Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1101 (21.2.1922)
- Date
- 1922-02-21
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Nh 1 TOT Wien, Dienstag. WIE2TER "MORGENSEITüHÖf .» . i ^L'JuUi i Jw w Seite 5 Ernährung Günstige Fleischzufuhren. Gestern waren die Fleischzufuhren günstig ausgefallen, aus Ungarn und Jugoslawien waren insgesamt 19 Waggonladungen cingctrolfen, die hauptsächlich Schweine und Schweinefleisch enthielten. Trotzdem blieben d i e Preise sowohl im Großhandel als auch im Detail- Verkauf unverändert Bei anhaltend wärmerem Wetter ist jedoch mit einem Preisrückgang zu rechnen. Vorläufig beobachten die Händler eine abwartende Haltung. Der Verkehr hielt sich, wie gewöhnlich am Montag, in bescheidenen Grenzen. Die Grün warenmärkte verfügten bloß über Pestbestände der Vortage. Die Zufuhren' von Kartoffeln werden erst mit dem Eintreten besseren Wetters erwartet. Die Händler haben größere Abschlüsse im Inland vorgenommen, die jedoch wegen des Frostwetters nicht aut den Markt gebracht werden konnten. Der Verkehr war heute sehr schwach. Frei e jüdische Volksbüljne {Gastspiel lm Lastspieltheater Saintorvorateltuno H E UTE ®raM)Me BmaBaanma/Whfi Drama ln 3 Akten Vt8 Uhr abends: eSI^h SmSwb von Ossip'Dymow psgr Dos Theater Ist gthelatl ”383 <280 Bühne und Kunst. Das Wiener Burgtheater ohne Direktor. An'fron Wiftdgans teit seine Demission. gejgetesn tun:d . des'. Bu«rg?t(he.ä4er .wind vonsmiasfidhitlliiicih in d'en nächsten Monaten vom ObornegiöS'O'ir Devrien t . paovdjswi'seh geleitet wqpdtan. .irifrsseu, (ha. Herr Dr. Wildgams seine Demission ziütrüakzsuizjidhiein .miic/htt. beabsichtigt und diie Beste'l’lwg eines neuem Direktors,. wie an kcmipeten'lieir Stelle viensichert wird, mit großer Ueiberie^ysig s. erfolgen soll. - . . - , - Seit dem vorjährigen Konflikt des Burgth-eaterdsiireikt'ons rmiit dem Präsidenten Dr. V e t1 e. r wegen der Auffüihmmg von Shaws »Helden« wußte man, tüaß aufcjh mit dem Die-nstnintritt des Dichters AVildgsais nicht jene Konsolrdierrung. der Verhältnisse eingetreten ist, die allein den fruchtbaren "künstlerisdhem Betrieb an dieser hervqpragetKlea Staats, bühne verbürgt. . Wildgäns' beklagte sieh über Mangel an. Unsibhängigkeit. — Die Acra Wikdgans wahrte m kurz und die von iihim übemöihmeneu Verpflichtungen waren zu weitgehend, als daß nian , über sein Wirken als Bmrgthieatendtirelkkir ,eiin:.üirteii.i gewinnen könnte. ‘ (1Wir'^a]>'en ’soh^ni.hei seineni ^^iietnis.'tefn'fcriiftit zem 'ÄULdrü'Är' ^äbrdcht, . daß-'wiff ' es; bedaiuiem vwibr-dan, wenn, sich Amten Wilidgaras als ein geeigneter und amrtsibefließener Diirektor' Hrwisse.' Er' ist uns als Dichter m bedeutend und ' a4is Migsr, räragendier Künstler zw wertvoll, als daß man dhim die drückenden Fesseln einer anistfenigerkiien,'die besten Kräfte verzeihreindlcin Amtsfüliruing/(; daiuenrnd 'wünschte. Seime Rückkehr zürn Sdhreibtisdli begrüßen' wir in seinem Interesse n>nd im, Interesse der Kuinist. Wer aus dem ■ Wettlauf'••■tum' den öfledigiten Direfctacosifwjsiten siegreieli;'tervorgeihien wird, ist haitüdidh'tangewüß. ' Wir für tamseiren Teiil'.