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Wiener Morgenzeitung · 1922-03-15 · Heft 1123 (15.3.1922) · p. Seite 4

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1123 (15.3.1922)
Date
1922-03-15
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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SeifeT /WlEOTR'lSIORlGENZEITOTa orrMirz "ldN fiftTfffll jfeits im Jahre 1903 auf Wutvsch Theodor H e r z 1 s Le Beziehungen der zionistischen Politik zutr italienischen Regierung a-n-g-ekml-pft und gehörte seit (Jahren dem Misma-chi an. Eine fruchtbare Wirksamkeit entfaltete er als Lehrer an dem von ihm geschaffenen wissenschaftlichen Institut, auch hat er mehrere wertvolle wissenschaftliche Werke hinterlassen, die hauptsächlich das Gebiet des Talmud behandeln. Die zionistische Arbeit in Italien hat mit Dr. Margulies eine ihrer stärksten moralischen Stützen verloren. Einführung der Sommerzeit in Wien. > Bereits im Vorjahr hat der Wiener Stadtsenat sich mehrmals an die Bundesregierung wegen Ein-, führung der Sommerzeit in Wien gewendet. Die Bundesregierung hat hauptsächlich mit Berufung auf Verkehrsrücksichten diesen Wünschendes.Wiener Stadtsenats nicht entsprochen. Gestern hat nun Bürgermeister Reumann im Stadtsenat mitgeteilt, daö er mit dem Buindesikanzler und dem Bundesmtnister für Verkehrswesen wegen Einführung der Sommerzeit in Wien Rücksprache genommen hat. Beide Funktionäre haben dem Bürgermeister zugesagt, daß sie die Einführung der Sommerzeit in Wien unterstützen werden. Gleichzeitig hat der Stadtsenat beschlossen, an die Bundesregierung mit einer Eingabe wegen der Einführung der Sommerzeit in Wien heran zutreten und. an die Kammer für Handel, Industrie und Gewerbe sowie an die Kammer für Arbeiter und Angestellte in dieser Sache Zuschriften zu richten, damit auch diese beiden Interessenvertretungen die Einführung der Sommerzeit in ihrem Wirkungskreis fördern. | Mitteilungen aus dem Publikum. Anläßlich der Verlobung unseres Freundes, Herrn Aron Reinhold 61« mit Fräulein Rebekka Zwiebel gratulieren wir herzlichst Geschwister Silbermann, Geschwister Wiesen . ‘ * Die jüdischen Manieren der »Deutschösterreichifechen Tageszeitung.« Die Rassenilehre ist eine verteufelt schwierige Wissenschaft. Die »Deu-tsohösterreichische Tageszeitung« hat der' Antisemitenführerschaft des Herrn Artur recte Aaron Trebitsch ein Ende bereiten wollen-, daipit aber bl-oß die unerwartete Kritik einiger Sachverständiger in Rassenfragen provoziert, daß ihr Artikel gegen Trebitsch — jüdische Manier verrate! Zu diesen Sachverständigen gehört aiueh Herr Doktor Riehl, der 'bekanntlich die T0uristerrvereine avisiert hat. Der Mann, der es als völkische Gefahr bezcidmete, <wenn blonde deutsche Mädchen sich von Juden auf die Rax führen lassen, weiß, für sich selbst keinen geeigneteren Führer tzu den reinen Hohen -deutscharischer Rassenpolitifc als -den Aron-Trebitsch, und er. hält den Angriff der »Deutschöstenrekhischen Tageszeitung« auf diesen für »sehr unglücklich«. "Sehr sympathisch scheint ja der jüdi-sche Proselyt auch ihm nicht zu sein, aber er meint treuherzig: »Man mag zu dem Menschen A. Trebitsch stehen, wie man will, er hat uns Antisemiten trotzdem große Dienste geleistet.