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Wiener Morgenzeitung · 1921-12-10 · Heft 1029 (10.12.1921) · p. Seite 6

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 1029 (10.12.1921)
Date
1921-12-10
Page
Seite 6 (sequence 6)
Language
German
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Seite <5 Wien, Sonstig WIENER MORGENZBITWG“ 10. Dezember 192! Nr. 1029’ 1 aWBWWWWWft* JUWIli. wj. ’IL.!>>, »,«„ »«MEE-»,»,,»»» W»m«»u«»M>»»>M»WMW»«WWIWHDW>chWch^MGW««WAOP»^ j..jatf».'"* »■. '*'7!''. "S.. '.'l.. 1 . . "»f. i'># Im Fechtsaal des Resldenzfechtkhibs finden zweimal Im Monat Amateurpoulen statt, an denen Assautfechter sämtlicher Fechtklubs teilnehmen. Bei der ersten Foule wurde Herr Bauernfreund Erster und Herr R o d e k Fünfter» obwohl sie bekannten Fechtern entgegentraten. An die jüdischen Sportvereine. Sämtliche jüdischen Sportvereine werden aufgefordert, ihre Adressen der Redaktion der „Wiener Morgenzeitung“, II., Taborstraße 1/3, bekanntzugeben. Hakoah (Wintersportsektfon). Sonntag den 11. d. M. Skikurs für Anfänger im Wienerwald. Leiter: Herr Kars. Sonntag den 18. a. M. Uebungsfahrte«, Besprechung am Freitag den 16. d. M. Weihnachtsskikurs am Bärenkogel in der Zeit vom 23. bis 26. d. M. Besprechung der Teilnehmer am Dienstag den 20. d. M, um Uhr im Klub- "heim. An dein Weihnachtsskikurs dürfen nur Anfänger 'teilnehmen. Kursbeitrag K 100, Für vorzügliche Quartiere und gute Verpflegung ist gesorgt. Anmeldung bei Erlag von K 200. Vom 6. bis 8. Jänner 1922 hält Herr Kars einen Tourenkurs am Bärenkogel für seine vorgeschrittenen Schüler ab. Menorah. Heute, Samstag, 7 Uhr, wichtige Spieler* Versammlung. Hasmonea. Heute, Samstag, 7 Uhr, wichtige- Vollversammlung. Morgen, Sonntag, 9 Uhr, Wettspiel einer kombinierten Mannschaft gegen Vedebus auf dem Krieauer* Platz. Cherutb. Heute, Samstag, Wettspiel einer kombinierten Mannschaft gegen Jüdisches Realgymnasium. Folgende Spieler haben um 2 Uhr im Klubheim, Ilgplatz 5, zu erscheinen; Handelsmann, Lichtenfeld, Makler, Diamantstein, Ossi Dörfler, Eckhaus, Druks, Neumann, Wurmbrandt, Karl, Bernhardt. Bei der letzten, am Donnerstag stattgefu«denen Spielerversarnndung wurden Josef Preminger als Ehrenkapitän, Diamantstein als erster und, Karl als zweiter Kapitän gewählt. 5 Uhr Ausschuß, 7 Uhr Heimabend. Cambridge von Oxford geschlagen. Aus T w i c kh a m (Vorstadt von London) wird gemeldet: Bei dem am 8. d. M. nachmittags stattgefundenen Jahresfußballspiel hat die Universität Oxford die Universität Cambridge mit 11:5 geschlagen. __ Volkswirt. Gestempelte Krone « —.10 Centimes, Auszahlung Wien « —.16 Centimes, Neuerliche Besserung der Mark. In Zürich notierte: die österreichische Krone —.16 (—.16. am 8. Dezember) die österr. gest, Krone , , —.10 (—.09 am 8. Dezember) die tschechische Krone. - 5.80 ( 5,80 am 8. Dezember) die Mark ....... 2.70 ( 2,90 ani 8. Dezember) Agram ........ 2.— ( 1,90 am 8. Dezember) Bukarest.. . —am 8. Dezember) Budapest .—.65 G-.02 am 8. Dezember) Warschau.