Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 4 (1922)
- Issue
- Heft 1056 (7.1.1922)
- Date
- 1922-01-07
- Page
- Seite 6 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 6 Nr. 1050 Wien, Samstag Sitzung. — Lese-undRedehalle j ü d! s,c her HochschUler in Wien. Heute, 7 Uhr abends,* Vortrag Offenberger; „Das jüdische Heldentum der Makkabäerzeiten als Vorbild für die Gegenwart,“ Das vierte ordentliche Konzert de? Hakoah- Orchesters findet Mittwoch den 11. d. M. im Grölen Konzerthaussaal zu populären Preisen statt. Mitwirkender; Professor Buchsbaum, Karten an .der Konzerthauskasse, in der Buchhandlung Lövytt, bei der „.Morgenzeitung“ und bei der Konzertdirektiop Kugel, Schwarzenbergplatz, Der Humanitäts'verein der Trebltsqher i n W i e n, II., Praterstraße 28, bittet seine vielen hoch-, herzigen Freunde, Gönner und Landsleute, dem Kassier Herrn Sam. Stein, V.. Spengergasse 27, oder dem Schriftführer, Herrn Siegfried Lederer, 11, Prater'" straSe 26, einen Betrag zur Unterstützung der verarmten Landsleute zu übermitteln, damit der Entlang des Rein-, gewinnes aus 'dem entfallenen Feste, welches infolge der gewaltigen Teuerung unterbleiben mußte, wettgemacht werde. . Chanuka - Akademie. Die in den Sofiensälen von Freunden des großen Leopoldstädter Tempels veranstaltete Chanuka-Akademle nahm einen schönen Verlauf. Die Festrede des Ehrenprotektors, Rabbiners Dr. G r ü n-. w a 1 d, sowie die Kunstgaben der Wiener Kantoren unter Leitung des Dirigenten J, L ö w i t des Kammervirtuosen Pro» fessor Alfred Grünfeld, Cellovirtuosen Pro?essor. Josef S u 1 z e r, Opernsänger Ernst Fischer und der Damen Felicie K ii n i — Mi h a c s e k (Staatsoper) und Mirra SOkolskaja wurden mit großem Beifall aufgenommen. Ebenso die Klavierbegleitung durch Herrn Professor Kart Frühling und die Kapelle unter der Leitung des Musikdirektors Max Geiger. Tanzkrä'nzchen unter Arrangement der Professoren Julius Singer und Rudolf Heimann. Bühne und Kunst. Theater in der Josefstadi Neu in Szene gesetzt: Eugen He Hais Lustspiel „D i e S t e i n e r - M ä d 1 e n“. Der erste und fast der ganze zweite Akt witzig, geistvoll, ein starker Zusatz trefflicher Gesellschaftssatire, ja sogar ein Körnchen echter Poesie, wenn nämlich Heltai die jüngste der vier Steipef- Madien sprechen läßt. Bis zum zweiten Fallen des Vorhangs eine Trapikomödie, die mit Liebe das Schicksal der ältesten Tochter der Witwe Steiner behandelt. Sie Hat als Maitresse des reichen Barons die Familie zu erhalten, fiir Bequemlichkeit, Komfort, Wohlanständigkeit'der anderen Familienmitglieder mit ihrem Leib aufzukommen. Stellen wir’s nur fest. Ein jüdisches Sittengemälde der Großstadt, leider zutreffend. — Doch der Dritte, ach, der Dritte , , . Dieser dritte Akt ist so, als hätte ihn der Autor von dey Courths-Mihler gemeinsam 'mit einem Öperettenlibrettisten schreiben lassen. — Einige vorzügliche Deistungen. Die Rolle des knospenden Mädchens, das in der verderbten Atmo* Sphäre der Steiner-Familie aufwächst, seinen Liehestraum der gehetzten ältesten Schwester zum Opfer bringt und sich entschließt, an ihrer Stelle das Hatis zu „erhalten“, damit sie heiraten kann, spielt Valerie Martens wirklich rührend und entzückend. Ausgezeichnet Herr S t a d l m a y als Turnlehrer mit gestähltem Körper Wd schmieriger Seele