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Wiener Morgenzeitung · 1922-02-26 · Heft 1106 (26.2.1922) · p. Seite 11

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1106 (26.2.1922)
Date
1922-02-26
Page
Seite 11 (sequence 11)
Language
German
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fft. TTOff Wien, Sonntag Fr ei e Jfldtsche Volksbahne Gastspiel Ina Lnstspleltheater Nachmittags: Einakter-Zyklus .LWL-llei' Singer fiT sein VrnnerZÄ« WT Das Theater Ist gehetzt! TM 4280 ijire Kunst stellten, doch verlautet, daß sie sich auch Herbeilassen werden, andere Konzerte in Paris zu veranstalten. Man spricht? sogar von der Möglichkeit einer Tournee der Sixtinischen Kapelle durch Frankreich und die größeren Städte Europas. Volkstümliches Konzert des Uranla-Frauenehors. Dienstag den 28. d. M., ^8 Uhr, wird der Urania-Ftäuenchor im Großen Saal der Urania unter Leitung seines Dirigenten Dr. Hans P 1 e ß und unter Mitwirkung von E. Tauber (Volksoper), RHawranek (Violine), O. Pfoser (Cello) und Anny Newald-Gr ä s s-e (Klavier) eine Reihe der schönsten Volkslieder sowie die »Deutschen Tänze“ von Schubert In der Bearbeitung von Mandyczewski zum Vortrag bringen. Neue jüdische Bücher des Internationalen Verlages Renaissance (Erdtracht). 1. Dr. Alfred N o s s i g: Integrales Judentum. (Vom integralen Programm der jüdischen Bewegung. — Wiederaufbau Palästinas. — Mosaismus und Sozialismus.) — 2. J. F. R dditschew, ehemaliger russischer Minister, und Doktor Alfred Nossig: Bolschewismus und Juden. -7- 3. Nahura Sokolow: Der neue Jude.— 4. Jakob P o 1 j e s k i n (Jaffa): Träumer und Kämpfer (das erste pa ästinensische Volksbuch in Skizzen und Bildern). Erhältlich bei R. Löwit (Rotenturmstraße), in der „Wiener Morgenzeitung“ und in sämtlichen Buchhandlungen des In- und Auslandes. Schachchronik. Organ der Schachsektion Hakoah. Lasker bei der Hakoah. >, Dr. Emanuel Lasker war Dienstag den 21. d. M. Hel uns zu Gaste. Er hat sich nach seinem letzten Kampfe um den Weltmeistertitel, /'den er ein Vierteljahrhundert hindurch batte, im öffentlichen Schachspiele nur wenig betätigt, um sich ganz seiner Wissenschaft zu widmen. Wir wissen es ihm zu besonderem Danke, daß er sich unserer Bitte, seine unübertroffene Kunst noch einmal in unserem Kreise vorzuführen, nicht verschloß. Es war alles vorgesorgt, um einem Massenandrang des Publikums gewachsen zu sein, die Erwartungen wurden jedoch noch fibertroffen; der Name Lasker wirkte wie ein Magnet. Nach einigen einleitenden Worten des Präsidenten Dr. K ö r n e r, in welcher er auch die Herren Professor K r e y c i k, Obmann des Schachverbandes, und Professor Hell, Obmann des Spielleiterausschusses, begrüßte, eröffnete Dr.Lasker den Wettkampf gegen 30 spielstarke, durchwegs routinierte Gegner. . Es würde zu weit führen, den Kampf in seinen Einzelheiten schildern zu wollen. Dr. Lasker führte die Partien mit absoluter Sicherheit, ohne indes Initiative und Schwung qiissen zu lassen. Unermüdlich schritt der Weltmeister von Brett zu Brett, fast überall souveräner Beherrscher der Situation. Erst in den frühen Morgenstunden nahm das grandiose Ringen eines überlegenen Geistes gegen die überlegene Zahl ein Ende. Dr. Lasker hatte 24 Gegner niedergekämpft, 4 Gegner, und zwar Frau Baumeister