Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1922-02-05 · Heft 1085 (5.2.1922) · p. Seite 10

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1085 (5.2.1922)
Date
1922-02-05
Page
Seite 10 (sequence 10)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
82% known words query
IRI
…/2979076-2980129-2980165--10168-2996491
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Seite 10 tWen, Sonntag WIENER MOKftBNZEITUNtf 8. Hebruar IMS Nr. 1085 iTmw.iil«... ' ■■■■ ■ ■■—■ 11 n. —«... .. - Literatur. Serindia. Das neueste Werk Aurel Steins. In der letzten Plenarsitzung der ungarische« Akademie der Wissenschaften berichtete Oborh'ibl'iot'hckar Koloman S z il y, daß Professor Ajurel Stein, der bekamntlich aus Ungarn stammt und gegenwärtig m Zentralaisien Ausgrabungen Leitet, sein im Jahre lY2I im Oxford erschienenes fünrbändigs Werk ^Seaimdia« der Akademie zugesendet 'habe. In dem Begleitbrief des Professors Stein heißt es auch, daß er seine aus zweitausend Bänden bestehende Bibliothek der Akademie ■hi rat erlasse. Bezüglich des Transports der Bi^litotthd« eiaoh Budapest verfügte Aurel Stein in der Weise, daß der Akademie selbst keine Kosten verursacht werden. Er räumt ihr sogar das Recht ein, jene Bücher, die sie aufzubewahren. nicht für wert befindet, veräußern zu dürfen. Nach diesem Bericht verlas der gewesene Ministerpräsident Graf Fand Tele ki. ein bekannter Sprachcnforsoher, seinen auf den Titel des ■Werkes s-Scrindiac bezüglichen Konimantair. Er führte aus, daß das Wort )SerL (Sir) soviel wie SeMe be* deutet Zum erstenmal benutzte es der. Prophet Jesars Seither raucht es häufig auf. Procopius behandelt es als einen geographische« Begriff und erwähnt ein Sera metopolis, das auf seiner Landkarte im. Knie zwischen Ho-ang-hö und der chinesischen Mauer au finden ist. In dieser Gegend im Tarimibecken nimmt jetzt S t e i n. Ausgrabungen von und <Pe hier erzielten Resultate behandelt au«. da§ Wenk sSerindia«; Dr. Josef §. Block, „Erinueru-age »2 u s m eine m Leben“, R, Löwlt Verlag, Wien-Leipzig 1921, Der gewesene Herausgeber der „Öesterreichischen Wochenschrift“ gibt uns ia diesem Memoirenwerke Erinnerungen aus seinem recht bewegten Leben. In den ersten Abschnitten zeichngt Bloch in interessanter. Weise seine Wanderjahre als „jeschiweh-Baglwr“ in Galizien, wobei er auch das damalige jüdische Milieu ziemlich markant darstellt Sodann macht uns Bloch mit dem Leben in Hildesheimers Rabbinerschule zu Eisenstadt bekannt Nach längeren Wanderungen durch Deutschland und die Schweiz, wo er seine Universitätsstudien absolvierte, kam er im Jahre 1877 nach Oesterreich zurück, wo er das Rahbipat rn Brüx übernahm. Nach einer kurzen Amtstätigkeit in dieser Gemeinde wurde er zürn Rabbiner vön Floridsdorf berufen, wo er nebst seiner wissenschaftlichen Betätigung an dein Wiener Beth Hamidrasch neben -den Lektoren Weiß und Friedmann Vorlesungen hielt Aber unerwartet legte ihn die Politik mit Beschlag. Nun widmet Bloch den Großteil seiner Memoiren der Schilderung seiner politischen Tätigkeit, begonnen vom Roling-Prozeß bis zu seinen Schriften aus den österreichischen Parlament. Aus seinen Erinnerungen ist zu ersehen, daß Bloch seine ganze politische Tätigkeit lediglich auf die Defensive gegenüber den damals im Aufschwung begriffenen Christlichsozialen beschränkte und