Mannheim
Compact Memory

Wiener Morgenzeitung · 1921-12-15 · Heft 1034 (15.12.1921) · p. Seite 7

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 1034 (15.12.1921)
Date
1921-12-15
Page
Seite 7 (sequence 7)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
87% known words query
IRI
…/2979076-2979773-2980113--09659-2995932
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

Nr. 1034 Wen. ppnnerstag & 1921 Sette f, Lebensweg des westjudi©oh«i Dichit-ers Heinrich Hein« beschattet umd <üe Haltlosigkeit seines Wesens besser erklärt aös böswillig »niejpratierte Rjassenitth-eorl-en: den Weg von der Erwerbung eitles Eintritfcbi’Ketts in die europäische Kulturr, der Taufe, bis zu den »Hebräischen Melodien« der .Matraizengruftreit... ' . Eine westjüdische Diohterrevue hätte dem gleichem Wege, wenn auch m konzentrierterer Form;!m Leben jedes einzelnen Modernen na-chisipürem müssen, Vena die rein rerstandesmäßige Approbation ein.es Parteiprogramms ist ja kein seeUsch-es. Erlebnis,. da« •hach, künstlerischer Gestaltung ringt. Die Entdieckiumg des Judentums ailis seelisches Erlebnis ließ umsaber bloß ein einziges vorgetragenes Gediohit aihinen': das Von Fraii H o e M i c h mit großem Kunstverstäirdinis ino'ttogleich ah die Spitze des Programms gestellte Gericht, im diem Max Brod seine .Gefühl'e .beim " Hehräischilemen schildert, clais er erst a5s reifer Mann begönnen. Aber auch in diesem Poem wird nur der Tubel; eines Heimgefunde n.e n, nicht die Tragik des H e i m s u c h e n d e n laaut. , Was uns Frau Hocflieh umd Harr Beregn mit auserlesener Vortragskawist sonst noch boten,- Gedrohte von Max Brod, Otto Abelee, Eugeav H o e f li.c hj Gedichte, diie, soweit' sie nicht:.allgemeihmenschiTchet« In-holtts waren, vom Glanz der jüdischen VorgangeiiOieit und verträumten Zukunft wie vom Elend' der Gegenwart inspiriert waren, ließ uns ihre Schöpfer als^wackere Hänu-e-r erkennen, die eine waoke-re Gesinmmg im forrnvollendiete' ^erse zu gießen vermögen. Möglicherweise sj'nijv'siie mehr —^ es wurde uns nicht gezeigt. Wir wurden Zeugen poetischer Niederschläge einer 1 fentägen Weltanschauung, aber nicht des .ungleich interessanteren Werdens, dieser Weltamschaiunung aus dem Chaos ringender Empfindungen umd- Leidenschaften. :•- * Was dem Wein seine kristallene; Köstöfrchfkeät ver- ' leiht, ‘ ist ein gewaltiger Gärnngadrozeß. -Ein- Klassi- Zism-uü," den wir nicht alis Gärnngsiproduikt von-Sturm umd Drang kennen lernen, -kann -tmskünstlerisch ntt-r wenig aniregcm,. Darum hat der westjüdißche Dichterlabend, den der Harunch im Verein mit - der Zionistischen Bezirkssektion Landstraße veranstaltete, ■ nicht tz/anz unseren Erwartungen entsprochen. Nämlich vom Sta/ncV'Unkt des Ha-ruach aus. der ja die K uni, st. auf seine Fahne geschrieben hat; die Z i o nist! sche Bezirksisektio-n freilich ist voll und ganz auf ihre Rechr hüng gekommen. ~ , H. §-x. Neue Wiener Bühne. (Zum ersten Male„B e v e r 1 ey“, Schauspiel in 4 Akten; von Georges B e r r und Louis V e r u e u i 1.) . Endlich ein vortreffliches, spannendes Detektivstuck ohne literarische Aspirationen, ohne „schwüle Stimmungen®, ohne Abstecher ins Ethische, sondern ehrliches , Theater. Die Hauptrolle des versoffenen' Geistersehers und Detektivs Ist sogar mit Humor ausgestattet und Ferdinand B o n n spielt sie mit viel Witz und großer Bravour. Unter seihen Partnern sind insbesondere die Damen Hetsey, L v o v s k