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Wiener Morgenzeitung · 1922-03-12 · Heft 1120 (12.3.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1120 (12.3.1922)
Date
1922-03-12
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 1120 Wien, Sonntag >■ -- --> ' '■ ' ■-—■■■■■'- Ungarn. Bethlen in Miskolcz. Budapest, 11. März. (Ung. Tel.-Korr.-Bur.) ^nläüüch der Amtseinführung des neuen Obergespans im Komitat B o r s o d begaben sich zahlreiche Mitglieder der einheitlichen Regierungspartei, mit dem Ministerpräsidenten Grafen Bethlen an der Spitze, nach Miskolcz, wo in einer Versammlung der Ministerpräsident eine Rede hielt. Der Ministerpräsident verwies darauf, daß sich die einheitliche Partei durch den Zusammenschluß der ehemaligen kleinen Landwirtepartei, der einstigen Anhänger des Grafen Tisza und der gewesenen Kossuthisten gebildet hatte und warf sodann einen Rückblick auf die Tätigkeit,der ehemaligen Feinde, die die Katastrophe des Landes durch das Schüren der Klassengegensätze herbeigeführt hatten. Die einheitliche Partei wolle eine durch die Ideale der ethischen Weltordnung geleitete nationale Demokratie schaffen. Die Demokratie dürfe aber nicht zur Demagogie werden und deshalb müsse die führende Rolle der Intelligenz zukommen. Wo der . Maulheld Kleon zum Herrn der Nation werde, dort schicke man Perikies in die Verbannung. Auch in Ungarn , habe die Herrschaft Karolyis zur Ermordung Tiszas und zu den Einfällen der Barbaren geführt, die das Land zerstückelten und ins Elend stießen. Nachdem das alte Verhältnis zwischen Ungarn und Oesterreich aufgehört habe, sei die Unabhängigkeitspolitik hinfällig geworden. Ein gewisser Unabhängigkeitskampf aber müsse auch weiterhin geführt werden, und zwar gegen die umklammernden Arme d e r N a c h,b a r n. Es werde behauptet, daß «ich im Lande noch 'immer Leute befänden, die die alte österreichisch - ungarische Monarchie wiederherstellen möchten. Wenn es K ö n i g K a r 1 IV. * bei der letzten Gelegenheit gelungen wäre, im Lande zu bleiben, so hätte er vielleicht das ungarische Königtum wieder hergestellt, doch wäre er jedenfalls auch an ^Wiederherstellung der alten Monarchie tätig gewesen. Ungarn könne seine Selbständigkeit und Unabhängigkeit nie mehr streitig, gemacht werden. Auch wir stehen auf dem Standpunkt des Königtums, aber des nationalen Königtums. Wir wollen die Rechtskontinuität nicht von oben, sondern von unten hersteilen. Wir sagen nicht: Zuerst der König und dann wird es wieder ein Land geben, sondern wir sagen: Zuerst das Land und dann wird die Nation einen König haben, wie sie ihn fordert. Wir wollen eine nationale Demokratie, nicht eine Demokratie des Umsturzes. Die Gömbös-Wahlen. Budapest, io. März. (Bericht dieir »Wiemeir lidiörgeinizeiltuing«.) Diie B eitihilen-R ©gi emulnig hälft ivwd'äufiig die W ahilkireiiseikit eiliuing geheim uinfd ihliinideirt diaidiuirch die Opposition, flhire Wiafofltytctrlbieneiit/umigen in. den einizelntetn Beiziiriken ziu treffen, uinid wegen dieir Aufsteilüpng' von-' Kapdlidiaibein BesidhlHisise ziu faisiiten. Tinizwiis>cheri sorgt' dieir' Regiiienuihigisisippainart. imiilt allem Maichtmittelln für diie entepireclhieinidle Vouribeirei'tiuinfg uimd Beairlbieittiumgdier Wähü-enscME, weil/cihe lAmifgaibe belkiammtliich dem Fühneir «Üierr »M'o >v e« tund der »Erwachen dien Utnigaim« Jüllillu's G.