und sehr charakteristisch Herr R h o d e n in der Rolle des jungen Publizisten. Strobl, der verdienstliche Spielleiter, war als Darsteller des Barons weniger glücklich. Recht eintönig* temperameptlos Frau M a g d a S c h 1 o ß als ältestes Steiner-MädU Voll Verdienst noch die Damen J p s e f f y und Fieber. Der Beifall war ungewöhnlich stark. A, Freie jüdische Volksbühne Gastspiel lm Lustspleltheater 4280 3 Uhr nachm.! dtlSllSNStSlNS UML WUhrcbenda: Mel, (fef MMßö ■ 3BBBBBB Das Theater ist geheizt!TB# «»vosqa» Aus den Theatern, Im Burgtheater mußte die für Donnerstag den 12_ d. M. angesetzts Erstaufführung von Anton Wildgans’ „K a i n“ bis auf weiteres verschoben werden, da der Träger der Titelrolle, Heinrich George, durch Er* krankung am Probieren und Auftreten verhindert ist. Damit muß auch das übrige Aktionsprogramm des Burgtheaters wesentliche Aenderungen erfahren. Unter anderem entfällt d e für den 15. d. M, im Redoutensaal geplante Aufführung von „Der eingebildete KrankDie Feier, des 300. Geburtstages Molieres findet an den gleichen Tagen mit der Aufführung diese? Stückes selbst statt, . Wochenspielpjan des 3 u r g t h e a t % r, Sonntag, 2 Uhr (außer dem Jahres- und Stamingitzabonnement, kein Kartenverkauf) „Die Journalistin*. 7 JJhr (außer dem Jahresabonnement) „Qoriojanus“. (Mehehiu? Agr'ppa — Herr Hugo Thimig als Gast.) «r Montag, 7 Uhr (außer dem Jahres- und Stammsitzabonnement, kein Karteü» verkauf) „Madame Legres“. — Dienstag, 7 (Jhr (außer dem Jahresabonnement) „und Pippa tanzt“. — Mittwoch, 7 Uhr (außer dem Jahresabonnement) „Coriolanus“. (Mehehius Agrippa — Herr Hugo Thimig als Gast.) — Donnerstag, 7 Uhr (außer dem Jahresabonnement) „Die Fahrt ins Blaue“. — Freitag, 7 Uhr (außer dem Jahresabonnement) „Manuele — Von ihm a^P Tugenden“. *— $amstägi 7 Uhr (außer dem Jahresabonnement) „Corioianus“. (Meneniüß Agrippa — Herr Hugo Thimig als Gast.) In der Sonntagaufführung des „Rosenkavalier* am Operntheater s'ngt Kammersänger Mayr dep Ochs von Lerchenau, Herr WiedenUu, von Spanien zurückgekehrt, den Finninäl: die drei weiblichen Hauptr roiien singen: Frau Axel vom Kölner Stadttheater den Okt .vian, Frau Mi hacaek zum ersten Male die Feldrnarschaiiin und Frau Schön die Sophie. WochenspielpJan der Staatsoper. Sonntag, l/.7 Uhr (außer dem Jahresabonnement) „Der Rosonkzvalier“. — Montag, 7 Uhr (außer dem Jahresabonnement) .Die Boheme“. — Dienstag, 7 Uhr (außer dem Jahresabonnement) „Die Zauberflöte“. (Pamina — Frau Kammersängerin WandaAchsel-Clemens vom Stadttheafer in Köln als Gast; Papagena — Frau Gertruds Bender- B a u m a n n vom Landestheater in Stuttgart als Gast,) -* Mittwoch, l/,7 Uhr (außer dem Jahresabonnement) „Aida“. (Aida — fräulcin Vera Schwarz yon der Berliner Sfaatsoper als Gast.) — Donnerstag, 6 Uhr (kein Kartenverkauf) „Lohengrin". (Ortrud — Frau Oertrude Kappel vom Landestheater in Hannover als Gast.) — Freitag, 6 Uhr (außer dem (ahresabonnement) „Pal es tri na“. (Ighine — Frau Oertrude Bender-Baumann vom Landes* RaoaaaBBaamanaBiHQpBanvsMBimmnBmiiiiipiBa a . s “ KSiistlersolillon^teinlpg MkoiM.WMLl u.KOosüer; b iimiiii{itjjmi!u|iuji|i ip Wien iiiimiiiiiiimmmim b 8 S u Donnerriaf; IS. JJ*nnes* iSfa ■ J Im B«? Staäf } unter der Devise '-ML » . unter der Devise eie ” 1 D$rfumtlwu m Babel ■ 5 Unentgeltliche Kontümentwflrfe, Ratschläge und Gruppenä 2 zusammenstellurg durch Künstler jeden Dienstag und Donnersa b (eg 10 bis 12 U^r im Atelier IIJ<, Bechäfdgasse 17 B A iiiiHiiiiiüiiniimmmiiniiiiiimnimtmimimummiiiimmimiiiiiiimmii A ■ Peschränkter Kartenverkauf }n der »Wiener ^orgenreltunk^. ®j B 11., Tsborstr. 