Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 1033 (14.12.1921)
- Date
- 1921-12-14
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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•Rf.'IMä Me«, Mitwdcft faissu-ng hinwieseni, mit größer Mehrwert zum Beschluß erhoben.. Einmütig wie. stets, wanny es gegen Me Juden geht, stimmten für ihn die Nation albemok-r-ateini und Üha* größter Feind, die Witos- Fartet. . Daszynski gegen die Habsburger. Warschau» 11. Dezember. Im Landtag interpellierte Abgeordneter Daszynski die Regierung tyegen ihrer Bereitwilligkeit, einen Teil der Apanage des Exkönigs aus polnischen Staatsmitteln zu bestreiten. Er sprach von einem Raub, den die Habsburger während 150 Jahren an polnischem Vermögen begangen hätten. Die Befreiung Polens vom „österreichischen Joch“ könne nicht als Erbnachfolge aufgefaßt werden. — Im österreichischen Abgeordnetenhaus hat Daszynski ein Loblied auf den „alten Kaiser“ gesungen, der den Völkern das Wahlrecht erkämpft habe. Daszynski ist der letzte, der vom „österreichischen Joch“ sprechen darf. Jugoslawien. Die Versuche zur Lösung der Regierungskrise, Belgrad, 13. Dezember. Infolge der Verlängerung der Tagung des Kongresses der Radikalen, der ursprünglich nur für. zwei Tage auberau-mt .war, Qiat sich'auch die Lösung der Ministerkrise verzögert. Falls die Radikalen unter den von den Demokraten gestellten Bedingungen in die v Bildung des neuen, Koalitiönskabinetts . nicht ein willigen sollten, dürfte Davidovic morgen dem König &ein Mandat zürüc'kstellen. Belgrad, 13, Dezember. Der Kongreß der Radikalen setzt heute die Beratung über die innenpolitische Lage.fort.. Ministerpräsident P as i c. erklärte, daß die .Koalition mit den Demokraten notwendig sei», wie! diese gemeinsam mit den Radikalen die Verfassung ausgearbeitet und .angenommen hätten. Er, Basic,*kÖnne nur eine solche Politik führen. - Ungarn. Die Arbeit für den Erzherzog Albrecht. Budapest, 13. Dezember. In der heutigen Sitzung der Nationalversammlung erhob Abgeordneter Rassay gegen die Regierung den Vorwurf, -daß. „sie1 „anläßlich , deH Oster,putsch es .eine zweideutige Haltung eidgeinoinjneH;, jän d-; daß; sic ife' zw.ei deutige sj ^ISipiel auch 'näcli den Ö'kt'bber-Brei'g.nissfen 'nicht auf-' gegeben habe, j.ai sogar jetzt noch fortsetzc. Er behauptete, positive Informa-tioaten zu besitzen, daß der .Ministerpräsident vor mehreren Personen, .dar-' runter dem Abgeordneten Stephan Halle r, erklärt habe, daß er den ungarischen Thron für den Erzherzog Albrecht zu retten trachte. (Große Bewegung.) Redner müßte dagegen (protestieren, daß mm, nachdem der gekrönte ungarische König .vertrieben worden sei, ein junger österreichischer Erzherzog auf den ungarischen Thron gelange. Die Herabsetzung der Horthy-Armee* Budapest, 13. Dezember. Die Nation al Versammlung hat heute den Entwurf über die Honved- Äftnee angenommen, die entsprechend dem Friedens- Vertrag nur 35.000 Mann stank,sein darf. Gegen die Reduzierung wandte sich-nur Graf Ap ,po n y i, be- . kanritlich derjenige, der den Friedensvertrag selbst 'M.Beieinbei* 192i Seile F : Großer Konzerthaussaal; ■ ■ j ■ iin——————i» i m- ... tmmmmmmmmmmm , ■ Donnerstag den 22. Dezember 1921 jj ■ 7 Uhr abends » [Abschiedsabend j j Mali PSeon \ l J. Malieh I unter Mitwirkung bedeutender Kunstkräfte Ser Kartenverkauf beginnt heute a »» «n den Könzertliauskassen, III., Lothrlngerstraße, an der Kasse M, der „Wiener Morgenzeitung“, II., Taborstraße I, irr der Buch- S^JiamUiuig Löwit, £., Rotenturmstraße, und im Kartenbureau Aida, II., Taboratraße 7 414 »»UWWVVWUUWWWU»MDWWUMU,WS«,,»,,»0,0M,, enigeg'engenommen hat. Die Regierung wird nunmehr-die überzähligen Offiziere und Soldaten in anderen Zweigen des öffentlichen Dienstes nominell unterbringen. Tatsächlich bleiben die Detachements voll aufrecht, im Besitz ihrer Waffen -und der Macht. -— Der Iinmunitätsausschuß verhörte heute den aus der Haft vorgeführten Abgeordneten B e n i c <z k y. Major Oszt enburg. ist angeblich erkrankt. Wahrscheinlich wird man:ihn bald in Oedenburg an der Arbeit für die magyarische Kultur sehen. Telegramme. Doch kein Moratorium für Deutschland. London, 13. Dezember. (Wolff.) »Mornlug Post« erfährt: Obgleich Rathen ai von London keinerlei Vorschläge über irgendein Uebereinkommen mitgenommen-hat. besteht doch Aussicht darauf, daß die Alliierten einen Plan entwerfen werden, der der tatsächlichen Leistungsfähigkeit Deutschlands Rechnung tragen wird. In gewissen amtlichen Kreisen herrscht die Ansicht, daß die geplanten Erleichterungen für Deutschland wahrscheinlich nicht die Gestalt eines Moratoriums erhalten werden, in dem Sinne, wie dieses Wort im allgemeinen verstanden wird.In weiten Kreisen macht sich eine zuversichtliche Stimmung für ' die nahe 'Zukunft geltend, Brüssel, 13.Dezember.(Havas.) Minister Louclieur drückte einem Mitarbeiter des „Journal du . Peuple“ gegenüber seine Befriedigung über die in Belgien gepflogenen Unterredungen:; aus.. Auf. die : Frage eines Berichterstatters, ob England den Gedanken eines Moratoriums für Deutschland aufgegeben habe, antwortete Loucheur, daß das Wort „Moratonum“ in der französischen Sprache nicht existiere. Der Minister erklärte, daß die Zahlungsf ä higke.it De u.t sch 1 a n d,s kraft seiner Hilfsquellen unbedingt feststehe, und fügte hinzu, es bestehe kein Zweifel über die Jännerfälligkeit. Deuschland werde wohl oder übel zahlen müssen; dies liege im Interesse Frankreichs und Belgiens, Ein jugoslawischer Attentäter in Enns verhaftet. Linz, 13. Dezember. Wie der „Tagespost* aus Enns telegraphiert wird, wurde dort gestern von der Gendarmerie ein gewisser Gio M a r i n k o v i c verhaftet, der als Mittäter an dem Attentat auf König Alexander, von Serbien verfolgt wird. BtraMBHBaEaHHBHBsnKinHBKpnHnnnnnHni Tagesbericht. Das Millionenbudget. Ans dem Voranschlag der Wiener Gemeinde« Im •Finnaüi'zaussdfauß gelangte gestern'die Veir* waltungsgiruppe für technische Angei egenheiüenf zur Behandlung, die mit einer AusgabeiBumnie von 6597 Millionen Krönen im Voranschlag für! 1922 figuriert. Die St-raßenisäuberuaig . und die Sträßenibespritzumg nehmen von diesem Betrag izß8 Millionen Krcanen in Anspruch. Eis ist. dies mehr ads fünfmal so .viel ails die Ausgaben d&ü Gemeinde für sämtliche Verwaltuings-zweige ihr letzten Fdedmsjjabr gewesen sind. . In‘ erster Linjd .sind es natürlich die Personia-liau?vvendu-ngfen,' die d;abei eine entscheidende Rolle spielen. Aber audlt die . Saiciiauslägen