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Wiener Morgenzeitung · 1922-03-09 · Heft 1117 (9.3.1922) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1117 (9.3.1922)
Date
1922-03-09
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Wien, Donper^ag Hr. 1117 Marmor von ovalem Querschnitt. Sie trägt vorn ein.Bronzemedaillon mit dem Profilbildnis des Dichters und oben auf vergoldeter Kugel einen bronzenen Pegasus, der im Augenblick des Aufschwungs sich anmutig Im Gleichgewicht hält. Das Ganze gibt vor den Fichten des Friedhofs eine lebendige Silhouette. „Halbwelt* hat Im fosefstäd-Tertheater die 25. Aufführung gefeiert. Der französische Schwank, der merkwürdige Aehnlichkeiten mit „Karussell“ aufweist, erfreut sich lebhafter Zustimmung des Publikums. Fräulein Gregor und die Herren Jarno und Rhoden wurden mit reichem Beifall bedacht. Konzert Jarosiawskij. Der Kartenverkauf für das zweite Konzert des berühmten russischen Baritons (29. d. M., Großer Konzerthaussaai) hat bereits begonnen. Mitwirkend die jugendliche Klaviervirtuosin Betty Fischer. Karten erhältlich an der Konzerthauskasse und an den Schaltern der „Wiener Morgenzeitung“. Demonstration gegen einen Kritiker. Das Weimarer Nationaltheater war anläßlich der zweiten Vorstellung von Fritz von Unruhs „Louis Ferdinand“ der Schauplatz einer nicht gewöhnlichen Protestkundgebung. Nach dem letzten Fallen des Vorhanges trat ein Herr vor die Rampe, bat das gefüllte Haus um einige Minuten Gehör und verwahrte sich in energischen Worten gegen die systematische Herabsetzung der in letzter Zeit am Nationaltheater zur Erstaufführung gebrachten Bühnenwerke neuzeitlicher Dichtung und deren Darstellung durch die in der Thüringer Zeitung „Deutschland“ zum Abdruck gebrachten Rezensionen des Kritikers Franz Kaibel. Im Namen der Spielleitung und des darstellenden Solopersonals erkiärte der Sprecher, daß bei künftigen Premieren der Vorhang nicht in die Höhe gehen würde, wenn sich der genannte Kritiker Im Zuschauerraum befände. ' Der Festabend des Jüdischen Schulvereins. Heute um */a8 Uhr abends findet die Festaufführung von Ossip D y ni o w s Drama „Der Synger tin sein t r a u er* in d.cr Freien jüdischen Volksbühne (Lustspieltheater) zugunsten des jüdischen Schulvereins statt. — Restliche Karten im Sekretariat des Jüdischen Schul Vereins, II., Zirkusgasse 33 (Telephon Nr. 45325), und an der Abendkasse des Lustspieltheaters. Preisverleihung an tschechische Dramatiker. Das tschechj - slowakischst Volksbildungsministerium /verlieh drei Staatspreise zu je K 5000 für dramatische Originalwerke, die im Jahre 1921 auf einer tschechischen Bühne zur Erstaufführung gelangten. Die Preise wurden folgenden Dichtern zuerkanht: Karel C a p e k, Jiri M aheo und Fräna S r & m e k. „Fanny Elßler und ihre Zeit“. Eine originelle Idee /legt einer künstlerischen Veranstaltung zugrunde, die unter der Aegide des Journ listen- und Schriftstellervereines Concordia am 23. d. M. im Aka ’emietheater stattfinden wird. Die Zelt der Fanny Elßler soll im Rahmen dieses Abends widergespiegelt werden, und zwar nicht allein durch Vorführung ihrer berühmtesten Tänze, sondern auch durch die Verlebendigung ihrer Gestalt in der Jakob "Wassermannschen Komödie „Gentz und Fanny Elßler“. Die Vorstellung wird durch den Umstand besonderen Reiz erhalten, daß die Tanzkünstleria Maria L e y zum ersten Male auch als Schauspielerin vor dem Publikum