Wiener Morgenzeitung
- Journal
- Wiener Morgenzeitung
- Volume
- 3 (1921)
- Issue
- Heft 1023 (4.12.1921)
- Date
- 1921-12-04
- Page
- Seite 7 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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■\v?- Irw.'Mfl wiE'ftE'it möe'cekseitt;kg*' 4. Dezember/102t ' , Io derR olaii drBü huc(JüdischeBühne), JI.,Präterrtraße 25, gelangt heute, Sonntag, 3 Uhr nachmittags, L Jungwirths Volssstück in vier. Bildern »Der Meiijeid“ [Götte Mispet) zur Aufführung. 'Iß abends wird A. Schors Operette in vier Bildern „Das süße Mädel“, mit Mali P i c o n ind Direktor J. K a 1 i c h, gegeben. Im Wiener Stadttheater gelangt heute 7,3 Uhr nachmittags G. Dregelys-Komödie „Der g.utsi't z e n d e F r a c k“, mit Josef J.a r n o }n der Hauptrolle, zur Darstellung. Abends 7 Uhr wird der amerikanische Schwank „P otaschn n d P er 1 mutte r“; mit Eugen fensen und Ludwig Stärk als Gäste, gegeben. > Im Josef s t ä d t e r Theater, findet heute 5 Uhr nachmittags als Kinderkomödie eine Aufführung dös Märchens „D e r gestiefelteKater“ statt.-;, Abends 7 Uhr gelangt der französische Schwank „D e r H iih n e rh o f“ von Tistan Bernard zur Darstellung. Im L u s t s p i e 11 h e a t e r (Gastspiel der Freien Jüdischen Volksbühne) findet am Montag den 12* d. M., anläßlich des zehnjährigen Bestandes der Freien jüdischen Volksbühne, eine Festvorstellung statt. Es wenden die . einzelnen Epochen in der Entwicklung des jüdischen Theaters fron den Volkssängerpossen bis zum modernen Kunsttheater durch charakteristische Vorführungen illustriert. Bei dieser Veranstaltung wirken sämtliche Mitglieder der Freien jüdischen Volksbühne mit. Der Karteiivorverkauf hat bereits an den Kassen des Lustspieltheaters sowie im Sekretariat des Vereines Freie jüdische Volksbühne, II., Untere Augartenstraße 11, begonnen. Stammsitzabonnements in den Bundestheatern. Mit 1. Jänner 1922 beginnt für die Vorstellungen im Burgtheater und Operntheater (einschließlich der Nachmittagsvorstellungen) ein neues Stammsitzabönnement auf Parkett-, Parterre und Galeriesitze. Für das 'Burgtheater werden wie bisher Stammsitzabomiemeiils ' für gerade oder ungerade Tage ausgegeben. Die Abonnementepreise für eineu Stammsitz betragen je ‘nach, der Lage des Bitzes K 2000 bis 15.000. Für das Operntheaier gelängen an Stelle der bisherigen Stammsitzabounements für gerade oder Ungerade Tai» nur Viertelabonnements, das heißt für 'jeden Vierten Tag Üur Vergebung. Die Abonnementspreise für ein solches Viertelabonnement sind mit K 2000 bis 15.000 für einen Site festgesetzt. Die Anmeldung, der bisherigen Abonnenten, welche ihre Sitze. unter diesen Bedingungen beizubehalten wünschen, wollen im Buröäu des Blindes der Stammsitzabonnenten; 1, Trattnerbof T, unter Benützung .der. aufliegeiiden Abonnementelisten . an den folgenden Tagen vorgenommen werden, und zwar: am 5. &M.;inder Zeit von V.5 bis. 7 Uhr. nachmittags durch die Abonnenten Von A bis F, am 6; d. M. in der Zeit von 'Iß bis 7 Uhr nachmittags‘durch die; Abonnenten voii G bis K, am 7..d. M. in der Zeit von 'Iß bis 7 Uhr nachmittag^ durch .die. Abonnenten von L