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Wiener Morgenzeitung · 1922-01-10 · Heft 1059 (10.1.1922) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1059 (10.1.1922)
Date
1922-01-10
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 1059 Wien’. Dicrs*'“?* wißmer" * Israelitische Kültusgemeinde Wien. Oefferct- Nche Plpnonsitzu-ng des Kultinsvorstandes Mittwoch don 11.. d. M.» 6 Uhr abends, I., Seitenstettongasse 4, 2. Stock. Tagesordnung’ i. Präsidialbericbt: 2. Rech- «mg'saifoschßuB fitr das Jadrr 1920; 3. Bericht über die vorläufigen GetbarttmgSargebnfese des Jahres 1921 und -über den Voranschlag fitr dais Jahr 1922; 4. Aenderung des fax- Und Gebührentarif es. * Mittwoch schulfrei. Der Bezirksschulrat teilt mit : Wegen Abschluß der Geschäfte in den Abbaukommissionen und Wiederinstandsetzung der Schulräumlichkeiten entfällt auch am Mittwoch den 11. d. M. der Unterricht an den Volks- und Bürgerschulen Wiens. * Der Unfall auf der Ostbahn. Wie berichtet, hat gestern“ früh der Bukarester D-Zug . den als Prellbock dienenden Sandhaufen in .der Halle des Ostbahnhofes überfahren und die Stirnwand eingedrückt,, ist aber dann stehen geblieben. JDer Unfall hat sich so gelinde abgespielt, daß die Reisenden auch nach dem Aussteigen gar nichts merkten und erst später davon erfuhren. Der Schaden wird auf zwei Millionen Kronen, inbegriffen die Reparatur der Lokomotive, geschätzt. .* Verkehrsunterbrechung am Arlberg. Die Arlbergstrecke ist zwischen den Stationen Langen und Dälaas durch Lawinenstürze ‘unterbrochen. Die Unterbrechung dürfte voraussichtlich einige Tage dauern. Bis zur Behebung der Verkehrsstörung verkehren die D-Züge 2Ö7 und 20S (Wien Westbahnhof-r-lhqsbruck—-Zürich—Paris) nur zwischen Wien, und Innsbruck. Eine-.Ueberleitung dieser Züge über München-Lindau ist vorläufig nicht möglich; die Reisenden finden in der Richtung ab Wien in Salzburg nur Personenzugsanschluß nach München und darüber hinaus. , * Zwei Kabel, , .die Nord- und Südamerika verbinden, sind unterbrochen. Main vermutet, daß eim Seebeben die LTrsaohe sei. . v * Auf der Insel Martinique wumcfe ein 'heftiges Erdbeben verspürt;, keine nenn entwerten Sdiädon« -* Lavrinepkatastrophe am Spullersfee. Wie. der * Allgemeine Tiroler Apzeige-rc meldet, ist am 6. ,d. M. vor dem Tunneleirugaatg am.. Spuljlcrsee eine; ’Lawine äbgegangen und verschüttete'' die 'B'airaicike.- Zwei.Personen worden t of ünd mehirerc schwerverletzt äitiis den Trümmern hervörgezogen. . "' ' ■ * Falsche iooo-Lirescheine in Wien. Am 17. De-;, kemlbsr ließ der Prokurist eitnier hießlgen Wechiseistufoe den Speis e wage nik ebner Karl W ei ß, Hernals er gürte! Kr. 37, anhalten, weißeif zwei, fal'scihe roop-Lkescheime um wechseln wollte. In seinepii. Besitz faiid. man nochisechs•••weitere' falsche röod-LifesjC'heiirie. Heber .die Her-“ kiinft d'er Scheine befragt-, gäb’.,Weiß folgende. ziemlich glaubwürdige Darstellung. 'Dir. Äabe als Schlafwagen- ’ kellner die Bahinistreake#-Wieu—-iSäiliziburg bereist-und am 13. Dezember durch Zufall einen Italiener Savino oder Saviano Sasso aus Bari kennengelernt. Am 14. Dezember habe ihm nun--Susso ersucht, ihm .die Litenotehum-zu-... wechseln. Sasso wunde aus Wien flüchtig. Das 'Sicherheitsbureau hast alle, auswärtigen Behörden, telegraphisch verständigt' und umdie.Anhaltung: des Sasso ersucht. Auf Grund dieser K urre-de ist Sa «so'am.W Der- Lemher im Großgasthof DamieS ffi . Graz verhaftet worden. In seiner Begleitung befand sich .seine , Gattin, die 28jährige Hermine Sasso, geborne Ivancic, zu-. Gurzola gehören. Sie wurde gleichfalls angehäiliten. Vereine, Vorträge und Versammlungen. . ' H e b r ä i s c h e r K I u b, II., Taborstraße li Heute ttfld jeden Dienstag von 7 bis 8 Uhr abends Kurs für Literatur des Mittelalters. Leiter Dr. Kaminka. Von 8 bis 9 Uhr .