(halten es für gesohmacidas tanid müßig, »Trips«-au geben. Hoffen, wir, daß diese Krise eridlicfh -die. Luft reimiigit und.der Gesinndiuirug des großen, noch immer ganz hen'onrag&mdm Burgdieaters di-enHch ist. Raimund-Theater. i Gastspiel Leopold Kramer. Wilifoelim S cjh.tn i d t b p nn s auim ersten Mal ftufgefü'hirtes Lirafcsipdel »Die. Sch>a,n-sp 1 e 1 er« ist soziusagen 'himmellbliaiu gebunden und hat Goldschnitt. Ist aber doch nieiht kiitscfuiiig, vielmehr sympathisch echt. Ein Hagestolz fleht eine, jl.umge Jktau'Sipiolerin um eine einzige Stunde der Hingabe sin. Sie gewährt sie ihm ibclheitsvolil urni'd gütig, obwohl sie den siechen Graiulvopf narren wollte: Er breitet nun seinen ganzen Reiiöhltam ziu,ihren Füßen artus und bietet ihr die Eibe an. Sie lehnt a,b. Hoheitevoll wnid gütig. Untd gewinnt dimräh. seine .Vermittlung den Geliebten zurück, der;.s®e besohimipfl und verstoßen hatte. Das Stüde spielt im Söhaluispiiejerm'ilieu und ist eine Huldigung .für die heimatlosen und doch so : glücklidh-en, füll* die armen und dndh so reichen Mimen. Eine wantdenriide Kiomödrativtentruppe spielt neben dem söbnisüchtigen Sedhizigjährigein den Hauptipant./ Sie. bestehlt., aus drei Mädchen-, die i-m vornehmsten Sinne, des Wortes Damen sind, umid drei Mead gesiimnten, der Kunst mit Inbrunst ergebenen Jüngli-nngen., Lecpa’ii: Kramen, atüriniiisdh gefeiert, epuolit den Men Herrn miit Feuer, aber ein wenig gedkenibaft. Ei sieht mit. seiner koketten Hiaäirtradit melnr ...'einem verwöhntem' H ofsdhau-spielieir gleich, denn -einem einsamen, weltfremden Sdhlloßhiernn.. Wunderschön und winMiclh' adelig Aemme Röttgen, sehr. fein Lilly Karo ly und voll Verdienst Grete Witzln ä n n sowie die Herren Andersen, H ö r b i nger und D u sch ins U y. Edward L o i b n er. rst ein Komiker vmi Rang. O. A, Aus den Theatern. Im Burgtheater wird morgen „Theater* gegeben. Im Operntlieater geht morgen „De r Troubadour* in Szene. Kein Kartenverkauf. — Im Redoutensaai gelangt morgen, 7 Uhr abends, „Figaros Hochzeit* zur Aufführung. V o 1 k s o p e r. In der Volksoper geht heute „Die verkaufte Braut“ mit Fräulein Wagschal in der Titelrolle in Szene. Beginn Vs8 Uhr. Im Deutschen Volkstheater gelangt morgen das dreiaktige Lustspiel „Karussell0 von Louis Vern.euil, deutsch von Bruno Frank, in folgender Besetzung zur ersten Aufführung: Charlotte — Frau Ida Roland, Luden — Herr Lacktier, Jacques — Herr Ziegler. Spielleiter: Hans B r a h m. In den Kamm erspielen des Deutschen Volkstheaters ist die Erstaufführung der Wiener Komödie „Das Fräulein aus gutem Hause* von Siegfried Geyer und Betty Winter für Freitag den 24. d. M. um 10 Uhr als Nachtvorstellung angesetzt. Spielleiter: Dr. Heinz Sch u l b aur. Im Raimund-Theater spielt heute Leopold Kramer zum letzten Male ln dem Lustspiele „Die Schauspieler“ von Wilhelm Schmidtbonn dem „Herrn zu Pferde“. Freitag den 14. d. M. findet die Uraufführung des Theaterstückes von Ernst Lothar „Ich!