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Wiener Morgenzeitung · 1922-01-06 · Heft 1055 (6.1.1922) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
4 (1922)
Issue
Heft 1055 (6.1.1922)
Date
1922-01-06
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 6 Wien, Freitag WIENER MORGENZEITUNG 6. Jänner 192? Nr. 1055 federnden Bewegungen entladet, dann zu einem unerhörten Furioso der Sprache entzündet, aber immer wieder von ihrem Humor aufs anmutigste gezügelt wird! Frau Konstantin ist eine einzigartige Erscheinung und man muß es bedauern, daß ihr das Startum (scheinbar wenigstens) so unendliches Vergnügen ipactjt. Sie könnte in einem erstklassigen Ensemble mit wechselndem, wertvollem Spielplan weit edleren torbeer pflücken, als in den Gadtspielrollen der letzten Jahre. — Oie Aufführung im Sta ttheater ist sehr anständig, den großen Fritz spiejt ein Berliner Gast, Herr Grünberg, recht angenehm und die Wiener Künstler wirken durchaus verdienstlich. Frau Konsta tin wurde sehr gefeiert. 0. A. Verein Freie jüdische Volksbühne/ Samstag den 7. und Sonntag den 8. d. M. finden -im Lustspieltheater um 3 Uhr nachmittags Mitglieder Vorstellungen statt. Zur Aufführung gelangt „Meilensteine“ (»Von der Schenke zum Kunsttheater"). Regiebeitrag für Mitglieder K. 60. Karten sind, im Vereiussekretariat an Wochentagen von 7 bis 9 Uhr abends (an Samstagen von 6 bis. 8 Uhr abends) und an Sonn- und Feiertagen von 10 bis 12 Uhr vormittags erhältlich. . Aus den Theatern. Im Burgtheater wird morgen „Hochzeitstage" gespielt. Im Operntheater wird morgen „C a r m e na, Im Redoutensaal „Figaros Hochzeit“ aufgeführt. In der Volksoper geht heute „D i e B o h 6 m e“* mit Frau de Debicka als Mimi,' in Szene. Ferner wirken mit die Herren Schürmann, Tauber, Brand, Eckner, Karl Heinz, Dr. Kroegler, Schmied und Rainer. Zum ersten Maie singen die Musette Frau Wagschal, den Cpllin Herr L a z e r. Dirigent Herr de Stermich. Beginn 7*8 Öhr, Morgen wird „Tose a“ gespielt. Im Deutschen Volkstheater gelangt morgen die „Flamme“, Montag den 9. d. M. Anzengrubers Volksdrama „Der Meineidbaugr“, mit den Damen Keller, Thaller, Pohl und Markus, den Herren Ran enhofer, Kütsch, Kirschner, Altringen, Homma, Krones, Sima, Zetenius und Burian in den, Hauptrollen, zur Aufführung. Für die Vorstellung gelten volkstümliche Preise ohne Vormerkgebühr. - In den Kammerspielen ssteht für morgen Wedekinds „Kammersänger“ und „Tod und Teufel“, für Sonntag, Montag und Dienstag Braccos Komödie „Untreu“, für Mittwoch den 11. d. M. Siobodas Lustspiel „A m T e e t i s c h“ auf dem Spielplan. An der N e u e n W i e n e r'B ü h n e entfällt wegen Erkrankung eines Hauptdarstellers die für heute nachmittags 3 Uhr angesagte Aufführung von „Othello“, Die. gelösten Karten behalten für eine noch festzusetzende Ersatzvorstellung ihre Gültigkeit. —’ „B e v e r 1 e y“ bleibt äur mehr bis 12. d. M. auf dem Repertoire, da Ferdinand Bonn nachher ein Gastspiel in der Tschechoslowakei antritt. — Sonntag den 8. d. M. nachmittags „D i e fremde Frau“, Freitag den 13. zum ersten Male „O t h e 11 o“, mit Paul Wegener als Gast, Samstag den 14. und Sonntag den 15. abends „Othello“, mit Paul Wegener als Gast* Sonntag den 15. nachmittags „B e v e r 1 e y“. Im Raimund-rTheatcr wird morgen „König Richard HI.