Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1119 (11.3.1922)
- Date
- 1922-03-11
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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■Wien, Samstag 'WIENER MÖRGENZETFOTrer fl.IMr lSLS «OiTS t p r o c h e n. ln der Begründung wurde ausgeführt, Baß das Nickel der Firma Kunerol nur unter Bedingung [vom Staate übergeben wurde, daß es binnen sechs Wochen jder Verwertung zugeführt werde. Diese Frist war unausgenützt verlaufen, als die Beschlagnahme durch den Urbeiterrat erfolgte. Es ist zweifellos, daß der Arbeiterrat fest daran geglaubt hat, daß die Beschlagnahme gerechtfertigt war. Auch Bürgermeister Werndl war dieser jüeberzeugung. Die Anklage auf Kettenhandel und Preistreiberei gegen den Vizebürgermeister und dessen Kompagnon Oskar Adler wurde ausgeschieden. Volkswirt jtjestempelte Krone lAuszahlung Wien \ In Zürich notierte: jäic österreichische Krone jdie österr. gest Krone . jdie tschechische Krone, jdie Mark . lAgram . . [Bukarest . Budapest . Warschau . —.071/* Centimes. —.07 Centimes. -.07 (-.08 am 9. März) -.07% (-.07% am 9. März) 8.37 ( 8.35 am 9. März) 2.07 ( 2.05% am 9. März) 1.80 ( 1.75 am 9. März) (-- am 9. März) -.66 (-.68 am 9. März) -.12 (-7-11 am 9. März) Zum Aufbau des jüdischnationalen Heims. Die „General Mortgage Bank of Palestine*. Von D. Florentin (London). Jeder, der mit den palästinensischen Verhältnissen Utuch nur einigermaßen vertraut ist, wird erkennen, daß imit der Schaffung einer allgemeinen Hypothekenbank einem dringenden Bedürfnis entsprochen worden ist und daß jriiese Schaffung einen wesentlichen Schritt auf dem Wege jdes Wiederaufbaues des jüdischnationalen Heims bedeutet. Wohl in keinem anderen Lande der Welt herrscht ein so [großer Mangel an Wohnhäusern noch werden solch [horrende Mieten gefordert wie in Palästina. Jaffa, jH a i f a und Jerusalem dürften auch die einzigen Städte sein, wo die jährlichen Mieten vieler Wohnhäuser >40% ihres Gesamtwertes betragen und wo jsich einzelne, notdürftig möblierte Zimmer zum Preise von 4/bis 6 Pfund Sterling leicht vermieten lassen. I Die Wohnungsnot in Palästina hat sich bereits seit jfast einem Jahrhundert mehr oder minder fühlbar gemacht und datiert eigentlich schon von der Ankunft der ersten [organisierten Immigrantengruppe in Jerusalem im Jahre!l 8 2 7, Seit der Schaffung des jüdischen Viertels M e a h ^hearira in Jerusalem, die mit Hilfe des MontefiorepFonds ermöglicht wurde, sind mit der Unterstützung des gleichen Fonds und ähnlicher Instiitute Tausende von [kleinen Wohnhäusern in Jerusalem und anderen Städten und Kolonien Palästinas errichtet worden. Die Zionistische /Organisation hat ebenfalls zu diesem Werke beigetragen [durch die Anglo-Palestine Company, welche dank dem [vom Nationalfonds gewährten Sondervorschuß den langjfristigen Kredit in das Land eingeführt, die Erbauung, fT e 1 - A w i w s gefördert und den Kern eines jüdischen [Viertels in Haifa mitgeschaffen hat Da die iAnglo-Palestine Company indes, als kommerzielles Institut, sich vornehmlich an der Entwicklung des Handels zu betätigen hat, so konnte sie sich mit solchen ^Aufgaben nur beiläufig und in geringem Umfang befassen; jaus diesem Grunde war sie nicht in der Lage, den bereits gewährten ländlichen Kredit weiter auszudehnen. ' Jedenfalls hat die Zionistische Organisation schon im fahre 1908 die zu beschreitende Bahn gewiesen. Weder;die Erkenntnis, daß das Problem durch die bisherigen Leistungen nicht gelöst ist, noch die Bestrebungen, es zu lösen, sind neu. N e u