y und Ja u k-S koda, die Herren T e u b 1 er, Wurms e r, A i c h e r und der junge Herr 8 m y 11 hervorzüheben. Direkter G e y 5 r hat die Vorstellung sorgfältig vorbereitet. Sehenswert der Salon, in dem sich die verzwickte, bald gruselige, bald heitere Kriminalaöäre abspielt. Stück und Darstellung wurden sehr beifällig aufgenommen. _ A*; Aas den Theatern. Im Burgtheater gelangt morgen, Freitag, „D i e Jo urn allste n“ zur Aufführung. ImOperntheater wird morgen, Freitag, „Die f/r a u ohneScliatte n“ gespielt. In der Volksoper geht heute, Donnerstag, „R ob e r t d e r T e u f e r Unter musikalischer Leitung von Direktor Felix Weingartner mit Herrn Rittersheim in der Titelrolle in Szene. Ferner wirken mit die Damen de Debicka, Pfiffer und Elsa v. Strohlendorf als Gast sowie die Herren Kaplan, Dr. Kroegler, Borin, Döricb, Beer, Eckner und Weber. Beginn */a7 Uhr. —Morgen,Freitag, wird Beethovens Geburtstag mit einer Aufführung von »F i d e lt ö“ gefeiert Im Deutschen Volkstheater wird morgen, Freitag, „Frühlings-Erwachen" gegeben. ';!o den Kammer;s piele-n gelangt morgen, Freitag um 7 Uhr „Der gute Ruf“ und um 10 Uhr „Morphium* zur Aufführung. Die Erstaufführung von Wed^kinds „Der Kammersänger“ wurde auf Dienstag den 20. d. M. verschoben und in Aenderitng' des Spielplanes für Samstag den 17. d. M. tun 7 Uhr Stobodas Lustspiel „Am Teetisch“ und ftir Sonntag den 18. a.,M., Vs7 Uhr, Henry Bernsteins Spiel ,Der Die b“ ahgesetzt bn 'Lustspiel theater gelangt die Festvorstellung der Freienjüdischen Volks b.ü h n e, und zwar „Meilensteine“, fünf Bilder zur Entwicklung des jüdischen Theaters,, wegen des - großen Interesses, das sie beim Publikum gefunden hat, am Sonmtag den 18. d. M., 7 Uhr abends, zur Wiederholung. Freitag den 1.5. d. M. wird das Kobrinsche * Schauspiel', „D e r D o r fs j 1 n g“, Donnerstag „Gott.de r Ra c h e“ und Sanistag den 17.d.M. Gordins Drama „Go tt, Mens ch und Teufel“ gegeben. Mali Picon, die in Wien durch ihre ausgezeichnete Künstlerschaft überaus populär geworden ist, verläßt Ende Dezember unsere Stadt, um eine europäische Tournee äiizutreten. Vorher verabschiedet sich die. ausgezeichnete Künstlerin am 22. d. M. im Großen Ko nzertliaussaale vom Wiener Publikum.* Bei diesem Abend werden neben Mall Picon hervorragende jüdische Kunstkräfte auftretem Der Kartenverkauf an den Konzerthauskassen, III., Lothringerstraße, Buchhandlung R. Löwit, I. Rotenturmstraße, Kassa der »Wiener Morgenzeitung“, II. , Taborstraße und Kartenbureau Aida, II., Täborstraße 7, hat bereits begonnen. Roland-Bühne. Die Jüdische Bühne brachte bei vollbesetztem Hause die Operette „ I a n k a 1 e* zur he idertsteri Aufführung. Mali Picon, me ausgezeichnete jüdische Künstlerin, und Herr Direktor IC a 1 i c h, ihr geschmackvoller Partner, waren wieder Gegenstand zahlreicher Ehrungen und wurden mit stürmischem Beifall belohnt. Otto Abeies liest Samstag den 17. d.M. imMozart- Saale (1., Hlmmtzlpkortgssse 20) aus eigenen Schriften. Für diesen Abend, weichen die Vereinigung jüdischer Forscher, Schriftsteller und Künstler Haruach veranstaltet, wurde auch M i r j a m Schnab e I-Hoeflich gewonnen. Die Künstlerin bringt Gedichte aus dem Küche des Autors „Die Genesung“ und ein „Krakauer Bild“ zum Vortrag. Regiebeitrag K 50. Anfang 7 Uhr. Gerichtssaal. Die Beraubung des Sir William Goode. Vor dem Schöffengericht erschienen gestern der 21jährige Eisendreher .Josef