Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1105 (25.2.1922)
- Date
- 1922-02-25
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
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mxrm Wien, samsrs^ wmmit MORGENZEITÜNO 25. Februar 1922 Einwanderertaxe von vier Dollar begann es, die bald verdoppelt wurde. Bald kam der Paßzwang hinzu, der neue. Spesen von zehn. Dollar verursachte — aber noch/immer stand die Türe offen. Eine Zeit später wurde die Prüfung im Lesen eingeführt und schließlich kam nach beendetem Kriege die Prozentnorm, die gegenwärtig drei Prozent beträgt, dergestalt, daß die Zahl der in einem. Jahre zulässigen Einwanderer' die Höchstzahl von drei Prozent der Bevölkerung der betreffenden Nation in den Verj einigten Staaten betragen darf, wobei die Volkszählung von 1910 zugrunde gelegt wird. Die Durchführung dieses Gesetzes in der Praxis ist keinesfalls leicht Da die „Nationalität“ eines Einwanderers nach verschiedenen Kriterien bestimmt werden könnte, hat man in Amerika entschieden, die Einteilung nach dem Geburtsland ----- -Ort vorzunehmen, wodurch gewisse Einwanderer leicht benachteiligt werden. So kam es, wie die Blätter melden, daß jüngst ein Engländer, der in New York landete, behufs Studium seines ' Falles nach Ellis Island, dem bekannten Immigrantenkonzentrationspunkt des New Yorker Hafens,, abgeschoben wurde, obgleich natürlich die englische Einwandererquote keineswegs erschöpft ist Man entdeckte nämlich aus seinen Papieren, daß er in Kairo "geboren war, und teilte ihn unter di& ägyptische Nationalität ein. Da jedoch für dieses Jahr die ägyptische Quote komplett ist, blieb dem in Kairo geborenen Engländer, dem Sohn englischer Eltern, der stets in England gelebt hatte, nichts anderes übrig, als in die HeimäT zurückzukehren. Andere Mißhelligkeiten entstehen durch die Frage, wie der Einwanderung aus einem bestimmten. Lande Halt zu gebieten sei, . wenn der-gesetzlich normierte Sättigungsprözeß bereits erreicht ist. Man hat zu diesem Zwecke eine strenge Vorschrift geschaffen, welche die ganze Verantwortung den Schiffahrtsgesellschaften auferlegt, obgleich diese, , während ihre Schiffe aus den verschiedensten europäischen Häfen ausgelaufen sind, nicht imstande sind, sich zu überzeugen, ob die Quoten bereits erreicht sind. Bringt eine solche. Gesellschaft überzählige Einwanderer ins Land, so wird sie nicht nur zu deren Rücktransport verhalten, es wird ihr überdies eine Strafe auferlegt, welche unter Umständen recht hoch ausfällt. So wurde jüngst die C u n a r d Linie zu der netten Summe von einer Million D o 11 a r verurteilt, weil sie eine Gruppe von ungefähr hundert Ungarn zuviel ans Land gesetzt hatte. Die Schiffahrtsgesellschaften weisen darauf hin, daß sie technisch nicht in der Lage sind, jenen Anforderungen zu entsprechen, und daß überdies’ kein Auswanderer abreist, der nicht das Visum des amerikanischen Konsuls (welches zehn Dollar kostet) in seinem- Passe hätte und das als Garantie zu gelten hätte, daß sich der Einwanderung kein weiteres Hindernis in den Weg stellt. Aber alle Proteste nützen nichts, die Reeder tragen die Verantwortung und nicht die Konsuln und die Zeiten sind, wer weiß, für wie lange 7vorbei, da i Amerika für' ungezählte Tausfcnde von Europäern die letzte Zufluchtstätte bedeutete. ' Austritte aus dem Judentum. Jelinek Julie, geboren 12. Dezember 1895 in Wien, Verkäuferin, XV11I., Währingergürtel 31. — Tachauer Moritz, geboren 26. August 1877 in Wien, V., Einsiedlerpatz '6. — Neßler