Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 1037 (18.12.1921)
- Date
- 1921-12-18
- Page
- Seite 11 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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WIENER MORGENZEITUNG Nf. 1037 _: Wien, Sonntag 18. Dezember 1921• Sefte ri( iTan Amtillhesen, wie der Gegensätze vom. Asdhkeaiasim «ad Sephairdim, Strenggläubigen umd Refoitmem, Chas&idim u«nd Misnagdim. Doch nächst so sehr diese Vorzüge 'haben Dubnows Popularität als Historiker bewirkt, sondern wohl in erster Reihe seine n a ti 9 n al e Einstellung. Und auch darin ist er konsequent, bisweilen Ibis zum. Extrem, ja bis zur tendenziösen Entstei- Iiwig. Dubnow ist aus der Publizistik . heryorge- ’gangen und hat diesen Ursprungnie g»aroz verleugnen können. Ein überzeugter .Nationalist, wie schon die von seinemfrüh verstorben eh tErau-nde Professor ,3p)r. J. F r i e d 1 a e n d e r auszugsweise übersetzten ^Briefe über das'alte und neue Judentum« (unter dem Titel »Die Grundlagen des Nationaljuden.r fcums«) zeigen, sieht er durch diese Beleuchtung den Gang der Ereignisse. Damit hat Dubnow einen gewaltigen Vorsprung vor seinen Vorgängern. J 0 s t, ° 6 .ratz, P di i I i pp son' u. a. Er ist. w.eder;:,ängst- 1-ich wie Jost, als übereifriger Apologet' verschrien m werden, wenn er für die Juden Partei ergreift, noch trotz des nationalen ßmiid-tones von dem ab- .isjto'ss^ndetl Kulturdünkel' eines Grätz: gegenüber geistigen Strömungen wie der jüdischen My stik oder :den-Problemen des Ostjudentums erfüllt, in dessen .'Mitte er freilich selbst aufgewachsen und-gfroß geworden ist, noch starrt er wie Philippsoii befangen;auf die Emanzipation als. das Endziel der ge sch ich t- Jx’chen Entwicklung der Juden, gleichviel ob sie um -den Preis der nationalen Assimilation erkauft wird. Genug haben wir von der Ges-chichtsfäischung, welche den Juden trotz des ständigen Gebrauches des Volksbegriffes, die nationale Eigenart absprechen und sie in den Konfessionsrahmen spannen . •wollte, genug von den Emansipations- und Assimilationstiraden, die die jüdischen Geschiohtswerke erfüllen — es war Zeit* höchste Zeit, daß ein Historiker uns die Geschichte der Juden als Volk in seiner unbestreitbaren Individualität vorzuführen suchte. Allerdings ist dieser Nationalismus Dirbnows iVion besonderer Prägung. -Er sieht in' den Juden nur 'eine geistige , Eigenart, in ihrer Geschichte einen Kulturprozeß individueller Färbung. Schon diese Einstellung bedingt, daß er nicht ganz das Wesen der jüdischen Geschichtsentwicklung darstellen. konnte- und der Beurteilung nach einem Schema, dem nationalen,- in bestimmter Beleuchtung verfiel, was einem Historiker doch eigentlich nicht gestattet sein dürfte. Es kommt wenig darauf an, ob die Emanzipation oder Napoleons Verhalten gegenüber den Juden oder die materialistische Geschichtsauffassung vom Standpunkt des Historikers, der zu ,.der-national jüdischen Weltanschauung sich bekennt, wünschenswert ist oder nicht,, sondern darauf, daß er das'Werden der Menschen und Dinge aus sich •heraus begreift, ohne ihnen durch eine aprioristische Beleuchtung ungerecht zu werden. Nicht um die vielmißbrauch-te »Objektivität« handelt es sich hier, sondern um die Vermeidung von Fehlern, die etwa T r. e i-t s c h k e -gemacht hat < u-nd denen t) ubn 0 w .nicht ganz entgangen,ist-. Ein weiteres Manko besteht darin, daß neben dem .politische ri und geistigen