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Wiener Morgenzeitung · 1921-12-04 · Heft 1023 (4.12.1921) · p. Seite 5

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Journal
Wiener Morgenzeitung
Volume
3 (1921)
Issue
Heft 1023 (4.12.1921)
Date
1921-12-04
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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Nr. 1023 Wien, Sonntag /WIENER MÖRGENZETniNG' £ Dezember 192 f .Seitens> wahr, in w-eldnom Josef Tmimperdor, detr so früh mumis Leben gettom-mene Kapitän des >Ziotn mnile-. Corps« mit anderen Kameraden «'m Verteidigungs-; foa/rtiipfe gegm mairodiftreaide Bed-uiin^sitämme ge- * •falten ist. Etwa eimiem Steinwuirf weit von -hier, ■tetehit dem Norden zugewandt, liegt. Kefalf Gi-lieaidii. Hier gründeten die elhietmialigen Miitgliieder der - paHästitnenisisdhen S duoimer-Oirganisiattiotn iihr Heim, hier führen sie ein gemeinsames Leben, das der Bearbeitung der Sdho1le gewidmet ist. Hier leben auch die Witwen jienier jüdischen Helldien., die aim vietfadhitedenen Orten ihr Leben in. der Verteidigung der jüdischen Kjoioinkn lassemnnußtem. Hier befinden;©idi a;j»dhl diie Waisenkinder, etwa zwanzig an der Zaßil, für .weldbe diie Koiliomisten. eine imoderne Schmie errichteten, die als. enzieUrerisdhies Experiment von besonderem Initeresse ist. Da? Problem der enntsp.redhteiiyd'ein' Fürsorge für di. Jugend arbeitender Familien., für.die Kinder •solcher Eltern, die den ganzen Tag über in der Landwirt schlaft 'beschäftigt sind, bat die Pädagogen ' Palästinas lange Zeit . lundiurcih besdhäftigt. Iiv diesem Teile Plaläsitiniais, wo dass .Leben« einen ..isohweren K sumpf dar stellt, fcamin sich-'nicht jede '«jüdische Mutter den Luxuss erdaniben, sich persönlich, mm i'htr Kind, um seine Erziethiung zu Eü-minreirn.. .Alle erwachsenen' Menschen sind hier gezwungen, .ihre ganzem Kräfte der Kiulitruir des Bodens oder anderen, der SeBbsterhaiLbung dienenden Beschäftigungen zm widmen. Die Not zeugte das Experiment und die Dorfschule für Kinder wurde errichtet. Ein Lehrer unid eine Lebirerin wurden ans ■ Jerusalem bezogen, und alle Kinder des. Dorfes ihren Händen übenanitwosrt'et. Vom ersten Anigeni- Ibiiok ihres Erwachens aim frühen Morgen bis zu dem Moment, da sie zu Bett gebracht .worden, verbringen diese Kinder ihre ganze Zeit in Gesehschaft ihrer Ldhrer und Erzieher. Nur ei*n-e hurze Pause, trm die Mititagsstimde, da diie Mütter eine StundJc lang ihre schwere Arbeit aiussetzen, ist den Lehrern gegönnt. Diese Mußestunde verbringen die Kinder bei ihrer» Müttern» die während dieser-Zeit selbst '‘(kurze Rast halfen. - Die Sonne war eben im Begriff, umterzugehem, ‘als iah in der Kolonie ankam. Ich fand die Kinder gerade an der Arbeit bei ihren Gartenbeeten. Lustig bewässerten «sie die Pflanzungen, säuberten sie vom ' CJinlkräut und botreifteii die Blumen., die sie selbst gapfl-anizt habtem«. Echte, ungeheucheilite Freude leuchtete auiis dem; Gesicht' eines jeden Kindes. Bevor noch die Sonne hinter den Bergen versahwunnrden war, hatten die Kleinen ihre Aufgabe erfüllt und ein klarer, weißer Mond leuchtete ihnen atuf dem Pfade heimwärts. Die 'kleineren «Kinder haben «einen eigenen- Garten, den sie uateer;Atifsic3it’-uhd- Leitang einer Kindergärtiniarin selbst betreuen^ Entzückend ist der Wetteifer, dar zwischiein dieser Gnupp-e der •Kleinsten