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Wiener Morgenzeitung · 1921-12-29 · Heft 1047 (29.12.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 1047 (29.12.1921)
Date
1921-12-29
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 1041 •Wien, uoanerotagf wie ne r M OJRGENZEXTli NO ,^oße jüdisdie Wirfklidhlkcit, Am bedeutsamsten ist, {daß das Mandat dfte zionistische Partei als die Vertreterin ' -de« jüdisdbein Volkes anerkennt, daß'die liebräisdie Sprache als Amtssprache in Palästina ■deklariert wird1 .nunddaß wir nicibt einem Volke allein, ^sondern dem VÖlkertend, der Quintessenz : 'der Mensehheit, unterstehen. Bezüglich der Araber- Frage gilt das Wort, das Napoleon HI. mit'bezug lauf Italien prägte: »Wirwollen nichts Fremdes erobern, -aber wir Wollen das eigene erhalten.« ■ Die (Oipfer, aüdi die Blutopfer, die wir auf palästinensischer Erde bringen, ertragen wir leicht,' weil wir lan der Arbeit sind, die edhönste Republik 'der; Welt tfü'r unser Volk au errichten. Je ärger die Wühlereien junverantwortlicher Elemente im uns außerhalb Palästinas fühlbar' werden, mit umso gewaltigerer Energie werden wir am Aufbau arbeiten. San.Remo .{bat den »Difouk« aus der jüdischen Intelligenz a'as- ’getrieben. Wir feiern in der -jüdischen Gasse erp-Ver .teacruna. Die besten Jünglinge lassen sich auswählen, ütm als ' Pioniere neuer jüdischer Größe die palästinensische Scholle zu erwecken. Gelingt das. Werk nicht, so s t ä r fc t Ihr das Argument der Feinde, daß •libr vom Materialismus durchseucht s e i d, daß ihr Parasiten, seid, die nur am fremdem Körper kleben können. Sejmabgeordneter J. Grünbaum (Warschau) : | Die Periode der schönen Versammliungsreden iflnd1 der großen Phrasen ist vorüber. Jetzt muß man es einfach heraussagen: Entweder das jüdische Volk Kr i -n g t d e n P a 1 äst i n a-Aufkauf o.ü.d s, den -K et:en-H«.• Heis so4, zustand e, ,o d e r jwyi r g eth en zu g rü n de. Waserlangt wurde, ist ibedeutend. Aber wären wir stärker gewesen, hätten jwir Vielfaches erlangt. Die Frage, ob wir Menschen für Palästina haben, fällt weg. Ungeheure jüdische Massen sind wurzellos geworden lind stehen bereit. Aber die Rechte* die erkämpft wunden, geraten ins .IWantiken und könnten uhtergehen, weil wir sie aus iM a n g e 1 an Ge 1dm a 11 e 1 bisnuw nicht austiützen konnten. . Wcntn. man in ' Zionistischen Versammlungen, auch in. den begeistertsten '.und massenhaft besuchtesten, eine Abstimmung darüber einleitet, wer seine '[Pflicht gegenüber, dem Reren-Hajes'sod erfüllt hat, so ist fest immer das Ergebnis-kläglich'. Das Problem besteht darin, daß wir heute «stark sein müssen; jes 'genügt nicht, .die Regierungen darauf zu ver- {tröstera, daß wir morgen stark s-e in w «erde n. rHerzls Wort, . der Zionismus sei das Judentum pnterwegs; ist jetzt so zu variieren: »Die zionistische Organisation ist das Jüdische Staätswesen unterwegs.« Leider hat aber dieses Staatswesen •keine Zwangsgewalt. Es kann, keine Steuern einitreiben. Die Vo-Jlkisangeiiörigön müssen die Steuer, 'den Maasserj freiwillig geben,, sofort;ge!b e n, sonst« smd avir. nicht wert, daß es einen Tag der Balfour-Deklaration' gegeben hat. Unter, dem Eindruck dieser Weisungen erfolgten-sehr an s ehn lieh e Zeichnungen für den Padästina-Aufbaufonds, die als das erfreuliche‘Ergebnis dieses Meetings zu buchen sind. . •Zum Schlüsse gab der Leiter der Zentralabteilung des K eren-H ajessod