Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 1049 (31.12.1921)
- Date
- 1921-12-31
- Page
- Seite 3 (sequence 7)
- Language
- German
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vrr~ Nt. H53 Men»"Tams!«A siöflM Tklreerer tÄrvSKSUßerr««- ,.,r;. p, 1. Oktober ml Sette » Die Vermen-rmg derVermögensahqahe rrnd der Fifchamender Vertrag. Die gestrige Sitzung des Ratio nalrateS war ursprünglich kehufS Erledigung des LänLcrbank- und des Amglobank- Gefehes elnberufe» worden. Da aber die Großdeutscheu mit ihrer Reichsparteil-eitung noch nicht im reinen sind, wie sie ihren Itmfall voc>.ziehen sollen, mußte gestern eins ganz belanglose Tagesordnung verhandelt werden. Aus dem von den Großdeutschen qpgekünbigten Banken ko n troll" tze setz ist ein simpler Antrag auk Einsetzung Mer Fachkommission für das Banktvesm geworden. Die Christlichsozialem ihahen sich bereit erklärt, diesen Antrag zu unterstützen, der auch gestern in den Einlauf der Sitzung gettomtimt wurde. ) Äon den Gegenständen der Tagesordnung, die meist ohne Debatte erledigt wurden, verdienen nur das Gesetz über dis Uebertragung von Bersicherungsbeständm und der Bericht »er Kommission zur Kontrolle der Verwendung der Äermö gens ab gab« Erwähnung. Abgeordneter Alliga gab hiebei zu bedenken, daß der Aufwand für die Veranlagung Und Ein Hebung der Vermögensabgabe furchtbar gestiegen ist, so daß bit Es fekt der Ab gäbe gleich null sei. Redner regt eine Novellierung der Vermögensabgabe an. Es wäre zum Beispiel unter Vermeidung aller administrativen Woitläufigkeiten Mötzlich, die Abgabe für alle jene purÄ einen p r ezentnellen Zuschlag zu erhöhen, deren Vermögen über eine gewisse Grenze geht. Die Ah st attu ng voN Gratisaktien würde es auch unserer Industrie, die heute rurter einer gewissen Gelbkuappheit leidet, ermöglichest, die Abgabe in einem erhöhte» Maße zu leisten. Weiters müßck mit Rücksicht auf 'die Etttwert-ftug des Geldes eine raschere Abstattung vorgesehen werden. Schließlich wurde mach eine von den Wroßdeutschen emgevrachte dringliche Anfrage wegen Verwertung des staatlichen Werkes in Fischamend in Mrhaiidlung «gezogen. In Begründung her Dringlichkeit führte Abgeordneter Dr. Schmidt aus: Die Oessentlichkeit beschäftigt sich seit längerem mit den Vorgängen, die sich anläßlich b^r Errichtung eines Vertrages zwischen dem Staate und Dr. Kranz tzugetragen haben sollen. Dm Reparationskomm-ssim» hat das Schätzungsoperqt für zu ni edrig befunden Mid Hamit den rechtsgültigen Abschluß deZ Vertrages verhindert. Kr stellte schließlich folgenden Antrag: Der Natb-naltat wolle beschließen! Zur Untersuchung der Vorgänge der Vrrtragserrichtungen über die Ausnützung Md Verwertung des Fi s chamender Werses wird ein sieben« liedrig er Untersuchungsausschuß eingesetzt. Abgeordneter Dr. El len bogen stellte folgenden Antrag: Es wird ein zehn Medrig-x Ausschuß zur Prüfung aller Verträge, betresftnd Verwertung der staatlichen Industriebetriebe und zur. Untersuchung der bei dem Abschluß dieser Verträge erfolgten Vorgänge eingesetzt, her dem Hause in kürzester Frist Bericht zu erstatten hat. Handelsmmister Dr. An gerer erinnert zunächst daran, daß der in Frage stehende Vertrag bereits am 14, März 1931 abgeschlossen, bas heißt einerseits von Doktor Kranz, andererseits von dem oaMaligen Bmrdesmimiter He in? unterfertigt wörhsn sei. Dgtz Hauptgravamen, ras gegen bei, Verträgt inrbefytiöerS gegni GektionSchef S «o ch o r erhoben wurde, besteht darin, baß die Bewertung eine unaugemessene sei,-Fm Oktober 1919 ließ die Sachdemobilisierung Ihre vvn' der Heexesvertoaltuug Übernommemnr Betriebe, die dann die staatlich^' W^riebe lvrrrdsn, .schätzen. Damals -wurdefür d^r-GWftdDMmn-r.ffU''.