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Wiener Morgenzeitung · 1922-01-07 · Heft 1056 (7.1.1922) · p. Seite 7

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1056 (7.1.1922)
Date
1922-01-07
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
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Nr. 1056 Wien, Samstag WIENER MORGENZEITÜNGT 7. Jänner 1922 'Seite 7 Daß die Trefferdifferenz nicht höher wurde, ist darauf zurückzuführen, daß der Angriff vor dem gegnerischen Tor zu viel kombinierte. Ueberdies war P t a c e k von Slovan als Mittel- Stürmer ein langweiliger Patron. Recht gut war der linke Flügelstürmer C u 11 i (Amateure), In der Deckung Überragte Geyer (Amateure) seine Partner Um ein Beträchtliches. Das Verteidigungstrio befriedigte. Die B-Mannschaft war bunt, zusammengewürfelt, man sah auch nur von den beiden. Floridsdörfern Seidl und I s z d a gutes Zusammenspiel. Der W. A. C.-Flügel Neu m*a nn-Elchler konnte Sich nicht auszeichnen; In der Deckung bot nur GÖtz (Germania) eine annehmbare Leistung. Im Hintertreffen war Brazda (Rudolfshügel) der Beste. Das von Dr. S n a p p 6 r (Holland) gut geleitete Treffen verlief in der ersten Spielzeit törlos. Nach Seitenwechsel erzielten C u 11 i und H a n s 1 zwei Treffer. _ _ ■ _ ßln abgerissener Protest. Beim Meisterschaftsspiel Häkoah gegen Admira (4:2) schloß Schiedsrichter Reichsfeld den Haköallner Gansl aus, machte aber dann sofort seine Entscheidung rückgängig, Die Admira erhob wegen dieses Vorfalles gegen die Buchung des Meisterschaftsspieles Einsprache. Der Protest wurde in allen Vorinstanzen abgewisen und gelangte nun in der letzten Sitzung des Oesterre'chischen Fußball-Verbands zur Verhandlung. Nach genauer Feststellung des Sachverhaltes erklärte die oberste Fußballbehörde die Einsprache als unbegründet. Demgemäß werden der Hakoah bei Beibehaltung des Resultats Sieg und Punkte zugebilligt. Ein Einigungskomitee, Wie wir bereits berichteten, sind die’Verhandlungen Zwischen dem Schutzverband und dem V. A. 8. gescheitert; Der V. A. 8. besteht auf der Vermehrung und Zweiteilung der ersten Klasse, Während der Schutzverband von dieser Neuerung nichts wissen will. DIS Generalversammlung des Oesterreichischen Fußb%ll-V6rbändes naht nun mit Riesenschritten und es besteht die Gefahr, daß eine eventuelle Kampfabstimmung die Sprengung des Öesterfeichischen Fußball-Verbandes zur Folge hat. Um nun noch im letzten Miment eine Einigung zwischen den beiden Gruppen herbeizuführen, setzte der Vorstand des Oesterreichischen Fußball-Verbandes, ein Komitee zusammen, dgm die Herren Dr. Körner, Ingenieur Pichl und Dozent Haudek angehören. Das E'nigungskomitee wird morgen, Sonntag, seine Tätigkeit beginnen. Hazair. Mittwoch abends fand die konstituierende Generalversammlung der fusionierten Klubs Hazair, Gideon und Heros statt. Die Wahlen ergaben folgende Leitung: Präsident Dr. Morgenstern, Stellvertreter: Emil Adler, Sektionsleiter: Alfred T y s s e r; die übrige Leitung setzt Sich wie folgt zusammen : Torezyner, Schriftführer; Bo.ttwin und Oesterfelcher, Kassiere; Löw, Sektionsleiter der Hochschulss'ttlon; ßurstym und Stflsöwer, Materialverwalter. Die Fußba'lsektionsleitung besteht aus dem Sektionsleiter Tysser, dessen Stellvertreter und., Verbandsdelegierten Futterweit, ferner aus den Herren Torezyner und Schweitzer. Die Wahlen in die .Leichtathletiksektion finden Samstag abends Statt. — Heule, 7 Uhr, Fortsetzung der Generalversammlung. —. Morgen, V2Ö Uhr und ‘/all Uhr, Wettspiele m't zwei Mannschaften gegen Kaisermühlen auf dem KaisernLihlen-PlätZ. Jüdischer Spcrtvcrlf nd. Heute, '/,7Uhr, Delegler-tenfcltzung im Klubheim der Hakyah, L, Wiesingerstraße 11. Akad. S..