“ statt. Im Josefstädte r - T h e a t e r wir Sonntag den 26. d. M., nachmittags V,3 Uhr, im Rahmen einer Kindervorstellung die Komödie „Robinson Crusoe“ zum ersten Male gegeben. Im Wiencr-Stadttheater gelangt Sonntag den 26. d. M., nachmittags, Vj3 Uhr, das Drama „Am Vorabend“ von Leopold Kampf zur Uraufführung. Die Hauptrollen werden von Chr. Hermann Storni und Heinrich Fuchs dargestellt. An allen Abenden dieser Woche gastiert Leopoldine K o n s t a h t i n in der Komödie „Tilla“. Wochensplelplan der Rolan d-B Ohne (Jüdische Bühne), II., Praterstraße 25. Heute, Dienstag, „Kapitän Dreyfti s", Schauspiel in vier Bildern von Meiseis. Mittwoch Sondervorstellung zugunsten der Aasspeisung „Orel-Rachel“. Zur Aufführung gelangt Libins Volksstück „Die S tiefmutte r*. — Donnerstag „D i e weiße Sklavin“. — Freitag „Der Tiger“, Schauspiel in drei Akten von Wohlmann. — Samstag „D er Korben fin Leicht sin n“, Lebensbild von Zaiatarewslci. — Sonntag Sondervorstellung. Gegeben wird „Borg mir dein Weib“, Lustspiel in vier Bildern von L a t e i n e A GastspielMizzi Zwerenzani Johann- S t r a u ß - T h e a t e r. Mizzi Z w e r e n z eröffnet im Johann-Strauß-Theater am 1. März ein. kurzes Gastspiel als Sylva Varescu in der Operette „0 i e. Csardasfürstin*, Bis dahin wird täglich „Eine Sommern a c h t“ gegeben. Elinor Tordis tanzt zum Besten der Greisenhilfe Montag den 27. d. M., 7 Uhr abends, im Festsaal der Schwarzwald-Schuten, I., Wallnerstraße 9. Karten in der Buchhandlung Frick, Graben 27, und bei der Kasse der Greisenhilfe, Hofburg, Amaüentrakt, Ludwig Barnay über seinen Geburtstag. Vor kurzem wurde der berühmte Schauspieler und Dramaturg Ludwig Barnay anläßlich seines 89. Geburtstages vie’fach gefeiert. Hiebei ergaben sich die verschiedensten Daten über seinen richtigen Geburtstag. Zu dieser Kontroverse ergreift nun Ludwig B a r n a y selbst das Wort und äußert sich in seiner heiteren Art über die Frage : „Ja, es ist richtig, sägt er,, leh bin nun wirklich achtzig Jahre alt geworden, das heißt, wenn man das Wort richtig sfireng nimmt, dann müßte man wohl, die Einsteinsche Relativitätstheorie zu Hilfe rufen, denn nach einer Inschrift meines Großvaters in einer alten Bibel wäre ich im Jahre 1842 am 5. Februar zur Welt gekommen. Nach Angabe meiner verstorbenen Mutter, die es doch eigentlich ziemlich genau wissen müßte, da sie vermutlich dabei persönlich anwesend war, ist mein Geburtstag der 11., während ein amtlicher Auszug aus dem Geburtsregister den 7. d. M. als richtig bezeichnet. Aber nach Ciceros Spruch hat die Gewohnheit ihr Naturrecht behauptet und so gilt der 11. als der richtig angenommene Tag unter den drei Geburtstagen, deren ich mich rühmen darf. Was aber zweifellos feststeht, ist die Tatsache, daß ich wirklich 80 Jahre alt geworden bin und damit die äußerste Grenze des Lebenalters erreicht habe, was der Psalmist mit den Worten bezeichnet: „Unser Leben währet 70 Jahre und wenn es hoch kommt, so sind es 80 Jahre, und wenn es köstlich gewesen ist, so ist es Mühe und Arbeit gewesen.“ Urania-Chor. Die Uebungen des erweiterten Urania-Chors finden jeden Montag von 7 Uhr abends an unter Leitung von Dr. Hans P 1 e ß im Strauß-Lanner-Saale des Konzershauses statt. Aufnahme finden stimmbegabte Damen und Herren vor jeder Probe. Gerichtssaal. Der Verkauf von Alkoholgetränken darf verweigert werden. In einer Zeit, in der über den ungeheuren Alkoholverbrauch in Oesterreich geklagt und von so vielen Seiten einem gänzlichen Alkoholverbot das Wort geredet wird, Ist eine Entscheidung von Interesse, die das Strafbezirksgericht über die Frage gefällt hat, ob die Verweigerung des Verkaufs von Alkoholgetränken als Verkaufsverweigerung im Sinne des § 482 St.