für Europa, Julius Berger (Berlin) Aufschlüsse, über den gegenwärtigen Stand und die bisherigen Leistungen des Palästina- A ufbaufon ds. Eine Studentendeputation bei Präsident Weitzmann. Gestern empfing Präsident Weitzmann die Vertreter der Wiener zionistischsn Studentenschaft, die Herren Felix .Ungar für den akademischen Landesverband, Erwin Schwarz für den Hochschulausschuß und Dr. Willy Waldniann für den Seniorenkonvent der akademischen Verbindungen. Der Sprecher der Deputation, Dr. Weidmann, überbrachte Gruß und Dank der zionistischen Studentenschaft für die unsterblichen Verdienste, die sich Weitzmann durch seine aufopferungsvolle und unermüdliche Tätigkeit um das jüdische Vol Ic erworben hat Als sichtbares Zeichen unwandelbarer Ergebenheit bat Dr. Weidmann, die Würde eines Ehrenburschen der in\ Seniorenkonvent vertretenen Korporationen Kadimah, ivria, Unitas, Libanonia, Makkal)äa, Jephirah,t Robur, Barissia und Eiiiunah anzunehmen. Präsident Weitzmann, der sichtlich gerührt für diese Huldigung dankte, bat' die Deputation, bei diesem Anlasse der Studentenschaft den Ausdruck seiner Anerkennung zu übermitteln und sprach die Hoffnung aus, daß die akademische Jugend nach wie vor ihre Pflicht dem jüdischen Volk gegenüber erfüllen werde. Die Erhöhung der städtischen Tarife. Abermals stehen große Erhöhungen der Straßenbahnfahrpreise (wahrscheinlich auf K 50), der Gas- und Strom prei se bevor." Dazu wird noch mitgeteilt: Die Beschaffung des notwendigen Betriebskapitals bildet für die städtischen Unternehmungen genau dieselben Schwierigkeiten wie für die privaten Betriebe. Durch die unausgesetzt steigenden Lebensmittelpreise müssen den Bediensteten erhöhte Bezüge gewährt werden, ferner erfordert die Beschaffung der notwendigen Kohle und der anderen Betriebsmaterialien große Beträge, über die weder die Betriebe noch die Gemeinde verfügen. Daher hat der Gemeinderat seinerzeit den Beschluß gefaßt, daß die Konsumenten von Gas und elektrischen Strom verpflichtet sind, den achten Teil des voraussichtlichen Jahreskonsums in der Form von Vorauszahlungen zu leisten. Da der vorausbezahlte Betrag den gegenwärtigen Preisen nicht mehr entspricht, hat der Unternehmun.n.saussr " «estern beschlossen daß An die Leser der „Wiener Morgenzeitung“. Gleich allen anderen Wiener Blättern ist auch die „Wieder Morgenzeitung“ gezwungen, eine Erhöhung des Abonnements vorzunchmen, um wenigstens ztim Teile dem Tempo der allgemeinen Preissteigerungen folgen, zu können. Der Papierpreis hat sich auf das Vierfache erhöht und die Löhne sind, seit dem Monat November dieses Jahres bereits ums Doppelte gestiegen, ohne daß ein Ende dieser Aufwärtsbewegung abzusehen wäre. Wir haben trotzdem die Verteuerung unseres Blattes nicht in dem Maße vorgenommen, weiches diesen Verhältnissen entsprechen würde, da wir denjenigen Teil unserer Leser, der dem Mittelstand angehört, nicht von der Lektüre dieses für sie notwendigen Organs ausschließen können. Bezugsbedingungen ab 3. Jänner 1922: Abonnement für Wien (zum Abholen im Expedit oder in der Verschleißsteilen) monatlich . . . ..K 1000.— Oesterreich monatlich . . ... . K 1000.— Tschecho-Slowakei monatlich tschech K 20.— Polen monatlich .... poln. Mark 600.— Jugoslawen monatlich .... Dinar 18.— Deutschland monatlich .... .Mark 25.— Rumänien monatlich ...... Lei 35.— Bulgarien monatlich.Leva 35.— Holland monatlich ...... holl. fl. 1.50 Italien monatlich . . . . Lire 6.