erscheinet! wird. Maria Ley wird an diesem Abend erst die Fanny Elßler darstellen, dann in der zweiten Abteilung einige Nummern des Programms ihrer großen Vorgängerin tanzen. Die übrigen Rollen des Wassermannschen Stückes sind mit den Herren Ferdinand Onno (Gentz), Hans W e n g r a f (Graf Reitzenstein) und Kornelius ICirschner (Jean) besetzt. Die Regie hat der Regisseur des Deutschen Volkstheaters Hans B r a h m s übernommen. Als Tanzpartner von Maria Ley "wird^der'Ballettmeister der Staatsoper Karl R a i m und füngieren. Der Vorverkauf für diese Vorstellung, die bei normalen Preisen stattfindet, beginnt morgen an der Konzerthauskasse (III., Lothringerstraße) und bei Gutmann (L, Kärtnerring.) Urania. Opernsängerin Felicie M i h a c z e k (Staatsoper) und Violinvirtuose Walter Schneider h ahn geben am Dienstag den 14. d. M., 7*8. Uhr, im Großen Saale der Urania einen Konzertabend, an welchem s e Arien und Lieder von Mozart, Brahms, Prohaska und Lafite, ferner Violinstücke von''Mendelssohn, Fritz Kreisler und Sarasate („Faust-Phantasie“) zu Gehör bringen werden. Am Klavier: Professor Karl Lafite. Filmschau. Der letzte Teil des Gaumont - Fi I ra s „Matthias Sandorf“ bringt die „V e r g e 11 u n g“. Dies auch der Titel der Schlußperiode. Der Film übt auch weiterhin größte Zugkraft aus. „Der Tiger von E s c h n a p u r“ (2. Teil, „Indisches Grabma I“), gibt Erna M o r e n a Gelegenheit, ihr vielseitiges Talent zu entfalten. Wieder sind es V e i d t und F ö n ß, die außerordentlich gefallen, während Mia May nichts verdirbt. Die Handlung ist interessant und anregend und von Joe M a y den Möglichkeiten des Kinos angepaßt. - „Die Geliebte Roswolskis* ist die Geschichte einer Selbstmordkandidatin, die von einem Milliardär gerettet und für seine nunmehrige Geliebte gehalten wird, obwohl sie es nicht ist. Die Regie arbeitete sehr großzügig, Asta Nielsen spielt die Titelrolle und beweist wieder, daß sie mit Recht die beste Filmschauspielerin genannt wird. Paul Wegener formt wieder eine wuchtige Figur, auch die kleinen Rollen sind mit ersten Künstlern besetzt. R. P.-T. Gerichtssaal. Preistreiberei — ein Abschaffungsgrund. Der Verwaltungsgerichtshot verhandelte gestern über eine Bescherde des von der Gemeinde Braunau am Inn wegen Preistreibereiverurteilung abgeschafften Fritz W e i g I m a i r gegen das Bundesministerium für Inneres und Unterricht, welches diese Ausweisung bestätigt hatte, ln der Beschwerde wurde bestritten, daß, die erstmalige Verurteilung eines bisher unbescholtenen Menschen wegen Preistreiberei einen Ausweisungsgrund „wegen nicht mehr unbescholtenen Lebenswandels“ bilden könne. Man müsse zwischen gerichtlicher und bürgerlicher Unbescholtenheit unterscheiden. So mancher, der gerichtlich unbescholten sei, führe einen bescholtfenen Lebenswandel und WIENER MORGEN^iStTUNG - ■ t - ■ - ■ -■ -- - — umgekehrt. Der 'Verwaltungsgerichtshof (Vorsitzender Senatspräsident Dr. | e n n y) anerkannte jedoch gleich den Unterinstanzen die Preistreiberei als Abschaffungsgrund und wies die Beschwerde ab. CONTINENtALE Qa yy Wien, Ms O m PI K. AureistraBe 5 ■MW b a H BB oB WA iiiiimiiMiimmmmimiimimmu Marc S-7 B B B H MiHiiiimimiimHiiiiitmriiimmiiimiii a Tel. Np. 2Q-4>?6. 