-C. Herds, Heute, 2 Uhr, Wettspiel gegen Ari I auf denr Ka'sermÜhlen-PIätz. Aufstellung r Lamberg; Muck, Birnbaum; Pe'.ikantl, Frucht, Pel'kantll; Löw, Orn- $tein, Kat2, Pöllak. — Ersatz:, Seidler, Rappäpört. Achfltitli, Haute, 5 Uhr, im Versinshsim, II., Obere D^naustraße 65 i, Mitgliederversammlung, Einzahlung, Mit-, güederaufnahme und Mannschaftsaufstellung. Anschließend Ausschußsitzung. AchwaH sucht Gegner äuf fremden Plätzen. Rosenzweig Isidor, XX., Karl Melßlstfaße 10/tö. J. A. 8. Borochow. Heute, V,8 Uhr abends, im Klublokal (Caffe Magnet, 1L, Gaußplatz 2) Versammlung. Erscheinen' der Spieler ist Pflicht. Volkswirt. Gestempelte Krone —.10 Centimes. Auszahlung Wien ax 1 o —.Io Centimes. ln : ü ch notierte: ■ die Österreichische Krone -.13 (-.17 am. 6. Jänner) die östern gest. Krone . . -.10 (-.10 am 6. JUpner) die tschechische Krone. . 8.30 ( 8.30 am 6. Jänner) die Mark. 2.70 ( 2.55 am 6. Jänner) Agram. 1.82 ( 1.83 am 6. Jänner) Bukarest. (-.- am 6. Jänner) Budapest . .. -.85 (-.85 am 6. Jänner) Warschau. -.18 (-.17 am 6. Jänner) Das neue Palästina. Die täglkii erscheinende »Deutseihe B-OrgWerkszeitung« veioffenfflicht eine kolonia'lipolitische Stiudie. »Da»s neue Pailäs-tima« atits der, Feder von Hatus Ernst, der wir die folgerndem Stellen en'tnehimeu: Die Schaffung' einer ki-atinnalen Heimstätte« für die Juden iat gleichbedeutend mit eiaer Neiutb’eiebutig und einem Wiederaufbau' Palästinas; das wuß’e ‘England., a»!s es sich zü-r Mandiatarmaohit de»3A Eändos bekainoiie. Naoih dem Wonten des engUsbliem Koltern ailrministers am läßlich seiner Paläätvnia-R-oise, die in ihrer politischem Wertung einer' foirmlkhem Demam.-traitiion glich, soll die Politik der nirit ion-ailen Heim.s'Lt-te sowohl für die gesamte pudern heit wie auch für die Mandaitysmacht und die ganze Welt den größten Segen bringein. Daibei verfehlte GUtirchill nicht, darauf himzmweisen» daß dw\ Juden für dem Aufham ihres Landes größere finanzielle Anstrengungen mLehen Umd . eine Inanspxuchinahme des britischen Staaibsisnckels vermeiden müßten» Das Hau-pterfordernis war zmmächst, das seiner geographischen Struktur mach wenig ersch/los-seme Land - durch künstliche Mittel dem Verkehr zu öffnen. Mit rastloser Tätigkeit wurde das Eisenbahnwesen, da« unter der ehemaligen türlkiechon Verwaltung völlig verkemrnen war, reergenisiert, das Limiemnetz vviederhergcsitellt und teilweise vergrößert, der WaigcnDadc durch notwendig gewordene Neuan&cihafi'iuLigün ergänzt. So habeui die WIEN, I. BEZIRK SCHOTTENRING NR. 21 Filiale: KARLSBAD bernlmmt Elnlasen in laufender Rechnung, besorgt bankgeschäftlicbe TranaaktlonÖp aller Art 4050 palästinensischen Eisetn'bahm.en ‘jfeÄi eine Länge von etwa iouo Kilometer erreicht, was für dais kleine Land eine recht befrachtlieihe -Lebtuing bedeutet; sie bestehen a-u-s folgenden«Strecken: Kantara—Haifa, Rafa-—Berschcba, Jaffa—Jeruisialem, Haifa—A’kka, Haifa—El Hamme, Afuleh-—Tulkaram, Mediicisi*ch —-Nabiu* (Sichern); Der Bal’rlliof von Jerusalem ist dreimal sog r 6 ß wie vor dem Kriege umd mit elektrischer Belemch/tung versehen ‘ worden. Weiterhin wurden die BHickcm auf der Jerusalemer Strecke* tragfähiger gemacht; um auch schwerem Lokomotiven den, Verkehr, zu ermöglichen, sio daß sich der frühere1 umstand liefiie Maschinenwechsel in Antuff jietzt erübrigt. Vom besonderer Bedeuteng ist im diesem ZusaiiUrnenbaing die Mitteilung, daß die Bahnisrrecke Ha-ifa—Damaskus mehr