Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1119 (11.3.1922)
- Date
- 1922-03-11
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 111# Wien, Samstag "WIENER MORGENZEITUNO Seite* Ä Anläßlich dter Eirihöhtung 4as A’kibicn'kaipQtöals der ftViiener Biaiu«*toffe-A.-G. vom. K 8,000.000 auf K 16,000.000 miadilt/ die Gemeinde Wien -von dem ihrem bißliuenigien Aktieinbesiiltize «nftsiprechemideim Bezugistredit amif 13.125 'meine; Ak jbieri ziuim No-im,malte von K 400 zum Begebuingislk'urs vom K 680 volllien. GeihriaiiDcik Uimteir einem wird der Ln B'eirüdcisiidhitig’unig dteir Ibiisheir •zuif'oilig'e (jermeiiinideraitislbeisehkisis’ös vom 16. Dezetmfber 1921 lumid'-vom 20. Jänimeir 19,22 gewä'hirten Vorschüsse (noch erfordierliidhie K'rediiit (per K 4,925.000 zittizüg'llkih allllfälläget Spesenuinid Stuokcrakisein b-ewÄgit, dter zu verreahnian uinid auf die Reisemvie für iuinivtarihieqgäsfehehe 'Au.säag’ön zu verweisen iist. ' - Ein Antrag, ziwr Edhöhiuimg des Biaiufk'nedStfe für!’dii(e AuiS'g'e-.M.tuinig dier Wirtstdhlatftsiräu'me dterRathauislheilileir-Kü'Che einten Ziuisdhußkirediit von Kiromem 90,000.000 zii .hewülliigeßi, führte au‘einer lebhaften Ddbaititie, in weldhieir besonders' Gemeimidemait Ktt nschaik in schärfster Weiise SltÄuing gegen den-Antrag mtalhim, wobei er aiuf grümÄictiie Klars,teMiuing ü'ber die Duincihfülhruing dter .Bauten -drängte.;Der Amttrag wurde isfchhießlitch gagein die S'tiimimen der □hrrsitHicihisaziatem aageiniotmimier». ■; 1 e Zu oiimeim Kamiptf idier »Geister«, dter ator schliieß- Oäch firdiadilich endiete, - kam es bei der Benaitiuinig über 'dein Anitroig, dem Bez'irktssdhlutteait .'Wiem' .zur (Nlaiclhsicihaffiumig von' geeigmattetn Jugemdlschniftem fürdie Schülarbibliothäkten dar - »atlBgemeihen Volks-' und BÜrgaiisdhullem eimen Kradüt von K 20,000.000 m bewil'ligem., Der Kampf, dler seiiit vielem Wochen in dien Blättern umid VansiatmimiHiungan. der zwei großen Parteien wegen dies, großen »Raimemiäidiems« in den SohüleiibiilbiHotfhakan tofbt, kann atuioh gestern in den Reden diar Vertreter dar Majioinität und Minorität zum Ausdiruidk.’ Zwei WdDlfänischduiumgein isitainden. siiicih gegenüber, deren Vertreter starr iajui£ ihrem Standpunkt beharren, die konservativen Christlichisozialen und die wo r w ärtsstür men den Sozialdemokraten* Es mag unerörtent bleiben, ob, bei der »Ausmerzung« gewisser Bücher aus - dem ■Schülarlbiilblliiotbelkem hie und da vielleicht iiber .das Ziel geschossen wurde — die . Chriistlidhsozial.en behaupten, daß Bücher mit sittlich-religiöser Tendenz ausgemerzt .wurden — sicher ist aber, daß mit der Ausmerzumg vom gewissen »patriotischen« und vereinzelt auch von gewissen »religiösen« Büchern, welche auf Volksvcrdumimung und Erhaltung der Urteilslosigkeit dlar Kiinder aibzialien«, ein großer emziebierisaher Effekt herbeigefülii't wird. Es ließe sich ganz!gut denken, daß gerade auf kulturellem Gebiet -- und um nichts anderes bandelt es sich hier — die zwei Ernährung. Der Marktbericht. Die Eierproduktion und die bessere Beschickung des Marktes macht weitere Fortschritte, so daß sich die Preise, die bisher den größten Teil der Bevölkerung vom Konsum der Eier so ziemlich ausgeschaltet haben, merklich von Tag zu Tag ermäßigen. Aus Polen und aus Jugoslawien sind große Sendungen von Eiern unterwegs, die sich im Engrosverkehr auf K 140 per Stück stellen dürften. Auf dem Naschmarkt waren gestern schöne frische inländische Eier zum