— Schweiz monatlich. . . Schweiz. Frcs. 3.— Frankreich monatlich.Frcs. 6.— Belgien monatlich .... belg. Frcs. 6.—- England monatlich.Sh. 3.— Amerika monatlich.Dollar 0.50 Einzelnummer für Wien K 40.— Montagsnummer . . . K 30.— Die Verwaltung der „Wiener Morgenzeitung* Wien, II., Taborstraße 1—3 Telephon 44.038, 43.319. WHMHWBWWWWWWBBIBMWWlII II MWM anfangs des nächsten Jahres die Gas- und die Stromabnehmer abermals eine Vorauszahlung nach den letzten Preisen in der Höhe eines Achtels de« vor* aussichtlichenjahreskcnsu ms zu leisten haben. Die im Jahre 1921 geleistete Vorauszahlung wird in den nunmehr zu leistenden Betrag eingerechnet. Vom Keren Kajemeth l’Jisrael. Alle Kommissäre, Vertrauensleute und Sammler des Keren Kajemeth werden gebeten, alle Geldspenden und Sammlungen, soweit sie noch nicht verrechnet oder abgeliefert wurden, spätestens bis 29. Dezember 1921 der Zentrale des Keren Kajemeth, JL, Taborstraße 59, abzuliefern, damit das heurige Kontingent, zu dessen Ergänzung noch zirka K 700.000 fehlen, komplettiert werden kann. Es ist besonders hervorzuhehen, daß die Bezirkssektion XX in den lezten^ Tagen K 130.000 dem Keren Kajemeth zugeführt-hat. Der bisherige Sekretär des K. K. Dr. Wolfgang W eis I ist am 23. d. M. aus-dem Bureau geschieden. Dummheit, Neid und Bosheit. Da*s Salzburger Schöffengericht hatte sich in mehrtägiger Verhandlung mit einer merkwürdigen »Passiom« des Kooperators .vom Mittersill Thomas Pfefferkorn zu beschäftigen. Dei Geniamoftc wurde zu achtzehn. Monaten schworen, Kerkers vorumteiht, weil er Drofoplakate und Briefe mit der Aufforderung zur ' Brand legtiitig, zur Stürmung von Häusern oiisw. verfaßt und rs-*o die ganze Gemeinde, deren Seelsorger er war, in Angst nmd Schrecken versetzte. Die psjxlhiatriscben Sachverständigen bezeichnetem a-ls die Motive «eines Vorgdberas ^Dummheit, Neid lind Bosheit«. Der verurteilte Kooperator von Mitterrill ist das ^beklagenswerte Opfer der —- Judenireinlheit seiner Gegend geworden. Hätte er seiner Passion fiir Bramdileguinigem, Erstürmung von Häusern utsw. gegen jüdische Mitbürger gefröhnut, dann hätten sich mit seinen Taten kaum gericlitliäh*e, sondern höchstens (politische Sachverständige befaßt, -und deren Urteil wäre wesentlich freundlicher ansgcfalllen. Der >protestamitische Seelsorger von St. Pölten firöhmt ähnlichen Passionen wie sein kaftho lisch teir Kollege von Mittersill, aber er war in der glücklichen Lage, sie gegen die jüdische »Gefahr«, die St. Pöliten in Ferm einer Makkaibäer-Feier der dortigen Ziomisiten drohte, betätigen zu können. Der wackere M.ainm redete den biederen St. Pölte-niera ein, daß das Fest der Erinnerung an ein vor Jahrtausenden von Juden unter arischen Antisemiten angerichitetes Blutbad geweiht «ei, ud die St. Pöiteuer Deutschniatonaikn empfanden den Gedanken an eine Zeit, in der der Antisemitismus noch mit Risiko verbunden war und durchaus nicht so" aingefäbiriich für die Hetzer wie heutzutage, tatsächlich als eine arge Provokation und bedrohten die Juden., die angeblich in so grausamen. Erinmerufiigen schwelgen wollten, mit Brandlegung, Erstürmung der Häuser usw. Aus ^Dummheit, Neid und Bosheit«? Aber nein! E*s geht ja gegen Juden! Und so stellt sich die Tat, derentwegen er Mitkersiiller Kooperator brummen muß, in St. Pölten als eine geniraoiisch-idealisti-sehe und si't'tlich^religiösc Großtat dar. Ma«n