-G. zu bestrafen ist. Die Verkäuferin in einem Bränntweingeschäft Rosa Hindeo war vor dem Strafbezirksgerichte I wegen Verkaufsverweigerung angeklagt, weil sie dem Anzeiger eine Flasche Kognak, der in der Auslage stand, nicht verkaufen wollte. Die Angeklagte rechtfertigte dies damit, dbß die in der Auslage ausgestellten Waren zu Reklamezwecken dienen und unverkäuflich seien. - Der Verteidiger bestritt, daß Kognak zu den notwendigen Bedürfnissen des täglichen Unterhaltes gehört, deren Verweigerung unter Strafe gestellt ist. Man kann ganz gut ohne Kognak leben und es sei gar kein Unglück, daß der Anzeiger die von ihm begehrte Flasche Kognak nicht zu trinken bekam. Insofern aber Kognak als Heilmittel benötigt wird, sei er in jeder Apotheke zu haben. Der Richter Laridesgerichtsrat Dr. Kramer sprach die Angeklagte mit der Begründung frei, daß Kognak nicht zu den Bedürfnissen des täglichen Lebens gehöre, sondern als L u x ü s a I k o h o 1ge„t r ä n k anzusehen sei. Hochfeine Stoffreste infolge Preisermäßigung und kleiner Regien rm billigsten bei ÖSHÜ L F8iED, V!., Linke Wienzeifg 40, M tiefe Die Nachzahlungspflicht für Jahresstreckenkarten bei Tariferhöhungen der Eisenbahnen. Ueber die Frage der N a c h z a h I u n g s p fl i c li f für Jahresstreckenkartenbesitzer bei Tariferhöhungen hat in den letzten Tagen der Bezirksrichter des Bezirksgerichtes für Handelssachen in Wien Dr. P o l i t z k i anläßlich einer Feststellungsklage, die der * Rechtsanwalt Dr. Bertold S c h a j o v; i c z in Atzgersdorf gegen die Südbahn eingebracht hatte, entschieden. Die ^Entscheidung ist für Jahreskartenbesitzer von prinzipieller Bedeutung. Dr. Schajowicz hatte . eine . Jahresstreckenkarte Wien—Liesing für die Zeit vom 1. Jänner bis 31. Dezember 1921 erworben und den hiefür angesetzten Betrag Ende Dezember bezahlt. Mit Rücksicht auf die eingetretene Tariferhöhung verlangte die Südbahn ab 1. Februar 1922 eine Aufzahlung; der Kläger hat gegen die Aufzahlung Protest erhoben. Der Richter hat die Klage a bg e w i e s e n. In der Begründung stützte sich der Richter hauptsächlich auf die Verordnung vom 10. Februar 1905 und vom 17.' Jänn er 1922, nach welcher Tarifänderungen gültig sind, wenn sie im V e r o r d n u n g s b l a 11 e für Eisenbahnen verlautbart wurden und es zur Kündigung genügt, wenn dieselbe in diesem Blatte erscheint. Der Kläger» wird -gegen das Urteil die Berufung einlegen. - Der Bukarester Kommwnistetiprozeß. Aus Bukarest wird uns geschrieben: In dem Prozesse gegen den Attentäter Max Gold« stein, der seinerzeit im Senat eine Bombe warf, vertritt der Militäranwalt Cernat die Anklage. Dieser Militär— anwalt glaubte auf das Gericht dadurch am besten wirken zu können, daß er . nicht nur gegen den Angeklagten persönlich, sondern gegen das gesamt e Juden t u m die Anklage erhob..Cernat gebrauchte in seinem Pläidoyer unter anderem die .folgenden Redewendungen: .