ö m t> ö s Übertragern wurde. . Wie/'sidh Gömlbös dliieseir Aiuifgiaibe enittedligt, darüber hat Kairtl1 Rassa'y iin dler/Iferbz.teil S'iittzuitiig seiner Bairteileiiibuinig bereits ein 'öraiuiriges •Lied singen 'konnte. Riaisi.-iay Ist im dien Besiltz vom Oirigimiail'weiifciuingem', diiediie Umitemsdhrift Gömibos' WIENER MORGENZEITUOTT DIIIIIIIHIIE BH ■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■■ H ■ ■ ■ f. ■ H "! Der gute! | Kaufmann j i sucht i n . ■ S Verbindungen im Ausland l und mit den Besuchern der Frühjahrsmesse durch Insertion in unserem Blatte welches durch seine große Verbreitung in der Geschäftswelt aller Auslandsstaaten Gewähr für den Erfolg bietet Die „Wiener Morgenzeitung“ wird in der Zeit vom 12. bis 26. März 1. J. in bedeutend verstärkter Auflage erscheinen und vielen tausenden Handelsfirmen des Auslandes sowie allen Besuchern der Messe kostenfrei zugesendet werden Bestellen Sie ehestens Ihr Inserat. Auf Wunsch unverbindlicher Besuch unseres Vertreters ia a n N Administration ■ der „Wiener Morgenzeitung“, II., Taborstraße 1—3 « a , Telephon 44-0-38 und 43-3-19 1000 n U B »■BaaaBaaaBBHBHBBBHHQaBBffiHBisBaBaBaaBBiH tragen', gelaimgt, aiuis dienen hecivioirgdhit, dlaß Gömibös diie eimzeinen Wafnjlbeziir'ke mi<Htäiri&cHi orga- ■ti i« i e r ifc tuinicl an die Wiahliliöiiber den Auftrag ergeifreo ließ, in ihnen Bezikiketn annitar Füihirnnnig von Move-Offiiziiaren mit c i^ern-en Stödkeo1 versehene Truppe mzu foiiildm, alie au>s dieir MMe der »Erwacihenidiött Umgarn« dies betreffanidiem WiaßiÄ- ’biezirkas zuisaauiriengesetizt sein solm. Diese Wahlkiniüippelgandle halt vor ’ all'S'm diie Aufgabe, die Walhilvorb'ereitungisiarbeiit dar klbenailien Partei üibenailll mit Gewallt iziu iitörew, ihre Wähler, wie es^iin dien* Weisunig heißt, in einer,miiclhlt,»ailllizui läroiemdant, aber dlesifco' wirksam erera W eiise e i n iz u s e h ü c h t e ir n. Die Raisisay-Pantei ötahlt, iimgolllainge' diie Regianumg milt, . dier' eimdigüllbigani. Wahlikireirseiiniteiiliunig. .uiiidht hanaiui-rüdlöt, di äsen 'Maidh iniaieioinian ohnmächtig gegenüber und kiaintn yionlätufig mirchbs amidiares trun«, alllsdlas vorllifalnidene Dalöanimalberiiall dlar qpipasiltiioinieldi'en R e c h t © s -c ilu n t z 1 i g a ziuir ainftsipradhanidlm Behäiridlltinpg zu umitierlbireitani. Die Ursaidhie dlar Verzögerung diar Veröffentlichung der Walh/llkiraiisie liiegf haiuipiteächiilirah in dem Umisfcainidl, daß afllle Gnuipipm, die siiidh dier Regierung ainisiclhfosisen, für diiiesen Anschluß aiucih ihre gasiilclherten Mamidiaite haben woÜflenu t2. März 1922 Sesss 5 Aus diesem Grunde wird an den emizeHnm WaflA' .kreisen immerfort herum gezinkielt, mn den- An* ciprüehen der mandiaitishiuinigrigen Grupjpien genügenl zu können. Besodiens zudringlich iist diie Buida* p e s t e rc h r i s t 1 i c h n <a t i o n a 1 ee Kd m m