1--3, und Buchhandlung Lttwit1I.,Rotenturrn^tr, 23 * $ B, BSBS!BS0ISr-qHBMVYWBBBWBV«PBBWU,BBB0BUiri»B' .."i'gvnv if, ■ . ■■■* theater in Stuttgart als Gast.) — Samstag, 6 Uhr (außer dem Jahresabonnement) „Schwester Ahgelica“ — „Giannl Schicchi“ — „Die Jahreszeiten der Liebe*. (Schwester Angelica — Frau Kammersängerin Wsinda Achsel-Cle« mens vom Stadttheater in Köln als Gast.) In der V olks oper geht heute „Tose a*( mit Fräulein R a »t z a tt iq der Titelrolle, ln Szenq. Ferner wirket) mit Frau Bleckmann sowie die Herren Schürmann, Hagen, Markowsky, Eckiier, Beer und' Schmied. Dirigent Herr Dr, Kaiser, Beging */a8 Uhr, Wochenspielplan der Volksoper. Sonntag, 7 Uhr, „Aida*. --- ‘ Montag, 7 Uhr (ermäßigte Preise) „Der ßvangelimann*. t- Dienstag, 7 Uhr, „Marth?“. — Mittwoch, '/,8 Uhr, „Madame Butterfly“. (Linkerton — Herr Kammersänger A^rdyyestvig, Cho-eho-san- — Fräulein Maria Rai dl vom Operntheater als Gäste.) — Donnerstag, 7 Ulir,'.„Margarete* (Faust). *« Frpitag, r/,8 Uhr, „Die Boheme“. (Rudolf — Herr Kammersänwer Aägard- Oestvigl Mim! -- Fräulehi Mär'a Rajdl vom Pperptheatcr als Gäste.) ßaijiptag, 6 Uhr (Neuein?tudierqng) ‘„Tristan und Isolde*. .> W p c h e n s pie1p 1 a n de? Deutschen Volk g t h e a t e rs, Sonntag, */•3 Uhr. ^Heimat“. 6 Uhr,. „Brand*,‘ Montag,' 7. Uhr, „Der' Meineidbauer“, Dienstag, 7 Uhr, 9Lebendige Maden», t» Mittwoch, Vs7 'Uhr, „Prof- Bernhard!“. Donnerstag, 7 Uhr (ney einstudiert);Wienerinnen“, -rr Freitag, ß (Jhr, „Brand“. -« Famstag, 7 Uhf, „Ah Barriere“. ‘ Wochenspielplan der Kammer? Spitz i y, Sonntag. v,3 Uhr. „Lißbß“, 7 Uhr, „Untren“. Uhr, „Die unberührte Frau». Montag, 7 Uhr, „Untreu“, IQ Uhr, „Die unberührte Frau“, tt Diepstag, 7 Uhri „Untreu“. 10 Uhr, „Morphium“. — Mittwoch, 7 Uhr, „Am Teetisch“. 10 Uhr „Morphium“. — Donnerstag; ‘/27 Uhr, „Der Kammersänger“, „Tyd und Teufel“. 1Ö Uhr, „Morphium“.- — Freitag, 7 Uhr, „Am Teetisch“. JQ Uhr, „Morphium“. — Samstag, 7 Uhr, „Die fünf Frankfurter“. 10 Uhr, „Morphium*. Wochpnspi eiplan dp? Rqimund- T h e §tbr?. In der kommenden Woche Alterniert „D i e verhäng n i »volle Faschingsnach t“ mit „Köqig Richard JIW Md zwar wird die Nestroyi Posse morgen und Dpnneratag, die Shakespeare-Tragödie an dep übrigen Tagen auf^eführf, 3 p i q 1 p! a n d e * Lu s t s p f e 11 h e a t e r s (G a 3j s o Io! d q r F r ei e n j ü d i s c h e q Volk sb ü h n e). 7. bis 13. d! M. V Samstag. 3 Uhr nachmittags, „Meilensteine», f/,8 Uhr, „Jektzi, der Schmied“; Sonntag, 3 Uhr nachmittags, „Meilensteine“, \aben *s „Ganuvim* (Diebe); Montag' „Ganuzim* (Diebe); ' Dienstag „Eisik Seheftei“; Mittwoeh „Der Fremde“; Donnerstag „Tkias Kaf» (Der Handschlag); Freitag „Der PorUing“. ' Iq der Jfeueq W i e n p r 3 ü h n e beginnt da,' wiederholt an gekündigte, auf sieben Tage berechnst? Gastspiel Payl \Vegepers nunmehr definitiv Freitag d e n J3d. M. jpU Shakespeares „Othello“.^ Per Künstler wird außerdem poch ip Strlndbergs „Vater“ spielen. *r? Der Vorverkauf beginnt heute. Gegen deutsche Theater in Czernowit?