Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 1044 (25.12.1921)
- Date
- 1921-12-25
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 1044 Wien,. Sonntag WIENER MORGENZEITÜNG 25. Dezember 1921 Seite 7 UM , / Rede i;st, kamen an jedem Ch-anukahabend io der Wohnung der Muhme Schwarz zu-sajimme-n. Myhme Schwarz war selbst eine recht goh-cimnisvio-lle Figuir der J.udengasse. Verschiedene. Legenden bildeten sich um sie, die, wie es im der Gasse hieß, seit MeMchengedsnlkicn ails Agum-ah (van ihrem Mamne verlassene Frau) lebte. Muhme Schwarz bewohnte drei ,Zimmer und eiine Küche and vermietete ihre drei Zimmer an .. bessere Baclmrim, wovon sie ihnen Lebenisiunterhait deckte. . tagsüber außer Haus als Krankenwärteri-ns Hoclizeitskochin beschäftigt, fand sie doch, immer Zeit* ihre vom etwa /zehn Bachumim 'bewohnte Behausung stets .peinlich sauber zu hallten. Die Badburim der Jesdhiwah mammte-n sie wegen ihrer Herzctntsgüte Muhme Sohwairz, während im Ju-demviartet selbst ihr das Prädikat Reb Jossefs Ner tamid, das ewige Licht des R. Jossef,'verliehen wurde. Womit Sie sich diesen Beiin»am«e-n, von dem die jüngere die Jüngeren nicht mehr wußten, ob er ein Spöttnaime »der ein Elb^enpradikait ist, verdient hat, wüßten ituir die Aeltes-tcm der Judertgasse. Denn Muhme Schwarz mit-ihrer tiefen Hatü'be, aus welcher kein eiinizages Kopfhaar (bervorlu-ge-n' durfte, wtar tlnotiz Ihrer frischen Ge»sichtjs»züge eine aüte. Fraiu. Wenn Muhme Schwanz am Abend nach Hause kam,- säß Sie im ihrer Küche bei ihrem Läm-fychen omfd las in Ihrem jüdriseh-deuts-c'h.en Büchern oder horchte mit wahrer Se-ölenfireüide dem Siin-gsatnig deir Bachurim im. den drei Stuben.; die sich für das iiächst'tägige Peivuirm im TokriiiM vorbaroiteten. Oft wurde Muhme Schwarz aiudli des Nachts zu einer Krar.iken geholt. Immer stand sie zor Verfügung. Nur wenn Chäinuikah kam, da wußte jede Jüdin in der Stadt, daß für diese Zeit die Muhme Schwarz liachit au 'haben sei. Und es wurde zutm geläufigem Sprichwort unter dem jüdischem Früh eil; Nur atfi Chartuka.lt soll uns nichts■ ■ piassiererii. *• Am ChamiUikahaibönd taäit Mulhime Schwairz erst in' SHrc eigentlichem Hausfiauentrecihite. Die - * Bcdi/uirim lernten nicht vmd wie eme Fee schwebte Muhme Schwarz von einem Zimmer, ins andere, ihr Gesicht strählte vor'Freude, we-ran sie diese jungen Leute, diese Erhalter des judcmibums, bei ihrem hairtn lOsen Freudensah. Sie seihst -beteiligte .siöh gerne am dem Spiel und mahnte die älteren Baidhunrim und besonders die Söhne reicherer Eiltennajliis dör Umgebung, gewissertnsßsrt die Bourgeoisie ' der Jes-c'lifiwalh, die ebs Tren-de-rlsipiel verschmähtem üirtd j® ftfiich dem Grade ihrer Frömmigkeit dem Kartenspiel od-Sr dorrt Spie'-l mit »K’witJtelrt-«, einer Art 'Kartemörsatz? huldigten., nicht zu leidonisohaftlich beim Spiele au sein-, weil auch Chömmlkah sfehi R'iidl .nähme üind die jüdische Seele Schaden ' m-ehihm konnte. ■ . . Muhme Sdrwatrzseurfzt schwer und wird naichdctnk- _ - ludhu 'Itirtier deirJöchiirhnmacht seine Kollegen-dar- /' iidi« Eincf det Bachuriminaoht Sfeinfe Kollegen darauf'aufmerksam und plötzlich vefSitU-mmt die Lußtig- -“Gkeit, in der Stube ist alles Still, dfen.ivMuhme Schwanz ,. ^öhluehzt. Da w> es feinet der Eueren Bädh'Ukim,;die Muhnife zu bfrjruhigen. üind Sie £u -bitten, etwas j a-üs ihret Vergangenheit zu erzählen; Und er niur- •tfrült die Worte; »Ner tamid dös Reb Jösäfef.