und mehr dem Peir^cmtein- und Gütertransport von urtd’ nach' Syrien amfsaugt', wählend die durch ihre la:fi<d schaff liehen Schörnheitem berühmte alte Route vom I3eini.it über dein Libanon naicib Damaskus langsam - an Wichtigkeit verliert. Hamid in Hand mit den: Eisenlbahniprograimim M. seitens der neuen (pai'iitiWtH'iSchem Regierung der . W e g e- und S t r a ß c n;b a u in An griff - genommen Ordern. Besonders im Gher und am1 dem Ufenn des Tiberias- Sees haben die zah l reichen jüdisch em Ein wanderer durch die Wiederherstellung und Nearamhge Von, Straßen im Lziiufe des letzten Jahres sehr Emnpricß- Hches geleitet, umd das HinzuistrÖmen immer neuer Einwanderer ermöglicht die Einstellung noch weiterer Arbeitskräfte, die an der fortschreitendein 'Erschließung des Landes mitwirkerf können. So wäre in richtiger E’rkenfitnis der Saichläge eine der Hauiptibedingutigen des neuen Koio-nö'ationspnogramnis durch die Lrimdesregieruuig erfüllt worden: erst auf der Baei«, eines geordneten VerV kehr* tsö es möglich, die Erzeugnisse des einen Landesteils dem anderen ZUzatführen, die Waren des Birnen lande? an die Meeresküste zu leiten, um sie weiter dem Weltmarkt zugänglich zu m-ächen, Produktien und K-Omsurri einander zu nähern unÄ* Angebot Und Nachfrage einheitlich zu regeln. Unter dieser Voraussetzung kar.n . die Praxis anfangen, zu ambeiten, iir.d der wirtschafliehe Wiedc/raufbau feines bis dahin ödem Landes und seine Ürnwärndhing Zu einem blühendem .KulturstM^ ist eine Aufgabe, die keineswegs die Uto-pien der Mfenscfiiheit um eine neue vermehren wind. Zuerst hat die Großmacht Geld ihr Augenmerk auf Palästina gerichtet. Das W eit k ä >p i t a 1 hat seine Beteiligung zugesdgt, umd Dollar, ' Gulden, Frank, Lire un.d Mar,'k rollen nun um die Wette, um einander den Vorrang t bau laufen und sich die besten Gewinne! Eir.ccit,zu sichern. (Das Stimmt vorläufig nicht! Die Red.) Es wird feine schwere Aufgabe der pa!ä5tlnensi'5Cr''fen Regierung, sein, hier Mittel und Wege zu finden, um die Interessen der internationalem Finanz mit den ihrigen nutzbringend zu vereinen. Lind doch muß man schon jetzt anerkennen, daß die bis heute in Palästina erfolgten Investierungen in sehr geschickter Weihe vor genommen wurden. Umfangreiche Bodenar.ihäufe Wrd'cn vollzogen, Pilamzungs- und Häus.erbaugesellsch'aftcn begründet, Bank- und Tiöt'clniedorlasßiungen eröffnet und die geringen Ansätze einer reim Lohen Industrie zum Ausgangspunkt einer allmählichen Industrial sie» run-g gerU'-dnt, öbschcm die noch fehlende Möglich» keit offizieller Konzensicmiserteilungen sich hiebei als ein stank hemmendes Moment erwiesen hat. Der wichtigste Le’bemsfaktor des Lamdaä aibe'r ist und bleibt seine Landwirtschaft, in enger Verbindung mit der Oasen- und Gartemkultiur. Aller-' dings ist hiezu eine ausreichende systematische Bewässerung des Beden* Voraussetzung;, Und wenn erst einmal mach Jahren die-Riuthenbergsohen Stauam.lagen im Jcrdantal fertiggöstellt sein werden,.dann wind hier meilemweiit ein blühender Fruchtgarten entstehen, in dem . die herrlichsten Weintrauben, Orangen und Ananas gedeihen 'können. Die Trümmer der alten Bewäsisörmigsankigem können ebenfalls Wieder für IrrigaitiOms’zwccke Verwendung finden Und das Gihor, -das heute im großen und ganzen noch öde und -unbelebt daliegt, einer heuen Zukunft entgegemführen. Es io»t..kei-n Märchen, daß beispielsweise Hetfcdes bei seiner prachtvollen Winterresidenz Jericho Zuckerrohr hatte anbauen lassen; und moderne Fo-rsch-ör wie Palmer, Sch,um a c h e fe -und F i sc h er haben die günstigen