Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1115 (7.3.1922)
- Date
- 1922-03-07
- Page
- Seite 4 (sequence 6)
- Language
- German
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■Seife’* * omromisg t^mnsn fomrsf -. «. fl-ar fiie Beschäftigung fim'dlem, W>iiiedtei<biew'a(lldluin'g, RlntberstiUzamg; n»n K ctenisten,, der Bau einer großen IJm'vcrsitt — all dies lntuß iräiuipt*sä>clhllii!dh •dlt.tsndh die großherzigen' Befträpe der am«rri(ten!itsdh'(^n Jittd-en geschaffen wenden. Ur.-d es ist aubaffem', daß ttoewi (H*de augöbon wüpd, <kß sein Name im «der Bbrenl-hte des TCenen Hajes sod fehllt.« Mitteilungen aus dem Publikum. Fanny Lunenf eld Kalman Willgott Sadngöra, dzt; Wien, II, Wien, IX, Verlobte Februar 1922 «so * Das Neueste ist ... Das Neueste ist nämlich, daß ■ftian an maßgebender Stelle eine wichtige Entdeckung gemacht hat. Die Entdeckung, daß die Tabaksorten unverantwortlich billig sind. Rasche Abhilfe tut not. Sie winkt. Sie winkt sogar sehr deutlich, ein Zaunpfahl ist ein Strohhalm gegen den Knüppel, .mit dem der Wink ausgeführt wird. Alle Raucherherzen, im medizinischen und nichtmedizinischen Sinne, schlagen höher, wenn sie die An^ Kündigungen lesen. Hundert, zweihundert, zweihundertfünfzig Prozent Erhöhung lauten die milden Versprechungen. Feste Vorsätze werden in der Männerbrust gefaßt, felsenfest und unentwegt bis zum nächsten Ersten. Der Herr ORegierungsrat beschließt, das Rauchen aufzugeben. Wenigstens solange er noch Tabakvorrat besitzt, steht der Ent-. Schluß unerschütterlich. Nach zehn Tagen gewinnt mildere Denkweise die Oberhand über die erste Unerbittlichkeit. iMan muß nicht zu radikal sein, Radikalismus kommt vor dem Fall. Aber das Zigarrenrauchen, wird in Zedern Falle gestrichen. Zigaretten und eine Pfeife,;das ist die Lösung. Ja, eine Pfeife f Sie ist die Zierde des BVlannes, besonders wenn es eine englische Shäg-Pfeife ist. Die Frau Regierungsrat mag zetern, soviel sie will, das Ersparungsmöbel wird angeschafft. Nach dem ersten Päckchen Pfeifentabak denkt der Stürmer wesentlich gelassener. Schließlich muß . man sich doch an die neuen Preise gewöhnen. Wenn der Staat am Tabakmonopol nicht verdienen soll, woran soll er sonst verdienen? Es ist eine staatsbürgerliche Pflicht, Zigarren zu rauchen — der Herr Regierungsrat pflegt sich staatsbürgerlichen Pflichten nicht zu entziehen.’ Und in zwei Monaten gibt es wieder eine Preiserhöhung von ein paar hundert Prozent. Nur immerzu, nur immerzu! Kater Murr.;. Dr. Martin Förster gestorben. Dr. Martin Förster ist gestern abends nach kurzem schweren Leiden gestorben. Der Verstorbene hat zeit seines Lebens für die zionistische; Sache gewirkt, war Mitglied;cjes Parteirates, Obmannstellvertreter der Zionistischen Bezirkssektion Ottakring-Hernals und hat sich auch als Vorstand und Obmannstellvertreter der Kultusgemeinde für den XVI. Bezirk große Verdienste erworben. * Die neuen Straßenbahnfahrpreise. Der Gemeiiideratsausschuß für die städtischen Unternehmungen beriet gestern über die von der Straßenbahndirektion gemachten Vorschläge wegen Erhöhung der Fahrpreise auf den städtischen Straßenbahnen. Diese schlägt folgende Preise vor: Tarifgebiet I: Beim Schaffner gelöster Tagesfahrschein IK 80 (bisher K 60), im Vorverkauf gelöster Tagesfahrschein K 76 (K 56), Abendfahrschein K 100 (K 80), FrühfahrjSchein