Stückpreise von K 150 im Detailverkauf angeboten, doch begegneten sie auch zu diesen! Preise noch nicht allzu lebhafter Nachfrage. Die Versorgung der Grünwarenmärkte ist sowohl mit Kartoffeln als auch, mit anderen Gemüsesorten ausreichend, die Preise blieben so ziemlich unverändert. Unter den gestrigen Ankünften befanden sich italienischer Karfiol, italienische Zwiebeln, Zitronen und Edelkastanien. Letztere stellten sich auf dem Naschmarkt auf K 400 bis 600 per Kilogramm im Großhandel. Der Verkehr war allgemein flau. In der Großmarkthalle herrschte dagegen v lebhafterer Verkehr. Im Engroshandel ermäßigten sich Fleischschweine um K 50, Rindsbraten um K 20, dagegen wurden Fettschweine und Speck um je K 50 per Kilogramm teurer. Die Detailpreise blieben für alle Fleischgattungen unverändert. Mit der Bahn sind sechs Waggons mit verschiedenen Fleischsorten angekommen, von denen fünf aus Jugoslawien und einer aus Steiermark stammten. Freie jüdische Volksbühne Gastspiel im Lustspieltheater */38 Uhr abends: Vom CSiiich vergessen. Drama in einem Akt von Pinski. — Schwestern. Schauspiel in einem Akt von Perez. Im Winter. Drama in 1 Akt von Schalom Asch. 11. Sondervorstellung „Der Singer fiu sein trauerg. — Donners* tag „Ziseit in zispreit“. — Freitag, neu in Szene gesetzt] „Die Juden* von Eugen Tschirikow (Leiser Frenkel — Paul Baratow.) — Samstag „Die Juden“. < , V o 1 k s o p e r. ln der Volksoper geht heute „Dis Boh’&me“,. mit Fräulein Ada Poliakowa von der Großer» Oper in Petersburg alsMimi, in Szene. Beginn > '/°8 Uhr. —, ln der morgigen Abendvorstellung von „La "Traviata“’: gastiert Herr Jean Athanasiu von der Staatsoper in Bukarest als. Germont. Im Josefstädter Theater findet heute die Erstaufführung der Komödie „Oie Schule der- Kokotten“ (L'äcole des Cocoties), mit Leopoldine Konstantin und Josef Jarno in den Hauptrollen, statt. Beginn 7 Uhr. Im Wiener Stadttheater gelangt heute zürn ersten Male die Posse mit Gesang „Die Kindsfrau“ mit Hansi Niese in der Hauptrolle zur Darstellung. Beginn 7 Uhr. v V im R a i m u n d - T h e a t e r geht allabendlich „Bf o c k s g e s a n g“ in Szene, nur Donnerstag und Frei-: tag ^Des Meeres und der L i e b e w e 11 e n*; — Donnerstag den 23. d. M. findet die Erstaufführung des Dramas von Franz Theodor Csokor „Die rote Straße“ statt. , Sonntag den 2. April werden die K ammer sp i e 1 e des Raimund-Theaters im Akademie-Theater mit der Erstaufführung von Georg Kaiser s Tragikomödie ^Kanzlist K r e h 1 e r“ eröffnet. — Hierauf folgt für das Raimund-Theater eine Neueinstudierung der Posse mit Gesang, „Liebesgeschichten und Heir a t ss a! che n“ von Johann N e s t r o y, mit Hinzuziehung der Öriginalcouplets. — t Am 15. April beginnen Tilla Durren» und Albert Steinrück ein auf längere Zeit berechnetes Gastspiel. Tm J o h \ n n-S trauß-Theater findet Freitag den 17. d. M. die Erstaufführung der Operette „Das Sonntagskind“ von Hugo Wittmann und Julius Bauer, Musik von Karl Millöcker, statt. Das Theater Ist geheizt! "238 4280 Bühne und Kunst. Raimund-Theater. Franz Werfels „B o c k s g e s a n g“ gelangte an dieser Bühne gestern zur Uraufführung und erzielte' einen starken Erfolg, der nicht unwidersprochen blieb. Der Dichter, der nach.dem dritten Akte für den Beifall dankte, wurde oft gerufen und konnte auch nach dem umstrittenen vierten und fünften Akte vor dem Vorhang erscheinen. Nach dem vierten Akte wurden auf der Galerie Meinungsdifferenzen recht heftig, ausgetragen. Soweit