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Wiener Morgenzeitung · 1921-12-22 · Heft 1041 (22.12.1921) · p. Seite 8

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 1041 (22.12.1921)
Date
1921-12-22
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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Wien/Ponnersfag; 'WIENER MMWMLNVNS 22.ß*zenAer WA (Mr. Außer diesen Fällen dürfen Mitglieder der Devisenxentrate ausländische Zahlungsmittel an NichtmttgKeder mir abgeben, wenn der Käufer eine schrifüicbe Bewilligung der Devisenzentrale vorweist, in der ihm der Erwerb solcher Zahlungsmittel gestattet wird. Für den Börsenverkehr bleiben vorläufig die bisherigen Bestimmungen mit der Einschränkung in Geltung, daß auch an der Börse der Verkauf ausländischer Zahlungsmittel nur au Mitglieder der Devisenzentrale erfolgen darf. Valutakurse. Starke Rückgang«. Irrfolge des Gesetzes über die Anmeldung der fremden Zahlungsmittel machte sich im gestrigen Verkehr eine entschiedene Abschwächung geltend, ohne daß es jedoch zu stärkerem Angebot kam. Wesentlich in Mitleidenschaft gezogen wurden Dollarnoten, die von. 6435 auf 5800 fielen, ferner ermäßigten sich englische Pfund von >26.400 auf 24.200. Nachstehend die offiziellen Schluß- Wrse". Veröffentlichung der Deviseuzentrate vom 21. Dezember 1021. Devisen (Schecks und Aus- 2ins_ Zahlungen) faß Arast erdam f. 100 doll. Gulden , 41 Agram 100 ju£C. Kronen .... 5 Belgr ad 100 Dinar.ß Berlin 100 deutsche Reich stnark . 5 Brüssel 100 belgische Francs . . 5 Budapest 100 ungarische Kronen. 6 Bukarest 100 Lei ...... Chrte,tiania 100 norweg. Krotjor . 5l/s Kopenhagen 100 dänische Kronor 6 Londo n 1 Piund Sterling ... 5 .Madrid 100 Pesetas. . .... 6 Mailand 100 Lire ..»»»• *.5 fc4evr York 1 Dollar. . . , . . 6 Paris;100 Francs.5% Prag 500 tschecho-slow. Kronen . 5V» Sofia i\70 Lewa.&/3 Stockholm 100schwedische Kronoi 51/, Warschr ui 100 polnische Mark . . 6 Zürich;iö0 schweizerische Francs 4 Noten Amerika! t. Noten v. 5 Dollar aufw. H „ kleinere , . » Belgisches Noten 100 Francs . , Bulgarische Noten zu 1000 Leva . * , , 100 . . * , kleinere. . . Dänische Noten ICO Kroner . . Deutsche Noten zu 1000 Mark. . „ » ,100 , . . * » kleinere..... Engl. Noten von 5 Livrest. aufvr. , » kleinere. Französische Noten 100 Francs . holländische Noten 100 Gulden . italienische Noten v. 100 Lire aufw. „ » kleinere . . . Ttfeosl, Noten tragest, zu lOOODinar „ ICO , » » kleinere . . Norwegische Noten 100 Kroner . Polnische Noten v. 500 Maile auf w. * . kleinere .... Ramänteche Noten zu 1000u. 500Lei „ „' kleinere . . . Rtiss. Note« (Roman.) zu 500 Ruh ei , , , * , 100 , „ . kleinere . . Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs Spanische Noten 100 Pesetas . . Tscheche-slovr. Not. v. 1000 auhv. „ kleinere . . Ungar. Noten (neue Em.) zulOOO Kr. . „ zu 10.000 Kr. , . . , , kleinere . » -» »-» Geld Ware 6 — Kurs v. 19. Dez. Geld Ware 213.450 20.550 232.950 233,050 2173.— 2177.— 2373.- 2377.- 8590 8710 9450.- 9470.- 3497.— 3503.- 3447.- 3453.— 44.980 45.020 48.480 48.520 938.50 941.50 956.- - 959.- 90375 M .025 99.875 99.925 120.975 121.025 124.475, 124.525 24.690 24.710 26.890 26.910 86,460 86*540 85.960 96.040 26.490 26.510 28.890 28.910 5878.— 5882.- 6523.- 6527.- 46.480 46.520 50.980 51.020 7997.— 8003.— 7947.- 7953.— 4095.— 4105.— 4495.7- 4505.— 144.470 144.530 157.970 ‘ 158.030 204.— 206.