Pol nar (Sch. KL) sowie die Herren D u n k e 1 b Lu m, Nürnberg und Schlesinger (alle 3H.), konnten ihre Partien unentschieden halten und nur zwei Gegner brachten das Kunststück zuwege, ihre Partien zu g ewinnen. Es waren dies die Herren Abdowitzer und Eisenberg, letzterer einer der talentiertesten Schüler unseres Hermann Weiß. Für unsere junge Sektion ist dieser Tag der denkwürdigste ihrer kurzen Geschichte und mit Stolz dürfen wir darauf hinweisen, daß Dr. Emanuel Lasker der Hakoah als Mitglied beigetreten ist. Um das Gelingen des Abends hat sich der unermüdliche Präsident der Hakoah Dr. Körner besondere Verdienste erworben, ebenso gebührt der selbstlosen Mitarbeit des Herrn R. Buxbaum Dank. E. Wehrle. Meisterschaft. Hakoah — Südost 12:24-1 H. Durch diesen Überlegenen Sieg festigten wir unsere führende Position. Landstraß e—D onaustadt 10 V«: 3‘/8 4-1 H. Die Hängepartie steht für Landstraße günstig. Notizen. Großes internationales SchachmeisterturnierinPistyän(7. bis 27. April 1922). Nach langer Pause überrascht die dortige Badedirektion die Schachwelt mit einer großangelegten Veranstaltung. Es werden zwei Turniere stattfinden: L Ein Großmeisterturnier mit 18 Teilnehmern. Preise: tschech. K 5000, 3400, 2000, 1500, 1000, 800, 600 und 400. Spesenersatz durch die Badedirektion. IL Ein gemischtes Meisterturnier mit 12 Teilnehmern. Termin der Anmeldung 20. März. Ermäßigte Verpflegung. Preise: tschech. K 1000, 800, 600, 500, 400, 300 und 150. Anmeldungen sind an Herrn Dr. Z. Vecsey (per Adresse Redaktion „Kassai Napld“ in Kassa, Tschechoslowakei) zu richten. Simultanproduktion: Der Schachverein Hietzing, der jetzt seinen Sitz im Cafe Aigner, XIII., Linzerstraße 75, hat, veranstaltete zur Eröffnung am 15. Februar 1922 eine Simultanvorstellung, bei der Herr Dr. H. V. Klein (Schlechter) gleichzeitig 18 Partien spielte. Ergebnis: 17 gewonnen, 1 verloren. D r. G r u b e r (D. S. V.)—T a k a c s (H.). Die Zweite Partie dieses Wettkampfes endete remis. Stand: U/s In der Gruppe des Nebenturniers des Verbandes, die In unserem Klubheim spielte, landete Ing. R. Wahle (H.) Rn erster Stelle. Er gewann sämtliche der von ihm gespielten Partfen. Infolge Raummangels konnte unsere Schachchronik in die letzte Sonntagsnummer des Blattes nicht aufgenommen werdet) ccd erschien erst Montag und ein zweiter Teil Mittwoch. Nächste Schachchronik Sonntag, WIENER MOROENZEITtmC_ Gerichtssaal. Falsch abgestempelte Kriegsanleihe. Die Machinationen mit falsch n ostrif izierten Kriegsanleihen zur Erzielung eines betrügerischen Kursgewinnes werden Mittwoch und Donnerstag in .einer Strafverhandlung vor einem Schöffensenat (Vorsitz Vizepräsident Hofrat Dr. Habietinek) zur gerichtlichen Austragung gelangen. Die afuf Betrug lastende Anklage richtet sich gegen den Vorstand der Steuerüdminiisbration für den 13. bis 15. Bezirk Hof rat Peter Ulrich H a g g, den Steueramtsprakti'kanten Viktor Schütz, den Kaufmann Moses L i e b m a n n und seinen Sohn Celo Liebmann. Schütz ist überdies wegen Mißbrauchs der, Amtsgewalt angeklagt, die übrigen drei Angeklagten wegen Mitschuld an diesem Verbrechen. Es handelt sich um die zu betrügerischen Zwecken erfolgte Abstempelung von Kriegsanleihen, die im Besitz vou Ausländem waren und in Oesteirr.eich nicht eingelöst