-hie. Objekte ein Betrag von 40 Mulioneu' KrÄNeN, fük ■' p-td* Vorrats ein solcher' vott rund 18 MlltoiM Kronen errechnet, wovon 6 Millionen Kronen auf Metaife-iwtb Etstn, 4 Mrllisuen Kronen auf Holz entfallen. J»n gailysu ergab sich ein Betrag von 6Ö bis Mr'llionen Krynsn'. Im Vorfrühling Ml, als der Vertrag mit Kranz abgeschlossen werden sollte, sollte eine neuerliche Schätzung vorgenommen werden. Die Sachverständig«» haben die Objekte nach d-klv Entwsrtnng des Geldes und «ach der damaligen Marktlage berechnet und festgestellt, daß der Wert der AylaM auf das Dovvelts gestiegen fei. . Daher korstmt die Ziffer von 100 die als Mrt des - festlichen ÄPP-o tts Im Vertrag, der votgelegt. wurde, auf- ' Der Vertrag Ist M'vufge l'ö st anzusehvn^ weit es nn WM ausdrücklich heißt, dyr Vertrag sei-,mr unter der Vorallsschüttg abgeschlossen, Paß die Repärationskonrtrtijfltort zustitMt.. Die Abkehnutig der amtmuskommisfion hebt den Böktrag ans. Immerhin waren mit Dt. Kranz d'e Verhandlungen schon weit gedielM u„d m'.ttlerwsile war mir ihm auch der Vertrag betreffs Wölkersdorf abgeschlossen worden. Cs suchst sich nun, yh MM die Angelegenheit mit Dr. Kr öN^s wettersühren fall öder nicht. Eine Anfrage an Dv. ftrqnz hat ergeben, baß er fest darauf besteht, die Angelegenheit durchzuführen. Der Minister habe geglaubt, de« Sache m dienen, wenn er versuche, mit ihm zu eckvem raschen Abschluß zu korilmen. Abgeordneter Dr. Ellenbogen nwiuttz, man wäre der Ausfchlachtuug der Qtibuftrlebctilebe bucii) Private ent« gangen, wenn man der Umwandlung ist Sine gemeiuivirt-- schastliche Anstalt zugestimmt hätte. - .Abgeordneter Heinl (christlichsozial) hielt den -Er-oßdentschen entgegen, haß die großdeutschen AbgeoroMten Laa tttzt, Dr. Schürf f und Dr. Watzee am Tage deS Vettragsabichlusses genau, über die intern« Aufmachung des Vertrages informiert waren. Nachdem Abgeordneter Ellenbogen seine« Antrag dem deS Abgeordneten Schmidt akkommod'art hatte, winde der Antrag Schmidt einhellig angenommen. .. ■ Nächste Sitzung vorausjtcht.ich Donnerstag, 6. Oktober. Wiener Gemeinvepstt. ' Der Wiener GeiiMderqt trat gestern zu seiner erftzeu ordtzutlichen Nhung . zfts»imnen. Auf der Tagesochstung.stgndün nicht weniger als 1y3'Geschästsstücke, von denen jedoch 97 nur nachträglich genehmigt zu werden brauchten. Die meisten. Geschäftsstücke betreffen Anschaffungen für di« städtischen Unternehmungen, s^eubastien uch verschieb»« Ausgaben für den Bertvaltungsdieust. Die Höhe dieser nachträglich genehmigten Betiäge, denen zumeist ohne Debatte zugestinrint wurde, beläuft sich auf über 193 Millionen Kronen. Ferner nahm der GoDiNdera? daN Bericht des Stadtbauamtes üb-er hie Einstellung der Vorarbeiten für den Bau heö stäht ischeu Museums auf der Schmelz zur mnntnis. Dv vorhanden«» stckrexnen MrtstM werden z»m Bau dos Kr«mstoriums vor* wendet. Hierauf wurde nach dtzn MsWhrungon einiger Wedner die Sitzung gefchlosssn- Ae DWeBekite m Wem 'Ndtüll. Ditz tetzien Vorgänge an der Wiener Börse veranb'.