— 204.50 205.50 1144525 114^75 126,175 126.225 5m- 5802.- 6433.L 607.- 44.480 44.520 47^980 48.020 3805.— 3905.— 4470.— 4480.- I48L75 U94325 1^475 122.525 3497.— 3503.- 3457.— 3463.— 34.1Ö0 24.210 26Ä» 26.410 24.160 24.130 46.380 46.420 50.480 5Ü520 210.950 211.050 2W.95» 231.050 25.890 25.910 28.290 28.310 "iSö W) 9400*.— Ö42Ö!- 8610 8630 W?475 S9?55 smm 971925 193.— 201.— 199.— 201.— 4495!— 4M.L 4m- 5®- 141.970 142.030 156JMÖ 156.130 112.975 113.025 124.975 125.025 7S72.— 7978.— 7922.— 7928.- S68.50 97L50 -- —i— —I— —i— — .... t* MS««, 5L.» . Telephon--Nr. 49428 " '■ ri B-fer-s-e^T'a tFSäwJct'i o n-e.n 133 Die Börsengesetznoveite. Die gestern eingelwachte Börsengesetzuovelle entfielt ira wesentlichen folgende Bestimmungen: Die Wahl oder Entsendung jeder einzelnen Person ln die Börseleitung (Börsekammer) bedarf der Genehmigung des Bundesministeriums für Finanzen im Einvernehmen mit dem Bundesminister für Handel und Gewerbe, Industrie und Bauten. Das Gleiche soll auch von der Bestellung des V7. Fojteetecftg. Levy. Von Jean-Richard Bloch. (■Autorisierte Uebersetzung von Augus tä We l dI e r- S t e i n b e r g!) »‘Kürschner?« fragte der Reisende höflich. »Kürschner alle viere. Alle meine Eier im. selben Korb. Und die Alte marschiert wie auf vier Rädern. Da ist L&vy.« Der Reisende blieb mit offenem1 'Münde 'stehen. Mit einem Stoß in ' seine' Seite und einem Augenzwinkern erhöht der russische Jude die Bosheit seines: »'He?«- Auf der Terrasse der Rotunde halten1 politische Herren Reden an braune Filizsäulen von aufgesch'ichleten Untersätzen. »Das republikanische Komitee,« flüstert Dawido witsch. , Allein Levy stürzt wie eine ©ombe’therbdi und fängt die Hand, die Loubatie eben sinken läßt, mit seinen beiden Händen auf. Und der Reisende, schaut in die verschiedenen gefärbten, rotumrättderten!Augen voller Güte, die der kleine 'Fahrradhändler zu ihm erhebt. * , '.rQrüß Gott, Herr Levy.« »Man sah ‘Sie gar nicht mehr. (Weshalb?« amtiportot der andere mit seinem herzergreifenden Lächeln. »Oh, glauben Sic mrc, wenn ich wieder -hier vorbei gekom men wäre ...« »Alsdann kommen Sie und setzen sich! Sie haben cs ja nicht eilig. Es ist' schon so heiß für die 'Jahreszeit.« Valentin Loubatie steckt bald bis zum Hals in wollet WaMkonversation. Einer sitzt auf dem anderen. Die feisten Knie des Vizepräsidenten, der ir ittli.n gs sitzt, verbrennen ihm die Schenkel unter dem schwarzen, abgenutzten Tuch' seiner Hose. Mit Unterbrechungen vertraut ihm Lqvy seine Gesxhäohte an, »Man ßfgfägfäfr d»e. Wc. sjW^M'de Vorsitzenden der Börseleitung und seiner Stellvertreter gelten. Der Kommissär hat insbesondere allen Beratungen der Börseleitung beizuwohnen und Beschlüsse, durch welche er die bestehenden Gesetze oder das Börsestatut verletzt oder wichtige ‘ öffentliche Interessen für gefährdet erachtet, bis zu der von der Börseleitung allenfalls einzuholenden höheren Entscheidung zu ststieren. Die Börseleitung bestimmt mit Genehmigung des Börsekommissärs, welche zur Notierung nicht zugelassenen Wertpapiere im Börsesaale gehandelt werden dürfen. — § 11 erhält den Zusatz, wonach der Finanzminister berechtigt ist, die Leitung der Börse zeitweilig Vertrauensmännern zu übertragen, wenn die gesamte Börseleitung zurücktritt. Als § 17 a ist folgende Bestimmung neu einzuschalten: „Börsebesucher, die sich durch ihr geschäftliches Verhalten an der Börse oder bei Ausübung ihres mit der Börse zusammenhängenden Geschäftsbetriebes Handlungen zuschulden kommen lassen, welche gbgeti die Grundsätze der kaufmännischen Ehre oder von Treue und Glauben im Verkehr verstoße«, sind, unbeschadet ihrer Verantwortlichkeit nach änderen gesetzlichen Bestimmungen, im Disziplinarwege zur Verantwortung' zu ziehen und zu bestrafen.