« Warum nur Herr Dr. Riehl -diese Argumenti-lc nicht auch jenen Juden gegenüber geltend gemacht hat, die sich um .die A lipen vereine unleugbare Verdienste erworben hatten? Die »Deutsdhösterreiohisdie Tageszeitung« laßt sich denn auch -von diesem »Einspruch« nicht sonderlich imponieren, sondern deklariert ihn als den Ausfluß ‘falscher Sentimentalität, wobei sie es .nicht unterläßt, auf die Un-zuträglichkeiten hinzu,weisdn, die so zeitgemäße Anwandlungen ka »völkischen« ‘Lager her vorrufen müßten. Das Blatt hat ganz recht! Wo kämen die Deutsohnationalen hin, wenn sich bei ihnen plötzlich der Usus einbürgern sollte, jüdischen Ver- . diensten Dank zu zollen? Das' großdeutsche Organ weiß viel besser, wie der Parteivorteil zu wahren ist: 'die Antisemiten dürfen sich die Dienste eines Juden nur 'so lange gefallen lassen, als sie ihnen Mittel zum Zweck sind. In dem Moment, da der Jude nicht mehr als A u sgenützter, sondern als Nutznießer seiner Tätigkeit wirken will, ist die scharfe Trennungslinie zu ziehen. Mit diesem schönen Bekenntnis einer edlen Seele hat die »Deutschösterreichische Tageszeitung« hoffentlich Herrn Riehl und seine Einspruchsgenossen von der Ungerechtfertigkeit des Vorwurfs überzeugt, daß das Blatt jüdische Manieren habe. Nein, die zitierten Richtlinien sind nicht jüdisch. Sie entsprechen vielmehr ganz dem Geiste jenes Germanentums, das die jüdischen Studenten auf den Barrikaden des Achtundvierziger Jahres für die deutsche Freiheit sich verbluten ließ, um sie in ruhiger gewordenen Zeiten, als das schwarz-rot- Igoldene Band ein ungefährlicher Schmuck der deutschen IJünglingsbrust war, aus den Verbindungen auszuschließen und ihnen die Ehre abzusprechen. Jenes Teutonentum, -das die Juden ans allen Wohlfahrts-, Sporttind Fach-Vereinen» die jüdischer Initiative und jüdischem Gelde ihre Entstehung verdanken, mit Schimpf und Schande davon jagt, die so »gereinigten« Institutionen aber weiterhin von jüdischen Spendern erhalten läßt. Diese Manier ist ganz bestimmt nicht jüdisch. Man kann sie nicht einmal hündisch nennen, ohne die - braven •Vierfüßler ungerecht zu -beleidigen. Denn es ist nicht die Manier von Hunden, nach den Beinen derer zu schnappen, die ihnen das Futter reichen — auch dann nicht, wenn diese Beine nicht ganz geradlinig sind... * Antisemiten gegen •Weingartner, der während Felix Weingartner. Felix des Krieges das berÜDnu*«. gewordene Manifest der deutschen Intellektuellen mitunterzeichnete, hat infolge dieses Umstandes manche Angriffe zu erleiden gehabt und namentlich im früheren feindlichen Ausland hat man ihm für dieses sein Auf treten mancherlei Schwierigkeiten zu bereiten versucht Weingartner hat | seinerzeit auch den Anlaß wahrgenommen, um se|ne Haltung zu rechtfertigen, und wenn wir uns recht erinnern, hat er die Erklärung veröffentlicht, daß *er die Zustimmung erteilt habe, sich seines Namens zu bedienen, ohne von dem Inhalt jenes Pamphlets unterrichtet gewesen zu sein. Merkwürdiger-, weise hat auch diese‘Haltung Weingartner vor anti semitischen Insulten nicht geschützt. Den deutsche! Antisemiten genügt offenbar auch die' Teilnahme ai einer deutsch-chauvinistischen Kriegskundgebung nicht die Weingartner allerdings gerne vergessen lassen möchte, und der Hamburger »Gau« des berüchtigten h v öl kischeu Schutz- und Trutz hutides hat vor Taxen, als Weingartner in Hamburg Ihrem hochverehrten Chef, Herrn Moses Lissiansky Mitinhaber der Firma Brüder Lissiansky, entbieten die herzlichsten Glückwünsche zu seinem 50. Geburtstage Die Angestellten und Arbeiter der Firma Brüder Lissiansky 9484 Kikeriki! Hören auch Sie! Kein Fett ist reiner, Keines schmeckt feiner Als KUNER OL! Hört es besonders IhrFrauen, Nichts ist so leicht zu verdauen Wie KUNEROL! Erzeugt unter streng ritueller Aufsicht Seiner Ehrwürden des Herrn Oberrabbiners 8. B. Ehrenfeld, Mattersdorf, daher l Bestellungen auf Kunerol ffCS 11^3 werden bereits entgegengenommen. 