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Wiener Morgenzeitung · 1922-03-07 · Heft 1115 (7.3.1922) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1115 (7.3.1922)
Date
1922-03-07
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nf. 1115 Wien, Dienstag Antijüdische Ausschreitungen im Gouvernement Slonin. Warschau, Z. März. (J. C. B.) Im Städtchen Koasowo in der Nähe von Slonin inszenierten betrunkene Bauern während des Markttages einen Judenpogrom und benützten -hieibei Schußwaffen, indem sie sieh auf die jüdische Bevölkerung mit der Losung (»Tötet -die Juden* * stürzten. Die jüdische Jugend organisierte eine wirksame A-bw ehr, bis ihnen die Polizei und die lokale polnische Bevölkerung zu Hilfe kamen. Es tzslb auf 'beiden Seiten, viele Verwundete. England gegen Polen, Aus Paris wird uns berichtet: Die in1 London AJfcgehaitene Saahvetständgenikonferenz, welche die Verhandlungen in Genua vorbereiten soll, hat bekanntlich ieinen Plan für die Wiederau frichtung Rußlands iausgearbeitet. Die ökonomische Aufrichtung soll durch lein Konsortium erfolgen, dessen Kapital zu gleichen [Teilen von Frankreich, England, Italien, Belgien und [Deutschland beigestellt werden soll. Die fünf Mächte Jsind aber verpflichtet, auch die nachbenanmten Staaten zur Teilnahme zuzulassen, weiin diese es wünschen. In (Betracht kommen Dänemark, Holland, die Schweiz und die Tschecho-Slowakei. P o le n, für dessen Zulassung isich die französischen Vertretet in London stark einjgestzt haben, ist nicht darunter. Der Pariser »Temps« (behauptet, daß Polen auf Verlangen Englands ausgeschlossen worden ist. In einem Leitartikel nimmt das [genannte Pariser Blatt leidenschaftlich gegen den Ausschluß des Polnischen Bundesgenossen Stellung und fordert dessen Zulassung. In der französischen Presse wi„u auch die Frage aufgeworfen, wie es dazu kam, daß der •Tschecho-Slowakei ein Recht eingeräumt wurde, welches man Polen verweigert hat. Kapp fordert freies Geleite. Berlin, 6. März. (Woiff.) Der Antrag Ka'ipfps auf Bewährung freien Geleits ist heute nachmittags beim Reichsgericht eingegangen. Tagesbericht. Die Sozialdemokraten als Fremdenfresser. Eudlliidhl sind die ö slüenreiolvkch'eni Behörden Üah'ki gelangt, -dlie um-sinniige Bestimmung dar Einreise- -und Auf enthiallitsibewilligung für, ausländische R-eisemdle a-bauisdhaiffen und Wien wieder über das (Nii'veaiu edniea fremdenifresseriis-rihan Kirähwinlkielts z-u lieben. Die reaktionäre Presse dar Gnoßdauibsdhen und Christlidhisazia!en hat -siiidh mit dieser notwendigen und vernünftigen Maßregel afeg-efuinden, dagegen erhebt «die s o >z t ia 1 d e m o ’k .r -a \t! >5 che d>A i«b e i t e ir - Z e *i t u n g« ein Gezeter. Sie (schreibt: „Die Einreise und der Aufenthalt In Wien waren bis jetzt an die polizeiliche Bewilligung gebunden, die, wenngleich sie, allem Anschein nach, sehr locker gehandhabt wurde, doch einen gewiss en Schütz gegen die Ankunft und gegen den Aufenthalt unerwünschter Fremder bot. Nun wird sehr stolz gemeldet, daß das vom 15. März an auf hört; von da au kann sich jeder Ausländer hier häuslich niederlassen.' Ein paar dieser Fremden, die in Wien so nützlich Handel und Wandel beleben, hat man in der letzten Zeit kennen gelernt; zum Beispiel den Signor Marchesini und seine Helfer Cappelletti und Iticovici, weiter die Herren Moses Liebmann und Sohn; alles schließlich Gäste im Kriminal. $ WIENER MQRGENZEITüNG . ... .. ...