Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1094 (14.2.1922)
- Date
- 1922-02-14
- Page
- Seite 5 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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m TOM_ Wien, Dienstag WTCTCT WQmnmZEirtm(F_ 14. Februar 1922 _Seite]? Auf Grund der Erhebungen ist mit großer Wahrscheinlichkeit anzunehmen, daß als Verbreiter der falschen Noten der vierte Partner, der 42jährige Kaufmann Odorice di Luoardo aus Udine in Betracht kommen dürfte. Er soll bei dem Spiel am 10. d. M. etwa 18 bis 20 solche falsche Noten verspielt und sie imselnen Socken versteckt getragen haben, von wo er sie, wenn er wieder Geld benötigte, einzeln h e r a u s n a h m. Seihe Ausforschung ist eingeleitet. Die Hazardpartie hat am 10. d. M. von Va2 bis 7*5 Uhr nachmittags und am 11. d. M. von 9 Uhr abends bis Mitternacht gedauert. Während der Spielpartie am 11. d. M. ist Mazetfi, der die Bank hielt, plötzlich aufgesprungen und hat behauptet, daß die I00-Lir,e-Noten Madottis falsch seien. Madotti hat das in Abrede gestellt und seine Brieftasche offen auf den "Osch gelegt. Mazetti soll sich auf die Brieftasche gestürzt und das Geld, darunter auch 2000 deutsche Reichsmark, 5000 ungarische Kronen und mehrere 100-Lire-Noten herausgerissen und unter die übrigen auf dem Tische liegenden fremden Banknoten, unter die er auch einige 100-Lire- Ocheine aus eigenem, Besitz warf, gemischt haben. DI Lunardo, auf den die Verausgabung der Falsifikate zurückzuführen sein dürfte, soll sich im Vorjahre wegen Fälschung von Lirenoten in Tarvis in Haft befunden halben. Zionistisches Landeskomitee für Oesterreich. Donnerstag den 1 6. d. M. findet um? Uhr abends im lokal, II., Taborstraß e 20a, eine Vorbesprechung Üer Lektor e u des Seminars mit den bisher gemeldeten Hörern statt. Sämtliche Hörer und Hörerinnen werden auf geio fdert, zu dieser Besprechung pünktlich zu erscheinen. Separate Einladungen e rgehen nicht •Personalnachricht. Fräulein Regi Hammer, die Tochter des Stampiglienfabrikanten Moses Hammer, Wien, hat sich in Berlin mit Herrn Benjamin, Iscovjtch vermählt. — Herr Moses Hammer hat uns aus diesem Anlasse für durchreisende Chaluzim den Betrag von K 10.000 übergeben, den wir dem Wiener Fürsorgekomitee für Palästina-Wanderer übermittelt haben. Zionistisches Landeskomitee. Heute, 6 Uhr abends, findet im Bureau des Landeskomitees, II., Taborstraße 20a, die Sitzung des Initiativkomitees der zionistischen Frauenorganisation statt. Begräbnisse am heutigen Tage.. A 11 e r F r.i e dh o f: 9 Uhr Trentschiner Emma, 10 Uhr Guttmann Robert, M Uhr Bernfeld Betti. — Neuer Friedhof: 9 Uhr Krall Samuel, 9 Uhr 40 Min. Drösel Schwadron, 10 Uhr 20 Min. Meier Therese, 10 *Uhr 30' Min. Berger Jpsef, 10 Uhr 40 Min. Geiger Leopold, 11 Uhr, Tuschak Fritz, 11 Uhr 30 Min. Canetti Abraham. — Döblinger Friedhof: 11 Uhr 30 Min.. Kafka Ida. Amtlicher Wetterbericht. Während in Westeuropa die Temperatur weiter stark zugenommen hat (Mittags, bis zu 4*12 Grad) ist es in Oesterreich unter dem Einfluß südwestlicher Bodenwinde wieder kälter geworden. Meistenorts war die Temperatur unter —10 Grad, in Steiermark stellenweise unter —15 Grad. Auch tagsüber hielt der Frost an. Voraussage: Heiter, stellenweise i\^prgemje.be!,^tär^er^tägh*cher<Temperatürgang:, nach nachts tün'd morgens; s f r e n g e r1 F ros t. Tagesfrost wahrscheinlich nur mehr zwei bis drei Tage andauernd. — Seit, vorgestern ist ein Teil des Donaukanals ganz zugefroren, was sich seit langen Jahren in Wien nicht ereignet hat. Mißbrauch