—.15 (—.15 am 8. Dezember) Der Ausweis der Oesterreichisch-ungarischen Bank, Notenzirkulation: 120*6 Milliarden. Steigerung über 12 Milliarden! Stand der österreichischen Geschäftsführung am 30. November 1921. Aktiva. MetnlUchatz: K Ci^lomünsen der Kronen- , v.-ährjng, dann Gold in Barren, in ausländischen und Handelsniünzen, dar, Kilo (ein zu K 3.278T «e-' ■ ■ rechnet . . , . . . . 75.356.17 Geldwechsel auf auswärtige Plätze und ausl?nd. Note« (Pfund, Fru. MW . , , . . . . .€3104 Silberinirant- und Teilmünzeii ....... 4.147.36 Veränderungen seit dem Staune vom 23. November INI 0,941.04537+ ' .177.702.92 X«ö*enscheineil*r Kriegsdarlshcnskassc 244,744.000,— — 2,878.230.— Eskontierta Wechsel, Warrant;!, Klickten 1838S.127.V4.2l 4- 7.1}50,028.500,17 Darlehen gegen JKindpfand . . ... 558,999.400.— +; 10.214,100,-- Ltiektsn ....... rfe-i.062.S9 - ' 2o2.227.50 Oesterrclchlsche Staet&schatxscheine . 99.115,986.000—, -f. 11,000.000.— Ue«tirreichjsch-Mng:iri«hel}ank,Uqi»U dationsir,aai;e'‘, Uebertrag v. J. ISN . 7.722,221.222.13 1,221.277,-. Andere Aktiva ........ , 6.874,679.303 01 + 1,431,736.898,07 192.009,050.25831 Passiva. BanknutenumUut . . .120.612,824-506— +!2.086,513.120.» Girc.^'jthabrn and sonstige sofort fäll. Verbindlichkeit«!! ,.7.148,0E9.W339 — 3.000,873.997.2} Guthaben der Oe?terre:chif,ch-ungarischen Bank .UquIdationaiTiasse1' . I.Y25.805.SO>.I2 — 33,688.327.80 Sonstige Passiva.: , 4.122,404,942.50 — 444.139.CK9.33 r" 132.000,.59.158.3} " Per Ultiinonovembcrstand der Back zeigt eine Z ynähme des Banknotenumlaufes um l 2 0 8 6 Milliarden, welche Erhöhung größtenteils durch kommerzielle Ansprüche' mit. 7 150 Milliarden und durch Giroabhebungen mit 3 Milliarden verursacht wurde. Das Wechselportefeuille, hat die ■Höhe von 18*385 Milliarden erreicht. Hervorzuheben ist, daß von seiten des Staates die Bankmittel gering in Anspruch genommen wurden, was auf die SteuervoteinT Zahlungen zurückzuführen sein dürfte. Nichtsdestoweniger wirkt die neue Zunahme des Banknotenumlaufes um über 12 Milliarden niederschmetternd- Aufzukiäreit .wäre das Wachstum der „Anderen Aktiva“ um 143 Milliarden. Die handelspolitischen Ergebnisse von Portorose. Die handelspolitischen Vereinbarungen, die auf der Konferenz in Portorose zwischen den Delegierten der Nachfolgestaaten (Oesterreich, Tschechoslowakei, Polen, Ungarn, Rumänien, Jugosawien, Italien) getroffen wurden, sind, wie in der gestrigen Pressekonferenz inftggteilt wurde, im wesentlichen die folgenden: Im Verker zwischen den Nachfolgestaaten sollen die Einfuhr- und Ausfuhrverbote aufgehoben werden, und zwar die Einfuhrverbote spätestens mit 1. Juli 1022; die Ausfuhrverbote zu einem vorläufig noch unbestimmten, aber in der Zwischenzeit zu vereinbarenden Zeitpunkt. Bis zu dem vorerwähnten Zeitpunkt der Aufhebung der Verbote dürfen keine neuen Verbote erlassen werden. Für diese Periode wurden Vereinbarungen über die Handhabung der Verbote getroffen: Kaufleute der Nachfolgestaaten, die sich io einem anderen Nach- < folgestaat niedergelassen haben und dort Steuejrn zahlen, sollen hinsichtlich der Anwendung .der Verbots Vorschriften wie die Inländer behandelt