“ gespielt... Im Lustspieltheater bringt die Freie jüdische Volksbüne morgen „Z u -s p ä t* zur Darstellung. Assimilation und jüdische Bühne. In den Berliner „Blauen Blättern“ finden wir einen Aufsatz eines getauften Literaten über die Berliner jüdische Künstlerbühne, die bekanntlich ebenso wie die Wiener Freie jüdische Volksbühne sehr erfolgreich wirkt. In dem ungemein charakteristischen Artikel gibt der Autor der Meinung Ausdruck, daß die Existenz dieses Theaters den deutschen. Juden mehr schade als. alle Hakenkreuzler und alle antisemitischen Körperschaften zusammen; denn was da geboten werde, stehe künstlerisch, auf gewaltiger Höhe und sei, von so großer nafonaljüdischer, zionistischer Dynamik, daß niemand sich der Wirkung verschließen könne. Diejenigen deutscher! Juden,, welche sehnlichst wünschten, alle jüdische Eigenart a u s z u m e r z e n, ä 11 e Erinnerungen und Atayia men zu VeiV Nichten, fühlten plötzlich Kammern Ihres Herzens geöffnet, die sie für ewig verschlossen hielten. Es erwachten uralte jüdische Instinkte und sie würden in da s Lager zurückgeführt, aus dem sie entfloh e n s e i e n. Der Verfasser hat hier die gute, fruchtbare Wirkung des jüdischen Theaters auf das entfremdete Westjudentum besser gekennzeichnet, als es der glühendste Anhänger des jüdischen Theaters zu tun vermöchte. Bezeichnend ist nur, daß er solche erlösende, zu den Müttern zurückführende Wirkung künstlerischer Vorführungen für gefährlicher erklärt als den rüdesten Antisemitismus. — Der Geist der Assimilation ist wirklich krank. . - 1 Sport. Das Probespiel. Für den bevorstehenden Länderkampf veranstaltet der Oesterreichische Fuß bal 1 v e band heute um 2 Uhr nachmittags - auf dem W. A. C.-Platz im Prater ein Probewettspiel zweier kombinierter Mannschaften, die aus für repräsentative Ehren in Betracht kommenden- Spielern zusammengesetzt sind. Der Verbandskapitän hat die beiden Teams wie folgt nominiert: Mannschaft A: Ostricek (Hertha), Solil (Hertha), Popovich (Amateur ), Geyer (Amateure), Resch (Wacker), Fuchs (Amateure), Köck (Amateure), Swatosch (Amateure), Ptacek (Slovan), Mansl (Amateure), Cutti (Amateure), Mannnschaft B: Brazda (Rudolfshügel), Vozi (Admira), Wagner (Rudolfshügel), Malousik (Hertha), Koch (Admira), Götz (Germania), Eichler (W. A. C.), Neumann (W. A. C.), Schierl (Admira), Jiszda (F. A. Q.), Seidl (F. A. C.). Wie man aus den Aufstellungen ersieht, fehlen in den beiden Teams dfe Spieler von Rapid, Sportklub, Haköah und Vienna. Die alten Internationalen der Hülteldorfer wurden vor allem aus dem Grunde zum .Probespiel nicht herangezogen, weil sich Rapid zur Zeit des Länderkampfes auf einer Wettspielreise in (Spanien befindet, so daß der Verbandskapitänmit' den bewährten Kämpen dieses Vereines nicht rechnen kann. S p o r t k I u b . .und Hakoah wieder sind erst vor wenigen Tagen von eineranstrengenden Wettspielreise zurücKgekehrt, weshalb der Verbandskäpitän den Spielern nicht neuerliche Anstrengungen auferlegen wollte. Vi en nm hat nur zwei Spieler, und zwar B l u m und Kurz, die für das Probespiel