alle seine Reden im österreichischen Parlament sind ausschließlich von dieser Tendenz beherrscht. Allerdings ist das historische Verdienst Blocks in dieser' Einsicht auf keinen Fall zu verkennen,, umsoweniger, als, die ganze damalige jüdische Politik ausschließlich im Kampfe gegen den Antisemitismus aufging. In lebendiger Weise schildert Bloch die Stimmungen der damaligen liberalen Politiker, wie auch deren Ansichten über jüdische Fragen. Besonders Interessant ist Blochs Schilderung, wie die damaligen jüdischen liberalen Politiker «ich allmählich ins Schlepptau der antislawischen Politik in Oesterreich ziehen ließen. Kein Wunder, -daß ihrerseits Dr. Bloch der Eintritt in den Polen-Klub, der das Ministerium Taafe unterstützte, niemals verziehen werden konnte. , - Nicht minder interessant sind Blochs Zeichnungen der Wahlkämpfe um sein Mandat in Galizien, wie auch aller Quertreiberen der damaligen jüdischen Wahlmacher in den verschiedensten kleinen ostgalizischen Städtchen. Seine Erinnerungen schließt Bloch mit der Schilderung seines Verzichts auf das Mandat, welcher infolge der Beziehungen des damaligen Obmannes des Polen-Klubs: JZaleski zum damaligen Führer der Christlichsozialen Prinzen Liechtenstein, dem er versprechen mußte, daß er Bloch zum Verzicht auf sein Mandat überreden werde, erfolgt ist. Allerdings ist es unbegreiflich, warum Bloch so ohne weiters Zaleskis Aufforderung Folge geleistet hat, ohne an seine Wähler zu appellieren. Blocks Memoiren enthalten eine Fülle von interessanten Mitteilungen über den Beginn der antisemitischen Bewegung in Oesterreich und werden dem jüdischen Historiker, der sich mit der Darstellung dieser Epoche beschäftigt, sicherlich unschätzbare Materialien bieten. ‘g.- Walter Georgi: »Briefe deutscher F-erienkinderau-s S ik a m d i n a v i en«. Eugen Di?- dorichis, Jena 1921. . ..... Seit dem Friedens Schluß sind gutherzige Menschen, bemüht, die gl ücks armen und untere»T. ährten Kinder der Mittelstaaten wenigstens für einige Wochen .in (besser situierte Länder zu bringen. Für die Kündet bedeutet die kurze Zeit ihres Auf enthoJlts im Ausliande eine unschätzbare »physische Kräftigung uimd seelische -Bereicherung. Aus der Not und ständigen Sorge ihr33 elterlichen Heims in die Sonne des Wohllebens geführt, aus dunklen Zimskasernen in grünes Land verpflanzt, rvon mitfühlenden Menschen selbstlos gethegt, 'finden sie, die Kinder des Krieges, wieder den Weg ins Kinder- Sand. Die Briefe, die uns Herr Georgi v-x'legt, atme 2 den Jubel und die Entzückung kleiner Herzen. Sie schreiben aus Dänemark, Schweden, Norwegen Mitteilungen von reizender Frische, und die Beziehungen von Mensch zu Mensch knüpfen Kinderhände leichter und fester als Gelb- und Rotbücher routinierter Politiker. Wollen wir an die Menschheit glauben, müssen wir! wieder mit Kinderaugen schauen lernen. Aus den an an oh mal recht unbeholfenen Brief lein weist mancher Weg ins Freie. —n—.G ' Andrew Carnegie: »Geschichte meines Lebens«. Berichtigte deutsche Ausgabe, bearbeitet vön •‘Prof. Dr. Johannes Werner, Verlag K. F. Koehler/ “Leipzig 1921. L- - Eitn Jahr nach dem Tode Carnegies, im Sommer 11920, •erschien die von Professor Van Dyke besorgte. Ausgabe der Carnegioschen Selbstbiogir-apfoie, die nunmehr auch in deutscher Ausgabe voriiiegt. Der Lebenstauf Carnegies klingt wie ein Märchen und interessanter,- als ein Roman lesen sich die Schicksal!