ßten dcn Abgeordneten Kilnschak.und Genossen, in ihrer bekannten demagogischen Art wieder einmal eine OstjudendebaidherausznbeschivSren. Herrn Kunfchaks Art, zum Fenster hiimuszuspvechen. ist bekannt und seine Pose eines objektiv denkenden Menschen, wenigstens in der OstjNdenfrage, ist gar zn durchsichtig, um ernstgenommen zu werden. Herr Kunschak will: durchaus die Ostjuden ausgewiesen haben, mit den „bodenständigen" jüdischen Bankdirektoren aber ist er gut Freund. Landeshauptmann Bürgermeister e u m a n n betonte neuerlich seinen Standpunkt in der Ostjudenfrage, den er schon im Jänner h. I. kundgab. Lebhaften Beifall erzielten seine Worte, ,^daß Valutenspekulationen nicht nur von «inzeln-en betrieben werden, sondern baß sich damit auch die Großbanken befassen, darunter auch die Länderbank und die Anglobank. In temperamentvoller Weise und unter großer Spannung des Hauses erwiderte Abgeordnrter Doktor Plasch kes auf die Ausführungen Kunschaks, dem er vorwarf, baß er stets generalisiere, w-rnn es sich um Inden handle. Großen Eindruck erzielte er, als er auf die setmrzeitige Rede Strickers in der Nationalversammlung gegen di« Auswüchse der Börse und gegen alle Börsenjobber hinwies. Wir lasse« nun düs Wesentliche auS d«r Debatte folgen: Ahgkordntter K u n i ch ft < be-rSndet die Dr!«ülich>fi't feinet Anfram wkgru Ausw-istma der Ostiu.'e». itr^em « für «Ö? A ißwüchfe c« der Bö sr und besovd rs Hn die Dalutaex;-sfe di? G.ürzi.Mr vkrantwortüch macht rnrd de« Bürgtcmeistet Msfordert, stifte Pflicht za tun. Bärqermr'ster R e « m ü n « epktzrgnet: Dem. GtAemLerat ist bkkMftt, welche Schwietigkeittü-, dem entgegetrstebtn und daß es Lache der Bvndesreqierttnq ist. diele Lchwieriüstiteft auf d'ploumtflchkM Weae zu beseikigen. Sie wifte», daß ich w!ednhy!t aumielk'am armacht ha!',, cndstch daranmgehsn, daß derr O-s tzeSdurÄstecheme« drr vvIriifchenRemermm emEnoe pemacktwnd. Was d-.e AuSwetsn«« a«S Wien betüfft, habe rch astichsnsts schon vor vielen Monate» der Porrteidmktiorl entsprechende We sftftgen ge-- geden ««» darauf ftedr.Ungen, daß die Ä«S«et»n»aev wrrklnh «r'olse«. ES iü richtig, daß vo« den m der drinztichen Anfrage e-.wiihrkten Verhafteten 19 Polen, 8 Russen, 1 ans Oedenbura und nur einer ent Wiener ist. Dir Abschaffung d r r Pole» and Russen ist b>relt§vrrf»stund w rd nach Abschluß des Rechtsmittelverfahrens zum Bollmg «elangkn. Ich habe hmre außerdem noch versüßt, daß übet jeseit solchen Faß, wa!r«kndei>: BsiulenfMebrr aft'ge-rtsten wird, bei der Dnrchfübruftg der Ämtshiirrdluny ei» VttzeichnkSdtr Verhofuten mir krZebrn w'.zd. damit ick üden rmzrlkttn Falt verfolaen kann. Fcrn«-r trabe ich schon vor lavtzrrer Zeit Dustrag gegeben, daß äste dttmtifie Angelegenheite« betreffenden Rekurse «nt der größten Be'ch'cn iiguna erledigt werdi«. uns dw Polueid'resttan in kurzem Wraan-ewnien, alle weien Balutaipekulai'on und ähnliche, Uttiiyebe Brrhafteren u«ve,züglich ahmschaffen. ÄllekdrugS kauft ich urchl verhindern. -aß sie wgl sich wieder uach Wren zürückkehten- Ich kann ftnr verfügen, dal? m jedem einzelnrn Fall gegen den Betreffenden wegen verbotener Rümehr vorgegangen wird. Bei bltise Gelegnrhcit möchie ick düranf aufmeklsam mache», daß Valutaspekulation,» ntcht nur von einzelue» betrieben werde», sonder« daß sich damit auch die Großbanken befassen, dapeftte'' guck dir 8 tt n d «r d a n k und die U ü g l v b a ft