„Max Goldstein wollte, mitgerissen von dem alles zerstörenden Haß, der die ganze Rasse, der er angehört, charakterisiert, unter den Ariern, den jahrhundertealten Feinden der Juden, den Terror verbreiten. Er wollte mit seinem Attentat das Haus der christlichen Verfassung tiiederreißen und bekundete bei dieser, destruktiven Arbeit, bloß gegen die verirrten und wandernden Söhne Israels, die vergebens die Sühne für den Judenfluch suchen, eine gewisse-brüderliche Teilnahme“. Diese Rede des Staatsanwaltes machte selbst auf die durchaus nicht judenfreundlichen Mitglieder des Gerichtes einen peinlichen Eindruck. Der Verteidiger Senator Dobr.escu, der übrigens Präsident der Bukarester A.dvokatenkammer ist, legte gegen die Art der Anklageführung energisch V e r w ahrung e i n und ’ warnte das Gericht davor, diesen Prozeß im Geiste des R a s s e n h a s s e s zu führen, wofür nach der Rede des Staatsanwaltes die Neigung vorhanden zu sein scheine. Die Psychiater und die Wohnungsnot. Der Hausbesitzer Adalbert Kauim ä n n hatte dem in seinem Hause wohnenden Kaufmann Desider W i g n e t die Wohnung gekündigt, weil. seine Frau durch die beengten Wohnungsverhältnisse gemütskrank geworden, sei und eine Besserung ihres Nervenleidens nur . durch eine Wöhnungsveränderung, beziehungsweise Vergrößerung erzielt werden könne. Sie benötige schon deshalb, ein Zimmer für sich, weil sie durch das Schreien des Kindes Im Schlafe gestört werde. Die Gerichtspsychiater bestätigten in ihrem Gutachten, daß der. physische Zustand der Gattin des Klägers sich durch das Beziehen einer größeren Wohnung bessern könnte. Auf Grunds dieses Gutachtens wurde vom Bezirksgericht Leopoldstadt der dringende Eigenbedarf des Hausbesitzers anerkannt und die Kündigung für wirksam erklärt. Das Ziyillandesgericht als Rekursgericht bestätigt dieses Urteil. Gegen diese gleichlautenden Urteile brachte Dr. H e r b a.i sch e;k für den Gekündigten die Revision an ’ den Obersten Gerichtshof ein, in welcher ein Wohnungstausch — und nur auf einen solchen lief die Klage des Hausbesitzers, hinaus — bei der heutigen Wohnungsnot als unzulässig bezeichnet wurde. Es sei vollständig neu, daß eine Mutter ihr Kind nicht schreien höre könne, eine Mutter m üs s.e ihr Kind schreien hören. Der “Oberste .Gerichtshof hat der Revision s t a 11 g e g e b e n,. die untergerichtlichen Urteile aufgehoben und die Kündigung für u n w i r k s a m erklärt.' Th der Begründung wurde hervorgehoben, eine Besserung' der Wohnungsverhältnisse des Klägers müsse durch ' Verfügungen im eigenen Haushalte herbeigeführt werdeh, ohne daß dem Beklagten die Wohnung entzogen wird. Eine günstige Rückwirkung der Uebersiedlünjg auf die Gattin des Klägers wird vom Obersten Gerichtshof, entgegen dem Gutachten der Psychiater, für fraglich erklärt, , Rumänien verweigert die Rechtshilfe. In der beim Zivillandesgericht anhängigen Rechtssache Jakob K r u m h o 1 z gegen ' Rudolf Ha y es . wegen K 25.000 hat der Richter Hofrat Dr. Hayek au das Bezirksgericht Czernowitz das Ersuchen um Vernehmung des Klägers als Partei gerichtet. Trotz wiederholter Urgenzen ist aber keine Antwort. eingelangt. Hievon hal das Zivilländesgericht die Parteien mit dem Bemerken verständigt, das Gericht habe inzwischen erfahren, dag Rumänien die Rechtshilfe verweigert l’WZ'IHBU ÜGG AS5E* 10*13 I- A D LC