-> 7. März 1922 Seite 3 Und welche Albernheit einer Verwaltung, die unfähig ist, die erste Frage an alle Fremden zu stellen: nämlich, ob sie hier produktive Arbeit leisten! Daß manche dieser Distinguierten im Gerichtssaal enden, ist nicht einmal das Entscheidende; das Entscheidende ist, daß sich in Wien jeder Schwindler und Parasit, jeder Hochstapler und Schieber häuslich niederlassen kann. Als ob der Bedarf an solchen angenehmen Mitbürgern nicht ausreichend im „Inland“ gedeckt werden könnte 1“ Eine sonderbare Sozialdemokratie, die nach der Polizei und nach Absipeinrmaßregeln schreit, trotzdem der Grundsatz von der Freizügigkeit des Individuums den Grundpfeiler ihres Programms bildet. Die Herren von der »Älbeiter-Zeitung wollen also den varmärzliahen und zaristischen Spitzeldieinst im Fremdenverkehr, den uns der Krieg aufgenötigt hat, für alle Ewigkeit stabilisieren.. Die österreichische Sozialdemokratie hat in der Nachkriegszeit wiederholt bewiesen), daß ihr beim. Stimmenfang kein Mittel zu sohl echt ist. Sie hat, um den Instinkten der Gasse zu 'Schmeicheln, Chauvinismus und Antisemitismus gemacht. Daß sie nun Schwärmerei für »Bodenständigkeit* und »Fremdenhaß« an den Tag legt, ist .also nicht verwunderlich. Erstaunlich ist nur die Dummheit der bei dieser Gelegenheit verwendeten Schlagworte. Die »Arbeiter-Zeitung« schilt die »Albernheit« der Verwaltung, welche njeht durch Fragen henauisbökommt, ob ein Fremder ein arbeitender Mensch oder ein Gauner ist. Beim Lesen dieser Notiz werden gewiß alle Herren Gauner befriedigt schmunzeln und wünschen, daß alle Polizisten der ganzen Welt so geschickt und gescheit seien wie der Herr von der »Arbeiter-Zeitung«. Die Existenz der Gauner wäre dann bequem und gesichert. Die Sitzung des Zionistischen Aktionskomitees. Die nächste Sitzung des Zionistischen Aktionskomitees findet in Berlin statt. Die Beratungen beginnen am 15, d. M> und sind für drei Tage anberaumt. Der Streik der Rechtspraktikanten. Mit Rücksicht auf die Unterstützung der politischen, Parteien ist zu erwarten, daß der Streik, der zu Störungen des Gerichtsbetriebes geführt hat, in den nächsten Tagen durch Erfüllung der von den Rechtspraktikanten gestellten Forderungen ein Ende finden wird. Verstaatlichung der Speditionsbetriebe. Die kürzlich verlautbarte Ankündigung der Bundesbalindirektion Wien-Nordost, daß die Bahnbetriebsämter die zollamtliche Abfertigung aller a,us dfem Auslande anlangenden Sendungen durch eigene Bahnzolldeklarations- § teilen übernehmen und durchführen und daß gegebenenfalls die Zustellung der Güter durch den Rollfuhrdienst der österreichischen Bundesbahnen erfolgt, hat in den Kreisen der Spediteure und Transportunternehmer eine große Beunruhigung hervorgerufen, welche auch in einem in der letzten Vollversammlung des Niederösterreichischen Gewerbevereins vom - Kommerzialrat Michael Goldstaub elngebrachten Dringlichkeitsantrag zum Ausdruck kam, bei den zuständigen Stellen in energischer Weisd vorstellig zu werden, daß diese Maßnahme baldigst wieder außer Wirksamkeit gesetzt wird. Der Antrag wurde einstimmig angenommen. Privatinitiative und Keren Hajessod.