Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 1024 (5.12.1921)
- Date
- 1921-12-05
- Page
- Seite 2 (sequence 2)
- Language
- German
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Sette 2 ^jen, Montag WIENER RTOP 5. Dezember t92i Nr. 1034 Deutschnationale und deutschliberale Juden. (Von unserem Korrespondenten.) Berlin, Ende November. Dieser Tage fand hier die überaus zahlreich beschickte Hauptversammlung des „Zentralvereines deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens“ statt Diese Tagung, welche die völlige Programmlosigkeit der Hauptorganisation der jüdischen Assimilanten enthüllte, war ängstlich bemüht, allen Gegenwartsproblemen des Judentums aus dem Wege zu gehen, denn dieser Kongreß stand sichtlich im Zeichen der Angst Der Zentralverein befindet sich mämlich in einer schweren Lage, seit ihm im eigenen Lager ein Gegner erstanden ist der sein Deutschtum bestreitet und ihm vorwirft, daß er durch seine jüdische Betätigung Verrat an der deutschen Sache übt nämlich der von Dr. Naumann geführte „Verband nationaldeutscher Juden“, der völlig im deutschnationalen chauvinistischen Lager steht, den Zusammenhang mit dem außerdeutschen Judentum entschieden ablehnt und die bescheidenste 'Jiidisische Betätigung perhorresziert Je aggressiver sich nun die „nationaldeutschen Juden“ benehmen, die — wie hier bereits gemeldet — auch vor der antisemitelnden Tonart nicht zurückscheuen, umso krampfhafter ist der „Zentralverband“ bemüht, jeder Bezweiflung seines Deutschtums die Spitze abzubrechen, umso ängstlicher ist er besorgt, jeden Verdacht zu entkräften, als würde er Wert legen .auf alljüdische Zusammenhänge. So hat man diese Tagung dazu benützt, um das. Bekenntnis der Zugehörigkeit zum deutschen Volke noch emphatischer als sonst abzulegen und einer der Hauptsprecher, Rabbiner Dr. Riege r, Aing so weit, zu erklären, der Nachweis, daß für die -Juden die Liebe zur Heimat ein geradezu religiöser Begriff sei, liege im Wunsche Jakobs, nicht in Aegypten begraben zu sein, und im Psalm 137, dessen* Sänger sich weigert, das Lied Zions auf fremder Erde zu singen. Im übrigen sei der Nachweis, dass der religiöse Heimatbegriff auf Deutschland anzuwenden sei, durch die Tatsache erbracht, dass die -Juden hier schon 1800 Jahre leben, während i h r A u f e n t h a 11 in Palästina nur 1400 Jahre währte. Hat man sich so bemüht, den genzen Sinn des Judnntums in deutschnationaler Richtung umzufälschen, so erklärte ein anderer Redner unter begeisterter Zustimmung, der ^Glaube“ — das einzige also, das diese Organisation Zusammenhalt — sei zu int*ipretieren als „Glauben an eine deutsche Zukunft deutscher Juden“! Wohl wurde von verschiedenen Rednern darauf hingewiesen, daß eine jüdische Vereinigung einen positiven jüdischen Inhalt haben müsse, aber diese Aeußerungen fanden keinen Widerhall. In dieser Situation hatte .natürlich ein Versuch die im April gefaßten Ablehnungen jeder Arbeit für Palästina einer Revision zu unterziehen, keinen Erfolg, die Angst vor Naumann war zu gross. So einigte man sich schließlich nach einer Debatte, welche alle Anzeichen nemöser Angst trug, darauf, daß jener Beschluß ja nur «fie Betätigung des Vereins für Palästina verbiete, im übrigen jedem einzelnen Mitglied seine Stellungnahme freistehe, aber weiter Karn man nicht Der Kampf der Naumann-Leute gegen den ^Zentralverein“ hat seine deutliche Wirkung geübt, Über er wird schließlich sein Gutes haben: Er könnte nämlich leicht dazu führen, daß die deutschen Juden, die noch an jüdischen Inhalten festhalten, zu einer Revision ihrer Anschauungen veranlaßt würden, welche eine reinliche Scheidung und eine teilweise Umkehr auf der Seite der noch jüdisch gerichteten Elemente mr Folge haben müßte. - Oesterreich. Nationalrat. Auf der Tagesordnung der nächsten Freitag den Q. d. M. um 3 Uhr nachmittags stattfindenden Sitzung des Nationalrates befinden sich folgende Gegenstände: 1. Konsulargebührennovelle 1921. 