« des schottischen Jungen, der es vom Depeschen boten zum amerikiam- Echcn Stahlkönig brachte. Einen Aufschluß über Carnegies Persönlichkeit und über die Ursachen seines Aufstiegs bleibt uns die Selbstbiographiie schuldig. Sic ist so geschrieben, aÜ's wäre sie zur At-fmutoternung strebsamer Jünglinge gedacht, alle Lektüre für Sowntagsschuleu, mit : dem unausgesprochenem Mout>o: Tue recht und scheue niemand. Mark Twain hätte darüber eine artige, kleine... Satitrc geschrieben. Nach Carnegie Bedarf es zur, Erlangung eines großen Vermögens nuir (rastiQis-ex Fleiß und kaufmännischer Ehrenhaftigkeit Er zeigt ni-cht ohne Selbstgefälligkeit die Etappen serlm.es Lebens und hält sich ziemich lauge bei der Zeit aiui, da et seine erstes Kapital erwarb. Wie., es ihm möglich wurde, immense. J.'teichtümer. amasuihäwfen, die . gesamte Mproduktiou.'der Me-reäyigden Staaten sin' stellt m reißen, erfahren wir nicht. Mit seinem Augen gesehen, di«t die 3ache so emfach, wie zweimail zwei. Ein großer Teil des Buches ist -seine.« Stiifttimgem und Begögmüugaa . mit Königen .umd Staatsmännern gewidmet,. Es ist^iyht zu leugnen, daß Carnegie in. philanthropiisri.-er Hinsicht viel getan lut, was ihm zur Ehre gereicht Däis Car- Uegie-Institut in Washington, zahllose Biblioriieikcn, die Stiftung zum Bau des Fr iedchvsip allstes im Haag, seine Aufwendungen für dos- Unterrichts- und Erziethühigswesm, zeugen für ihn. Er hat damit vielleicht manche Unbedenklichkeiten gut zu machen gesucht) mit deine«, ein strcbsatuoir Geschdftsmaintfl. belastet sein mag, der es zu einem 50- Millionen - D dllar-Jahreseinkommen gebracht hat. —m.—< Robert Knrt> »Der Weg ins Blaue.*, Genossenschafts- Druckerei,-Größ-Dfesden, 1921. Der aus dem ' Arbeiterstand hervorgegangene Autor erzählt in dem sichtlich selbstbiographischen kleinen Roman einen schweren Weg eines Proletarierkindes, seine freudlose Jugend und seinen Kampf ums Licht. Der Druck des Elends, die Lieblosigkeit eines harten Vaters und der zermürbende Kampf um das nackte Leben überschatten , seine lugend. Seiöe :schönheitsdurstige Seele ringt vergeblich ' um Erlösung — der Sumpf hält ihn fest umklammert. Erst nach Jahren öffnet sich ihm die Welt, winkt ihm größeres ' Wirken.- Der sehlicht erzählte Roman gibt eingutgeschautes* Bild' äiis dem Leben des deutschen Arbeiters und könnte von-: .Sozialpolitikern mit Nutzen gelesen 'werden. ....... —n— '»Hadvar'c. Das perindische Schrifttum in h^bräi- gebar Sprache, das" in' den ers-ten Nachöcriegsjaliren ’gleicb! der hebräische« Biiahetmvsgabe einen ziemlacih , großen Aufschwung nahm,' geriet in deb letzten Monaten in ejaejähe Krise.;. .Fast zu gleicher Zeit gingen-, die be- ' liebteste« Ausgaben ein,.so im Osten Europas,diie >Ha- 1 zefira«, die auf ...eine, sechzigjärige Traditio«.