ist nur das Mittel, das man jetzt janwenden will, die Schaffung eines Finanzinstituts, das ^ausschließlich der Förderung derBauindustrie, und insbesondere des Häuserbaues, Bienen soll. Das neue Institut ist eine nationale Bank, geschaffen, um solche Leute zu unterstützen, denen mit der Gewährung von Kredit auf Landbesitz gedient wäre Mud die in der Lage sind, die üblichen Garantien pw leisten. Hiemit werden in Palästina normale Verhältnisse eingeführt und eine wirtschaftliche Reform von höchster Bedeutung geschaffen. Um einen Begriff davon zu gewinnen, welch große [Rolle die General Mortgage Bank in Palästina zu spielen [haben wird, muß man sich vergegenwärtigen, daß heute jniegends die Errichtung von Wohnhäusern von privater Seite zweckentsprechend betrieben werden kann, ln keinem [modernen Staate kann man heute ohne ländlichen Kredit Auskommen. Diese Kredite werden von eigens zu diesem [Zwecke begründeten Gesellschaften gewährt,. von Stadt- Igemeinden, Regierungen und in der Hauptsache von Hypothekenbanken, die, wie in Frankreich, von der Regierung [selbst eingesetzt sind otfer, wie es in Deutschland sder Fall ist, der Kontrolle der Regierung unterstehen. Befrachtet man die Wohnungsfrage in Palästina auch nur [vom allgemeinen Standpunkt aus, so kommt man zu dem [Schluß, daß das Land sogar unter normalen Verhältnissen, schon seiner jetzigen Bevölkerung wegen, dringend eines Hypothekarinstitus bedürfe. Bedenkt man aber die besondere Lage Palästinas und die Notwendigkeit der Anjsiedlung,einer n e u en’Bevölkerung, die das wirtschaftliche Gedeihen und den Wiederaufbau des Landes gewährleistet, so erscheint die tatkräftige Unterstützung einer gutfundierten Hypothekenbank als absolut unerläßlich. Der K e r e n H a j e s s o d hat es auf sich gekommen, diese Bank zu begründen, und es ist auch gelungen, das Institut ins Leben zu rufen. Es sind Maßnahmen getroffen worden, um zu verhüten, daß die Bank »u einem privatwirtschaftlich interessierten Unternehmen -werde, und ihr nationaler Charakter ist gewährleistet. Die Konzession läuft auf die Namen der wohlbekannten xionisten Uss is.c.hkija, Pr. Pick, E t.t I nger, Dr. R u p p i n, Dr. Eder, Dr. Thon und Harry Sacher, sämtlich in Jerusalem ansässig, die somit die offiziellen Gründer der Bank wurden. Der Keren Hajessod hat dem Institut die ersten Mittel zur Verfügung gestellt und wird ihm natürlich auch fernerhin mit Rat undTat zurSeite stehen. Das Aktienkapital der Bank ist aber nicht vom Keren Hajessod gezeichnet worden, noch wird darum an dleOeffent* Hchkelt herangetreten werden. Auf Anraten des vom letzten Kongreß bestellten Pinanz- und Wirtschaftsrates ist das gesamte Kapital der Hypothekenbank vom J e w i s h Colonial Trust gezeichnet worden, der alle Aktien übernimmt und somit die Kontrolle Uber die Bank erhält, während er seihst der Kontrolle des auf den Kongressen ernannten Aktionskomitees der Zionistischen Organisation untersteht. Wie es bei den meisten Instituten dieser Art ln Europa der Fall ist, so ist auch die General Mortgage Bank of Palestine auf die Herausgabe von Hypothekenpfandbriefen begründet, die einen gewissen Zinssatz tragen pnd durch die beliehenen Besitztümer, vtfe auch durch das Kapital und , die Reserven der Bank selbst, garantiert sind. Das nominelle Kapital beträgt 200.000 Pfund Sterling, wovon der Jewish Colonial Trust 50.000Pfund Sterling gegen Aktien gezeichnet hat.6%igeHypQthekenpfandbriefe zu je 5 Pfund Sterling werden ausgegeben. Der Keren Hajessod hat solche in der Höhe von 34.000 Pfund Sterling