« Mhhmfe Sbhwarz erzählt! Hier in dieser JeschlwÄh' gehörte meiti! Reb Jossef su den besten u-nd belebtesten BaChurim. ♦Mein Vater hatte Verständnis für <ia;s große-Wissen des Bschür. Denn er selbst war als Gelehrter ge- SchätZit- und; Obzwar er sein-Leben - küimiierlich ^fristen mußte* auch sehr geachtet. Jossef hatte keine Eltfefn ilüd \vä‘f frSi.Ih dtzr jesdhiwah neidetenihm viele seine größfen Kfennt-m&se und er&amlien gegen - ihm die Fabel, daß er zU'nächtlicher Stunde deutsche Bücher lese und sogar den Roman nicht verschmähe. ‘Mein Vater ließ sich durch diese Verleumdungen; nicht beirtfefi» JöSfcef Wurde mein Mann; Es giaig un-s giaihzgüt, fer beikam von einem Großka-ufhiantG ein wenig Warfe, mit der et ahf - die Jahrmärkte der-tdnlgfebüüg fuhr iin-d soviel Verdiente, daß wir "keinen Mäfigel littefti Die GeSchichtfe. rtiit seinen deutschem ßüeherfl war nicht erlögen.- Josseflas sehr viel,-Wfen.n fek atidh' ebfefiä&Vifel- »lerfite«. Er: wär ein eigenartiger MfentölL We-flii fer rrtii* i-ri die Aüg'ßrt Sah, kamen'i-hrti die Tränfern in die Augen» Früg ich ihn über-den Gruihd dieser merkwürdigen Seelehverfassungv gab et äiisWeichende Antworten uin-d sägte bloß;- iSie ■ häbän-ü-kliit jgelogftn.« _ •*,; Danh kam -das erste Chanuleatfest in unserer ' Eih-fe. Die Bachurim kamen zu uns und es gl‘ii-grWie irilfner lustig her-, Man sprach über die Bedeutung des Festes, über-das Wün-def und däriibör, daß -Gott sein Jüdisches Velk geschaffen habe, uni liiit -ihrti Wü-fi-der »u iibfen, Das jüdische V-ölk selbst sei ein ^ewiges Whhäeij Da plötzlich sprang Jossef voll : seiinfem Sitze auf; seifte Atigfen 1 drangen aus den Höhlen Uh-d fer schrie, Wie wfe-nn er von bösem Geistef-n'besessen wate! »Was Wunder! Gekämpft Ihäbfefi si§! Die Feinde VfertriebC-h haben sie* gfe&törbefi Sind Sie! Ist das ein Wunder? Sie haben did Vferüfiteiriiger des Tempels VertHSbön, ihre eigenen Lfilbef emtgegfengestellt} ist da-S. el-n Wunder? Bä-, chrmtri-, es gibt kein Wunder!«' - Erschöpftsacik Jossef auf seinen Sitz - z-u-rückjdi-e Bachürihi säßen wie geldnilit ürtÄ murmeltfen bloß r »Das sinddie Bücher.« Am letzten Tage Chahukah, als auch däs letzte Lämpchen verglommen war, mußte Jossef fort auf den Markt. Wir sprachen, vom jener Scene nur wenig. So oft ich das Thema berührte, ward fef zor rtig Und sagte: »Die. Bücher! - W»ä s wo Hem 5 iC von den Büchern! Im den Büchern fand ich die Wrthrerhaheme Geschichte-des Glia-miikahfestes. Dort lernte ich erst verstehen., was dieses Ffetzt für uns bedeutet-. Ich werde nicht ruhen, bis ich jene Stätte cesehen Sefefo'nc: &$3^0, li£>9 4xpo'rf nctcfi affen habe, -am welcher sich die Urgeschichte -des Chart ukalh abgespielt hat. Du, mein Weib, glaube nicht öin die Wunder* was i-rtinief'über diöh k-6-mmen mag. Au-s nichts kaUn^nichts .fentstfeheftw jene heldenmütigem. Kämpfer Jüdä; ,lMcd6käbis e-s nicht vrhindert, daß auch dieses kleine Oelkfüglein dem Feinde amiheimfaile, so .hätte kein WuMet de-r Welt d.as vertrocknete ^Crügleia zum Brennen z*u bringem verrn-Öcihit.