k. (Lebhafter Beifall bei der Majorität.) Grweinderat Dr.BlaschleS Mfe bei den Christlichsozialen Dertkwigkk »» Gitaisacheft): Sit wollen also, düft ich die Herrsch attkn verteidig', deren strafbar- Umtriebe de» Schottenrimi unsicher machen, die Fronttämvfer und tue übrig«'« Bubm. die dort ein paar Tage die Bftdeftherrsckaic ringerichtet und bit Pasiftftlen am Leben gefährdet haben. (Neuerliche Zwischenrufes Smd Sie »urnicht wrylcidM^wir ffnd es auch nicht: es waren wunich de, Mebrchhl nach Buben dort! Sie irren stbr, wen„ Sie glauben, daß ich diese Gesellschaft verte>dmen werde. Ich werde mich oder auch nickt wehleidig über di- Poluei beschweren, die mit emm Griff 17 Balntaschteber erwischt hat. obwohl ich schließkich tage» könnte» die Poliz» bat einen «eplwütrdigßft Gr,ff für die Juden und liißt andere davonlaust«, aber daß sage ,ch nicht. lHüt«>keit.i Ich ine'ne, drnie«,g:n, h»e d0tt eW»ckt wurde«, ist vollkommen recht gesch ch n- Die Polizei bat ihre Pflicht tttlM »vd w:r sind die letze», die diese Valulaichieber schützen wolle». Wr haben gae n cktS ein uwendrn dagegen, daß mit zulüingen Mtteln neuen d'tst Mensche« vorgegangen smd. Darin geben wir Herr« Knn'chak nnd dem Lameshauptmanu reckt, gene« ».'lautete Element soll vvrgegange« werde«. Ick erlaube mir stdoch daraut hinznweisen. daß vre Herren, kleme Dinge mit -roßen verwechseln, daß sie wieder rmmal general.steren, wo str speuallsteren sollten, und d e paar Juden, die ans dem Echottenriva spane, ut gehen, zum Kamps argen dre breilc Masse der JA-,« dienku sotten, wägend sie tat außer acht lassen, was ->ch der Hstr Bürgermeister in keinem Gcklutzwott betont bat. baß die Großbanken an dlrs-m Trerbe» »er Börse d-e Schuld trage«. Wer »st renn ne Bö,stl'itung, die hier angeguffen mrd? Ist daS der voln.sche Jfthe oder He,r Pypprß , vom Wiener BankvereinFür diee« Hm« Md seine Genoffen ist die Gefahr n cht io c>roß, der wolle« Sie nicht auSwets'N, sondern darck Gesetze schütze« und durch Ge'chöste stützen, ihr Bermoaen wollen Sie retten. Dafür sollen die Juden gestraft werden, tzsltr d,e Folgen der christltchspzialeft Regltrungsküflste brauchen Sie eben einen Prügelknab n und wen prügeln ffe? Dtt Juden! Sk« gemraWere» holt so gern und PaMalverhäkhtlgungcn blühen «n Ihrem Äicije! lLeiihafte Zw schenrnie) 'Dw hetzen gegen besserks Wiffen. und sehen S,e, wozu dre Dinge führe«! WaS wir bemängeln, ist die Äftweftdung jener Gewalt. tz,e «ng skhtich ist. w>« vrrwahwn undagegen, -atz uitter Führ««« ngmdeMtS Gemeinderatt» X ober X «ndewnuene Meftschea ansaeboten und auf den Sckot!e«,ing gehetzt we,-««, daß diele Menschen dyrt groben llmfang uct eit. daß dslt layllose jung. Kyricheft unter Hefl-Rufeu betumrennm Md tV« Hetze tzeiMstäst.«. Dost lst m Hetze de» ,»«??«** , W» cktze Hetz' haben w^m s« de« Me«. (Mchmrvfe.) Da Wäst Wv.ßM-rschslbe» M vder teMt mm TxsUwayMlßLsv uach vud zieht irgeatz-titen M«t« heraut. L»si»M ck e» «»1 der Ai'geordiieie Seipel, sondern irgendein armer Jude, der ande», Bureau kommt und mit brr Börsenspekulation nichts zu tun ' hat. (Zwischenrust rech's) Seinerzeit ist von den FronikÜmpsern Ihr Führer -A'. geordneter Seipel attackiert worden und nm durch seine Erkläruug, drft er der Äbgeo dnete Seipel ist, wü te es Vir-ündkri, daß er mit einem polnischen Juden ve> wechselt wurde. (He,te,ke't. Zwischenru'e.) Frruen Und Mädchen, die