bol Sammlungen für Invalide. Die Reichsvereinigurig der österreichischen. Kriegsbeschädigten, Kriegerwitwen und Waisen , hat eine Sammeltätigkeit entfaltet, die in einzelnen Fällen zu polizeilichen und gerichtlichen Erhebungen Anlaß gab. Um die Tätigkeit zu überprüfen und allenfalls vorgekommene Mißbräuche aufzudecken, wäre es im Interesse der Untersuchung gelegen, wenn sich alle die Personen, die dem Sammler Johann Rubesch Geldspenden' ausgefolgt haben, im Sicherheitsbüreau der Polizeidirektion, IX, Rosauerlände 7, Tür 87 (Polizeikommissär Dr. Kreis), melden Wollten. {osefstädterstraße 56, Frauen Versammlung, teferent: Dr. T äg I i c h t. Gäste willkommen. Die Zionistische Frauenorganisation für die westlichen Bezirke veranstaltet für die Zöglinge der Heimstätte VI eine Chamischa-Assar-Feier. -=-FrauenversammIung. Am 16. d. M., 6 Uhr abends, findet Im Sitzungssaal des Gemeindehauses, II., Karmelitergasse, eine Frauenversammlung statt. Thema: Jüdische Frauenarbeit. Gäste willkommen. — Jüdische Tischgesellschaft Alserstraße und Umgebung. Morgen, 8 Uhr abends, Vortrag Professor Dr. Wilhelm Stein: Heine und die 1 u d e n. Cate HamerUng, Hamerlingplatz, Souterrain. Gäste erbeten, — Zionistische Bezirksorganisation Brigittenau. Heute, l/88 Uhr abends, im Cate Neptun, XXT, Gaußplatz 7, Kultuswählerversammlung. ' Referent: Ihg. Robert Stricker. Um zahlreiches' Erscheinen Wird gebeten. C o n c o r d i a - B a 11. Für die Besucher des Concordia-Balles (29. d. M., Konzerthaussäle) Werden Nachtzüge der Straßenbahn zur Verfügung stehen, die in der Zeit von I Uhr bis 3 Uhr nachts vom Konzerthause aus' nach allen ' Hauptrichtungen verkehren. Das Komiteelokal befindet sich I., Rudolfsplatz 12, 2. Stock. Kartenausgabe täglich von 10 bis 12 Uhr vormittags und 3 bis 5 Uhr nachmittags. Es wird besonders darauf aufmerksam gemacht, daß Herren ausnahmslos im Frack erscheinen. Smoking' ausgeschlossen! Urania. Heute, 5 Uhr (Großer Saal) Indien. — Vs6 Uhr (Kleiner Saal) Geschichte und Kultur der Sudetendeutschen, V. Hofrat Professor Dr. Rudolf Wolkan: Die Literatur der Sudetendeutschen. — llt6 Uhr (Kurssaal) Dozent Oswald M u c k: Die Biene als Bautier. — ‘46 Uhr (Klubsäal) Dr. Josef Z u t h: Instrumentalkurs für Gitarren- und Lautenspie!, II. — '48 Uhr (Großer Saal) Das Gottesniann-Quartett. — ‘48 Uhr (Kleiner Saal) Hofrat Ing. Rudolf P o z d e n o: Die wichtigsten experimentelle:! Grundlagen der Relativitätslehre. — Vs6 Uhr (Kurssaä!) Dr. Karl F e r r i: Die naturwissenschaftlich-einheitliche Weltanschauung, IV. — *48 Uhr (Klubsaal) Instrumentalkurs für Gitarren- und Lautenspiel, I. D i e R e g e n b o g e n f a r b e n des Lichtes. Die Zusammensetzung, des weißen Lichtes der Sonne mit den bekannten, durch das menschliche Auge zu unterscheidenden sieben Regenbogenfarben (Spektrum) wird Hochschulassistent Dr. Rudolf S c h m i d am Donnerstag den 16. d. M., Vj8 Uhr, im Kleinen Saale der Urania in einem Lichtbilder- und Experimentalvortrage zeigen. Personalnachricht. In tiefer Trauer geben wir allen Bekannten Nachricht vom Ableben unserer teuren Mutter, der Frau Klara Heller, welche Samstag den 10. Februar L J. verschied. Das Leichenbegängnis findet morgen, Mittwoch, den 15. d. M., 11 Uhr vormittags, vom Zentralfriedhof, 3. Tor, aus statt. F a m i I i e Heller. Ernährung. Der Marktbericht. Sehr großes Fleischangebot. — Preisrückgang für Schweinefleisch und Fett im Großhandel. In der Großmarkthälle waren gestern nicht weniger als 23 Waggons mit verschiedenen Fleisehgattungen aus