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Wiener Morgenzeitung · 1921-12-28 · Heft 1046 (28.12.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 1046 (28.12.1921)
Date
1921-12-28
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 1046 Wien, Mittwoch WIENER MORGENZEITUNG Älter von 8 bis 13 Jahren. (Lichteranzünden, Lieder ernste und heitere Märchen usw.) Eintritt frei. Urania. Heute, Mittwoch, Vj3 Uhr (Großer Saal) Schülervortrag: Wenn die Flocken fallen. — Eine Elefantenjagd In Indien. — 5 Uhr (Großer Saal) Der Kampf mit dem Berge, L ln Sturm und Eis. — */a6 Uhr (Kleiner Saal) Dr. Helene Änderte: Physiologie und Hygiene der Frau, IV. — %6 Uhr (Kurssaal) Dr. Josef Norbert Dörr: Meteorologische Stationen. — Uhr (Klubsaal) Gesangspädagogin Gisela K r ü k 1: Volkstümliche Vorträge Über Gesangstechnik, V. — *48 (Großer Saal) Zum ersten Male: Robert Schumann. — V28 Uhr (Kleiner Saal) Univ.-Prof. Dr; Robert Sieger (Graz): Die neuen Grenzen in Europa. .—7 *48 Uhr (Kurssaal) Dr. Richard K r a « m e r: Das Auge und das Sehen, V. — */s8 Uhr (Klubsaal) Kammersänger Max Krämer: Wie lerne ich singen? VI. Ernährung. Der Marktbericht. Der gestrige Verkehr auf den Märkte« war recht still Und lustlos. Fleisch war aus den Weih nachts Vorräten überall genügend vorhanden, desgleichen Geflügel aller Art Auch Fische wurde« vielfach angeboten, fanden aber wenig Beachtung. Auf den ueraüsemärkten waren hinreichende Zufuhren zu verzeichnen. Die Nachfrage fand überall genügendes Angebot Nur Kartoffeln und Weißkraut wären in geringer Menge zugeführt worden. Auf dem Naschmarkt gelangten 540 Kisten Zitronen zum Stückpreis von K 35 bis K 40 zum Verkauf. Der Mangel an Eiern hält nach wie vor an. Die Lebensmittelpreise haben keine nennenswerte Aenderung erfahren. Ein Brot — 230 Kronen. Uber die Frage des neuen Brotpreises wird gegenwärtig im Ernährungsamt verhandelt Nach den bisher vorgeriommeneu Berechnungen dürfte der Preis eines Brotes nach Aufhebung der Lebensmittelzuschüsse 230 Kronen betragen. Der neue Brotpreis wird am 8. Jänner 1922 in Kraft treten. W. J. W. Bis zum Beginn des nächsten regulären Verkaufes täglich, vormittags ÖbisllUhr Abgabe von prima Fett und prima englischen Fleischkonserven (Dose ä 2 kg 70 dkg, eventuell auch geteilt). Freie jffltiische Volksbühne Gastspiel im Lustspieitlieater ® 7 Uhr abends M«) gdT Da« Theater lat geheizt! "SH Aus den Theatern. Im Burgtheater geht .morgen, Donnerstag, JH a unele“ und »Von ihm alle Tugenden“ in Szene. Im Operntheater wird morgen, Donnerstag, »Der Freischütz“, mit Michael Bohnen als Kaspar, gespielt In der Volksoper gelangt heute, Mittwoch, Strauß’ „Der Zigeunerbaron“ zur Aufführung. Den Barinkay singt Herr Richard Kuhla als Gast. Ferner wirken mit die Damen Bartsch-Jonas, Attler, Salinger und Hoff mann sowie die Herren Hagen, Markowsky, Baumann, Boer, Zimka, Wand und Schmied. Dirigent Herr Doktor Weirich. — Am Neujahrstage findet die nächste Wiederholung von Puccinis „Madame Butterfly“ statt. — Als .nächste Vorstellung zu ermäßigten Preisen .findet Montag den 2. Jänner Richard Wagners »Der fliegende Holländer“ statt Im Deutschen Vofkstheater wird morgen, Donnerstag, „Die Flamme“ gegeben. Infolge technischer Hindernisse wurde der Spielplan dahin geändert, daß Freitag den 30. d. M., 7 Uhr »Frühlings Erwachen“ und als Silvestervorstellung Samstag den 31. d. M. um Vs 11 Uhr der Schwank »Im weißen R ö ß l“ von BJumentha! und Kadelburg zur Aufführunggelangt. Ibsens „Brau d“ wird heute (Mittwoch), ferner Sonntag den l. Jänner und Mittwoch, den 4. Jänner wiederholt In den Kammer spielen findet Freitag den 30. d. M., um 7 Uhr die Erstaufführung von Roberto B r a c c o s neuer bearbeiteter Komödie „Untreu“ statt Es spielen den Grafen Sangiorgi — Herr Werner-Kahle, die Gräfin -- Frau S t e i n s i e c k, den Gino — Herr Ziegler. Spielleiter Dr. Heinz Schulbauer. An der Neuen Wiener Bühne gehen Silvester (Samstag den 31. d. M.) zwei große Vorstellungen in Szene, und zwar um 7 Uhr „B e v e r 1 e y“, mit Ferdinand Bonn in der Titelrolle und um y910 Uhr spielt Frau Gisela Wer'bezirk ihren unübertrefflichen Schwank „Die Lieblingsfrau des Maharadscha“, außerdem gelangen noch die drei Einakter „Di^kleinen Verwan dt e n“, „Hochzeit sreise“ und „Sexuelle Aufklärung“ zur Aufführung. Die Vorstellung endet vor 12 Uhr. In der Roland-Bühne (Jüdische Bühne), II., Praterstraße 25, findet heute eine Wohltätigkeitsvorstellung statt. Zur Aufführung gelangt „Jankale“, mit Mall Picon und Direktor J. Kalich in den Hauptrollen. Schachchronik. Organ der Schachsektion Hakoah. Redigiert von Adolf G o 111 i e b. In der Gruppe A des Oesterreichischen Schachverbandes wurden Dr. Krejcik und Kmoch Erster und Zweiter. Aus dem ersten Hauptturnier des Oesterreichischen Schachverbandes gingen somit fünf österreichische Meister hervor. Es ist bekannt, daß Wien die größte Zahl von starken Amateuren aufzuweisen hat; es gibt bei uns eine Reihe von Spielern, welche eine ganz respektable Meisterstärke haben, und ist es daher gar nichts Ungewöhnliches, wenn aus dem Hauptturnier fünf Meister hervorgehen. Dabei ist zu berücksichtigen, daßsomancher starke Spieler an diescm,ersten Hauptturnier sich nicht beteiligen konnte. Außerdem finden fortwährend Klubturniere, Matches und Beratungspartien?n den einzelnen Klubs statt Wenn man die Reihe wnserer befähigten Analytiker, genialen Problem- und Endspielkomponisten durchsieht, dann erkennt man, daß Wien eine Hochburg des Schach ist. Im Viermeisferkampf in Triberg wurde Rubinstein Erster, Spielmann Zweiter. Bogoljubow und Selevniew haben noch je eine Hängepartie zu spielen. Vereins w.e 11 k ä m p f e: Wir machen nochmals unsere neuangemeldeten Mitglieder ' aufmerksam, daß am 29. d. M. der letzte Anmeldungstermin für die im nächsten Jahre beginnenden Vereinswettkämpfe ist. Es muß sich daher jeder starke Spieler, welcher für uns spielen will, bis zu diesem Termin bei uns persönlich anmelden, da sonst seine Nennung für die Vereinswetfkämpfe 1922 nicht mehr angenommen werden könnte. In unserem Hauptturnier gewann Rosenbaum gegen Ernst Wahle, Gottlieb gegen Sachs, Zorn gegen Meisel, Meisel gegen Sachs, Takacs gegen Gottlieb und Lewit gegen Takacs. Die Bedenkzeit von 40 Zügen in zwei Stunden scheint doch für die meisten unserer Turnierteilnehmer zu kurz zu sein. Spieltage: Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag ab 7 Uhr abends im Caf6 Atlashof, Souterrain. Unterricht: Jeden Samstag, *48 Uhr abends, für Anfänger und Vorgeschrittene unter der Leitung von Hermann Weiß und Adolf Gottlieb. Unterricht für Damen Montag, Va8 Uhr abends. Ausländischen Schach Interesse nt e n, Sch a c h r e d a .k t i o n e n usw. stellen wir unsere erstklassigen Originalbeiträge von Endspielstudien und Problemen zur Verfügung. Diesbezügliche Zuschriften sind zu richten an Adolf G o 111 i e b, XX., Wolfsaugasse 4. . . Unser Mitglied Herr Alexander Takacs fordert einen der fünf neuen Meister, des Oesterreichischen Schachverbandes, beliebig welchen, zu einem Wettkampf heraus. Es ist für diesen Zweck ein Preis gestiftet worden. Königsspringergambit (Philiclors Verteidigung). Gespielt im Cafe Central Im Dezember 1921. Weiß: E. Szekely — Schwarz: Dunkelblum. , 1 e2-e4 e7-e5 2 12-14 e5Xf4 3 S gl—f3 g7-g5 4 Lft—c4 L58-g7‘) 5 d2-d4 d7-d6 6 0-0 h7-hö 7 c2—c3 Sg8-e73) 8 g2-g3 g5-g4s) 9 813-114 14-13 10 Lct-e3<) S b8-c6 11 Sbl—d2 0-0 12 h2—h3!5) h6—h5 13 h3Xg4 hoXg4 14 S d2X13 *) 84X13 15 DdlX13 Lc8—e6*) 16 L c4Xe6 17Xe6 17 D f3—g4! Kg8-h7«) 18 Kgl—g2 Dd8-e8 19 F11X18 D e8X18 20 Tal-hl K h7-g8 21 Thl—fl D f8—e8 22 L e3—h6 aufgegeben! sogenannte Philtdors-Verdie Konsolidierung der *) Dieser Zug leitet die teidiguiig ein, deren Zweck schwarzen Bauernkette ist (li6). 2) Diesen oft angewandten Textzug halten wir nicht für das Vorteilhafteste. Von sämtlichen in Betracht kommenden Zügen 7. 8 f6, De7, c6, L e6 könnten wir Sb8—d7 empfehlen, zum Beispiel 7 ., . . Sd7, 8. g3 g4, 9. S h4 f3, 10. S d2 Sb6, 11. Lb3 Le6 u. s. w. (Szdkely- Spielmann-Abbazia 1912). 3) Auf 8 . .. iXg3 könnte 9. SXg5 mit gutem Spiele folgen. *) Ein neuer Zug, den der Führer der weißen Steine in Abbazia eingeführt hat Gewöhnlich geschieht hier Sx f3. Der Textzug bezweckt, den 8 h4 als vorzüglich postierte Angriffsfigur zu behalten und zur Sprengung der Bauernkette den rückständigen Sbl zu verwenden. *) Die Oeffnung der „h“ Linie leistet dem Angriff im entscheidenden Moment einen wichtigen Sukkurs. B) Nach diesem Opfer wird der Aufmarsch der weißen Figuren beendet, außerdem beherrscht Weiß das Zentrum. Die kleinste Schwäche muß für die schwarze Stellung verhängnisvoll werden. *) Hier sollte Schwarz mit d5 seine Stellung befreien; allerdings hätte auch dieser Zug keine Rettung erzielt, da nach eXd5 mit späterem L 63 den weißen Angriff unwiderstehlich gemacht hätte. *) Der Nachziehende ist rettungslos verloren, da er keinen Weg findet, den Läufer g7 in befriedigender Weise zu decken, zum Beispiel 17 . . . Dd7, 18. Lh6 8c8. 19. TXf8fKXf8, 20. Tflf Kg8, 21. LXg7 DXg7, 22. DXc6f K h8, 23. Sgöf K h7, 24. T17. Eine lehrreiche Gambitpartie! Es ist interessant, wie Weiß sämtliche Figuren in 22 Zügen ins Treffen führt. Spanische Partie, gespielt im Sommerturnier des Schachklub Schlechter am 24. September 1921. Weiß: Dr. Klein — Schwarz: H. Weiß. 1 e2-e4 e7—e5 20 D e5—e3 17-16 2 S gl—13 8 b8—c6 21 Lg5-h4 L d8—b6 3 Lfl-b5 a7—a6 22 D e3—e2 S d7—c5 4Lb5-a4 Sg8-f6 23 S d2—fl 8 c5-e6 5 0-0 d7—d6‘) 24LH4-g3 8 e6—f44) 6 T fl—el b7-b5 25 Lg3XSf4 eoXLf4 7 La4-b3 L c8—g4 26 Dc2— d2 Lg4XSf3 8 c2—c3 D d8—d7 27 g2XLf3 g7—g5 9 d2—d3 L18—e7 28 Kgl-g2 T e8—d8 10 L cl-e3 0-0 29 D d2—e2 Sd7-e5 11 Sbl—<12 T a8—e8 30 h2—li3 h7-h5 12 D dl—c2 S c6—a6 31 T al—dl8) g5—g4 13 d2—d4 L e7—e8 32 Ji3Xg4 h5Xg4 14 Dc2-d3 D d7-c8 33 Sfl—h2 g4Xf3f 15 Lb3—c2 c7—c5 34 Sh2Xf2 D c8—g4 f 16 d4Xe5 d6Xe5 35 K g2—hl Dg4Xf3f8> 17 Dd3-d6?s) c3—c4! 