\ Mainßiört getegendllkh in Kreißen, diife aiuig iirgiemidweklhiein' Gründen miidhit für dien Kerem( Haijasisiod arbeiten weiten, dias Argument, dlaß Plahä-« stüna miuir dlutrd* Pniivatiiritiiaitilve und mutdhit dtandfe/ soflidhie maltöonallle Fond®, wie dieir Karen Haij-assvich e/ufjgeibamit weinten kann. Alis ob der Kereru Hiaijlasisodf jomiafs tniiit dlar Beh-aiuipitiuimg begründet wcndlem. wäre; daß dkindh ihn die EntMbmg embtr jüidliisidhienf, Briivafiniltiiiaitive «unnötig gemiaidht wende! Aber di« Knailse, dtfie -steh nweh' wi-cht enitisidhllifießen können, m* 2dugeben-, diaß Arbeiit für den Keren Hajos/sioidl diici ensitie PAlicW j'eid'eis Juden iist, dleif aim AiucDbishn distz jü.diiisiclbefti. H-eimistätte aktiiiv miiltizuiairlbe'ften' wünisdhtf,* gHaiulb-emi für ffhire Fais-sd-vi;)fä<t oder Opposition, einf Mäntel ch-eiiD gefunden m halbem, wenn sie ciihneaK Gegemisnltiz -zwiychiem Kernern Hiajj-esisiod uinid Pirivtafeifniibilätilvie kcnisbriüiteiren, uwd htebai verweilst man! gern aiuif die Erfahrung in- Am-arillda, wo airngöbliiiohj, Me Khaiis-e, dlie beireiit silnidi, -siich an eimizialmieini-lkioinw kröten Unit eirnehm umgen in Piaüäsitiiinta, aiuf . dfetf Gruindllaigie der Pminialtlinitiä-t'i'vie, zu betätigen, im Gegensatz zuim Keren H-aijieasod -slt-ehra. E's ' ist deswegen iinterasisianit, darauf hiiinizu-i weiisän-; dlaß dies dlurdhiaiuis macht dieir Failil ist. Eime' dieir fllkliiiivüten Gaselll'sichiaiftein. in Aimtariilkjai, dlie inj dien letztem Monattien bemüht ist, jndfodhwamiaruk-antis-clbas Kapital! zur Förderung dar Priivfati'niitiilaitiive' in Palästina ausaimmienzüifaissian, ist dlie Ameri-- cam Palest Joe Company. Diese Gesalil- •adhlaifit,. daran Initiator umd geganwärtiigar Sdktretäij der beßnaininte Ingeniernr S. B e n d er 1 yist, fclait sdhiatn? zwei Umternebmungen einigeüieiteit: The U-rb ain) Moirtgage Bank (mdht m verwedhisie'lb mild der -dluncb dein Karen Hajesisiod geisdhaffeinm Genieiral Mortgage Biank of Paßestime) itrnid eime I md'tH strielle K r editkompagn ie. Am 19. Dezember 1921 veranstalteten dli*e Gründer tanid Aklbrow märe dier American Pöilesitme Go. iim Plobel A'stäor, New Ycdlc, ein Bankett, bei diem (beßdhiloss'em wnnndle, daß »dlie Aktionäre siiidhveqpfl/idhlbein., an der inid'iustrieliJen Wiilecteirthieirslttellliunig Pafiäslbiniais «dhincihl 'die Sdhlaiffulng gasuimdleir wiirtisdhiaftilliidhier «und fintan-* ziedler Inistiltluitionien in Peiläsibima zn airlbeiitan, diei. dlurclh dlie Entwicklung von Lamdlwirtsclhjaft, Inidlusitrie und Hiamd'ei a/lll’e Eiin«w<olhniar Ballä:Winiais in dien! Stand setzen werden, ihnen eigenen- Lebans'uniteidhiaäli zu verdlienem«. Dan T eiteielhimemn an idÜ-esam BanketJÜ einer Gaselllsöhaißt ziuir Förderung dar Pirwvaibinibiaitdrvje wunde eine gedmekte Denlfesidhnift der Amietr&oani PiHÖbstinie Co. vorgedfegt, in der atuif dte Ventpflicih-- tumg diar aimenikani'Sidhian Juden biingewiesenwäirdy beim Wiied'eraiufbaiu Pailäsitinais dhiiridh Geld wtmdrg’e- 5ichäftl.icihe Grgainiiisialtion zu Ihledfein. In däeserV' Bncisdhüne taidete ein Absdhfniitt über »den Ke nerv H a j e s is o d.. Dieser .AJbsdhlruitt liaiuttelt: »In erster Reibe verlangt tF^afltäusftmnfaf ’ »ötintertf großen Spemdemifonds. Die -Ziioniistitidhe 'Orgtamisartion nienmit dliesen Fon'ds den Keren Hiaijiessod oid'eci Grün dlungsf ondls. Erzieblunig, GesuwufcÄtBipiflleg'e^ soziailte Hiiflfe, UnlterStützung dlar Immigranten, bev, Abbaupreise Strapassfiöff?e per Meter K 2900 Woif ehevipf