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Wiener Morgenzeitung · 1922-01-21 · Heft 1070 (21.1.1922) · p. Seite 3

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1070 (21.1.1922)
Date
1922-01-21
Page
Seite 3 (sequence 3)
Language
German
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Nr. 1070 Wien, Samstag wieder eingeführt und in den größeren Städten die Eröffnung der Börse gestattet, TröWept Kaden Pigans 4er „Tscheka* v'or einigen Tagen die Kiewer Bbm umzingelt und 27 angesehene Kaufleute verhaftet Von diesen wurden 15 ohne vorherige Untersuchung %m t pde verurteilt und auch sogleich eröMssen. Deutschland nach Genua eingeladen. Berlin, 20. Jänner, (Wolfr) Wie das „Berliner Tageblatt“ erfährt hat die deutsche Regierung in einem Schreiben an den italienischen Botschafter in Berlin die Einladung nach Genua angenommen, mit dem Bemerken, daß sie die Namen der deutschen Vertreter sobald wie möglich bekanntgeben werde. Entstaatlichung der Post iri Italien» Rom, 20. Jänner. (Tel.-Komp.) Wie der „Corners öella Sera« erfährt hat der Postminister einen Gesetzentwurf ausgearbeitet wonach die Betriebe ypn Post, Telephon und Telegraph in Italien vom Staats an eine Privatgesellschaft Übergeben werden sollen. Pas Ppstministerium soll aufgelöst und die Kontrolle einem Generaldirektor übertragen werden* Keine Enteignung dar Habsburger- Güter in Polen. Warschau? 20, Jänner. (Tel-Komp-) Per Minister? rat beschäftigte sich in seiner letzten Sitzung mit dem Gesetzentwurf, betreffend die Uebernahme der auf polnischem Boden gelegenen Habsburger-Güter in den Staatsbesitz- Per Gesetzentwurf wurde mit 7 gegen 6 Stimmen abgelehnt. Die Mehrheit des Ministerrates stellte sich auf den Standpunkt, daß es sich nicht um Familiengüter der Habsburger handle, sondern um einen privaten Großgrundbesitz des ehemaligen Erzherzogs Karl Stephan. Auch de/ Minister des Acußern Skirmunt erklärte sich aus internationalen Gründen und mit Rücksicht auf die Verschwägerung des ehemaligen Erzherzogs Karl Stephan mit der Königin von Spanien gegen die Enteignung. Der Papst inj Sterben. Rom, 20, Jänner. (Stefani.) Gegen 11 Uhr vormittags hat sich der Zustand des Papstes neuerdings verschlimmert, so daß man ZU Sauerstoffinhalationen schreiten mußte. Um Vs 12 Uhr wurde der Heilige Vater in Anwesenheit von IS Kardinäien mit den Sterbesakramenten versehen, Per Papst ist bei vollem Bewußtsein- Nach dem Mittagsbulletin ist der Zustand des Heiligen Vaters sehr ernst, aber nicht hoffnungslos. Um Vq3 Uhr nachmittags war das Befinden des Heiligen Vaters unverändert. Auf dem St Petersplatz hat Sich eine große Volksmenge angesammelt Im Vatikan herrscht große Bestürzung. Rom, 20. Jänner. (Stefan!.) Dr. Battlstini, der heute nachmittags dem Papst einen Besuch abstattete, bestätigte, daß die Erkrankung sehr schwer sei und, gab der Ansicht Ausdruck, daß nur ein Wunder helfen könnte. Die Atmung sei beunruhigend. Der Papst sei in Gefahr, zu ersticken. Die Lungenentzündung sei auf der rechten Seite lokalisiert, die beiden Lungen könnten aber nicht funktionieren, da der Katarrh sich so ausgebreitet habe, daß er den luftdurchzug. verhindere. Die Harnanalyse habe Spuren von Albumin ergeben. WIENER MORGENZEITUNG - - ■ ■■■ - r 7 - -• ..»