36 De2XDf3 8 e5XD 13 18 D d6—c5 S a5—c6 37 aufgegeben! 19 L e3—g58) S 16-d7 *) Weiß läßt sich, offenbar in der Ansicht, daß sein Gegner die Variante S f6Xe2 sehr gut kennt, nicht in dieselbe ein. s) Durch diesen anscheinend starken Zug kommt, wie sich bald zeigt, Weiß in Nachteil. 8) Erzwungen, um der weißen Dame das Rückzugsfeld e3 zu räumen. D a3 wäre schlecht wegen 17—f6, L e3, Le7, b2—b4 mit Verlust 1 Bauern. 4) Um falls Lg3Xf4 den 8 fl die guten Felder e3 und g3 zu nehmen. B) Besser wäre sofort S fl—h 2. 8) Noch stärker wäre Se5Xf3I Alle Zuschriften sind zu richten an die Sehachsektion Hakoah, Caf6 Atlashof, Wien, L, Franz-josers-Kai, Schriftieitung Adolf Gottlieb. 28. Dezember 1921_ Seite 5 Sport. Die Hakoah in Sachsen, Von einem Reiseteilnehmer. Gestern um 2 Uhr nachmittags sun-d die Ha* koahner von ihrer siegreichen Fahrt durah Sachsen in Wien eingelangt. Sie erzählen von der überaus herzlichen Gastfreundschaft -der Mitglieder der jüdischen Sportvereine Bar Kocbba aus Dresden unidl Leipzig. Die Fahrt verlief im ajilgemeinen o'hnei Zwischenfälle, so daß die Balko-ahner voll günstiger] Eindrücke zurückgekehrt sind. Am vergangenen Freitag'abends trat die Reise-' -. gesellschaft, bestehend, aus fünfzehn Spielern un-di elf Schlachtenbummlern, die Fahrt vom Westbahn-. ho.f an. Der erste Teil der Strecke-ist den Wienern! in.angenehmer Erinnerung, da sie bis Pas-sau stehen, mußten. Erst auf deutschem Boden'gelang es finv digen Köpfen, Sitzplätze zu erobern. Am vergär-, genen Samstag um 2 Uhr nachmittag® kamen die Hakoahner in Dresden an und zu ihrer größten, Ueberrasdiung hatte sich v-om gastgebenden,-Verein! ■niemand am Bahnhof eingefunden.- In ihrer Ratlosigkeit wandten sich die Gäste an den ihnen bekannten Sportjournalisten Soholz, der derzeit die' Dresdner Sportrevue redigiert. In uneigennützigster -und aoerikennercsAvertoster Weise widmete-sich Herr Scholz den Hailooahnem und verschaffte ihnen! im Hotel Imperial Quartiere. Am Abend pilgertenl die Wiener ins Klubheim von Guts M-uts, dpeh waren auch dort die Dresdner Herren nicht zu finden; Ziemlich spät trafen einige Vorstandsmitglieder von! > Guts Muts ein, die ihre Unterlassungen damit entschuldigen wollten, daß alle Mitglieder des Weih> naditsfestes halber sich bei ihren Familien au-fhalte-n. Große „Freude -bereitete den Bakoahnem das! Erscheinen der Dresdner Bar Koohibanar, die vonl nun: an den Wienern ständig das Geleite gaben. Bereits um 10 Uhr abends befanden, sich die Hakoahner, zu Bette und sie pflegten der Ruhe bis Sonntag um 9 Uhr früh. Der Vormittag wurde dazu benützt, um die Stadt zu besichtigen, und um 2 Uhr nachmittags! wurde die Fahrt auf den Sportplatz amgetrefen. Das Spielfeld wies nicht nur keine Grasnarbe auf, sondern! es war a-uch ausschließlich mit weichem Sandboden! bedeckt. Da der Platz überdies ganz außergewöhnlich breit war, konnten sich -die