wurden. Der Kurs der Kriegsanleihe, die mit einer Marke und einem Stempel versehen wurde, wenn die Österreichische Staatsbürgerschaft des- Inhabers nachgewiesen worden war, war selbstverständlich viel höher als der der ungestempelten. Liebln an n soll nun an den Hofrat Flagg mit dem Ansinnen herangetreten sein, die Kriegsanleihe mit den falschen Stempeln zu versehen, weil sich aus der Kursdifferenz ein beträchtlicher Gewinn erzielen lasse. Der Praktikant Schütz hat im Einverständnis mit den Mitbescbuidigten zum größten Teil die Abstempelungen ^orgenommen, er und Flofrat Hagg erhielten dann von Liebmann einen Anteil am Gewinn. Auch Celo Liebmann soll an dem Geschäft beteiligt gewesen sein. Nach der Aufdeckung des Betruges wurde enrtittelt, daß Kriegsanleihe im Werte von nahezu 15 Millionen mit solchen falschen Abstempelungen atusgegeben worden war. CONTINENTALE BANK Wien, I., Marc Aurelstraße 5-7 iiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiimiEiiiiiiiimtiimiiiii.. r Tel. Ni*. 20-4-86, 20*5-91, 20-6-46, 22-5-76 . ■ Telegramm - Adresse 1 Contlnentalbank . 133 ■ Wechselstube, II., Taborslr. 46a. Tel. 49-4-28 ■ I " ''"Ti ....... III. ui' nin ni 1 . R, ■ Bank und Wechselhaus Wipplingerstrafie ■ * I. Wlppllngerstraße 1. Telephon 14-3-78, 12-5*09 jg HDaaaaiiBaaiaBaiiaBiuiBBHBfliBaiiBiiiB Volkswirt. Gestempelte Krone — .087a Centimes. Auszahlung Wien --- —.10 Centimes. Die Tschechenkrone um 35 Punkte gestiegen,. ln Zürich notierte: die. österreichische Krone -.10 (-.10 am 24. Februar) die österr. gest. Krone . . -.087*, (—.087aam 24. Februar) die tschechische Krone. . 9.05 ( 8.70 am 24. Februar) die Märk •••*••« 2.30 ( 2,34 am 24. Februar) Agrain ........ 1.55 ( 1.55 am 24. Februar) Bukarest ....... (-.- am 24. Februar) Budapest ...... -.73 (-.72 am 24. Februar) Warschau ...... -.13 (-.14 am 24. Februar) Finanzielle Rundschau. Dctr englische Kcaihrollotr hat seine Afrfltsrä'urne in Wien 'bezogen, und wenn es auch vorläufig noch niicli't viel z*u kontnalKemi gibt —man etrfiurhir niiiclbhs dßivcn, ob die Pfund toibsäcIMiidh. eingellangt .stimd — ®o siteht es docih fest, diaß die reale Ünitertlßtge für seine Tätigkeit vciilhanidieo stein wird. Titel ebne Mittel m ,'schaffen, dazu noch im Ausland, wo es den Engländieum besonidieins um die Wiaftiirung eines in dier Sadhiüdhikeiiit wutnzdlndieri Prestiges zu tun ist, das ist keime engliiiscihie;%>e- Msl-ität. Regierung und Pörilatmehft von Oesterreich, Finanz und Industrie, Unteiimeihmetr rund Anbeitbensdhnf L — sie alle nehimten . daher die Mission des Kontrolltors biüter ernst und steifen iihire PlLn«j Hoffnungen und Wümsche auf: $etne reale Unterlage ein, die das Inisitiruimienit der Macht und der Wirksamkeit Mr. Y oungs tbiildiem wind. Dats ist eine im öffentlichen Leiben Oeter* reiche nfidhit all zu häufige, gerade dlamuim umso erfreulichere Erscheinung. Der Kampf dier Geister, der sich an der Frage der V e r w en du m g d e s Kredits entzündete,'kann, wenn er zu gutem Enidle geführt ist, eine Klärung dier Äoeiidhiben und einen einheitlichen Willen gebracht hat» dter . auf das ailis richtig erkannte Ziiefl ihinianbeitet, (Ne Eingriffe und Bevormundungen des mächtigen Garstes auf d&is erträgliche, durch dlic Reöhtfce des Kreditgebers gegebene Maß beschränken. Es