weisen Ziffern 'auf, am die; hiaanl sich trotz aller diesbezüglichen Erfahrungen '' Äes> Äljjags 'mddhffc leicht gewöhnen kamh: Die Abschaffung der Ke'hrbes e;ti ‘erfordert nicht .Weniger ajs 10 "Millionen Knan'en, wobei die letzteü Preiserhötountgen modh nicht berücksichtigt sih-ä. , ' Die Hau.;kehirichtsaibfuhir ist mit 407 Kronen. veransdhlaigt. So reformbedürftig die AVt der. Einfsaiminlumg des Hausfkiehrichfs ist,' ksäiwt. dötihf angesichts der gegenwärtig in Betracht" kodirrfem-: dep. Kcisitenj, die sich aiuf . Milliarden-: beläiufehi jviirdeii, an eine Aenderumg nidh-r ge:Ia *h,t ■ vv^rden1vö Weniger '-karg als in den. letzten Jä'lireii ist da© Kapitel Straß e n.e'f h L11ung und.'- S t r äß e n- :b, a,u diesmal1 -bedacht worden/ Dis! "Geincirid'e sciireilieit daran, die gewaltigen Schäden», die seit 1-914 der Straßeudedke, insbesondere durch' die 'eisefiböreiften Autdmobti'le der Heeresverwaltung 2ügefügt iWuiden; aUm'äldidb' zu beheben./ Für da©; nächste. Jahr sind 516 Millionen. vorgesehen* Eä wird immerhin ’ möglich; sein, due Aiizalhi Mmi Straßen, die durch ihren söhleichteai Zustamd .z-u beisomderer B-cmänigelwig Anlaß gegeben' haben; in- 'stawd zu seitzm, ibcziehu-ngsweise überhaupt neu’; zu pfl-aisitern. Von Hoch bau‘t e rs sind her^rzulhdbeiu Die - zweite Ausgestaltung, dos Schlacbth-ockes' von! St. MArx,- insbe sondere diuirdli) die Erbauung von! drei Ri-ndorisrtälein, mit einem Aufwand Vom: r53( Miilioimem Kretnon-, die Eleiktififizienumg der JKühl-j «anil-age. als Ersatz der schon völlig abgenützten! Dampfatnläge mit 44 Millionen Knomeii. , D.ats; Ver-| serg-ungsbdm Lainz soll durch ein \z Millionen! Kroiver. erfardeittides Küchenrti'öbengebäud'e - eisiel, schon längst notwendige Ausgestaltung erf&lire$&| Die Gemeinde ist im Begriff, -dals Märnn.erhei?n;;;.i®tf 20 Bezirk, - Mel demahnstraße, zu e»rw-etrbea, Mid 'be- •abs.ichifc'igt, es ails.. Veiis'Orgun ^shäMs ' LU '-cherwei Im Voramisdhlag sind 20 Milli-cmisn 'Krottiep' Iseflien.' Für das Krematorium -.sind 6b Mii^ lianen Kronen eingesetzt. Die A-nlaige^^ ist- »lyefrfeitäl Im Bau, wird sich gegenüber dom Zentralfriedhof) eifbdfcen und soll im September 1922 in Benützung} getiomimen werden. Für -die Erweiiteruag der ersiesi «nd -zweitÄS H o c h q u e 11 e -n w a s s e r 1 e i t un g wind «Lei Gemeinde 205 Milli-omen Kronen . ausgdban. -Daizri ßviomunt noch das Defizit des -kuifandeni Betriebes toh 127 Millicwien, das stetig wächst, da die Waisiser-; preise seit 1914 keine Veiränderumg erfahren haber^ Nach wie vor wi-nd das Trinkwas»ser -su ■ 20 Helterj das Intdustri ew asse-r zu 16 Heller für den föiubik^. metteir abgegeben. __ / - - - :v ■ .* Die Notlage der österreichischen Presse. Eins Verlautbarung der »Vereinigung der . österreichH sehen Tageszeitungen« macht die Oeffentlicälkeifj OBS Die Toynbeehalle in Wien. Anläßlich ihrer feierlichen Wiedereröffnung am 18. Dezember 1921. Von Dr. Richard Korn. Itnmltten -der grauen und düsteren Häuser ebner Seitengasse der Brigittenau erhobt sich -dias Mendiefeühe Stiftumgöhaus. Vor sieben Jalhi-en wurde es. seiner Bestimmung übergeben, der Wohlifaflirt .. armer jüdischer Bürger, zu dienen. To^mbeehallc und Kinder-; ,2iort fanden ihtr Heim , dia'rin. Zufl-u-cihitsstättenr für ' eoliche, die sich na-c’h ein weinig So-rnie ‘söhnen " ttiridi; sie m.ur finden können, wenin Wegkun-dli-ge ihmeft die ' Pfände -reichen. I-n einigen Tsigen soll die diesjährige ' V0rtragssaison der TdyinbeehaSBe ■ feierlichisfc eröffnet werden. Feierlicher ais sonst.