werden. Bereits erteilte. Ein- oder Ausfuhrbewilligungen behalten trotz eintretender Aenderungen in den Verbotsyorschriften ihre Gültigkeit, ausgenommen de» Fall eines ent- , gegenstehejidfti höheren Interesses, Dies Alt insbesondere auch. bei der N.eueinführung von MinimalpreisbcstimmUngen für die Ausfuhr - oder bei deren Aenderung, wenn den Vorschriften;l*ei Erteilung der Bewilligung entsprochen wurde. Bei bereits zur Aufgabe gebrachten Gütern kann die erteilte Einfuhr- oder Ausfuhrbewilligung aber überhaupt nur aus Interessen der öffentlichen Sicherheit widerrufen werden. Konnten Einfuhr- oder Ausfuhrbewilligungen aus Gründen nicht ausgenützt werden, die dem Inhaber derselben nicht angerechnet werden können, so müssen sie auf Ansuchen verlängert* werden, doeh nicht für länger als ein Jahr nach Ausstellung der ersten Bewilligung? Bestimmt wurde auch» daß die Erteilung von Ein¬ oder Ausfuhrbewilligungen derMeistbegüntigung unterliegt; ausgenommen hievon sind Bewilligungen auf Grund von Spezialabkommen über den Warenaustausch. •Die Nachfolgestaaten verpflichten sich ferner, so bald als möglich» jedenfalls vor dem 1. Juli 19% In Verhandlungen wegen Abschlusses von Handelsverträgen auf Basis des. freien . Verkehrs ginzutreten. Einverständlich kann diese Frist a u c h. b i.s.E n d e 1 9 2 2 erstreckt werden. Innerhalb vier Monaten werden zwischen einzelnen Staaten Verhandlungen wegen Zulassung der Ausfuhr verschiedener Waren eingeleitet werden. Wir meldeten bei Ungarn als solche Waren an : Rohhäute, pflanzliche Gele, Tierhaare, Borsten; bei. Polen : Rohpetroleum. Ungarn verlangt von uns : Holz, Magnesit,Stahl, Gerbstoffe, Papier; Italien; Holzschliff, Zellulose, Schwellen. Das Abkommen enthält auch eine Klausel, wonach die Vertragsstrafen sich verpflichten, die Bedeutung der getroffenen Vereinbarungen nichtdurch Zollformalitäten oder andere Verwaltung s». rn äln.th men, die mit dem Wortlaut oder dem Geist des Abkommens in Widerspruch stehen, einzuschränken. Ebenso wurde vereinbart, daß die Vertragsstaaten es vermeiden werden, Zölle oder andere Abgaben vorzuschreiben, die einer Prohibition gleichkommea. Bezüglich der Freiheit d e s T r a n s it H a,nr d e I s wurde bestimmt, daß Waran, die durch ein Land durchgeführfc werden, sei es direkt oder mit Hinterlegung in einem. Zollager,, mit k e inen, and e r y n Z ö H e n zu belegen sind, als .wenn sie direkt aus'-dem Ursprungsland gekommen wären. Es wird, nunmehr durch eine Rundfrage bei den Regierungen der Nachfolgestaaten festzustellen sein, ob sie geneigt sind, die Vorschläge der Delegierten durchzuführen. -*—'• Vatutenkurse. Scharfe Rückgänge* Gestern trat auf dem Valuten- und Devisenmarkt eine empfindliche Verdauung ein, hervorgernfen durch große A d g a b c n im Hinblick auf die herrschende Geldknappheit. Nach mehrfachen Schwankungen erfolgte der Sehluß„zu den tiefsten Tageskursen. Dollarnoten fielen von 7200 auf . 