klimatischen Verhältnisse -der Jordamoenke bestätigt. Zus.a.mmenfassfettid kann jedcmfa-lls gesagt werden, daß das Land seinen größten Reichtum in sieh birgt, indem -bei richtiger 'Bewirtochaftung des Wassers (Quellen, Zisternen, .Wasserfälle, Flü-sse usw.) unendliche Energien gewonnen und in Form von elektrischem Ström oder als fruchtbare Irrigatiomswäs'ser nutzbringend verwertet werden können. Ganze Haine v«n Dattelpalmen, Oel-, Feigen- und Maulbeerbäumen werden dem Lamdischaftsbild ein gartenähnliches Gepräge verleihen; Pfirsiche, Aprikosen, Apfelsinen und Melonen wird Palästina ■künftig auf die europäischen Märkte bringen, ganz abgesehen von Sesam, Eukalyptus und Tabak, die als Handclsgewächs noch eine besondere Bedeutung haben. . -I Obwohl England zum größeren Teil den Eiiw fuhrmarkt von Palästina beherrscht, machen im letzter Zeit Amerika, Holland und Italien ange«* strengt? Versuche, den englischen Kaufleuten den! Rang abzulaufen, während Deutschland zu-, nächst noch zögernd abwarte/t. Der Wirtschaftli-che; Aufschwung Palästinas ist aber gerade für dem deutschen Export bemerkenswert, weil in deii letzten Zeit der Äntiduimping^ und Söhntzzo-llbewe-* gütig dort keinerlei Son'derbestim.mungen und B-e-t Schränkungen für die deutsche Ei:nfulhr ,bestelheiii< Gesucht sind insbesondere Eisen waren, Werkzeuge,: Baumaterial und Haus-h-ailtungsgegenotande,, also Waren, die Deutschland in großen Mengen .liefern! kann; verboten 'ist lediglich felbr Import von' Muni-, tion, Opium, Salz und einigen Medikamenten. Art Zoll werden ii Prozent des Wertes erhoben, auf Baum ater ia-l ien, z Prozent, während Re.isegut zollfrei i?t. So liegen also die Verhältnisse in dem bis* her wenig beachteten Pailästina relativ günstig, unefi es kann .als ein erfreuliches Zeichen begrüßt werden, •daß führende deutsche Kon zern gesell schäften wie Siemettis, Deutsche Werke A.-jG., Hirsch Kupfer* Und Messing werke, Hecht, Pfeiffer & Co. kürzlich! besondere TntercisisenVertretungen für Palästina er* richtet haben. Z-udem ist bemerkenswert,, daß, die! Dämpfer/ der Deutschen Levan-tc-Linie und den Deutschen Orient-Linie regelmäßig die Häfen vom Jaffa und Haifa an laufen. Aktienausgabe der Wiener Messe' A.-G., Die Aktionäre der Wiener Messe A.-G., werden ersucht, die in Ihren Händen befindlichen Interimsscheine so bald wie. möglich, spätestens am 15. d. M., In der Buchhaltung der Wiener Messe A.-G., Messepalast, VII* Museumstraße 1, gegen die Aktien einzutauschen. Die Goldparität bei Zollzahlungen. Die Geschäftsleitung der Oesterretchisch-ungarischen Bank teilt mit, daß die Goldparität (Umrechnungsverhältnis, betreffend die Zollzahlungen in Gold) für die Periode vom 8. bis 15. dM. mit K 1410 festgesetzt worden ist. Die oberschlesischen Kohlenpreise. Aus Hindenburg wird ber chtet: Laut einer Mitteilung der staatlichen Bergwerksdirektion beträgt der Kohlenpreis aus der Königsgrube und dem Rheinbaben-Schacht vom L d. M. an für Stückkohle 412.49, für Steinkohle 263.10 Mark für die Tonne. Auf der Königin-Lufsen-Grube erhöht sich der Preis un^ je 20 bis 30 Pfennig per Qualität. Die Preise für das Inland (ohne das oberschlesisch'e Abstimmungsgebiet) betragen auf den genannten Gruben 186.70,’ beziehungsweise 263.10 Mark-per Tonne und Qualität. Auf derKönlgin- Louisen-Grube sind die Preise ebenfalls um 20 bis 30 Pfennige per Tonne höher. Das* Steuerproblem ln Deutschland. Aus Berlin wird gemeldet: Wie an den vorhergehenden Tagen haben auch vorgestern Im Reichsfinanzministerium Besprechungen des Reichsfinanzministers Hermes mit den