übernommen — die kürzlich einigen Baugenossenschaften in Jaffa vorgestreckt wurden — und hat sich verpflichtet, binnen kurzem weitere Obligationen im Werte von 14.000 Pfund Sterling zu übernehmen, wodurch er seine unmittelbare PfandbriefbeteiHgung auf 50.000 Pfund Sterling bringt Das neubegründete Institut wird seinen Sitz in Jerusalem haben und unter der Leitung eines bekannten Fachmannes stehen. Es ist zu erwarten, daß die Bank in der ersten Hälfte des Monats März eröffnet werden kann. Insoweit es ihre Mittel erlauben, wird sie Kredite bis zu 60% des Wertes eines Neubaues an solche Interessenten abgeben, die gewillt sind, ihre eigenen Wohnhäuser zu errichten, und im Besitz von mindestens 40% der dazu erforderlichen Summe sind. Der Zinssatz für solche Darlehen ist auf 8% festgesetzt worden, was für die in Palästina obwaltenden Verhältnisse recht günstig ist, und die 2%ige Marge zwischen den von den Kreditnehmern zu leistenden Zinsen von 8% und den an die Pfandbriefinhaber zur Auszahlung zu gelangenden 6% wird reichlich genügen, um die Administrationsspesen der Bank zu decken; mittlerweile sind es die Aktieninhaber — im vorliegenden Falle der Jewish Colonial Trust — und nicht die Pfandbriefinhaber, welche diese Last zu tragen haben. Die Amortisation der Hypothekenanleihen wird sich im Laufe von *10 bis 20 Jahren vollziehen. Auf diese Weise wird es jedem Palästinenser ermöglicht, sofern er Über den nötigen Grund und Boden und 10% der Baukosten verfügt, Besitzer seines eigenen Wohnhauses zu werden, und zwar wird er an Zinsen und Tilgungsfondsbeiträgen kaum die Hälfte von dem zu leisten haben, was er als Mieter hätte zahlen müssen. Im allgemeinen geben Hypothekenbanken Pfandbriefe in 10- und 20facher Höhe ihres Kapjtals heraus. Diese Obligationen, Äie, wie bereits hervorgehoben, durch besondere Hypotheken sowie durch das Bankkapital und die Reserven garantiert sind, werden, ln rechtskräftige Wertpapiere konvertiert zwecks Investierung in öffentliche, dem Staate unterstehende und dem Allgemeinwohl dienende philanthropische und soziale Institutionen, wie Waisen- und Krankenhäuser, Pensionskassen usw. Die Hypothekenpfandbriefe gelten mit Recht als eine erstklassige, absolut sichere Investition. Es, liegt kein Grund vor, weshalb die von der General Mortgage Bank of Palestine herausgegebenen Pfandbriefe, deren Preis auf 5 Pfund Sterling festgesetzt worden Ist, sich nicht gleicher Beliebtheit erfreuen sollten. Die neue jüdische Bank besitzt sämtliche Vorzüge einer staatlichen Hypothekenbank und untersteht auf eigenes Verlangen der Zionistischen Organisation,« der besonderen Kontrolle der palästinensischen Regierung, die Bevollmächtigte zur Wahrnehmung der Interessen der Pfandbriefinhaber wird ernennen müssen. Um ihrer Aufgabe gerecht zu werden, sollte die Bank nicht mit 100.000 Pfund Sterling in Aktien und Pfandbriefen, sondern mit weit höheren Beträgen ihre Tätigkeit aufnehmen. Nach Aussage palästinensischer Fachleute müssen im Laufe dieses und des nächsten Jahres mindestens 3OOO Häuser in den Hauptzentren Palästinas errichtet werden, was etwa 600.000 Pfund Sterling in Hypothekarkrediten beanspruchen wird. Im günstigsten Falle wird man die dringendsten Bedürfnisse an Hyphothekarkredit während der beiden Jahre mit 400.000 Pfund Sterling decken können, aber wo soll die Bank einen solchen Betrag hernehmen? Naeh den gegenwärtigen Verhältnissen und nach den Anforderungen des Kolonisationswesehs in allen seinen Formen zu'urteilen, dürfte es dem Keren Hajessod im gegebenen Moment kaum