Viktor, geboren 20. Juni 1869 in Präg, Beamter/ XIV., Reindorfgasse 42. — Bokor Leo, geboren 31. jänner 1884 in lglau, Korrektor, IX., Boltzmanngasse 24. — Rosner Selma, geboren 30. September’ 1899 in Boskowitz, II., Obere Donaustraße 12. — Hayek Emma, geboren 28. September 1897 in Wien, XIV., Sechshauserstraße 12. — Dr. Frydmann Richard, geboren 21. Oktober 1882 in Wien, Sektionsrat, I., Rathausstraße 17. — Drix Symionka Fanny, geboren 22. September 1900 in Lemberg, Privat, XV11L, Staudgasse 42. — Grünhut Emmy Ucy Elisabeth, geboren 3. Juni 1897 in Wien, XVI!!., Staudgasse 42. — Grüuhut Edith, geboren 13. Juni 1919 in Wien, XVJ1L, Paulinengasse 11/7. — Mittler Hans, geboren 14. Mai 1880 in Wien, Ingenieur, VII., Zieglergasse 8. — Benedek Therese, geboren 24. März 1894 in Rabahidoly, Haushälterin, XIV., Flachgasse 42. — Landor Bela, geboren 11. Oktober 1899 in Marostihdas, Student, Vlll., Lerchen- Jelderstraße 58. — Bergei Otto, geboren 27. September 1903 in Wie«, XIX., Silbergasse 19. — Schwarz Ludwig, geboren 22. Jänner 1887 in Wien, I., Karlsplatz 3. — Rosenbaüm Fanny, geboren 8. März 1897 in Mährisch-Neustadt, XIX., Glatzgass'e 4. — Mosiovici Heinrich,'' geboren 10. Februar 1893 in Pioesti, II., Obere Donaustraße 33. — Stern Rosa, geboren 21. Juni 1904 in Baden, Gymnasiast, I., Landesgerichtsstraße 18. -- Kurmanu Josef, geboren 2. Jänner 1896 in Wien, Friseur, XIII., Speisingerstraße 17. — Stern Elisabeth, geboren 13. August 1899 in Budapest, XVI!., Herbeckstraße 75. — Neumann Hedwig ged. Pokorny, geboren 4. Dezember 1888 in Wien, X., Quellenstraße 38. -r Tauß Hilda, geboren 7. Jänner 1886 in Wien, XIII., Hernstorfgasse 19. -- Milch Margarete, geboren 25. Mai 1887 in lglau, XVI., Herbststraße 37. — Fuchs Egon, geboren 7. Dezember 1906 in Lichtenberg, XVI., Herbststraße 37. -- Fuchs Walter, geboren 25..Jänner 1906 in Charlottenburg, XVI., Herbststraße 37. — Fuchs Wilhelmine, geboren 27. Juli 1885 in Wien, Privat, XVI., Herbstsstraße 37. r- Fuchs Gottfried, geboren 27. April 1870 in Wien, Privat, XVI., Herfeststraße 37. — Sauberer Fritz, geboren 4. März 1915 in Wien, ff.» Ybbsstraße 14. — Sauberer Margarete ged. Graf, geboren 12. Jänner 1896 in Wien, ll., Ybbsstraße .14. — Graf Valerie, geboren 11. Juli 1898 In Wien, X., Troststraße 105. — Neumann Hugo, geboren. 11. Jänner 1891 In Wien, Buchdrucker, X., Quellenstraße 58. — Rubinstein Rita geb. Blumau, geboren 5. November 1895 in Bukarest, I., Kohlmarkt 12. — Rubinstein Markus, geboren 23. Juli 1883 in Galatz, Kaufmann, I., Kohlmarkt 12. _ * Das Neueste ist... Das Neueste kt namlidi, daß Milch sehr leicht zu Wasser wird. Diese kostbare Flüssigkeit — Milch nämlich —- braucht nur in gräfliche,; dazu geeignete Hände zu gelangen, und dos umgekehrte j Wunder vollzieht sich miit ■umso größerer Geschwinidig-! keit, ails der Segen des Papstes auf dem Gelde für die, Milchlieferung ruht. Wieder erweist die Fämilienzärt- - Iiehikeit ihre bindende Kraft. Pflichtgefühl,, Ehrlichkeit, Verantwortlichkeit für den Schutz von hilflosen Rin- dern sind alle sehr schöne und achtenswerte Empfindungen — die Liebe aber ist die größte unter ihnen. Nämlich die Cousinenlicbe. In den ' beteiligten Partei- : kreisen macht sich unter der Einwirkung ihres segens- ' vollen Wirkens ein allgemeines Abmcken bemerkbar.. Bis zu den Aufklärungen in der Oeffentlichkedt hatte j offenbar niemand die leiseste Ahnung davon gehabt,. - daß Milch dicker ist als Wasser, und daß die fünfzig; Millionen des Papstes nur die Wirkung gehabt