Führern der einzelnen Parteien über finanziere Fragen, besonders Steuerfragen, stattgefunden. Die Besprechungen sind noch nicht abgeschlossen. Sie drehten sich hauptsächlich um das 'Auffinden elfter Kompromißformel für die kommenden Sfeuerverhandlurtgen. Die bürgerlichen Parteien wollen von einer Besteuerung der Sachwerte nichts wissen, während die Sozialdemokraten nur dänn geneigt sind, indirekte Steuern zu bewilligen, wenn die Sachwerte .ebenfalls zur Besteuerung herangezogen werden. Reichskanzler Dr. Wirth bemüht sich, zwischen diesen beLen Ansichten zu vermitteln und es besteht die Hoffnung, daß bis rum IO. d. M., an dem Tage des Zusammentritts der zuständigen Steuerausschüsse, eine Lösung gefunden sein wird. Berliner Börse* Berlin, 6. Jänner. Die sich an die heute beginnend- Könferenz zu Cannes knüpfende Hoffnung auf zumindest eine Erleichterung der deutschen Reparationszahlungen bewirkte bereits im Devisenverkehr fern Vormittag ein starkes Nachlassen der Preise, sq daß der Dollarkurs bis auf 192 und Holland bis auf 7000 wich, wozu freilich auch der Rückschlag der New .Yorker Markdevise beitrug. Die ' Rückwirkung hievon machte sich auch stark im Effektenverl;ehr geltend, wozu auch mitwirkte, daß die bereija. gestern im Verkauf deutlich zu Tage getretene abwartende Haltung , des Privatpublikums die Sicherstellungen der während der letzten Tage erzielten kleinen Kursgewinne geraten erscheinen ließ. Die Kursrückgänge die infolgedessen überall zu beobachten waren, betragen durchschnittlich bis zu 50°/o und etwas darüber, bei einzelnen Papieren wie Harpener-, /Hosch-, Hohenlohe- und Deutsche Petroleum-Aktieirbis zu 100°/ und darüber, bei Thale-Aktien 225*/.. Das Geschäft hielt, sich in engen Grenzen und dis Kurse schwankten auf dem ermäßigten Stand nur unerheblich. Eine starke Bewegung vollzog sich in Kaliwerten, die ihre anfänglichen Verluste nicht nur durchwegs wieder einholen konnten, sondern, wie Westeregl-Aktien sogar 150°/, über den gestrigen Schluß stiegen. Bank-Aktien, erwiesen sich bei geringen Kurseinbußen alle widerstandsfähig. Von festverzinslichen Werten blieben deutsche gut gehalten. Valutenrenten stellten sich durchwegs niedriger. Die Devisenkurse. Berlin, 6. Jänner. (Devisenkurse.) Wien altes —(—.—), Wien abgestempelt 5.8$ (6.68),-Prag 323.15 (306:65), Budapest 31.96 (31.56). Berlin, 6. Jänner. (Kurse der Devisenzentrale.) Noten: Dollar 185.40 (185.80). Pfund 789.- (791.-), Italienische 805.— (807.—), Polnische 6.65 (—'.-?-), Tscheclio-slowäkische 302.— (303.—), Alte österreichische (-.—), Gestern gestempelte 3.30 (3.40). Zürich, ,6. Jänner. (Devisenkurse. — Mitgeteilt von der Schweizerischen Kreditanstalt.) Berlin 2.70 (2.55), Holland 189.50 (189.50), New York 518 - (517.-), London 21.71 (21.67), Paris 41.25 (41.15), Mailand 22.23 (21.95), Brüssel 39.40 (-<-), Kopenhagen 103.- (-.-), Stockholm 127.25 (-.-), Chrlstiania 30.— (—.—). Madrid 78.75 (-.—), Bußnos*Aires 170.— (—.—), Prag 8.30 (8.30), Budapest -.85 (-.85), Agram 1.82 (1.85), Bukarest —Warschau —.1$ (—.17), Wien Geld -.18 (—.17), Wien Ware (-.-), Gestern gest Kronen Geld —.10 (—.10), Gestern gest» Kronen Ware Amsterdam, 6. Jänner. (Devisenkurse.) London 11.45 (11.43Va), Berlin 1.41'/, (1.39«/,), Paris 21.83*/, (21.80), Schweiz 52.83 (52.70), Wien-.09 (—.11), Kopenhagen 54.25 (54.30), Stockholm 67.35 (67.75), Christiania 42.40 (43.80), New York 273.- (269.75), Brüssel 20.83 (20.75), Madrid 40.60 (40.50), Italien 11.65 (11.55k Budaoest —.45 -1, >!'? f? L * § I '■1

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