“ Disziplinarstrafen sind: 1. die Rüge, 2. Geldstrafen bis zur Höhe von 500.000 Kronen und 3. die Ausschließung vom Bösenbesuche für eine besimmte Zeit oder fiir immer.. _ Steuerfreies Einkommen 24Ö.ÖÖÖ Kronen. Bekanntlich wurden in der letzthin beschlossenen Personalsteuernovelle, die Steuereinheiten als Bemessungsgrundlage ftir die Einkommensteuer bestimmt, bestimmt, daß 500 Steuereinheiten steuerfrei sind. Gestern stimmte der Hauptausschuß des Nationalrates einer Verordnung des Bundesministeriums für Finanzen zu, mit welcher der Wert der S t e u e r ein h e i t für die Zeit ab 1. Jänner 1922 zunächst mit K 600 festgesetzt wird, so daß das steuerfreie Einkommen K 240.000 pro Jahr betragen wird. Ludwig Basch, Rudolf Bisteghi, Paul Bjehavy, Friedrich Bombach, Adolf Brecher, Eduard Breisach, Samuel BrOlu Paul Friedenstein, Siegfried Grünwaid, Richard Hock* Otto Kantor, Artur Klein, Richard Kola, Leopold Langen Oskar Landauer, Ernst Lemberger, Sigmund Löwy, Ignaza Mehrer, Isidor Modern, Carl Mendl, Ignatz Popper, Sana Rheinhardt, Emil ReHier, Max Simon, Gustav Sobotkatf Deszö Spielberger, Rudolf Spielmann, Samuel SteinhübS Gustav Stiassny, Bruno Thaussig, Markus Thiematml Hugo Tugendhat, Emil Weinberger, Georg Weiß, Robert! Wortmann, Ernst Straßer. — Eine engere Wähl findet! nicht statt. . Die fschecfto-slowakischeu Filialen des Wiener Bankvereins. Aus Prag wird gemeldet: Die Blätter veröffentlichen eine bankamtliche Mitteilung, derzufolge dfej 18 Filialen des Wiener Bankvereins von der Mährischen' Agrar- und Industriebank, der Societö Generäle . da Belgique, der Banqtie Beige und dem Wiener Bankverein! am 1. Jänner 1922 übernommen werden. i ... j Mitteilungen des Creditoren-Vereines von 1879» Das gerichtli che Ausgleichsverfahren würde e i n g el eit e t: Rubin Schia, Kaufmanns Wien, Vf., Mittelgasse 27. Russenzweig Mor, Kaufmanns Kosice. Libal Rudolf, Kaufmann, Sestajovic. Buchbaura Jakobi Kaufmann, Eperjes. Mikunda Arnost, Gastwirt und Holz-! Händler, Solanka bei Roznau. Wiest Marie, KrämerinJ Engelhartszell.. Stadler Johann, Holzhändler, Graz, Rechs bauergasse 22. Fial Wilhelm, Kaufmann und Schneider^ Bäerh. Barak Franz, Tischler und Möbelhändler, Briinni Sigmund Wenzel, Tuchhändler, Brüx. Müller Ernsj^ Installateur, Fischern. Climel Kari) Parfümerie, FuluekJ Kruta Johann, Schuhmacher, Hostomitz a. E. Dulaoskyj Mathilde, M.-Ostrau. Konsum- und Spargenossenschaft hu Planian, reg. Gen. m. b. H., Planian. Barzvar Wenzel^ Bürstenfabrik, Prag VIII. Schwarz Ignaz, Kaufmann, Szeredj a: Waag. Volm Ferdinand, Bergbauunternehmer, Wobor» bei Koznan. Langer M;, Lederfabrik, Zlin und Ungvari Lenart Istvan, Restaurateur, Budapest, Sigmündgasse 96a Fried Jenö, Spezereiwarenhändler, Kisvarda. — D e ts Ko'n k u ts war de verhängt: Viduna & Machaceki Holzverarbeitung, Budweis. Lukas Josef, Automobilgaragei Pilsen. Pfeiffer Heinrich, Sattler, Gablonz a. N. „Montania“3 Eisenindustrieunternehmung Ges. m. b, H., Troppau. Vlatn Alois, ' Handlungsgehilfe, Marienberg. Wehle Eduard! Hausierer, 'Reischdorf. Wernstädter / Bergbaugesellschaft m: b. H., Wernstadt. Oes'terreichisdi - ungarische Bank. Samstag denj 24. d. M. bleiben die Bureaus und Kassen in Wien ge-* schlossen; Bloß für Wechselzahlungen wird ein Schalter von 9 bis. 12 Uhr offengehalten. Schweizer Einfuhrbewilligungen. Aus Bern wird gemeldet: I/n Nationalrat wurde eine Interpellation eingeracht, in der der Bundesrat aufgefordert wird, mit Rücksicht auf die unsicheren Verhältnisse Deutschlands und der deutschen Wirtschaftspolitik gegenüber der Schweiz die gesamte Einfuhr über die deutsche und österreichische Grenze grundsätzlich von einer Bewilligung abhängig zu machen und über die Erteilung dieser gegenseitigen . Einfuhrbewilligungen mit den genannten Staaten sofort Verhandlungen einzuleiten. Die Börseivahlen. Bei den gestrigen Wahlen von Börseräten aus der Effekten-Sektion der Wiener Börse wurden 535, Stimmen abgegeben und als Börseräte mit dreijähriger Funktionsdauer gewählt: I. Aus der Gruppe der Bank- und Kommissionsfirmen die Herren: Eduard Breisach, Paul Friedenstein, Ludwig Grünwald, Richard Hock, Albert Hofmann, Richard Kola, Max Simon, Gustav Sobotka, .Samuel Stein hüb!, Hugo Tagendhat, Johann' Ph. Wancura, Robert Wortmann, Ernst Straßer. 2. Aus, der Gruppe der Händler (Kulissiers), Agenten usw. die Herren: Otto Bunzl, Alexander Landau, Heinrich Meyer sen., Ignaz Glück. 3. Aus der Gruppe der Bank-und Privatangestellten die Herren: Karl Mendl, Moritz Strach. —- Eu Schiedsrichtern wurden nachstehende Herren gewählt T--7-;----- Stadtverwaltung war reaktionär. Bei Ihnen steht doch alles gut? — Danike, gleichfalls. Wir sind nun fünf. ÜD-rei Neue sindseit Ihrem Besuch angenommen. Zwei Knaben und. ein. Mädchen. — Die frühere repu;b 1 ikMÜsche Minorität betrug achtzehn Stimmen. Ä'ber, verstehen: Sie, die .Zeiten haben sichgeändert. Man hofft dieses -Mal das Stadthaus zu erobern. (Ein Lächeln, ein Stillschweigen.) , Sehen Sie, das ist derjenige unserer Kandidaten, der ■unser Bürgermeister sein wird, wenn unsere Liste ■durchgeht. — Man wird, es vor Ablauf Von acht Stunden wistsen. Oh, ein Schlaü'kopf, Sie können es. mir glauben, und sogar ein ehrlicher Mensch. Ja, Ja. (Ein Lächeln.) Guten Tag. Nichts Neues? — Danke. — Adieu, adieu.« Der Reisende blieb versteinert vor dieser Beredsamkeit. Der Mann ist wie ausgewechselt. Allein die rauhe und dumpfe Stimme kann. ihn nicht täuschen. Und das. furchtsame'Lächeln, das das Selbsfabewußtsein seiner Worte leugnet, läßt ebenfalls keine Täuschung zu. Sein Staunen muß auf seinem Gesicht zu> lesen, sein, denn, «zwei Tische weit, von. ihm, -freut sich Dawidowitscih ohne Zurückhaltung. Ein wolliges Gesicht mit glamzlosen Augen an seiner Seite (berührt Loubatie wie eine schon einmal empfundene Sensation. »Ja, denken Sie sich, drei Kleine, das Ist keine geringe Sache. Die Geschäfte gehen, ganz gut. ‘Danke. Sie dürfen mich besuchen» Ich rechnete immer auf Ihren Besuch. Ich habe vor einem Jahre am Ihr Haus geschrieben. Wußten Sie es? — Ich mache jetzt in Motorrädern und Richten Aattomobilreparattrren. Jioh hin. .zufrieden. —. .Wie meinen 'Sie? — Ja, ja, gewiß ist das Kapital zurüdkerstattet und d1^ Inventar amortisiert. Sonst... Erlauben Sie? Man spricht m mir.' —- Ah, ha? ha? — iNlum wohl, mein Freund, Sie müssen ohne Verzögerung dorthin laufen, alle diese Leute tiichtfjg aufrütteln und sic veranlassen, aus ihren Häusern hcrau'szukommen. Erwarten Sie, daß man Urnen die Urne ins Haa*s lVUM? — H.e*. ekim^W. :DstA 'iSfehtnefli, Sie Wiener Börse. , Ungünstigen Einfluß auf die Tendenz der gestrigen Börse .