bis O- und am 8. d. M. IM der Zeit Von 9 Uhr vormittags bis. 2 Uhr nachmittags, durch die 'Abonnenten von P bis Z. Alle weiteren Bestimmungen sind aus den bei der Stammsitzkasse der Bundestheater, •l.y Bräunerstraße. .14, und im Bureau des Bundes' der Stahimsitzabonaenten .angebrachten. Ankündigungen zu ersehen. Stammsitze an neue Abonnenten werden für das fähr 1922 nicht , äüsgegeben. Das Arbeitsprogramm des Burgtheaters. Die nächste Neuheit des Burgtheaters ist das dramatische Gedicht „Die Verkündigung“ von Rudolf Borchardt, welches Werk Mitte dieses Monats hi-folgender '.Besetzung der .Hauptrollen,.zur Aufführung. gelangt;;Die Jungfrau.Fräulein Punkösdi, der Vater -r Herr -Siebert; die Mutter —Tjiau .Bleibtreu; .der falsche Bote Herr HöbHng; der Böte — Herr Aslan. Die ., Regie führt Herr Herterich. Dazu wird Hauptmanns „Harinele“, neu ein.siu di ert, mit Frau Mayen in der Titelrolle, .gegeben. Ende Ei'ezehiber Folgt die Aufführung des’ £Cöriofän(f. Anfangs Jänner findet •die Premiere von Wildgans’ „Kain“. Mitte Jänner von Strindbergs „Fräulein Julie“ statt. - ‘ : :'y Das Salzburger Mpzatteum in Nöten. Salzburg, 3. Dezember.-(Privat) Die finanzielle.Krise des Mozarteums ist nachgerade zu einer ständigen Erscheinung geworden. Als sich das Mozarteum vor einiger Zeit in einer Versammlung hilferufend an die Oeflentlichkeit-. wendete, war der Erfolg,, daß einige Subventionen ausgewogen wurden. ..Die. Lehrkräfte. Le d;wröka, Römisch, Sauer usw. beziehen gegenwärtigGehafte, die sich zwischen K 12.000 und 16.000 bewegen. Am letzten Gehaltstage waren die Kassen wieder I e e. r, so .' daß der Lehrerschaft nicht, einmal diese bescheidenen; , (Gehälter, sondern nur zwei Drittel ausbezahit werden konnten.'. Wie wir erfahren, hat sich angesichts dieser katastrophalen Notlage des Instituts der Lehrkörper zu einem eintägigen Demonstrationsstreik entschlossen. .. ' hto Perutz: Die .Geh Mtrt dies Aktien vist, Riikote-Verlag, Wien lysi. Dar Erzähler Penitz ist in -cken letzten Jaiforen: mit bedeutenden Werken, in. die OeffemtlicMceit geöreiben. Auch die vorliegende Novelle zeigt seine romanitisierende KiwiBt in herber Eigenart. Die einfache Fabel er&cMießt init-tre&chanendtam Blick ein seltsames Zeitbild. Perafcz’ meisterliche Erzählung von der Geibnrt des Antichrist, des Abenteurers Cagliostro, ist eine kleine Kostbarkeit. \ —n. Hugo Sonnenschein: „W a r ein Anarchist“ Gedichte. Auswahl aus sieben Büchern.. Erhst-Rowohlt- Verlag, Berlin, 1921. Daß die Lese aus sieben Büchern kaum 50 Seiten ergibt, zeugt lobend für die strenge Selbstkritik des Dichters. Sonnenschein hat viel Ursprünglichkeit; in seinen Gedichten ruht tiefes Erlebnis. Er hat den Becher des Leids bis zur Neige geleert und mit schmerzlichem Zürnen gegen die Gewalten angekämpft. Seine. Gedichte sind blutvolle Bekenntnisse zum Menschentum, zur Liebe und Freiheit. ■ * . —n. Indiaiiermärcfsen aus Südamerika. Herausgegeben von TheodorKoch-Grünberg. Eugen Diederichs Verlag, Jena 1921. > Eine neuer Band der ausgezeichneten Sammlung „Märchen der Weltliteratur“, der tief in die Seele der aussterbenden roten Rasse blicken läßt. Die