zu entnehmen war, wurde auch eine längere Ansprache gehalten. Das Stück, das in Wiener Vorbesprechungen nach unserer Meinung sehr überschätzt wurde, ist eine Literatenarbeit. Wir kommen morgen auf das Werk und die Aufführung näher zurück. Im Johann-Strauß -Theater geht in der morgigen Nachmittagsvorstellung des schwedischen Balletts dasv olle Abendprogramm mit allen ersten Mitgliedern in Szene. — Montag bringen die schwedische» Künstler „E 1 - G r o c o“, mimische Szene von Jean BÖrlin. Musik von E. D. Ingelbrecht, zur Erstaufführung, außerdem ein reichhaltiges. Divertissement mit Tänzen von B e r 1 i o z, G r i e g, S a.int-Saens,. Gläz.oii* fi o w, schwedische Nationaltänze, C h o p i n und das erfolgreiche Ballett „J o h a n n i s n a c h t“. Im Lustspieltheater bringt die Freie jüdische Volksbühne heute die 'erfolgreichen drei Einakter; „Vom Glück vergessen“, „Schwestern“ und „im Winter“ zur Wiederholung. Beginn ^/»8 Uhr. . Verein Freie jüdische Volksbühne. Sonutag deft 12. d M., 3 Uhr nachmittags, gelangen im Lustspieltheater; drei Einakter als M i t g I i e d e r v o r s t e 11 u 'n g zur Aufführung: P i n s k i, „V o m G 1 ü c k v e r g e s s e n“, Perez, „Schwestern“, Asch, „Im W i nt er“. Regiebeitrag für Mitglieder K 100. Karten sind im Vereinssetoetariat, II., Untere Augartensträße ll (Samstag von 6, bis 8 Uhr abends, Sonntag von 10 bis 12 Uhr vormittags)* erhältlich. * großen Partei an sioh treffen könnten, aber das Bleigewicht der "Vergangenheit bestimmt die Gegenwartspolitik der Christlicbsozialen-in der demokratischen' Republik. . . . Auch die Tsöbecihen nahmen durch, ihren.Wortführer Klimesch. an der Debatte jteil, der die, Erklärung abgaib. daß die Tschechenganz auf dein Standpunkt der Sozialdemokraten >stehen und sich stet« für eine fortschmteinde Ehtwtckkmg -.'der Schule ein setzen werden. -Deshalb verlangen sie, daß auch die tschechischen Schulkinder an der modernen W el tan schaumig teilnehm sn, und zwar durch moderne Lehrbücher und Errichtung von SchüierbibliotheJcen an tschechischen Schulen. Er beantragt, aus dem angeregten Betrag von 20 Millionen Kronen eine Summe 'für diesen Zweck anzuwenden. Die mehrstündige Debatte, welche sich infolge der temperamentvollen Ausführungen der einzelnen Redner sehr erregt gestaltet hatte,- endete schließlich mit der Annahme der V or.l a.g e. Auch die Ch r is 11 ich'-so zi a I e n h a t t-e ii. f:ü r sie 'gestim mt, nachdem sie ihren »Kultur«- Standpunkt sich vom Herzen geredet haften und doch nicht gegen die Neuanschaffung von Büchern für Schülerbibliothekeil stimmen 'konnten. .. -v Damitschien das Hamptinteretsse an der gestrigen Sitzung erschöpft, aber auch die Kraft ,der Lungen einzelner .Redner. Was noch folgte, erregte n ur wenig Interesse. Zum Schlüsse wurde aber " ein Dringliclikeitsantrag, ibetreffend die Hilfeieistphg!für die Arbeitslosen, zur Beratung gestellt. . Tn diesem verlangten die Christlichspzialea, daß dis iGeineinde den Arbeitslosen den Unterschied zwischen dem Zuschuß des Bundes und dem gesetzlichen Mindestkirankengeld aus-zaihlen soll. Ferner verlangten sie, daß in den (Städtischen Betrieben die {Gebers tunden eingestellt und der Arbeit erstand {vermehrt 'wird. Dieser Antrag löste, eine sehrMeiwegte Debatte au«, in der Stad trat B r e i t n.ebdie tehristlichsoziale Demagogie auf deckte, die gerade heute im «oziai-politischen Ausschuß des Nationalrats in der Verhöhnung der Arbeitslosen r. die