lese nur die autisemit ische Pre-:sc| 29. DeZQVrtt- J.E2f Das ausgesucht Belte in Herren- und Damenstoffen finden Sie am billigsten bei Karl Schwarz & Co.,v^wmmmges^ * Romanow -Kronen, Kerenski - Kronen, Sowjet- Kronen. „Die Börse“ schreibt: Unsere offiziellen Steilem ahnen natürlich noch nicht, daß in Innsbruck der „Tausender*! bereits — K 1100 notiert. Und zwar, wie das Volk sich/ erzählt, weil er im Druck ein älteres Datum trägt, nocW aus einer Zeit herrührt, in der die Noten der Bank mm Gold bedeckt waren und daher auch mit einem Teil seines Nennwertes mit Gold eingelöst werden wird. Beweis füÜ! dieses alberne Märchen: „Mafi zahlt auch in Berlin eira Agio für Tausendkronenscheine, man nimmt dort keine] Zehntausender und vier Banken in Wien haben sic« vor einigen Tagen geweigert, Zehntausender zu — wechseln4] Und unser Chef hat uns darum befohlen, womöglich) Tausender zu sammeln, Zehntausender nicht zu nehmen! und auch nicht zu wechseln“. Der Vorhalt, daß .man in Berlin Tausender wegen einer mißverständlichen Auw iegung eines auf „Auslandskronen“ bezüglichen Para»j gfaphen des Friedensvertrages bevorzuge, daß so ziemlich' alle Tausender mit Vorkriegs datum erst kürzlich die' Bank verlassen hätten, weil immer noch, die alten Kl$ schees verwendet, die alten Noten aber fortwährend) eingezogen werden, daß von einer Goldeinlösung voÄ Noten keine Rede ist, vielmehr das Bankgold unter aliei Nachfolgestaaten aufgeteilt werde und daß die betreffenden Banken sich geweigert hätten, die Zehntausender gegen Tausender zu verwechseln, weil sie so kärglich! mit letzteren dotiert seien, daß sie ihrer für die eigene»1 Zahlungen bedürfen, stößt natürlich auf Unglauben. Esi ist ja unserer Regierung gelungen, das Volk mit nahezu/ unbesieglichem Mißtrauen zu erfüllen. Solche Be^ wegungen nehmen aber leicht große Dimensionen an; wie) das Beispiel Rußlands beweist, wo zwischen Romanow-» Kerenslci- und Sowjet-Rubel ganz ungeheuere WertunterM schiede . bestehen. Nun schreitet die Bank eben an diel Ausgabe von Noten eines ganz neuen Typus: der Noten! zu K 5000 und 50.000. Treffen1 wir rechtzeitig Anstalten, daß wir nicht etwa binnen kurzem auch dreierlei! Noten mit verschiedener Zahilcraft haben„alte*' Tausender, mittlere Zehntausender, neue Fünf- Und Fünf-*! zigtausender. Der Wirrwarr in unserem Geldumlauf mit innerer und äußerer Zahlkraft, Inland- und Auslandkrone usw. schädigt uns doch wohl schon genug, um eine Steigerung desselben fürchten'zu lassen. "Wirksam (beJ, kämpfen kann man das neue Uebel, das uns droht, 'nur! durch rascheste Massenausgabe Von Tausendern^ Wenn! von denselben genug in Verkehr kommen, uni den Bedarf! zu befriedigen, so wird der Hamsterei ein Ende bereitet,1 bevor sie zu schaden vermag. Alles andere ist ein Schlag4 ins Wasser. * Jischuw Erez Israel (Mistachi), Wien, II., Prater- Straße 43/11. Bei der Sonntag den 18. d. M. stattgefundeneiij ordentlichen Generalversammlung wurden folgende Mit-! glieder in den Ausschuß gewählt: Herr Großräbbineri Chaim _S c h a p i r a zum Präsidenten, Herr Rabbiner; S. Friedman zum ersten Vizepräsidenten,; ,Here Befisch J a h r zum zweiten Vizepräsidenten. Ausscimßmitglieder die Herren Großrabbiner Twurskyji Rabbiner Jakob Friedman. Großrabbiner Üscheri H o r o w i t z, J. 8. Rotier, Jakob M ä r iJ Doktor 8. Rapaport, D. Lauda uj S. Treu, Baruch L S w, L F a s t, L. Ü r i, M. S p i t zJ Beiräte: Oskar R o s n e r, A. D. L e ni b e r g e rj P. M. Kupferberg, A. L. L a c k s t e i n, S. S pi t zs M. B a b a d, Rabbiner M. Heschel, H. K a tzj Schiedsrichter: GroSrabblner Markus S c h a p i r a, Oberrabbiner Pinkas R i m e 1 t, Kopel B a u e t, ]. H. B u 1 e rj Benzion Tauber. Bei der am 25. d. M. s'tattgefundenen konstituierten Sitzung des neugewählten Ausschusses; wurden Herr Rabbiner J. T w e r s k i zum ersten Kassier,! Hefr Spitz zum zweiten Kassier, Herr }. 