in Betracht gekommen wären, doch steht deren Aufstellung, in die österreichische Ländermannschaft fest, so daß ihre heutige Mitwirkung nicht notwendig erscheint Obwohl die Hakoah mehrere Spieler ungarischer Staatsbürgerschaft in ihren Reihen hat, die für eine österreichische Ländermannschaft nicht in Betracht kommen, so hätte der Verbandskapitän unter normalen Verhältnissen über einige vorzügliche Fußballer des jüdischen Vereins nicht hinweggehen können. Vor allem gebührt derzeit dem Hakoähner H a 1 p e r n die Bezeichnung des besten Torwächters Wiens. Während Seiner ganzen langjährigen 1 Fußballer laufb ahn 'befand sich Halpern noch nie in solch hervorragender Form wie jetzt. Nächst ihm verdient der erst seit kurzer Zeit in der ersten Mannschaft tätige Verteidiger P o 11 a k Berücksichtigung. Sowohl in Deutschland als auch in der Schweiz bewies er ganz bedeutendes Können. Im Angriff hat die Hakoah sogar zwei Spieler, die Oesterreich' im Auslahde Ehren einfragen könnten. K a t z und Häusler wären befähigt, jeder Ländermannschaft zur Zierde zu gereichen. Das große Talent Grünwald dürfte wegen des zu t geringen-Körpergewichtes für das Probespiel derzeit noch nicht in Betracht kommen. Trotz des Fehlens der Spieler der oben genannten Vereine, darf man die Wahl' des Verbandskapitäris als glücklich bezeichnen. Vor allem interessieren die Leistungen von Resch und Ptacek. Oesterreich hat schon'lange keinen vollwertigen Mittelläufer unJ Resch scheint nun die Fähigkeiten zu haben, das Erbe von B r a u n s t e i n e r (Sportklub) und Brands t ä 11 e r (Rapid) vertreten zu können. Ebenso schlecht ist es um den Posten eines Mittelstürmers bei uns .bestellt. Außer K u t h a n (Rapid) haben wir kei en einheimischen Spieler, der für diesen Posten in Betracht kommt, da Kalman Konrad und Gansl ungarische Staatsbürger sind. Der Verbandskapitän wird nun die Wahl haben zwischen Karl Kannh ä u $ e r (Sport lub) und Ptacek zu entscheiden. Das heutige Treffen wird darüber Aufschluß geben, wem der Vorzug gebührt Als Brsatz räfte wurden folgende Spieler nominiert: Röscher (Wacker), ‘Richter (Hertha), Wallner (W. A. C.), Sudrich (W. A. C.) und Baumgartner (Simmering). Das Probespiel wird von dem bekannten holländischen Schiedsrichter Dr. S n a p p e r, * der sich studienhalber . in Wien aufhält, geleitet. Doktor Snapp.er ist insbesondere für uns Juden eine interessante' Persönlichkeit. In Holland ist er ein .berühmter Arzt und. obwohl er Jude ist, wurde er schon mit 28 Jahren auf die Universität nach Amsterdam’ berufen. W.er den großen Antisemitismus in Holland kennt, wird die Auszeichnung entsprechend zu würdigen wissen. Dr. Snapper, der derzeit im 32. Lebensjahre steht,- zählt zu den besten Schiedsrichtern seiner Heimat MBrnnaiBwa». . a h ö H i. iUBHUi sshswbbyeaöfl Ab 15. fänner1922 INBSSBUSBV! erscheint täglich eins große in der WIENER MORGENZEITUNG a-BiaaMlBiBUS 4RMaaaBBBB awBBBBBtaar , . ■ welche über alle Sportzweige ka n »«««.