K 60 (K. 36), Kinderfahrsc.hein K 10 (K 5), Schüler- Fahrschein K 20 (K 10), Fahrschein für die Sondertariffitrecken K 20 (K 14), Fahrschein iür die Sondertariffitrecke zur Freudenau oder zum Lusthaus an Renntagen K 300 (K 200), Nachtfallsschein K 250 (K 160), Netzkarten mit einmonatiger Gültigkeit K 10.000 (K 6800), 'Netzkarten mit halbjähriger Gültigkeit K 50.000 (K 34.000), Streckenkarten für zwei Teilstrecken K 4000 (K 2700), Strecken karten bis zu fünf Teilstrecken K 5000 (K 3480), Streckenkarten-für mehr als fünf Teilstrecken K 6000 (K 4220). Tarifgebiet II: Für eine Teilstrecke K 20 XK 15), für zwei Teilstrecken K 40 (K 30), für drei Teilstrecken K 60 (K 45), für vier Teilstrecken K 80 (K 60), Kinderfahrschein für eine oder zwei Teilstrecken K 10 (K 5), Kinderfährschein für drei oder vier Teilstrecken K 20 (K 10), Schülerfahrschein für eine oder zwei Teilstrecken K 20 (K 10), Schülerfahrschein für #irei oder vier Teilstrecken K30 (K15). Ausnahmstarif: Beim Schaffner gelöster Tagesfahrsenein K 80 (K 60), im Vorverkauf gelöster Tagesfahrschein K 76 (K 56), Abend- Fahrschein K ICK) (K 80). Dgs Mindestmaß der Mehrgebühr, die von Fahrgästen zu entrichten ist, die ohne gültigen Rösa Wurm Chaim Silber Zürich. Rozw&döw empfehlen sich als Verlobte Wien, im März 1922 6106 Jetti Waldhorn Efraim Lanczener Bern Wien empfehlen sich als Verlobte Wien, im März 1922 6104 Zur Verlobung meines lieben Freundes Herrn Efraim Lanczener mit Fräulein Jetfi Waldhorn gratuliert herzlichst und wünscht eine glückliche Zukunft 6io5 Hermann Brandler Unserem lieben Kollegen Herrn Efraim Lanczener gratulieren wir herzlichst za seiner Verlobung mit Fräulein Jetti Waldhorn Die Beamten der Administration 518 der „Wiener Morgenzeitung“ Zur Verlobung des Herrn Heinrich Knisbacher mit Fräulein Netfy Sternlieb-Adlersberg gratuliert herzlichst 6ioi_Familie Jakob Israel Hendel BaaBiaBBBBiaaBsioBaBseBaaBBaaaaoxiaBBaanao 858 B inniniunmiiimmmiiimiiuimuiimiiiiimnnmiiiitmiiiiimitmimummimiiimi Unter dieser Devise veranstaltet die Jüdische Volksbibliothek „Zion“ in den Prachtsälen des Hotel Bayrischer Hot am Mittwoch den 15. ds. PURIM-BALL Für verschiedene Belustigungen wird gesorgt. Unter anderem auch Auftührung eines Purimspieles In hebräischer Sprache. Der Reinertrag fließt dem Bücherschütz der Hibliotliek zu. — Restliche Karten Sind im Vereinslojcale, II., Glockengasse ,30,.erhältlich. 610J Fahrtausweis artgetroffen werden, im Tarifgebiet I und II K 320 (K 120). Neu eingeführt wird im Tarifgebiet I ab 20. d. M. die im Vorverkauf zu lösende Wochenkarte zu K 700, die zu sechs Hin- und Rückfahrten auf dergleichen Strecke berechtigt. Jüdische Arbeit in Kanada, Die Exekutive des kanadisch-jüdischen Kongresses setzte eine Spezialkommission zur Ausarbeitung eines Planes für die Schaffung eines besonderen j ü dischen Schulsystems in Kanada ein. Die Exekutive entsendete auch eine Abordnung an die Regierung, um über , die Fragen der jüdischen Einwanderung nach Kanada zu verhandeln. Im [änoer wanderten nach Kanada 488 jüdische Emigranten ein. (J.C.B,) Seine Offenheit, Waibriheitslieibe und seinem Gerectegik eitssimtn bewies dlaiiun Mß&atryik am besten.. fiNiläMch der HtHtsmier- Affäre im Jaibrc 18-99. Masaryk selbst hat in der bereits erwähnten Rede in New York im Jahre 1907 über diese Zeit erzählt:. ’ 1 i-ÄIs