960 Echte Jigerwäsche Ä Alberft Maftzner, Wien, L, Kohlmessergasse8 ein Konzert dirigieren soflte, vor der dortigen Musikhalte das folgende Flugblatt verteilt: »Der Deutschenhasser Weingartner, der während des Krieges (den er im Ausland, verbrachte) in schamlosester Weise sich am de? DeutsdheRihetze, und .Greuelpropaganda -beteiligte, wagtes,;h|ih djö^ch. bestgehaßten;Volke dien Höhn einer Köaizertreijse>zu..bietehl Aber Gefiel stinkt ja nicht! Ist der Hamburger dumm genug, dem Haß: und der Lüge auch noch Beifall zu spenden? In: Berlin weigerte sich das Orchester, u -n t-e r -d i ks e in J u d e n zuspielen. Wollen wir also an Stolz und deutschem Ehrgefühl •hinter Berlin zurüökstehen? Pf-ui und Schande dem Landesverräter! Heraus aus dem Saale, wer sich mit Willen und Würde ein - Deutscher nennt! Mit solchen Lügenaposteln,'die uns eine ganze . Welt auf den- Hals hetzten, kennen wir keine Gemeinschaft, 'auch nicht in dar Kunst! Deutsch völkischer Schutz- und Trutzbund, .Gau Groß-Hamburg.« Es ist also wirklich' schwer, es den Truit/zbündlern -recht zu machen. * Demission eines antisemitischen Einwanderungsdirektors in Kanada. Aus New York wird uns beachtet : Nach einem aus Toronto hiöhergelangten Telegramm hat der ilcanadiscIve Minister des Innern, Stewart dem Direktor des Einwanderungsdepartements Dir. Black" nahegelegt, seine Demission zu geben. Dt. Black wude nachgewiesen, daß alle in der jüngsten Zeit sowohl in dem in'Toronto erscheinenden »Gl-obe«, wie auch in -anderen Blättern gedruckten Artikel gegen die Einwanderung der Juden nach Kanada von Dr. Black inspiriert wurden. Dr. Black soll schon früher seine Stellung erschüttert gesehen haben und wollte auf diese Weise vor seinem Scheiden der Regierung Schwierigkeiten bereiten. * Personalnachricht. Herr Heinrich B a r d hat sich mit Frau Amalie Siegmann geb. Linhard am 12. d. M. vermählt. * Entfaltende Empfänge. Heute und . morgen entfallen die üblichen Empfänge beim Bundeskanzler,beziehungsweise Leiter des Bundesministeriums des Inneren Schober. — Am “45. d. M. entfällt auch der Empfang beim Bundesminister für Handel und Gewerbe, Industrie und Bauten Dr. G r ü n b e r g e r. * Ein Ehrengrab für Moritz Hartmaim. Der Stadtsenat beschloß gestern auf einen Antrag des Stadtrates Professor Dr. Tandler, dem am 13. Mai 1872 in Wien verstorbenen Dichter und Freiheitskämpfer Moritz H artrn a n n ein Ehrengrab zu widmen. , * Zionistisches Lokalkomitee. Heute, %7 Uhr abends, Sitzung im Bureau, II., Taborstraße 20 a, Sitzungslokal. Tagesordnung: 1. Frauenreferat, 2. Organisation, 3. Eventualia. * Dr. Martin Förster. Vor einigen Tagen fapd unter starker Teilnahme das Leichenbegräbnis des verdienstvollen Vizeobraanns der zionistischen Bezirkssektion in Ottakring, Dr. Martin Förster, statt. Rabbiner Dr. B a c h würdigte in einer längeren Rede die Persönlichkeit des Verstorbenen, der als Mensch, Arzt und Jude Hervorragendes geleistet hat. Dr. P 1 a s c h k e s hielt einen Nachruf im Namen des Zionistischen Landeskomitees und des Klubs der jüdischen Mandatare. Empfindungsvolle Abschiedsworte sprach der Freund des Verstorbenen L. S i t z m a n n. Am offenen Grab sprachen Vertreter verschiedener jüdischer und zionistischer Vereine. * Todesfall. Der ln