u.md jener der reiferen Jugend in der Arbeit sich -kuindgibt. Stolz erzählten mir diese jungen Mitglieder beider Gruppen, wie sie ihren Eltern bei der Abtritt aniif dem. Felde behilflich sind. Es war gerade um die Zeit der Zwietoelennifce. Stunde um Stunde, Tag um Tag mußten, die Zwiebeltknolka aus dem Boden geholt werden, sine schwere, mühsame Arbeit, die sich schmerzhaft in den Rücken dieser kleinen” Menschen 'legt. Und doch wird die ganze Arbeit von den Kindern selbst geleistet, die, wennsie die Müdigkeit zu übeirnränim>en droht, das »Lied von der Zwiebel« amstimimeo, welches ihr Lehrer gedichtet, komponiert unid sie gelehrt hat. Im RbvErnu« dieses Gä-rbnerliedes vergessensie alle Härten der Arbeit, die sie munter und lustig;zm Ende führen. Wie ein Gruß dieser kleinemkünftigen Bauern klang dieses Lied von der Zwiebel mir entgegen und erweckte in mir manch rührende Erinnerung und erzeugte in meinem Herzein eine liebevolle Wärme für diese herrliche 'Zukunft unseres Volkes. Der Abend kam und mit ihm die gemeiitnlsaüne 'Mahlzeit. Wieviele inditviduiölle Wümsche galt as«, zu erfülltem und die. versc|liiedeniairti«g9ten Grade des Hungers zu befriedigen! Aber alles vollzieht sich mit Danftmiut und in Frieden. Die Kin-dbr nehmen tr-ulhiig an denn langen Holztisch Platz, juuir ein Mädchen bleibt stehen und trägt stolz«; die 'Sahünze zjuir Schau«, welche -dtimdhidas eiugemeiikite Wopt >Ondnarki« diie Atmahniissitellung Ihrer Trägerin kennzeichnet. Heute fat ihr Senvier-tegd Sie al-Iohi isst -an diesem Tage 'berechtigt!, in die Küdlne zu gehien-, und sie allein, bringt alten -Kindern -ihre Mahlzeit. Diie Ordneriin deckt den Tisch und ist für alle Vorgänge während der‘Mahlzeit 'verantwort- ' lieh. An jenem Abend ereignete sich ein, Zwischen- 'fall. Eines der jüngsten- Kindfettf stieß uinivefisiöhenis eine Tasse heißer Milch um -lind''verbrühte sich. Die kleine Ordnerin, die Tochter eines der 'bedeaiohite-sten Sdh'Onirim, «der wÖhrend einies aralbiiadhiein Angriffes M Ntedlergaliiläa utmis Leben kam, eilte rasch dem Opfern des Uintfalles bin,, trodcneite es, brächte' den Ti-sdhi wieder in Ordnung, leistete dem* schreienden. jKinde die erste Hilfe, während der Lehret in einiger Entfernung -däs weinende Kind beruhigte. Diie Erwachsenen brauchten überhaupt nicht' eiirmigreifen. Die kleine Kinde.r-republik erledigte den Zwi-schenifall unter sich. Nach dem Mahle «sangen die Kinder Lieder von Fisdhimann,, Tüchernidiöwsky und' anderen bedeutenden jüdischen paläst inemsisethen. Dichtern-und Halasi & Co. ■Bes. i i I„!., SsiMätlü Hr. 3 Paflaüs Kofeurg — Fernsprecher Innenarchitektur, antike and moderne Kunstmöbel, Kunstgegenstände, Dekorationen, Bilder, Stoffe, Tapeten 134 begleiteten den Lehrer, der einige chjassidis-che Melodien ain<siti«m«mte. I«m Kimderdouf Kefair G'ilöadi erscheint auch eine «Kkiderzeitung, 'Sie w«ir>d hatnid'&clir-ifüi-ch hergestellit. Von- Zeit zu Zeit gibt der Lehrer ein,, «zwei Sitiichwonte, -auf welcfaetm dann die Kteitmeiii' ihre Geschichten atifibauien mnd «sie deir Redaktion, die in den Händeui des Lehrers liegt, übe-rreichen. Die beste Erzählung wird zum Zeichen der Anerkennung indar Zeittun«g Aneröffenitüdh/t. Ab und zu werden die -besonders geschickten und scharfs innigen Kim-dersfreicihe der ganz Kleinen auts der Alters- Ik’ästse van izwei bis drei Jslhiren für