2, Bundesvoranschlag. _ Die Zuschüsse für die Staatsbeamten. Die Regierung bat verfügt, daß die für den 10. d. M. angeordnete Zahlung an die Bundes- , und Bundesverkehrsangestellten schon am 7. d. M., und »war in einem erhöhten Ausmaß geleistet wird. Dem- »ach werden die Bondesangestellten am 7. d. M. den »ach Abzug der am 1. Dezember geleisteten Gesamtzahlung verbleibenden Restbetrag auf die Novemberbezüge, vermindert um K 2000 (abgestuft nach Ortsklassen erhalten. Die Zahlung der auf den Index aufgebauten Bezüge ist für den W. d. M, in Aussicht genommen. _ Gestempelte Krone —.10 Centimes. Auszahlung Wien —.15 Centimes. ln Zürich notierte: die österreichische Krone die dsterr. gest, Krone . die tschechische Krone. die Mark. Agram . .. Bukarest. Budapest. Warschau. -.15 -.K) 5.60 2.40 1.80 -.70 -.14 (—.15 am 3. Dezember) (—.10 am 3. Dezember)* ( 5.70 am 3. Dezember) ( 2.40 am 3. Dezember) ( 1.80 am 3. Dezember) (—.— i 3. Dezember) (—.71 i 3. Dezember f—.14 am 3. Dezember, . \ Private Milieus :gen. wieder bSChhb^B lagernd NaSzB©gyWien,I.,Kohlmessergasse8 Politische Rundschau. Tschitscherin anerkennt nicht die Abtrennung Beßarabiens. Vorschlag neuer Verhandlungen. Aus Bukarest wirh uns berichtet: Der russische Volksbeauftragte für Auswärtiges, T schitscherin, richtete am 11. November eine Note an Take J one s c u, in welcher zunächst die im Funkentelegramm Take Jonescus vom 22. Oktober enthaltene Erklärung, daß Rumänien mit Rußland und der Ukraine ein friedliches, nachbarliches Verhältnis zu pflegen gewillt ist, mit Befriedigung entgegengenommen wird. Hingegen wiid dagegen Einspruch erhoben, daß die rumänische Regierung bisher dem Ansuchen der Sowjetregierung in der Affäre Machno nicht entsprochen hat.- Die Sowjetregierung ist bereit, im Wege der Warschauer Gesandtschaft alle auf die Greueltaten Machnos bezüglichen Akten und Photographien zur Verfügung zu stellen. Im weiteren Verlauf der Note erklärt Tschitscherin, daß die Sowjetregierung den Standpunkt Rumäniens, daß alle Akte, welche sich auf Beßarabien beziehen, innerpolitischer Natur seien, nicht zu teilen vermöge. Insolange Rußland und die Ukraine den Anschluß der ehemaligen russischen Gebiete an Rumänien nicht anerkenne, wird diese Annexion voir^eite Rußlands nicht als abgeschlosseneTatsache angesehen. Der Änschlußbeschluß der Moldauer Nationalisten sowie die diesbezüglichen Entscheidungen dei Großmächte vermögen die Haltung Rußlands und der Ukraine in keiner Weise zu beeinflußen, da weder Rußland noch die Ukraine diesen Ländern in irgend einerWeise unterworfen sind. Aus allen diesen Gründen muß jede Tat, durch weiche die Rechte der Bewohner Beßarabiens berührt werden, insolange, als eine Verletzung der Rechte Rußlands angesehen werden, als die ukrainische Republik auf Grund gegenseitigen Abkommens den Anschluß Beßarabiens an Rumänien nicht formell anerkennt. Der Standpunkt der rumänischen Regierung, daß die Frage der Zugehörigkeit Beßarabiens durch das Abstimmungsergebnis der Kammer entschieden sei, könne nicht akzeptiert, werden und stehe in Widerspruch zu dem von der rumänischen Regierung selbst befolgten Vorgang, diesen Beschluß der Kammer durch die Großmächte, die diese Angelegenheit eigentlich nichts anging, anerkennen zu lassen. Durch diesen Schritt habe die rumänische Regierung selbst zugegeben, daß der Anschlußbeschluß der Kammer nicht ausreichend sei. Zum Schluß spricht Tschitscherin die Bereitwilligkeit der russischen und der ukrainischen Regierung aus, diese Frage neuerlich zu verhandeln. Tagesbericht. Zu den Plünderungen am 1. Dezember. Noch immer laufen bei der Polizeibehörde Anzeigen über Beraubungen von Passanten ein. So hat der in der Wollzeile wohnhafte Baron Urus de Montagnac angezeigt, daß ihm in der Rotenturmstraße von Plünderern der Malakkaspazierstock mit Silberring und Gravierung „J. M. v.