per Meter K 4900 WolBhomespune pr. Mir. K 7900 " »L" Schiff mann Wien, H.,TaborstraBe48 Telephon 47-1-79 En gros 1074 En defalK nuall esiiklärte, Mm PbiÜliaseimten ksonnite ©r wegen T. G. Masaryk über das jüdische Volk. Zu seinem heutigen Geburtstag. Von Franz Friedmaun, Prag, In den tetoßen- Nfttcblkriegstjlalhnen -zaiigt SüScSÜ ain erhöhtes Interesse für dlie Juden, «umd sogar dis Btaiatis-männiar «dtar O'itsfa-aWeini, in deinen der Jude, redhtliioh unid falktisclh für ernn« miinidbrw erbiigas Geechöpf aiigosebien, gabatzit und poguoimtert," ain ar* bärmtedhieis"' Lelb-en fristen muß, finden Laute —- besonidens «vor dam ainfhißTetelhiani, damokinaitiisiclbian- Aiu's- - Hand — sclhöine Worte «dets Vars)t,ändnii»s'sasi für die ijüdisdhie N-o-t «und dien Kampf fü-r dlfe Rtcimaiiisisianice tömd äußare Befrainng das ijüdteicbiein Voilkes. Vovi Äies>em Stianidipiunilcit aims -dürfen wir jieidloidli nliicfht die lAnts»dbaniungen- 'Pro-fes-soir T. G. Miai^iar y (üj-si, des tsidhDClhio-'sIliO'Walleiß-^hen Frä-siidtenitien, sidhäitizen', der S'eiin ganze® Loben. Stabs für Wabirhieiitt. «uinid Genacihtiigiceiilb ednigetreten. Ist. Dar ülbar aillie Welttlpnoible-mc naichid-onkenidie PMilto-siOipb blaitibe G'die.geinlh'0lt, ‘dlie Varhällmiisise dlar Juden i-m Ositen. und im Wasben, ilhve maitaniiöl'le und iinm-ere Nest, ilhine Veirgainganlbeit uinid ihre 'Zukuin ft-slhioffn-uüig ikennanlziutenn-eni. Saiiman Erkanntmilsöen heit er d-a-mn im ö-ff einit'bivdhiein Leiben- und in sainen Scbrifben Au-s-dlnudc gegeben. Dtumdhseine frioimime Mutetar MH dlie aimifiaicihe tlowakisdhe Umgebung wunde MaisiäiUyk in Fundliä Mor dem Juden eraogean. In e-iimer Varsianim-liung in New York e-rzÜbilibe er s.eilbs-t, dlaß er iin- -sieilnar Kfimdbeit ata -diesii Riiitllailmond gegliaiulbit uimdl «siiicb sogar in dlar Sduullle venstoihlen dlie Kleider saiin-er jü-diiisicihien Mibsclhülllar sngaseihien hiaibe, olb an Ihmain kein Blum bleibe. Später wiidniete sieb Mais-airyk nniit ailier Grünid- Sidhlkailfc und Ausdauer die-m Sitiuidiium der Juidamfnage iitnid dtar Juden, mit denen er seit siaiiaem .viieinzebantan |abrf rcnkahtaiie. Er. bßt -aiufgebönl, A-nitte eimiiit z-u «sain, wu-e er diusinWs gewissen Rü-ek-sltiandas am® dar Vea-igangonbieit niclht werden. Im Interesse dar Ehre seinas Voökas teM er diann .jibets" gegen dm Anitjiisiamiittisimmis aiuf, dar »größer ist. all® Me Ghristan uugeiban- «und dlte Juden ®ehen wollen«. *-W ais den Anibjsemütismiu® bEWt, so adhieint es mir isrbon längst, dlaß .sii'cb Ihm -umsiariß Juden ntehit ge^ nüge-nid niidhibig, nicht ganiigamd' offen*, aiufniidiltig und anergte-dh entgegenisitelieni. Dar Anitisemiibismus iisit rneih m-e’ilner Meiinuing u-neere Wuin-d'e und e i g e ui -t 1 i -c h n u -r n n s o r e, ums ©clhädiigt eir, uns de m c»ra’i i liiert er: Materiell sidh-ädigt er die Juden nicht, bödhisiteaiis monaiH-sdi-, iimsowait nä-mlich., sils sie ihn. tnegail-iv dlurclh List überwinideni, währeuid sie däin 'positiv* siib'tliiiclh. und röldgiös übarwinidlen' müßten.. schrieb Mais.axylk in der »-Nase Doiba« im Jahre 1904 uinid diese Worte zeigen klliar, daß er gegen dieses Gespenst im Initienasise dar Ehre seines eigenen Voltes gekämpft hat. »Was roh, grob und unmoralisch ist, diarf u'teßiit existi-enen. leih biltbe, ist der Antisemit Ismus ndidhlt uinimoraiisclhs islt er nicht grob uinid) tiqh?