« Jossfef- Sprach im einer Ekstase, nannte mich zum Zeichen seiner Liebe sein »Ner -tamid«, Seim ewiges Licht* däs dr. immer zu-rückksse, weö-6 fer-ans dem Hause gehe, Er sprach vom Lleb^, .die im Herzen des.Weibes wohfie und Wie ein »Ner tamid« leuchte und das -Feuer 'der Liebe nähre* Er sprach so merkwürdig^ daß er mir leid tat, denn -ich hatte ihm lieb »»* Jossef kam von dieser Marktfahrt nicht ifiohr zurück. Alle Näöhtförschumgfea blifebem vergeblich, Br Wätf auf dem Markte, hatte auch die Kiste auf den Wagen lädLrt lassen, ließ den zUr Heimreiese bereiten Kutscher warten, mit der Versicherung, daß er bloß dis Abendgebet verrichten wolle und’ die Heimreise antrete-rt weide. Vöm da s>n hat itei niemand gesfehfeiii loh bim seihe Agumah. Dife Alten im. der Stadit nen-ne-n .mich ..d.a-s..»Ner tamid des Reb Jössef«.. l6h habe , trtir .ein eigenes Gebet für. ihn zurecslit|;eie-gt. Er ist. nicht töt für mich, und ich Weiß nicht; öb ek unter den .Löbfert-den - Wfeiltt - Vielleicht hät unser Räbbi-iief recht, daß er seinem Dränge folgte ttmd-nach dem Heiligem Lande zog* um seine Zweifel zu beheben über - ans Ghatunkafesti Aber Kinder, grübelt nicht nach, Reb Jossef hatte recht, was er von dem Öetkrüglem und von dem Kampf um- -dasselbe sagte...« . . .. Vom Kefen Kajemeth. 'In den beiden letzten Tagen wurden folgende größere Sammlungen und Spenden an den Jüdischen Nationalfonds abgeführt; Sammlung Dr. Kornfeld K 1 01.0 Ö Ö, J. A. j u r i s t e n v e r e i h K 15.00*0 als Restzahlung für ihren Baustein und K 15.00 0 als Anzahlung . auf einen Garten, ferner eine Sammlung deä Herrn Dr. Rieß ini Betrage von K 2 0.60Ö und viele andere. Wir bitten alle Nätioiiälföndskommissäre, Vertrauensleute und Sammlet nochmals, alle gesammelten Beträge noch diesfe Woche an die Zentrale des Keren Kajemeth abzuführen, um das Kontingent, auf welches bloß zirka K 7 5 0*00 0 fehlen, ergänzen zu können. _ . Die Eröffnung der jüdischen Toynbee- Haile. Sonntag den 18; d; M. fand die feierliche Wiedereröffnung der jÜdisChfeft Toynbee-Halle statt, in der seit dem Jahre 1919 keitie regfehhäßigefi Vöfträge mehr stattgefunden hatten» In seiner Begrüßungsrede gedachte der derzeitige Obmann des Vereins Jüdische Toynbee-Halle, Herr Medizinalrat Dr» J. S a ra ü e 1 y, in Kürze der sfegensYeichen Tätigkeit der Toynbee-Halle in der Vergangenheit und sprach hoffnungsvolle Wünsche für eine gedeihliche Zukunft aus. Unter dSfi, zahlreichen felhgelähgten Öfe|füßuhgsschfeibed hob fer bfeäötidefä däsdes Voiksbildüngsariites hervor, dä§ sein bespnderes Interesse an der Institution mitgeteilt hätte. Im Aufträge der isfäeütischen Kuliusgeineinde «nd des Zionistischen LaUdeskomitees sprach Herr Dr. M a rg u 1 i e s, der die To.Vfibee-Halle namens der Körperschaften, die er vertrat, seinfer wärmste Sympathie versicherte und. Werktätige Förderung in Aussicht stellte. Der Sohn des Heimstifters Heinrich Mendl, Herr Josef Mendl, hatte an seiner stätt Herrn Are h. Schön entsendet, der namens des durch, dringende Inanspruchnahme am Erscheinen Verhinderten versicherte, daß der Sohn getreu den. Intentionen seines Vaters der Toynbee-Halle stets seine Fürsorge und