6075, e n g 1 i s c h e Pfund von 29.400 auf 24.900, tschechische Noten .von 80.50 auf 70-75 und schweizerische Koten von 165 auf 142, Nachstehend die offiziellen Sehlußkurse: VerOffentHcbutig der Devisenzentrale vom 9, Dezember 1921, Deyisen (Schecks und Aus*- Zahlungen) Amsterdam f. 100 h«U. Quid«« . Agram 10Q jug. Kronen . . . . Belgrad!0£) Dinar . . . . , . Lerlln 160 deutsche Reichsmark . Brüssel ICO fcoigische. Prane* . . Budapest 10Q ungarische Kronen- Bukarest 100 Ltl . . . . . . . Christlsnis 10O nor>eg. Kronur . Kopenhagen IW dSniechs Kronor ron^sn > Pfund Stefüng . . . Madrid. 100 Pesetas.. Mailand 100 Lire . , . ,< . . New York 1 Dollar Paris 100 Francs : . . -. . . Prag 100 tschecho-slow. Kronen . Sofia 100 Lewa.. Stockholm 100 schwedische Kronor Warschau 100 polnische Mark. . Zürich 100 schweizerische Francs Noten Amerika«. Noten v, 5 Döllar aniw. - „ „ kleinere . . . Belgische Noten lOQ Francs . . Bulgarische Noten zn 1000 Leva . » » » ICO « ■ ,, kleinere ,• . . Dänische Noten 100 Kroner .• . Deutsche Noten zu 1000 Alarlc. . v ii » 100 ff . . „ „ kleinere. . . . Engl. Noten von 3 Livrcst. awtw. „ r kleinere . . , . . Französische Noten 100 Francs .■ Holländische Noten 100 Owlden , Italienische Noten v. lOOLIreaiifsr.? w kleinere . . . lugosl. Noten uhgest. zu 1000D laar » * 1> » 100 o „ n f, kleinere . , .Norwegische Noten ICO Kroner . Polnische Note« v. 500 »Mark asifw. „ . kleinere. . . . PumänischcNotcri zu tÖOOu.SOOLel n B kleinere . . . Buss. Noten (Roman.) zu 500Ruhet g « »p KD o „ r kleinere . , Schwedische Noten 100 Kronor . Schweizerische Noten 100 Francs Spanische Noten 100 Pesetas . . Tkehecho-slow, Not. v. 1000 asifw. „ „ kleinere . . "Ungar. Noten (neue Em.) zulOW» Kr „ « zu 10.000 Kr. . . . » b kleinere . . . Zinsfuß Geld Ware Kurs v. 7. Dez. Geld Ware 4Vj 219,150 2308.- 0230. Ä 3I9T.P— 44.4.40 800.50 67, Y5.97L 6 J 15.475 2)9.250 2312.- 9250.- 3203.- 44.470 803.50 80.025 260.950 2723.-’* 10.890 3497.— 51.980 890*30 £61.050 2727.— 10.91Ö 3503,-r- 52.020 893,80 102,025 134.025 3 23.090 Ö 64.060 5 20.740 6 8148.^- 3 Vf1 47.380 5% 7097.r- 6 V, -<095.— 5»/, 143.970 S 184.--. 4 117,975 23,110 85.040 36.760 6132.— 47.620 7103.— 4KB, 144.030 186.- US.035 29,090 100.560 31.59Q 727,V- 54.780 8072.-.- 4795. - 169.970 208.-- 139.475 29.71Q 100,640 31.610 7277,- 54.820 8078— •1B05.— 170,030 210.-- 139.523 0073.- «777.- 7198.- 720?.- 41.M) 3995.- Mm 4«S.- '5K280 4705.— 3U20 4805.- 113.975 3207.- 1144)25 3313.- 13M75 340T.- 13K523 2Ä 24^Tü, Ä ÄO 47.280 ■ 317.850 26.190 47.320 21T.75D 26.210 54.380 288.200 . 30.790 34.420 258.300 30.814) Ö170l~ 9140.- 91«'.- 9160.- 10.830 10.800 10.850 10.820' 84.473 181.- 84.525 183,- 90.775 195,— 99.828 .197.— 4«Mj- 49Ö5Ü— 3195:- Nos!- ■ Z.% r;z 141.970 117-175 83.400 7072,- 142.030 117,223 83-540 7073.- 164.970 138.47? 8047!