« fmaigite er eiininratl, wie Professor R-a dl siclhlreüb't, Eteiine Studenten. iM-ais-aryk hlalt slildlif-rülliiziailtig mit diem Jutidlenipir-ob-liein beschäftigt, und mian könnte ein s-diö-n-as Büchlein aus seinen wartvoilllien uinid üilbanasiaatnitien Aaußeruimgau zusammiansteNen. So findem1 wir ©ine iinltenossiainite Abh'ainidiulng über den jü-diiisichen Oipitimisimiuis im »Selibstmiond-« (1*8*79): »Ans dem A-lten Ta-itiam-anit ist eirisiiidhitlich, wie diuirchldlriingamd den Jucken dtzn.Thieismus in® Harz dliejieimgen ain-geipirägt -hrben-, d'ie die geistige uinid moralische Führung in den Uämdan hatten., Es ist niedcwiirdlig, wie dliase-s kleine Volk in saiiman großen Kaiiiaistrciphan — es gibt batu-m ein uinglü-ckliidhieires Volk als die Juden — immer seine m-aman Hiöiffniuingan und neuen Trost im Gott gsfundisn hat. — Große Varfciligiuinigan, denen sie fortwährend aiuis-geliefert waren, halben die Juden mit Hilfe ihrer Ralligioin, wetehe -sich, wi-e G i b (b o -n. rildhitiff (bamarkit. imierkwürdßg zur Vortaidlg-ung aigniöt, ikaintasfalte' aber zuj Angriffen besti-mimit teifc, artragen. Obzwiair rvartfolgt und 'venaichlbet, hält diats jiidliciche Volilk wohü an dop Raliigicnseiner Väter fest und 'zieidhmet siidhi dUncibi öim-e Lebenslreud'igtei't und eiman ipraktisdten Oipti-, mismuis -a»s, watete die Entwicklung der Ikranfklhiai&teaji Salbsitm'ondnieigun'g nicht -ziullßistsiem. Die große Mäßige keit der Juden wirkt ebenfalls günstig ... In Oester* realst kamen auf ©ine Million Bin wohinter 30 Juidten1, 99 Griechen, ioo Katthöliiken und 123 Protestanten! aijis Selhis-tmördor. Se'lbstmondle sind bei dlam Jtuldtenl nur aiuisnalhim-SAveiise zu Zeiten harter Verfdllguimgeit \Tongetenmen. (In ihrenteiMgan' Büchern, welohÄ düs Gesühichte von mehreren Jahrtaiuseniden« an«t fas®en, fimidlen wir höch-site-ms ®elhn Beisp-iiete.) Aber! ■aiu-ch unter den Jutdten reißt religiöse Inldüffereniz, Slkcipilwziismu's -umd Uiniglatube ein, zumal unter derif Gebildeten-. E-skann -aiudh nicht anidletas sein; -Unters und mit den irreligiösen: Christen lebend, nehmen ste an dier -moidie-mian Gaiiste-s-airbe-it reg-ein Anteil und -biatem dlahier, zuim-a-1 inden Städten, in religiöses B-ez-iiehiung den gliaichien Anbl'i-ck wie dite OhinLstew! /Haime, der Dichter dlar Skaps-iis, war eän Jude.« Von dar Grün-dliichkeit, müt w-eflichieff isi-dh- Mais-a:^ ryik mit d-eim iüd-isohien Problem hieadhäftigt, zaugt . am -b-eisten. sahne im .Jalilr-e 1883 veröffentliidhltie Ab-* handluing über E-rnast Renan: »Le Judaisme comme race et oomme religion« (Uelber das Judentum als Rasse und Re-l-igion). D-ctat wi-d-anl-egt er 'sehr ge." 6-ch.ikt dlie Behia-uptunghrn' R enan® u-iud -kommt zu dem Soliliuisise: ». . . daß dliie Juden tatsädhllliidh ein! Völker sind . . . und wenn sie sich auch voirh-ar mit weniger gemischtes Volk als die eu-ropäischott n-iidhtsemiiitiiv:chen Völkern in diem Maße, wie . esi Ronan will, gemischt hiaban. so vsrbil-ieb u'nivarmisclli-t die -u-rsjpiriitn.g^liietnie Mischung so iamge, 'dlaß wir siite ddch für ein Volilk, das ganiz amidars ist all® wir, halten müssen.« Es verlangt beiderseitiges Kenneml-annen', -die-nin »wann dar Kranke gesund wanden will, darf er so-i-me Kranlklnieit -diem Anz-t n-iiqlillj .viöiy beiiiTÄhm.«

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