterstützen, um deren Weiterbestand sichern zu können. * Von der Zentralbibliothek. Der Voiksbüchereiverein Zentralbibliothek ersucht uns mitzuteilen, daß seine Bibliotheken, und zwar sowohl die Zentrale, I., Tuchlauben 13 (Ecke Kleeblattgasse 4) als auch die FUiälbibliotheken in den einzelnen Bezirken, unveränder 1 täglich von 9 bis 4 Uhr zur Entlehnung und zum Umtausch von Büchern geöffnet sind. * Die Bezüge der Bundesangesteilten. Die Rest« auszahlung der Bundesangestelitengehalto erfolgt am 18. d. M. Die Bundesangestellten erhalten 3lL der Märzbezüge, also insgesamt dieselben Bezüge wie im Februar. Die geringfügige D'fferenz, welche nach dem Index auf den März entfiele, wird am 21. April ausgezahlt werden, da die Verrechnung dieser kleinen Beträge ln diesem Monate sehr viel umständliche Arbeit verursachen würde. * Ein sensationelle Schachpartie. Aus Paris wi"d gemeldet: A 1 e k i n, ein zirka dreißigjähriger Russe, spielte gestern in Paris 12 Schachpartien gleichzeitig, ohne die Bretter anzusehen. Er gewann 11 Partien, die 12. Partie wurde ungültig erklärt'Alekin wird Capabianca zum Wettspiel herausfordern. * Die Wetterlage hat sich seit gestern morgens um» gemein stark geändert Die morgens im ganzen Bereiche der Wetterkarte schwachen Winde sind im Ostseegebiet in Stürme übergegapgen. Ueber ganz Nordeuropa bricht ein breiter Nordstrom kalter Luft gegen Mitteleuropa vor. An seiner Front regnet es entlang der deutschen Küste und schneit es I11 Polen, in Oesterreich ist das Wetter heute noch wolkenlos. Voraussage: Kurzdauernde heftige Niederschläge, Kälte* elnbruch aus Norden. * Die städtische Eheberatungsstelle. Für die fakultative gesundheitl’che Beratungsstelle für Ehewerber in Wien wird ein Afzt gesucht, der im städtischen Gesundheitsamt vorläufig einmal wöchentlich nachmittags eine Sprechstunde für Ehewerber abzuhalten hätte. Dieser Arzt muß in den verschiedenen Zweigen der medizinischen Wissenschaft gut ausgebildet und erfahren sein und der Eheberatung in sozialer und ethischer Hinsicht volles Verständnis entgegenbringen. Gesuche von Bewerbern sind entsprechend belegt bis 31. März im städtischen Gesundheitsamt, Magistratsabteilung 12, Neues Rathaus, einzureichen.. ’ * Ende des Streiks der Rechtsprafctlkanten. Die Rechtspraktikanten nehmen mit morgigem Tage den Dienst wieder auf. Der Streik der Rechtspraktikanten, der vlen» zehn Tage gedauert hat, endete mit einem Erfolg der Streikenden. * Die gestohlene Filmkiste. Am 24. Februar wurde aus dem Hause Floßgasse 5, eine Filmkiste mit dem Film »Le maitre de fauves« (»Der Herr der Bestien«), 25.000 Mark wert, zum Nachteile der Speditionsfirma . Maawirim gestohlen. Durch langwierige Erhebungen hat der Kriminalbeamte des Polizeikommissariats Landstraße, Sohwacha, festgestellt, daß der Film schon durch mehrere Hände gewandert war und schließlich bei dem Alteisenhändler Kart Reiter, III.» Hainburgerstraße So, gelandet i*st. Inspektor Schwacha beschlagnahmte den prim, den Reiter von zwei ihm unbekannten Burschen auf der Straße um K 100.000 erstanden haben will. Er wurde verhaftet und wegen Diebstahlsteilnehmung dem Landesgericht eingeliefert. * Valutenmarder auf der Post. Am 13. d. M. wurde beim Postamt in der Arndtstraße der als Postamts-, diener angestellte 27jährige Kart Plischek, Biedermannga'sse 