Jugoslawien, Ungarn, Polen, Oberösterreich und Steiermark angekommen. Da namentlich Schweine und Schweinefleisch stark vertreten sind, trat ein leichter Preisrückgang im Großhandel ein, der jedoch leider im Kleinhandel nicht fühlbarwurde, Wo die Preise u n v e r ä n d ert hoch blieben. Der anhaltende Frost; . ermöglicht es, die ein-: langenden Freischmengetrso. lange, aufzubewahren, bis die Nachfrage, die erst gegen Ende der Woche stärker wird, die S pek.ul ä t i o n der FI e i sc h w ucherer unterstützt. Bei eintretendem wärmeren Wetter könnte man irrt Rücksicht auf das reichlich zur Verfügung stehende Material mit einer Verbilligung auch imDetailverkauf rechnen. Die Preisermäßigungen, die gestern im Großhandel eintraten, werden hauptsächlich von den Unternehmern von F a s c h i n g s.u n t e r h a 11 u n g e n zu größeren Ankäufen ausgenützt Sie betrugen bei Fleisch- und Fettschweinen je K 60, bei Schweinefleisch K ,60, bei Speck K 150, bei Filz K 100 per Kilogramm. Auf den Grünwarenmärkteh ist das Bild weiter trostlos. Infolge des Frostes waren die Gärtnerzufuhren ganz belanglos, an Kartoffeln herrscht. nach wie vor empfindlicher MangeL Eier sind überhaupt nicht zu sehen. Freie jüdische Volks btth n & Gastspiel im Lustspleitheater Sondervorstellung V»8 Uhr abends: DER LRüDSMfllSli von^chafo m Abc! Freitag den 17. Februan Premiere Der Singer ff in sein Trauer Ein Spiel von Osslp Dymow.' 4285 ÜBST Das Theater Ist gehe 1 z 11 'MA Fräulein Rantzau, eine Magd — Fratr Weil, eine Jungfrau — Fräulein Huber, eine Alte — Frau Bleckmann. Musikalische Leitung Herr Dr. Weirich. Inszenierung Herr Oberregisseur Markowsky. Beginn '48 Uhr. Im Deutschen Volks (heater gelangt heute, ferner Donnerstag den 16. d. M., Freitag den 17. d. M. und Sonntag den 19. d- M. Wedekinds „L u l u“, mit Ida Roland in der Titelrolle, zur Wiederholung. In den Kammerspielen des Deutschen Volkstheaters wurde für.heute, ferner für.Donnerstag.den 16. d. M. und Freitag den 17. d. M. der Schwank »Der Keuschheitsapostel“ von Beda und Fritz Grünbaum angesetzt. v An der Neuen Wiener Bühne bleibt das erfolgreiche Schauspiel »Ta garin“ mit Oskar Beregi und Leontine Sagan als Gästen, auch weiterhin auf dem Repertoire. Ini Raimund -Theater findet - Samstag den 18. d. m. die Erstaufführung des Lustspiels von Wilhelm Schmidtbonn „Die Schauspieler“, mit Leopold Kramer, dem langjährigen Mitglied des Deutschen Volkstheaters und gegenwärtigen Direktor des Deutschen Theaters in Prag, als Gast, in der Rolle des „Herrn zu Pferd“ statt. Dieses Gastsp ei wird nur Sonntag, Montag und Dienstag wiederholt, da Herrn Kramer eine längere Abwesenheit von Prag nichf möglich ist. ' 4 Verein Freie jüdische Volksbühne. Sonntag den 19. d. M., 3 Uhr nachmittags, findet Im Lustspieltheater. eine Wiederholung der L Volk s m a t l n e e (Goldfaden-Warschawski gewidmet) mit einigen Aenderungen im Goldfaden-Teil statt. MitwirkendeFrau Weintrau b - G r a f, die Herren Isak Deutsch, und Benzion S i g a 11. Am Klavier Herr Marco G 0 Id i m Einleitende Worte Herr Mendel Singer. Für Vereinsmitglieder Regiekarten zu K 50, 100 und 200, die fra Vereinssekretariat, II., Untere Augartenstraße 11, täglich zwischen 7 und 9 Uhr abends und in den Zahlstellen des Vereines erhältlich sind. Ein angelsächsisches Bühnenkartell; Aus Washington - wird gemeldet, daß zwischen Vertretern englischer und amerikanischer Bühnenvereinigungen ein Uebereinkoramen abgeschlossen worden sei, das in Hinkunft das Auftreten von fremden, diesen Vereinigungen nicht angehörenden Schauspielern