die -Zeitung verarbeitet. Bes-culdlers anmutig und -interessant ist. •die, Neuigkei'tsirubräk. Aus dieser Rubrik erfuhr ich-, daß die Radieschen bereits den Boden gespir-en'gt blähen und -ihre Blädtchoni aus der Erde foervor- ’guicikc.HK Eine ändere wichtige Meldung bringt die Neuiigkeit, d!aß die Kinder den Kohl, den sie selbst gepfläuizt'hatten, am voran gegangenen Tage, -mit Appetit verzehrten. Die Meldung, daß eiper der -’tihiadlbiafit gewoirdetten An-stalnidsortia von den älteren« Jungen wieder in Stland gesetztwurde, hatte aui die Leiser die Wirikiting einer Sentsationi. In einer derveröffentlichten Erzählungen wird ein kleines Mädchen geschildert. Die Ve-rfasserdin« rühmt ihrer Heldin die hförrlidisten Eigemsdh-aften niaiclh: >Sie wusch immer den. Tisch sauber alb, . ipuibzitie die Messer, Gabeln5 und- Löffel, scheuerte die Töpfe blank und hielt die Küche-rein.« In dieser Weise mallem sich - die«kleinen (Jüdinnen d-ais Ideal einer Frau im selbständigen Wirku-ngs-kreis aus. Dieser Versuchder Kiicide-rerzMiung.-^vie er; jiezt in Ivcfar Gileadi erprobt wird, befindet sich natürlich noch in seinen AnfaugS'Städi'en. Palästina ist reich ain herrlichen Hoffnungen-, die noch nicht erfüllt sind, und am- Zukunftsplänen,, die 'vielleicht niemals in Erfüllung gehen werden'. Ich wollte mit dieser Erzählung dunchatus nicht dieser jüdischen Dorfschule, wie sie heute ist, die Siegerpalm'e reichen. - Mein ZavcciIc War bloß, das Leben und Treiben in . diesem jüdischen1 Kiniderdorf als ' ein; Zeichen für si-ah'eirlüdh' sehr interessante Etiziehiulhgsbcsitirebtulngen zu beschreiben; Soziales Wirken einer österreichischen Großfirma. Ein Beamten-Wohnhaus der Schuhfabrik „Beka“ in. Mödling. Wie wir erfahren, läßt die Firma Brüder Klein, Schuhfabrik „B e k aw, ein neues, z w e i Stock hohes Beamten Wohnhaus nach den Plänen eines hervorragenden Wiener Architekten erbauen. Das Objekt, welches mit allem modernen Komfort ausgestattet wird, erfordert einen Kostenaufwand von mehr als 25 M i 11 i o n e n K r 0 n e n. In der abgelaufenen Bauperiode hat „B e k a“ einen gleichhohen Betrag für die Errichtung von Arbeiter- Wohnhäusern investiert, so daß binnen kurzem 42 Neirw ohnu ngen dem „Beka“-Personal zur Verfügung stehen werden. Diese Investitionen beweisen, daß die Firma „Bekau ihren Stolz darein setzt, trotz der gegenwärtigen schweren Zeitläufte auch auf sozialpolitischem Gebiete führend und beispielgebend zu wirken. Diese Auffassung sozialer Pflicht seitens der Firma „Beka“ wird ihr sicherlich den vollen Dank ihrer Beamten- und Arbeiterschaft sichern. Die Betätigung eines so hohen Maßes von sozialer Einsicht in so schwerer Zeit kann sicher der österreichischen Industrie zum Vorbild gereichen. Die Kohlenversorgung Wiens im Jänner und Februar. Bekain«ntlidi wird «der In'äu'Strie der Bcz/ug von KoM-e vom 1. Jän«ner rwi vollständig f r e ig es teilt sein. Um Mißverständnissen vorzu'bougen, wird darauf aufmerksam gcmtehit, daß die Rationierung, von Kohle für Wien auch im Jänner «und Februar wie bisher aufrecht «bleibt, «uim den dringenden Bedarf der Bevölkerung an H a u s b r a -n d k o li 1 e sowie an Kohle für Gewerbe und K'ltehunduisbrie in «den stengsten Wiiailermon'aiten sieheraustellon. Es bleiben da-hor die . am-tl'i'dhen Koh'len'karten und Bezugsscheine b i s i. März in Kraft. Die stiidtis-cihen