20-5-91, 2)0-8-40, 22-5-78 B Telegramm - Adresse i Gentlnent&lbank 133 fl Wechselstube, II.,Tafoörsfr..46a* Tel. 49-4-28 2 ■ Bank und Wechselhaus WIppKngerstraße J 2 I« WIpplIngersfraBe 1. Telephon 14-3-76, 12-5-09 q BBBBBBBBBBBBBBBBBIBBBBUBB■BBIIIBSfl■b b b Volkswirt. Gestempelte Krone —.077a Centimes. Auszahlung Wien —.08 Centimes. f in Zürich notierte : die österreichische Krone -.03 (-.08 am 7. März) die österr. gest. Krone . . -.07% (-.07% am 7. März) die tschechische Krone. . 8.35 ( 8.40 am 7. März) die Mark ....... 1.97 ( 2.- am 7. März) Agram .. 1.70 ( 1.60 am 7. März) Bukarest . .. —. (-.- am 7. März) Budapest . -.70 (-.70 am 7. März) Warschau....... —.11 (-.13 am 7. März) Die Tschecholcrone. (Von unserem Brunner L. S.-Korrespondenten.) Nach wie vor steht der Kursstand unserer Krone auf, dem Züricher Platze im Mitteltpunkt des allgemeinen Interesses. Bedeutete doch die stürmische Aufwärtsbewegung innerhalb der > letzten zehn Wochen für das gesamte Wirtschaftsleben des Staates ein Ereignis von allergrößter Wichtigkeit. Jedem ist noch erinnerlich, daß wir im November 1921 mit 5.10 (Zürich) den Tiefstand unserer Währung erreicht hatten. Selbstverständlich hatten aus dem Sinken der Krone bis zu diesem Zeltpunkt sämtliche am Wirtschaftsleben beteiligten Kreise großen Nutzen gezogen, da die vorhandenen Waren im Werte täglich stiegen und eine wesentliche Preiserhöhung sämtlicher lebenswichtigen Güter Platz griff. Natürlich drohte mit der Steigerung der Produktionskosten eine neuerliche Erhöhung der Bezüge aller Berufsiklassen in Erscheinung zu treten. Daß die damalige Unterbewertung der Krone dem tatsächlichen Stand unserer Wirtschaft nicht entsprach, geht schon aus dem Umstande hervor, daß unsere vorjährige Handelsbilanz mit einem Aktivsaldo von drei Milliarden Tschechokronen schloß; weiters ist bekannt, daß sich die Zahl der Aktienbanken in der Tschechoslowakei seit dem Jahre 1918 von 28 auf 36 erhöhte (Aktienkaptital 1327 Miil. Tschechokronen). Auch die Industrie hatte aus dem Erbe der alten Monarchie einen größeren Anteil übernommen, als1 dem Flächenverhältnis der Republik entspräche: Textilindustrie 80°/0> Kohlenförderung 80%, Lederindustrie 75%, chemische Industrie 52%, Eisenindustrie 25% uSw, Zieht man ferner in Betracht, daß sich die Republik aus der eigenen E r n te mit nahezu 70% selbst ernähren kann und jährlich große Ausfuhrüberschüsse an Zucker, Kohle, Glas, Obst und Gemüse, Spiritus und Mineralwässern zu verzeichnen hat, so ist es nur selbstverständlich, daß die wirtschaftliche Potenz des Staates ihren Niederschlag im Geldwesen findet. Selbstredend trug der niedrige Novemberwert der Währung dazu bei, daß die zur Ausfuhr bestimmten Güter im Ausland immer größerem Absatz fanden und so die zutage getretene Nachfrage nach Tschechokronen gewiß auch als Hauptfaktor für; * die Aufwärtsbewegung angesehen werden kann. Inwieweit die plötzliche Steigerung der Krone, als Werk der Regieruag in Szene gesetzt wurde, läßt sich zurzeit noch nicht genau feststeilen, doch Ist die Vermutung einer künstlichen Erhcfhüng — um den Auslandskredit zu heben — keinesfalls van der Hand zu^weisen. Wiewohl die eingeschlagene Aufwärtsbewegung bei den produzierenden Kreisen keinen Anklang gelunden hat, muß betont werden, daß der derzeitige Wert der Währung den wirtschaftlichen Kräften des Staates eher entspricht als der Novemberwert. Sollte unsere Krone heute wirklich überwertet sein, müßte eSSne entsprechende Kursreduzierung schon in der allernächsten Zeit aus dem Grunde erfolgen, weil die Ausfuhxunfähigkeit der Industrie dazu zwänge. Tatsächlich