!■■■■ Tagesbericht. Wiener zionistisches Eyksikomitee. Pa« VMY. lösten pMhyHtHg eihgssetetg Wmm ziynist&sehe Lokalkßmiitee, hLstchyfld aus Am Pffegierton der Wiener B g * i r k§ ß @‘k fc \ Q n in, d^r Hitaehdut'h und des Akf 4 ^mis-ch 8 h Landesverbandes, hs't Tätigkeit begonnen. Zy.dW beidpi? bjchch statt^kMdßnvu desselben wunden als Richtlinien für die nächste Zeit bestimmt : Neben <&er Arbch dm K'eren Hajes, sod sind apätesten/3 iln-techalh der nächsten drei Wochen von sämtlichen organisierten Zionisten durch dis BezirkVsektöoyey 5 c h e ’k e(J? Parteistfiu$r Wd 8 C'hi?lyereinsb«|träg Mnuhsbsn. Jietjß Bezirkssektion wind verpflichtet, unter ihren Mitfliedenp ‘regste Werbetätigkeit für die »Wiener . J.orgenz$itun g? z*i (entfalten. Pjie Tätigkeit der eiijz^nen' Ve?jrkssektipnch,. die bisher nicht jn afleq Fällen Hst^ßch^sndx Erfolgs gezeigt (st durch das Lokalkomitee möglichst zu fördern. Vorbedingung dazu ist die regelmäßige Berichterstattung der einzelnen Bez^kssMiouch Übssr Ihre Tätigkeit, chry Wünsche, Erfahrungen sowie dabei etwa aüftauChend« Schwierigkeiten an Am S e ker e t a r i a t , d e s L a n - 4 e s k o m i t e e.s, fl., Ziiiku®gw.sse 33, Dieses wird bemüht sein, am dsr Hand 4|ies'eil‘ Mitteiintnfe<n die Bezirks- Sektionen 'm ührsr Arbeit MchdrüMch zu mkmstütizen. In dm nächsten Tlgen gtfwigen die Rerirkssekrione« iij den Besitz von Monatsfragefoogea, durch deren gewissenhafte Beantwortung das Sekretariat in dlie Lage versetzt werden wird, , die ent&prechenden Vorkchrungsn t/effein zu können. Wiener Gemeinderat. (Sitzung sm 20. Jänner-) Die neuen Gas- und Strompreise angenommen.. Erleichterungen bei der Vorauszahlung. Per Gemeinderat beriet gestern über die neuen Gaß- und Strompreise, düs Aendcrungen der Bestimmungen für . dei? Bezug von •elektrischer Energie und über die Vorauszahlungen- Vizebürgermeister Emmerling erstattete das Referat, das eine große Debatte auslöste, au der sich hauptsächlich die GWsstüchsozialen beteiligten. Mitten in der Debatte unterbrach der Bürgermeister 4ie Sitzung, und cs traten über seine Veranlassung dje Parteiobmänner zu einer Beratung zusammen, um in der Frage der Vorauszahlung eine Abänderung der Vorlage herfceizuführen, was auch tatsächlich gelang. Nach Wiedereröffnung der Sitzung ga/b Gemetnderat Sfcarefc folgende Erklärung ab: Mit Rücksicht auf die . soeben getroffenen Vereinbarungen iai der Ob- , männarkemf erervz stelle ich folgenden Abändanuinigsarotrag: Wohnhäuser, die nicht mehr aü's 1100 Hektovvaittstundsn Licht oder 550 Kubikmeter Gas -pro 1921 für Haus-, Stiegen- und Hofbeleucbtung verbrauchten, sind von der Ergänzung der ihnen gutgeschriebenen Vorauszahlung auf die sich ergehede volle. Höhe befreit. Dem Stadtsenat wird empfohlen, die Zahlung der zur Abstattung bestimmten Monatsraten der Vorauszahlung von drei a u f v i e r zu erhöhen. Die Verzinsung entfällt, desgleichen die perzentheile Er'höhungbei nicht rechtzeitiger Entrichtung der Voraas. Zahlung.