-Kurs für neue hebräische Literatur (Mendele). Leiter Saiomon Ä uerbac h. -r- J ü dische Tqynbee- H a 11 e, XX., Denisgasse 33. Fernsprecher 44-4-57. Mittwoch den 11. d. M. präzise 7!Uhr abends, Vortrag dfes Professor Ernst Hoffmann: Hebel .und die Juden. — Zionistische Bezi r k s s d k t i 0 n L eop o.l ds t a d t. Heute, 7 Uhr abends, Feier des 100. Geburtstages P i n s k e r s im Saale des Hotel Continental. Redner Dr. N. M. Oelber, Professor Freud. Erscheinen Ehrenpflicht. — Bukowi na e r Z e ntral verband. Ab heute Neuaufnahme von Mitgliedern. Zusamenkünfte im Cafü Silber und ira Wiener-Bürger-Cafe bis auf weiteres eingestellt - * Der Direktor derSiemens-Schuckertwerke beim Vorlesetisch. Nächsten Donnerstag abends um 6 Uhr hält der Direktor der österreichischen Siemens-Schuckertwerke, Ingenieur ,Bernhard S'c h i 1 1er,“ im Hörsaal II des elektrotechnischen Instituts einen Vortrag über das Taylorwesen in der Praxis. * Der hebräische Fortbildungskurs des Jüdischen Schu Vereines, der von. den Hebräischiehrern der Jüdischen Realgymnasiums, den Herren Zimchony- Buchinann, Gelernter urid,Kästenbaum geleitet wird, beginnt heute, Dienstag, um 7 Uhr abends im Lehrsaale des Theologischen Seminars, II., Tempelgasse 5, I. Stock. Die Teilnehmer werden dringendst ersucht, pünktlich zu erscheinen. ' . 1 * Urania. Heute, Dienstag, 5 Uhr (Grosser' Saal) Shackletons Südpol-Expedition. — V,6 Uhr (Kleiner Saal) Professor Dr. U. J. T 0 m a s e t h: Formen des menschlichen Körpers in. Kunst und Natur, VI. — V.6 Uhr (Kurssaal) Dr. Albert W oni sc h : Geschichte der Kurzschrift vom klassischen Altertum bis, zur Gegenwart, III. — Vs6 Uhr (Klubsaal) Dr. Josef Z u t h : instrumentalkurs für Gitarren- und Lautenspiel, V. — ‘/38 Uhr (Großer Saal) Das Wunder des Schneeschuhs“. — l/a8 Uhr (Kleiner Saal) Die Relativitätstheorie in . gemeinverständlichen Einzeldarstellungen, I. Professor Dr. Wladimir M i s a r: Die Relativitätstheorie der progressiven Bewegung. — Va8 Uhr (Klubsaal) Dr. Josef Z u t h : Instrumentalkurs für Gitarren- und Lautenspieler,. V. -- 7 Uhr (Mikroskopiersaal): Ünfv.- Assistent Dr. Alfred Limb-erger: Anatomie der Pflanze, IX. ' _ ' Ernährung. Der Marktbericht. . Weitere Fleischpreissteigeruiigen. Die Fleischpreise steigen unausgesetzt we’ter. Im Engrosverkehr verteuerten sich gestern Kalbfleisch um K 50, Fettschweine um K 100 per Kilogramm. Die Detailpreise und die Preise der übrigen Gattungen blieben . unverändert auf der Höhe des Samstags. Der Verkehr hielt sich wie gewöhnlich an einem Montag in sehr bescheidenen Grenzen. Von auswärts sind 10 Waggons mit Rindfleisch und Schweinefleisch eingetroffen. Die Vorräte reichten weit über den Bedarf. Auf den Grünwarenmärkten war gleichfalls nur sehr geringer Verkehr zu beobachten. Die Knap heit in Kartoffeln hält weiter an, doch werden schon * für die nächsten Tage größere Sendungen erwartet, so daß der Mangel bald behoben sein dürfte. > Bühne und Kunst. Raimund-Theater. Wenn das Raimund-Theater die Absicht - hatte, ein Faschingstück herauszubringen, dann ist es ihm als hoch verdienstlich anzurechnen, daß es nach einem Nestroy-Stlick griff. War aber für die literarisch ambitionierte Bühne in erster Linie der Wunsch maßgebend, ihren Spielplan durch ein Nestroy-Stück künstlerisch zu bereichern, dann hätte man in der Wahl des Stückes vielleicht sorgfältiger sein können.