§>«« B berichten wird |ggggS5SS5 Achim—Haglbor 3 :1 (1 s 1). Obwohl der J. 8. C. Achim - mit einigen Ersatzleuten antrat, konnte er das Wettspiel sicher gewinnen. In der 20. Minute erzielte Münzer für die Sieger den ersten Treffer, doch stellte Hagibor knapp vor der Pause den Ausgleich her. In der 10. Minute . n&ch Seitenwechsel errang Lackenbacher für Achim neuerlich die Führung und fünf Minuten später stellte Wieselmann II den Ausgleich, her. In der 20. Minute der zweiten Spielzeit wurde der Kampf abgebrochen. Veritas—Hazair 2 : 0 (1:0). Beide Mannschaften bestritten dieses Freundschaftsspiel mit Ersatzleuten, Vor der Pause war der 8. £. Hazair 'die bessere Mannschaft, ohne daß er aber seine Ueberlegenheit ziffernmäßig hätte zum Ausdrück bringen können. Es gelang sogar dem 8. 0. Verhau in der'23. Minute aus einem Durchbruch den ersten Treffer zu erzielen. Nach Seitenwechsel erhöhte Veritas den Vorsprung und errang so den Sieg. Italien gegen Oesterreich. Dieses Ländersjplel, das in Mailand vor sich geht, wird Herr Förster, der . Präsident des schweizerischen Schiedsrichterkollegiums, leiten. Union- Zizkow ln Portugal neuerlich siegreich. Die Tschechen konnten in Lissabon nach hartem und erbittertem Kampfe eine Verbandsmannschaft von Portugal mit 4:3 (1:2) Toren besiegen. Ltto Haas und die Brfidsr Lechner, die bkiher In der I. Mannschaft des drittkiassigen Sportklubs üraphia tä ig waren, sind dem |. A. C. boigetreten, wodurch letzterer Verein f >e häutende Verstärkung erfährt. Besonder© a GeleflenheltskSufQ In Herren- und Damenstoffcn, Waschstoffen 463 und Leinenwaren äußerst preiswert bei Restan-Kerkaufsgeseüscfoaft, E, BintfinöhlgassB l Der Theaterabend des j. 8. C. Cheruth,. der am vergangenen Montag im Prater-Colosseum stattgefunden hat, brachte dem jungen Verein sowohl moralisch als auch finanziell einen großen Erfolg, Cheruth. Heute Freitag, ®/<7 Uhr Ausschußsitzung lm Cafä „Zur Sennerin“, II., Kleine Zufahrtsstraße 169. Tages* Ordnung: 1. Kooptierungen, 2. Kassenbericht, 3. zukünftige Arbeiten, 4. Eventuelles. — Anschließend Vollversammlung der Theatersektion. — Die Mitglieder werden ersucht, die Sammelbögeri und Theaterkarten zu verrechnen. Heute., Vj9, Uhr vormittags, Wettspiele mit! zwei Mannschaften gegen Aehwah. Moriah. Heute Wettspiele auf dem Athen-Platz. ■ ) Jung-Juda Jugendbund (Wien, II„ Praterstraße 43) der bereits seit Jahren besteht, ersucht um die Feststellung, daß er mit dem in jüngster Zeit gegründeten .Sport» klub „Jung-Juda“ weder indentisch ist noch in irgendwelchen Beziehungen steht. Der genannte, Sportklub ist demgemäß hiebt berechtigt, "Spenden unter dem Namen de$ Jugendbundes entgegenzunehmen. Kadimah. Am Sonntag den 8. d. M. findet im Hotel. Münchnerhof unsere Maskenredoute statt. Näheres im Inserat der heutigen Ndmmer. Jüdischer Sportverband. Morgen, V.7 Uhr abends, Delegiertensitzung im, Klubheim der Hakoah," I., Wiesinger» Straße 11. Gerichtssaal, Todesurteile gegen Diebe. *; Aus Moskau wird gemeldet: Das Revolütionsgericht des Dongebieteshat den Vorstand eines Warenlagers namens Kaschkin, die Kontrollore Kalitschin und Kortschewsld sowie den Fleischhändler Tschintschenko wegen großer Diebstähle von Staatsgut zum Tode durch Erschießen verurteilt. In Rostow am Don wurden sechs Eisenbahnbedienstete wegen großer Elsenbahndiebstähle zum Tode durch Erschießen verurteilt - Volkswirt. Gestempelte Krone ~ —.IQ Centimes. Auszahlung Wien « —.17 Centimes. ln : ü ich notierte: die österreichische Krone —.17 (—.18 am 4. Jänner) die österr. gest. Krone . . —.10 (—.11 am 4. Jänner) die tschechische Krone. . 