der Musikwelt bekannte Zitherkomponist Eduard K! k 1 Ist vorgestern im 58. Lebensjahre gestorben. Zahlreich sind seine imSelbstverlaire erschienenen KemBOsltioneu.. * Durchgeführte Wohnungsräumungen. Das Woh« nungsamt, der, Stadt Wien hat in den zwei ersten Monaten 1922 insgesamt ,151 Wohnungsräumungen durchgeführt. Die 151 geräumten Wohnungen zählen zusammen 324 Wohnräume, von denen 35 vorläufig aus verschiedenen Gründen noch nicht geräumt worden sind. Interessant ist eine Zusammenstellung über die U rsachen, die die Anforderung und schließlich die Räumung der 151 Wohnungen herbeigeführt haben. Ein Fünftel entfällt nämlich auf Wohnungen, deren Inhaber erwiesenermaßen die Absicht hatten, entweder die Wohnung aufzugeben oder sin anderen Personen mit oder ohne Einrichtungsgegenständen zu überlassen oder weiter zu vermieten. 24 Wohnungen würden angefordert und geräumt, weil sie zur Gänze in Untermiete gegeben waren. Unbenutzte Wohnungen und Dpppelwohnungen wurden je 13 geräumt. Zur Räumung kamen weiters 12 unzulänglich benützte Wohnungen und 8 Wohnungen, die seit mindestens vier Wochen lediglich zur Aufbewahrung von Gegenständen dienten. Geräumt wurden außerdem - 8 Wohnungen, die ohne Bewilligung dem Wohnzwecke entzogen worden sind. . . Begräbnisse am heutigen Tage. A 11 e r F r i e d* h o f: 9 Uhr 30 Min. leiletz Therese, 10. Uhr Lackenbacher Moritz, 10 Uhr 30 Min. Engel Markus, 11 Uhr Berger Eduard, 12 Uhr Dr. Herzer Rubin. — Neuer Friedhof: 9 Uhr Alasdraky David, 9 Uhr Rosenfeld Gisela, 10 Uhr Weintraub Marie, 10 Uhr 40 Min. Kurz Sofie, 11 Uhr Heller Klara, 11 Uhr 20 Min. Davitscho Irene. * Die Hin- und Rückfahrscheine der Straßenbahn* Bekanntlich werden mit dem heutigen Inkrafttreten de* neuen Straßenbahnfahrpreise an Stelle der bisherigen Hin- und Rückfahrscheine Wo c henkarten ausgegeben. Da diese Wochenkarten erst von Montag den 20. d. M. angelten, hat der Bürgermeister angeordnet, daß die Hin- und Rückfahrscheine des alten Tarifs bis einschließlich Samstag den 18. d. M. verwendet werden können. * Erster Internationaler Briefmarken-Händlertag fit Wien. Gestern hat die erste internationale Veranstaltung ihren Anfang genommen, den die Wiener Briefmarken- Händlerschaft gemeinsam mit ihren ungarischen Kollegen durchführte. Nach einem Begrüßungsabend, der gestern im Kursalon stattfand, wird bis Samstag den 18. d, M, täglich bis 5 Uhr nachmittags im Volksgartenrestaurant Händlerbörse abgehalten werden, zu der zahlreiche Anmeldungen aus dem Auslande erliegen. Auskünfte erteilt während des Händlertages der Obmann des österreichischen Briefmarkenhändlervereines, Herr L. Back, 1., Brandstätte 3. * Schönwetter. Oesterreich liegt noch immer iflf Gebiete der Luftscheide und genießt schönes trockenes Wetter. Nur Vorarlberg ist trüb. — Vorauss a g e t Schönwetter anhaltend. * Die neuen Kohlenpreise. Nachdem die endgültig® Preiserhöhung, die für oberschlesische Steinkohlen vom 1. März eingetreten ist, .vorgestern hier ziffernmäßig bekannt geworden ist, wurden vorgestern die neuen für den Wiener Platz gültigen Preise wie/folgt festgesetzt: Ab Nordbahnhof a) Kohle in offenen Fuhren per 100 kg K 4947, b) in Säcken per 100 kg K 5318, c) Koks in offenen Fuhren per 100 kg K 8178, d) Koks in Säcken .per 100 kg K 8549» Trotz Erhöhung der Grubenpreise, der deutschen Fracht und verschiedener Nebengebühren konnten die Preise ab Wien zufolge günstigerer Eindeckung der erforderlichen Valuten niedriger als bisher angesetzt