- Aus Qzernowitz schreibt man uns: Hier kam C5 Jp dem letzten Tagen zu großen Demonstrationen gegen den Befand des hiesigen deutschen Theater?, welche von rumänischen Hpchschülerp,, die von Mitttz'schülerp verstärkt wuxdep, ausgingep. jn dpr fützrupg des Theafers ist eine Krise tzingetretep. Die ptzhörden hemülchp pich, unter Zuziehung der maßgebenden Faktoren die Frag« einer Lösung zuzu führen. Schachcliropilk. Organ der Schachpefttion Hakoab. Redigiert' von Adolf Gytfjjeb, (Schluß,) In der Partie des Leipziger Schachturnier, J977 zwischen Louis Paulsen und Adolf Anderssen geschahen folgende £tige; Da, schottisch« Spiel, Louis Paulsen A. Anderssen louis Paulsen A, Anderssen 1 e2—e4 c7-«ß 12 L «2-r-f3 f7—rf5 2 S gj-f3 5 b3-cß 13 e4Xf5 L c8-f3 3 d24-d4 «5Xd4v H § 44X15 ß07Xfß 4Sf3Xd4 , lfß-c5 |5 L«3Xbß c7Xbß 5 Lcl—e3 ’ Dc'S-fß 16 Ddl-rb?t K gß—h8 ' ß c2-rc3 B,g8r-e7 17 Db3Xbß DgM7 b7Xcß 7 Lflr-rb5 0--t0 < 13 Lf3McO 8 0-0 LcS-r-bß 19 D b 6Xpß Df7-a7f 9 12-14 d7-dß 20 Kgl^rhl Sd5-g3t 10 3 bl-r-aß a7-aß 21 h2Xg3 Tl3^l§ U L b5r-«2 D f6r-gß Diagrammstellpng nach dem 2J. Zuge von Schwarz. Weiß: Khl, Dc<3, Tal und N, Sa3, Bä2, b2, c2, f4, g3 und g2 (11), Schwarz» Kh8, Da7, Ta8 und fö, Baß, dß, §7 und H7 (S). ' Wir sehen nun, daß Schwarz im nächsten Zuge tpU dem Turm auf Jjß maüzusetzeq droht, was anscheinend gar nicht zu verhindern Ist. Prüfen wir nun die Stellung ganz genau, ob dies wirklich der Fall ist, ob die Gefangennahme des weißen Kön'gs wirklich unvermeidlich Ist. Zu diesem Zwecke müssen wir uns vorerst über die 7. Jänner 1022 Arten der Verhinderung oder Abwehr eines Schachs klar sein und dazu gibt es, wie “Wir wissen, drei Mittel; Erstens, indem man eine Figur so zieht, daß. sie die feindliche, schachbietende Figur schlagen kann- Das ist nun hier nicht möglich, außer die Dame auf cß würde den vym Turm fß geachteten Bauer dy schlagen, waa aber das MaU nur um einen Zug verzögern würde. Zweiten,: Daß man versucht, eine Figur 80 SU ziehen, daß diese das Schach iip nächsten Zuge durch Dazw'schensteljen auf ein geschlitztes Feld'vor dem König aufheben kann. Aber, von einem neuerlichen Selbstmord der Dame (von cß über f3 nach hS) abgesehen, ist auch diese Art der Abwehr hier nicht möglich und so bleibt uns nur noch die Hoffnung auf da? chltttz Mittel, darin bestehend, den König seine Provinzen bereisen zu lassen; aber leider hat er keine Auswahl und könnte sieb momentan nur nach 1)2 begeben, womit ihm aber nicht geholfen ist, weil Sich aueh dieses Feld In der Schußlinie des Turmes befindet. Wenn der König wenigstens jetzt schon auf h3 stünde, dann könnte für Ihn durch g3w-g4 ein sicheres Fluchtfeld auf g3 geschaffen werden, Aber auch dieser Ausweg erweist sich als inieht erreichbar, Dag zwei** Nac]ibarfeld des König? gj aber t?t von der feindlichen Dame beherrscht und nur, wenn es gelingt, deren Schußlinie von ä7 bis f2 durch Dazwlschenstelleii einer Figur zu unterbrechen, könnte sich der König dem auf hß drohenden Matt durch die Wanderung nach gl entziehen. Wie soll dies aber ermöglicht werden? Auf der Strecke von a7 bis f2 können nur zwei weiße Figuren placiert werden. Di« Dame könnte sich (von cß aus) wohl auf bß oder e5 begeben, würde aber Im nächsten Moment, wollen sagen: im nächsten Zuge, von der feindlichen Dame (oder auch vom Bauer dß) ohne jedes