8. R otter zum ersten Schriftführer und Herr Benzion Täuber zum zweiten Schriftführer gewählt * Palästina während des Krieges. Die Exekutiv» der zionistischen Organisation hat soeben unter dem/ Titel »Palästina während des Krieges“ eine interessante und historisch wertvolle Geschichte Palästinas zur Zeit des Weltkrieges veröffentlicht Die Arbeit gibt zunächst einen Ueberblick über die zionistische Arbeit in Palästina in den dem Weltkrieg unmittelbar vorangegan gehen Jahren und berichtet über die erfolgreichen Kämpfe, unter denen die jüdischen Siedlungen vor der völligen Vernichtung;' die ihnen unmittelbar drohte, bewahrt wurden, schildert dann die Befreiung Palästinas durch die britische Armee, die Ankunft der zionistischen Kommissionen und schließt mit der historischen Zusammenfassung jener emsigen Arbeit, die zur allmählichen Erholung und Reorganisation* des palästinensischen Judentums nach dem Waffenstillstand geführt haben. "'Artur Trebitsch und Heinrich Eiseabach. Hefl* Artur Tebitsch 'bat bokamiitlich Vom •seinen. Vertragen vveilblidie Zuhörer , ausgeschlossen. Die tnänintlidliani scheinen vom selber ferm geblieben zu sein. M’am muß däjs wenigstens aus der melamchalisoliem Fassung 'Seinner. Btirlä'fcng zumi 'nächsten Vortrag, clor Freitag stattfiodsenr „diU'heiKUTsiesen: »Es wird dies gleichzeitig der letzte Vortrag sein, der im Shtune einer allgemem zugamgüi'diron; Öffentlichen Vercimstafl'tirag vom mir geholten wmL Deffm esrist iür denjenigen, der Zioms Allgegenwart' als trea-; bindern, beziehungswatee hemmendem Falktor im Men. (!)[ Parteien, Verbänden und Orgamiiisatiomen kemnem geleimt hat, ältvcrfcraute Tatsiacihe, daß a-n Taigein, da eine 'be- 'SO’hid'ers mißliebige Vdramistaltumg statt Kindern soll, aiuifci .. eifrigste vom Zion dlafür Sorge getragen wird, daß gerade diejenigen, vom deneln ein Vortragender geihö-nt werdenmöchte umd sollte, um die gleiche Stunde amidea*- weiit'äg beschäftigt risnd, oder genauer, beschäftigt' , werden.« Es ist doch nichts so fein gesponnen. Hen'( Artur’ Treibittsch bringt es ans Lieht der Sonnen! Waran zum Beispiel eine jüdische Muitter mit einem arischem Schlieich'händler vom Lamde um den Preis, der -MiibdN. feiÄischt, die sic für ihr KJind bramcht, so hält sie ihm. nicht etwa deshalb sollainige auf, weil sic rineai schweren'- Gewissenskonflikt zwischen Mutterliebe und Hau-s^ fräiuanö-konomie dlur-chzulcämp-fon hat, sondern truu.r in! der heiantüokiscem Abricht, den Christen voai dem Vor-,, trag des Herrn Trebitsch fernzuhalten. Und wernJu: Herr Eisen h a c h und Frau W erbezi rik just zur selben Stunde öffentlich auf treten wie Herr Trchitedhy so 'handelt cs sich ebenfalls nur um cimen höchst duwöh-i sichtigwi Plan, die Arier 7-Anderweitig" zu beschäftige®/ Denn <»s ist nun schon einmal so, daß die Arier, auch . wenn sic so c'-nragierte Antisemiten sind, wie die ra«-se»n~

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