Kohlena-bgabcsteilen sind verpflichtet, diese anvtilicben Koblemauswerse 'bis -zum 1. März mit -der jeweils festgesetzten Wochen-, beizielnuii'gsweise Mon'a-tsme.nge eimzulösen. Da infolge technischer Soh-wieri-gkeiten die neuen Kioihlen«a«usweise zmn Bcz«u«g der gewerblichen Betriebs- und Heizkch-le nicht rec-hitzeitig zuiges-tel.lt werden konnten, wurden die städtischen Koihilenlabgabestelilen ermächtigt, die noch nicht eingelösten NovembermenigCn im Laufe des Dözem«bor nachzu-liefern." Wildwest im Prater. Gestern um etwa .^6 U3ir nachmittags wurde-la*' Prater ein räuberischer' Ueberfall verübt, ünf diese Zeit fuhr ein Kutscher des -Hotels ,Pac her mit einem Streifwagen, den der Hilfsportier des Hotels, Sebastians! Mayer, begleitete, zu der Station der Ungarischen FIuß-: und Seesctyffahrfsgesellschaft unterhalb der. Reichsbrücke.' Plötzlich fiel eine Bande von acht bis zehn. Männerm über den Wagen her; sie zerrten den Hilfsportier vomi Wagen; ein Teil der Strolche hielt ihn fest, eins anderer zog vom Wagen einen grauen großen Rohrälatten-i kotier, Eigentum der Schauspielerin Mizzi Hofimann, und! ergriff mit den anderen Raubgesellen gegen die Binderan« die Flucht. Der Koffer hat Kleider, Wäsche und Reise-j eff.ekten im Werte von 8 bis 10 Millionen enthalten. Nachj erstatteter Anzeige im Wachzimmer Reichsbrücke nahmen! Sicherheitswache und Kriminalbeamte sofort eine Streifung vpr, die jedoch erfolglos verlief. Die Keren-Hajessod-Aktion in Südamerika. Dr. S. W i 1 en s k y, welcher für den K e re tfi H a j e s s 0 d Südamerika bereist, wird überall mttj Enthusiasmus empfangen. Sämtliche Parteien deri Aschkenasim und Sephardim unterstützen seine Aktion.! Beträchtliche Summen sind bereits gesammelt worden.- Seine Aktioh hat besonders in den Nordstaaten Südd amerikas schöne Früchte getragen. (J. C. B.) .i * .Personalnachricht. Die Trauung des Gesinnung«« genossen Herrn Dr. Israel Hammer, Mitinhaber und! Leiter der Verlagsanstalt „Hatechija", mit Fräulein Anittä Saß findet heute, Sonntag, um 3 Uhr nachmittags im Seitenstetten-Tempel statt., * Begräbnisse am heutigen Tage. Alter Fried-! h 0 f: 9 Uhr« Hendel Bernhard, 9 Uhr 30 Mim HerzkaJ Theresia, 10 Uhr Segel Antonia, 10 Uhr 30 Min. Botstiebetj Johanna. — Neuer Friedhof: 9 Uhr Alt Davids 9Uhr 30 Min. Scherzet Siegmund, 9 Uhr 45 Min. Goldstern Anjalie, 10 Uhr 15 Min. Berger Alois, 10 Uhr 30 Min. Safran Wolf, lö Uhr-45 Min. Rösler Meschulem, 11 Uhr Weiselesj Berta, 12 Uhr Schorr Chaim Wolf, 12 Uhr 30 Min. Sekelesj Therese. ■— Döblinger Friedho f«: 11 Uhti Tritsch Adolf. * Aus dem- Rathaus. Montag entfällt die Spreche stunde beim amtsführenden Stadtrat Speiser. Der Stadtsenat hält am Dienstag, 10 Uhr vormittags, eine Sitzung ab.—| Der Gemeinderat tritt am Freitag um 4 Uhr nachmittags! zu einer Sitzung zusammen. — Montag entfällt der Empfang beim Bürgermeister Reumann. * Großer Brand im Verkehrsministerlttm. Im Ge-j bäude des Verkehrsministeriums, I., Elisabethstiaße 9, ist gestern um die Mittagsstunde ein Dippelbaumbrand ausgebfochen, der rasch großen Umfang annahm. Die Flammen schlugen in den Sitzungssaal. Es gelang, Möbel, Spiegel und andere wertvolle Einrichtungsgegenstände in Sicherheit zu bringen. An der Bergungsaktion^ beteiligten sich das gesamte Personal, an der Spitze Minister Dr. Rodler. Der Brand wurde nach harter Arbeit biegelegt. 