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Wiener Morgenzeitung · 1921-12-24 · Heft 1043 (24.12.1921) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 1043 (24.12.1921)
Date
1921-12-24
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite 0 YiTIen, Samstag Port. Der neue liakcak-Sportplatz.. Das Werk, das jüdische Großzügigkeit begonnen bat? schreitet rüstig vorwärts. Trotz der größten Schwierigkeiten, die ausschließlich finanzieller - Natur' waren, ist ein Teil der Anlage bereits ferüggestellt Das Fußballfeld mit der tadellosen Rasenfläche ist vollendet und auch die Laufbahn, die an den Kurven überhöht ist, bedarf nur mehr des Schlackentjodeiis. Die ansteigenden Zuschauerräume, die 32.000 Besucher fassen, sind fertiggestellt und das Gerüst der Tribüne läßt bereits den stolzen Bau erkennen. Auf der Steilplatzseite ist die trennende Barriere errichtet und die vorgelagerten Sitzplätze sind anfgestellt Derzeit wird . an den Büfetts gearbeitet. Mit Beginn der Frühjahrs--' saison soll die Sportanlage der Benützung übergeben werden. Der Bau des kleinen Platzes wird im März 1922 in Angriff genommen. Der Streit im FuBbaUverb^ftd» Wie wir bereits berichteten, sind der § c!ru t zverband und der V. A. S. noch zu keiner Einigung gekommen. Alle Anzeichen deuteten noch kürzlich darauf hin, daß die beiden Machtgruppen sich verständigen werden. Der Schutzverband stimmte nämlich der Forderung des V. A. §., die j. Klasse jn zwei Gruppen zu je neu i Verebten zu teilen, zu. Mp sind aber den Vertretern des Schutzverbandes Bedenken erwachsen; sie fürchten nämlich, daß?n Kürze die beiden Gruppen mehr Vereine enthalten werden, als derzeit vorgesehen sind. Sie verlangen, nun für mehrere Jahre Garantien, daß die Zahl 9 in jeder Gruppe nicht überschritten werde, Der V. A. 8, hat sich bisher zu dieser Forderung noch nicht offiziell geäußert. •T——■ -.--- -7 j; WIEN. I. BEZIRK SCHOTT^NRING NR. 2t Filiale: KARLSBAD N?t Einlaseu in lanferidpf Rechnung, Urgssshüstl!yh.s Transaktionen aller mm s•.yp-t.-ctp/SK vmmmärnmaam gcdanilce -und effe -einschlägige Gsset-zgebiu/pg (bat 1 damit Mir eitlen ■Z'U'.s'fcanid rezipiert, v/elojissr ‘Soliioa vordem geläufig ' -uinid gabfäu<chlkh WÄC. braucht mir, w.ep»p vo-p Betejligitngein pm Jüß'kälbrJ'men, Eklkitrizitäte wemken, Gasanstalten, Wasserleitungen und dergleichen, soweit sie nicht im aitiHschließliciheii' Gemeindebetrieb stehpn, abgesehen wird, daran zit* erinnern, daß beispielsweise die Gemeinde Wien dort Dzieditzar Mante-miwerken,, die jetzt?Sife sia« heißen,, der Von will ersohen Datnrpfmijblß diurdh Aküenerwarb beigetreten ist, um auf Eirzeuigtimg und Betrieb, des Produkts einen Einfluß zu gewinnen, mit einem Worte, sozialpotlitisch ■ei-nzuwirken-. Neuesteos bber, orrd zwar uoteir der Herrschaft desgeltendem neuen Scizialisierumigsgqsctzeis, umd war aMem unter AniWöndiunig des Gesetzes über die gerncinwirtschaftlich-en Anistohen vom 2g. Juvli 191g, tneftmen diese Beteiiligitungeu -einen Anderen, recht über,naschendem Ankauf und Charakter am. Die Gemeinde als öffentliche Ver- bandsköppen&chajft tut-es"der Steaiteverwaltij.ng um die Wette m.ach; sie -fordert, gestützrt aruf die «ruinöse Bestiniimmmg des § 37 jenes Gesetzes, nieihrt so sehr »bei