unalgruppe, die wohl formell! besrlhfloß, airkhili ailis G'iiuipp erueianheit in dien .Wahlkampf ednizuibneftein:, es jedudi ihre u Miiitigl iadbrn freiigaib, mit cteiisilllliiclhena; Pnogmmm zu kärndidiienen. Da diese Kaimdlidlaitemi,' haupteachlüioh ihr Führer W -o 1 f f, nuir iin Budapest äuiftiretc« wollöh> so muß BatfhÜen raun, .ziusehm, Herrn Wolff und Getniassendurch kümsitlMidliie Waftiilkreisedniteiluing in Budiapest ein Hätizichiep m skhona, Polen. Die Wilnaer Frage. Warschau, ro. März. (Tel. der »Wiener Mor« genzeitung«.) Die Verhandlungen der Regierung mit der Delegation des Wilnaer Sejms sind nach wie' vor ergebnislos verlaufen. Die linken Abgeordneten richteten an den Staaltschef P i 1 s u d s M ein Schreiben, in dem sie erklären, daß sie den Inkorporierungsakt der Regierung unterschrieben,' haben im Bewußtsein ihrer Pflicht dem allgemeinen/ Staatsinteresse gegenüber, um auf diese Weise zunj endgültigen Lösung der Wilnaer Frage beizuferageni Ein großer Teil der Abgeordneten des Wilnaer, Sejms hat bereits Warschau verlassen. Von der De-i legation sind nur. noch die Vertreter der rechten' Parteien geblieben. In einer Konferenz mit dem Sejmraairschall T forapez y n s k i erklärte Ministerpräsident' P cm n i k o w s Ik i, daß die Regierung auf die Uinterzeich«( nung des Inkorporierungsaktes in dem von der Re* gierung vorgeschlagenen Texte beharren müsse und keinerlei Kompromißanträge berücksichtigen könne, Konferenz der Außenminister der baltischen Staaten» Warschau, 11. März. (Poln. Tel.-Ag.) Morgeif beginnt hier die Konferenz der Minister des Auswärtigen der baltischen Staaten. Heute mittags traf der Außenminister der finnischen Republik Holst! ein und wurde im Bahnhof vom polnischen Minister des Aeußern empfangen. Rumänien. Straucher gewählt. C z e, r fl o w 11 z, 9. März. (Tel. der „Wienef Morgenzeitung“.) Die Zentralwahlkommissiou hat bei der Ueberpr&fung der Wahlergebnisse festge^ stellt, daß Dr. Straucher vor dem deutschem Kandidaten Kipper einen Vorsprung von 7 Stimmen voraus habe. Infolgedessen wurde die Wahl Kippers annulliert und Dr. Strauche rs Wahl als richtig anerkannt. Zusammentritt des Parlaments. Bukarest, 11. März. „Izbandy“ meldet, daß die gesetzgebenden Körperschaften am 27. d. M. zu* sammentreten werden. Die Session werde nur bis zum 15. April dauern. Auf dem Programm stehen hauptsächlich die Abstimmung über das Budget, Foulardj, Covercoats, uabardim zu bekannt biteigen Preisen UiiaiÜWk JvG-m l-WElHBUftGGASJE*10*ia 1*4011 RG A SS L-« Franz Werfels „Bocksgesang“. (Uraufführung im Raimund-Theater,) I>as neue Theaterstück Werfels wurde schon vor der Aufführung sehr gepriesen. Ich kann nicht mithälteui. Groß, fast möchte iah sagen, erschrecklich groß ist der Kunstverstand dieses Hochbegabten. Er ist überdies mit desenstarkem Willen, mit, ungewöhnlicher Klugheit, mit seltener Tüchtigkeit ausgestattet. . So schreitet er zu zyiklopenhaften Schaffen. Was er dichtet, hat etwa das Format seines Gedichtbandes »Der Gerichtstag«, ich Imeine das äußere. Diesmal nennt er sein Stück »Bocksgesang«, das ist die Verdeutschung des Wortes , »Tragödie« in seiner ursprünglichsten Bedeutung: Harmvclles, inbrünstiges Ringen der Menschlein mit dunklen, kosmischen Gewalten; Diesem Ringen gilt ‘ sein neues Werk. Man sieht, er greift nach der höchsten Palme. Wo Kunstverstand, Klugheit, Tüchtigkeit im Bunde dnd, wird jener göttliche Funke, erstickt, den iah in manchen verständlichen Gedichtein des Prager Dichters fand (den vielen unverständlichen bin ich leider nicht gewachsen), den ich aber in dem durchaus verständlichen »Bodksgesang« völlig "vermisse. Kosmisches Empfinden, Alliehe,- genialische, ' stammelnde Ekstase, bollen die Erzeuger seiner. Werke sein. So w i 11 Franz Werfel, Er übernimmt eich, Es bleibt beim Wollen und die gigantischen Formen, die er sich aibzwingt, sind seelenloser Poipanz. Kosmische« Empfänden weht mich an aus, dem, zweiten 'Akt von Hauptmanns »Und Pip.pa tanzt«, aus dem OJu-wa-lal!«, dteis der. alte Glasbläser zum schlesischen [Winterhimmel ruft. Allie'be teilt sich aus manchen Verben Rilkes mit. Eksta'sische Ergriffenheit scheint mir in [ünnihs ‘»Das Geschlecht« zu beben. Bei Werfel, dem .wir früher manches echte, schöne, tiefe Gedicht verdankten, sehe ich diesmal nur ein großartiges Artistenjtum am Werke. Ich kann mir nicht helfen: Die weise fand verantwortungsvolle Beschränkung Schnitzlers auf Kein Gebiet, die edle Hingabe Beer-Hoffmanms an seine ■Dichtung, die Sorgsamkeit, mit dfer er sie und sich vor idem »Betrieb« schützt, die Zartheit und Bescheidenheit des jüngst verstorbenen Poeten Ritbner, die vornehme, oo wertvolle Kleinkunst Alfred Polgars (um nur' einige tantecBchiedUcha Beispiele zu nennen) ' die Erinnerung .an diese wirkt nicht günstig, wenn man die Gigantengeste Werfels vor sich hat. »Bociksgesang« hat eine große Grundidee. Von Zeit zu Zeit wird die menschliche Gemeinschaft von unerhörten Ereignungen" erschüttert. Sie stürmen hin, alles aufwühlend, zerwühlend.- Der große Pan war da. Dann ist die Luft gereinigt, die Menschen sind besser, neues Leben blüht aus den Ruinen — bis zur nächsten Erschütterung. Werfel läßt einen solchen peinigenden, reinigenden Sturm über die Enge eines slawischen Dorfes hinziehen. Der Großbauer hält im Kotter den Erstgeborenen, eine scheußliche Mißgeburt, die Schande seines Geschlechts, durch zwei Jahrzehnte verborgen. Just, da der Vater den wohlgeratenen zweiten Sohn mit einer schönen Bgnierndirne vermählen will, bricht das heimlich auf gefütterte Mensebtier au«, Vor dem Dorfe lagern 'heimatlose Vaganten. Sie sind von einem uralten prophetischen Slowaken, wohl auch durch ihr Schicksal, für große, unerhörte Ereignisse vorbereitet. Das Mensebtier trottet vorüber, wird als erlösende Gottheit ängebetet, die Bettler rasen unter Führung eines Studenten plündernd, sengend übers Land,' entweihen die Kirbhe, in die sie die Mißgeburt, ihre neue Gottheit, bringen, . und feiern , verzückten Götzendienst. Die religiöse Ekstase erlischt, der Aufruhr wird mit Waffengewalt erstickt. T)er Großbauer ■ hat .tj?eide Söhne verloren, den mißgeboreneai und Äen wohlgeratenen, Hab und Gut dazu — und ist ‘ doch glücklich, befreit voy Schuld, schließt'die