Schönsten Blüten trieb. Er stellte aber in Aussicht, 'daß sich die Notwendigkeit . einer Erhöhung -der Fürsorgeabgabe von 4 Prozent auf '6. Prozent, bei weiterem Anis teige.» der Arbeitslosigkeit-auf 8 Pro-zent erweisen wird. Förster brachte eine Blütenlese aus den Reden der Christlichiso'zialen im, sozialpolitischen Ausschuß. - Nach einer lebhaften Aussprache zwischen den beiden Parteien wurde der D»ringMchkeitsantrag der ge-slchäftordnungsmäßigeo Behandlung zuge- {wlesen und die Sitzueg nach siebenstündiger Dauer 'geschlossen. Aus den Theatern. 1 Wochenspielplan des Burgtheaters. Sonntag, 2 Uhr (außer dem Jahres- und Stammsitzabonnement, kein Kartenverkauf) „Wenn der junge Wein blüht“. 7 Uhr (zu erhöhten Preisen) „Coriolanus“ (Menenius Aprippa — Herr Hugo Thimig als Gast.) — Montag, Vs7 Uhr (bei aufgehobenem jahres- und Stammsitzabonnement, kein Kartenverkauf) „Die Räuber“. — Dienstag, 7 Uhr (zu erhöhten Preisen) „Macbeth“.* — Mittwoch, 7 Uhr (zu erhöhten Preisen) „Der Schwan“. — Donnerstag, 7 Uhr (bei aufgehobenem Jahresabonnement, zu besonderen Preisen, zum ersten Male) „Das Schiff Tenacity“. — Freitag, 7 Uhr (zu erhöhten Preisen) „Das Schiff Tenacity*. — Samstag, 7 Uhr (zu erhöhten Preisen) „Theater". Wochen spielplan der Staatsoper.. Sonntag, V26 Uhr (bei aufgehobenem Jahres- und eingeschränktem Stammsitzäbonnement, zu besonderen Preisen) „Die Meistersinger von Nürnberg“. — Montag, 7 Uhr (bei aufgehobenem Jahres- und Stammsitzabonnement, kein Kartenverkauf) „Die Zauberflöte“. (Tamino — Herr Fritz Kraus vom Nationaltheater in München als Gast.) — Dienstag, 1I27[ Uhr, „Carmen*. (Escamillo — Herr Michael Bohnen als Gast.) — Mittwoch, 7 Uhr (bei aufgehobenem Jahresabonnement und eingeschränktem Stammsitzabonnement) „Violetta“ (La Traviata). (Alfred — Herr Fritz Kraus vom Nationaltheater in München als Gast.) — Donnerstag, 7 Uhr, „Fidelio“. (Leonore— Frau Kammersängerin Gertruds Kappel vom Landestheater in Hannover, Florestan — Herr Fritz Kraus vom Nationaltheater in München als Gästen.) — Freitag, 7 Uhr, „Tosca“. (Scärpia — Herr Michael Bohnen als Gast.) Im Redoutensaal, 7 Uhr, „Figaros Hochzeit“. — Samstag, 7 Uhr (bei aufgehobenem Jahresabonnement und eingeschränktem Stammsitzäbonnement) „Feuersnot“. Hierauf zum ersten Male „Josefs-Legende“. - Wochen spielplan der Volksoper. Sonntag, 2 Uhr, „Tannhäuser“. (Tannhäuser — Herr Kammersänger Erik Schmedes vom Operntheater als . Gast.) (Kein Kartenverkauf.) V28 Hhr „La Traviata“. (Germont —, Herr Jean Athanasiu von der Staatsoper in Bukarest als Gast.) — Montag, lliQ Uhr, „Die Meistersinger von Nürnberg“. (Hans Sachs — Herr Ernst Fischer vom Operntheater als Gast.) (Kein Kartenverkauf.) — Dienstag, Vs8 Uhr, „Madame Butterfly“. (Cho-cho-san — Fräulein Ada Poliakowa von der Großen Oper in St. Petersburg als Gast.) — Mittwoch, ‘/iS Uhr, „Rigoletto“. (Rigoletto — Herr Jean Athanasiu von der Staatsoper in Bukarest als Gast.) — Donnerstag, ^8 Uhr, „Das Rheingold“. (Kein Kartenverkauf.) — Freitag, '/28 Uhr, „Das_Rheingold". (Kein Kartenverkauf.) — Samstag, %7 Uhr, „Die Afrikanerin“. (Nelusco — Herr Kammersänger Robert Burg von der Staatsoper in Dresden als Gast.) Wochenspiel plan des Deutschen, V 0 1 k s t h e a t e r s. Sonntag, Vs3 Uhr, „Im weißen Rößl*. 7 Uhr „Karussell“. — Montag, 7 Uhr, „Glaube und Heimat*. —- Dienstag, 7 Uhr, „Karussell“. — Mittwoch, 7 Uhr, „Der Dieb“. — Donnerstag, 7 Uhr, „Karussell“. — Freitag, 7 Uhr, zum ersten Male „Mama“ von Louis Verneuil. — Samstag, l/a3 Uhr, „Die Ahnfrau“ (kein Kartenverkauf). 