Faktor der dritte Motor in' unserer Nationalgesohichte, der Ökonom i s c h e, fehlt. Diesen hat Dubno-w "bis a.uf geringe Abweichungen noch offen gelassen und liier wird die künftige Darstellung eine klaffende Lücke auszufüllen haben. Dubnow sieht im wesentlichen •alles unter ideengesohichtlichem Blickpunkte. Nicht nur daß e.r die Menschen als' Repräsentanten, von »Ideen« -betrachtet, was der psychologischen Vertiefung veil fach'starken Abbruch tut; auch im der Beurteilung des Zuständlichen kehrt dieser Maßstab wieder. Seine These von dem jüdischen Volk als »einem geistigen Individuum-«, selbst zur Zeit der staatlichen Existenz, und von der jüdischen Geschichte als »vergeistigter Geschichte« bedeutet einen Rückfall in die idealistische Konzeption der Grätzschen Schule. Allerdings macht Dubnow auch hier einen Schritt vorwärts durch.den auf die Betrachtung des Zuständlichen in der Politik und in die inneren Verhältnisse gerichteten Blick. Er läßt erkennen, daß ihm Kenntnis und Verständnis der sozialpsychischen Faktoren, .nicht abgeht, geschwächt freilich durch die Uebertreibting seiner .Giundanschau’ung vom Wesen der Nation als einer geistig-historischen Gruippc. , .... ... - So hat 'Dubnow, ohne selbst -noch allen Erfordernissen zu genügen, doch Wege gezeigt, auf denen die künftige jüdische Geschichtsschreiung weitcr- Öauen wird. Sie wird dabei'zwei Grundfehler vermeiden müssen: Erstens ntuß jeder zur Teriden/z äusarteude Pragmatismus, der stellenweise bei puibnöav, mir in anderer Fönn als bei seinen Vorgängern, in -die Erscheinung tritt, auf gegeben’ werden, zweitens muß die' rdeengeschiclitliche Einstellungdurch sozialpsychische Erkenntnisse Vertiefung und Korrektur erfahren, die Entwicklung des politischen, soziialökononiisohen und nationaikulturellen Prozesses in der jüdischen Geschichte so dar gestellt werden, daß sic das gesamte Volksleben in seinen mannigfachen Aeußeru-ngcn wieder-, gibt. Die Geschichte der Juden darf nicht so aussohen, als ob sie von etlichen Machthabern und literarischen Begabungen »gemacht« worden wäre, sondern muß nach nach den Lehren der Soziologie, imxw- Wegen kleiner Regien kaufen Sic billig und gut im PELZHAUS BRAININ Wien, ti«, QiockengasM 8 Oroftw Lager in Pclrwaren nllcr Art cn gros t'nd cn detail tMlvM Antike und künstlerische WM HALM! L Co. * Wien, I., Seilerstätte Nr. 3 (Palais Coburg) Wirtschaft, Familie, Stand, Sprache, Wissen, Glauben, Moral,* Recht, Kunst, kurz alles, was das Leben des Volkes zu bestimmter Zeit, nicht in seinen Aus-: nahmeerscheinungen, sondern in seinen Alltäglich-; Iceiten, umspannte, enthalten. Ehe wir nicht diesen vertieften Einblick in den Werdegang des jüdischen: Volkesgewonnen haben, werden unsere Geschichtswerke nur Vorstufen zu einem höheren Ziele sein können, auch wenn sie an sich eine so große Leistung wie Dubnows neueste Geschichte des jüdischen Volkes repräsentieren. »Sichon-t. Ein HamdSbuch für alle Verhältpigse des täglichen Lebens. Von D. 2. Weinstein* Wien 1921, Verlag Manorah, Wien. Das Heibriäsche als tote Sprache zu bezeichnen, wie es in gewissen Kreisen geschieht, war nie nichtig und ist in unseren. Tagen in noch höherem M-aße u-nzu'lässi'g. Das Hebräische hat eigentlich nie auf gehört, eine lebende Sprache zu sein. Es l-ebte im Gebet und bei allen anderen religiösen Handlungen, in der Dicht- •ktvniat, in der wissenschaftlichen Literatur und in der gelehrten