hatten, , dlie Unterernährung des gräflichen Portemonnaies zu ’ bekämpfen. Fünfzig Millionen sind ja ein so geringfügiger Betrag, daß man ihn leicht verlegen kann oder ' in eine falsche Tasche stecken, besonders wenn es die Tasche eines teuern (sogar sehr teuern) Vetters ist. Als , ein Morgen die zwar nahrhafte aber nicht sehr ehrenvolle Aufklärung brachte, ging ein Rauschen und Schauern durch den frommen Clan und ein Funktionär nach dem anderen hob seine Hände gegen Himmel, zeigend, daß sie erstens, rein, zweitens leer seien. Man suchte die leiseste- Spur eines Juden in der Affäre, und beklagte aufs wärmste, daß die gräfliche Söppe sogar die Haarprobe bestehen konnte. Die bewährtesten Schlagworte mußten außer Kurs gesetzt werden — das Haar in der Miilchsuipipe war leider, leider nicht jüdis-chen Ursprunges. Kater Murr. * Dubflow — Professor an der litauischen Universität. Aus ICowno. wird gemeldet: Am Tage der Eröffnung der litauischen Universität wurde der bekannte jüdische Historiker Simon Dubnow von detr historisch-ip'hilologischen Fakultät zum ordentlicheen Professor an der litauischen Universität ernannt. * Pogromhetze der Wrangelschen Offiziere in Konstantinopel. Die in Konstantinoipel lebenden Wrangel- Offiziere lassen keine Gelegenheit Vorbeigehen, ohne ihr Mütchen an den Juden zu kühlen. Sie geben immer neue Broschüren und Flugblätter heraus, in welchen nachgewiesen wird, daß die Juden für den Ruin Rußlands verantwortlich sind und daß die Rettung Rußlands erst nach der gründlichen Abrechnung mit den Juden erfolgen kaum Gegenwärtig veröffentlichen sie ein angebliches Tagebuch von Trotzki, das von einem Denikin-Offizier im Salonwagen Trotzkis wäh- I rend der Schlacht in der Gegend von Kursk ^gefundene wurde. Das Tagebuch enthält die Memoiren Trotzkis von 1916, in Genf bis 1919. Die Trotzki unterschobenen Aufzeichnungen besagen, daß Trotzki schon damals be- schlossen hat, das. in Rußland in den zahlreichen Pogromen vergossene jüdische Blut am russischen Volke zu rächen. Da die Bechuldigung, daß alle Juden Bolschewiken sind, nicht mehr zieht, verfielen die Wrangel- Offiiziere auf die neue Idee, Trotzki zum jüdischen Helden zu stempeln, der die Vernichtung Rußlands als Vergeltung für die jüdischen Pogrome unter dem Zaren-Regime beschlossen hat und gegenwärtig in die Tat umsetzt. (J. C. B.) * Die sephardisebe Gemeinde von Serajewo für nationale Institutionen. Die sephardische Kultusgemeinde von Serajewo. hat in ihrem Budget für 1922 für den Keren Hajessod K 20.000, für die hebräische Schule K 12.000 und für das dortige zionistische Organ „Zidovska Svijest“ K 6000 bestimmt * Ghetto in Jerusalem. Der »Hator* in Jerusalem, das Organ des Misrachi, beschäftigt sich in seiner letzten Nummer mit den Zustande^ unter dem Chaluka-Judentum . in Erez Israel. Nach diesem Bericht besteht das selbstgeschaffene Ghetto der Chaluka-Orthodoxie in ungeändertem Zustande weiter. Die Kolelim, die zahlreichen landsmannschaftlichen Gemeinden, welche das beschämendste Zeichen dieses Ghettogeistes sind, bestehen wohl weiter, aber sie haben jeden Einfluß eingebüßt Das einzige sichtbare Zeichen ihres Vohandenseins sind ihre traditionell gewordenen Streitigkeiten. Auf diese Vorgänge wurde die Aufmerksamkeit einer weiteren Oeffentiichkeit gelenkt, als die „Kolelim“ einen jüdischen Gerichthof (Beth Din) für nicht geeignet fanden, in ihren Zwistigkeiten zu entscheiden, und zur Entscheidung ihrer Prozesse einen arabischen Gerichtshof anriefen, also nicht einmal ein staatliches