8.30, (8.— am 4, Jänner) die Mark. 2.55 ( 2.72 am 4. Jänner) Agram. 1.85 ( 1.90 am 4. Jänner) Bukarest . . . . ... —, am 4. Jäpner) Budapest ...... —.85 (—.87 am 4. Jänner) Warschau. —.17 (—.1.7 am 4. Jänner) Die Geschäftslage der tschechoslowakischen Textilindustrie. (Von unserem Brunner L. S.-Korrespondepten.) Der lebhaften Hausse, ln deren Zeichen die ver* flossene Wintersaison stand, folgte fast selbstverständlich Stille auf der ganzen Linie. Der Händler ist heute bemüht, seine Lager in Winterware abzusetzen, während der Erzeuger sein? volle Aufmerksamkeit der rechtzeitigen Fertigstellung der bereits früher bestellten Sommerware zuwendet, so daß eigentlich momentan von einer größeren Wertbewegung auf dem Textilmarkt nicht gesprochen werden kann. Der Einfuhr von Rohmaterialien stellen sich weniger theoretische als praktische Schwierigkeiten in den Weg, die immer nur mit großem Zeitaufwand beseitigt werden können, was /natürlich auf den ungestörten Fortgang eines modernen Fabriksbetriebes sehr unangenehm einwirkt' Da der Bezug von Wolle aus der ganzen Welt wieder frei ist, können wir heute bereits tatsächlich ein der Friedenserzeugung vollkommen gleichwertiges Fabrikat hersteilen. Dagegen läßt sich die Quantität der Erzeugung noch lange nicht mit der Friedensmenge vergleichen, da hauptsächlich viele frühere Ab-» s a t z g e b i e.t e fehlen. Sel.bstverständl’ch hängen die Absatzverhältnisse auch von dem Werte der Zahlungsmittel jener Staaten, die ehemals die österreichisch-ungarische Monarchie bildeten, wesentlich ab. Sollte ' sich zum Beispiel die deutschösterreichische Krone bedeutend.bes.sern^ dann rechnet man trotz der anfänglichen Schwierigkeiten die sich auf dem Wiener Platze ergeben dürften, mit dem 'größeren Konsum der bodenständigen deütschösterreichischen Bevölkerung, der bis heute ja ein ganz minimaler ist. Für viele Tuchsorten war die N a c h f r a g sj in den vergangenen Monaten so groß,! daß sie nieht befriedigt werden konnte. Und doch war es unmöglich, die Aufträge prompt zu effektüieren, da von den Fabrikanten eine acht- bis zehnwöchige ' Lieferzeit verlangt wurde, während die Kunden nur sofort g.r e i fbare Ware übernehmen / Sollten. Dazu kommt der Umstand, . daß . unser? gesamte Textilindustrie unter den fortwährenden, bedeutenden Kursschwankungen der - fremden Valuten stark leidet und dadurch jeder sicheren Unterlage für eine Warenberechnung entbehren muß. Das Risiko, dem sich heute der Erzeuger aussetzt, ist naturgemäß sehr hoch, während andererseits auch die Arbeiterschaft unter den durch die Välutaverhältni3se hervorgerufenen. Absatzschwierigkeiten schwer zu leiden hat — ein Zustand* der nicht auf raschem Wege zu beheben und dessen Folgen noch jahrelang zu spüren sein werden. Die Verkehrs y e rhältnisse zu den Nachbarstaaten haben sich insoferne zu unseren Gunsten verschoben, als bei der Ausfuhr nur mehr die einfache

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