unmöglich machen soll. Dirigent für ein Bias-Orchester für Palästina gesucht. Bewerber mögen sich von 9 bis 10 Uhr im Arbeitsnachweis, II., Taborstraße 59, melden. Sondervorstellung in der Freien jüdischen Volks* bühne. Mittwoch den 15. d. M. findet eine So a d e rvorstel 1« ng statt, deren Reinerträgnis nationalen Zwecken zufällt. Es wird zum ersten Male der Einakter „DieSchwestern“ von J. L. P e r e z aufgeführt, ferner Pinskis „Glyksvergessene“ und Szenen aus »Meschiachs Z a j t e n“ von A, Goldfaden. Gerichtssaal. Vorsicht mit 10.000-Kronen-Scheinen. Die Private Josefa Brunner hatte bei der Polizei folgende Anzeige, erstattet: Sie habe, da sie sehr arm sei, von einem Verwandten einen 10.000-Kronen-Schein erhalten. Außer diesem Schein besaß sie noch einen 1000-Kronen- Schein. BeideScheine legte sie in ihre Geldtasche und ging in das Pferdefleischgeschäft der Regine Z i s 1 a w s k y, XVL, Hubergasse 3. Sie kaufte dort um einige hundert Kronen Fleisch, bezahlte sie mit einem der beiden Scheine Herrenlose Schätze. Wiederholt wurde betont, daß Im Publikum eine gewisse Fahrlässigkeit herrscht, durch die mitunter kostbare Dinge verloren gehen. Viel weniger ajs früher bekümmern sich die Leute um ihr verlorenes Eigentum. Zu . den großen Seltenheiten aber gehört es, daß sich Verlustträger auch um Juwelen, deren Wert in die Hünderttausende geht, nicht bekümmern. Seit einiger Zeit erliegen im Fundamte der Polizei direktion drei besonders kosibare S ch m u c k g e genstände, die bisher nicht reklamiert worden sind, und zwar eine Brosche aus Gold, eine Platinhalskette und eine Platinbrosche. Verlustträger können sich im Fundamte der Polizeidirektion, IX, Berggasse 43, Tür 34, zur Geltendmachung ihrer Ansprüche melden. MilHonehdiebstähle. Gestern nachts wurde das Geschäft des Kaufmannes Karl K o I I mann, Ferdinandsstraße, erbrochen. Gestohlen wurden zwei Dutzend Boxcalf, ein Dutzend Rindsbox, zwei Pakete Chevreau, zusammen im Werte von einer Million Kronen. — Dem Schauspieler G. Huber wurde gestern abends aus dem Vorzimmer, Schwarzspanierstraße 15, ein Herrenpelz, und ein Pelzmantel, zusammen fünf Millionen Kronen wert, gestohlen. — Aus Innsbruck ist der 22jährige Josef Schwelger aus Tondern in Dänemark nach Diebstahl eines Halsbandkolliers, einer Brosche und eines Ringes, fünf Millionen Kronen wert, flüchtig geworden. ■• Tödlicher Unfall durch einen Füllofen. Am 12. d. M. ist ini! Sanatorium Fürth die 34<älirige Gattin Mary des Rechtsanwalts Dr. Ignaz Weintraub an Verbrennungen fast des ganzen Körpers gestorben. Sie hat, wie berichtet, am 11. d. M. in ihrer Wohnung auf einem Sessel stehend mit einem Schürhacken von oben aus in einem Patentfüllofen geschürt, wobei plötzlich eine Stichflamme herausschlug und die Kleider ergriff. Im Nu war die Unglückliche in Flammen gehüllt. Obwohl auf Ihre Hilferufe sofort Nachbarn herbeieilten und ihr die brennenden Kleider vom Leibe rissen, hat die Frau tödliche Brandwunden aller drei Grade erlitten. Laufteppiche, Bettvorleger, Vorhänge, Bett- und Tischdecken zu sehr billigen Preisen im Warenhaus Emanuel R 0 t h 0 I z, VI!., Westbahnstraße 15, Ecke Zieglergasse. Vereine, Vorträge und Versammlungen. Zionistische Frauen Organisation für die. westlichen Bezirke. Heute, 8 Uhr abends, im separierten Raume des Cate Kaiserhof, VN!., Bühne und Kunst. x Burgtheater. Herrn Georges Holofernes hinterläßt weit günstigere Eindrücke als sein Lakai Jean in Strindbergs „Fräulein Julie“. Der Künstler zeigt Eigenart, wenn er den grausamen Kraftkerl aus Verachtung