- Bei der Abstimmung wird die Erhöhung der Gasun,d Strompreise in dem vom Stadfös errat vorgeschlage- ,nen Ausmaß angenommen, ebenso die Leistung der Vorauszaihlungen. Jedtodh entfällt hei Nichtantricihtung der V 0 raus Zahlung der zehniprozentige 21. Jänner 1922 'Seite 3* GUTE HOFFE findet Mstn infolge kitziyer Regien am billigsten bei UN« & FRIES), VI., Linke Wienzeile 40, im Hofe Anschlag zu den Gas- und Btrom,rechntun gen. Die Anträge Sha-rets wurden einstimmig angenommen. Die Paßkonferenz. Graz, 20. Jänner. Die Arbeiten der Grazer Paß* konfgrenz sind in sechs Vollsitzungen rüstig vorwärtsgg§chritten und heute meritorisch abgeschlossen' worden. Nach dem bisherigen Verlauf kann mit Sicherheit angenommen werden, daß Oesterreich, Italien, ch's Tschecho-Slow^kei und Ungarn, fußend auf den Beschlüssen der Pariser Verkehrskonferenzj einen gemeinsamen Vertrag abschließen werden, der « hauptsächlich den zwei* beziehungsweise einjährigen’ Einheitspaß, den einjährigen Sichtvermerk für eine Reise, die Gebühr1 von 10, beziehungsweise 5 nnd 1 Goldfranken sowie in der Regel die Abschaffung des Nachweises der Notwendigkeit der Reise und der vpr? herigen Genehmigung durch den Einreisestäat fest* setzen wird. Der Staat S. H. S. hat sich seine Zustimmung Vorbehalten. Polens Haltung ist noch unbestimmt und Rumänien hat bisher keine Erklärung abgegeben, Der Streik der Hausbesorger.! In einer Vertraüen.smännerversamm'krng der Haus, besorger, düe gestern abends in Hernaüs. staifctfamid1, -wurde, da ihre bekannten Forderungen weder von dem Hausbesitzern noch von der Lemid'esiregierung,, erfüllt wurden, der Streik iprok 1 amieft, wslC'hSO Don nerstag den 26. d. M. in Krafttreted w-ird-. Von diesem Zeitp-unllot an worden sie mir diais Ooffnen und Schließen der Hamstere, Boleuahüiwig deä Hgnises und die Vearwahirung der Boden- und Kofler-t LchlüsZsl verrichten. Bezüglich der übrigen Arbeiten» erklärte die Versammlung, dietzeJben picht melur Ausfuhren zu können. Dies wird dem maßgebenden Behörden und de? breiten OeffentBchkeit zur Kenntnis gebracht * Neue Ausgrabungen in Syrieh. Im Jahre vor Aus* bruch des Krieges wurden von französischen Archäologe^ Grabungen auf der Stätte des alten S i d o n, dems heutigen Saida begonnen, die jetzt fortgesetzt werderii Im Süden von T y r u s wurden die Arbeiten wieder ausgenommen, die seinerzeit bereits auf Anregung Renans hin ins Auge gefaßt worden waren. Nach der „Orientalist!- sehen Literaturzeitung“ legte der Archäologe Lorey die Akropolis zu Omm-el-Amad frei und stellte den wichtigen, min Säulen geschmückten Tempel oder Palast fest, der aus der Zeit der Seleukideu stammt. Seine Mitarbeiterin, Madame le Lasseur, fand die Spuren von altphönizischen Bauten und entdeckte eine Begräbnishöhle der römischen Zeit, die mit merkwürdigen, sehr gut erhaltenen Gemälden geschmückt ist. In Damaskus hat Lorey zahlreiche mohammedanische Denkmäler von außerordentlichem Wert gefunden, därunte« zwei prächtige Holzdenkmäler des 11. Jahrhunderts und eine kleine Begräbnismoschee des 13. Jahrhunderts. Bei des Grabungen traten große Mengen von keramischen Arbeiten arabischer Herkunft zutage. Die