“ Die „Verhängnisvolle Fasch i n g s n a c h t“ gehört zu jenen Nestroy-Werken, in denen die Ewigkeitswerte der künstlerischen Diktion in hartem Konflikt mit dem veralteten Possenrequisit der äußeren Handlung stehen. Daß jene sich aber erfolgreich durchsetzen, spricht schließlich doch für das Stück. Auch das naivste Possenpublikum von heute könnte so unwahrscheinlichen Vorgängen auf der Bühne nicht mit solchem Jubel folgen, wie die Premiere ihn auslöste, wenn es nicht in den suggestiven Bann des diabolischen Dialogs geriete und über die gewagten Verkleidungsszenen einiger Figuren hinweg auf jene anderen Verkleidungen hinhorchen lernte, auf die es Nestroy eigentlich ankommt: Die Verkleidungen der menschlichen Gemeinheit mit der Phrase, die Maske des hohen Pathos für die> niedrige Gesinnung. Wenn sich der Liebhaber den Frühstückkaffee und das Frühstückldpfel, das sich seine - Angebete für ihn vom Munde abgespart hat, schmecken läßt und ihr kauend versichert, daß er für sie hungern und dürften könne, wenn er dann von ihr weg zu einer anderen kommt, dieser einen Vortrag über die männliche Treue hält und siedie andere — dabei wiederholt küßt, dann habenwir den typischen Nestroy. Bisweilen spitzt seine ungeheure Sprachkunst die Entlarvung der Phrase bis zur Selbstentlarvung zu: „Mein Weib muß mit allen höflich sein, sonst wird sie ka rpatscht, denn Höflichkeit ist das erste!“ , ,,Ich bin der Mann, der fürs Geld alles tut, aber wenn es dann (nämlich bei der Teilung des Geldes) nicht e h r 1 i c h zugeht I“ „Wenn man feinen h in auswirf t, ist es schon genug, wozu noch grob sein mit ihm?“1 Ein vernünftiger Regisseur wird deshalb, wie es Herr Stärk auch getan hat, ein solches Stück ganz auf den D i ä log -stellen. Das darf aber nicht so weit gehen, daß die Akteure, so oft sie eine der markanten Nestroy-Wendungen zu bringen haben, einfach ins Publikum hineinreden. Zwischen einer Nestroy-Aufführüng und einer Nestroy-Vorlesung mit verteilten Rollen muß denn doch ein Unterschied sein! Wenn ferner der aufdringliche Liebhaber, dem die angeschwärmte Frau die Tür vor der Nase zuschlägt, statt ihr bis zu dieser Tür näöhzuiaufen, mitten im Zimmer stehen bleibt, wird seine Klage, daß. er nicht nur mit 1 a n g e r, sondern auch mit g'e s c h wollener Nase abxiehen müsse, schlechthin sinnlos. Und man muß schon sagen: ein Nestroy- Wortspiel sinnlos; erscheinen zu lassen, ist ein Kunststück! So ganz darf die äußere Handlung denn doch nicht vernachlässigt werden. Mag sie bei einem Nestroy- Stück auch oft eine künstlerische Passivpost bilden, so gewährt es doch einen hohen ästhetischen Genuß, zu beobachten, wie die genialen Nestroy-Wendungen, die die Tiefen und Untiefen der Menschenseele so grell erhellen, aus den Situationen herauswachsen, ihnen durchaus nicht äußerlich aufgeklebt sind. Diese Wendungen so zu bringen, daß keine der einander drängenden Pointen dem Ohr des Zuhörers entgeht, ist wohl am besten den Herren L o i b n e r (Tateihuber) und Stärk (Lorenz) und Fräulein G e ß n e r (Sepherl) gelungen. Ihnen gebührt der, Löwenanteil an dem Beitall, den das amüsierte Publikum zu spenden nicht müde wurde. H. Sp. Freie j ü discheV olksbühne uimniiiiiiiiiiimiiciiiiisiiiiiiifimiiiiimKitiiHtiiiiiimuieiiiiumiuiitii'.uiiiiuiiiuiimiiui