ist auch durch das Sinken der Aüsfuhrmöglickeit unserer Industrie eine neuerliche Krise der Inlandserzeugung eingetreten, es ist in der letzten Zeit sogar vorgekommert, daß Betriebe verringert oder eingestellt werden mußten, wodurch ein beträchtlicher Teil der Arbeiter beschäftigungslos wurde. Das Fehlen der Umsätze brachte einen fühlbaren Geldmangel mit sich, da die Mittel der Banken in enormer Weise in Anspruch genommen wurden. Gerade in den letzten Tagen hat die Krise ihren Höhepunkt erreicht, nachdem keine Warenumsätze stattfanden und die Betriebsmittel der Unternehmungen vollständig festgelegt waren. Die Bänken legen sich bei der Zurverfügungstellung ihrer Geldmittel mehr denn je große Zurückhaltung auf. Da bisherige K r e di t e, wenn es sich nicht um Riesenunternelimen handelt, nicht erhöht werden, kommt es in vielen Fä-len zu Zahlungsschwierigkeiten, bei weniger kapitalkräftigen Firmen 2u Zahlungseinstellungen, ln Anbetracht der kolossalen Anspannung des Geldmarktes ist das Vorgehen der Geldgeber vollständig begründet, weil Geschäfte womöglich nur im Rahmen der eigenen Mittel geführt und _9. Mdrz 1922__Seite f nicht unnötigerweise Giftpilz« gezüchtet werden sollet!.1 Zumindest sollten die tschechischen Banken aus den letzten Konkursen großer tschechischer Häuser gelernt haben xund künftighin von der allzu freigebigen Kreditgewährung an wenig verläßliche Kommittenten Abstand nehmen. Wie wenig Theorie und Praxis in Währungsfragen übereinstimmen, ■ erklärt der Umstand, daß sich mit der Wertsteigerung der Kroneunsere S t a a t s s c h u l d seit November 1921 auf das Doppelte erhöht hat; ■angenommen, daß diese damals 60 Milliarden Tschechokronen betrug (welcher Betrag sich bis zum heutigen Tagst durch Abzahlung nicht geändert hätte), so ist, da sich die Wirtschaft der erhöhten Kaufkraft des Geldes im Augenblick noch nicht angepaßt hat, der Schuldwert auf 120 Milliarden gestiegen. Daraus erhellt, daß die wirtschaftlichen Verhältnisse des Staates eigentlich bedeutend Ungünstigere sind als zur Zeit der niedrigen Währung; Doch dürfen die krisenhaften Erscheinungen der Uebergangsperiode durchaus nicht überschätzt werden, da Absatzstockung als Folge besseren Geldes volkswirtschaftlich weniger schädlich ist als Ausverkauf infolge Geldentwertung. Wenn erst einmal die gefährliche Klippe umfahren sein wird,, kann der eigentliche' Gesundungsprozeß der Wirtschaft Einsetzen. Tatsächlich wird heute schon unmittelbar an einen allgemeinen Abbau der Lebensmittel- und Warenpreise, Löhne, Gehälter, Tarife und Steuern gedacht und damit steht auch die Herabsetzung der Produktionskosten im Zusammenhang. Die Wiener Frühjahrsmesse* Die führenden technischen Korporationfell Oesterreichs errichten im Messehaus Rotunde* Südportal, Eingangshalle -links, während der Dauer der Frühjahrsmesse eine offizielle Auskunftsstelle der österreichischen Technikerschaft für Projektierung und Beratung auf allen Gebieten der Baukunst und Technik. Dem Messebesucher soll Gelegenheit gegeben werden, sich in allen technischen Fragen an der kompetenten Stelle Rat 2u holen. Die Auskunftsstelle wird den Messebesucher auf dem kürzesten Wege mit den von ihm gesuchten Persönlichkeiten oder technischen Bureaus in Verbindung bringen. Die Auskünfte werden kostenlos erteilt. Mit Warenvermittlung befaßt sich die Auskunftsstelle nicht. Ingenieure, die noch in die Liste der zu empfehlenden