Mythenforschung in Südamerika ist neueren Datums. Erst Brett, Rodriguez und Nordenskjöld habe« wertvolle Sammlungen publiziert, die der Herausgeber teilweise benützte. Das vorliegende Werk hat die ’ neuesten Forschungen berücksichtigt. Schöpfungs- und Heroensagen wechseln mit einfachen Märchen, Tierfabeln und humoristischen Erzählungen. Neben dem Humor, der die Freude des Indianers an drastisch-komischen Szenen zum Ausdruck bringt, geht eine blühende Phantasie, die sich vielfach ins Groteske steigert Photographische Wiedergaben und Zeichnungen schmücken das schöne Buch. —n. Bücherei «lauf. Max B r o d: Die Erlöserin. (Rowohlt- Verlag, Mark 18.) — Jakob Mestel: Dimjojnes. 1921,' New-York. Im Selbstverlag. Hauptvertrieb für Amerika: Verlag „Jüdisch“, New-York; für Europa; Verlag „Der Kwali", Wien. (Jüdisch.) — J ö h 1 i n g e r: Bismarck und die Juden. (Verlag Dietrich Reimer, Berlin.) — Dr. Zewi Parnaß:' Kwestia Zydowska w swietle Nauki. (Beth-lsrael, Lemberg.) Carnegie Andrew: Geschichte meines. Lebens. (K. F. Köhler, Leipzig.) — Palästi n a: Bilder von Land und Leben. (Verlag F. Ostertag, Berlin.) — An - ski 8.: Der Dybuk. (Uebersetzt von Arnold Nadel, Verlag „Ost und West“," Berlin.) — Albert Ehrenstein: Briefe an Gott (Verlag Waldheim, Wien, K 300.) — Christine Li ndent h a 1 e r: Die Geschichte von Hans Burkhard und der kleinen Lotte. (Wiener Literarische Anstalt) — J. J. Line t z k y: Dus pojiisclie Jingel, Roman, 1921. Verlag „Der Kwali“, Wien (Jüdisch.) — Andrej ew: Nachtgespräch. Internationaler Verlag Renaissance, Wien. — Rosa M a y- . r e ’d er: Fabeleien; U. T a r t a r u g a : Mystik und Magie, beide"Anzengruber-Verlag, Wieu. — P. Natorp: Stunden mit Rabindranath Thakkur; W.E. Peuckert: Apokalypse 1618, beide Verlag Diederichs, Jena. Private Mitteilungen. Wäschesalon D. Rösenfeld (KORITSCHAN) WIEN, I., KOHLMARKT 5 KOMPLETTE BRAUTAUSSTATTUNGEN VOR- ' NEHMSTEN GENRES TEL. 9307 Prämiiert: PARIS, LONDON 1901 122 Moderne westjüdische Dichtung. Im Aufträge der Zionistischen Bezirkssektion. Landstraße veranstaltet das Könzertbureau des H a r ii a c h am 13. d.VM.; , um 7 Uhr im Festsaale des Gew e r b e v e r e i n. s einen ..'Abend moderner westjüdischer Dichtung, an dem M i r j a m Sch n a b e l - H o e f 1 i c h und. O s k a r B e r e g i Mitwirken. Eine kleine Anzahl.-von-Karten ist, an der Kässe der WienerMot g eÄ Ae fit u a g, Hl, Täbprstraße 1/3, und in der Buchhandlung Löwit, Roteriturmstraße, zu haben. Abschiedsabend Mali Picoif M a l i P i c o u, welche Ende Dezember Wien verläßt, verabschiedet‘ sich am 22. d. M. mit einem im Größe« . IKohzerthaussaai stattfindende» Konzert vom Wiener Publikum. Näheres wird .rechtzeitig bekanntgegeben werden. Literatur u. Wi88en8chaft. Max-Brod: „Die E r löseri,-p“:>;Ein Hetärenge$präch. | Ernst Rowohlt Verlag, Berlin IM. Die Versuchung in Max sich mit den letzten Dingen zu befassen, ist so groß'.wie sein Hätte zu. exzentrischer Dekoration. Sein Eigenes ist wertvoll'genüg, dennoch reflektiert er fremde Art Die „Erlöseriu“,- eine Dame der Halbwelt, Jüdin, und ihr Partner, Judpnstämmllng, Gesandschaftsattachö, atmen in