Hilfe auch weiter- . hin angedeihen lassen werde. Nun ergriff, von lebhaftem Beifall begrüßt, der Festredner Herr Universitätsprofessor jerusalein das Wort, um in einstünoiger Rede das Thema „Bildung als sittliche Forderung“ zu behandeln. Der Vortrag, in dem der Gelehrte ausführte, daß Bildung zu erwerben und . ^1 Bildung zu. vermitteln ein eminent sittliches Gebot seiff fesselte die Zuhörerschaft sowohl durch die Tiefe als durch die Klarheit seiner Ausführungen. Mittwoch den 21. d- M. sprach Herr Oberrabbinef Dr. C h a j e s vor dichtgefülltem Saale über das , Buch H io 1). Werseine Diktion und seine Geistigkeit kennt, weiß, daß an seine Darbietungsgabe, keip tob heranreicht'. Heute, Sonntag, findet eine Chanuka-Feier statt, bei der Herr Rabbiner Dr. Bach die Festrede halten wird. Hierauf musikalische Darbietungen mit erlesenem Programm. Kesseltreiben gegen Professor Loren# .. in Amerika. In den New Yorker Blättern wird gegen den Wienei Professor L 0 ,r e n z, der dort gegenwärtig als Chirurg tätig Ist, eine leidenschaftliche Kampagne geführt und die Forderung erhoben, Professor Lorenz die Ausübung der ärztlichen Praxis zu verbieten, da die Patienten darüber Klage führen, daß Professor Lorenz für die Visite 100 Dollar verlange, zahlungsunfähige Kranke dagegen nicht empfangen wolle. Der Spitalsleiter Dr. Frauens* t h a 1 hat hierauf erklärt, daß Dr. Lorenz aile Honorare dem „ReliefCommitteeof Austria“ abführe, was auch vom Schatzmeister des oberwähnten Komitees Anton Wahl bestätigt wurde. Dieser erklärte jedoch} daß er und Professor Lorenz der Meinung waren, die Patienten hätten freiwillige Spenden gegeben und sie hätten nicht gewußt, daß die Patienten von Lorenz’ Assir stenteu zur Zahlung von 100 Dollar gezwungen worden wären. ' Viele Aefzte forderten auch zum Boykott des Professors Lorenz auf, J,idem sie darauf hinwiesen, daß Amerika ebenso gute Chirurgen, wie Professor Lorenz besitze; Besonders scharf sind gegen Lorenz die Chicagoef Aerzte aufgetreten. Professor Lorenz war bereits . entschlossen, angesichts dieser Zwischenfälle New York zu verlassen. Erst über Intervention bedeutender New Yorker Chirurgen sei es gelungen, ihn hievon abzuhalten. Der neue englische Gesandte in Wien« .... Gestern ist der neuernannte englische Gesandte in Wien Mr., Ar ers-Donglas hier eingetroffen und hat die Leitung der Geschäfte übernommen. Der bisherige Gesandte L i 11 d 1 e y ist mit seiner Familie nach Rom abgereist und begibt sich von dort auf seinen neuen Posten nach Athen. „ * Das Neueste ist».» Das Netteste ist tiä-mlliidi, <d!ai? tnan on-dlic-h das Mittel erfunden hat, den Wienern das! -Zeitanglesen Lbzugewöhnsrt» Man -arbeitet ja schon seit langem a-n der verdienstvollen Erfindung, lia-t uns erst; -duiröli ..Geischtm-aeklosigkeit, dann ‘ dhimcli Langeweile* sch'Hreßlidh' Ötoöh ' Ges©bmiia'ckld'Sjg?keiit üüi-d Lärtige^ weile die Sache öiu-sibteibe!