für das hündische, gedankenlose Menschengeschlecht zum Würger macht, und man horcht auf, wenn aus der verhärteten Brust des Barbaren die Stimme der Sehnsucht aufschluchzt. Es überrascht ein wenig, wenn der blutrünstige Henker plötzlich in Moll spricht, wenn er das warme Vibrato der Rührung ertönen läßt — aber es ist s e i n Holofernes. Am Burgtheater sind die Spuren ewiger Krisen, die irgendwie hinter den Kulissen an .dem großen Kunstinstitut nagen, , schon sehr auffallend. Wer Gelegenheit nimmt, etwa der zehnten Aufführung eines Stückes beizuwohnen, muß mit einer sehr verblaßten, sehr geflickten Vorstellung vorliebnehmen. Es wird „heruntergespielt“. Ueberragend nur Herr T r e ß 1 e r und Fräulein Mayer in Episodenrollen. Sehr bemüht, aber doch nicht hinreichend Frau Rosar als Judith. A. Aus den Theatern. In der heutigen Vorstellung „Die Zauberflöte“ Ira Operntheater singt Herr Fischer-Nieraan n zum ersten Male iu Wien die Partie des Tamino. Volksöper. In der Vo'.ksoper geht heute „Madame Butterfly“, mit Frau de Debicka in der Titelrolle, in Szene. Die übrige Besetzung ist die der Premiere. Dirigent Herr Kraus, beginn V98 Uhr. — Donnerstag den 16. d. M. gelangt Monte mezzis „Die Liebe dr e i e r Könige* („L' Amore del tre re“) in persönlicher Anwesenheit des Komponisten zur Ertsaufführung. Die Besetzung ist folgende: Archibald — Herr Baumann, Manfred — Herr Hagen, Avito — Herr Lußmaum Flamfnio — Herr Fälbl, ein Jüngling. — Herr Dr. Kroegler, Flora — und bekam K 400 retour. Als sie nach Hause kam, sah sie, daß sie im ganzen noch K 1400 besaß. Sie habe demnach mit der 10.000-Kronen-Note bezahlt und auf K 1000 zurückerhalten. Sie sei sofort zu Frau Zislawsky gegangen, doch diese habe erklärt, sie könne ihr die K 9000 nicht geben, weil sie nicht die Gewißheit habe, daß diese Angabe wahr sei und sie in ihrer Geldlade sieben 10 000- Kronen-Scheine habe. Gestern hatte sich Frau Zislawsky wegen Ausnützung eines Irrtums vor dem Bezirksgericht1 Fünfhaus (Landesgerichtsrat Dr. Hi 1.11 er) zu verantworten. Der Richter sprach die Angeklagte frei, da ein Nachweis, daß sie bewußt dolos gehandelt habe, nicht erbracht werden konnte. Der Richter verwies die Geschädigte auf den Zivilrechts weg. „Mendl“ — „Emil“. Der in Galizien geborene und mit zweijähriger Unter* brechung seit dem Jahre 1914 in Wien lebende Mendl Stern hat sich, als er nach Wien kam, mit dem Namen Mendl, wie er auch in der Matrik seines; Geburtsortes' eingetragen ist, gemeldet. Er ist inzwischen österreichischer. Staatsbürger geworden und hat ein Uebersetzungsbureau für fremde Sprachen gegründet. Im vorigen Jahre hat er sich, als er eine neue . Wohnung bezog, als E m i 1 Stern gemeldet. Hierin erblickte die Staatsanwaltschaft das Delikt der Falschmeldung und erhob gegen' Stern die Anklage. Sein Verteidiger bemerkte bei der samstägigen Verhandlung vor dem Strafbezirksgericht Fünfhaus (Oberlandesgerichtsrat Dr. Ne ho.da), der Angeklagte habe durchaus keine Absicht gehabt, irgendeine Behörde oder auch nur eine Person zu täuschen oder irrezuführen. Der Name „Mendl“ entspreche dem deutschen Namen „Emil*. „Emil“ und „Mendl“ seien gleiche Namen. Herr Stern sei immer Emil genannt, von Freunden und Verwandten stets nur Emil gerufen worden. Auch Briefe und Zuschriften trugen stets die Anschrift „Emil*. Der Richter sprach de» Angeklagten mit Rücksicht darauf, daß ihm eine inkorrekte Absicht ferngelegen war, von der Falschmeldung f r e i SONDERANGEBOT: Anzug- und Kostüm- Stoffe K4800.- #ouifcf *»m' msmmm E «2-FM GWcnza ****'&