aus Geschälten kamen, wurden auf >m Börstplatz peschlagen und nichc eumrü. die Beamten der Televhonzentrale waren Mev, Ich!ra,;e Sie (\\t auch, was es genützt hat. die^Juden einem Tage vor kick herzutreiben, zu prügeln, dlutigmschlagen. withrend man am Ab-nd laS daß in Zü'ich der .ttrone riurs ivieöer gesunken ist. Ich glaube, die vetreffendru Gemeinderätc baden nur wieder dru Beweis geliefert, daß die Banken dgs Heft m der Hand haben und sich vor d'm Wetterlkuchren m der Ningebiitig des Herrn Geme'nderates Kunschak nicht lürckten. sondern den Kurs weiter drücken. Diese Hetzer und auch die dei diesen Gewalttaten „amtierenden* öffentlichen Fnnktionme haben durch ihr Vorgehen an einem Tage unserer Stadt mehr geschadet, als sie ihr in ih-. em ganzm Leben genützt haben und nützen werden. Sie haben Dstinden von der Böcke vertrieben, sie hohen bodenstä'ieige Bürger m der Börse selbsi schwe-. verletzt, sie haben hrc edelsten Kräfte eingesetzt und — der Kronenkurs finkt weiter. Er must wenersinkea, w-l sich unsere Kausmannschaft unter grös Opfern mit fremder Valuta eindeckrn und dafür v,cle Kryncnck hingebe« muß. Daß in Zürich und Amsterdam die großrnÄ SchiebemkN gemacht werden, daft die Banken auf telegraphische,!^ Wege den Kurs feststellen, dagegen sind die beste« Kämvfer mach'^ los. t>,? sich an der Front der Börw und des Bankveieins betätigen. Gegen die Velhaskung eines BalutaschiebetS bakeir wir nichis einzuwettden, gegen derarlge Ad'chiebnngm a„S Wien wurde van nnserer Seite bisher nicht« getan. Wir gehen aber weiter «»> suchen das Mel an der Wurzel zu soffen. Lesen Sre d:e Berichte der konstuuiere«den NattonalveriammUriig, lesen Sie, wie unser V:rrretrr alle«,' den Mut batte, in großangeleater sffede gegen das Wirken der Banke» und der bestoch'nen- Pr:-ffe, kvSzugeben. Niemand <ht es ,m sckben Mriße gewagt^ das zü->. mn «ad die en großziiVatukaschiebem an den Leib z« riickM>.. Wir können nur immer wiekei holen: In hetzerucker Form aeur'.a-- lisiercn ist in je"-er .politischen Körpritchaf-, auch ckür Wirner/ Landtag, tift*: uft;uliissige Handlung. Wir verlange», daß diejenigen,^ die arbensam ,»d anstliftdig sino. geschützt werden. lRE des Gememderntes Urfte,mfttlcr: Solche gibt es nicht!) QT herben das Prwil-gimn auf Anständigkeit und Aibeit'amkeV Ich tvöchte wiss.n. ob S,e eine ÄuseuthaltsbewilligurM durch Aiheil rechiftlt-gen könnten. lHeiterktit! —Zwilchen,,,! / icdjtl.), Ich hade, nichts dagegen, daß Schädlinge. auSgeschlosscnH Werd?n, aber ick erinnere auck zu gleicher Zeit dm Herrn Bürg^r-Z mrrstec als Lul-eßhauptmann an sem Berivrrcken, die arbeit--f saaren Leute, dre hier eur. volkswirtschanlich wichtige Täkigleit rutfaltra, nickt. ünswrism u„d nicht in ihren Lebensbedineunarn ichttd gen zn lassen. W nft ich Ihnen aus ineinm Erlahrmigkn er,adle« wollte, wievikl Arbeiter, Angestelltr uno arbeifame Mentchßn, , Geweidetreibend:^'Kau!leule aller Art, zu nnr ko,nM!?oer^.