wichtigste Arbeit ist aber im Süden von Horns za Teil Nebi Mena geleistet worden,; Der Ort, in dem man den befestigten Platz Kadesch der? Hetiter vermutet, ist durch systematische Ausgrabungen erforscht worden, und man fand hier die alte Stadtmauer mit großen Kanalanlagen. Geschichtlich wertvoll ist eine Grabsäule Setis!., eines der großen Gegner des* hetitischen Reiches, der es um 1350 v. Chr. bekämpfte. Herrenwäsche Englische Wollstoffe für Herren* und Oamenhleider, Regenmäntel, Textil- und Strickwaren, alles erstklassig und billigst Im Warenhaus i Schiffmann En gros Mi En detaü „Hast du vom Kahlenberg das Land dir rings besehen ...“ Zu Grillparzers 50. Todestage. Sektdew Franz Grillparzer ein Stammbuch die Verse geschrieben hat: »Hiast du» .vom Kafolemberg das Land dir irimg’S besühöo, Dann wirst dm, was ich schrieb uind was ich bin, , v verstehen.« Weiß jeder Bawatu-se, daß GriHiparzer >der österreichischeste Dichter« gewesen ist. Fragt mam num, worin denn seine spezifisch österreichische Note ibestehe,. da er doch keine Zeile in östenrei'chi»siohe'm Dialekt geschrieben, ja, in den Dramen sogar die iPiro-sasiprache verschmäht thiat und stets im prutnlk- ' vollen Gewände des Verses eiphergeschritten kömmt, dann ist der Banause keineswegs verlegen, sondern beginnt zsü zitieren1 »König Ottokars Glück und Ende«, »Ein Bruderzwist im Hauise Halbsbuirg«, >Friedlich der Streitbare« und »Die Spinnerin am Kreuz« (von den beiden letztgenannten »Stücken« ist freilich nidhit vorhanden als der bflioße Titel auf einem Vormerlkiblatt au« dem Jahre 1826, das merkwürdigerweise auch bereits die Namen solcher Werke auf weist, die der Dichter erst im hohen 'Alter, also viel später, geschrieben hat). Dann aber spielt der BamauiSe seinen besonderen Truirmpf aus, Indem er darauf hin weist, daß Grillparzer bei der ,Wahl seiner Stoffe daß Bestreben verrät, alle Nationen Altösterreichs au Worte kommen zu lassen: Die Tschechen in einem geplanten Drama oDra'bomitra« und in einem wimklidh ani'sgefüihnten »Libussa«, die Magyaren in »Ein treuer Diener Beines Herrn«,' die Polen in der. Novellle »Das Kloster von Sendomir« und seine geliebten Wiener ln der Erzählung »Der amme Spielmann«, ja sogar die Juden in der »Jüdin von Toledo« und in »Esther«, so daß man also dem Diöhiter wahrhaftig den Ehrgeiz nadbsaeen kann, ein Radetzky der Literatur zu sein, in dem Sinne seines berühmten Gedichtes an den Feldherrn: >Im deinem Lager ist Oesterreich.« Forscht man jedoch weiter, was es denn in diesem Zusammenhang mit den» Griecherostücken Grillparzers für eine Bewandtnis tobe, dann zuckt der Banause verstummend die Achsel. , Und seine Verlegenheit wird zur stäupenden Verblüffung, wenn man ihm bedeutet, daß der Dichter niemals österreichischer, j»a, wienerischer ist, afe wenn er seine Muise griechisch kostümielrt. Beweis: «Der Bruderzwist« dürfte sich, obwohl stofflich der Geschichte der Dyniastie Habsburg entnommen, ob seiner hohen dichterischen Qualitäten in. der ganizen Kultürwelt aufführbar erweisen (vermutlich ist er gerade deshalb überliaulpt noch, «nicht aufge- * führt wörden). Dagegen äußerte