Aequivalent verspeist werden. D s zweite und letzte Opfer, das sich zum Schut:e für“ König und Vaterland -in die Bresche stellen könnte, wäre der Turm fl. Begibt er sich nach f2, ohne dort in Gefangenschaft zu geraten, dapn hat tt seinem König das Feld gl zugänglich gemacht , upd ihm 804 mit auch das Leber} und den Thron gerettet,, Ja, aber kann die unersättliche Dame von a7 aus nicht auch den Turm 12 ohne Nachteil verspeisen? Änscheläend ja, denn er ist ja nicht gedeckt. Sehen wir aber genauer,zu. ob sie dies auch wirklich darf., In solchen verzweifelten Stellungen ist es, wie schon erwähnt, von , großer. Wichtigkeit, auch ‘ di« feindlich« Königsstellung einer scharfen, Kontrolle zu unterziehen, um etwaige schwache Punkte In derselben zu erspähen und . diese . zur Basis eines Gegenangriffes zu machen, In dieser Stellung nup gibt es, zum Glück für den Weißen, einen .schwachen Punkt ip der schwarzen Partie, dessen folgerichtig^ Aus-» nützung dem Weißen sogar momentanen Erfolg verspricht Und worin besteht nun die feindliche Schwäche? In folgendem: Der feindliche Turm auf a8 ist von der. weißen Dame auf cß angegriffen, aber nur einmal, voll der Dame auf a7 geschützt. So wie nun die Dame . sich von a7 entfernt, dadurch . also die. Deckung - de« Turmes aufgibt,' kann derselbe nicht bloß mit Schach geschlagen werden, sondern Weiß kann, dann im,nächste}}' £uge sogar mattsetech, durch 23... T fß-cf8, 84.,. DKfS matt ^.Somit ist also erwiesen, daß die Dame die Felder von '«.7 bis f2 nur scheinbar beherrscht und daß sie eine feindlich« Figur, dis «Ines der Felder von ä7 bis f8 besetzt; nur mit gleichzeitigem Schachgebot schlagen könnte, waä aber in uffsfrgm Fall« nicht zutrifft. Was folgt also daraus? Daß Wqiß mit dem Turm fl ganz unbesorgt nach f2 ziehen kann ppd daß dieser ebenso versteckte als schöne £ug die Partie für Weiß rettete, Die weitere Zugfolge in .dieser Interessanten Partie war noch: 22 T f Irrt 311 23 D cß—f 3 24 D f 3*r-e2 23 De2rc-d2 26 Kh l—gl g7-r gß g5 V7g4 Ta8rr-f8 Tfß—hßf Tf3-f5 27 Dd2—d4t und Weiß gewippt. Die Fortsetzung könnte noch sein: 27..... Da7Xd4 28 c3Xd4 T f 5—h5 29 Tf 2—fl Th 5-hlf AQ Kgl-12 und'Weiß im Mehrbesitz eln?r Figur und zweier Bauern, He! yollkommeft Sicherer Stellung, muß gewinnen. Wir hoffen, daß unsere heutigen Ausführungen sp manchen Schachspielern den Weg gezeigt haben, Witz?!« «ine anscheinend verlorene Partie noch gewinnen können. fsinrnnsains*!. ... Bbnbbbn®s?b»I Ab 10. janner 1924 «rsektzlnt tägllLk » eins grcSe in WIENER MORGENZEITUNG welclte <«inaanaicH8S MBnän ai» n «j Uber alle Sportzweige berichten wird SHflanunrazE nciatnniaiamw- - ' Das Probespiel, Däs A-Team gewinnt 2:0 (0; 0). Das gestern auf d?m W. A. C.--latze ausjctragoiii Prob^spiej vyprde von den beiden Teams ip den an, gekündigten Aufstellungen bestritten, Die Leistungen waren fm all gemeinen minderwertig, wa? wohl auf die große Hiirte den Bodens zurliekzuführen war. Die Veranstaltung war langweilig und wurds ihrer Bestimmung Aufschluß über die momentane Form der Spieler zu geben, nicht gerecht. Für die wichtigsten Posten des Mittelläufers und Mittelstürmers wurde keine geeignete Kra.'t gefunden. Dip /'»-Mannschaft, in der die Ama’eur-Spielef das Gerippe bilde'.en, war die technisch weitaus bessere. Sie hatte denuemäß auch mehr vom Spiel