Nemgrüinduatgen, alis bei Umgiründminigen mittels Kapitalsvotmehnungon, einen Teil der neuen (jungen) Aktion zujn Selbsterwerb am, beziehungsweise läßt sie sollche Aktien durch die* Staats ver- HäusSer, der tüchtige Stürmer der Hakpafi, wurde be- ,j kanntlich bis 20. Februar 1922 disqualifiziert. Er erhielt.! aber vom Niederösterreichischen Fußbailvtrband . für die - Spiele in Deutschland und in der Schweiz Spielerlaubnis. ' Kreisturnrat, Heute Samstag, 5 Uhr, Sitzung des Kreisturnrates im Saale des Ersten Wiener jüdischen Turnvereines, DL, Lieclitenstemstraße 20. Sämtliche Vereins-! Vertreter haben bestimmt zu erscheinen.- J. S. C. Achim. Montag den 26. d. M„ 7 Uhr, in | Waschak’s Bierhai le, II., Lassaüestraße- ^4 (ehemals Krönj prinz-Rudoifstraßg), ordentliche Generalversammlung, Sportsektion Zeirel Misrachi, II-, Praterstraße 43, Tiir 11. Sonntag, 7 Uhr abends, Mitgliederversammlung. Hecfcawer. Heute Spielerversammlung und Aufstellung für die sonntägigen Spiele gegen Red Star auf deren Platz. Die Versammlung beginnt präzise 8 Uhr und ■wollen alle Spieler auch pünktlichst und bestimmtest erscheinen, nachdem bei der Aufstellung unser Sekt‘on$leiter nur die anwesenden Spieler berücksichtigen kann. Die Spiele finden um VSH, respektive Val Uhr statt. Der dips- \vö:hige GeseUschaftsabend entfällt. Mitgliederaufnahme für die Fu&baHsektion nur Samstag abends im Klubheim. Sportklub Mariah. Heute Vollversammlung. Tagesordnung.- Anschluß an den Jüdischen Sporiverband und Mannschaftsaufstellung. Waschaks Bierhalle, 11., Lasallestraße 34. Sonntag um 9 Uhr früh Training aller Mann-? schäften am Athen-Platz. Bar Kochba. Heute, Sonntag, Vs7 Uhr, Fortsetzung der Vollversammlung. Mitglieder, die trotz schriftlicher Verständigung unentschuldigt fernbleiben, werden vom Verein ausgeschlossen. Ari. Heute, Samstag, 6 Uhr, Mitgliederversammlung und Mannschaftsaufstellung im Qaf6 Postsparkassa. Morgen, Sonntag, Wettspiele mit zwei Mannschaften. Um 5 Uhr findet eine Ausschuögitzung statt. 4 Uhr Schachmeisterschaften. J. A. £. Heute, Samstag, Va7 Uhr, Spielervcrsammlppg 5m Cafe Austria, XIV., SschahauseralraSe 22. Wichtige Tagesordnung. Hazair. Heute, Samstag, 7 Uhf, Spielerversammiung und Mannschaftsaufstellung im Canj jnöustriepalagt, H Domlnikanorbaatei 22. Pie außerordentliche Generalversammlung findet am Samstag den 31. d. M. statt, Hasmonea. Morgen, Sonntag, 9 Ufir vormittags, Wettspiel der Reserve gegen die Beamtenmann schaft, —» Dip Bearntimmauuschaft sucht Gegner fi}r alle Termine, Gmanuel Fiscus, 11., Ybbsstraßs 3, Tür 28, | Gestempelte Krone —.11 Centimes. Auszahlung Wien - -*.20 Centimen. ln Zürich notierte: die österreichische Krone die österr. gest. Krone . die tschechische Krone, die Mark ...... Agram . ..... . Bukarest ...... Budapest ...... Warschau.. —,29 (—,19 am 22. Dezember) —.11 (—.10 am 22. Dezember) 7.10 ( 7,20 am 22, Dezember) 2,70 ( 2.87 am 2Z. Dezember) 1,93 ( Z.— am 22. Dezember) —(—.— am 22. Dezember) —.82 (—.89 am 22. Dezember) —.18 (—43 am 22, Dezember) Die Gemeinde als Aktionär. Von Dr, Heinrich Schreiber. Dairain, daß eime Owneinde sie'.:;m;ch a.:i pirivatka-pilalistisriion Assc:;'ir.i:icni.en beteilige, iteshc.sondcre an .solch«’.!! \Vin?