zeugt nun für den Ernst des Satniiienungswillens dies gescimten Oesterreich, daß die Diskussion des Gelder oble ms nicht auf dieses, ipsycboiogiii ch und politisch wohl widttäge Geleise, das aber doch nur ein Nebengeleise wäre, verschoben wird. Eis ist die Sachlichkeit, die vom aflflen im Betracht kamimeindon Faktoren in dien Vordorgrumid gerückt wird, wobei sie allerdings dien Vorteil hat, daß von ihr auch günstige Nebenwirkungen zu erwarten sind. , Also dlais Geld regiert dlie Stunde, dös bessere, vielleicht Jas gute Geld, das mit, Hilfe der Kredite bei ums Eimiztug halten soll. So lange haben wir e?s mit einem unter der Hamid zerfließenden Geldte zu tium gehabt, so schwer, hatten .wir im Laufe, der Jahre, damumiter zu leiden, tflaß der macht anders denn als stabil! denkbare Wertmesser . dös Flüssigste geworden, ist — i-t.es eiitn Wunder, wetnm'. die Fähigkeit, ums einen Zustand der StebÄät und deren - möglichen Folgen richtig ausizumalen, einl gemäßen geschwächt worden ist? Man hat i diic Katastrotobe des Gekdes wie ein \ >. dhännrnis 26. Februar 1922!_Seite I I SEIDENRESTE .. CREPE DE CHINE - am billigsten bei KANN & FRIED. VI., Unke Wienzeile 40, im Hofe 'hiTigenommein, ist von ihr überrascht worden, hari! -den etrriem Chok niemals ülberwumdtemi, und daru-mt {konnte diie Kataisitirophe kommen, aus Mer ums mtw| ' -noch die (rechtzeitig ibeigesttoellltien Kredite befreicnl können. Nun fürchtet man eine meute Ueiber-i nascJ .um g, die IT eher rase li u n g d a r c h da ä gute Geld, will sie mögliohsib aiusgcsdiaiteii wissen und daher für al'le Eventualitäten ge« rüstet Seim. ‘ . Die Interessen der Gläubiger und! ' des! Schuldner, des Staates und der Prxkiiktüm, ..der, : Untrrrfhmer und der Arlbeiter:ohi-i'Ct stoßen auf*- eiihande!. Diie einen wünschen einen möglichst : teht.'n Kurs der Krone, die amidereni einen sanftem 1 UeLtrgang, ohne die Möglichkeiten künftigen BdSsc-rhing zu verschütten, die anderen wieder e.inie{ 5!lai.k-ri'(mie,n.img der bestidhen-den Verhältnisse, diü j jedoch einem künftigen Währinigsisiturz fiir alle i Zukunft vonbeugen' soll. Wemin drais Lmteresse m'aß-, gebend sein soll, dlamn wird es wchil schwer seinh - - eine mittlere Linie zu fiintdiemi, auif der.scich die ver-r j schiiedicin-em isoizialen Giruipipiem 'begegmieni köwniemv ’ dann wird letzten Endes die -Macht dlas emit-ii ■ scihieidondle Wort sprechen. Ist die 'ieltlaige j i geeignet, uni diese Machtfrage 'aiufauiroilllen'? : - Die Industrie klö'gt nicht bloß über Absatz*«! Stockungen auf den -uslanidismärkiteni, wo sie bis«; her' infolge der Exiportprämie dies schlechten! Geldes diie fremde, imsbeisonidlere diie deutsche umdl! die . 'tischechttische Koinkurremiz sdillagen konnte, son« i dem auch über d:ais Eindringen dieser Konlkunrsnzl. au f de m InJandsmarkt, wo «de infolge. d'<ri höheren Kaufkraft der Krone,, diie ein iNlieidlriger-i halten idier Löhne gegenüber dier Parität aiuif detnt; WeRanbeiilKni arSkt ermöglichte, diie deminierendb $tellung innehattte. Mit dem Ainp-aissem "der Löhne! an den schwindenden Gelldwert und ain die einander!, jagenden T eueruingsw eile habensich allordiings diid. Löhne allmählich an die Ausland-iparität ange« .glichen, aber dla:s hatte in solange auf den Export; ■ keinen Ibetsonderen Einfluß, als die fretmidteiix Zahlunglzanitltel außercirdcnifclidh) hoch: neitderben, sei - daß jedes mit dem Auslamd abgeschlossene Ge< .schüft, dlas für gelieferte Waren auisllänidüischei 'Devisen hereinbiraichite. sich als ein rentables er« 'wies, .auch wenn billiger, -aiis es die Konkurrenz! 