Leopold HiJ-sncr wegen des Verdachts des Mordes verhaftet rnm-d an geklagt wurde, interessierte ach mich um diese Sache sehr wenig. In den letzten iZemmgen habe ich. über sie fast gar nichts gelesen. {Aber einige. Monate später — ich befandmich damals auf einer Ferienreise -— erhielt ich von'einem Journalisten, einem meiner ehemaligen Schüler, einen Brief, in dem er mir mitteilte, daß Hilsmer ijwegen des Ritualmordes vernirteijt wurde. Der Journalist ersuchte mich um meine Meinung. Ich h&bt ihm kurz und bündig geantwortet, daß dasj uwas er mir mittcilte, einfa-di unmöglich ist,-daß das jGericht in diesem Falle ein ungerechtes Urteil gefällt ffiatte. Der Journalist veröffentlichte meinen Brief »mit meiner Erlaubnis in der »Neuen .Freien Presse«. ^Sofort griffen mich die Antisemiten mit Vorwürfen Än-, wie ich mich in diese Affäre' einzumischen wage *tnd -dergleichen. Ich entschloß mich, in die Oeffent- «liotokeit zu treten und mit voller, Energie den Kampfgegen den verbrecherischen urnd lügenhaften Unsinn äou dem Ritualmord auf zunehmen. Ich beschaffte ■mir die stenographischen ''Protokolls des HilsneriProzesses und suchte aus ihnen die wichtigsten Anhaltspunkte heraus. Nach einem gründlichen Studium der Akten mußte ich zu dem Schlüsse kommen, daß nie und nirgends die Unwahrheit des Riualmordmärchens so klar und offensichtlich 'dargetan war wie in dem Hilsntr-Proizeß. Der zweite (Prozeß hat die Ergebnisse des ersten gänzlich aufgehoben. Wegen meines Auftretens in dieser Sache, flvurde ich verfolgt. Die Wahrheit k a n; n aber nicht für ewig unterliegen. Den Sieg dieser Idee «sehe ich schon darin, daß das Volk, welches mich bei meinem Ersten Auf* treten bei der Hilsmer-Affäre verflucht hat, mich später in den Reichsrat entsendete.« l/Lasaryk erwähnt .hier. nicht die Xrübaale, die er in dieser Zeit zu überstellen hatte. Für sein unerschtodceies Auftreten wurde er als Volksverräter von allen Seiten angegriffen. Die Studenten machten seine Vorlesungen unmöglich, die politisch feindliche Presse warf ihm vor, er sei von den Juden bestochen, er habe vom Staate Geld dafür bekommen, daß er die die Notwendigkeit der Revösiofn des Polnae-r Prozesses beweisende, Abhandlung als'Broschüre beräusgegebeiin: hatte; Das’ ganze Volk war damals wider den unerschrockenen Masaryk und die Situation war so schrecklich, daß er bereits mit Machar die Koffer packte, um nach Amerika zu übersiedeln. . > : , ■. ■ Während dieser Zeit Mat et eüite' Reifhie vom» Abhiand.liiungeh und' Zeiitunigisairtnilkdin .zur Vanbeidiiigumig der Jiud'-sngei:idhirielben. In eintem aih 'Professor Münz geniCh'tcten unid dtaimalte ebenfalls rvoröffentlieht en Brief widierliegt eir dlais Rttoalimiardlm ändhen und sdhfiCeßt; »;Sorvie«l ich seine, hat der antiisennb tirsdhe Abeirgfeube vom Riituiailimtoind g-egeniw artig einte vw-wiegemd* oleanionitiischfe Beid'auitmtng. Die Antisemiten geben vor, dä*s Volk von dienwiniigdhiaftlichen Vampiren befreien zu. wollen; ein Volk aber, re.peßüt'ifve Voliksisdliii'dhüJen., w-el'dhie in wiirtscfhaftlti'dh'em, Fctiiiscthiiisanuis . ginoßgöztogem -wundten, werden de facto nur für dfie vtensidbiiiöden'tMdh-m1 Vampire, jüdischer und christlicher Konfession geradezu präpariert.« - . Auf depp von jüdischen Hoclusöhülere anläßlich des Beschlusses der Friedenskonferenz unter seinem Protektorat, veranstalt Konzert schloß er seine .Rede: »Auf mich können Sic immer rechnen.