sich schon Heinrich Laube sehr pessimistisch, über, die. Möglichkeit, mit »Des Meeres und der Liebe Wellen« außerhalb Oesterreichs eine gleich, günstige Wirkung bervorzubrimgen wie hier: »Wenn Iiero im dritten Akt auf Leander® LIebesdrängen unerwartet sagt: ,Kpmm morgen!’, da lächelt in Wien das Publikum und findet die Dichtung reizend. Es begleitet eben vollkommen naiv die naive Dkfotitung. In der norddeutschen Stadt dagegen 1 a h t , das ganze Haus: E® faßt die Worte Heno-s moralisch auf und . findet sie überaus dreist. Da® Lachen ist nahezu ein Auslachen und die poetische, Stimmung ist zerrissen.« Dabei ist dem Dichter ziu seiner Hero eine leibhaftige Griechin Modell gestanden: die schöne Gattin des Malers Daffinger. Trotzdem ist sie ihm unter der . Feder zura Wiener Mädel von jenem Schlag geworden, den erst Schnitzler in seiner natürlichen Kleidung und Sprache auf der Bühihe heimisch zu mach ein wagte. Nicht anders ist es mit. den m ä n n I i cflne n Gestalten der Grillparzerschen Griechendramen bestellt. Lauschen wir Phacwi, wenn er die Geschichte seiner Liebe zu Saooho erzählt: »Da horch, dia tönt Gemurmel! durch dias Volk, Rief tausendstimmig mir des Volkes Jufed... Wie diu nun sangst, wie du nun siegtest, wie Nun im des Siegs Begeisterung;die Leier Der Hand entfällt, ich durch das*.Volk mich stünzd Und, von dem Blick der Siegerin getroffen, Der blöde Jüngling schamentgeistert s.teht, Das weißt du, Holhe, besser ja als ich . . .«; Welch ein Miainn, der sich in eiine Dichterin vot«' liebt, Äs sie mit ihrer Ku-mst des Volkes Jubel' weckt —- banal gesagt* den Mitteipusnikit einer Sen-t sätion bildet, sich aber' dann im traulich zurück^' gezogenem Umgang mit der Frau, ' deren Geist den ganzen Welt so viel zu geben »hatte, offenbar so. langweilte, daß er dem erstbesten süßen M3dÄ, das seinen Weg ki-euzt, rettungslos verfällt! Aua-, welchem Gau mag dieser seltsame »Giieche« nach; Lesbos verschlagen worden sein? Du ahnet es,' Lege«r, ha^st du vom Kahlenberg das’ Lan d d ir r id gs.b es eh e ir . . •. * ' ■ Ein naher Lanidsmann dieses-Phaoni ist de*.. Griilllipiairzensche Jason. »Das goldene. Vlies« ist noch in einem 'tieferen Sinne Österreichisch als' die übrigen Grillparzer-Dramen. Behandelt es doch’ die Wechselbeziehungen'zweier* dem- Blute und der erreichten Kulturstufe nach - grundverschiedenen Rä&sen! Wem kennte dieses Wechselspiel eher zum dicihiterischen Problem werden als dem Äiitösterreioher, in. dessen Staat acht Nationen hausten? Auch in Goethes Iphigenie« atoßen Griechen und Barbaren aufeinander. . Aber was sind das für .Barbaren? Auch dias fernste Auge wird keinem Gradunterschied der Zivilisation zwischen Thoas und Orestes wahrneihmen. Ganz anders bei Grill-i. pairker, dessen Trilicgie sich im letzten Glieds »Medeä« zum Pichlern der Mischehe zuspitzt. Der enge Rahmen eines Jubiläum®ärtikels verbietet es, auf das höchst interessante 1 Rassemprotolem bei Grill>>ftrzer näher einz»ugehen. Ich kann es nur gefühlsmäßig streifen. Und da,muß ichgestehen,' daß das Leid der Mcdea, .ihre Entwurzelung und

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