werden* Die Preisfestsetzungeh unterliegen auch weiterhin der Uebefprüfung und Genehmigung der zuständigen Behörden^ Dagegen sind alle Verbrauchsbeschränkungen üiid "'der Rayonierungszwang vom 1. d. M. aufgehoben. * Verhaftung eines Prager Kaufmannes. Der voS der Polizeidirektion Prag seit November 1921 wegen Betruges an der Zivnostenska bankä' mit einer Schadensumme von 21.000 tschechischen Kronen verfolgte 25jährige Kaufmann Robert Klein, zu Prag geboren, . wurde am 13. d. M. rin seinem Unterstände, VI., Marchettigasse l b, verhaftet. Gegen ihn hat das Prager Landesgericht einen Steckbrief erlassen. Er wurde dem Landesgericht Wien I eingeliefert. . * Drei Kinder verbrannt. Aus Budapest wird gemeldet: In .der Bärengasse in Ofen sind drei Kinder im Alter von . drei bis sechs Jahren einem Brande zum Opfer gefallen. Ihre Mutter, die ihre Einkäufe besorgte, hatte sie in einem Zimmer eingesperrt. Die Kinder spielten wahrscheinlich mit Zündhölzchen, wodurch sie die Einrichtung in .Brand steckten. Als die. Mutter nach Hause kam, fand sie ihre Kinder als verkohlte Leichen vor. Sie wurde von Irrsinn befallen und mußte in eine Heilanstalt gebracht werden. , * Ein lebendiger Mahnbrief. Gestern abends fanden in einem Öichtbewohnten Hause in der Josefstadt Haus>- leute yor der Wohnuhgstür eines Bankbeamten einen etwa vier Wochen alten Knaben, in Tüchern wohlverwahrt, weggelegt auf. ln den Tüchern steckte ein Brief, der besagte, daß die Mütter des Kindes, die Hausgehilfin Theresia D., aus Not dem hartherzigen Verführer, der sie nicht unterstützen wolle,, das Kind in das Haus bringen müsse. Das Kommissariat Josefstadt übergab den Säugling der städtischen Uebernahmsstelle in der Siebenbrumiengasse und hat die Ausforschung der Mutter ängeordnet * Diebstahl auf der Straßenbahn. Dem Dr. David Schmetterling, Suttnerplatz 8, wurde gestern in einem Straßenbahnzug in der Stadt eine einfach gedeckte Glashüttenuhr im Werte von K 400.000 gestohlen. Auf die Zustandebringung ist eine Belohnung von K 50.000 ausgesetzt. * Fertige Bettwäsche, Leintücher, Deckenkappe«, schlesische Weben, Chiffon, Gradl, Laufteppiche, Vorhänge, Bett- und Tischdecken werden sehr billig verkauft im Warenhaus Emanuel. R o t holz, Vll., Westbahnstraße 15 (früher Neustiftgasse 77). Besitze in Wien keine Filiale und kein weiteres Geschäft. Vereine, Vorträge und Versammlungen. ZionistischeBezirkssek t Ion. Alse r* gr u n d. Heute, 8 Uhr abends, im Gasthaiise Wittmann, IX., PorzeMangasse 50 (Ecke Glasergasse), Versammlung. Tagesordnung: Bericht der Mandata r e j Gemeinderat Dr. Bruno P o 11 a k - Parnau, Bezirksräte Rob. Auer und Dr. Georg Weiner, Ortsschulräte Dr. Leo Goldhammer und Moses Weiner, Orgauisationsreferat: Dr. Josef Löwenherz. — Tikwat Jehuda. Heute, 8 Uhr abends, im Cafä Hamerling, Vortrag Dr. Heinrich G l a n z über die jüdische Kindererziehung. Am 23. d. M. veranstaltet der Verein eine Theatervorstellung in der Freien jüdischen Volksbühne („Der Unbekannte" von Gordin mit Ben Zwi in der. Titelrolle), zu welcher Karten bei den Vorstandsmitgliedern und an den Mittwochabenden erhältlich sind. — ZionistischcBezirkssektionWieden— M a r g a r e t e n. Samstag den 18. d. M., '/„8 Uhr abends, im Festsaale des Ocsterreichischen Ingenieur- und Architckteavereines, 1., Eschaabachgasse 9, Purim-Paier mit anschließenden» Tanz. — Hebräischer t u <1 ii t e. » v er haud T a r b u t H. Cafi Klinik»,

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