- ^wL^k- •; blickte und die.; mari; unter' Aufwand von schweren; Opfern als die einzige hebräische Tageszeitung in der! Gaiutlh lange zu -hahten bestrebt war. D an Weiterenscheih.en aller drei.’ wertvollen! Monatsschriften in Erez Israel geriet i«s. Stocken urnidi auch der »Har/lam« wurde zeitweilig eingestellt. Und wie auf Verabredung wurde I im November die letzte hebräische Wochensdirift in Amerika, däs Organ d>es dortigen. Misracihi-Verbanidb »Haäibri«, eingestellt, nachdem der »Mi'klat« bereits vor- ■: angegangen und das offizielle Wochenblatt der amerihanLschen zionistischen Organisation, »Hatoren«, zsu einem winzigen, Monataheitchem. eingeschrumpft war. ly Erez Israel blieben ailemdmgs die zwri Tagblättesr' bestehen und daneben noch die drei Organe deri-Soaderföderatronen,-die älhvödhenrihrh.enen^mberessanteiv Les.estoff.'bieten.,... . , : . / . Indes wagte,es ekie Grnppe odier .gcyr. ein eliizelper in Amerika! vom 1. Nwemlbär ah' «in hebräisches Tag-, biabt herau-szu-gsben, Nun liegen, uns siebzig Nummern des »Haxkv are vor, die 'nichts Vbii Exisstenzsclhwierigkeiten erkennen -lassen. Wir bekamen ein hebräisches i Blaitit noch, nicht -z’u. sehen, das in Form und Inhalt ‘ein solches .Niveau aufwiese.Auch der Anitohcenteil iist interessant ' für Jeden inteÜLigenten; hebräischem, Leiser . mit Rücksicht apf^eine SipWchhcbe- Eprin, wie übehhauipt der Stil dieser Zeitung sieh d-uweh Geschmeidigkeit , und Gemeinverständ:l'!ch/l<eit bei. Walhirpn.g «der sprachliChon Reinheit aiuszeidhihet. An ,Umfang steht d! t Zeitung großen europäischem Zeitungen nicht nach und ihr Nachrichtendienst üb erbietet alle andtereti jüdischen Zeitungen. k Im »Hadivaif« findet sich intereswsaniter und belehrender Lesestoff' in Fülde. An die hundert der bekanntesten hebräischen Literaten, haben bereits ihren Anteil an den vorliegenden siebzig Nummern. Amerifcannische i Tagesfragen werden neben den Probleme« dies jüdischen. Lebens auf dem ganze« Erdenrund behandeln, ebenso wie diejenigen- ^'Erez - Israels uhd dessen Aufbau einer sachlichen;';|Irörtarunig unterzogen werden. Eine spezielle Rubrik ist der FoMore gewidmet Als Chairakteri-stikum für die Eigenartigkeit dies Geistes der hebräischen,, Presse sO'. '.rirn interessantes Werk genannt, das im »Hadvar« in- Fortsetzungen erscheint: Der be&annte Oriierutaiiist,Professor S eliko witsch ,in New York bietet hier seine Uebersetzuiig. der bud,dhfefci|s,ch'eiii. Lehre in .einem reimen, biblischeii Hebräisph. Jnteress'aait ist audli ein wöchentliches Feuilleton des Abraham Schlier in Form einer .Art exegetische« Parallelisierung des Wodhenabschnitts mit den Zeitfragen. .. Der Er^dlg-bFer Zeitung, welche- M. Lilpippm h-erouis- . gibt, ist eänfe^s^&ton’Fühimng ziuiziischreiibeni,“ die be- , sondere Fähi'gHmtßh auf rcdalklLonellein' Gebiete aruf- weist. , ' ' S. P, Ein hebräisches Wochenblatt in Litauen. In K o w n oristÄ'erste Nummer des neuen hebräischen Wochenblattes *Häzofeh“ erschienen. Hebräisch Musik. »Jewish Chromicle« veröffentlicht eine Unterredung mit Ä. Z. I 4 e 1s 0 h n, dem Erforscher der jüdischen Musik,.überHessen Bestrebungen wir jüngstem Feuüe-; tön brichtet haben. »Als iohTpaläsrinci zum erstenmal betrat« —- sagt Herr Idelspbno^. > fand ich mur zwei verbreitete - Lieder Das eine war die »Hatikwah«, das andere * ein ' Lied Bialiiks. Ich-begann sofort Lieder für Schulen und Kindergärtn zu -komponieren und ich habe bis jetzt gegen dreihundert .veröffentlicht. Man kann deute das hebräische Palästina ein Land des Gesangs nennen. Mein Werk brachte mich auf den Gdeanken, den ganzen hebräischen Vollksliedersohatz zu sammeßi, der zwischen den Gemeinden der Diaspoira verbreket war. Als ich ans Werk schritt, war ich überzeugt es in zwei bis drei Jahren voll führen zu können. Es sind’ nun mdhials zehn. Jaliire verflossen, und <5 ist soßair jetzt Arbeitsmäntel Schlosseranzüge Etj gros Zu haben bet En detail Zu erreichen mit den Straßenbahnlinien 48, 8 nnd 18. 