1 zu. tun vermochte, geliefert wurde. - . Das ist durah den Sturz der Valuten i auf dem Wiener Platze — eine Eskomptierung der Kredite und der Stabilisierung der Krone auf einem; höheren als dem gegenwärtigen Niveau — anders! geworden. Wenn ein Artikel, zum Beispiel Statn eisen für 32.000 Kronen der Meterzentner abgegeben werden konnte, so waren das bei einem Stande der tschechischen Krone von 150 und 215 tsche« chische Kreinen; da konnte die österreichische Pro-, duktion mit der tschechischen erfolgreich Iconkux« rieren, da diese das gleiche Erzeugnis erst gegen! 259 tschechische Kronen abgeben -konnte. Bei einem Stande der tschechischem Krone von rund 100 ver-, schiebt sich das Verhältnis zuungunsten der österreichischen Produktion, die auis dem Wettbewerb! autsgeschaltet wird. Die Industriellen führen eine JJnmenge von Industriezweigen an, in denen durch den Valutensturz in Wien die deutsche und tsche-' chische Konkurrenz bis zu einem Drittel wohlfeileii liefern kann, und verlangen daher eine V e r m i n« derung der Gestehungskosten, die e,nit« weder auf dem Wege der Verlängerung der Arbeits-i zeit die Massenerzeugung würde das Gesamt-» produkt verbilligen — oder auf dem Wege deuj : Herabsetzung, der Löhne erreicht werden, kann. 1 Das ist der Sinn des Kampfes der Industriellen! t gegen die Erhöhung der Löhne auf Basis der glei« .. tenden Lohnskala, die auf den Indexziffern beruht. Die Arbeitnehmer hingegen verweisen darauf, daß( die Lebenshaltung trotz -der niedrigeren Valutakurse noch keineswegs eine Erleichterung erfahre«' hat, und verwahren sich dagegen, daß sie die Kostete! des zukünftigen Preisabbaues .schont jetzt bestreiten sollen, noch ehe die Kaufkraft der! Krone eine Steigerung erfuhr. Nach den Kundgebungen der Industriellen auf ihrer Jahresversammlung und der Gewerkschaften! an die. Arbeiter will es fast scheinen, als ob beide! Teile entschlossen wären, es auf die Machtprobe an-' kommen zu lassen. Vom Unternehm-erstandpuinkt aus ist jede Zeit für eine Aufrollumg der Machtfrage geeignet, in der die Produktion sich nicht mehr rentiert; sie remtient sich jetzt nicht mehr, darum konnten sie ihren ersten Versuch unter-, nehmen, um eine Verminderung der. Gestehungs« kosten durchzusetzen. Rentiert sich die Produktion! wirklich nicht, so fürchten wir, werde sich das Recht der Arbeiter — ihr Recht beruht auf vertrag-, liehen Abmachungen und darauf, daß eine Vermin« derung ihres Geldeinkommens zugleich eine empfind liehe Schmälerung ihres Realeinkommens be-, deuten würde — gegenüber der Macht der Tatsachen schwerlich behaupten können, wenn nicht andere Momenteihnen zu Hilfe kämen, die beid« Teile veranlassen müssen, die Austragung von» Konflikten bis zu dem Zeitpunkt hinauszuschiebexty in dem die Besserung der Krone, also die Erhöhung ihres Kauf wert es», aus dem Bereich der Hoffnungen und Bestrebungen in den der Wirklichkeit.und Erfüllung überfireerameren ist»

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