-schaftsibetiricban, die i'bren eigenen Aufgaben und Zwecken clieinem, ist gewiß nachts aiv-z|iuste,,en. Der So-zih 1 i--iertwtrs* waltutng für sich-atnweiten urrleT Ausmätoumg jenes I Votrtbezug&redht^s uinid Vctnziuigsipreiises, der den Gej bietskörjperschaftem füx ihre normale BetteiHgung daselbst z-uges.pixiich'ein ist, piese Nerm paßt dort, wo die Staaitsn^erwaiD ■timg als Teilhaber in Fraige feomunit, jn jein-es Gesetz nicht hinein; sie m-ailitit atti die Faustt, die aufs . Auge gesetzt wird; dentn Stiruktur und Wesest des : Gesetzes über die gem^inwirt’siohafftlichen Anstalten : setzen für eine solche -Beteiligiumg doch wohl die Enrkh'l'uu.g wtd Umbildung eiyer gemein wi rb s c h a f t i i c h e p A.U s t a 11 uciraus, die eben den Zweck bat, dem: genietfiwirtscriaftlkhen Aufgaben jener Gebieti&körpefrsehaft zu dienen, die eine werktätige Mitarbeit am Betriebe in ihrem mniniiDelr bairen Inte ress eplb op,e ich gelegen erachtet. Gilt dies sgilibst für denn Staat, s:o hat dies für den luinitergeoirdnetcn. Verfbamd, wie es ein Land qdlgr eine Gemitnde ist. mur ,nedh höhere jRiahf'ig'keit. Allein es hat dies'den Staat cÄ-cht angefbehten, dein vc-i> »chwöm-menen uindemtlkhep Text der Gesetzes? bestirnrnruintg für sidv aufszpnüit'zen, wip es Fall der Alpinen und anderer Aktierirequisitionan gezedgt hat, upd es ficht dies neuestens auich clic Gemeinde •Wien nicht an, wie es die Fähe bei Brown-Bcivori (Elelktrizii'tätsfabrik), Hof harr u, Sehrainitz (lamdwiutschaftj-iche Masdünen) uuid atndere lehren*, die Uoberlassung eines Teiles der Neuemission zu Bestbedl/ngunigen amzii.-fprechen, wozu die Staiatsregierung, die hiezu allein zuständig ist, willfä’irig die Hamdh'äbe bietet, Freilich wird dies auf die Dauer den InitepessenvetTtretuffigen zu bunt, sie be» gi-nirjipn, sich dessen zy erwehren?, freilich etwas Sfpat; denn die Kufi ist auts dem Stall, die Fnaxis des Gesetzes im fdhwange und eine Reraeduir ditnch eine Gesetzesievi'Bioin umd Reform hart 'bei der jetzigen Stlm.'miuag gegen hatpitalistisdhc Assozia-, tionen ihre be* rächt1 i ehern Schwierigkeiten und Widerstande Pas hätte gleich be-i der Gesetzi Wendung eiiWetM.n müssen, was erstaunticherwei-sc | U)ntepbliUl>&n war, Pie Sache ist noch ärger L|s der Fadl der Gratisaktien; denn ihrer Einlieferumig kann die Gesellsidhtaft duneli Bxzahiung sich emtaiehen., abgesohieui davon, daß die Gratisaktie berufen ist, eine staatliche Stenerfordermig zu decken*. Bier aiber bei der Abfarderung von Abtien ruht die Möglichkeit auf Beite des öffontlichen Verbundes; wem er will, muß die Gesellschaft ihre nvugeseha'kfen,en Titel ab tuteten und sich mit jepeir Abfindu-n,Z bescheiden, die sonst mr Jhirom meistrbsgün chigten Teijhaiber zugestandem ist. Es wäre umfni'dhiibair, slclh-, hier in eine Aus-; deutuug de fraglichen Gesetzest-e^tes cltlzuJaasen. Dag Gesetz behandelt, wie erwähnt!, die gemeinj wirtigichaiftkeben AutMaHea und verfolgt solcherart j die Tendenz, bestimmtem U'nteipnehimxi'ngan durch die Anteilnahme d«s Staates oder eines apderem öffeuttilicheii Verbamdos gleich beim Grüirdurnigshergang de*rtCteaikter der Genicvnwirtisqliaft einzmiirjpfen. Demzufolge beiziobt sich auch dor ont* scheidende § 37, der Uöbarschrift dos Kmp-imehs getreu, auf Gesellschaften, die