1038 —um min'ii Tiiwwrnniwwir 11 iuH iiiinu in.. noch .nicht ganz fertig', obwohl ich oidwm eine große MemigL '-MHerial gesammelt -habe, dä'S' zur'Vferöffent- Kchuiig^’betesit’liegt und -su *• Luchgsilirigen'- Schlüsse«- berschtigt.LiMei«« Untemi^humgöh' fühintemi mich ‘ M einig«y> W'sitiven Erg<sbyJ»ssh, deren wichtigstes.. .-Htzi daß ^•prüngli.iche.:J5w41age, der bKbrLßsc^ey Musik ijgyd|e in schr ägte. Zeiten zurüdkgeht — sich k«sthalten^E' Man 'kam die Quellen im drm Periodemi teileni'^dw b.i'b 1 % s cdie;v b r ar abische untäj' die 0;|:pijSch c. Ich'W in dpr'Lage;'mit betBöht-. * ndie^.'oichfrrheit bdh.iiii|>töh zu köiinch," daß diihj ftti chÄ, JntonäilMoh des -Pentäleuch’ und dar anderen BüdhCh der :Blbe¥&ängewendeteh'%Ielodien «icheriidh im die Zeit; vor de'f^hließmng .des .Nanoms fallen. Ich werde iw dieser“Ucberzeugumg durch .die Tatsache bestärkt* dlaß die Gemeinden, dje. in dyx folgenden, Periode vq« deuii Resit .ihr^r Briier getr&nmt waren. — wie die fernen n it e y. und die b ukd|iä,^ddih em J md)em siCkder«», selbem. ^jHodiey bediejnitem wie dfie Juden Frainkfurtä ivud die‘'$ephardim in" Ltondori. Der bei den öriemitali-. .sehen JIFden^für - dfe P s a'lrn eN gebriuclhlic'heÖaing wä-r sohph im fünften Jahhliuihdert'' vor Christi * Geburt bekaiinitttj Wie Klemeriä vo-hAlexandrien - nach *»dfiemi aUbm" ■ griöfehisc'hen * Gewährsmann beiric'totet,.'. mit Himwoiiseh, die - e? sicher genug machen, daß1 die. in jenen! ''ältÄr iZsMr gebräucUioh.enLModiiey dieseljbey..WÄVvLr^ die Ihe^N''Verwendet werden, . . . . . . , .. Die Mrnrii hat* der, Synagoge .gas «vieLKS. §o "ksWiMan dis Psntat.euch-IntEätiom-ün der dyroh' di« DoMyiilhamer übexliefertoh Messe wiedererke-yirlsrRi Die Hri^-HLge de»r ^HgeUeder, die von d^h Pomin-L werden, büden zwei 1 Tonart'ehi deren erste ^gdmu mit der o-rientalischecni und 'dtzrch»: zweite t4n -'d'qmvc^emfÄöh«n-';üÄd''8^a»rdis<^,eh' Jud'Aü - für dasi;,Büc?h: H i o b verwendet wiird.: Die letztere* .wlril aübh V,ciiV*d*en: Asclricenäsim beinj* Voriesen des Gesetzes an denbjomim Njoraön« .-Aebruü'ch't. Dieser Brauch^ passende Melodien;zu-.. ii?ber.t'rage«,; ve-W.;iU<chtweiter, als bis zum- Mittelajter. zurück „umd; ich hahe. einem Äterr, in Itlajein. gedruckten asc^ihenasisChen Machsor gesehen,, der d^' Assji.immmmg snöh.ält, daß. am. Eo.scibHa^eliandh, und .Xoi^hKipuiP djas . Gesetz in ' einem ' n.'<^anc1loiÄehem. To'Ne*".m!'k 'leiS'e-r LtimÄs vorzutragen sei. M äh arif jedioch,•‘'die große liturgische Autorität des MWsWkvDjhat’ diesem^Brauch'micht äherkaihint. - v •-•.••>:?;<*• L M^h;kann als ridher anpelimen; daß >die'MeloKEetfli älter'als die Ndfenzeicheh.