7 Uhr „Mama“. , In den 'Kamm erspielen geht Montag, 7 Uhr, „Schloß W e 11 e r s t e i n“, Freitag, 7 Uhr, „D! e unberührte Frau“, an allen übrigen Tagen, abends um 7 Uhr, „Reigen“ in Szene. Als Nachtvorstellung wird allabendlich um 10 Uhr „Das Fräulein aus gutem Hause“ aufgeführt. Wochenspielplan der Freien jüd isehen Volksbühne (Gastspiel im Lustspieltheater). Sonntag, 3 Uhr, Einakter-Matinee. — Montag „Jeckel der Schmied". — Dienstag „Der Landsmann“. — Mittwoch, Purim-Ball. Dienstag den 14. d. M. veranstaltet dis Freie jüdische Volksbühne in sämtlichen Sälen des Kursalons (Stadtpark) einen Purim-Ball, in dessen künstlerischen Darbietungen das Ensemble der Volksbühne mitwirkt. Für diese Veranstaltung gibt sich lebhaftes Interesse kund. Restliche Karten an der Kasse des Lustspieltheaters. „Maria Sybilla* — ohne Beine. Bürgermeister Reumann hat als Landeshauptmann der Direktion der Neuen Wiener Bühne die Aufführungsbewilligung für den Einakter „Die Beine de r Maria Sybilla“ von Anton Gangl unter folgenden Bedingungen erteilt: Titelkürzung in „Maria S y b i 11 a“, Weglassung und Abschwächung einiger Textesstellen sowie dezente Darstellung und Inszenierung. 1 Generalintendant von Putlitz gestorben. Der frühere Generalintendant des Stuttgarter Hoftheaters Baron Gans Edler v. Putlitz ist gestern abends in einem Stuttgarter, Kränkenhause nach einer Darmoperatioii gestorben. Theater- und Volkslieder aus dem altem Wien fit teilweise geänderter Auswahl wird Dr. Josef Bergan e r am Mittwoch den 15. d. M., 1!«S Uhr, wieder im "Großen Saale der Urania bringen, Am Klavier Chormeister Robert' B e nsch. Eine „Buddenbrooks-Buchhandlung in Lübeck. UM den Schöpfer des berühmten Romanes „Die Buddenbrooks“;: Thomas Mann, zu ehren, wurde im G e b u r t s**. hau s Thomas Manns in Lübeck, das von einer gemein-, nützigen Gesellschaft erworben worden ist, eine Buchhandlung unter der Firma „Buddenbrook“ eröffnet.* Thomas Mann hat bei der Eröffnung selbst eine Rede ge-; halten. Es besteht die Absicht, das Haus wieder in den, Zustand zu versetzen, in dem es sich zu Thomas Manns. Jugendzeit befand. Es soll dann als Museum gezeigt werden. Flora Bojko-Ostilier hat für ihren am 15. d. M. im Mittleren Konzer'haussaal stattfindenden Arien- und Liederabend folgendes Programm gewählt: Mozart, Kört-' zertarie „Komm an mein Herz, 0 Liebling“, Haydjv Arie ejes Gabriel aus der „Schöpfung“, Domenico CimaroOT, Arie aus der Oper „La vergine del Sole“, Lieder von Brahms: und Richard Strauß. Beginn des Konzerts präzise 7 Uhr. Sämtliche Karten vergriffen. > Ben Zwi-Baratow im Film. Am 11., 12. und 13. Märd findet iui Helios-Kino, 11.» Taborstraße .36, die Erstauf-: fülming des österreichischen Filmwerkes ^Brennendes; Land“ mit Ben Zwi in der Hauptrolle statt. Gerichtssaal. Der Nickelschatz von Atzgersdorf. Nach zweitägiger Dauer wurde gestern um ^11 Uhf nachts das Urteil im Prozeß gegen den Bürgermeister voa ■ Atzgersdorf, Johann Werndl, den Vizebürgermeister Heinrich S k r e i k, u s, den Kaufmann Oskar Adler» che Arbeiterräte Karl Heinz und Zauner gefällt. Sie waren angeklagt wegen Mißbrauchs der Amtsgewalt, weil ,sie 60 Kisten mit Nicke, die von den Kunerolwerken aus der Sachdemobilisierung aufgekauft wurden, zu Unrecht mit Beschlag belegten und die Nickelvorräte zugunsten der Gemeinde Atzgersdorf verkauften. S ä m tl.i c h e Angeklagten wurden f f c 1 g e-