«'\Vo8'ten. AIS mam 9a'h, ' d-aß;- -cla-s alles nichts half, im Gegeniteil sogar Zett-umgeh er-i staiidfe-n, die bei d-en Ehtwö'hn-migskiii'en. .nicht, iilifchalten -wolKtem, kam man auf den Ein fall, das Paipieiq im Preise so hoch hii!riiä;uf®it-sc'htra'Ulb©n, dlaß ei« Z-eitumigs^ bezug niu-r mehr KfifegegeWimai-emt möglich sein wind. Die maßgebenden Persönlichtkei/t-aa lächeln uand finden -die Sache emitzückeftÖ. Wen könnue eine 'hochlö'hlichej Regife-rU'ng äueli inniger liebötl äd§ ei-heil Staatsbürger, der ikein-e ZÄ-tu-üg liest. Der Mjn-ilsftfer hat n» National •ra<t eiitiem U-msln-n geschwatzt — es hi-eiibt im engisteif Familientkrei-se. F-romme Christen hmb-en den Tag des Herrn -dazu benützt, ei-n paan* Juden die Kopie blui'tigzuw schlagen — e»s gibt keim Aufhebens, keiirten Verdruß,■ kein-e mmnützen leeren Vemspire-ohmigen allem Bransd hinmn-z uh alten wissen <. Ödet der Herr Pim-pfe-lihuber, Pambeigröße erstem Ranges, ist vom der Frau Julstitiai davon überzeugt worden* daß EitiiibfütiHsdielsSitä'h'le kdtti umbedlimgt h-airmloses M-itt&l «si/hd, dem Wohlstand seiiuefl* Familie zu Heben “ Weh gehit’ls WiaS ah? Alse -bringt-die EimisteH'umg des Zei!tuingswesenfs mir Vorteile utnd es ist' ri-ur die beka-runte Halssttarrigkeiit des Pulblikuinis, daß -nicht eimsehfen 211 WoRtziL Nätürhäh wird es'im An-famg ei-n bißchen schwer gähötu Sichehli-ch werden erst Versuche gemacht werden> Lammelafbonmem-emts; Bezug ausländischer - Zeltungemj damit mam do-dh im Mai erfährt, was im Febru'är ’ih Wien gesöHehört ist, ühd a-HG- 1-iche Verzweiflumgstaten. Aber der Memsöh gevvöhmt' sich am alles, übeär'hdu-pt, wenm er fein Wiener i-st. U-hkJ m-aiii muß sich nur vorsteHen-, welche Zeite-rSpamwiis das bedeutet, wenn mam sicht .das lästige Zeitunglesen mit der Besprechung der Ereignisse, dem Naehdemk-em uintdl allen weiterem Ueberflüssigkeiieri ähgewölifrit-, um -dto» Segen zu ermessen, der aus der Maßregel des Pajpier- •kotmz-ems erfließeti kämm. Vielleicht hören die Mcmsöhetn -dann übc-rhäiupt mit -dem Lfesfem aalf. Die Welt oiwio Zeitung umd Buch — kanai’s etwas Schöneres geben? ' - Kater Muhr; * Begräbnisse hm heutigen Tagg. Alter Fried» hof: 8 Uhr 30 Min. Kraus Wilhelmihfe, iö Uhr Deutsch Netii, 11 Uhr Broch Betti, 12 Uhr P opper-Lynkeus Josef..,— Neuer Friedhof: 8 Uhr 4p Min. S ü ß m a u n Bäfücli, 9 Uhr Ro stau Schatz Abraham, 9 Uhr 20 Mlii. S p! e 1 lh a n rt' Minai 9 Uhr 40 Min; Z w i r ii Moses, 10 Uhr Stampfer Henriette, 10 Uhf“ 20 Mlii. K p r n h ä u & fer Regine,; 10 Uhr 20 Min.., N e u m a,n n Brüa> 10 Ub? 40 Min. Guttmann Simon, 11 Uhr L ö \v,y Charlotte, 11 Uhr 2) Min. H e r m a n fi Sieghiünd, ll Ülir 40 Min. B a r a c li Diana; * Eingefrorene HocHseescliilfe. Aus B 11 k äi-e s t wird gemeldet: Düf-ch den pldtziichen Käitefeinbruch sind in der Dohäumtindung in Bräilä üiid Gälatz 66 Hochseeschiffe eingefroren. Es werden große Anstrengungen gfe- - macht, um das Eis zu brechen. " ■"Heute kein Verkauf;-Das Gremium der Wiener Kaufmannschaft teilt mit, daß de* 25. Dezember geinäß Kollektivvertrag für alle protokollierten Firmen nüt Ausnahme des LebeiiSniittelliandels als Ruhetag gilt. . .* Die Altc-rstfostwofehe. Dis bisherige Sählniluiig beträgt gegfenwärt'g relin Millionen Krönfen. Flif die Alterstrostwcche sind Sammlungen in Tlieäterh, Kortzörtsöleiv Kinos, Kaffeehäusern Und Vergnügungsetablissements vorgesehen. * Die mexikanische Gesandtsefiaft bezeichnet das Gerücht von der Begründung einer Sowjetrepublik im Staate Puebla ais grundlos..