möglich sein, neue Obligationen in Höhe dieses ganzen Betrages zu übernehmen. Der einzige Ausweg dürfte demnach der sein, daß man sich die regen Sympathien, die sich die Bank zweifelsohne erwerben wird, zunutze macht und die unmittelbare Unterstützung des jüdischen Volkes beim Absatz der jüdischen Hypothekarpfandbriefe zu gewinnen sucht. IudetJi sie sich mit den hypothekarisch beliehenen Besitztümern sowohl als mit ihrem eigenen volleingezahlten Kapital verbürgt, kann die Hypothekenbank bei elntrete'i^dem Bedarf, den jeweiligen Umständen entsprechend, sofort an die Herausgabe von 5%igen Obligationen im Betrage von 500.000 bis 1,000.000 Pfund Sterling schreiten, sofern sie Abnehmer dafür finden kann, und diese Abnehmer müssen gefunden werden. Der Keren Hajesod kann die Bank auch weiterhin ln ihrer Tätigkeit unterstützen. So kann, er die erste Serie der Obligationen selbst erwerben und sie dem Publikum nach und nach offerieren; dies,darf aber nur in dem Maße geschehen, als er gewisse, vermittels seiner Hilfe errichtete Baulichkeiten als Garantie für die Obligation zuzuwiise imstande ist. Von höchster Wichtigkeit Ist aber, daß die national« Jüdischen Institutionen mit gutem Beispiel vorangehen und daß ein jeder Jude und eine jede jüdische Gruppe gewillt ist» diese Obligationen zu erwerben. Wer palästinensische Hypothekenpfandbriefe erwirbt, sichert sich eine erstklassige Investition, betätigt sich an der Lösung, der Wohnungsfrage ln Palästina und schafft gleichzeitig Tausenden von opferwilligen jüdischen Pionieren Arbeitsgelegenheit. Das Geringste, das wir in der Diaspora tun können* um diesen stummen Helden unsere Sympathie zu beweisen, ist, sie vor der Arbeitlosigkeit zu bewahren. Jedes jüdische Haus muß es sich zur Ehre antechneni wenigstens eine dieser Obligationen zu besitzen. Die General Mortgage Bank of Palestine kann zu einem gewaltigen Instrument werden und der Judenheit Palästinas und der ganzen Welt zum Ruhme gereichen, wenn das jüdische Volk seine Pflicht erfüllt Die Valuten. Fortgesetzte Nachfrage bei geringem Material bewirkte Im Anfangsstadium des gestrigen Verkehrs ein neuerliches Emporschnellen der fremden Zahlungsmittel. Als im weiteren Verlauf des Geschäfts einige Abschlüsse getätigt wurden, ließen die Umsätze nach, doch waren gegen den letzgemeldeten Stand gaufl ansehnliche Aufwärtsbewegungen zu verzeichnen, wie nachstehende offizielle Schlußkurse zeigen: Veröffentlichung der Devisenzentrale vom 10. März 1022. Devisen (Schecks und Aus- Zln8. ' Zahlungen) . iUß Amsterdam t. 100 holl. Gulden » 4'/, 287.950 Agram 100 Jug. Kronen , , . , 6 2598— Belgrad 10O Dinar ...... 6 IC.380 Berlin 100 deutsche Reichsmark » 5 3022,— Brllssel 100 belgische Francs . . 5 63.780 Budapest 100 ungarische Kronen. 6 968.50 Bukarest 100'Lei " Chrlstlanla 100 norweg. Kronen . Kopenhagen 100 dänische Kronor London 1 Pfund Sterling ... Madrid 100 Pesetas...... Mailand 100 Lire. . » » . » . New York 1 Dollar, ..... Paris 100 Francs. . Prag 100 tachecho-slow. Kronen . Sofia 100 Lewa.. Stockholm 100 schwedische Kronor Warschau 100 polnische Mark . . Zürich 100 schweizerische Francs Geld Ware Kurs v. 9, M3r* Geld Ware 288.050 2602.- 10.400 3028— 63.820 971.50 8% tf' 6 4V« Jk fh 5 7 3% 139.975 164.475 33.190 3&490 7623.— 68.480 12.797 5145.— 193.070 189.- 14&475 140.025 164.525 33.210 ' 38XW 7627— 68.920 12.808 5155.- 197.080 191.