Gericht! Sehr richtig macht der misrachistische „Hator* die Leiter der Chaluka in der Galuth an diesem Skandal mitverantwortlich, die sorgen müßten, daß solche Vorfälle verhütet werden. — Das ist das palästinensische Judentum, auf welches sich die europäische Trennungsorthodoxie stützt und das sie gegen den Zionismus ausspielt l * Briefverkehr mit Jugoslawien und der Tschechoslowakei. Wie im Verkehr mit dem Königreich 8. H. 8. sind vom 27. d. M. angefangen auch im Verkehr mit der Tscheche-Slowakei nur mehr voll freigemachte Briefsendu n g e n zugelassen. Nicht oder nicht vollständig trelgemachte Briefsendungen werden den Absendern zurückgegeben, wenn ,sie bekannt sind, und sonst als unabsendbar behandelt. Im Verkehr mit der Tschecho-Slowakei sind außerdem auch Karten mit bezahlter Antwort ausgeschlossen. . * Streik der Transportarbeiter in Graz. Aus Gr aß, 24 d., wird gemeldet: Heute mittags sind hier die Seffe Bj . Transportarbeiter in den Ausstand getreten, weil difl - Unternehmer sich weigerten, eine a-uf Grund der Indexe Ziffer errechnete zwanzigprozentige Lohnerhöhung zt(; bewilligen. * Keine Erhöhung der Strompreise bis März. Wi4( '■verlautet, wurde im Rathaus beschlossen, die Preise Jur den elektrischen Strom vorläufig nicht weiter zuj .erhöhen. Die Strompreise für die laufende Periode, dies Mitte Februar begonnen hat und in der für' die Hekton Wattstunde Lichlstrom 22 Kronen und Kraftstronf . 16 Kronen zu zahlen sind, werden also für die Ablese-» ippriode (sie dauert beim Lichtstrom ‘bis Ende. März)] ‘nicht teurer zu stehen kommen.'. ' . * Die dänische Kinderhilfe, Im verflossenen Jafirl hat die dänische Kinderhilfsaktion 5584 Kinder aus Deutsch« ‘Österreich für einen mehrmonatigen Aufenthalt" nach .Dänemark gesendet. Seit September 1919 weilten ausf Deutschösterreich 26.456 und aus dem Deutschen.Reiche 5428 Kinder zeitweise in Dänemark. Lebensmittel und! Kleider wurden in dieser Zeit aus Dänemark für 170.ÖÖ0 dänische Kronen nach Deutschösterreich und in dem Deutschen Reiche und für Kinderhilfszwecke nach Belgien 25.600 da« Nische Kronen, nach Rußland 29.500 dänische Krönen und 40.000 Francs, nach Paris 5000 dänische Kronen und nacli Polen 33.775 dänische Kronen gesendet. Außerdem wurden Spenden für Spitalszwecke in Deutschösterreich und im Deutschen Reiche verteilt. * Die Kraftwagenabgabe. Der größte Teil de? Wiener Privatautomobilbesitzer hat die Abgabekennzeiche« für 1922 noch nicht behoben. Es wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Unterlassung der Anbringung des Kenn« zeJchens, beziehungsweise die Nichtanmeldung abgabepflichtiger Automobile einer Geldstrafe bis zum Fünzigfachen des verkürzten Abgabebetrages, beziehungsweise einer Ordnungsstrafe bis zu K 500.000 unterliegt. Im Fallt* Von Beanstandungen wird der Magistrat von dem gesetzt liehen Strafrecht bis zum höchstzulässigen Ausmaß« unnachsichtlich Gebrauch machen. * Gesnndheitsverhältnisse im Jänner. Mit dem Eilt* .treten der Grippeepidemie Mitte Dezember ist der Krankenstand und. die.Sterblich keit gestiegen. Die Sterblichkeit im Jänner war diö höchste in den gleichen Monaten der letzten fünf Jahre*;Den 2300 Lebendgeburten standen 2896 Todesfälle gegen-! öder, das Bevölkerungsdefizit betrug daher 596, also fast ein Viertel der Lebendgeburten. Die Infektionskrankheiten gingen fast alle zurück, doch ist die Gesamtziffer auf 2889 durch die Grippeerkrankungen gestiegen. Im Jänner starben 2896 Personen gegen 2461 im Dezember. Die größte 'Zahl der Todesfälle