« .Und tatsächlich: Ihm gebührt auch das Verdienst! daß die j ü d i s c h e Nationalität durch die Veerfassung der tschechö-slowakischem Republik anerkannt und die Anfänge des nationalen jüdischen Schulwesens ermöglicht wurden. Kein Wunder dlalhier, -daß am ÜneuMigen Lag alle tachcdioslnwakeVclhien Juden und mit ihnen diie gan-z-e WdH j/ud'enfneit Professor M-ascindk iw,-/, liebsten 'Wünsiche überbriogen. Begräbnisse am heutigen Tage. A 11 e r Fried* hof: 10 Uhr Stern Jakob, 11 Uhr Rottmann Mendel. — Neuer Friedhof: 9 Uhr Sonhenwald Alexander, 9 Uhr 20 Min. Krösel Ester, 9 Uhr 40 Min. Lipstein Heinrich, 10 Uhr Hanak Elisabeth, 10 Uhr 20 Min. Moschkowitz Therese, 10 Uhr 46 Min...Tat Marie. 1 Vereine, Vorträge und Versammlungen. Z i o n i s t i s c h e F r a u e n 0 r,g a n i 8 a t! 0 Heute, 6 Uhr nachmittags, im Lokal, 11.. Taborstraße 20a, eine Sitzung der Vertreterinhert sämtlicher zionistischen Frauenarbeitskomitees. Berichte mitbringen. -- Jüdischer N a ti ona.li o.n ds. Die Landeskommissionssitzung findet heute,; 6 Uhr abends, statt — Zionistische Ff auenver Sammlung. Heute, präzise ^„8 Uhr abends, im Arbeiterheim, großer Gartensaal, X., Laxeübürgerstraße 8/10. Vortragsthema: „Die jüdische Frau“, Vortragende: Herr Rabbiner.Dr. A. L. Mandel über „Die jüdische Frau in der Vergangenheit“. Frau Erna Patak über „Gegenwartsarbeit der Mischen Frau“. Eintritt, frei. — Zionistische ßezi r.k sorganisatioo B r i g i 11 e n a u. Heute, 7 Uhr abends, im Cafe Neptun, II, Öaußplatz 7, große. Versammlung. Vortrag über Steuer« angelegenheiten. „W a s s e r 1c r ä f t u n ,d E1 e k t r i z i t ä t“. Ueber dieses'wichtige Thema beginnt Donnerstag den 9. d. M. ihr Kle:neü Saale der Urania eine Reihe von fünf Lichtbildervorträgen hervorragender Fachleute. Als erster wird am genannten Tage, 8 Uhr, Hofrat Ingenieur Rudolf Halter, Professor an der Technischen Hochschule, über „Wasser» kräftänlägeh und Wasserwirtschaft“ sprechen. . L e 0 p o 1 d s t ä d t e r V .o 1 k s h e i m (II., Zirkusgasse 48). 7 bis 8 Uhr: Schiller als Dramatiker. Die bildende Kunst des Abendlandes. Biologie und Hygiene. Französisch für Anfänger mit Vorkenntriissen. 7 bis 9 Uhr: Algebra, II. Deutsch für Nichtdeutsche. Die Symphonien Beethovens. Pflanzenbestimmungsübungen, 8 bis 9 Uhr: Geschichte des 19.> Jahrhunderts. Einführung in das Alt- und Mittelhochdeutsche. Französisch,. IL Psychologie in Anwendung aui Erziehiirigsfragen. Urania. Heute, 5 Uhr (Großer Saal) Indien. -» Vs6 Uhr (Kleiner Saal) Geschichte und Kultur der Sudetendeutschen, VIII. Ministerialrat Dr. Emanuel Schwab: Die Kolonisation der Sudeteuländer. — */-6 Uhr (Kurssaal) Kustos Dr. Hans A.n k w i c.z-K 1 e e h 0 v e n. Oester,- reichische Kunst seit 1848/ — V26 Uhr (Kiubsaal) ,Dr. Josef Zu th: Einführung in das Gitarrenspiei, I. — V-8 Uhr (Großer Saal) Der Kampf mit' dem Berge. I. In Sturm und Eis. -7- Vs8 Uhr (Kleiner Saal) Die Relativitätstheorie in gemeinverständlichen Einzeldarstellungen, IX. Universitätsprofessor Dr. S. Oppe 11 h e im: Geschichte der Gravitation,.!. — l/j8 Uhr (Kurssaal) Professor A. V e r n y: Das Atom im Ablauf der Kulturgeschichte, I. V,8 Uhr (Klubsaal) Dr. Erich F 0 r t n e r: Poesie des Morgenlandes, L __ it.