Heinrich Mapn^Sternheimscher Luft, sprechen furchtbar klug und vergessen beint Konversieren den Zweck der Zusammenkunft. Sie erzählt, daß sie Dirne wurde, um mit dem so .verdjeuten Gelds irgendwo in Zentralasien „eine neue, richtige, freiere Gusta Rosenblatt David Kaminker geb. in CsernowilK geb. in Strusöm' dzt. Wien, XIV. dzt. Wien, VII. Verlobte ' November 192i 5588 Elly Reichsfeld Josef Tauber Wien , Oswiecim Verlobte Wien, 20. . November 1921 5684 m ejn, daß er als Blinder durchs Leben ging, und fleht,sie an, ihn zu retten. Er küßt den Satnn ihres Kleides, bittet ihr eine „glückselige, überirdische Hochzeitsreise“ aü, " doch sie will beim Geschäft bleiben- Wer.weiß, was da geschehen wäre (erklärt er doch : „Ich werde wahnsinnig“), wenn nicht plötzlich eipe.Falltür ihn verschlungen hätte. Er landet in einem Zimmer des tiefer gelegenen Stockwerks, wo ihm das Dienstmädchen Hut und Stock' überreicht. Gut ist’s g’angeu, nix is g’scheh’n. Max Brod wird hoffentlich von diesem kleinen Ausflug bald in sein gut bestelltes Haus zuriieitkehvetu —n. Erna Rappaport Isaak Bleiberg . Chrzanöw. Stanislau ■ empfeblen sich als Verlobte 4 November 192t 9301 Salcia Kuppermann Heinrich Süß Jelesnia Narol Verlobte November 1921 5690 Regine Salzhauer David Munczek Verlobte K'olomea, ini November 1921 5692 ZUR VERLOBUNG meines hochgeschätzten Freundes Herrn Hermann Süßmann mit Fräulein Erna Gang gratuliere ich herzlich st. $. WOLLOCH 9306 Fo'io 7 & Wian,!.,TBtMafli!Eii 16 # Herren-, Damen- und Geseüschaltsschuhe ln erstklassiger Aus-' lührung. Spezialität: Mathan-Schuhe, ideale Fußbekleidung für Mädchen und Knaben. 4020 VUlARiAHltFEftSIßÄSSE M. Größtes bestsortiertes Lager Wiens in Teppichen, Decken, Vorhänreni Ueberwiirfen, Laufteppichen, Stores, Doppeldecken etc. Billigste. Preise,! .1078 , ^estayrani Opamr.i Wieri, 81Taborst?aße 12 •' j Erstklassige Küche - Spezialität: Täglich polnische Fische * Tokayer und Szamorodner Weine ■ > Grosser M bieiser Hft MWiWW eit z? nrgelee B RII.I.ANTEB«, Perlen, Gold, Silber, Platin, u. 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Dezember 1921, halb 7 Uhr;abends, im Festsaal des Hotej Continental, II., Taborstrasse :8, GROSSE CHANUIUMHE1ER zugunsten der Inlandaktion für kranke wie schwer ünterernährte Kinder Mlfcwirkend: Oberfeldrabbinet Prof. Dr. Josef Mieses, Oberkantor Gerson Margulies, Konzertmeister Zimbler,- der' Jüdische''Gesangverein (Dirigent Prof. Braslawski), ein Streichquartett des Hakoah- Orchesters. ., Kartenverkauf: Jüdischer Frauenbund, Jüdische Kinderfreunde, II., Obere Donaustraße 91, Kasse der „Wiener MorgenzeitungS II., Taborstraßc I. Buchhandlutig R. Löwit, I., RotentufmStraße 22, Konzertbureau „AYda“, II., Taborstrasse 7. 930o DANKSAGUNG Hiemit erlaube ich mir, den hochgeschätzten Künstlern, MALI PICON (Boston) und Herrn ISAAK DEUTSCH für ihre selbstlose Mitwirkung bei meinem Konzert den herzlichsten Dank äuszusprechen. MUSIKPROFESSOR EHRLICH „Strumpfwelt“ VII«, KircherigässeNr.12 . (Ecke Lindengasse) 834 »«ra Fernruf 35-2-38 Möbelfabrik J. Spira Feine m9 M. Wohnungsetnrichtun^en. (Ecke Karl Schwcighofergassc, 6742 856