übte neben den Steuermaßnahmen auch die anhaltende Geldknappheit. Die Spekulation verhielt sich äußerst reserviert, da die Nähe der Feiertage hemmend! auf das Geschäft wirkte. Der Verkehr vollzog sich schleppend und bis auf ganz geringe Ausnahmen traten sowohl in der Kulisse als auch im Schranken tiefere Kurse in Erscheinung. So wurden gegen den letztgeineldeteir Stand Staatsbahn um K 2700, die Genußscheine derselben: um K. 1900, Lombarden um K 1350, Alpine um K 1810,; Rima-um K 2750, Krupp um K 1900, Skoda um K 1990^ Salgoi um K4500 und Ruston um K1000. billiger abgegeben. Lediglich. Angiobank-Aktien erfreuten sich gesteigerter! Nachfrage und gewannen K 4000, da. gerüchtweise yer-', lautete,' daß die Sitzverlegung zum Abschlüsse gelangt.-sein soll." Im' Schranken*Verloren Adria K 4000, Dampfschiff K 3800,. Nordbahn K 19X100, Navigazione K 5000, Wiener^ berger'Ziegel K 3400, Chlotilde K 5950, Berg- und Hüttea- K 10.000, Felten L Guilleaume K 7000, ung. allg. Kohlen K 12.000, Karpathen Petroleum K. 8000,Sphodnica K 4000^ Cosmanos und österr. Eisenbahn-Verkehr.. je K 5000, und Türkenlose K 4500. Bloß Brüxer Kohlen wurden um K 18.000 in die . Höhe gesetzt. Die lustlose Stimmung erfuhr bis zum Schlüsse keine Unterbrechung. Renten profitierten 1 bis 5%, ungarische Kronenrente 50 Punkte, wogegen, österreichische Goldrente um 40 Punkte zurückging. * einen Wagen auf unsere Kosten — ich erlaube es,, •nicht .wahr meine Herren? — Gehen Sie die-drei Greise aus dem Altersasyl holen, d'ie noch nicht gestimmt haben. Geht, beeilt euch! Guten Abend!.—hi Die Reaktionären machen es auch so. Warumsollten wir es nicht auch machen? — ‘Sie sagen? —■ Ganz gewiß. . Sie entschuldigen mich. Ich muß m-iefeheute tmit allem .beschäftigen. Der Präsident , ist .heute,- kr-ank'; — wie durch Zufall. Sie werden mich doch,nicht beglückwünschen/ nicht wahr?. Ich wollte es nicht,.; Aber sie haben mich bombardiert, „ daß ich Vizepräsident wurde. Im Grunde bedauere ich es nicht.. Weil man in, diesem Lande keinen Menschen findet, ' der etwas Initiative, etwas Zug hätte. Und wenn man die Republik will, ■ kämm man nicht seahsumd-;: •dreißig Mülttel anwenden ... Man muß sich rühren.' Sehen Sie. Sie erwarteten nicht, mich' in diesen Verhältnissen zu finden? Sagen Sie nicht nein. Die. Freundq? Welche Freunde? Ah so, meine Glaubensgenossen? »Nun wohl, sie sind1 alle da..Dawidowitsch haben, Sie'ja gesehen? Und Mayer dort unten erkennen Sie-doch'?.Salmion ist nach Bordeaux gegan-, gen,.-aber Yqng bat. ihn ersetzt. Uuid.die .»Galerien«' haben einen neuen Direktor, der einer v»on unseren Leuten ist, Guggemheim. — Sie meinen? Wcill? Der Professor, am Lyzeum? Oh, idh dadite gar nicht mehr an ihn, es ist eine hübsche Zeit her, daß er, fort ist. Am Ende machte er Miene, zu uns zurüeikizükommen. Er hatte >so viele Gemeinheiten von dec anderen Seite her erfahren. Aber er ist nach Grenoble versetzt worden. Wir haben ihn nicht vermißt. Es ist ein anderer da seit einem Jahr, ein Professor der Philosophie, Bloch aus Tou-1, ganz Mig und recht nett... Und Dawkknvitsch hat seine beiden Söhne hier. — Entschuldigen Sie noch einmal. — Ich danke, Herr Vermorel. Guten Eindruck in Ihrer Sektion? — Ei, umso besser. Auf heute Abend. Danke, auf Wiedersehen! — Ja, ja! (Fortsetzung folgte

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