-. Gi1it .es doch diesmal . einan VViederaufbiaiu in Angriff zu-nie-himerii /A A Toyin'beehaM-e! Wie diese Einrichtung aus; mühisaniieii Anfängen emparwuch-s. Zunächst m; einem epgen, üblep Raum 'dies, Elendsviertels im zwaanaigsten 'Bezirk, Wo' ddr [Züß&utoftjmiit Gewalt einigedämmt ^werden mußte, ’■ dtaimn7' über eine; weitere Etäijibe in fortwährend, an-sfceagonder'- Entwicklung anwätiliisen-d, «jfiem u-nteuiglkuron - Bedürfnis der jüdischen-: Armen entsprechend. Dieses Institut n-adi einglischem Vorbild ins Leiben gerufen z-u hfitbeai., ist das Verdienst. Pro-f. , pr. Leo Kellners. Er selbst *h»at i-ia einer Idesnen; Schrift < über. das erste Lebensjahr seiner. Schöpfuing b«richtet. Prof. Kellner erzählt in diesem . Werkdiön, wie ihm wähireji-d eiiies Aufenthaltes in London im Jahre 1S9S der Gedanke gekommen .sei, die Institution der T-oynhbehaille Wien nach'ziiibiM'en, uind welche Beweggründe ihn veraidilaßton, ihr jüdisclie«- Chairalcfer zu verleihen. Sind doch die vorbildlichen Toyn.beöballen Lon-döirus weit enttfemt davon, jüdische Institbuti-onan zu sd«i Arnold Toy.nfbee wair ein von tiefer und geläuterter Religiosität erfü'lßiteix A-nglikan-er, dar sein , kurzes Leihen (1852 bis. 1883) dem Bestreben weihte, die ,(tiefe Kluft, die zwischen dein Klassen der modernen Gesellschaft gähnt, durch imitellekttjel'le uind mora-liä-ohe Einwirkung zu ühenbrücken. Wie sein Biograph iMömtagme bsrfchitst, bea'bsicli ti-gte er u-rswrüngiic'li, Offizier zu werdtan. Auf der Sdiule, die ihn für diesen Beruf axiisbilden soüSte, ewachte jediocli eine unwider-; ■steblidhe Neigung zur Geschi-cih.tetpibilcfis'oipihiie in ih-jtn, d-ie ihm voraml-aßte, sich unter Aufgabe 4er uraprüniglichem Absicht auf das UmyarsitäfcsStuidi-um vorzube-r eiten. Als er schließlich nach mapnigfachen: Schwierigkeiten die Uini-versität. zu" Oxford bezogen, hatte, trat er in ■ innigen K-o-ntaikit mit der ärmsten.. Bevölkerung Londonis. Ja, ein; Lodighi-g- House in Whitechapel wurde •: sein eigemtlichcr Woihnsiibz ytiid.. unermüdlich wirkte, er unter der Arbeiterb-cvöl-kerung durch - auf klärende ' Vorträge , über -v-oMcsw-irfsabaftliche -und sozialpolitische Frageai:' Diie Im-pulse, zu seiner somlcferitati-ven Tätigkeit verdankte er seiner warmen Religiosität, doch tfar er fenn von jeder Bigotterie. Die Hilfe, die er seinen wi'Pbsöhaftlich - schwachen Mit- -bürgern angedeihen- Iaissen wollte, dachte eir si-iah in. ganiz eigener Art. Geld, da-s mau den Armen hin wirft, hilft m»r mo-nienitan., Nicht unterstützen: wollte er, sondern stützen. Statt- Demaigiogie prakitis'ohe ,Äuifkiä-ruug. Die IFund, di-e dem Un-glückHidhen gibt,, soll auch die Hand des Hilfsbedürftigen drücken, i>hn;Äu' sich emporheben. Diesem Ziele strehte' ToMhee mit'unermüdlicher •und sewie zarte Gesunidlhect aufreibender Tätigkeit zu. Vort-räge im Arbeiterviertel, Diskussionen, die er leitete, waren seine Hiataptwirksamkeit. Ein fasziniorendet" Stegredfredner, blieb „er (f«chriftstdleri’söh verhältnismäßig 'umprodiuktüv. Eün eisniziges größeres Werk wurde aia-ch seinem Tode vorn seiner Gattin ipulbltiziert. Als dor Zzjä'hrige starb, ahnte er nicht, welche Keime auis seiner Saat hervorsprjeßem soll-fenu Dean erst zwei Jn'hirc-tmaßh seinem Tode wurde -die erste öozialph-iilan^hiropilschc Bildungsstätte errichtet, die ilim zu- Eh'ren Toynlhce Halft genannt wurde und loron Be. streiben es war, durch -persönil'i'Cihear Kontakt der akademisdh Gebildeten mit der. Arb-eiterbevölkerung durch Vorträge und Erörtjerusigen über sozialpolitische Themen auf das Proletoriat Lond'oaus veredelnd eiiiizüwirkcn.. Im Ju.hre 1891 gründeten Erzbischof Newman und zwei Jahre später Kardinal Vuaightan eine Toymibechalie. Heute gibt es in. London weit über 50 Toynbee- •Iiaken. die atifklärend zwischen Kapital und Arbeit winken. In England halt diese Instiitution Klubch^rakter angenommen. Die Arbeiter erhallten Erfrischungen verabreicht u-nd halben Bibliio-Ulieken zttr Verfügung. ■Kellner ging in d'er Nachbildung des. ,'Tjerüihmteri '/Muistens raur so weit, ailis es die Wiener Verhältnisse er-* ' forderlich erscheinen ließen. Dalbea.-ist' es '«adhit' .naninjber-« es&amt, zu hören weiche. Gfühdfe ■ ißifl. bew^gen^ emsjtz! soidi-ea. Institut jüdischen Oh-arakter .zü. vsrftsJh«ru;5-- •> / V - , Erstens . hatte . er «Lne, - - dsstimmcksLoK«Hds -s«st«! JbrldltM^sbedürftige-r. Judien. vor Augen. Zweitens ’besoingta erAyoilil mit Recht, daß eimie. , alligetriieme/sbzialiprh-u^ .anthrOipische IrtstitutioiVwie $ie.ft<Äie. lirdlen -dats-teflen,. ' hier als Werk -eines Judm ./miß-, . günistiger . .Beurteilung unterliegen würde, und ^irflötapisi e-utislpra-ch es seinem Stanwneszuigahörigkaiitsige'füh'lj' füi* die vielen ph-iÖiiHnitlhiro.pi'Schen Ei-mridisungeni, '“äüs deutet die Juden oft entgegen dem Geist«, ihrer .Stifter allmählich. 'hinaivsgedränigt wurden oder von. allem Apfamg .an «u«geschlossen waren* <ri-neti ‘bescheidenflu Ersatz,zu bieten. . t •/../ ■.,• ." . . Wie war mitn die Emrichtiunig üeser ersten. Toyrt-, jjeöhaile an.M.dem Kontinent? Die Abönde .wurdan, mit .einem Vo<iifeia.g von etwa einstündöger Da^uer jslugcleitet; hierauf, trat eine Pause ein, in der'Mädchen Tee ' mjd Zwiebäc-k herumrei-cihtten. Die zweite HÄltfre des Aibpnds war dann der DLsUcuissiom des Vortirages] gewidmet oder es wurden MusSktvorfräge dlargebotenl Prof, Kellner berichtet in. sein-er -ikSleiineai -Sc-hirift, wie Vortragende und Publikum erst zueinan-dier ©mögen wenden mußten. W-ie abesr schließlich diese. Aijbcnd'ß verliefen, davon erzählt der Abglanz iin dien Augen1. joher, .die sie miiterlcbten, beredter, afts cs Worte vermöchten. ' /•. ‘; ' Anfangs waren die ahendlikhen Ve-itaristalbtjmge« cJin-e bestimmten Plan. AlSimählich bildete sich' jedoch eiü. festes Vertragssystem 'heraus, hi dient iin , regeähiäßig.cr Wiederkehr fast alle ivwlntigeiii -.Wissen®» gebiete beihandelt wurden. Ständig aiber war-der Freitagabend einem Bibelyo-rtrag geweiht. Der ‘Sa/mstog brachte regelmäßig musikalische Darbietungen. So rei/hten sich während' der Wintcraxonate von} Jahre ipox bis 1914 die Vorträge, Bibela-bende, Konzerte aneiharader, und -mit hoher Befriedigung 'konnte def