^ ^5«g e u oMraftiqen ÄuswLl'ung m der Hand oder nut>'■«£* ckrrr Wohnung nach § 7 der A«forde> ftngSvrrordOMimrimm' hr.'r keinen Aufenthalt habtti. wenn ick von meinen Hc bei bei: Pöl>z«'. u«b »Ne,nm Bittgängen zum WotziiunME . wirklich anständige, schuldko'e Menschen -rrichtm wollic,"^. sich >m Schweiß des Angesichts plagen, wüeden Sie ei -c Ähnung haben, wie der Bürgermeister als LmdeStn'rkvt- Mift« die AlrSwenungSvraxis / übt und wie unm-ntckl-ch Idee Iftdenheye ist. Für den Schutz der anständlgeu. ehrliche» und mbeitenden jüdischen Bevölkerung, ob es Osijuden sind oder nicht, werden wir mit allen Kiäflm restlos eintreten und wir hoffen, daß Herr Gemeinderat Kunschak kein Versprechen beim letzten Dringllchkeitsautrag noch nicht vergessen bat, «ns in den Fallen zu unterstützen, in welchen arbeitsame Menschen, die nicht Valutaschieber sind, trotzdem von der Auswcisungs'uchtel bedroht sind. Wenn er sein Versprechen "erM^ch halten will, werde ich ihm Material nach hunderten Fället verschaffen und auch er wird wissen, was arbeiten heißt. (Heiteikeit.) Nun, gar so dringlich scheint die Sache doch nicht zu sein, d e Pouzrl soll die Börse inspizieren, die Banken überwachen, dan« werden Sie vielleicht — »ch glaube nicht daran — eher r« einer Beffernng unseleS Kronenkurses kommen als dmck Frontkämpferex^effe. Diese ^)rnge sind ganz von anderen Eleinenten abhängig, als von emigen gälizifchen Inden, die sich in Wien mit Dalutasp killatwft beschästigm. Ich hoffe -- «nd das ,st rS, was ich einzig und allein für dringlich halte daß bif arbeitsamen Elemente, bte anstlindigen. ehrlichen Jluven. die sich nicht mit Balutaipe'nlatto« besassm, acschützt werde», die gebrückten und gct,etenen Audm. (Zwischenrufe rechts.1 Glauben Sie mir, daß viele lieber in die Heimat zurück- (Gelackter rechts), als sich von Herrn Untermüller „nd Preyer vier vepungilmpfe» zu lasten, wenn es ihnen nur irgendwie mücil'ch wäre, dou tu lebe». Aber dann ersuchen wir S-e: Nnteckckeldkn Sre wohl zwilchen dm schöb'gm Element«,, die ww und Sie a mcinsan, belämpfm und den anständigen Elementen, denen Bit Ji.ren Schutz versprochen hoben und denen wwunsere« Schutz unbediggt gtwäh, «n werden. Geben Sie die Demagogie aus» treiben Sie nicht bß,c Augrnauswisckerei, sind Sie luder christlich und sozial, dann werde« wir uns eher fivden. Gegen Gewalt kämvfen wir immerdar. (Ledhaster Betsall.z Abgeordneter E l d e r s ch (So, aldemvkrat) erklärt : Me sind siir die AnSweisurttz aller Qfijude«, die keinem eh, licken Äiwtth nacksielen. A-er ich weiß aus meiner früheren Amtstätigkeit, w,e schwicrig eS war. die Galizianer aus W,en wcg-^ ,ubnngen. Wenn mir dir Polizei gemeldet hatte, daß «in gm,5«: Tmpp galizianischer Familien zum Abtransport bereit siehe, dann habe ich vom Effenbaimamt ftine Waggons belommm. mit de, Begründung, sie würden in Galrzien abhanden gelangen; In vrele« Fällen hatte« die Leute auch keim Papier und infolgediffe« wurden sie nicht durch d,e Tsckrchv Slowakei durckgelaffc«. Kurz, es ergaben sick stets eine groß. Menge Sckwierigkcktm. Wmn wir für die Beseitigung dieser Elemmte unbedingt sind, so täuschen wir uns dock nickt darübcs, daß wir uns m einer polsii chen und wirtsckastltsitt'n Krise hckind-n. ein Abgrund zeigt sich vor «ns, die Bevölkerung ist m sieberudec E.regung und «un braucht man einen Prijgclkn»i»cn «nd das ist dg« And'. Gie (d'r Ehr>stlrchsozcklrn> schimpfen ans die Bankm undl hie LSr e ond machea dgS Länder bank- und Anglobank-G ffetz. Unck dirß nicht etwa gezwungen, sonder«, wie gestern Ihr Wottsühre^ Dp. Gü 'ler ksivp und klar sagte, auß freier Ueb-mmguila, (Ruiö m Hn WMrcht pztasm r Aber dock «,cht um di, Juden zu schütze^ Geiiemufe bei den Sozialdemoktateir: Da sind bu größte» Jude» drm««; Sie Äbre« DemoustraLt» wi m Bürst u»l —1k“a