Korrespondenz. Es beherrschte aiber auch das alltägliche, profane Leben in allen seinen wichtigen Zweigen. Geburt, Verlobung, Heirat, Scheidung, Tod, Kauf tund Verkauf, ■ SchuCdon und Besitz, die Rechtsprechung und ihre E'n-tscheld-um'gen umd Zwabgsniaßregeilip — bei allen diesem Momenten und Geschehnissen und sonst überall, wo es galt, durah schriftliche Auf Zeichnung das Geschehen des Augenblicks für die spätere ErinmeriMig fe&tzuhaften, bediente man sich, des Hebräischen, teils ausschließlich, teils neben und gemischt mit der Landessprache. Außerdem war dois Hebräische das einzige Verständi/gumigsinittel zwischen den Juden der verschiedensten Länder * u-nd Zusagen: Der Jude aws Bagdad, Rom und Narbonne konnte sich seinen Brüdern in Kiew, Regengburg und Krakau -nur auf Hebräisch verständlich machen. Dieser Interterritoriahtät d'es Hebräischem verdankten ja die Judein nicht zum geringsten Teil ihre wichtige Rolle m Handel und Wirtschaftsleben des Mittelalters. So war dks Hebräische in b«sch>ränktem Sinne auch eine Verkehrssprache. Freilich, eine Umga-ngsstpraehe im geläufigem Sinn war es nicht; denn seihst der' Gelehrte, der seine ."Werke im. einem guten Hebräisch schrieb, bediente sich im. Verkehr mit Frau und Kindern und Bekannten, im alltäglichen Gespräch der Landes-siprac'he. Seit einigen Jahrzehnten aber sind inationialgesi-n-nte Kreise bes-trebt, das Hebräische auch .zur. Umgangs- und Verkehrssprache im eigentlichen und gewöhnlichen Sinne zu maohe -n. Daibei gibt' es, eine große Schwierigkeit zu überwinden: den Mangel an' passenden Bezeichnungen .und A-usdirü-dken für Dinge, Begriffe und Veihältnis-se des alltäglichen praktischen Lebens, besonders des. so vielgestaltigem modernen Groß'stadltlebens. Für den, der die hebräische Literatur — die moderne, neuheibräiische eimgegchlossen; — beherrscht, besteht dieser Mangel mtr ln geringem Maße; er kann sich das nötige Sipraclhmaterial schon zusammenlesen. Das Hebräische soll aber nicht die Sprache der Gelehrten ttmd Großgebildeten bleiben; es solfl die Sprache dos Volkes werden, wieder werdienv Dem Volke aber, der großen Masse, ist mit einetii Sprachschatz, mag er noch so reich sein, nicht gedient; dem Volke muß man das Material gesammelt und geordnet vorlegen — Schätze der Sprache. Ein -solcher Schatz der- Sprache mit großem S-prac'hiS'ch-aitz ist das Kotuversationsbudli D. Z. Weinsteins, der 3>Sicho«iic: Eine reiche Sammlung von Gesprächen, Redensarten, Formularen umd Formeln; auis den verschiedensten Gebieten des täglichen Großstadt- 1 ebene: Von der Synagoge bis z-um Theater, von dlem Geplauder der Kinderstube bis zum tobenden Wahlkampf, vom Gespräch mit der Putzmacherin izum Beileidsbesuch, vom Unterricht in der Fisühzubereituing zur Zei'tungsredaiktio-n, von Zolet und Eruib zur Anatomie der Wirbelsäule zum Reklame- und Aninomcenburea-u. Zum Schlu-^e folgt. ein alipih/abeüisches Verzeichnis technischer Ausdrücke aus Grammatik, Maithematilk, Zoologie, Botanik und Mineralogie, dfre deutschen. Bezeichnungen und ihre hebräischen Entsiprechmi-geni. Auch cliie Texte werden vom deutschen Uebe-risetsungen einzelndr Ausdrücke ulnd Wemdinngen begleitet. So ist Weinsteins >Sich-tm< fü>r "d'iöienigeri, welche die Anfangsgründe des Hebräischen überwunden halben, ein vorzügliches Förthi 1-dung\smi11e1!. Aber auch dem, der die Sprache vollkommen beherrscht, wird daß Buch durch seine, zum Teil ganz