- 148,925 276.950 2448— 9770— 2884.50 60.980 ■ 948.50 125X73 157.475 31.840 113.460* 36.690 7298— 65.380 11.827 4895— 188.070 170— 141.475 277.050 2452— 9790— 2890.50 61.020 951.59 127’öS 157.525 31.860 113.540 36.710 7302— 65.420 11.833 4905— 189.030 172— 141*529 Noten Amerlkan. Noten v. 5 Dollar aufw. _■ b » kleinere . » . Belgische Noten 100 Francs . , Bulgarische Noten tu 1000 Leva . » mn 100 a » » * kleinere. , , Dänische Noten' 100 Kroner . , Deutsche Noten zu 1000 Mark. . , » 100 M » » ■ W kleiner© * Engl. Noten von 5 Llvrest. aufw. b b kleinere ..... Französische Noten 100 Francs . Holländische Noten 100 Gulden . Italienische Noten v. lOOLlreaufw. , » kleinere . , . iugosl. Noten ungest. zu 1000 Dinar » » B B 100 a B . B kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Mark aufw. ' » * kleinere.... Rumänische Noten zu lOOOu.BOOLel b b kleinere . » . Russ. Noten (Roman.) zu 500 Rubel B B B » 100 ■ n n n kleinere .# » Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs Spanische Noten lOO Pesetas . . Tscheclio-slow. Not. v. 1000 aufw. ' „ ■ „ kleinere . . Ungar, Noten (neue Em.) zu 1000 Kr. b zu 10.000 Kr. , . . , » kleinere . . , , 7573.- 7577— 7258— 7262— 62X80 63.020 60380 60.420 4945— 4955— 4695— 4705— 1SL47S 158X25 148.975 149X25 3047— 3053— 32X90 33X10 31X90 3i.il0 31.190 31.210 67.960 68.020 64.780 64.820, 285.950 286.050 274.950 275.050 38.090 38.110 36.190 36.210 10.380 10.400 9790— 9610I-—3 10.335 , 10.385 - 132.975 133.025 >119.375 119.425 191— 193—-^ 173.50 175X0 5620*— 5630— 5475— 5485—: 188X70 189X30 178X70 179Ü5io 147.475 147.525 141.225 141.275 103.460 103X40 12.787 12.793 11.797 11.803 11.787 11.792 975.50 978.50 058.- 961— —— —— —— Freigabe des Kronenverkehrs. Durch ein Rundschreiben der Devisen« zentrale an Ihre Mitglieder wurde gestern die vollständige Freigabe des Kronenverkehrs verfügt. In dem Erlaß wird angeordnet, daß alle bei Banken und Kreditinstituten bestehenden »Inlandsguthaben“ des alten und neuen Auslands nunmehr von allen die Verfügungsberechtigung des ausländischen Eigentümers beschränkenden Maßnahmen befreit und ^»Auslandsguthaben“ zu betrachten und zu behandeln sind. Die für den Kronenverkehr mit den National* Staaten bisher geltenden Vorschriften werden außer Kraft gesetzt. Dieser Verkehr ist nunmehr denselben Bestimmungen unterworfen wie der Kronenverkehr mit dem Auslande. Es dürfen Kronenbeträge zugunsten von Neuausländern nunmehr nur in jenen Fällen entgegengenommen und gutgeschrieben werden, in welchen der Verkauf von Auslandsvaluten zulässig ist. Ueber solche legale Auslandskrpnenguthaben kann der ausländische Eigentümer ohne Angabe eines Verwendungszweckes und zugunsten beliebiger Personen und Firmen ohne Rücksicht auf deren Wohnsitz frei verfügen. Mitglieder der Devisenzentrale dürfen demnach Kronenbeträge zugunsten des Auslandes von anderen Mitgliedern der Devisentrale entgegennehmen, wenn das erlegende Mitglied die ffrma mäßig gezeichnete Erklärung abgibt, daß es sich um den Uebertrag eines bereits vorhandenen legalen Auslandskrqnenguthabens handelt. Die Kronenarbitrage, das ist der Verkauf von Auslandskronen im Auslande gegen fremde Zahlungs* mittel, ist allen Mitgliedern der Devisenzentrale g estattet: 1. hinsichtlich der bei ihnen zugunsten des Auslands deponierten Kronenbeträge, 2. hinsichtlich ihrer Eigengeschäfte, wenn sie den in ausländischer Währung erlösten Gegenwert der verkauften Kronen sofort und unmittelbar an der Börse oder an ihre Kunden zu einem der in den Richtlinien efer Devisenzentrale angegebenen Zwecke verkaufen. _ Polnisch-französisches Petroleumabkommen. v Warschau, 9. März. (Tel. der „Wiener Morgen* Zeitung“,). Die Regierung hat mit Frankreich neben dem