Hakoahner vorerst darauf nicht -zurecht' finden. Die Dresdner waren! sehr siegesgewiß, gilt doch Guts Muts derzeit alsi eine der besten Mannschaften Sachsens. Außerdem, befanden sich die Spieler in guter Form, was die Nominierung -so zahlreicher Vertreter des Vereines in die Dresdner Auswahlmannschaft beweist. Die fünftaut&endköpfige Zuschauer menge, unter . denenj sich zahlreiche einheimische Juden befanden, be-. weitete den Halkoahnem beim Betreten des Spiek feldes einen überaus herzlichen Empfang. Vor der Pauise wurde beiderseits nur mäßige^ Sport geboten. Die Wiener -benötigten lange Zeit* : bis sie sich mit dom ungewohnten Terrain vertraut machten. Demgemäß -konnten sie auch bis zur Pansei nur einen Treffer durch Neufeld enzielen. Nach! Seitenwechsel wurden die Hakoahner zusehends besser, das Zusammenspiel wurde genauer und diö Folge davon wair, daß die Einheimischen ziemlich stark zurüokgedrängt wurden.. Die Dresdner ver-, schuldeten vorerst ein Eigentor, dann brachten! Gans! und Slut-zky den Stand auf 4 :0. Erst knapp vor Spielende konnte Guts Mute den Ehrentreffer, . erzielen. In ganz hervorragender Form, befand sich de.r Ersatztormann Neumamn, der durch seine blitzschnellen Aktionen den größten Beifall bei -den- Zuschauern fand. Nebst ihm hatten Grünfeld und Grünwald -den größten Anteil am schönen Erfolg. Die einheimischen Juden nahmen dien Sieg der Ha>- koalisier mit frenetischem Beifall auf. Nach dem Treffen gab es ein geselliges Zitz» sammensein mit den Bar Koahhanern, das bi:si 12 Uhr nachts dauerte. Die Mitglieder von Guts Muts glänzten wieder durch ihre Abwesenheit. Am Montag um ro Uhr vormittag« fuhren die Hakoahner nach Leipzig, wo sie um 1 Uhr nachmittags a>n.kam-en. Nach einer kurzen Rast kn Hotel wurde die Fahrt auf den Sportplatz an getreten. Z-un größten Ueberrasdiung der Hakoahner - war dieses Spielfeld noch um vieles breiter als‘das in Dresden; Wieder dauerte es ziemlich lange, bis die Hakoahner, zu ihrer vollen Form aufliefen. Den ersten Treffer erzielte Gan.s.1, doch konnten die Einheimischen'noch! vor der Pause den Ausgleich erringen. Nach .Seitenwechsel führten die Wiener ein Spiel vor, das - mau nach Aussagen einheimischer Wettsspielbesucher;, schon lange nicht mehr in Leipzig - gesehen' hatte. Ganal erzielte zwei weitere Tore u-nd sicherte so; der Hakoah den Sieg. Die; Ueberlegenheit der Wiener nach -der Pau-se kommt im' Resultat' -nicht: genügend zum Ausdruck, da -der tiefe u-nd äußerst rutschige Boden das Erzielen von Toren fast unmöglich machte. - - , ' : Ditz Leipziger spielten 'bedeutend besser ate die Dresdner. ' Vor allem glänzten die von Wien! her noch bekannten Spieler Wuttkc (Läufer) uind Vikurrt (linker Fliigelstürmer). Der Held des Tages war der Hakoah-Mittelstürmer Gatnisi, desr mio!It -ntur sämtliche Tore schoß, sondern auch; die beste Leistung - im Felde bat. Ihm reihten sich’ G-rümvald, Gtrünfrld, Pol-Iatk, Mol-ncr und Steuer würdig an. Die Leipziger Fortuna, die sich als ü-betrauis gastfreundlich erwies, war vcl-1 des Lobes1 über d-ie Leistungen ihrer Gegner. Unter den 4-000 Zuschauerin befandon dbh zahlreiche' Juden, die

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