1 » Die Lohnbewegung der Fleischarbeiter. Die Arbeiter in den fleischverarbeitenden Betrieben haben den Unternehmern neue Lohnvorschläge überreicht. Die Lohnbewegung erstreckt sich auf Wien, Nieder- und Ober- Österreich. Nach den neuen Lohnvorschlägen der Gehilfenschaft sollen sich die Löhne -ab 5. d. M bei Beibehaltung der Naturalbezüge auf K 6500 bis 9000 pro Woche stellen, wovon für die in Verpflegung stehenden K 4000 wöchentlich abgezogen werden sollen, Heüfe hat der Zentralverband den Lebensmitteiarbeiter die Fleischhauer- und Selchergehilfen zu einer Versammlung im Favoritner Arbeiterheim einberufen, in welcher weitere Beschlüsse gefaßt werden sollen; » Die Dezemberaushilfe für Pensionisten, Witwen und Waisen. Die Dezemberaushilfen fiir Pensionistenj Witwen und Waisen betragen, wie dem Wirtschaftsverband der Berufsmilitärgagisten mitgeteilt wird, verschußweise für Pensionisten in Kangsklassen K 10.000, außer Rangsklassen K 8000, für Witwen K 6000 und für Doppelwaisen K 30001 Diese Beträge gelangen ehestens zur Verteilung. * Ende des Aerztestreiks in Salzburg. Aus Salzburg wird gemeldet: Zwischen der Landesregierung und den Aerzten ist eine Einigung erzielt worden. Die Aerzte haben die Ausübung der Praxis wieder aufgenommen. : * Preis des Pferdemischfutters. Amtlich wird miH geteilt: Der Preis des Wiener Pferdemischfutters beträgt ab 5. d. M. K 155 per Kilogramm einschließlich Verteilung^ gebühr. » Ladendiebstahl. Gestern mittags haben drei etwa 20- bis 24jährige Burschen dem Salomon Lustig aus der Lade des Verkaufspultes des Delikatessengeschäftes; Wiednergürtel 28 eine gelblederne Brieftasche mü K 182.000 gestohlen. * Große Aktienfälschung in München. Aus-München wird gemeldet: Die hiesige Kriminalpolizei hat eine große Aktienfälschung aufgedeckt. Es handelt sich um einen angeblichen Schriftsteller aus München und einen Versicherungsagenten aus Nürnberg die im Jahre 1919 in Berlin die Gründung einer Gesell^ schaft zur Ausbeutung angeblich umfangreicher Erdölfelder in Rumänien ins Auge faßten und in München. Akhe* in der Höhe von 13 Millionen Lei drucken ließen. Dri beiden wurden verhaftet. -« * Einlieferung des Mörders Haseistelner. Der Raub) Mörder Engelbert Haselsteiner wurde gestern vönj Sicherheitsbureau dem Landesgericht eingeliefert. Er, hat} wie berichtet, die GrünwgLrenhäncUerin W ag n er er«, mordet und die Teile ihrer Leiche in eitlem Koffer nacl. Altenbferg geführt. * Vier Millionen Kronen herausgelockt. Der Beamte der Wiener Handels-A.-G. Emil H b r w i t zhat an;3Ö. November im Verein mit zwei Genossen namens* Ra bi! -und L 0 n gi n i einer hiesigen Großbank durch gefälscht« 'Kassenanweisungen vier Millionen Kronen entlockt. All« drei wurden verhaftet und sind geständig!. * Erhöhung der Fuhiwerkstaxen,' A'b -hdu-tc fcri-tf jdie 4 0 0 f a-c h e Taxe in Kraft, -und zwar für F«u-hr- Wenk mit Taxameter (Autos und Fin-spiinucr) 4001 ad Taxe I von .7 Uhr frühbas 10 Uhr abend«, 4oofac!i>i Taxe II von 10 Uhr abends bis 7 Uhr früh, 400-fladn Zcit-taxe und- 40ofac-h-cr Gepäcksßmschla-g (-nach clcn- An; sätzen der Betriebso-rdinung bareciluoet); für Plate : fuihtrwefk ohne Taxameter (Fiaiker) 4A0 ICro-nen fiip Großer elhnachtsverkauf STOFFEN Konkurrenzlos in Qualität und Preisen 1050 LMiuiMM 10-12,1., KOisissM

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