- 165.030 iHHq 'aoSI sioigo 813.50 888.00 891.50 - - Die Sperre von im Ausland verwahrten Wertpapieren gewesener Oesterreicher. Der Verwaltungsgerichtshof unter Vorsitz des Vizepräsidenten Jenny hatte sich mit eiper bemerkenswerten Beschwerde zu befassen, worüber vor kurzem in schriftlichem Wese die Entscheidung herabgelangt ist. Der in Wien dauernd wohnhafte Beschwerdeführer, der Handelsgesellschafter Anton Knips, war zur Zeit, als das Gesetz vom 4. Juli 1919 in Wirksamkeit trat, womit der Staatssekretär, für Finanzen ermächtigt wurde, durch Vollzugsanweisung alle ausländischen Wertpapiere deutschösterreichischer Besitzer^ käuflich ©der leihweise in Anspruch zu nehmen, gleichviel,; ob sie im Inland oder im Ausländ verwahrt sind, ö s t e tV reichischerStaatsbiirger. In London und in Zürich befanden sich kanadische, englische und italienische Wertpapiere, die ihm lind seiner Frau gehörten« Als das Staatsamt auf Grund der zweiten Vollzugsanweisung vom 20. August 1919 alle Inländer verpflichtete* ihre ausländischen Wertpapiere, die sich im Ausland be-; fanden, leihweise dem Staate zu überlassen und vorerst au zumelden, hat der Beschwerdeführer dieser Anmeldung erstattet. Einige Monate später, und zwar am 6. April 1920, trat die siebente Vollzugs** anweisung zum genannten Gesetze in Wirksamkeit,' womit das Staatsamt auf Grund der erwähnten Ermächtigung nun alle bisher dem Staate leihweise überlassenen» und zwar auch die bloß angemeldeten Wertpapiere zur; Veräuserung durch die Devisenzentrale in Anspruch genommen hat. Gegen die Aufforderung, die auswärtigen Verwahr« ngsstelien der bezeklineten Wertpapiere vom ihrer Sperre zugunsten des österreichischen. Staates zu verständigen, erhob er. den Einspruch bei der Devisen-', zentrale. In derselben führte er aus, daß ihm die Gemeinde Rothau in der Tschecho-Slowakei am 10. Juli 1910, also? vor. der Verlautbarung der Vollzugsanweisungj vom 20. August 1910, die Aufnahme in den Heimatverband zuge si c h e r t habe. Am 27. Jänner 1920 sei ihm die tschcchorslowakische Staatsbürgerschaft aucli verliehen worden, so daß er nach dem Staats« vertrage von 8t. Oermain in . Oesterreich nicht mehr als Inländer behandelt werden dürfe. Er sei schon seit 10. Juli 1919 nicht mehr Inländer,, weil die Verleihung der tschechoslowakischen Staatsbürgerschaft auf den Zeitpunkt r il c k w i r k e, da ihm das Gemeindeheimatrecht zugesichert worden ist; weder die Vollzugsanweisung vom August 1919. noch vom April 1920 seien; auf diese Wertpapiere anwendbar. .Die Devisenzentrale hat dem EinsprMl* keine Folge gegeben und auch der Verwaltupgsgerichtshof hat die Beschwerde als unbegründet a bgewiesen. In der Begründung wird unter anderem gesagt: Für die Behauptung, daß der Beschwerdeführer durch die Verleihung der tschecho-slowakischen Staatsbürgerschaft am 27, Jänner 1920 nicht erst von diese in,, sondern schon von jenem Tage an, da ihm'die Gemeinde Rothau die Aufnahme in ihre« Gemefndeverbaod z u g e s i c h e r t hatte, auf gehört ‘habe, N , Österreicher zu sein, fehlt jede rechtliche Qrundr läge. Schon ihr Ausgangspunkt ist eine Feststellung des Sachverhalts, den die Gemeinde Rothäü hat.am 10, Juli 1919 die Aufnahme in den Heimatsverband: nicht vollzogen, sondern nur für die Zukunft in Aussicli^; gestellt. Die tschecho-ßlowakigche Slaa'tsbürgerschaft HA. er auch nicht etwa durch Option auf Grund des Staats*.' v e:r tf & g e s . v o n S-aint-Germain, sondern durch