entfiel auf die Krankheiten der Kreislauf« Organe mit 589. * Landru wird hingerichtet. Aus Paris wird ge« kleidet: Millerand hat das Gnadengesuch Landrus ver« worfen. Die Hinrichtung wird anfangs nächster Woche stattfinden. * Eine jüdische Volksschule in Breslau. Die gegetzestreuen luden haben in Breslau eine jüdische Volks« gchule errichtet, nachdem die Regierung hiezu die Genehmigung erteilt hat Die Umwandlung der Schule, di« vorläufig als Privatschule geführt wird, in eine öffentlich« I st in Aussicht gestellt * Ziehung der Losanleihe. Am I. März I. J. um l/29 Uhr vormittags findet im Sitzungssaale des Bankogebäudes, I., Singerstraße 17, die Verlosung der 4%igea Österreichischen Losanleihe vom 1. März 1920 statt Da? offizielle Verlosungsergebnis wird in der „Wiener Zeitung“ vom 2. März 1. J. verlautbart werden. Außerdem sind offizielle Ziehungslisten ab 6. März 1. J. bei der Direktion der Staatsschuld und der Liquidatur für die Staatsschuld I., Singerstraße 17, unentgeltlich erhältlich. * Ein Rockmarder im Allgemeinen Krankenhaus, In den letzten Tagen wurde im Allgemeinen Krankenhaus von Patienten Klage geführt, daß ihnen, während sie bei der Behandlung im Zimmer weilten, im Vorraum ihre Ueberkleider gestohlen wurden. Nun ist es der Partie des Kriminalbeamteninspektors Narozny gelungen, den Täter in der Person des 29jährigen, unterstandslosen Emmerich Eßler auszuforschen und zu verhaften. Eßier gesteht zwölf Winterrockdiebstähle im Krankenhause und auf der Poliklinik ein. Geschädigte werden ersuch^ sich im Sicherheitsbureau, IX, Roßauer- I ä n d e 7, Zimmer 98, einzufinden. * Verhaftung einer internationalen Scheckfälschef* bau de. Den angestrengten Bemühungen der tüchtigste« Wiener Polizeibeamten, mit Polizeirat Dr. Vetters an der Spitze, ist es geglückt, eine internationale Hochstaplerbande, die in allen Weltstädten auf tausende Dollar läutende Schecks gar nicht existierender Banken abgesetzt: hat, unschädlich zu machen. Es gelang, nicht weniger als siebzehn Mitglieder dieser Bande dingfest zu machen. Die Verhaftung ihres Hauptes, Melchior Horvath, erfolgte dieser Tage in Berlin. Die Wiener Polizei hat die deutschen Behörden um Auslieferung des Gauners ersucht * Fürsorgekomitee für Palästina-Emigranten, kl.» Zirkusgasse 33. Spendenausweis Nr. 2 vom 25. jänner bis 15. d. M. Vorstand des Israelitischen Tempelvereins, VIII., Neudeggergasse, K 92.100, Sammlung Schioma Picker: 8. Picker K 5000, Aron Picker K 10.000, Frau Buller K 10.000, Moses Marder K 5000, Goldberg K 200H, Zimmer K1000, Salomon K1000, Div. K 6000, zusammen K40.000, S. Tugendhat K 50.000, Bezirkssektion XX, Referent Woll Grünfeld, Sammlung Mechel Zipper: Adolf Rübenfeld, Dorf, Turteltaub, Asrilen, Mechel Zipper je K 1000, Leo Segall K 2000, Div. K 5400, zusammen K 12.400, Sammlung Isaak Goldberg: Karl Immergut K 2000, 8. Eriedmann, 8. Gronich, M. Kammermann, I. L. Lustig, Wenkert, Kawallek <L Co., H. Träger je K 1000, Div. K 3100, zusammen K 12.100. Sammlung Malvine Epstein: Div. K 1000, Sammlung Emilie Weiß: Engeistein K 1000, Div, K 2400, zusammen K 3400. Sammlung Emilie Ungar : Dr. Rudolf Fleischmann K 1000, Div. K 600, zusammen K 1600. Sammlung Max Ehrlich: Wilhelm Silber, Graz. R. Büllmann, Graz, Daniel Hermann, M. Ostermann je» K 1000, Div. K 4000, zusammen IC 8000, zusammen K 38.500. Fr. Dr. Marischka Jordanej, Palästina, Lire 5Q, Sammlung Olga Epler K 30.500, 1 französ. Franca 5 deutsche Mk., tschech. K 15, Ahawath Zion K 10.00q atfflkmrit. t^EIHeURGGAAS§»1p* i« A D