dc-n CharaOcter der Ge-* mein wirtschaff amtraben und um ihm werben. Hier soll dem offene']ichon Verband die Tür zum Beitritt cinigehveit geöffnet werden, Bei Gesellschaftern, die diesem Privi’eg abhoi’d sind, heut dieser Beitritt keinen Halt; will man sie aber dadmröh dazu zwingen, d?.au »di’^vunt cs mir nach dem Wortlaut des Gesetzes, dvß solches n-ur im Zuge der ursprüngHohon Nougründumg zulässig ist. nicht'aiber hinterdrein bei einer uaichlrägli-hcn Kapitnls'vc.i*- mchninc- Mil aaideren Worten, das Gesetz will das 24.T)ezefnber 1924 Nr.TÖT3 Voniböziehrecbt für Ksipit/ails Vermehrungen utui^ do.nt vOTibeil:alten, wo das Bezugarecht gtleidh beides Ncugründiumg geltend gemacht worden WLs. Es ka.run sll|sip o >h* m e Z u t u n d e r G e s e 11 *s c h a f t die Qualität der G&meiinwint'schaft iilur nur daun aufgepiOQipft . werdet1» wofiu sie damit inis Leben tiret-en sdtlj nichtaber nachträglich, wenn sich der löffejiitiiche Verband uitn ihre Entstehung’ nfdhit bekümnzHnt, gu ihr tiininitciresisieirt vopbeigegaxiigenist. Aupfoda« Sozialisierumgsges-etz über gememwiirtschaftliche Anstalten wajikt mdliit zuirück; geschehene - Diinge kämm auch dieses nicht ändern. , Wird dieser G^darJkenigäcig fcsitgchailteiri:, feTm 'köninte ßieh die mit -Redht momejst« Ungereimitheit udeht WeigiNVN., daß däe Gemeinde Aictivn-beteili- MltiZM solchen. Winlscha-ftKbKtriÄbW eii'uält, Iftvtzn Ziele und Imteiressea ihr völlig %env4 sind, bei dmen der Aktion-orwepb ebnan nein fwmpziell- S.pe3cwliatjypr? Anisifiiddh ail-so waghailisig. ist, kfiig unmittelbares öf f e-ri-t l ich-wi rUsch af ti ich es Interesse behütet.*). Deir So-zivaijisieruing&g^claaike |st bei aßer Kbiuk, die eir verdiemt, doch ein zu ernistli-öhes- Problem, -als daß er durch scjclie groteske Aus wir bringen diskreditiert wordca dürfte, bß| dssttzü si-eih, der öffentliche Verband M unge? betenor weil übsnklusÄg«r Gast m Tische ßetizt, ija 'ÄljK'.Wfen gu-eikt und Luisit hat., sich sin, Jhareu G^ricihtön ziu wohlfeilen Preiscu gütilich zu tun, So ist der G e'meiuqwirtschafsgedauke nicht gsmmnt. •Denrnsein Weg ist nicht der Z wa n.g, nicht dis E^piricjpriatiiou, die zurück ge wie-son wuirde, sonde nrji die wob 1 vensit ainide.no I n t e r e s s e u g e m e i W? ■* sclhaft, die den Zuisammenis-cluluß objektiv befiehlt und ihn wem vorn herein gosucflt unud betreten halt. Amerikanische Kredite für Oesterreich. (Aeußerungen des AmerikanePS Mr. R jr -a n über die wirt» scfiaftlichen Beziehungen zwischen Nordamerika und Oesterreich.) Die „Parlamentskörrespondenz'- berichtet: Wie bereits gemeldet, war der Vertreter, des Amerikaners Thomas F. R y a n für Europa, Mr, D ans e y, kürzlich ln Oester-? reich und ia Wien, um fleh über die wirtschaftliche Lage in Oesterreich zu informieren und sodann Mr. Ryan, der als großzügiger amerikanischer Industrieller der drittreichste Mann Amerikas und somit der Welt ist, Bericht zu . er? statten. Der Vertreter, Mr. Ryans hat in Oesterreich mit den Kreisen der Regierung und einer Reihe von Industrien Fühlung genommen, um die wirtschaftlichen Wünsche und Beschwerden dieser Kreise kemfen zu lernen. Da es sich ln diesem Falle um die Gewährung vpt| amerikanischen Krediten an Oesterreich handelt, kann die Bedeutung dieses Besuches des Beaüf? tragten Mr. Eyans nicht hoch genug eingeschätzt werden» Ryan verwendet einen großen Teil seines Oeldes für d|s praktische' Verwertung großer yolkswirtschaftiieher' Ideen, und aus diesem Grunde ist es besonders zu begrüßen, daß, sich dieser praktische Geschäftsmann und dabei gediegene, scharfblickende Volkswift für die österreichischen Verhältnisse interessiert. Mr.