Schlich'tinger aus Wipn und der 21jährige Eisendreher lohann C a r d i aus Agram. Sie waren angeklagt wegen Hausfriedensbruchs und G e s e 11 s c h a f t s d i e b s t a h 1 s. Den beiden Beschuldigten wurde zur Last gelegt, daß sie am 1. d. M. mit anderen Plünderern In das Hotel Bristol eingedrungen sind. Die beiden Beschuldigten wurden von dem Rayonsinspektor Franz Than n angehalten, als sie die Treppe herunterkamen. Schlichtinger trug einen grauen Rock, eine Hose, eine Tennishose und verschiedene Wäschestücke, d?e durchwegs aus dem Besitze des im Hotel wohnenden Präsidenten der Reparationskommtssion Sir William Goode stammten. Cärdi hatte in seinen Taschen eine silberne Zigaretten döse, ein gesticktes Damentäschchen, eine Zigarettenspitze und andere Gegenstände, die zugegebenermaßen aus dem Besitze der Hotelgäste stammten. Beide Angeklagten wurden des Verbrechens des Hausfriedensbruches und des Verbrechens ‘des Gesellschaftsdiebstahls schuldig erkannt und zu je drei Jahren schweren und verschärften Kerkers verurteilt Gegen Cardi wurde außerdem auf Landesverweisung erkannt, Die Kapp-Putscbisten. Leipzig. 14. Dezember. (Wolff.) Bei der heutigen Verhandlung des Prozesses wegen des Kapp-Putsches erklärte Zeuge Regierungsrat Dr. Doye, er sei am 11. März von Jagovv zu Kapp bestellt worden, der von den politischen Forderungen und der Gärung in der Marinebrigade gesprochen und sich nach der Stimmung in der Sicherheitspolizei erkundigt habe. ‘!! General Merker sagte aus, daß Oberst- Bauer am 19. März von der Notwendigkeit gesprochen habe, die Regierung in Weimar zu stürzen' und die Nationalversammlung auf zulösen, wobei Zeuge hätte Mitwirken sollen. Von einer monarchistischen Aenderung der Verhältnisse sei keine Rede gewesen. Auf Befragen bemerkte Zeuge, wenn auch in Berlin die Sache gut zu stehen schien, sei Berlin doch nicht das Reich gewesen. Der Gegensatz zwischen Süddeutschland und)Berlin sei in den Verhandlungen des Rechskabinetts, einiger süddeutscher Kabinette und Parlamentarier zutage getreten, denen Zeuge auf Veranlassung Eberts beigewohnt habe. Ministerialdirektor,!M e i s t e r sagte aus, die Telegramme, in denen die Absetzung von Oberpräsidenten und Regierungspräsidenten verfügt wurde, seien mit J a g o w s Unterschrift hinausgegangen, der damit seine Zusage, nur laufende Geschäfte zu erledigen,' nicht eingehalten habe. Der preußische Ministerpräsident a. D; Hirsch bekundete, gegen den Morgen des 13. März seien alle Minister, soweit sie noch in Berlin anwesend waren, im Aufträge der neuen Regierung für verhaftet erklärt worden und bis zum Nachmittag in ihrer Bewegungsfreiheit beschränkt geblieben. Die Geschäfte de,s i preußischen Ministerpräsidenten habe er unbehindert weitergeführt, bis die Kapp-Regieruiig verschwunden war. Reichsbankpräsident H ave nstein. sagte aus, er sei wiederholt aufgefordert worden, für Kapp G e 1 d z u r Verfüguhgia stellen, was er abgelehnt habe. Pfarrer Dr. Traub bekundete, Kapp habe am 12. März abends gefragt, ob er bereit wäre, in eine Regierung Kapp einzutreten. Kapp habe ihm gegenüber geäußert, er wünsche keine Reaktion und auch keine Verfassungsänderung. Das Wort „Diktatur“ sei nicht gefallen, taitaiie " Antike, und künstlerische »MM. WWW HALASI & Co. m WSen, I., Seilerstätte Nr, 3 (Palais Coburg) Sport. Unser Standpunkt. Der Sitreit im iheiniisichen F'ußbaNispotrt &cjheiint dtem Ende entgegeaiizug-ehen. Da