^ Das möderne biWsChy Notarizeid'heh^ystem cmlMand 'im: neuntem Jahrhundert im Tib e:r i'.as,-deöli'*.es^'gaib i« ■; BalbyHoriem .ein. älteresS und edmfaeh.er.es N'ot©n-^irs.tem-. BeN«: gehen-.wa>ha^eh^M; lieh •.auf-.ein .griechisches . Vorbild - zurück, das .y.i(eir. Be-i toaung^z^|chon; verwienidete; Zur H^voihebiangd^H Tones,'vder Dauer, de? . N'aichdruöks. und deih Bctomumgi,* Auch die hebräische 'Notenschrift hat diese''vier Aüf-. gaben zu erfüllen, obwohl sie sich' ei’iier beträdliibBcihenl Anzahl vom Zeidien beienit. Die Not enz ei eben nähmet* die Form kleiner heberäischer Buchistaiben am, die oberhalb der Linie geschrieben-wurden.' loh -werde in meiner Ansicht;*daß die Melodien .viel älter sind ailis rias Zeichen- System, noch dadurch bestärkt, daß für verschiedene Bücherder Bibel 'verschiedene Melodie« verwendet werden, obwohl das Zeichensy?te-m das gleiche ist. Die Melodien waren überliefert und die NotenizeicHen soll-« iten riur dom Kant-öir helfen. Die zweite Entvyick5iuin'gs-i (Periode der hebräischen Musik umfaßt das t a 1 m u d isehe Zeitalter und sie stützt sich auf die erste. Die älteren-Gebete würden''häufig auf biblischen Textet aufgebaüt und so wä^E'miu-r natürlich-, daß die-'beim Lesen der Bibel gebräuchlichen m-usikaEsche« , Motivs auch beim Vort-ragemvaiieser Gebete Verwendung fLinden; sie,, zeichne« : sish ^Jedoch durch größere. Freiheilt; und genauer? Ausarbeitung aus. Diese bei dem ersten, Perioden, sind, ■'gan,zü-,origjnell,k und fremde Einflüsse . ikoMtyM, hier nicht in BebrächL D-e drhte Periodte, die mit dfen ,T>ejuttn.s tjegiidnf, zeigt ^deutliche S^uren* a r abischeh Einflusses.';l Der ärabische Versfuß—wuirdä verwendet und die Melodien' paßten sich dem Versmaße -a«. Von n:uh-am - wird die jüdische Musik von; alle« Seifen beeinflüßt.,”Bo .ontlehiruen'’die deutsoheii Juden; 'manches den deutschen Volksliedern, die, russische«. Juden verwendeten slawische Elemente umd Ms weiter. . Der Hauintunf©rsc'hied zwischen der semitische« und arischen Musik iijjgft darin, daß die ernstere größöräs. ,: Gewicht auf dien qualitativen'Wert der Melodien legt durch die feinere Diifrir?«zi?rung der . Inteiryoll? --; während man die. arisch?*‘Mnsik mit Bezug auf ihre.' . Wertschätzung der clhoräle«, und orchestralen Masse«-' Wirkung als quantitatiive-Mrisi'k bezeiehnen kann. Dieses Unterschied kann mäm bei der Vergleichiung jüdische* und-arischer Komposiitnonenbemerken. So ze»>c'hn«h> sich .Mendelssohn uyd Rubiimst'ein durch: de«' me3odisc'h’on. ...Charakter ihrer Kom>poh!tione« atusi während, Wagniers Musik zusammengesetzter " u«d klan-gvOller ist. Unsere Zukhnftsaüfgabe soll 'es sein — sagt' Idel-f solun die hebräische Musik von den fremden Ein-, flüsseii';tiind das gesammelte Material zur Neuschaffung der hebräischen Musik zu verwenden. Wagners Voav' . wtiirf, die Juden seien nur Mittelmänner der Musik, war zu einer Zeit berechtigt, weil die Juden damals noch keime,?Quelle ihr Eigen nannten, aus der sie Begeisterung-zu eigenem, neuschaffendem Wirken schöpfe« komnton, Ich hoffe, daß auf dem Boden Palästinas bei . Benützung des jetzt.bereitliege«den Materials,©ine. n-om*.'. hebräische Musik ersteht.'" Ich will nicht liehaupten, daß ,(diese Gerieratiq« das Werk vollführoii' wird.' Wir müssbii früher den'.Einfluß• d-sr Gatath albschüttein; doch die Atmosphäre des Heimatlands, dör hebräische Geist, der ic neuen Ahiiiedler umgeben wird, wird sie wohL auch zu unabhä-ngigeiii' Schaffen afifeuörü,das den Ruhm des jüdischen‘Volkes verbreite« wird.« * : Ideisohn ist jetzt besiürCbt, Geldmittel su beschaffen, die. .es, ihm ermöglj^heiii, die .Veröffcntlichung &em& Materials fortzusetzen. Sein Plan sieht die Herausguile •von zeih« Bändern vor; sechs Hollea dk Musik der orien^

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.