Gastspiel im Lustspieltheater 4280 . Sondervorstellung Vs8Ühr abends: ÜEiSStC yo^^avid Tinski BBiaaDoaaa ES5T Das Theater Ist geheizt! BB■ BBBB8 Theatergesetz-Enquete. . Unter.dem Vorsitz des* Abgeordneten A 11 i n a wurde gestern die Enquete zur Beratung des .Theatergesetzes fortgesetzt. Bei § 13 (Lieferung von Kleidung, Ausrüstung und Schmuck) verwies Vizebürgermeister V i z i a (Graz) darauf, daß durch die Bestimmungen dieses Paragraphen die aus öffentlichen Mitteln erhaltenen Theater eine solche Vermehrung des Fundus vornehmen müßten, daß sich diese Anstalten nicht mehr halten könnten. Die öffentlichen ■Theater arbeiten heute schon mit M i I I ionendefiziten. Es werde daher in allen öffentlichen Körperschaften allen Ernstes über die Auf lös u n g dieser Theater debattiert. Die Leiter dieser öffentlichen Bühnen stehen den Forderungen der Schauspieler gewiß sympathisch gegenüber, aber die Belastung dürfe das erträgliche Maß nicht übersteigen. Dr. Franzos erklärte, daß die Direktoren der Privattheater nicht in der Lage seien, den Anforderungen des Gesetze^ zu entsprechen. Es wird hierauf in die D e t a i 1 b e r atu n g des Gesetzes eingegangen. Dr. Franzos, F i? i a und Direktor Bernau wenden sich gegen die gesetzmäßige Fixierung des Spielgeldes. Präsident Stärk erklärt das Desinteressement der Schauspieler am Spielgelde. Sie wünschen nur fixe Bezüge. •Direktor H ö 11 e r i n g und Präsident Stärk treten für die Aufnahme des Kleide r Paragraphen des Kollektivverlrages in das Gesetz ein. Direktor Bernau, Pichler (Wiener-Neustadt) und Dr. J e h n a 1 (Salzburg) wendeö sich dagegen. Eine lebhafte Debatte entspinnt sich über die Arbeitszeit und die Urlaube. Der Schauspieler S t ä r k betont, daß der Schauspieler gar keine treie Zeit habe, während Bernau meint, sie hätten deren mehr a s jeder andere, mißbrauchten aber ihre Mußestunden zum Filmen und ihren [ Urlaub für Gastspiele. Bezüglich des Begriffes ,« n g e* TP. J£::?cr 1922’ Seite 5 Für Ausstattungen3: Chiffone, Bettücher, Weben, Damastgradl, Inlete umi al!« Leinenwaren bringt als besondere Gelegenheitskäufe diei ßesteRverkeufsgesi;!sctiaftlyi.,Windmiiblgasse2 —^ ...- ... .-4 messene Beschäftigung“ gibt 8 t ä r k zu> daß er schwer zu definieren ist. Direktor Bern au hält die Konkur reo z* k’ I a u s e I für so wichtig, daß er für seine Person sich ohneweiters verpflichten würde, die Gagen zu verdoppeln, wenn sein Ensemble -ausschließlich seinem Instinkt zur Verfügung stünde. Es soll nicht Vorkommen, daß ein Mitglied in jedem Kabarett spielt, sich verzettelt und verbraucht und nur mit dem Rest seiner Kraft sich dem Unternehmen widmet, an dem er engagiert ist Aus den Theatern. . ■ Im Burgtheater wird morgen „C 0 r Io lau u 5* mit Hugo T h i m i g als Menenius Agrippa aufgeführt. Im Operntheater wird morgen „AI d a“ mit Vera Schwarz von, der Berliner Staatsoper als Gast gespielt — Der Spielplan des Opern th-'eaters wird aahin geändert, daß am Freitag den 13. d. M* „Schwester A n g e 1 i k,a“, „G i a n n i Schicchitf und „Diejahreszeiten der Liebe“ zur Aufführung gelangen und am Samstag den 14. d. M, y,P a 1 ä s t r i n a“, r ’.ü'v.