die y*oni V. A. S. ausgestellten priiiizilpiellen Fordemuxigen . vom Schutaveribaind ange-nonnmem worden, dürfte eine Einigung m kürzester Zeit erfolgen. Gegen Ende des M-eisitersdx'.afbsjahres 1919/20 veröffentlichte der Vizepräsident der Hakoafo, Dr. K ö c n e r, in einer Fachzeitavng dien Vorschlag, die Kla»sseaieinteil'Uing neu'zugestalten. Er wümschte, daß die erste Klasse in zwei Gruippen geteilt werde, wodutreh die einzelnem Vereine durch Meistersdiafbsapidie nicht ipehir so stank belastet würden wie bisher. D-clktotr Körner forderte damals die maßgebendem Faktoren des Fußball-Vernbain-des. auf, zu seinen' Vorschlägen Stellung zu nehmen. Aus unerklärlichen Gründen hüllten -sieb aber die kompetentem Persönlichkeiten in StilOschweigen. Viel später gründete die sozialdemokratische Partei den V. A. S., der als Vertreter des Mass-ensports die selbstverständflidiis Forderung erhob, die erste Klasse zu teilen und zu verbreitern. Im wesentlichen erhielt diese! Forderung nichts anderes als die Ausführungen! de/5 Dr. Körnser, Dia» die eiibgesesseiuem Vereine des Oberhauses diese Vorschläge nicht ammehmestf wollten, kam es, wie a»li!iseiits bakatnrnt ist, fa/st zuöJ Spreuguing des Fnßball-Vedbamdcis. Der 'unermüdlichen. Tätigkeit des Verbamdsiprä-sidemiteni Doktor A b e 1 e s gelang es, beide Parteien au Verhandlungen zu'samimeintaubringen, ■ dieauch ' vom Erfolg ge'krörjt waren. Die Einigung gipfelt im der An- •nfthme. jener Thesem, die seinerzeit von Doktoty Körner aufges^Ut und später vom V,.- A. SJ verlangt wurden. De.• Körner vertrat daimaiW niefit seine eigene Ansicht, sondern die der.geeamteö jüdischen Spcirtivereime. Wir .vw-llem absolut michE die Prionctät ^dieser einschneidenden Veräinderumgea^ für ums im Annpiruch nehmen,' wir behaoptem auch' •nid'Jt' felsenfest, daß sie dcm Sif/oift den getvümsd'r.lt-ettj! Aufschwung bringen werden,„ dpeh .erscheinen sie?unjindest derzeit .zweckdienlich und . wir freuen ums, d-a-ß die Einigung auf dieser Basis erfoiligit ist,' IJöusore Stelluognalime zum- V. A. S. und zum Scihutzve-nbamd ist uns streng von unserer großem Idee,, der wir dienern, vorgeschrieben n»nd Artus B a a>r halt ihr im der Sitzung des Scbutzvenbamdes auch .Ausdruck verliehen-.. Wohl sind wir oax$| herkömmlichem Atasdinu-clk ein ipotlitisoher Verein, doch vertreten wir die Amisioht, - daß der Fußball- Verband ails Stoatsverbamid allem Verneinen diegleicihe Entwickluingssnögliohkeit -sichannmuß. Wir habe® ums allen Verei-niguingem gegenüber bish-ar meutral yerbvlteii . und werden aiudb in Zukunft keinonlei Paii'tei ergreifen. Die Fragen, die im Kurze zur Erörterung ge* 1atagen, berühren die Lebensimteressen säm'tiichetr, jüdischer Vereine Oesterreichs. Aus diesem Gnumde entschlossen sich die Führer -der jüdischem Sport)» und T'utrnibewegtmg, dem Kreis wieder ins Lebern} zu rufen. Die Sportler werden einem eigenen Verband bilden, in den» alle Fragen zur Verhandlung; gelangen, wodurch ein gemei-mä-ames Auftreten iü der nächstem GenerailVersammlung des FüßbalN Verbandes ermöglicht wird. Oetsiterreich besitzt derzeit sefdun 24 jüdische Spomtrvereine, und ü'beij diesem Mach'tkomg>lex werden sich dis übrigem} Gruppen nicht himvegsetszem kömnem.. Die iproviisorische Kreisleitnung -beruft für D iemstaig den 20. d. kfv die Obmänner sämtlidher jüdischen Vereine zu eines! gemeinsamem Beraitnmg .zuisammem, die im Kiltubheinj der Hakoah, I., Wiesingerstraße 