Gattin in die Arme .und geht an die Arbeit. Die. Braut des Zweitgebornen 'aber fühlt sich Mutter von dem.: Menschtier. So wird einst 'wieder? kehren, der große Unbekannte, der läuternde Sturm. Da« Rezept -für das Drama ist da, großzügig ausgedacht. Fehlt nur die schöpferische -Dichtertat der Gestaltung. Sie wird leider durch Literatur ersetzt. Keiner, der unbefangen zuhort, vernimmt mehr als eine mehr oder minder packende Episode aus dem Dorfleben. Er wundert sich höchstens schon in dem ersten, recht geglückten Akt über die Sprache, die diese Balkanbauern aus dem Ende des achtzehnten Jahrhunderts sprechen. Eine abergläubische, dumpfe Bäuerin sagt: »Gott gab mir kein Wesen, Heiterkeit zu zeigen.« Die schöne Bauernbraut erklärt: »Menschlich ist der steigende Rauch.« Der Bauernsohn erzählt von dem Kotter, in welchem die Mißgeburt von Brtfder vegitiert: »Es wai der verbotene Ort der Furcht und des Wegschauens.« Dabei sind diie Bauern, die also, sprechen, wie richtige Bauersleute angezogen, wie etwa einem Stück von Gorki oder Tolstoi entnommen, in Haltung, Geste, Ton? fall, waschecht. —' Literatur. ' Man ist jetzt abgehärtet und fände sich damit ab'^ Wenn sich nur Bewegung, Aufruhr, sedenhaftes Ringen, Not und Erlösung von den Vorgängen auf den Brettern auch dem Publikum mitteilte! Aber der große Pan kommt nicht, auch wenn »Urverwirruug auf steigt«., Armut, Verlassenheit, Leere, Sehnsucht nach Führung,- Aufleuchten der Rettung, Sammlung um das Idol, Be«< geisterung, Ekstase, Mysterium, Erlösung — yon dieser Stufenleiter wird nur gesprochen. Was auch immer ge« schiebt, es läßt kühl. Und so kommt ys. daß uns auch did Szene, da der Großbauer in Liebe und Glück mit dem,' Weib auf den Trümmern seines Hofes sitzt — daß dieset Szene, die rühren, und erheben müßte, wenn sie echti wäre, keine Wirkung übt. — Literatur. Auch die Gestalten —-. bis auf einzelne Neben« figuren —. sind formlos, leblos, blaß. Der junge, rebellische Student ist zwar trotzig, hat aber keine er« kennbare Physiognomie. Die Bauerndirne ist zwar sehr Stolz, aber-auch , sie lernt man ansonsteh nicht kennen und sieht bchstens, daß sie über Strindiberg,sehe Haßliebd verfügt. Was anzieht ünd.'aufhorchen macht, ist, die Sprache des alten Doktors, sein philosoiphä'sdies Raison« nement, dä« einem aber nicht neu ist, und die Lebendig-« keit des Juden Feiwel, der recht bemüht ist, das Pub« likutn des Autors zu erheitern und seinem Schöpfer den! Erfolg des Abends zu sichern. Die Aufführung im Raimund-Theater ist sorgfältig/' Nur wäre es klüger gewesen, die Bauersleute nicht sp echt zu kostümieren. M.an hätte es diann auch den Schau« Spielern erleichtert, den streckenweise erheiternden’ Unterschied zwischen ihrem Aussehen, Gehaben und der Sprache, die sie sprechen mußten, vergessen zu .machen* Gelegenheit zu schauspielerischen Taten ergibt sich nicht. So seien denn die Leistungen der Herren Marr, M a> r 1 i t r und Stär k, der Damen K a r o 1 y und May besonders hervor gehoben und die Verdienste aller anderen Darsteller anerkannt. Otto Ab des.

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