8 wohnhaft, unter dem dringenden Verdacht verhaftet, Briefe, die vom Ausland kamen, spoliiert zp haben. Die Erhebungen ergaben belastendes Beweismaterial. Plischek leugnete, gestand aber später, wohl mehrere Briefe in den letzten Wochen geöffnet zu haben, doch will er darin kein Geld gefunden haben. Bei einer genauen Leibesdurchsuchung wurden unter dem Schweißleder“ seines Hutes eine rumänische 100- und eine rumänische 2-Lei-Note gefunden. Er will die Noten noch aus der Zeit seiner Kriegsgefangenschaft besitzen* Plischek wurde dem Landesgericht eingeliefert,. * Warnung. Verläßlichen Mitteilungen zufolge ef» scheinen in letzter Zelt In verschiedenen Orten und besonders in den jüdischen Gemeinden der Slowakei Personen mit gefälschten' Empfehlungsbriefen des Palästina-Amt’es Wien, die zumeist die gefälschte Unterschrift des Herrn Oberrr.blnerS Dr. C h a j e s aufweisen. Das Palästina-Amt in Wien warnt auf diesem Wege alle Institutionen und Privat-' Personen vor den Ueberbringern solcher Briefe und macht darauf aufmerksam, daß es derartige Schreiben überhaupt nicht ausfolgt. Es wird ersucht, die bezeichneten Falsifikate vorkommendenfalis einzuziehen und dieselben unter Angabe zweckdienlicher Daten an das Palästina-Amt, Wien, 1., B a u e r u m a r k t 24, einzusenden. Keren Kajemeth l’Jisrael. (Jüdischer Nationalfonds) II., Taborstraße 59, Telephon 40-3-16. — Fortsetzung zu Spendenauswefs Nr. 5,4 vom 10. bis 15. März 1922. Purim-Spenden: Hitachduth r Beamte des Keren Kajemeth: Dr. Tartakower, H. Brauner, Nelly Teichthal, Adr. Zahler, R. Semel L 1000, J. Barbasch 500; Landeskomitee und Keren Hajessod: Dr. N. M. Gelber, Dr. Taglicht ä 1000, Ch; Hajek, J. Braunstein, H. Spiro, P. Korn, S. Perlmutter, Dr. Hirsch!, R. Freud ä 500; Palästina-Amt: Dr. M. Rosenblüth, Dr. Nahutn Blauer, Dr Mosche Waid, G. Fischer ä 1000, J. Grünwerg 800, M. Teichberg» W. Elster ä 500, Div. 1000; Gewerbeförderungsamt: E. Kohn 500; Bez.-Sekt. H: Zwi Lewanori 1000, Maawirim: 'Direktor Brlngs, Heinrich Krämer ä 1000, N. W. Schwarz, P. Wühl, Schräge, W. Günsberg, L.Tabbes, Balaban, L Miesionschnik, Dr. Jellinek ä 500, Div. 1600; Jüd. Verlag: J. Lanczener, H. Brandler & 500, Div. 200; E. Lenz 20Ö0; Dr. Horowifz 2000. — Zentrale: Frl. G. Schütt 1000, Div. 100. — L Bezirk: M. Polturak 1200, Wolf Lewitin a. N. Familie Pinkas, Brill a. N. Familie Mirjam Weiß ä 500, J. und R. Goldfinger, S. Rosenthal ä 500, Div. 900. — il. Bezirk: Smlg. Mina und Leo Aschkenasy 2460, P. Josef Gottesmänn 1000, A. Billig 500, d. F. Kreisel: F. Kreisel 500, Div. 500; Div. 1000. - 111 Bezirk': 250. - IV./V. B e* z l r k: Dir. Wilhelm lllner 5000. - VI. B e 2 1 r k: 2201 - VII. Bezirk: 200. - V1JI. B e z 1 r k: 400. - IX. Bez 1 r k: M. Weinstock 10.000; Prof. Braun 1000, Lea Morowitz 1000, N. Bernstein, Dr. J. Löwenherz, Sosje Kamir ä 500, Div. 1220. — X. B e z i r k: Jakob Taube 1200, Div. 400, — XII./XV. Bezirk: Abr. Zahler a. N. Dr. Berger anl. Promotion 1000, Dr. N. Geier u. Pr. Liza a. N. Dr. Berger anl; Promotion 1000, a.N. Berta Tauschef u. Platine anl. Hochzeit 1000; Minna u. Dr. Otto Neumann, Div. 640. - XVI./XVII. Bezirk: 200. ~ XIX. Bezirk: Helene Bruckner 500, Ing. Artur Bruckner 500, Div. 500. — XX. B e z i r Jt: 100. — B r u c k a d. L. Ida Klamka 1060. — Stockerau: 700. — Laaeenzersdorij