neue Terminologie manchen guten Dienst'leisten. Freilich köminen nicht alle von Weinstein geprägten' Ausdrücke und Bezeiclwranigcn ohne Widerspruch angeeiiioimnen werden; manches ist unrichtig, m-andhes willkürlich. Aber »solche Sünden kaum man auch den /anderen. Mehrern der Sprache inachweisen — und nicht'' -nur im Hebräischen. Das, was gesund und lebensfähig ist, wird sich eimbürgern, das U/mtauiglichc au-sscheidien. Und wenn ein Wo-rt mit unrichtigen grammatischen oder etymologischen Geburtsschein doch haften bleibt, so werden wohl pedantische Philologen sich über den Batshaird ärgern, sonst aber wird das Unglück nicht so groß sein. Zuerst ein möglichst großer Wortroichtumi, dämm werden schon die Puristen mit ihrem großen Besen kommen uind. das ihnen Mißfällige wegfegcin — wenn das Volk es läßt. Der Druck darf 'afrs ziemlich gut bezeichnet werden, nur hat d'er Verfasser es unterlasse«, seinem Setzer die Elemente der Vokalisationsilehre h-eizub rin gen. Zum Glück eher sind die Druckfehler so plump und greifbar, daß sie leicht erkannt werden. Hoffentlich wird die zweite Auflage einen weniger boshaften Setzkastenteufel find'-en, der dem vortrefflichen Buche seinen großen Wert nicht wird lecimträditigcn wollen, \V. Aßto wHzc'-r, Die erste jüdische Literatur, und Pressekonferenai in Polen. Am 29. d. M. findet in Warschau die von« Warschauer Jüdischen Literatur- und. Joumalistenvereinl einberufene jüdische Literatur' und Pressekonferenz stattJ Im Rahmen dieser .Tagung wird auch eine jüdische Buch^ aiissteliung veranstaltet Alle bedeutenden jüdischen Schriftsteller in Polen haben ihre Teilnahme an der Kon^ ferenz zugesichert Ein Neger als preisgekrönter RomanschriftstellerJ Der französiche Literaturpreis, der von der Akademie) Goncourt verteilt wird und 5000 Franken beträgt, ist einen»' Neger namens Rens M a r a n für seinen Roman „Nataj outa“ zuerkannt worden. Der Roman schildert das Lebens der Neger. Der Dichter ist 34 fahre alt und lebt dreät Karawanenreisetage vom Tschadsee entfernt »Der Jude*» eine Monatsschrift. Herausgegeben von Dokto^ Martin Buber. Heft 2 des VI. Jahrganges ist soeben schienen und hat folgenden Inhalt: Werner Senator: Sozialpolitik für die Ostjuden in Deutschland. Max E s c h e 1 b a c h e r: Dia Zünftigen und die Draußenstehenden. David K o i g e 11: Ini Wirbel der- Geschichte: II. Der Zusammenbruch. III. Verborgene Mächte. Rudolf Va.lsone k: Die- Tendenzen der jüdischen Wirtschaftsgeschichte. . SamueK Rappaport: Aus dem religiösen,Leben der Ostjudea.] — Bemerkungen: Oskar Eppstein, Das Neuej Friedrich Thieberger: Heidentum, Christentum, Judentum. — Umschau: Z, D i e s e n d r n c k: Zur Psychologie des Karlsbader Kongresses.' Berta L a s k: Frauenfrage. Hans K 0 h n: Die Juden in Bulgarien, Geschichte; JüdischerVerlag G. m.. b.; II., , Be r 1 in NW. 7a .Dorotheen straße 35. Abonnement* preise: Für Deutschland, Oesterreich, ' Polens Ungarn: ganzjährig 60 Mark, halbjährig 30 Markv! Für die Tschecho-Slowakei: Ganzjährig tschech. K 8ÖS halbjährig tschech. K 40. Für das übrige Ausland: Ganz-? jährig 80 Mark, halbjährig 40 Mark, * Sportplatz ostmark Wien, XX., Ecke Stromstrafic-LeystraSc Straßenbahnlinien O und 31 bis llaiserplatz Heute Bert 13. 