-v-v Inder Volksoper gelangt heute ztijji erste» Male in dieser Saison „Martha“ zur Aufführung. Die Besetzung ist folgende: Harriet — Frau de Debtcka^ Nancy — Frau Attler, Lyonei — Herr. Neumann, Bfumkett -7 Herr Baumann, Tristan — Herr Markowsky, Richter — Herr Lazer. Dirigent: Herr de Stermich. Regie: Herr Oberregisseur Markowsky. Beginn 7 Uhr. — Morgen geht '„Madame B u 11 e r r 1 y“. in Szene; Im Deutschen V 0 1 k s t h e a t e r wird Ale-’ xander M 0 i s s i auf der Durchreise das jüngst unterbliebene Gastspiel nachtragen. Der Künstler spielt morgea um '7 Uhr den Schaupieler Henry im „Grünen K akadu“ und den Wanderburschen in Tolstois „E r i st a n allem schuld“. Donnerstag den 12. - d. M. um 7 Uhr den Oswald in Ibsens „G e s p e n s t e r“. Die füs diese beiden Abende vorher gelösten Karten verlieren ihre Gültigkeit und wird das Geld an der Tageskasse rückerstattet. ln den Kammersplelen gelangt morgen, 7 Uhf, „Am T, e e t i s e h“, um 10 Uhr „Morphium“ zur Darstellung. Im Josefstädter Theater findet heute* Dienstag, ein literarischer Abend statt; Zur Aufführung gelangt „Totentanz“ von August Strindberg mit Josef Jarno als Kapitän Edgar. Außerdem sind noch in wichtige» Rollen beschäftigt die Damen Prandau, Waidner, Zeilen und Herr Volker. , .. [ohann-Strauß-Theater.Bpie I p 1 a n« äflderung. Sonntag den 15. d. M., nachmittags 3 Uhh »Ru-nd um die Liebe“. Im L u s t s p i. e 11 h e ä t e r bringt die F r e i ® jüd isch e V 0 lk s bü h ne morgen „D er Fremde* zur Aufführung. In der NeuenWienerBühne ist die Erstaufführung von „Othello“, die Freitag den 13. d. M. stattfindet, in den Hauptrollen wie folgt besetzt: Othello — Paul W e g e n e r als Gast, Jago — Raabe, Brabantio — Geyer, Cassio Aicher, Dogo — Ueberacker, Lodövice — Dießl, Roderigo — Farkas, Montano — Hendrichs, Desdemona — Lwowsky. Emilia — Lach. Dekorationen von B. Stefferl. Spielleiter: Emil Geyer. Ein Opernkonzert (Richard Wagner) unter defr musikalischen Leitung von Dr. Adolf G ü n s'b u r g .findet Donnerstag den 12. d. M., ‘/s8 Uhr, im Großen Saale der Urania statt. Es werden „Rheingold“ (1. und-4. Szene), ün4;,Der fliegende Holländer“ (2. Akt) von ersten Sängern und Sängerinnen vorgeführt werden. Hebräisch-jüdische Matinee. Für dtiese am 15. d. Mi im Mittleren Kqinzertba'ussaail um 5 Uhr nachmittags stattfindenden Matinee gj'bt sich außerord'emtlich-eß Interesse kund. Der Kartenverkauf z-u dieser Veran* staikwng, an der Mitwirken: Martin h o c hem (Stockholm), ' Lea W e jn t r a u b“- G r a f (Freie jüdische Volksbühne) und O-berktunitor Gerson Ma tgulies, beginnt heute an der KonizeSrt'hau&kass-e, III-, Loitihir.in-gerstpaße, in der >Wiener Morgenzeitungc, II., Taiboirsträße 1 und bed R. Löwiit, 1^ Ro-tenidurmßtraße 22. BaBfflncV ... Jaausanüaiosa asweaa -uiaE« Aü 15. Jänner 1922 iibribbsbho .. “ ■ §BnjS5fÄE3R! ■■mnBrannwnniumJl prsfthpinf fäfll rJl ... erscheint täglich eine groß^ ln der -WIENER MORGENZEITUNG aaeanaauMi n n 99 n a b 10 b a e 9 «ifl nnon be rä welche über alle Sportzweige berichten wird a a a a an m e n a itonnoaBEBc ■MBB8BHBRa Sport. Jüdischer Sportverband, -I Die letzte Sitzung“ des jüdischen 'Sportvöhbans des war verhältnismäßig,sdhwach beschickt worden, da nnT folgende Vereine Delegierte enitsanditen$ Hakoah, J. A. C., J F. C.. Ha«monea, Haizair, Menorah, Ohenuth, Bar K-ochba, Achim, Hägiboa^ Achduth. Das umeniliS'ch'U'ldigte *Feim.ibleiibeih' der! übrigen Vereinsvert-reler dürfte d-aira-uf zuirüclktzufiihren sein, daß bei zahlreichen Klubs am selben Abend Vollversammlungen abgehalten wurde«!. Der wichtigste Punkt der Tagescirdinitinig; behandele die Frage, welche Vereine in den jüdisdhen SipoTtvenbamd aiufgenommen werden könimeft. Nads längeren Wcchselreden erhob die Versammkmg

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