“ mit siebenzackiger Krone, ein Paket mit neuen Krägen und 12 Zephirtaschentüchern und ein grüner Hut, zusammen K 100.000 wert, entrissen wurden. Im Hotel Bristol erstürmten Plünderer auch das Zimmer der Marie Schulz und stahlen aus aufgeschnittenem Lederkoffer einen Perlbeutel, eine schwarze Lederbörse mit 2000 Mark, 500 tschechischen und 50.000 österreichischen Kronen, eine Necessaireeinrichtung, ein Paar Ohrgehänge mit je einem großen und einem kleinen Brillanten und Platin, eine Million Kronen wert, und aus dem Vorzimmer einen braunen imprägnierten Regenmantel, K 45.000 wert Ferher wurde im Hotel Bristol das Zimmer des Dr. Alexander von S a r 1 a y erstürmt. Die Täter stahlen Wertsachen im Betrage von etwa 20 Millionen Kronen, so eine Perlenschnur mit 157 Perlen, Schließe mit Brillant und Saphir, die allein 1,200.000 ungarische Kronen wert ist, ein französisches goldenes Armband ä la Grfecque,' 70.000 ungarische Kronen wert, eine Brillantbrosche,, eine silberne Toilettengarnitur, 50.000. ungarische Kronen wert, geschliffene Kristallftakoas mit Silberverschluß, 12.000 ungarische Kronen wert, Herren- und Damenkleider, Wäsche, Schuhe, einen Herrenpelz mit Marderfell und Sealskinkragen, Damenhüte aus Seide und Samt, Schlafröcke, Morgeajackwi, Bademäntel, Schals, Seiden- und gestrickte Krawatten, Plaids, Lederkoffer und Taschen usw. Einer'der Täter wurde „Emil“ geritten; die Plünderer müssen sich verletzt haben, denn im Zimmer waren Blutspuren zu sehen und im zweiten Zimmer wurde ein ausgerissener Hemdärmel mit Blutflecken gefunden. Weiters wurde im Hotel Bristol das Zimmer der Regine Haß erstürmt. Die Täter erbeuteten eine Armbanduhr, eine lederne Handtasche mit K 51.000 und zwei englischen Pfund, eine goldene Lorgnette mit Platinkette, 40 Pfund wert, eine einfache goldene Damenuhr mit „A. M.“ samt goldener Kette, 15 Pfund wert, eine Busennadel mit mehreren Brillanten, 30 Pfund wert und einen Schildpattzwicker mit runden Gläsern In den Hotels Bristol und Im rdal hol ': -;ic in der Lederergasse 2 wohnhafte Rosa W ■; 1 e r iarbeiten und Wirkwaren ausgestellt, so LFrecrattdecken, Sachetdecken mit Goldspitzen, Lederwaren, "Wolljacken, ein Wollkleid, Handschuhe und Strümpfe, zusammen eine halbe Million Wert Alles wurde geraubt Im Schwarzenberg-Kasino wurden dem Kiichenfleischhauer Ludwig Stadelmann zwei weiße Fleischhauerjacken, eine weiße Doppeischürze und ein Paar Schuhe, zusammen IC 40.000 wert, und dem Kellner Franz Schwarz ein grauer Rock samt WesJ eine kastanienbraune Hose, ein grauer Raglan, eine sch./arze Lederbrieftasche mit etwa K 500, eiti Seidenschal, ein Paar hirschlederne Handschuhe, ein Selbstbinder, ein Piqudkragen und eine weiße Fleischhauerjacke, zusammen K 70.000 wert, geraubt i Ira Kilnstlercafe wurden dem Oberkellner Haas Hübner aus erbrochener Geldlade eine schwarze Brieftasche mit K 70.000 und aus erbrochenem Kasten der dunkeldrapfärbige Winterrock und der grüne Fiizhut, zusammen etwa K 150.000 wert, geraubt Am 1. d. M., 6 Uhr abends, wurde das Auto, in dem tler Kaufmann Artur F i s c h e r, Rechte Bahngasse 16, saß, von Demonstranten angehalten. Fischer wurde zum Aussteigen gezwungen und mußte dem Chauffeur K 20.000 geben, dann konnte er steh entfernen. Vor dem Cate Landtmann wurde der Handelsagent Emmerich Steuer, Karajangasse 19, mit Fäusten und Stöcken mißhandelt und erlitt am Kopfe eine fünf Zentimeter lange Rißwunde. Die Bankiersgattin Marie M ü 1 h o f e r, I., Banlogasse 6, wurde beim Verlassen des Cafes überfallen; ihr wurden ein dunkelblauer Perlbeutel mit hellroten Blümche«, K 12.000 wert, die Lederbörse und verschiedene Kleinigkeiten im' Werte von K 80.000 geraubt, der Hut vom Kopfe gerissen; ihrem Neffen Ulrich L 1 p p e rt nahmen die Plünderer alles weg, K 5000 bar, Uhr usw. ,/ Dem Franz Eber 1 e, Turnergasse 