-Ryan hat sich in Amerika uud In den englischen Ländern, seine hervorragende gesell? schaftliche und wirtschaftliche Stellung dadurch erworben, daß es ihm bei geinetn größten Unternehmen gelungen ist, Interessengemeinschaften zwischen gleichartigen Industrien tierzustellen, sq die Betriebsspesen zu vermindern und diese Industrien von einer Stelle aus mit Rohmaterialien zu versorgen. Mr. Ryan und seiner Finanzgruppe erscheint die, Theorie der österreichischen Industrie, die in der Ent-» Wertung der heimischen Valuta einen Vorteil erblickt; völlig .falsch, Air; Ryan Ist der Anschauung, daß es unverständlich sei, daß irgendjemand, der dauernd in einem Lande arbeiten wolle, irgendein Argument zugunsten einer Valutaentwertung finden könne! Am häufigsten wirddie Exportindustrie alsBeispiel angeführt. Die Export-. Industrie hat aber nur einen Vorteil, die Möglichkeit des billigeren Verkaufs ins Ausland. Dieser Vorteil wird aber 5 hwer beeinträchtigt durch den viel teureren Einkauf von Rohmaterialien und die schwierigeren Kreditmöglichkeiten im Ausland. Ferner sind das Fundamept und die Rückversicherung jedes Erwerbszweiges der heimische Markt. Die gesamte Volkswirtschaft Oesterreichs wird aber verelendet durch die Vaiutaentwertung, die eine allgemeine Entwertung des Nationalvermögens und eine Unverhältnis? mäßige Steigerung der Auslandaeinkaufspreise bringt. Würden wir sogar die Banknotenzunahme ohne Rücksicht auf die Entschuldung Oesterreichs einfach 1 .* IQ0 nehmen, so steht dem eine Verteuerung von 1 :1000 heute gegenüber. Bezüglich der bisherigen Geschäftsbeziehungen zwischen amerikanischen Unternehmungen und Oesterreich liegt unter anderen der interessante Fall vor; Die Gua? ranty Trust Co. in New York hatte als erstes amerikanisches Unternehmen sich in Oesterreich bei einem der ersten österreichischen Bankinstitute beteiligt und hat da* durch derzeit einen Kursverlust von 23 Dreißigsteln des investierten Kapitals in Dollars zu verzeichnen. Diese Erfahrung hatte die natürliche Folge, daß ein weiterer Zuzug von amerikanischem Kapital nach Oesterreich ausgeblieben ist. . Das ausländische ,Kapital, sagt Mr. Ryan, wird auch nicht interresslert, in einem Lande mit niederer stabilisierter Valuta einzugreifen, sondern in einem Lande, dessen Währung langsam, aber ständig steigt. Die fremden Kapitalisten wollen Dollar und Pfunde Anlegen, nicht Kronen, aber sie wollen es auch nicht erleben, daß ihr Kapital durch solche GescUäftssanktioncn sich vermindert, statt sich zu vermehren. Mi. Ryan gal: schließlich der Erwartung Ausdruck, Oesterreich und seinen industriellen Kreisen amerikanische Kredite in größerem Ausmaße zur Verfügung steilen zu können. *) Vemg'tcfc'hc clic Rede des Gemeiimkv.ütes l1 o 11 -a;fc* Pa rn au bei der uies'bezüdiichcii Deiba-ts»-

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