Techniker .aufgenommen zu werden wünschen, mögen Namen, genaue Adresse, allgemeines Fachgebiet und Spezialgebiet, ausgeführte Anlagen und Referenzen umgehend angeben bei einer der folgenden Stellen: Nieüerösterreichische Ingenieurkammer, Wien, VIL, Zieglergasse l, Telephon 37375, Oesterreichischer Ingenieur- und Architekten-Verein, Wien, L, Eschenbachgasse 9, Telephon 733, Zentralvereinigung der Architekten Oesterreichs, Wien, I., Herrengasse 23, Telephon 61554. Das publizistische Bureau der Wiener Messe gibt bekannt, daß Messeausweise nicht nur an Kauflohte und Produzenten, sondern selbstverständlich auch aa Interessenten des Bauwesens (Bauunternehmer, Baumeister, Maurermeister usw.) ausgestellt werden. Die Aussteller auf der Wiener Frühjahrsmesse werden darauf aufmerksam gemacht, daß die Beschriftung der 'Standschilder nur dann von der Messe-A.-G. durchgeführt wird, wenn dies ausdrücklich schriftlich auf den zugesandten Coupons verlangt worden ist. Die Aussteller wollen daher rechtzeitig für die normierte Beschriftung ihrer Stände Vorsorge treffen. Ein- und Verkäufer wenden sich in ihrem eigensten Interesse behufs Namhaftmachung legitimer Handelsvertreter, Kommiss io n'ä re’- und reisender Kaufleute in Oesterreich für die Wiener Messe, Wien, IV., Schwarzenbergplatz 16, Telephon 11-9-39, 18-43. Die Mitglieder des Verbandes sind mit einem Abzeichen, rot-weiß-rot, Hintergrund gold, mit dem Aufdrucke „14. E. V.“ und Legitimation mit Lichtbild versehen. . Die Wiener Messeleitung hat vom Oesterreichischen Konsulat in Mexiko die Verständigung erhalten, daß mehrere bedeutende mexikanische Kaufleute sich zur Frühjahrsmesse in Wien einfinden werden. Auch der erste Präsident der , neugegründeten deutschösterreichischen Handelskammer in Mexiko, Herr A. C. Hieber, wird an der Frühjahrsmesse teilnehmen. Ablieferung von Wertpapieren an alliierte und assoziierte Staaten. Das heutige Bundesgesetzblatt verlautbart eine Verordnung des Bundesministerium für Finanzen, wonach Österreichische Bundesangehörige, denen am 16. Juli 1920 Güter, Rechte und Interessen auf den Gebieten von Belgien* Frankreich, Griechenland, Großbritannien und Italien (ohne die auf Grund des Staatsvertrages von St. Geriuain von Oesterreich' abgetretenen Gebiete) samt deren Kolonien zustanden, zwecks Uebergabe an diese Staaten, alle auf solche Güter, Rechte und Interessen bezüglichen ihnen zur Verfügung stehenden Verträge, Bescheinigungen, Urkunden und sonstigen Eigetitumstitel' b i s zum 31. Mai 1922 abzu liefern haben. . Unter letzten fallen auch Aktien, Schuldverschreibungen und sonstige Wertpapiere aller durch die Gesetzgebung dieser Mächte zugelassenen Gesellschaften. . Die Bestimmungen dieser Verordnung finden keine Anwendung auf Wertpapiere, Urkunden und dergleichen, die sich am 16. Juli 1920 schon in der Verfügungsgewalt einer alliierten oder assoziierten Macht befunden haben. Die Erfüllung der Ablieferungspflicht wird _ durch Rechte Dritter (Pfandrechte, Retentionsrechte, Frachtgenußrechte und dergleichen), die österreichischen Bundesangehörigen zustehen, nicht gehindert. Diese Rechte bleibea den Berechtigten gewahrt und gehen mit der Ablieferung an die betreffende auswärtige Macht auf den Entschädigungsanspruch über. drsl Größte Auswahl infinzug-<ind EI 8 EcIccrcerla^.EfersSroße KOStÜfnStoffQII - MfflffilZlOSbilliüßftßi»

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