1, .vor siclf gehen soll.' _ Die Hakoah auf Reisen. V Die Hakoah trägt zu Weihnachten und Neujahf Spiele in der Fremde aus. Am 25. d. M. tritt sie in Dresden dem S. C. GutsMuts und am 26. d. M. in L e i p z i g dem S. C. Fortuna entgegen; am 1. und 2. Jänner 1922 weilen die Hakoahner in der Schweiz. Der Gegner des ersten Tages ist . Blue Star (Zürich), der des zweiten Tages ist noch nicht bestimmt. Weicher Wertschätzung sich die Hakoah im Ausland erfreut, geht aus den Wettspielangeboten nachstehender Vereine hervor: D. F. C. (Prag), Slavia (Prag); Brescia Football Clu b (Italien), L Kissinger Fußball Club 1906 (Süddeutschland), Makkabi (Brünn). Die Sektionsleitung der Hakoah hat zu diesen Einladungen wie folgt Stellung genommenDer D. F. Ql muß vorher seine RctourverpfUchtung für Wien einhalten,' bevor die Hakoah nach Prag fährt Mit der Slavia sollen zwei Spiele, eines in Wien und eines in Prag, verw einbart werden. Der Brescia Football Club versuchte die Hakoah für , den 25. und 26. d. M., weiters für den 1. Jänner 1922 zu gewinnen. Da die Wiener für diese Tage bereits verpflichtet sind, werden den Italienern andere Termine vorgeschlagen. Der LKissinger Fußball» Klub 1906 beabsichtigt im Juli 1922 eine internationale Sportwoche abzuhalten. Im Rahmen dieses Sportfestes soll die Hakoah gegen den deutschen Meister L F. (^Nürnberg oder' gegen die Spiel Vereinigung Fürth ein Propagandaspiel austragen. Da die Termine für die jüdi» . sehen olympischen Spiele noch nicht festgesetzt sind, behält sich die Hakoah die Stellungnahme zu diesem Vorschlag noch vor. Gegen Makkabi (Brünn) dürften die Hakoahner im Frühjahr antreten. An die jüdischen Turnvereine. Gemäß einem Beschluß der am 11. d. M. stattgefundenen Kreistagung beruft H o f r a t Dr. W e r n e r für Samstag den 17. d. M, 5 Uhr nachmittags, die Obmänner oder deren Bevollmächtigte zu einer Sitzung der Kreisturnerschatt ein. Die Versammlung findet im Ersten Wiener jüdischen Turnverein, IX,, Liechtensteinstraße 20, statt. Tagesordnung? Reorganisation des Kreises Oesterreich der jüdischen Turn- und Sportvereine. Mit Rücksicht auf die Dringlichkeit der Tagesordnung erwartet die provisorische Kreisleitung, daß sämtliche jüdischen Turnvereine bei diese* Sitzung zuverlässig vertreten sind. Oheruth. Heute, 7 Uhr, wichtige Vollversammluhg def Theätersektion im Klubheim. Vorbereitung für das Chanuka» Fest. Heute letzter Einzahlungstermin. Einzahlung und Mitgliederaufnahme von. 7 bis 9 Uhr abends im Klubheim, II., Tigplatz 5. 8 Uhr Spielerversammlung und Mannschaftsaufstellung. Zuschriften an Adolf Scherzer, 1L Ennsgasse 13/18. Hakoah (Hockeysektion). Heute, Donnerstag, V99 Uhr abends, Spielerversammlung im Cafe Atlasho^ Souterrain. Gideon. Samstag, 7 Uhr, wichtige Vollversammlung im Caf6 Radetzky, 111,, Radetzkystraße. Beratung über die Fusion mit Hazair. Nachher Mannschaftsaufstellung fiii drei Mannschaften. Kein Trinkzwang. Hazair. Heute Leitungssitzung und Sptelerversammlungim Cafä Industriepalast. 1., Dominikanerbastei 22. Aufstellung für das samstägige Wettspiel gegen Gideon- Akademiker am Donau-Platz. Samstag, 7 Uhr, Komiteesitzung im Cafe Industriepalast. 11i itt- Ij&f M ln engesriq*cr ZdZFA Sin Fernruf 41-6-34 Große SperBgasse Kr. 29 Fernruf 46-6-21 ■in Glockengasse Nr. 24 ■■■■ Eigene W erkstätten 5(c kür 133 Kleider und Pelze 3382

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.