31, wurden als Gast des Kn«»- cafe ein dunkel grauer Raglan mit Lederhandschu'' -0.000 wert, ein weicher grüner Hot; K 5003 wert, und die silberne T^attere, K 30.000 wert geraubt. Seinem Schwager G6zr ndo II11 g e r m a n n, Gebhardtgasse 8, raubten PI; lerer den schwarzen haarigen Winterrock mit Samtkragen und Lederhand-? schuhen und eine mit rotem Leder gefütterte schwarze* Lederaktentasche. Der Hermine Ullrich, Feldmühlgasse 7, versetzten Demonstranten um 4 Uhr vor dem Parlament einen Stoß in die Magengegend, so daß sie bewußtlos zusammenstürzte. In diesem Zustand raubten sie ihr aus der Handtasche K 9535, ein Taschentuch und einen Knäuel brauner Wolle. Seltsam ist, daß bei den Demonstrationen Jn das CafS Atlantis von einem unbekannten Täter eine eiserne Kassette geschleudert wurde. Verhaftete Plünderer. Bei den Demonstrationen wurden am 1. d. M. beim Falirkartenbureau am Kärntnerring, wie berichtet, zwei Frauen, Emilie Oswald und Elisabeth K i s s, beide Mariahilferstraße 110 wohnhaft, von etwa 20 Demonstranten überfallen, geschlagen und an den Haaren gezogen und sonst mißhandelt, man versuchte, ihnen den Pelz auszuziehen und entriß schließlich der Oswald eine silberne Handtascha mit blauer Ledergeldbörse mit K1300, zusammen eine halbe Million wert, und der Kiss eine braunlederne Handtasche mit einer goldenen Armbanduhr, einem Paar Brillantohrgehänge, 20.000 österreichischen und 3000 ungarischen Kronen und einer silbernen Tabatiere, zusammen eine Million Kronen wert Der Oswald riß man überdies ein goldenes Ohrgehänge mit Saphir, K 6000 wert, aus dem Ohr. Die Hüte schlug man beiden vom Kopfe. Die Täter, halbwüchsige Burschen, entflohen dann. Als Täter hat das Stadtkommissariat nun den 20jährigen Hilfsarbeiter Karl K a h l h o f e r, XX., Universumstraße 54 wohnhaft verhaftet. Bei ihm wurde die braune Handtasche der Fra« Kiss gefunden. Mit dem Oelde hat er sich zunächst ta einem Cafe zehn Schnäpse gekauft und sich dann am 1. und 2. d. M, reichlich in Gasthäusern gütlich getan. Die Tasche gab er dann mit den Juwelen ainem Greißler zum Verkauf* Der Greißler behielt ^ie und behauptete dann, als Kriminafbeamte zu ihm kamen, er habe sie eben bei der Polizei deponieren wollen. Auf diese Weise wurde der größte Teil der Frau Kiss geraubten Gegenstände zustande gebracht. Die Frau Kiss geraubte Pelzkappe mit Goldbesatz hat man bei dem Mechaniker Josef P r a s s e I, Donaueschingenstraße 28 wohnhaft, gefunden. Auch er wurd£ verhaftet Er gab an, er sei Zeuge dessen gewesen, wie man auf der Ringstraße einem Herrn den Hut vom Kopfe schlug; den Hut hat er eingesteckt. Er will auch der Plünderung der beiden Frauen beigewohnt haben und dann die der einen geraubte Tasche eingesteckt haben. Dann ging er weiter und kam dazu, als man ein Geschäft mit Lodenwaren plünderte und die Handtaschen auf die Straße warf. Er steckte eine ei«, um sie gelegentlich Verwandten zu Weihnachten zu schenke«, Kahlhofer und Prassei wurden dem Landesgericht eingeliefert. Iu der Wohnung des 20jährigen Sohtossergehilfea Leopold K u b e 1 a, XXL, Anton Störkgasse 79, fand die Polizeibehörde bei einer Revision drei chinäeilberne Trinkbecher, die bei der Demonstration im Hotel Sacher gestohlen worden sind. Gedanken eines Hundes. Von Anatole France (geb. 1844. Nobel-Preis 1921). Diese naiöhidienikljch-ffettiKen Sätze,'1 die für de« großen Itrandrer gleichermaßen charakteristisch shud' wie fite: .den Mimgen Beobachter Anatole Fmamce: entstammen seinem Juigemdeminmerunigeji, -Der kleine Pater«. Die Menscnen, Tiere and Steine werden immer größer, je mehr man sich ihnen nähert, und sie sind kolossal, wenn sie sich über mir befinden. Ich bleibe hingegen immer gleich groß, wo ich auch sei. Wenn mein Herr mir unter den Tisch einen Bissen i eicht, den er in seinen Mund stecken will, so tau er das. um mich aau die Probe zu steten und <unn midh za