-lfi Per Marktbericht, In der Großmarkthalle war gestern, wie gewöhnlich am Montag, nur schwächer Verkehr. Die Preise blieben für alle Fleischgattungen sowohl im Großhandel als auch im Detailverkauf unverändert. Die Ankünfte waren gut ausgefallen, im ganzen waren 15 Waggons mit verschiedenen Fleischgattungen aus Jugoslawien, Ungarn,. Steiermark und Oderösterreich eingetroffen. Der Fischmarkt verfügte über Seelachs und Kabeljau; die zu K 609 per Kilogramm abgegeben wurden. Auf . den GrQnwarenmärkten waren Kartoffeln iu genügenden Mengen vorrätig, ebenso konnte mit den übrigen Gemüsegattungen das Auslangen gefunden werden,, umsomehr, als die Nachfrage sehr gering ist. Zwiebeln, die schwach vertreten wären, - zogen im .Preise auf K 800 per Kilogramm im Großhandel an, polnische stellten sich auf I< 750. Da jedoch größere Ankünfte ägyptischer Zwiebeln erwartet werden, ist; mit einem Rückgang der Preise zu .rechnen. Frische Eier, sind vereinzelt zu K 190 per Stück angeböten, finden jedoch .wenig Beachtung, Erhöhurig des Brotmehlpreises. in der Verbrauchsperiode vom 12. bis 25. -d. M, bleibt der Verschleißmehlpreis mit K 550 für ein Kilogramm unverändert, da zur Bedarfsdeckung noch Verschleißmehl aus alten Beständen herangezogen werden kann. Hingegen muß der Brotmehlpreis von K 313 auf 362, somit um K 40 per Kilogramm, also um K .44 für den Laib erhöht werden. Bei diesem Brotmehlpreis ist der Bundeszuschuß von K ill für das Kilogramm und von K 100 für den Laib in Abzug gebracht. Die Erhöhung des Brotmehlpreises ist unvermeidlich, weil die Möglichkeit des Getreidebezuges aus dem Osten derzeit schon wegen der Verkehrsverhältnisse’ sehr eingeengt ist und der Brotmehlbedarf für die in Rede stehende Verkaufsperiode deshalb zu 90% durch Getreidebezüge aus dem teuren Westen gedeckt werden mußte. Neue Milchpreise. Von heute an gelten folgende Preise: Beim Verkauf von nichtpasteurisierter Milch: Für Molkereibetriebe mit Filialbetrieb beim Weiterverkauf an Kleinverschleißer, Anstalten und Gewerbebetriebe (Einstellpreis) K 216; für die übrigen Betriebe beim Weiterverkauf an Kleinverschleißer, Anstalten und Gewerbebetriebe (Einstellpreis) K 204 (bisher K 196); im Kleinverschleiß für molkereimäßige Betriebe mit Filialbfetrieb K 228, für die übrigen Betriebe K 216 (bisher K 206). Beim Verkauf von pasteurisierter Milch: Für Molkereibetriebe mit Filialbetrieb beim Weiterverkauf an Kleinverschleißer, Anstalten und Gewerbebetriebe (Einstellpreis) K 232; für die übrigen Betriebe beim Weiterverkauf an Kleinverschleißer, Anstalten und Gewerbebetriebe (Einstellpreis) K 220. im Kleinverschleiß: Für Mplkereibetriebe mit Filialbetrieb K 244, für die übrigen Betriebe K 232, für Milchmeiermilch K 244. Konzerte. Mit Mehdels&ohns italienischer Symphonie un<5 Beethovens »Siebenter« hat Weingartner die Pih.i lhar m -o'n i s-ch e Saison besohjiosstm, .dazwischen. gäJb'eis all« Novität -die »Lyyisdiie' Quivertüire«1 von Georg- S z e 11 unter dessen .persönlicher, Leitung. Sz£U beherrscht schon in jungen Jahren dias Qr« ehester, dessen Tonfarfoen er auf Stiraiußsche Art -bunt scbilleamd zu mischen versteht, er prägt frdhe Tanzulhyttlhimm, örfimdiet leiidh'bbostahiwiqigte Melodien emd läßt; aeitmem Tempenaimenk £rei dlikt Zügel ’Sdnießen*. Trotz reflektierender Episoden gellt ein frühüingsmäßiger Zurr durch diese echt lyriscfite Ouvertüimi