1921 2 Uhr: Hakoah—Ostmark Vorher die Reserven 9332 Sport. Die heutigen Meisterschaftsspiele. Der Fomtrückgang der bisher führenden Mannschaften Rapid und Amateure brachte es mit sich, daß dia anderen aufstrebenden Vereine den beider? zuerst genannten den ersten Platz in der Herbstserie der Meisterschaft streitig machen. Sportklub, Hakoah unck Hertha scheinen dazu berufen, Rapid im heurigen Herbst in der Führung abzulösen. Recht günstig liegt derzeit die H a k o a h im Rennen, die heute dem S. C. O s tm a r k auf dem Platze des Gegners entgegentritt. Der Papierform entsprechend sollte wohl die Hakoah; sicherer Sieger bleiben, doch wissen selbst die Laien, wie oft diese Berechnungen nicht zutreffen. Am vergangenen Sonntag mußten die H a k o a h n e r in Favoriten mit Hertha die Punkte teilen. In diesem Spiele zeigte die meist so festgefügte Mannschaft der Hakoah so manche Schwäche. Vor allem vermochten sich bewährte Stützen wie Griinfel d und Grünwaid, auf der» hartgefrornen Boden nicht zurechtzufinden. Die mindere« Leistungen dieser beiden Spieler hatten zur Folge, daß die ganze Mannschaft nicht recht in Schwung kommen konnte^ Es ist zu hoffen, daß die Spieler der H a k o a h die Lehre» aus dem letzten Treffen gezogen haben. Vor allem muß der Angriff weit schußfreudiger sein als im letzten Kampfe; Der Sportklub Ostmark ist nicht zu unterschätze»; Wohl fehlt ihm noch der letzte Schliff, doch besitzt ec schußgewaltige Stürmer, die die größten Ueberraschunge» bringen können, wie das Beispiel des Sieges über Rapid lehrt. Das Treffen wird vom Schiedsrichter Wancitra geleitet Sportklub und Amateure stehen einandee auf dem Prater-Sportplatz gegenüber. Nach Verlustpunkten gerechnet, nehmen die Dornbacher derzeit den ersten Platz in der Tabelle ein. Trotz ihrer ziffermässigen Erfolge halten wir dennoch den Sportklub nicht stark genug, um beide Punkte aus dem heutigen Spiele nach Hause za bringen. Ein unentschiedenes Resultat würde den Erwartungen am ehesten entsprechen. Schiedsrichter Komar, Auf dem Meidlinger Sportplatz treten einander zum zweiten Male in dieser Saison Hertha und Wacker entgegen. Das.erste Mai mußte das Treffen beim Stande! : 1, wegen eines hereinbrechenden Unwetters, vorzeitig beendet werden. Die beiden Klubs haben nun vereinbart,- den Kampf in seiner Gänze zu wiederholen. Hertha zählt für die Herbstspielzeit als Anwärter für den I. Platz, doch halten wir Wacker für befähigt, den Favoritnern die- Erfölgaussichten zu rauben. Schiedsrichter P.reßle i:.- Der W. A. F. empfängt in Hüfteiclorf die R u d er i fall ü g I e r zu Gaste. Die Hausherren waren in den bisherigen Spielen nicht allzusehr vom' Glück begünstigt. Da sieauch heute kaum mit kompletter Mannschaft antreten können, darf man ihren Gfegnern die besseren Sieges-' aussicliten einräumen, Schiedsrichter Kienzl. IL Klasse. Gersthof gegen Donaustadt (Gersthofer Platz, Schiedsrichter Nemetz), Red Star gegen Germania (Red Star- Libertas-Platz, Schiedsrichter Gernbardt). Der Floridsdorf er A. C. trägt heute auf eigenem Platz ein Freundschaftsspiel gegen die Stockerauer Sportvereinigung aus. Fritz Baar sprach letzten Freitag bei der Hasmoueä über „Zweck und Ziel der jüdischen Sportbewegung“. An die jüdischen Sportvereine. Sämtliche jüdischen Sportvereine, auch diejenigen, die dem Kreise nicht angeboren, wcrde.i aufgefordert, Dienstag den 20. d. M., l/s8 Uhr, ihre Obmänner oder deren Bevollmächtigte zur konstituierenden Sitzung des jüdischen Sportverbandei*! in das Kiublieim der Hnkeah, I., Wiesingerstraße tl, zu I entsenden. Die urovisorischc Kreisleitung. 27