Verleihung nach freier Entschlie ß u ng der tschecho-slowaki sehen Behör de. Er war also bis zum 27. Jänner 1920 Inländer und gilt auch; für ihn die Vollz'ugsanweisung vom 'Apri 1920, wie die vom August 1919. Erhöhung des Aktienkapitals der Depositenbank. In der gestrigen Sitzung des Verwaltungsrates der Allgemeinen Depositenbank wurde beschlossen, das Aktien« kapital von 500 Millionen aut 1 Milliarde Kronen zu erhöhen. Französisch-spanischer Zollkrieg? Aus Madrid wird gemeldet: Halbamtliche Nachrichten'über die spanisehfranzösischen Handelavertragverhandluugeu klingen sehr pessimistisch. Ma« glaubt, daß es zu.einem Zollkriege kommen werde. — Aus P a r i s wird bericht: Der Ministern rat hat sich, wie »Echo de Paris“ mitteilt, mit dem französisch-spanischen Handelsvertrag befaßt, tier’deninä.chst abläuft. .Gerüchte seien im Umlauf, daß die wirtschaftlichem Beziehungen mit Spanien abgebrochen und spanische Waren durch Prohibitivzölle i u’j} g e sperrt werden sollen. — Ferner wird aus Paris mitgeteilt: Gestern wurden in Madrid die Beratungen mit dem französischen Botschafter fortgesetzt. Die von der französischen Regierung geplanten Maßnahmen würden am 10. cjli M* beginnen. Eine polnische Ueber$©e*linie. Aus panz.i.g wird initgeteilt, daß die vorbereitenden Verhandlungen über die polnische Uebersee-Litrie begonnen haben. Die zu gründende Schiffahrts- und Transportlinie soll zu 50% mit f r a nzösischem Oelde finanziert werde«. Tarbouches A.-G. Die Generalversammlung, in welcher die Bilanz für das erste Geschäftsjahr vorgelegt werden wird, findet am 12. d. M. in Zürich statt. Wiener Warenbörse'. (Originalbericht der „Wiener Morgenzeitung“.) Zu Beginn des Verkehrs an der gestrigen Warenbörse stellte sich nur schwache Kauflust ein infolge der z « r ü c k*g e g a n g e n e ii Valut.enkurs e. im späteren Verlauf, als eine Erholung der Kurse gemeldet wurde,. wurden einige Abschlüsse in Chemikalien perfekt: : A.«»geboten wurden;Milchsäure technisch 50% zu 36*M*rk franko Wien, verzollt inklusive Barrels, genuß* fähige zu 51 Mark ab Wien verzollt, Salalkali zu 2o Mark Wien, Actzkall zu 31 Mark transit Wien, Alaun in Stücke» zu tscheeb. K 6 transit Wien, Antichlor zu K 420 transit Wied, Bleizucker raffiniert kristallisiert reinweiß zu K 1500 Wien, Zeresin weiß zu K 720 Wien, Chromalau» zu 40. Mark transit Wien, Chrwnkali zu 78 Mark jjrpnipt transit Wien, Kalisalpeter zu 22 Mark transit Passau, Kupfervitriol zu K 710 bis 750 ab Wien inklusive Fässer» Minium zu K20QQ Wien pro Dezember, Natriumbisulfit 60/62 zu 16 Mark transit Passau, Paraffin 50/52 weiß zu tscheclu K 7.25 transit Budapest, Pottasche, 85/90 zu 21 Mark, Salmiaksalz zu 40 Mark transit Wien, Schwefelnatrium 60/61 zu 33 Mark transit Wien, Amoniaksoda 96/98 zu 78.50 pol«. Mark ab Oderberg, Steinkohlcnteerpech zu K 80 Wien, Terpentinöl Wielier-Neustadt, zu K 2150 Wien. Abgeschlossen wurden: Aetznatron 120 zu tschecii. K 9 transit Wien. Bleiglätte, Bleiberger zu K 1850 Wien, Chlorkalk au K 140 Wien, Salzsäure 20/22

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